#1401

RE: Willie

in Forum Interna 14.06.2010 23:32
von semipermeabel (gelöscht)
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Zitat von: Willie 
Eine Frage zu ihrem Nick. haben sie vielleicht etwas mit Keramik zutun?

Ab und zu-ja.
Das hat mit dem Nik nichts zu tun.


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#1402

Willie

in Forum Interna 14.06.2010 23:41
von Willie (gelöscht)
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Zitat von: semipermeabel 
Ab und zu-ja.
Das hat mit dem Nik nichts zu tun.

Ok. Ich dachte nur, dass es da moeglicherweise eine Verbindung gaebe, da ich schon mal mit permeabler, wie auch nicht-permeabler Keramik zu tun hatte.


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#1403

RE: Willie

in Forum Interna 14.06.2010 23:44
von semipermeabel (gelöscht)
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Zitat von: Willie 
Ok. Ich dachte nur, dass es da moeglicherweise eine Verbindung gaebe, da ich schon mal mit permeabler, wie auch nicht-permeabler Keramik zu tun hatte.

Das ist das Prinzip "Römertopf".
Mein Nik hat die klassische Bedeutung.


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#1404

Willie

in Forum Interna 15.06.2010 00:06
von Willie (gelöscht)
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Zitat von: Maga  Fundamentalismus ist eine jeder Religion inhärente Gefahr, die durch soziale, wirtschaftliche, politische und kulturelle Bedingungen gefördert oder behindert werden kann.

Nicht unbedingt. Das ist ganz allein davon abhaengig davon, was man unter den Begriffen Fundamentalismus, Religion und Gefahr versteht.
Ich sehe das nicht so, wie sie. Zumal es ja auch Religionen gibt, fuer die "soziale, wirtschaftliche, politische und kulturelle Bedingungen" bedeutungslos sind.

Zitat von: Maga 
Roy, und ich kann ihm da teilweise folgen, sieht die Entwicklung, dass durch die Globalisierung Religionen dekulturiert, also von ihrem kulturellen Bezugsrahmen losgelöst werden, wodurch das Religiöse als Religiöses und nicht mehr als Kulturelles in Erscheinung tritt, umgekehrt aber auch der Universalismus der Religion gefördert wird.

Vorstehendes bezieht sich doch wieder nur und ausschliesslich auf jene Religionen, die sich kulturell identifizieren oder durch Kultur definieren, oder gar mit Kultur -oder Teilen davon- identisch sind.
Das sind aber nur ganz bestimmte Religionen -nicht "Religion" oder "alle Religionen" an sich.

Zitat von: Maga 
Ich stimme ihm teilweise zu; teilweise, weil diese Globalisierungsprozesse nichts Neues sind, und das Christentum selbst in gewisser Weise dekulturiert in Erscheinung getreten ist - viel stärker als alle anderen Religionen.

Sehe ich nicht so. Es gilt allenfalls fuer bestimmte Denominationen innerhalb der christlichen Religion. Wobei da mitunter der Uebergang zu einer anderen Religion durchaus auch fliessend sei kann. Nicht alles was sich christlich nennt ist auch so.

Zitat von: Maga 
Die Gefahr des Fundamentalismus liegt m. E. nicht so sehr auf der politischen als vielmehr auf der religiösen Ebene, die durch eine Verarmung des spirituellen Reichtums traditierter Religion gekennzeichnet ist.

Keine Ahnung, wovon sie im vorstehenden schreiben.
Was ist eine "traditierter Religion"?
Was ist das fuer eine "religoese Ebene, die durch eine Verarmung des spirituellen Reichtums traditierter Religion gekennzeichnet ist"?
Und warum ist gerade fuer die Fundamentalismus eine Gefahr -und fuer andere nicht?

Fuer mich sind das boehmische Doerfer und da brauche ich Nachhilfeunterricht.


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#1405

Willie

in Forum Interna 15.06.2010 00:13
von Willie (gelöscht)
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Zitat von: semipermeabel 
Das ist das Prinzip "Römertopf".
Mein Nik hat die klassische Bedeutung.

Natuerlich. Und das kenne ich auch. Ziegelware.
Ziegelware, die mit Glasur zum Steingut wird -ist hier in den USA als earthenware bekannt.
Die naechste Stufe rauf ist dann semipermeable Ceramics und dann zum Schluss die nonpermeable ceramics.


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#1406

RE: Willie

in Forum Interna 15.06.2010 07:30
von Maga (gelöscht)
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"Nicht unbedingt. Das ist ganz allein davon abhaengig davon, was man unter den Begriffen Fundamentalismus, Religion und Gefahr versteht.
Ich sehe das nicht so, wie sie. Zumal es ja auch Religionen gibt, fuer die "soziale, wirtschaftliche, politische und kulturelle Bedingungen" bedeutungslos sind."

Nein, für keine Religion, auch nicht für das Christentum, sind soziale, wirtschaftliche, politische und kulturelle Bedingungen bedeutungslos. Natürlich kann es manchmal gelingen, diese zu transzendieren; bedeutungslos sind sie damit aber nicht.

"Vorstehendes bezieht sich doch wieder nur und ausschliesslich auf jene Religionen, die sich kulturell identifizieren oder durch Kultur definieren, oder gar mit Kultur -oder Teilen davon- identisch sind.
Das sind aber nur ganz bestimmte Religionen -nicht "Religion" oder "alle Religionen" an sich."

Natürlich gibt es Unterschiede. Das Christentum hat im Gegensatz zu vielen anderen Religionen sich nicht primär kulturell definiert, geschweige denn als religiöse Ausformung einer bestimmten Kultur. Auch ist zu berücksichtigen, dass Religion eigentlich ein "westliches" Konzept ist, also die Übertragung eines Konzepts auf andere Kulturen, die das Religiöse nicht als Religiöses definiert hätten. Oft hat das Christentum Inkulturation mit starken Vorbehalten gesehen oder z. T. abgelehnt. Dennoch wäre der Erfolg des Christentums ohne kulturelle Anpassungen gar nicht erklärbar.

"Sehe ich nicht so. Es gilt allenfalls fuer bestimmte Denominationen innerhalb der christlichen Religion. Wobei da mitunter der Uebergang zu einer anderen Religion durchaus auch fliessend sei kann. Nicht alles was sich christlich nennt ist auch so"

Ich frage jetzt nicht nach den Denominationen bzw. Konfessionen. :-) Nein, es gilt für alle Konfessionen.

"Keine Ahnung, wovon sie im vorstehenden schreiben.
Was ist eine "traditierter Religion"?
Was ist das fuer eine "religoese Ebene, die durch eine Verarmung des spirituellen Reichtums traditierter Religion gekennzeichnet ist"?
Und warum ist gerade fuer die Fundamentalismus eine Gefahr -und fuer andere nicht?"

Tradierte Religionen sind Religionen, die einen Reifungsprozess hinter sich haben, weil sie ein bestimmtes Alter, eine bestimmte Erfahrung und vielleicht auch eine bestimmte "Weisheit" oder spirituelle Reife erlangt haben. Ich schließe damit rezente Religionen wie etwa das Mormonentum, die am schnellsten wachsende Religion der Welt, aus. Hier sehe ich die Gefahr, dass der Anpassungsdruck in der globalisierten Welt so verläuft, dass diese Reife, die andere nie erlangt haben, zugunsten einiger "Kernbotschaften" aufgegeben wird. Fundamentalismus ist immer auch eine spirituelle Verarmung - und darüber hinaus auch eine politische Gefahr.



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#1407

RE: Willie

in Forum Interna 15.06.2010 09:00
von Hans Bergman | 23.327 Beiträge


Zitat von: Willie 
Moral und Anstand sind kein Gesetz, sondern Moral und Anstand.

Für jene, die beides von ihrer Erziehung kennen, ist es ein Gesetz, für die anderen natürlich nicht.



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#1408

RE: Willie

in Forum Interna 15.06.2010 09:04
von Landegaard
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Zitat von: Hans Bergman 
Für jene, die beides von ihrer Erziehung kennen, ist es ein Gesetz, für die anderen natürlich nicht.


Dazu gibts noch eine Reihe von Gesetzen, die eben der Absicht folgen, Moral und Anstand zu normieren und einklagbar zu machen, eben als Gesetz.


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#1409

RE: Foristen-Stammtisch

in Forum Interna 15.06.2010 09:15
von sayada.b. | 9.135 Beiträge


Zitat von: Hans Bergman .
Ich vermisse mein Weib. :(
Sayada, Du kannst das Klebeband jetzt wieder abnehmen. War doch nur zum Spaß.


Ach - die Luder haben wohl keine Zeit??? :))
Oder soll ich noch mehr Schuhe putzen? *grübel* Nö, keine Lust!

Klebeband? Geknebelt trifft das wohl besser, was Du angestellt hast...
Zum Glück hast Du die Handschellen vergessen! :-P


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#1410

RE: Willie

in Forum Interna 15.06.2010 09:21
von semipermeabel (gelöscht)
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Zitat von: Hans Bergman 
Für jene, die beides von ihrer Erziehung kennen, ist es ein Gesetz, für die anderen natürlich nicht.

Nicht alles, was Sie für persönliches Gesetz ansehen, lässt sich allgemeingültig in Gesetzen definieren.
Das von Ihnen gern benutzte Wort "Ehre" ist ein unbestimmter Rechtsbegriff.
Übrigens, wo ist Ihre Wählerstimme?


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#1411

RE: Willie

in Forum Interna 15.06.2010 09:23
von Hans Bergman | 23.327 Beiträge


Zitat von: Landegaard 
Dazu gibts noch eine Reihe von Gesetzen, die eben der Absicht folgen, Moral und Anstand zu normieren und einklagbar zu machen, eben als Gesetz.

Richtig. Gegen sittenwidrig niedrige Löhne kann man sich z.B. gerichtlich wehren. Leider nur theoretisch.



zuletzt bearbeitet 15.06.2010 09:24 | nach oben springen

#1412

RE: Foristen-Stammtisch

in Forum Interna 15.06.2010 09:29
von Hans Bergman | 23.327 Beiträge


Zitat von: sayada.b. 
Ach - die Luder haben wohl keine Zeit??? :))
Oder soll ich noch mehr Schuhe putzen? *grübel* Nö, keine Lust!
Klebeband? Geknebelt trifft das wohl besser, was Du angestellt hast...
Zum Glück hast Du die Handschellen vergessen! :-P

Ach die Luder! Ich bin doch eigentlich treu bis in den Tod. Und: ich habe etwas angestellt?



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#1413

RE: Willie

in Forum Interna 15.06.2010 09:30
von Landegaard
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Zitat von: Hans Bergman 
Richtig. Gegen sittenwidrig niedrige Löhne kann man sich z.B. gerichtlich wehren. Leider nur theoretisch.


Das zeigt einfach nur, dass Moral und Anstand eben nicht gleichsetzbar mit der Gesetzgebung ist. Das Problem liegt in der Normierung, denn es mag durchaus unterschiedliche Vorstellungen davon geben, was moralisch ist und was anständig ist. Die Debatten der letzten Wolche sind ein gutes Beispiel dafür.


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#1414

RE: Foristen-Stammtisch

in Forum Interna 15.06.2010 09:55
von sayada.b. | 9.135 Beiträge


Zitat von: Hans Bergman 
Ach die Luder! Ich bin doch eigentlich treu bis in den Tod. Und: ich habe etwas angestellt?


Na, den Text hänge ich mal gerahmt an die Wand! Nur zur (ewigen)Erinnerung. :)
Die Luder kochen anscheinend noch schlechter, als Du von mir behauptest?! Jaja, auch Wasser kann nabrennen. :))
Angestellt? Ja, wie kam ich denn mit dem Klebeband zusammen, heh?
:(
Da hilft Dir jetzt auch kein Dummstellen raus... ;)


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#1415

RE: Foristen-Stammtisch

in Forum Interna 15.06.2010 09:58
von Hans Bergman | 23.327 Beiträge


Zitat von: sayada.b. 
Da hilft Dir jetzt auch kein Dummstellen raus... ;)

Ich wünschte, ich könnte mich nur so stellen... :(



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#1416

RE: Foristen-Stammtisch

in Forum Interna 15.06.2010 10:14
von sayada.b. | 9.135 Beiträge


Zitat von: Hans Bergman 
Ich wünschte, ich könnte mich nur so stellen... :(


:)))

Spekulierst Du jetzt grad? Weibliches Mitgefühl usw. ...? Könnte klappen, bin kurz davor, Dir zu widersprechen! ;)

Zumal, der Treffer mit der Bratpfanne trägt ja sicher einen Teil zum derzeitigen Zustand bei?!


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#1417

RE: Foristen-Stammtisch

in Forum Interna 15.06.2010 10:41
von Hans Bergman | 23.327 Beiträge


Zitat von: sayada.b. 
...Zumal, der Treffer mit der Bratpfanne trägt ja sicher einen Teil zum derzeitigen Zustand bei?!

Solche verharmlosenden Untertreibungen mag ich gar nicht angesichts der Tatsache, dass Du die Pfanne jedesmal als schlagendes Argument einsetzt, wenn Dir sonst nichts anderes mehr einfällt.



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#1418

RE: Foristen-Stammtisch

in Forum Interna 15.06.2010 10:48
von sayada.b. | 9.135 Beiträge


Zitat von: Hans Bergman 
Solche verharmlosenden Untertreibungen mag ich gar nicht angesichts der Tatsache, dass Du die Pfanne jedesmal als schlagendes Argument einsetzt, wenn Dir sonst nichts anderes mehr einfällt.


Sollte ich lieber die Schlagzahl erhöhen???
Eben hatte ich ja noch Mitleid - das ist Geschichte...

Worüber beschwerst Du Dich eigentlich? Bis auf das eine Mal fiel mir doch noch immer eine andere Lösung ein! Und hättest Du mir einen Wok gekauft - tja, ...


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#1419

RE: Willie

in Forum Interna 15.06.2010 10:50
von Hans Bergman | 23.327 Beiträge


Zitat von: semipermeabel 
...Übrigens, wo ist Ihre Wählerstimme?

Bin immer noch am Suchen...



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#1420

RE: Willie

in Forum Interna 15.06.2010 11:30
von Joachim Baum | 1.197 Beiträge


Zitat von: Landegaard 
Das zeigt einfach nur, dass Moral und Anstand eben nicht gleichsetzbar mit der Gesetzgebung ist. Das Problem liegt in der Normierung, denn es mag durchaus unterschiedliche Vorstellungen davon geben, was moralisch ist und was anständig ist.


Da haben es die Schützenvereine doch einfach - unter "Glaube, Sitte, Heimat" ist da alles zusammengefasst :-)) (Saufen bis zum Umfallen ist da außen vor)


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#1421

RE: Willie

in Forum Interna 15.06.2010 14:56
von Willie (gelöscht)
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>>Natürlich gibt es Unterschiede. Das Christentum hat im Gegensatz zu vielen anderen Religionen sich nicht primär kulturell definiert, geschweige denn als religiöse Ausformung einer bestimmten Kultur.<<

Das Christentum -Christ sein- ist ueberhaupt nicht kulturell definiert. Null. Auch nicht "nicht primaer", sondern "nicht".

>>Auch ist zu berücksichtigen, dass Religion eigentlich ein "westliches" Konzept ist, also die Übertragung eines Konzepts auf andere Kulturen, die das Religiöse nicht als Religiöses definiert hätten.<<

Was ja auch nicht stimmt.

>>Oft hat das Christentum Inkulturation mit starken Vorbehalten gesehen oder z. T. abgelehnt. Dennoch wäre der Erfolg des Christentums ohne kulturelle Anpassungen gar nicht erklärbar. <<

Stimmt auch nicht. Denn dafuer gibt es Beispiele. Dass es vielfach so gelaufen ist, ist ja kein Beleg fuer "eine Voraussetzung fuer den Erfolg".
Tja, und dann gibt es noch diejenigen, die davon ueberzeugt sind, dass ihr Gott keine Menschenhilfe benoetigt -auch nicht deren "kulturelle Anpassungen"- um seine Kirche zu bauen.

>>Ich frage jetzt nicht nach den Denominationen bzw. Konfessionen. :-) Nein, es gilt für alle Konfessionen.<<

Sehe ich auch nicht so. Denn genau darauf -auf die Unterschiede in Konfessionen- laeuft es hinaus. Genau deswegen haben sie und ich so unterschiedliche Ansichten.

>>Tradierte Religionen sind Religionen, die einen Reifungsprozess hinter sich haben, weil sie ein bestimmtes Alter, eine bestimmte Erfahrung und vielleicht auch eine bestimmte "Weisheit" oder spirituelle Reife erlangt haben. Ich schließe damit rezente Religionen wie etwa das Mormonentum, die am schnellsten wachsende Religion der Welt, aus. Hier sehe ich die Gefahr, dass der Anpassungsdruck in der globalisierten Welt so verläuft, dass diese Reife, die andere nie erlangt haben, zugunsten einiger "Kernbotschaften" aufgegeben wird. <<

Wir haben ja "so was von gegensaetzlichen Ansichten". Ich wuesste garnicht wo ich anfangen sollte, die fundamentalen unterschiedlichen Auffassungen darzulegen.:-)

1. Meine Religion benoetigt keine Reife. Sie hat fundamentale Aussagen -Kernbotschaften. Die es zu verstehen gilt. Fertig. Und diese sind unwandelbar, unreifbar, ewig.:-)

2. Und sie baut auf einem Verhaeltnis zu Gott auf.

3. Die Aussage/Frage, die sie zuerst anfuehrten bezog sich nicht auf "ganz bestimmte juengere Religionen", sondern auf "Religionen".

>>Fundamentalismus ist immer auch eine spirituelle Verarmung - und darüber hinaus auch eine politische Gefahr. <<

Nicht nur stimmt die Behauptung der "spirituellen Verarmung" nicht -genau das Gegenteil ist der Fall- und "politische Gefahren" sind fuer "Religion" irrelevant. Insofern eine eigenartige Behauptung.


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#1422

RE: Willie

in Forum Interna 16.06.2010 09:44
von Maga (gelöscht)
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Zitat von: Willie >>Natürlich gibt es Unterschiede. Das Christentum hat im Gegensatz zu vielen anderen Religionen sich nicht primär kulturell definiert, geschweige denn als religiöse Ausformung einer bestimmten Kultur.<<
Das Christentum -Christ sein- ist ueberhaupt nicht kulturell definiert. Null. Auch nicht "nicht primaer", sondern "nicht".
>>Auch ist zu berücksichtigen, dass Religion eigentlich ein "westliches" Konzept ist, also die Übertragung eines Konzepts auf andere Kulturen, die das Religiöse nicht als Religiöses definiert hätten.<<
Was ja auch nicht stimmt.
>>Oft hat das Christentum Inkulturation mit starken Vorbehalten gesehen oder z. T. abgelehnt. Dennoch wäre der Erfolg des Christentums ohne kulturelle Anpassungen gar nicht erklärbar. <<
Stimmt auch nicht. Denn dafuer gibt es Beispiele. Dass es vielfach so gelaufen ist, ist ja kein Beleg fuer "eine Voraussetzung fuer den Erfolg".
Tja, und dann gibt es noch diejenigen, die davon ueberzeugt sind, dass ihr Gott keine Menschenhilfe benoetigt -auch nicht deren "kulturelle Anpassungen"- um seine Kirche zu bauen.
>>Ich frage jetzt nicht nach den Denominationen bzw. Konfessionen. :-) Nein, es gilt für alle Konfessionen.<<
Sehe ich auch nicht so. Denn genau darauf -auf die Unterschiede in Konfessionen- laeuft es hinaus. Genau deswegen haben sie und ich so unterschiedliche Ansichten.
>>Tradierte Religionen sind Religionen, die einen Reifungsprozess hinter sich haben, weil sie ein bestimmtes Alter, eine bestimmte Erfahrung und vielleicht auch eine bestimmte "Weisheit" oder spirituelle Reife erlangt haben. Ich schließe damit rezente Religionen wie etwa das Mormonentum, die am schnellsten wachsende Religion der Welt, aus. Hier sehe ich die Gefahr, dass der Anpassungsdruck in der globalisierten Welt so verläuft, dass diese Reife, die andere nie erlangt haben, zugunsten einiger "Kernbotschaften" aufgegeben wird. <<
Wir haben ja "so was von gegensaetzlichen Ansichten". Ich wuesste garnicht wo ich anfangen sollte, die fundamentalen unterschiedlichen Auffassungen darzulegen.:-)

1. Meine Religion benoetigt keine Reife. Sie hat fundamentale Aussagen -Kernbotschaften. Die es zu verstehen gilt. Fertig. Und diese sind unwandelbar, unreifbar, ewig.:-)
2. Und sie baut auf einem Verhaeltnis zu Gott auf.
3. Die Aussage/Frage, die sie zuerst anfuehrten bezog sich nicht auf "ganz bestimmte juengere Religionen", sondern auf "Religionen".
>>Fundamentalismus ist immer auch eine spirituelle Verarmung - und darüber hinaus auch eine politische Gefahr. <<
Nicht nur stimmt die Behauptung der "spirituellen Verarmung" nicht -genau das Gegenteil ist der Fall- und "politische Gefahren" sind fuer "Religion" irrelevant. Insofern eine eigenartige Behauptung.
Willie, wir kommen hier zu keinem Ergebnis, weil wir Religion unterschiedlich definieren, Fundamentalismus unterschiedlich definieren und letztlich auch Christentum unterschiedlich definieren. (Was die Übersetzbarkeit von Begrifflichkeiten angeht, so taten sich die Jesuiten des 16. Jahrhunderts schwer, den Begriff "Religion" ins Chinesische zu übersetzen. Sie wählten den Begriff "Schule"...). Ansonsten respektiere ich Ihre Meinung und verurteile diejenigen, die Sie in ihren Postings wegen Ihrer Meinungen und Ihres Glaubens verhöhnen.



zuletzt bearbeitet 16.06.2010 09:50 | nach oben springen

#1423

RE: Willie

in Forum Interna 16.06.2010 11:25
von semipermeabel (gelöscht)
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Zitat von: Landegaard 
Das zeigt einfach nur, dass Moral und Anstand eben nicht gleichsetzbar mit der Gesetzgebung ist. Das Problem liegt in der Normierung, denn es mag durchaus unterschiedliche Vorstellungen davon geben, was moralisch ist und was anständig ist. Die Debatten der letzten Wolche sind ein gutes Beispiel dafür.

Es gibt in unserer Republik den Deutschen Ethikrat.
Er wird ebenso wenig ernst genommen wie der Bund der Steuerzahler.


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#1424

RE: Willie

in Forum Interna 16.06.2010 12:24
von Landegaard
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Zitat von: semipermeabel 
Es gibt in unserer Republik den Deutschen Ethikrat.
Er wird ebenso wenig ernst genommen wie der Bund der Steuerzahler.


Den Ethikrat nehme ich ebenfalls nicht ernst, was vielleicht ein Fehler ist. Der Bund der Steuerzahler ist eine Interessenvertretergemeinschaft, wie es viele gibt in diesem Land. Dass Politiker, die selbst sicherlich nicht alles durchschauen, was im Lande so geschieht, auf die Berater hören, die sich am lautesten einbringen, halte ich für natürlich.
Ethische Maßstäbe erwarte ich bei all denen nicht, die erwarte ich bei den Entscheidungsträgern in der Politik, meist vergebens.


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#1425

RE: Willie

in Forum Interna 16.06.2010 12:37
von semipermeabel (gelöscht)
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Zitat von: Landegaard 
Den Ethikrat nehme ich ebenfalls nicht ernst, was vielleicht ein Fehler ist. Der Bund der Steuerzahler ist eine Interessenvertretergemeinschaft, wie es viele gibt in diesem Land. Dass Politiker, die selbst sicherlich nicht alles durchschauen, was im Lande so geschieht, auf die Berater hören, die sich am lautesten einbringen, halte ich für natürlich.
Ethische Maßstäbe erwarte ich bei all denen nicht, die erwarte ich bei den Entscheidungsträgern in der Politik, meist vergebens.

Stimmt, vergebliches Warten hat inzwischen einen Namen: alternativlos.


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