#8801

RE: Das Recht auf ein / kein Kind

in Forum Interna 22.02.2013 20:06
von Willie (gelöscht)
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Zitat von Maga-neu im Beitrag #3906
Zitat von Lea S. im Beitrag #3903
Zitat von Leto_II. im Beitrag #3902

.................................

"to do the right thing" ist für B16, Schaden von der Kirche abzuwenden, was eine öffentliche Schlammschlach mit Sicherheit nicht beinhaltet.

Er ist lange genug im Vatikan in führender Position, um den Laden zu kennen und sollte auch ein paar Leute kennen, die den Laden auch kennen.

Ein US-Marshal ist "uns" Papst wohl eher nicht.:)



Gottseidank ist er das nicht.
Was er aber ist - und das hat mich als Nichtreligiöse beeindruckt - ein Mensch mit Mut zu solch einem Schritt.
Seine Vorgänger haben - selbst wenn sie evtl. nicht einverstanden waren mit der Vatikanspolitik - feige in ihrem Sessel und eingebettet in Pomp und Glitzer ausgeharrt.

Manchmal bis zum gnädigen Tod, manchmal bis zum gewaltsamen.
Es gibt unterschiedliche Arten, mit dem Altern in einem solchen Amt, das mit keinem anderen vergleichbar ist, umzugehen. "Non si scende dalla croce", man steigt nicht vom Kreuz, meinte Benedikts Vorgänger. Und auch Benedikt selbst betonte, das Amt werde nicht nur durch Taten und Worte, sondern nicht minder durch Leiden und Beten ausgeübt ("sed non minus patiendo et orando"). Ein "Macher" sollte der nächste Papst zwar schon sein - kein "rauchender Colt" und kein "US-Marshall", aber eben auch ein spiritueller Mensch, vor allem aber ein guter Übersetzer.


Also ein Vertuscher und Verdecker.
Und wer raeumt dann den Cesspool auf? Oder wird gar von Katholiken erwartet, sich mit dessen Existenz schweigend abzufinden?
Ich kann mir nicht vorstellen, dass dies dem Kirchenwachstum gut tun wuerde.


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#8802

RE: Das Recht auf ein / kein Kind

in Forum Interna 22.02.2013 20:31
von Maga-neu | 35.000 Beiträge

Zitat von Willie im Beitrag #3907
Zitat von Maga-neu im Beitrag #3906
Zitat von Lea S. im Beitrag #3903
Zitat von Leto_II. im Beitrag #3902

.................................

"to do the right thing" ist für B16, Schaden von der Kirche abzuwenden, was eine öffentliche Schlammschlach mit Sicherheit nicht beinhaltet.

Er ist lange genug im Vatikan in führender Position, um den Laden zu kennen und sollte auch ein paar Leute kennen, die den Laden auch kennen.

Ein US-Marshal ist "uns" Papst wohl eher nicht.:)



Gottseidank ist er das nicht.
Was er aber ist - und das hat mich als Nichtreligiöse beeindruckt - ein Mensch mit Mut zu solch einem Schritt.
Seine Vorgänger haben - selbst wenn sie evtl. nicht einverstanden waren mit der Vatikanspolitik - feige in ihrem Sessel und eingebettet in Pomp und Glitzer ausgeharrt.

Manchmal bis zum gnädigen Tod, manchmal bis zum gewaltsamen.
Es gibt unterschiedliche Arten, mit dem Altern in einem solchen Amt, das mit keinem anderen vergleichbar ist, umzugehen. "Non si scende dalla croce", man steigt nicht vom Kreuz, meinte Benedikts Vorgänger. Und auch Benedikt selbst betonte, das Amt werde nicht nur durch Taten und Worte, sondern nicht minder durch Leiden und Beten ausgeübt ("sed non minus patiendo et orando"). Ein "Macher" sollte der nächste Papst zwar schon sein - kein "rauchender Colt" und kein "US-Marshall", aber eben auch ein spiritueller Mensch, vor allem aber ein guter Übersetzer.


Also ein Vertuscher und Verdecker.
Und wer raeumt dann den Cesspool auf? Oder wird gar von Katholiken erwartet, sich mit dessen Existenz schweigend abzufinden?
Ich kann mir nicht vorstellen, dass dies dem Kirchenwachstum gut tun wuerde.


Nein, ein "Aufklärer" soll er schon sein. Aber dazu muss man nicht John Wayne oder Clint Eastwood sein. Ehrlich gesagt, aus Italien bin ich dieses VT-Zeug gewöhnt, das jetzt für die Medien aufbereitet wird. Es gibt dort Bücher, die von "Insidergruppen" im Vatikan stammen, die sich selbst "discepoli di (Jünger von, Rest habe ich vergessen)" nennen. Ich habe auch die "sensationelle" Veröffentlichung von Nuzzi über die "geheimen Papiere des Papstes" gelesen: Das was dort erwähnt wird, findet sich in jedem Ministerium und jedem mittelständischen Unternehmen: Intrigen, Inkompetenz, vielleicht auch Korruption. Natürlich ist der Anspruch ein anderer, aber als Italiener hat man nicht so hohe Erwartungen an die Kurie. Trotzdem sollte mit der Cliquenwirtschaft aufgeräumt werden. Vor allem sollte der unfähige Kardinalstaatssekretär Bertone gefeuert werden.

Hmm, wenn ich Geld verdienen will, schreibe ich vielleicht die Fortsetzung von "Im Namen Gottes". Dann geht es nicht mehr um die Ermordung von Papa Luciani, sondern um die Frage, wer zwang den Papst zum Rücktritt? Damit ließe sich viel Geld verdienen...



zuletzt bearbeitet 22.02.2013 20:37 | nach oben springen

#8803

RE: Das Recht auf ein / kein Kind

in Forum Interna 22.02.2013 22:15
von Willie (gelöscht)
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Zitat von Maga-neu im Beitrag #3908
Zitat von Willie im Beitrag #3907
Zitat von Maga-neu im Beitrag #3906
Zitat von Lea S. im Beitrag #3903
Zitat von Leto_II. im Beitrag #3902

.................................

"to do the right thing" ist für B16, Schaden von der Kirche abzuwenden, was eine öffentliche Schlammschlach mit Sicherheit nicht beinhaltet.

Er ist lange genug im Vatikan in führender Position, um den Laden zu kennen und sollte auch ein paar Leute kennen, die den Laden auch kennen.

Ein US-Marshal ist "uns" Papst wohl eher nicht.:)



Gottseidank ist er das nicht.
Was er aber ist - und das hat mich als Nichtreligiöse beeindruckt - ein Mensch mit Mut zu solch einem Schritt.
Seine Vorgänger haben - selbst wenn sie evtl. nicht einverstanden waren mit der Vatikanspolitik - feige in ihrem Sessel und eingebettet in Pomp und Glitzer ausgeharrt.

Manchmal bis zum gnädigen Tod, manchmal bis zum gewaltsamen.
Es gibt unterschiedliche Arten, mit dem Altern in einem solchen Amt, das mit keinem anderen vergleichbar ist, umzugehen. "Non si scende dalla croce", man steigt nicht vom Kreuz, meinte Benedikts Vorgänger. Und auch Benedikt selbst betonte, das Amt werde nicht nur durch Taten und Worte, sondern nicht minder durch Leiden und Beten ausgeübt ("sed non minus patiendo et orando"). Ein "Macher" sollte der nächste Papst zwar schon sein - kein "rauchender Colt" und kein "US-Marshall", aber eben auch ein spiritueller Mensch, vor allem aber ein guter Übersetzer.


Also ein Vertuscher und Verdecker.
Und wer raeumt dann den Cesspool auf? Oder wird gar von Katholiken erwartet, sich mit dessen Existenz schweigend abzufinden?
Ich kann mir nicht vorstellen, dass dies dem Kirchenwachstum gut tun wuerde.


Nein, ein "Aufklärer" soll er schon sein. Aber dazu muss man nicht John Wayne oder Clint Eastwood sein.

Ich war eigentlich davon ausgegangen, dass du erkennen wuerdest, dass die Beispielsbezeichnungen nur bildlich gemeint waren. Und auf keinen Fall meinte ich die Personen der Darsteller hinter dem Film.

Zitat von Maga-neu im Beitrag #3908

Ehrlich gesagt, aus Italien bin ich dieses VT-Zeug gewöhnt, das jetzt für die Medien aufbereitet wird. Es gibt dort Bücher, die von "Insidergruppen" im Vatikan stammen, die sich selbst "discepoli di (Jünger von, Rest habe ich vergessen)" nennen. Ich habe auch die "sensationelle" Veröffentlichung von Nuzzi über die "geheimen Papiere des Papstes" gelesen: Das was dort erwähnt wird, findet sich in jedem Ministerium und jedem mittelständischen Unternehmen: Intrigen, Inkompetenz, vielleicht auch Korruption. Natürlich ist der Anspruch ein anderer, aber als Italiener hat man nicht so hohe Erwartungen an die Kurie. Trotzdem sollte mit der Cliquenwirtschaft aufgeräumt werden. Vor allem sollte der unfähige Kardinalstaatssekretär Bertone gefeuert werden.

Ich war bislang immer davon ausgegangen, dass die RKK etwas anderes als ein Ministerium oder mittelstaendisches Unternehmen sei. Aber wenn die Masse der Katholiken das so so verstehen -no problem. Man muss es halt nur wissen.

Zitat von Maga-neu im Beitrag #3908

Hmm, wenn ich Geld verdienen will, schreibe ich vielleicht die Fortsetzung von "Im Namen Gottes". Dann geht es nicht mehr um die Ermordung von Papa Luciani, sondern um die Frage, wer zwang den Papst zum Rücktritt? Damit ließe sich viel Geld verdienen...

.
Ich beschraenke mich mal darauf, abzuwarten, ob sich was daraus entwickelt. Und wenn ja, was.


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#8804

RE: Das Recht auf ein / kein Kind

in Forum Interna 23.02.2013 09:18
von Maga-neu | 35.000 Beiträge

Zitat von Willie im Beitrag #3909
Ich war eigentlich davon ausgegangen, dass du erkennen wuerdest, dass die Beispielsbezeichnungen nur bildlich gemeint waren. Und auf keinen Fall meinte ich die Personen der Darsteller hinter dem Film.
Schon klar. :-) Und etwas mehr "ass-kicker" kann der Nächste schon sein.

Zitat von Willie im Beitrag #3909
Ich war bislang immer davon ausgegangen, dass die RKK etwas anderes als ein Ministerium oder mittelstaendisches Unternehmen sei. Aber wenn die Masse der Katholiken das so so verstehen -no problem. Man muss es halt nur wissen.
Moment, ich schrieb von der Kurie, nicht von der "RKK". Dass es dort Machtkämpfe und "zizzania" (Zwietracht) gibt, ist nicht gerade seit gestern so. Eigentlich ist es so, seit die Kurie sich im Mittelalter zur Institution herausgebildet hat. Daneben gibt es tausende von Ordensleuten und Priestern, die in bewundernswerter Weise das Christsein vorleben. Auch das ist Kirche.

Zitat von Willie im Beitrag #3909
Ich beschraenke mich mal darauf, abzuwarten, ob sich was daraus entwickelt. Und wenn ja, was.[/blau]
Na, dann sehen wir mal, ob das Zeug den Stoff für einen Dan-Brown-Thriller hat. Ich weiß nur, dass Medien vor allem eines wollen: Spannende Stories, die sich verkaufen lassen. (Auch wenn sie vielleicht an den Haaren herbeigezogen sind.)



zuletzt bearbeitet 23.02.2013 09:19 | nach oben springen

#8805

RE: Das Recht auf ein / kein Kind

in Forum Interna 23.02.2013 09:18
von Maga-neu | 35.000 Beiträge

.



zuletzt bearbeitet 23.02.2013 09:18 | nach oben springen

#8806

RE: Das Recht auf ein / kein Kind

in Forum Interna 23.02.2013 14:47
von Willie (gelöscht)
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Zitat von Maga-neu im Beitrag #3910

Zitat von Willie im Beitrag #3909
Ich war bislang immer davon ausgegangen, dass die RKK etwas anderes als ein Ministerium oder mittelstaendisches Unternehmen sei. Aber wenn die Masse der Katholiken das so so verstehen -no problem. Man muss es halt nur wissen.
Moment, ich schrieb von der Kurie, nicht von der "RKK". Dass es dort Machtkämpfe und "zizzania" (Zwietracht) gibt, ist nicht gerade seit gestern so. Eigentlich ist es so, seit die Kurie sich im Mittelalter zur Institution herausgebildet hat. Daneben gibt es tausende von Ordensleuten und Priestern, die in bewundernswerter Weise das Christsein vorleben. Auch das ist Kirche.

Natuerlich "das ist Kirche" -aber eben nicht die "RKK" Kirche, sondern die Kirche Jesu. Die, zu der ich auch gehoere. Papst frei, Kurie frei, Martin Luther frei..
Zwei voellig verschiedene Dinge und eben nicht konkruent.
Fuer viele Katholiken ist es aber eben nicht so und darum ging es.


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#8807

RE: Das Recht auf ein / kein Kind

in Forum Interna 23.02.2013 15:53
von Maga-neu | 35.000 Beiträge

Zitat von Willie im Beitrag #3912
Zitat von Maga-neu im Beitrag #3910

Zitat von Willie im Beitrag #3909
Ich war bislang immer davon ausgegangen, dass die RKK etwas anderes als ein Ministerium oder mittelstaendisches Unternehmen sei. Aber wenn die Masse der Katholiken das so so verstehen -no problem. Man muss es halt nur wissen.
Moment, ich schrieb von der Kurie, nicht von der "RKK". Dass es dort Machtkämpfe und "zizzania" (Zwietracht) gibt, ist nicht gerade seit gestern so. Eigentlich ist es so, seit die Kurie sich im Mittelalter zur Institution herausgebildet hat. Daneben gibt es tausende von Ordensleuten und Priestern, die in bewundernswerter Weise das Christsein vorleben. Auch das ist Kirche.

Natuerlich "das ist Kirche" -aber eben nicht die "RKK" Kirche, sondern die Kirche Jesu. Die, zu der ich auch gehoere. Papst frei, Kurie frei, Martin Luther frei..
Zwei voellig verschiedene Dinge und eben nicht konkruent.
Fuer viele Katholiken ist es aber eben nicht so und darum ging es.

We agree to disagree. :-)

(Die "unsichtbare Kirche" versus die sichtbare Kirche, "sancta et meretrix", Heilige und Sünderin, zugleich.)

Zum Papsttum: Kardinal Woelki sieht eine Entmystifizierung des Papsttums. Ich glaube, der Amtsverzicht Benedikts setzt eine Tradition fort, die seit der Wahl Johannes XXIII. begonnen hat und in der die Reste altpersischen Gottkönigtums, das sich über den römischen Kaiserkult in das Papsttum hinüber"gerettet" hatten, sukzessive abgeschafft werden. In den Mittelpunkt gerät dabei ein evangelischer, sprich auf dem Evangelium beruhender, Petrusdienst, der auch für einige Protestanten - im Prinzip - akzeptabel wäre.



zuletzt bearbeitet 23.02.2013 15:59 | nach oben springen

#8808

RE: Das Recht auf ein / kein Kind

in Forum Interna 23.02.2013 16:06
von Willie (gelöscht)
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Zitat von Maga-neu im Beitrag #3913
Zitat von Willie im Beitrag #3912
Zitat von Maga-neu im Beitrag #3910

Zitat von Willie im Beitrag #3909
Ich war bislang immer davon ausgegangen, dass die RKK etwas anderes als ein Ministerium oder mittelstaendisches Unternehmen sei. Aber wenn die Masse der Katholiken das so so verstehen -no problem. Man muss es halt nur wissen.
Moment, ich schrieb von der Kurie, nicht von der "RKK". Dass es dort Machtkämpfe und "zizzania" (Zwietracht) gibt, ist nicht gerade seit gestern so. Eigentlich ist es so, seit die Kurie sich im Mittelalter zur Institution herausgebildet hat. Daneben gibt es tausende von Ordensleuten und Priestern, die in bewundernswerter Weise das Christsein vorleben. Auch das ist Kirche.

Natuerlich "das ist Kirche" -aber eben nicht die "RKK" Kirche, sondern die Kirche Jesu. Die, zu der ich auch gehoere. Papst frei, Kurie frei, Martin Luther frei..
Zwei voellig verschiedene Dinge und eben nicht konkruent.
Fuer viele Katholiken ist es aber eben nicht so und darum ging es.

We agree to disagree. :-)

I don't like that term. Even less with a smiley.
Because on a disagreement on such issues there is nothing joyful or enjoyable, there is only regret and sadness.Because of the realization once more as to how limited our means of communicating with each other are.


Zitat von Maga-neu im Beitrag #3913

(Die "unsichtbare Kirche" versus die sichtbare Kirche, "sancta et meretrix", Heilige und Sünderin, zugleich.)


Another construct which makes no sense to me.



zuletzt bearbeitet 23.02.2013 16:18 | nach oben springen

#8809

RE: Das Recht auf ein / kein Kind

in Forum Interna 23.02.2013 16:56
von Leto_II. | 27.675 Beiträge

Zitat von Maga-neu im Beitrag #3913
Zitat von Willie im Beitrag #3912
Zitat von Maga-neu im Beitrag #3910

Zitat von Willie im Beitrag #3909
Ich war bislang immer davon ausgegangen, dass die RKK etwas anderes als ein Ministerium oder mittelstaendisches Unternehmen sei. Aber wenn die Masse der Katholiken das so so verstehen -no problem. Man muss es halt nur wissen.
Moment, ich schrieb von der Kurie, nicht von der "RKK". Dass es dort Machtkämpfe und "zizzania" (Zwietracht) gibt, ist nicht gerade seit gestern so. Eigentlich ist es so, seit die Kurie sich im Mittelalter zur Institution herausgebildet hat. Daneben gibt es tausende von Ordensleuten und Priestern, die in bewundernswerter Weise das Christsein vorleben. Auch das ist Kirche.

Natuerlich "das ist Kirche" -aber eben nicht die "RKK" Kirche, sondern die Kirche Jesu. Die, zu der ich auch gehoere. Papst frei, Kurie frei, Martin Luther frei..
Zwei voellig verschiedene Dinge und eben nicht konkruent.
Fuer viele Katholiken ist es aber eben nicht so und darum ging es.

We agree to disagree. :-)

(Die "unsichtbare Kirche" versus die sichtbare Kirche, "sancta et meretrix", Heilige und Sünderin, zugleich.)

Zum Papsttum: Kardinal Woelki sieht eine Entmystifizierung des Papsttums. Ich glaube, der Amtsverzicht Benedikts setzt eine Tradition fort, die seit der Wahl Johannes XXIII. begonnen hat und in der die Reste altpersischen Gottkönigtums, das sich über den römischen Kaiserkult in das Papsttum hinüber"gerettet" hatten, sukzessive abgeschafft werden. In den Mittelpunkt gerät dabei ein evangelischer, sprich auf dem Evangelium beruhender, Petrusdienst, der auch für einige Protestanten - im Prinzip - akzeptabel wäre.


Du meinst sicher, dass Protestanten für den "Petrusdienst" gar akzeptabel würden, schliesslich sprechen diese niemandem das Kirchesein ab.


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#8810

RE: Das Recht auf ein / kein Kind

in Forum Interna 23.02.2013 17:23
von Maga-neu | 35.000 Beiträge

Zitat von Willie im Beitrag #3914
I don't like that term. Even less with a smiley.
Because on a disagreement on such issues there is nothing joyful or enjoyable, there is only regret and sadness.Because of the realization once more as to how limited our means of communicating with each other are.

Okay, dann lasse ich den Smiley weg. Was ist das Problem an unterschiedlichen Auffassungen und Sichtweisen? Sind diese nicht vielleicht manchmal auch eine Bereicherung. Wir sind doch in vielen Punkten einer Meinung, z. B. über die amerikanische Rechte, über die europäische "Schwäche", über soziales und politisches Engagement. Hier sind wir eben nicht einer Meinung.


Zitat von Willie im Beitrag #3914
Another construct which makes no sense to me.
Unsere Vorstellungen weichen einfach voneinander ab; für mich ist das kein Problem.



zuletzt bearbeitet 23.02.2013 17:24 | nach oben springen

#8811

RE: Das Recht auf ein / kein Kind

in Forum Interna 23.02.2013 17:27
von Maga-neu | 35.000 Beiträge

Zitat von Leto_II. im Beitrag #3915
Du meinst sicher, dass Protestanten für den "Petrusdienst" gar akzeptabel würden, schliesslich sprechen diese niemandem das Kirchesein ab.
Das Papsttum ist nicht das einzige, nicht einmal das vorrangige Problem in der Ökumene. Das Problem ist, dass man sich nicht einmal über die Ziele der Ökumene verständigen kann, denn die "versöhnte Verschiedenheit" ist den Katholiken zu wenig. Und dabei soll die Kirche ja selbst Ökumene sein.


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#8812

RE: Das Recht auf ein / kein Kind

in Forum Interna 23.02.2013 17:38
von Willie (gelöscht)
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Zitat von Maga-neu im Beitrag #3916
Zitat von Willie im Beitrag #3914
I don't like that term. Even less with a smiley.
Because on a disagreement on such issues there is nothing joyful or enjoyable, there is only regret and sadness.Because of the realization once more as to how limited our means of communicating with each other are.

Okay, dann lasse ich den Smiley weg. Was ist das Problem an unterschiedlichen Auffassungen und Sichtweisen? Sind diese nicht vielleicht manchmal auch eine Bereicherung. Wir sind doch in vielen Punkten einer Meinung, z. B. über die amerikanische Rechte, über die europäische "Schwäche", über soziales und politisches Engagement. Hier sind wir eben nicht einer Meinung.

Natuerlich sind Vielfaeltigkeit und unterschiedliche Ansichten manchmal Bereicherungen -aber nur eben manchmal und nicht kategorisch immer. Aber darum geht es ja nicht.

Zitat von Maga-neu im Beitrag #3916
Zitat von Willie im Beitrag #3914
Another construct which makes no sense to me.
Unsere Vorstellungen weichen einfach voneinander ab; für mich ist das kein Problem.


Wer sagt auch dass es ein Problem sei? Ich schrieb von anderem.


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#8813

RE: Das Recht auf ein / kein Kind

in Forum Interna 23.02.2013 17:44
von Willie (gelöscht)
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Zitat von Maga-neu im Beitrag #3917
Zitat von Leto_II. im Beitrag #3915
Du meinst sicher, dass Protestanten für den "Petrusdienst" gar akzeptabel würden, schliesslich sprechen diese niemandem das Kirchesein ab.
Das Papsttum ist nicht das einzige, nicht einmal das vorrangige Problem in der Ökumene. Das Problem ist, dass man sich nicht einmal über die Ziele der Ökumene verständigen kann, denn die "versöhnte Verschiedenheit" ist den Katholiken zu wenig. Und dabei soll die Kirche ja selbst Ökumene sein.


Die "versöhnte Verschiedenheit" als eine Version von "to agree to disagree"?
Soweit ich mich erinnere, sagte der derzeitige Papst dazu etwas ganz anderes. Naemlich was von einer Ausschliesslichkeitsgeltung der RKK -wenn auch nicht in genau denselben Worten. Ich kann es aber raussuchen.


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#8814

RE: Das Recht auf ein / kein Kind

in Forum Interna 23.02.2013 17:55
von Leto_II. | 27.675 Beiträge

Zitat von Maga-neu im Beitrag #3917
Zitat von Leto_II. im Beitrag #3915
Du meinst sicher, dass Protestanten für den "Petrusdienst" gar akzeptabel würden, schliesslich sprechen diese niemandem das Kirchesein ab.
Das Papsttum ist nicht das einzige, nicht einmal das vorrangige Problem in der Ökumene. Das Problem ist, dass man sich nicht einmal über die Ziele der Ökumene verständigen kann, denn die "versöhnte Verschiedenheit" ist den Katholiken zu wenig. Und dabei soll die Kirche ja selbst Ökumene sein.



Das haben wir gegendlich im NO auch, Anerkennung auf Gegenseitigkeit. Mit Nichtkirchen braucht auch niemand diskutieren.


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#8815

RE: Das Recht auf ein / kein Kind

in Forum Interna 23.02.2013 17:56
von Leto_II. | 27.675 Beiträge

Zitat von Willie im Beitrag #3919
Zitat von Maga-neu im Beitrag #3917
Zitat von Leto_II. im Beitrag #3915
Du meinst sicher, dass Protestanten für den "Petrusdienst" gar akzeptabel würden, schliesslich sprechen diese niemandem das Kirchesein ab.
Das Papsttum ist nicht das einzige, nicht einmal das vorrangige Problem in der Ökumene. Das Problem ist, dass man sich nicht einmal über die Ziele der Ökumene verständigen kann, denn die "versöhnte Verschiedenheit" ist den Katholiken zu wenig. Und dabei soll die Kirche ja selbst Ökumene sein.


Die "versöhnte Verschiedenheit" als eine Version von "to agree to disagree"?
Soweit ich mich erinnere, sagte der derzeitige Papst dazu etwas ganz anderes. Naemlich was von einer Ausschliesslichkeitsgeltung der RKK -wenn auch nicht in genau denselben Worten. Ich kann es aber raussuchen.



Richtig.


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#8816

RE: Das Recht auf ein / kein Kind

in Forum Interna 23.02.2013 18:19
von Maga-neu | 35.000 Beiträge

Zitat von Willie im Beitrag #3919
Zitat von Maga-neu im Beitrag #3917
Zitat von Leto_II. im Beitrag #3915
Du meinst sicher, dass Protestanten für den "Petrusdienst" gar akzeptabel würden, schliesslich sprechen diese niemandem das Kirchesein ab.
Das Papsttum ist nicht das einzige, nicht einmal das vorrangige Problem in der Ökumene. Das Problem ist, dass man sich nicht einmal über die Ziele der Ökumene verständigen kann, denn die "versöhnte Verschiedenheit" ist den Katholiken zu wenig. Und dabei soll die Kirche ja selbst Ökumene sein.


[blau]Die "versöhnte Verschiedenheit" als eine Version von "to agree to disagree"?
Mit dem Unterschied, dass wir beide keine Kircheneinheit herstellen, sondern einfach diskutieren wollen.


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#8817

RE: Das Recht auf ein / kein Kind

in Forum Interna 23.02.2013 18:27
von Maga-neu | 35.000 Beiträge

Zitat von Willie im Beitrag #3919
Soweit ich mich erinnere, sagte der derzeitige Papst dazu etwas ganz anderes. Naemlich was von einer Ausschliesslichkeitsgeltung der RKK -wenn auch nicht in genau denselben Worten. Ich kann es aber raussuchen.[/blau]
So hat er das nicht formuliert. Du beziehst dich vermutlich auf das Dokument DOMINUS IESUS der Glaubenskongregation, der er damals noch als Präfekt vorstand. Dort steht nichts von einer Ausschließlichkeitsgeltung der "RKK", sondern davon, dass die West- und die Ostkirche ihr Kirchesein teilten (was zum Ausdruck bringt, dass der Papstprimat kein Erfordernis für die Kirchlichkeit ist), dass aber die protestantischen Kirchen an einem "Mangel an Kirchesein" litten und daher als "kirchliche Gemeinschaften" einzuordnen seien. Man kann über das diplomatische Geschick beim Verwenden solcher Formulierungen streiten, aber im Dialog sollte man nicht aus falsch verstandenem Harmoniebedürfnis Uneinigkeit in zentralen Fragen einfach hinwegwischen.


Zitat von Leto_II. im Beitrag #3920
Das haben wir gegendlich im NO auch, Anerkennung auf Gegenseitigkeit.
Hmm, ich glaube, dieser Vergleich geht an Krücken... Es geht nicht um Anerkennung, sondern um Einheit. "Ut omnes unum sint", wie es im NT heißt.



zuletzt bearbeitet 23.02.2013 18:37 | nach oben springen

#8818

RE: Das Recht auf ein / kein Kind

in Forum Interna 23.02.2013 20:13
von Leto_II. | 27.675 Beiträge

Zitat von Maga-neu im Beitrag #3923

Zitat von Leto_II. im Beitrag #3920
Das haben wir gegendlich im NO auch, Anerkennung auf Gegenseitigkeit.
Hmm, ich glaube, dieser Vergleich geht an Krücken... Es geht nicht um Anerkennung, sondern um Einheit. "Ut omnes unum sint", wie es im NT heißt.



Aus katholischer Sicht mag das so sein, eine Axt im Walde ist nichts dagegen. Wenn Du das NT bemühst, von der Struktur ist die ev. Kirche da näher dran, als die RKK, die Geistlichkeit steht, wie gefordert,mitten im Leben, nicht daneben. Da ist dann die RKK ganz schell keine Kirche mehr.


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#8819

RE: Das Recht auf ein / kein Kind

in Forum Interna 23.02.2013 22:23
von Willie (gelöscht)
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Zitat von Maga-neu im Beitrag #3922
Zitat von Willie im Beitrag #3919
Zitat von Maga-neu im Beitrag #3917
Zitat von Leto_II. im Beitrag #3915
Du meinst sicher, dass Protestanten für den "Petrusdienst" gar akzeptabel würden, schliesslich sprechen diese niemandem das Kirchesein ab.
Das Papsttum ist nicht das einzige, nicht einmal das vorrangige Problem in der Ökumene. Das Problem ist, dass man sich nicht einmal über die Ziele der Ökumene verständigen kann, denn die "versöhnte Verschiedenheit" ist den Katholiken zu wenig. Und dabei soll die Kirche ja selbst Ökumene sein.


Die "versöhnte Verschiedenheit" als eine Version von "to agree to disagree"?
Mit dem Unterschied, dass wir beide keine Kircheneinheit herstellen, sondern einfach diskutieren wollen.

Mit der Feststellung "we agree to disagree" werden Diskussionen abgeschnitten -nicht gefuehrt.
Und vorstehendes bezog sich auf die von dir erwaehnte "versoehnte Verschiedenheit", die den Katholiken zu wenig sei -es bezog sich nicht auf unsere Diskussion. Mit deinem "we agree to disagree' hattest du diese bereits abgeschnitten.


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#8820

RE: Das Recht auf ein / kein Kind

in Forum Interna 23.02.2013 22:49
von Maga-neu | 35.000 Beiträge

Zitat von Leto_II. im Beitrag #3924
Zitat von Maga-neu im Beitrag #3923

Zitat von Leto_II. im Beitrag #3920
Das haben wir gegendlich im NO auch, Anerkennung auf Gegenseitigkeit.
Hmm, ich glaube, dieser Vergleich geht an Krücken... Es geht nicht um Anerkennung, sondern um Einheit. "Ut omnes unum sint", wie es im NT heißt.



Aus katholischer Sicht mag das so sein, eine Axt im Walde ist nichts dagegen. Wenn Du das NT bemühst, von der Struktur ist die ev. Kirche da näher dran, als die RKK, die Geistlichkeit steht, wie gefordert,mitten im Leben, nicht daneben. Da ist dann die RKK ganz schell keine Kirche mehr.
Hmm, wir bewegen uns also auf die "Argumentationslinien" während der Reformation zu. :-) (Ich habe nicht behauptet, die protestantischen Kirchen seien keine Kirchen, sondern es gebe ein unterschiedliches Verständnis zwischen den Konfessionen über das, was eine Kirche ausmacht.)



zuletzt bearbeitet 23.02.2013 22:49 | nach oben springen

#8821

RE: Das Recht auf ein / kein Kind

in Forum Interna 23.02.2013 22:51
von Maga-neu | 35.000 Beiträge

Zitat von Willie im Beitrag #3925
Zitat von Maga-neu im Beitrag #3922
Zitat von Willie im Beitrag #3919
Zitat von Maga-neu im Beitrag #3917
Zitat von Leto_II. im Beitrag #3915
Du meinst sicher, dass Protestanten für den "Petrusdienst" gar akzeptabel würden, schliesslich sprechen diese niemandem das Kirchesein ab.
Das Papsttum ist nicht das einzige, nicht einmal das vorrangige Problem in der Ökumene. Das Problem ist, dass man sich nicht einmal über die Ziele der Ökumene verständigen kann, denn die "versöhnte Verschiedenheit" ist den Katholiken zu wenig. Und dabei soll die Kirche ja selbst Ökumene sein.


Die "versöhnte Verschiedenheit" als eine Version von "to agree to disagree"?
Mit dem Unterschied, dass wir beide keine Kircheneinheit herstellen, sondern einfach diskutieren wollen.

Mit der Feststellung "we agree to disagree" werden Diskussionen abgeschnitten -nicht gefuehrt.
Und vorstehendes bezog sich auf die von dir erwaehnte "versoehnte Verschiedenheit", die den Katholiken zu wenig sei -es bezog sich nicht auf unsere Diskussion. Mit deinem "we agree to disagree' hattest du diese bereits abgeschnitten.

Einwand akzeptiert. In der Tat dient das "we agree to disagree" eher dazu, Diskussionen abzuschneiden als zu führen. Aber ich sehe keine Möglichkeit, wie wir in dieser Frage zusammenkommen könnten.



zuletzt bearbeitet 23.02.2013 22:51 | nach oben springen

#8822

RE: Das Recht auf ein / kein Kind

in Forum Interna 23.02.2013 23:30
von Willie (gelöscht)
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Zitat von Maga-neu im Beitrag #3923
Zitat von Willie im Beitrag #3919
Soweit ich mich erinnere, sagte der derzeitige Papst dazu etwas ganz anderes. Naemlich was von einer Ausschliesslichkeitsgeltung der RKK -wenn auch nicht in genau denselben Worten. Ich kann es aber raussuchen.[/blau]
So hat er das nicht formuliert.

Darauf wies ich bereits hin.

Zitat von Maga-neu im Beitrag #3923

Du beziehst dich vermutlich auf das Dokument DOMINUS IESUS der Glaubenskongregation, der er damals noch als Präfekt vorstand. Dort steht nichts von einer Ausschließlichkeitsgeltung der "RKK", sondern davon, dass die West- und die Ostkirche ihr Kirchesein teilten (was zum Ausdruck bringt, dass der Papstprimat kein Erfordernis für die Kirchlichkeit ist), dass aber die protestantischen Kirchen an einem "Mangel an Kirchesein" litten und daher als "kirchliche Gemeinschaften" einzuordnen seien. Man kann über das diplomatische Geschick beim Verwenden solcher Formulierungen streiten, aber im Dialog sollte man nicht aus falsch verstandenem Harmoniebedürfnis Uneinigkeit in zentralen Fragen einfach hinwegwischen.

Du solltest vor allen Dingen nicht ueber die Kernaussage, die protestantischen Kirche betreffend, hinwegwischen. Und dem Umstand, dass der Ratzinger sehr wohl auch als Papst den Text ausdruecklich gutgeheissen hat.
Das uebersehen zu wollen waere unredlich. Und was da ausgesagt wird, ist etwas ganz anderes, als etwas, das einem Mangel diplomatischen Geschicks zuschreibbar waere, wie du es hier wegzuerklaeren versuchst. Da geht es um Grundsaetzlichekeiten erster Ordnung.


Papst brüskiert die Evangelische Kirche
Die päpstliche Glaubenskongregation hat ein harsches Dokument veröffentlicht, nach dem Kirchen der Reformation keine "Kirchen im eigentlichen Sinn" seien. Wolfgang Huber, der oberste Protestant in Deutschland, findet das Papier "anstößig". Auch die Orthodoxen sind vor den Kopf gestoßen.
http://www.welt.de/politik/article101460...che-Kirche.html

Auszug auf Fragen zum Text:
5. Frage: Warum schreiben die Texte des Konzils und des nachfolgenden Lehramts den Gemeinschaften, die aus der Reformation des 16. Jahrhunderts hervorgegangen sind, den Titel „Kirche“ nicht zu?
Antwort: Weil diese Gemeinschaften nach katholischer Lehre die apostolische Sukzession im Weihesakrament nicht besitzen und ihnen deshalb ein wesentliches konstitutives Element des Kircheseins fehlt. Die genannten kirchlichen Gemeinschaften, die vor allem wegen des Fehlens des sakramentalen Priestertums die ursprüngliche und vollständige Wirklichkeit des eucharistischen Mysteriums nicht bewahrt haben19, können nach katholischer Lehre nicht „Kirchen“ im eigentlichen Sinn genannt werden20.

Papst Benedikt XVI. hat in der dem unterzeichneten Kardinalpräfekten der Kongregation für die Glaubenslehre gewährten Audienz diese Antworten, die in der Ordentlichen Versammlung dieser Kongregation beschlossen worden sind, gutgeheißen, bestätigt und deren Veröffentlichung angeordnet.

Rom, am Sitz der Kongregation für die Glaubenslehre, am 29. Juni 2007, dem Hochfest der heiligen Apostel Petrus und Paulus.


Die Ausschliesslichkeit findest du in der Antwort auf die Frage zwo:
2. Frage: Wie muss die Aussage verstanden werden, gemäß der die Kirche Christi in der katholischen Kirche subsistiert?
Antwort: Christus hat eine einzige Kirche „hier auf Erden... verfasst“ und sie als „sichtbare Versammlung und geistliche Gemeinschaft“5 gestiftet, die seit ihrem Anfang und durch die Geschichte immer da ist und immer da sein wird und in der allein alle von Christus eingesetzten Elemente jetzt und in Zukunft erhalten bleiben6. „Diese ist die einzige Kirche Christi, die wir im Glaubensbekenntnis als die eine, heilige, katholische und apostolische bekennen...

Ich weiss genau was der Begriff "einzige" repraesentiert. Naemlich "Ausschliesslichkeit". Wo eine Ausschliesslichkeit nicht gemeint ist, kann es auch kein "einzig" geben. Logik.
Dazu entsprechend dann auch die Position der EKD:


Evangelische Kirche Deutschlands wirft Papst Anmassung vor
Der EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider hat dem Papst Anmaßung vorgeworfen. Die evangelische Kirche könne “nicht akzeptieren, dass Rom Maßstäbe dafür definiert, was Kirche ist und was nicht”, sagte Schneider der “Zeit”-Beilage “Christ & Welt”. “Das steht Papst und Bischöfen nicht zu, sondern allein Christus”, sagte Schneider. Der Papst dürfe “nicht mit dem Herrn der Kirche selber verwechselt werden”. Gleichzeitig bekannte Schneider wegen der aktuellen Affären im Vatikan Mitleid mit dem Papst zu haben.

Es sei schlimm, wenn “in intimer Nähe Vertrauen missbraucht” werde. “Das tut mir einfach leid”, so Schneider zu dem sogenannten Vatileaks-Skandal. “Erst einmal fühle ich Solidarität mit Benedikt”. Schneider lud die Katholiken ein, das 500. Jubiläum der Reformation im Jahr 2017 gemeinsam mit den Protestanten zu begehen. “Es wäre eine schöne Vorstellung, wenn auch der Papst einen Weg finden würde, das Reformationsjubiläum mit uns zu feiern”, sagte der oberste Repräsentant der Evangelischen Kirche in Deutschland.

Bisher stieß das Reformationsjubiläum im Vatikan überwiegend auf Kritik. Ökumene-Kardinal Kurt Koch hatte im April erklärt, die Reformation sei kein Anlass für ein Fest. Die katholische Kirche könne keine Sünde feiern. Gegenüber Christ & Welt wies Schneider diese Kritik als “völlig unangemessen” zurück. “Die Reformation war ein notwendiger Erneuerungsprozess”, erklärte er. Sie habe darauf gezielt, “die Einheit der westlichen Kirche zu bewahren, indem sie von Grund auf erneuert wird”. Der Vatikan stuft die Protestanten in offiziellen Dokumenten nicht als Kirche ein. Diese Position hat die Annäherung der beiden großen Kirchen in den vergangenen Jahren zurückgeworfen.
http://fcoedemokratisch.wordpress.com/20...-anmassung-vor/

Was du mit einem "falsch verstandenem Harmoniebedürfnis" in diesem Sinne meinst, weisst du auch nur alleine. Von einem Harmoniebeduerfnis ist weit und breit nichts zu sehen, sondern lediglich von einer Klarstellung dahingehend, dass Ekumene eine Illusion und die RKK Position, wie geaeussert, eben alles andere als eine Frage des diplomatischen Geschickes ist. Es ist eine Disqualifizierung und Zurueckweisung. Plain and simple Da ist nix mit Ekumene. Und schon gar nicht mit Harmonie.

"....Die auf einen kleinen Fortschritt gehofft haben - ein gemeinsames Abendmahl konfessionsverschiedener Ehepartner oder die Zulassung evangelischer Christen als Paten katholischer Täuflinge -, bescheidet Benedikt, einem „politischen Missverständnis des Glaubens und der Ökumene“ aufzusitzen. Die große ökumenische Geste des Pontifikats Benedikts fühlt sich für Protestanten an, als sei dem Papst die Hand ausgerutscht. ..."
http://www.faz.net/aktuell/politik/papst...i-12059441.html



zuletzt bearbeitet 23.02.2013 23:44 | nach oben springen

#8823

RE: Das Recht auf ein / kein Kind

in Forum Interna 24.02.2013 00:54
von Maga-neu | 35.000 Beiträge

Zitat von Willie im Beitrag #3905
Du solltest vor allen Dingen nicht ueber die Kernaussage, die protestantischen Kirche betreffend, hinwegwischen. Und dem Umstand, dass der Ratzinger sehr wohl auch als Papst den Text ausdruecklich gutgeheissen hat.
Das uebersehen zu wollen waere unredlich. Und was da ausgesagt wird, ist etwas ganz anderes, als etwas, das einem Mangel diplomatischen Geschicks zuschreibbar waere, wie du es hier wegzuerklaeren versuchst. Da geht es um Grundsaetzlichekeiten erster Ordnung.

Das hat mit unredlich nichts zu tun. Man hätte schreiben können, dass es unterschiedliche Auffassungen von Kirchesein gibt - und damit hätte man dasselbe gesagt, nur eben diplomatischer.

Zitat von Willie im Beitrag #3905
Papst brüskiert die Evangelische Kirche
Die päpstliche Glaubenskongregation hat ein harsches Dokument veröffentlicht, nach dem Kirchen der Reformation keine "Kirchen im eigentlichen Sinn" seien. Wolfgang Huber, der oberste Protestant in Deutschland, findet das Papier "anstößig". Auch die Orthodoxen sind vor den Kopf gestoßen.
http://www.welt.de/politik/article101460...che-Kirche.html

Ich habe bereits geschrieben, dass die Anerkennung des Papstprimats offensichtlich keine Notwendigkeit für Kirchesein begründet - nach Auffassung des Dokuments. Was als "anstößig" empfunden wird, darüber gibt es unterschiedliche Auffassungen. Manche finden es vielleicht anstößig, wenn Frau Kässmann in einer katholischen Kirche auf einem Katholikentag für Geburtenkontrolle wirbt. Das ist ein gezielter Tritt vor's Schienbein.

Zitat von Willie im Beitrag #3905
Auszug auf Fragen zum Text:
5. Frage: Warum schreiben die Texte des Konzils und des nachfolgenden Lehramts den Gemeinschaften, die aus der Reformation des 16. Jahrhunderts hervorgegangen sind, den Titel „Kirche“ nicht zu?
Antwort: Weil diese Gemeinschaften nach katholischer Lehre die apostolische Sukzession im Weihesakrament nicht besitzen und ihnen deshalb ein wesentliches konstitutives Element des Kircheseins fehlt. Die genannten kirchlichen Gemeinschaften, die vor allem wegen des Fehlens des sakramentalen Priestertums die ursprüngliche und vollständige Wirklichkeit des eucharistischen Mysteriums nicht bewahrt haben19, können nach katholischer Lehre nicht „Kirchen“ im eigentlichen Sinn genannt werden20.

Papst Benedikt XVI. hat in der dem unterzeichneten Kardinalpräfekten der Kongregation für die Glaubenslehre gewährten Audienz diese Antworten, die in der Ordentlichen Versammlung dieser Kongregation beschlossen worden sind, gutgeheißen, bestätigt und deren Veröffentlichung angeordnet.

Rom, am Sitz der Kongregation für die Glaubenslehre, am 29. Juni 2007, dem Hochfest der heiligen Apostel Petrus und Paulus.
[/blau]
Soweit das Dokument, und soweit zu den unterschiedlichen Auffassungen über die notwendigen Bedingungen für Kirchesein. Das mit der "apostolischen Sukzession" ist freilich aus verschiedenen Gründen eine heikle Angelegenheit, was in diesem Dokument nicht berücksichtigt wird.

Zitat von Willie im Beitrag #3905
blau]Die Ausschliesslichkeit findest du in der Antwort auf die Frage zwo:
2. Frage: Wie muss die Aussage verstanden werden, gemäß der die Kirche Christi in der katholischen Kirche subsistiert?
Antwort: Christus hat eine einzige Kirche „hier auf Erden... verfasst“ und sie als „sichtbare Versammlung und geistliche Gemeinschaft“5 gestiftet, die seit ihrem Anfang und durch die Geschichte immer da ist und immer da sein wird und in der allein alle von Christus eingesetzten Elemente jetzt und in Zukunft erhalten bleiben6. „Diese ist die einzige Kirche Christi, die wir im Glaubensbekenntnis als die eine, heilige, katholische und apostolische bekennen...

Das entspricht den Aussagen des Zweiten Vatikanischen Konzils. Genau gesagt der "dogmatischen Konstitution" Lumen Gentium. Die Kirche Christi IST also nicht die katholische Kirche, sondern sie lebt in der katholischen Kirche weiter. Immer nach Aussage des Konzils. Damit ist eben keine Ausschließlichkeit begründet, denn nur das Wort "est", nicht aber das "subsistit" hätte eine Ausschließlichkeit begründet.

Zitat von Willie im Beitrag #3905
Ich weiss genau was der Begriff "einzige" repraesentiert. Naemlich "Ausschliesslichkeit". Wo eine Ausschliesslichkeit nicht gemeint ist, kann es auch kein "einzig" geben. Logik.
Dazu entsprechend dann auch die Position der EKD:


Evangelische Kirche Deutschlands wirft Papst Anmassung vor
Der EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider hat dem Papst Anmaßung vorgeworfen. Die evangelische Kirche könne “nicht akzeptieren, dass Rom Maßstäbe dafür definiert, was Kirche ist und was nicht”, sagte Schneider der “Zeit”-Beilage “Christ & Welt”. “Das steht Papst und Bischöfen nicht zu, sondern allein Christus”, sagte Schneider. Der Papst dürfe “nicht mit dem Herrn der Kirche selber verwechselt werden”. Gleichzeitig bekannte Schneider wegen der aktuellen Affären im Vatikan Mitleid mit dem Papst zu haben.
Die Töne sind rauher geworden, auf beiden Seiten. Obwohl Schneider kein Hardliner ist; Koch übrigens auch nicht.

Zitat von Willie im Beitrag #3905
b]Papst brüskiert die Evangelische Kirche[/b][blau]Was du mit einem "falsch verstandenem Harmoniebedürfnis" in diesem Sinne meinst, weisst du auch nur alleine. Von einem Harmoniebeduerfnis ist weit und breit nichts zu sehen, sondern lediglich von einer Klarstellung dahingehend, dass Ekumene eine Illusion und die RKK Position, wie geaeussert, eben alles andere als eine Frage des diplomatischen Geschickes ist. Es ist eine Disqualifizierung und Zurueckweisung. Plain and simple Da ist nix mit Ekumene. Und schon gar nicht mit Harmonie.

"....Die auf einen kleinen Fortschritt gehofft haben - ein gemeinsames Abendmahl konfessionsverschiedener Ehepartner oder die Zulassung evangelischer Christen als Paten katholischer Täuflinge -, bescheidet Benedikt, einem „politischen Missverständnis des Glaubens und der Ökumene“ aufzusitzen. Die große ökumenische Geste des Pontifikats Benedikts fühlt sich für Protestanten an, als sei dem Papst die Hand ausgerutscht. ..."
http://www.faz.net/aktuell/politik/papst...i-12059441.html
Klar, die einen sind die Guten und die anderen sind die Bösen. Dieses simple Schema führt überhaupt nicht weiter. Ökumene ist auch nicht mit Tarifverhandlungen oder einem Basar gleichzusetzen, wo Tauschgeschäfte vereinbart werden: Du gibst mir das, dafür gebe ich dir das. Ein "falsches Harmoniebedürfnis" kommt dort zum Ausdruck, wo Differenzen über bestimmte Punkte nicht angesprochen, sondern unter den Teppich gekehrt werden, wo eine Harmoniesoße drübergeschüttet wird. Das hat nichts mit bewussten Provokationen zu tun, die es leider auch gibt - s. Käßmann. Man kann und muss Unterschiede ansprechen, aber in einer Weise, die für das Gegenüber nicht verletzend oder herabsetzend ist, auch wenn man das vielleicht gar nicht will. Da ist im Vatikan nicht alles gut gelaufen.



zuletzt bearbeitet 24.02.2013 01:02 | nach oben springen

#8824

RE: Das Recht auf ein / kein Kind

in Forum Interna 24.02.2013 10:40
von Leto_II. | 27.675 Beiträge

Zitat von Maga-neu im Beitrag #3926
Zitat von Leto_II. im Beitrag #3924
Zitat von Maga-neu im Beitrag #3923

Zitat von Leto_II. im Beitrag #3920
Das haben wir gegendlich im NO auch, Anerkennung auf Gegenseitigkeit.
Hmm, ich glaube, dieser Vergleich geht an Krücken... Es geht nicht um Anerkennung, sondern um Einheit. "Ut omnes unum sint", wie es im NT heißt.



Aus katholischer Sicht mag das so sein, eine Axt im Walde ist nichts dagegen. Wenn Du das NT bemühst, von der Struktur ist die ev. Kirche da näher dran, als die RKK, die Geistlichkeit steht, wie gefordert,mitten im Leben, nicht daneben. Da ist dann die RKK ganz schell keine Kirche mehr.
Hmm, wir bewegen uns also auf die "Argumentationslinien" während der Reformation zu. :-) (Ich habe nicht behauptet, die protestantischen Kirchen seien keine Kirchen, sondern es gebe ein unterschiedliches Verständnis zwischen den Konfessionen über das, was eine Kirche ausmacht.)




Du hast das nicht behauptet, Deine Kirche schon.


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#8825

RE: Das Recht auf ein / kein Kind

in Forum Interna 24.02.2013 10:46
von Leto_II. | 27.675 Beiträge

Zitat von Maga-neu im Beitrag #3929
Da ist im Vatikan nicht alles gut gelaufen.



Eine seh wohlwollende Betrachtungsweise.:)



zuletzt bearbeitet 24.02.2013 10:46 | nach oben springen


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