#5001

RE: Atomstreit

in Politik 14.04.2012 00:09
von mbockstette | 8.826 Beiträge | 15473 Punkte


Zitat von: Indogermane_HS
13.04.2012 23:23 #114654
---
<<Uran-Anreicherung unter 90 Meter Fels>>

10.04.2012, 15:42
Von Paul-Anton Krüger

"Was Israels Verteidigungsminister Barak "Zone der Unverwundbarkeit" nennt, ist der Hauptstreitpunkt in den neuen Atomgesprächen mit Iran: die unterirdische Anlage Fordo, in der Uran angereichert wird. Der Westen fürchtet, dass Teheran dadurch relativ schnell Atomwaffen herstellen könnte - eine Schließung lehnt das Regime jedoch strikt ab."
http://www.sueddeutsche.de/politik/atoms...-fels-1.1328631



Freitag, 13. April 2012 - Nahost-Experte: Angriff auf den Iran "immer wahrscheinlicher"

Der Nahost-Experte Michael Lüders hält einen Angriff des Westens auf den Iran für "immer wahrscheinlicher".

http://weltereignisse.blogspot.de/2012/0...ltereignisse%29


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#5002

RE: Öl-Sanktionen

in Politik 14.04.2012 00:16
von mbockstette | 8.826 Beiträge | 15473 Punkte


Zitat von: Indogermane_HS
13.04.2012 23:03 #114647
---
<<Öl-Blockade: Ahmadinejad protzt mit Devisenreserven>>

10. April 2012 16:13

"Iran könnte Öl-Blockade jahrelang aussitzen"

"Teheran - Vor der Wiederaufnahme der internationalen Atomverhandlungen hat sich der iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad unbeeindruckt von den jüngsten Öl-Sanktionen gezeigt. "Wir haben so viele Devisen, dass wir das Land auch dann führen können, wenn wir zwei oder drei Jahre auch nicht nur ein Barrel Öl verkaufen." Das sagte Ahmadinejad am Dienstag nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA. Am Samstag sollen die seit 14 Monaten ausstehenden Verhandlungen in Istanbul fortgesetzt werden.

"Unsere Gold- und Devisenreserven sind ohne Beispiel in der Geschichte", behauptete der Präsident. Der Iran werde weder auf sein Recht auf Nutzung der Atomkraft verzichten, noch habe er Angst vor Sanktionen.[...]"

http://derstandard.at/1333528776900/Oel-...Devisenreserven


Auswirkung der Sanktionen - Iran kann Reis nicht bezahlen

Nach Angaben von Exporteuren schuldet das Land indischen Händlern die Zahlung für 200.000 Tonnen Reis. Die indischen Händler hätten deshalb in den Monaten Oktober und November 2011 Zahlungsausfälle von 144 Millionen Dollar erlitten.
http://www.berliner-zeitung.de/wirtschaf...0,11587840.html

Iran-Sanktionen zeigen Wirkung bei Banken und Versicherern

Viele Öltanker weltweit sind bei europäischen Versicherungen abgesichert. Wie sich zeigt, wird das zum Problem. Die EU-Sanktionen gegen Iran erlauben keine Absicherung für außer-europäische Öltransporte aus dem Land.
http://www.handelsblatt.com/politik/inte...rn/6335460.html

Die Wirtschaft des Landes floriere trotz der Handelsbeschränkungen, sagte Ahmadinedschad .... Doch die Realität sieht anders aus als vom Präsidenten dargestellt. Von Tag zu Tag bekommen die Menschen im Land, insbesondere der Mittelstand und die ärmeren Schichten, die Wirkung der Sanktionen mehr zu spüren. Grund sind immer neue Engpässe im Handel, insbesondere im Außenhandel.
http://www.taz.de/!87545/


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#5003

RE: Reaktion auf Öl-Sanktionen der EU ab Juni

in Politik 14.04.2012 00:40
von mbockstette | 8.826 Beiträge | 15473 Punkte


Zitat von: Indogermane_HS
13.04.2012 23:31 #114657
---
<<Iran weitet Öllieferstopp auf Deutschland aus>>

"Frankreich, Großbritannien und Griechenland erhalten bereits kein Öl mehr aus Iran. Jetzt stellt Teheran auch die Lieferung nach Deutschland ein und reagiert damit auf das geplante Ölembargo der EU."
http://www.welt.de/politik/ausland/artic...chland-aus.html


24 März 2012 - Saudi-Arabien will Öl-Fördermenge erhöhen
Die USA exportieren seit Oktober sogar erstmals mehr Benzin, als sie importieren.
http://german.irib.ir/nachrichten/politi...rmenge-erhoehen

20. März 2012, - Saudi-Arabien: Ölförderung kann massiv erhöht werden

Doha (dpa) - Der saudi-arabische Ölminister Ali Al-Naimi hat im Fall eines Engpasses an den Ölmärkten eine deutliche Ausweitung des Fördermenge in Aussicht gestellt.

Nach Aussagen von Naimi vom Dienstag wird der weltweit wichtigste Öllieferant in den Monaten März und April täglich 9,9 Millionen Barrel (je 159 Liter) Rohöl fördern. Falls notwendig könne Saudi-Arabien aber die Fördermenge sofort auf bis zu 12,5 Millionen Barrel erhöhen, wenn an den Ölmärkten ein Engpass auftreten sollte, sagte Naimi in Doha.
http://www.stern.de/wirtschaft/news/oelf...en-1802457.html

Freitag, 13. April 2012, - Das Öl fließt wieder

Das Öl fließt wieder. Nach zwei Jahren anhaltender Knappheit auf den Ölmärkten kündigt sich nun offensichtlich eine Trendwende an. Das berichtete die Internationale Energieagentur (IEA), der Zusammenschluss der wichtigsten ölverbrauchenden Industrieländer, am Donnerstag.

Zwar werden Sanktionen die Produktion im Iran um fast 10 Prozent senken. Gleichzeitig aber stiegen die weltweiten Öl-Lagerbestände im ersten Quartal des Jahres um bis zu 1,2 Milliarden Barrel am Tag, weil Saudi Arabien und China ihre Ölvorräte aufstockten.

Damit habe die Produktion der OPEC, die Organisation der erdölexportierenden Länder, die Nachfrage überstiegen, schreibt die IEA in ihrem monatlichen Marktbericht.

http://www.wallstreetjournal.de/article/...SJGermanyEuropa



zuletzt bearbeitet 14.04.2012 00:48 | nach oben springen

#5004

RE: Atommacht versus konventionelle Macht

in Politik 14.04.2012 09:41
von Landegaard | 17.403 Beiträge | 35886 Punkte


Zitat von:  old chatterhand
Tut mir leid, wenn sie sich so einseitig informiert haben. Sein Iran-Israel Vergleich, seine Behauptung der drohenden Auslöschung des iranischen Volkes durch Israel, sein völliges Verschweigen der iranischen Rolle im Konflikt, die Bezeichnung des größten lebenden Antisemiten als "Maulheld", die Tarnung eines Leitartikels als Lyrik, das unterirdische Niveau der Sprache, das alles hat ihm die Verachtung der politischen Kommentatoren und der literarischen Zunft beschieden, zu recht.


Tatsächlich reduziere ich Grass, sobald er was sagt, nicht auf seine Waffen-SS-Mitgliedschaft. Da ist nichts, was Ihnen leid tun müsste. Netter Reflex, ähnlich wie bei den Stammtischen. Wenn das Ihr Verständnis der Ausgewogenheit ist, scheinen wir da verschiedene Vorstellungen zu haben.

1. Was für ein Iran-Israel-Vergleich?
2. Was ist mit der drohenden Auslöschung des iranischen Volks durch Israel?
3. Was stört Sie an der Bezeichnung "Maulheld"? Diese Bezeichnung schließt keinesfalls aus, dass er (Ahmedinejad) auch ein Antisemit ist. Dieser Umstand rechtfertigt es ja noch nicht, ihn gefährlicher zu pimpen, als er ist. Übertragen auf die gängigen BEdrohungsszenarien, die Grundlage der kritisierten Präventivverteidigungsstrategien sind, trifft es ihn beschreibend ziemlich gut.
4. Ach, Sie hätten dem Text bei besserem sprachlichem Niveau aufgeschlossener gegenüber gestanden?


Zitat von:  old chatterhand
Der ändert sich nicht dadurch, dass Grass in der Waffen-SS war.Ich kann wie gesagt keine ernstzunehmenden Inhalte in Grass sog. Lyrik entdecken. Das passt zu Grass' angemaßter Rolle als moralisches Gewissen der Nation, der es vor allen auf richtiger Gesinnung ankommt. Deswegen ist seine Mitgliedschaft in der Waffen SS auch nicht Schnee von gestern.


Wenn es sich dadurch nicht ändert, ist mir nicht klar, warum Sie diesen Aspekt in den Fokus Ihrer Betrachtung nehmen. Haben Sie einen Link, in dem Grass von sich sagt, das moralische Gewissen der Nation zu sein? Oder handelt es sich dabei ebenfalls um eine Unterstellung, die Sie dann ablehnen? Natürlich ist seine Mitgliedschaft in der Waffen-SS völlig ohne Relevanz für die Bewertung seines Textes.

Es sei denn, ich wiederhole mich, daraus ließe sich ableiten, er verfolge heute noch die politischen und geistigen Auffassungen der Waffen-SS. Das aber sehen Sie ja ebenfalls nicht.


Zitat von:  old chatterhand
Na, ja, mehr als eine kleine Unterstellung ist das aber nicht. Im Gegenteil erwarte ich von einem sprachgewaltigen Nobelpreisträger eine differenzierte Betrachtung, die er aber verweigert. Grass ist Partei, nach Selbstauskunft für den Frieden. Tatsächlich aber gegen das israelische Recht zur Selbstverteidigung. Warum eigentlich kritisiert er die USA, Frankreich und Großbritannien nicht für ihre Drohung eines Militärschlages gegen Iran in der selben Causa? Ich dachte, es ginge ihm um den "Weltfrieden"?


Naja, Sie bauen Ihre Argumentation hauptsächlich auf Unterstellungen auf, da sollten Sie nicht so zimperlich sein, wenn Sie auch mit einer zu tun bekommen.
Und wieder haben wir da eine, wo Sie behaupten, Grass spreche Israel das Recht auf Selbstverteidigung ab. Hat er nicht.

Warum kritisieren Sie in einem Beitrag, in dem Sie Grass kritisieren, nicht auch bspw. Broder? Was ist das für ein Unsinn, von einer Kritik immer gleich das Allumfassende zu verlangen, um daran die Berechtigung zu hängen? Ich kenne Grass' Motivation nicht, würde aber tippen, dass er in dieser Causa Iran und Israel als die Kernbeteiligten sieht und insofern durchaus auf USA und GB verzichten kann. Ebenfalls ist kaum zu übersehen, dass er die Ansicht vertritt, dass die Kritik an Iran nicht unterrepäsentativ stattfindet.



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#5005

RE: Eine jüdische Stimme:

in Politik 14.04.2012 09:57
von Landegaard | 17.403 Beiträge | 35886 Punkte


Zitat von: Old Chatterhand Danke, danke. - Dass Grass sich als Gewissen der Nation aufspielt ist eigentlich allen bekannt. Wieso also bestreiten? Haben sie sich mal gefragt, warum sein Beitrag so verrissen wird? Offensichtlich nehmen sie die Gegenargumente dazu nicht wahr oder nicht ernst.


Wieder zwei Unterstellungen :)


Zitat von: Old Chatterhand
Ich verstehe dieses Argument nicht. Wo wäre Grassens Kritik verboten? Gerade Grass hat die absolute Meinungsfreiheit in DE. Er hat sie wahrgenommen. Jetzt sind seine Kritiker an der Reihe. Kaum äußern die sich, wird nicht über die schweren Fehler in Grass Pamphlet diskutiert, sondern über angebliche Verbote Israel zu kritisieren. Netter Versuch, vom eigenen Versagen abzulenken.


Ich verstehe das Argument auch nicht. Es ist allerdings das Ihre.
Richtig ist, dass über den Inhalt von Grass Kritik nicht gesprochen wird, wohl aber über die (owei: schweren) Fehler in seinem (owei) Pamphlet.
Abgelenkt wird da sehr viel. Sie beispielsweise tun kaum etwas anderes.


Zitat von: Old Chatterhand
Natürlich nicht, aber die Bedeutung seiner Wörter.


Inwiefern denn?


Zitat von: Old Chatterhand
Das ist mir zu oberflächlich. Es geht vielmehr um unbewusst transportierte antisemitische Stereotypen. Aus der Forschung weiß man z.B., dass gewisse Bilder, die die Goebbelssche Propaganda des Dritten Reiches prägte auch lange nach dem Krieg noch wirkungsmächtig in den Köpfen tätig blieben, so zur Vorstellung vom Kommunismus. Oder eben auch zu den Juden.


Ok und diese Stereotypen bedient Grass wie? Bisher haben Sie lediglich Unterstellungen seiner Absichten angeboten, aus die sich diese Stereotypen ableiten lassen.


Zitat von: Old Chatterhand
Da ich mir nicht vorstellen kann, wie ein Literaturnobelpreisträger sich dessen nicht bewusst sein soll, muss es also einen Grund dafür geben. Entweder er ist persönlich-psychologischer Natur, Stichwort Regression, oder aber politischer Natur. Und das lässt mir kalte Schauer herunterlaufen. Denn dies wäre vorsätzlich. In beiden Fällen führen die Spuren zu seiner Jugend - höchst interessant.


Einmal mehr unterstellen Sie, dass die politischen Ansätze der Waffen-SS die seinen sind und leiten den Beleg aus seiner Jugend ab. Das wird auch in der Wiederholung nicht überzeugender. Es ist nicht so, dass mir diese Überlegung nicht schon in diversen Kommentaren zu seinem Text aufgefallen wäre. Ich finde sie weder schlüssig noch interessant. Vielleicht kommt da noch etwas mehr an Fleisch an dieser Auffassung. Ansonsten halte ich es für eine vage Behauptung, die lediglich dazu dient, den Autor zu diskreditieren. Was dann ziemlich genau das ist, was Grass in seinem Text bereits angekündigt hat.



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#5006

RE: Eine jüdische Stimme:

in Politik 14.04.2012 10:01
von nahal | 20.149 Beiträge | 34135 Punkte

"Ok und diese Stereotypen bedient Grass wie? Bisher haben Sie lediglich Unterstellungen seiner Absichten angeboten, aus die sich diese Stereotypen ableiten lassen."

Das hatten wir schon mal, Sie hatten das schon eingesehen.


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#5007

RE: Eine jüdische Stimme:

in Politik 14.04.2012 10:06
von nahal | 20.149 Beiträge | 34135 Punkte

"Richtig ist, dass über den Inhalt von Grass Kritik nicht gesprochen wird, wohl aber über die (owei: schweren) Fehler in seinem (owei) Pamphlet. "

Sicher wird über den Inhalt gesprochen.
Auch der Inhalt ist zu kritisieren, weil er sachlich falsch ist.

Warum ist er falsch?
Weil er von falschen Voraussetzungen und falschen Annahmen ausgeht, wichtige Ursachen ausslässt, falsche Konsequenzen zieht.

Wie kommt diese völlig falsche Darstellung?
Eindeutig durch eine mehr als hinterfragunswürdige Sicht des Gesamtkonfliktes durch Grass, was zwangsläufig zur Hinterfragung der Vorurteile des Schreiberlings führen MUSS.


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#5008

RE: Eine jüdische Stimme:

in Politik 14.04.2012 10:11
von Landegaard | 17.403 Beiträge | 35886 Punkte


Zitat von: nahal
14.04.2012 10:01 #114676
"Ok und diese Stereotypen bedient Grass wie? Bisher haben Sie lediglich Unterstellungen seiner Absichten angeboten, aus die sich diese Stereotypen ableiten lassen."

Das hatten wir schon mal, Sie hatten das schon eingesehen.



Ich hatte Ihre Sicht akzeptiert, richtig?



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#5009

RE: Eine jüdische Stimme:

in Politik 14.04.2012 10:26
von nahal | 20.149 Beiträge | 34135 Punkte


Zitat von: Landegaard
14.04.2012 10:11 #114679


Ich hatte Ihre Sicht akzeptiert, richtig?


Ja, deswegen meine Verwunderung?


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#5010

RE: Was taugt das Gedicht?

in Politik 14.04.2012 14:08
von mbockstette | 8.826 Beiträge | 15473 Punkte

@ Landegaard/OC/Nahal

„Warum schweige ich, verschweige zu lange, was offensichtlich ist“, so beginnt das Gedicht, und wie gut für Grass, dass er diese Frage nicht wirklich mit einer kritischen Selbstreflexion beantworten muss, die ihn nur zu dem Hitler-Soldaten geführt hätte, der er mal war, und zu dem ganzen Hitler-Irrsinn, den er in seiner Jugend eingeatmet hat - wie gut für Grass, dass er die Schuldigen gleich parat hat: die Opfer, die ihn zwingen, sich zu erinnern, und die heute angeblich noch mit der Erinnerung Politik machen. Die Juden also, ein Wort, das Günter Grass in seinem Gedicht verdruckst vermeidet. .........

... Ob Kunst oder nicht: Dieses Gedicht öffnet den Blick auf Grass, den man als selbstgerecht beschrieben hat und der sich hier darüber hinaus als sehr kalt erweist - so kalt, dass er sich im Mantel seiner eigenen, triumphalen Moral wärmen muss; „Ich schweige nicht mehr, weil ich der Heuchelei des Westens überdrüssig bin“, schreibt er. „Nur so ist allen, den Israelis und Palästinensern, mehr noch, allen Menschen, die in dieser vom Wahn okkupierten Region dicht bei dicht verfeindet leben und letztlich auch uns zu helfen.

Warum uns? Das sind die Worte einer Generation, die, scheint es, vor vielen, vielen Jahren gestorben ist, Zombies seit Kriegstagen, und die sich seither selbst erlösen will. Und zwar über den Umweg Israel.

Das Problem bei diesem Gedicht ist damit nicht, ob es gut ist oder schlecht, das lässt sich leicht sagen. Das Problem ist auch nicht, ob Günter Grass Antisemit ist oder nicht, ich glaube das nicht. Das Problem ist, dass Grass eine Art von Vereinfachung vorführt, wie sie im deutschen Denken verwurzelt ist und auch von Teilen der Linken in den siebziger Jahren praktiziert wurde – was dann in der Konsequenz zu Antisemitismus führen kann.

Grass jedenfalls hat, „gealtert und mit letzter Tinte“, getan, was Grass eben tun musste, weil er Grass ist. Und? Hat ihn jemand daran gehindert?

(DerSpiegel/Georg Diez/Nr.12/2012)



zuletzt bearbeitet 14.04.2012 14:22 | nach oben springen

#5011

RE: Was taugt das Gedicht?

in Politik 14.04.2012 15:09
von tbn | 4.131 Beiträge | 4131 Punkte


Zitat von: mbockstette
14.04.2012 14:08 #114705


„Warum schweige ich, verschweige zu lange, was offensichtlich ist“, so beginnt das Gedicht,

Soweit richtig, das wars dann aber auch.


Zitat von: mbockstette
14.04.2012 14:08 #114705


und wie gut für Grass, dass er diese Frage nicht wirklich mit einer kritischen Selbstreflexion beantworten muss, die ihn nur zu dem Hitler-Soldaten geführt hätte, der er mal war, und zu dem ganzen Hitler-Irrsinn, den er in seiner Jugend eingeatmet hat - wie gut für Grass, dass er die Schuldigen gleich parat hat: die Opfer, die ihn zwingen, sich zu erinnern, und die heute angeblich noch mit der Erinnerung Politik machen. Die Juden also, ein Wort, das Günter Grass in seinem Gedicht verdruckst vermeidet. .........
...
(DerSpiegel/Georg Diez/Nr.12/2012)


Das hier ist polemischer Müll. Zu welchem Ergebnis eine "Selbstreflexion" gelangt sollte man dem Selbst überlassen.
Wo in dem Gedicht finde ich einen Hinweis darauf, dass es die Opfer sind die ihn zwingen sich zu erinnern. Wo ist davon die Rede, dass selbst wenn es so sein sollte, was ansich schon falsch ist, es sich dann "also um Juden" handeln muss?
Gab es zwischen 1933 - 1945 nur jüdische Opfer? Waren nicht ein vielfaches mehr Opfer nicht jüdisch?
Die Vernichtung 20 Millioner Russen hat uns Deutsche nicht davor abgehalten rund 20 Jahre nach der Vernichtung, atomare Raketen in Deutschland mit Ziel Moskau stationieren zu lassen, aber 70 Jahre später sollen wir immer nocht so einen Schwachsinn wie "die Sicherheit Israels ist deutsche Staatsräson" glauben.
Nein ist sie nicht. Die Kriegslust Israels ist ein Sicherheitsrisiko (und nicht nur) für Deutschland.


Wer zwingt Grass zum schreiben?
Richtig wäre:

"Weil ich meinte, meine Herkunft, die von nie zu tilgendem Makel behaftet ist, verbiete, diese Tatsache als ausgesprochene Wahrheit dem Land Israel, dem ich verbunden bin und bleiben will, zuzumuten."
...
"weil ich der Heuchelei des Westens überdrüssig bin; zudem ist zu hoffen, es mögen sich viele vom Schweigen befreien, den Verursacher der erkennbaren Gefahr zum Verzicht auf Gewalt auffordern und gleichfalls darauf bestehen, daß eine unbehinderte und permanente Kontrolle des israelischen atomaren Potentials"
dann noch das gern übergangene aber so wichtige Wort und
der iranischen Atomanlagen durch eine internationale Instanz von den Regierungen beider Länder zugelassen wird."



Genau, damit hat er Recht. Ob es Georg Diez nun gefällt oder nicht.



zuletzt bearbeitet 14.04.2012 15:19 | nach oben springen

#5012

RE: Eine jüdische Stimme:

in Politik 14.04.2012 16:53
von old-chatterhand | 3.820 Beiträge | 3820 Punkte


Zitat von: guylux
13.04.2012 23:26 #114655

Auch wenn er stimmen würde ?
Tut er aber nicht. In Israel leben sehr viele israelische Palästinenser gut integriert, was nicht möglich wäre, wenn es sich um regierungsamtlichen "Rassismus" handeln würde.


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#5013

RE: Eine jüdische Stimme:

in Politik 14.04.2012 17:11
von old-chatterhand | 3.820 Beiträge | 3820 Punkte


Zitat von: nahal
14.04.2012 10:01 #114676
Das hatten wir schon mal, Sie hatten das schon eingesehen.
Sehr janusköpfig, Herr Landegaard. Ich brauche auf ihren Artikel dann wohl nicht mehr einzugehen? Ansonsten nehmen sie bitte noch mal Frank Schirrmachers Analyse in der FAZ zur Hand. Ich sehe keinen Grund, das noch einmal für sie zu wiederholen.



zuletzt bearbeitet 14.04.2012 17:14 | nach oben springen

#5014

RE: Eine jüdische Stimme:

in Politik 14.04.2012 17:12
von ente (gelöscht)
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Zitat von: old-chatterhand
14.04.2012 17:11 #114767
Sehr janusköpfig, Herr Landegaard. Ich brauche auf ihren Artikel dann wohl nicht mehr einzugehen?

Papperlapapp. Sie sind ein Zitatfälscher, Punkt und AUS.


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#5015

RE: Eine jüdische Stimme:

in Politik 14.04.2012 17:16
von guylux (gelöscht)
avatar


Zitat von: old-chatterhand
14.04.2012 16:53 #114760
Tut er aber nicht. In Israel leben sehr viele israelische Palästinenser gut integriert, was nicht möglich wäre, wenn es sich um regierungsamtlichen "Rassismus" handeln würde.

In Israel , besonders in Jerusalem-Ost , leben auch viele Palestinenser , schlecht oder nicht integriert , Schikanen , Häuserabrissen und Behördenwillkür ausgesetzt .
Ich behaupte nicht , dass Israel ein Apartheidstaat ist wie einst Südafrika , aber so weiss wie Sie ihn jetzt waschen wollen, ist er noch lange nicht .
Ich möchte in Israel weit lieber jüdischer Israeli als Palestineser sein , Sie nicht ? Ehrliche Antwort erwünscht .


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#5016

RE: Eine jüdische Stimme:

in Politik 14.04.2012 17:16
von old-chatterhand | 3.820 Beiträge | 3820 Punkte


Zitat von: ente
14.04.2012 17:12 #114769

Papperlapapp. Sie sind ein Zitatfälscher, Punkt und AUS.
Sie haben sich also entschlossen, pöbelnd und marodierend durch die Stränge zu ziehen?


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#5017

RE: Eine jüdische Stimme:

in Politik 14.04.2012 17:20
von ente (gelöscht)
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Zitat von: old-chatterhand
14.04.2012 17:16 #114771
Sie haben sich also entschlossen, pöbelnd und marodierend durch die Stränge zu ziehen?

Dank Ihnen fällt es mir nicht schwer.

Sie sind ein Zitatefälscher, Punkt und AUS.


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#5018

RE: Eine jüdische Stimme:

in Politik 14.04.2012 17:22
von old-chatterhand | 3.820 Beiträge | 3820 Punkte


Zitat von: guylux
14.04.2012 17:16 #114770

In Israel , besonders in Jerusalem-Ost , leben auch viele Palestinenser , schlecht oder nicht integriert , Schikanen , Häuserabrissen und Behördenwillkür ausgesetzt .
Ich behaupte nicht , dass Israel ein Apartheidstaat ist wie einst Südafrika , aber so weiss wie Sie ihn jetzt waschen wollen, ist er noch lange nicht .
Ich möchte in Israel weit lieber jüdischer Israeli als Palestineser sein , Sie nicht ? Ehrliche Antwort erwünscht .
Ich wäre lieber israelischer Palästinenser, als in der Westbank oder im Gazastreifen zu leben. Ich würde aber lieber in der Westbank leben, als in den Lagern im Libanon, Syrien oder sonst wo bei den arabischen Brüdern. Nebenbei zählt Ostjerusalem nicht zu Israel. Sicherlich ist die Lage in den besetzten Gebieten für die Palästinenser bedrückend. Aber niemand sollte die Rolle außer acht lassen, die sie selbst in diesem Konflikt spielen. Die Eigenverantwortung der Palästinenser für ihre Situation wird gerne unterschlagen. Wenn die deutschen Vertriebenen sich so verhalten würden, wie die Palästinenser, wäre Frieden auch in Europa undenkbar.


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#5019

RE: Eine jüdische Stimme:

in Politik 14.04.2012 17:31
von old-chatterhand | 3.820 Beiträge | 3820 Punkte


Zitat von: ente
14.04.2012 17:20 #114773

Dank Ihnen fällt es mir nicht schwer.

Sie sind ein Zitatefälscher, Punkt und AUS.
Hi, hi, hi. Ich spitze nur zu, was Antisemiten, ohne sich mit ihrem Nickname einzuloggen, an wüstester Hetze hier zum besten gegeben haben.

Damit sich hier jeder ein Bild über das machen kann, worüber unser junger Freund sich alteriert:



Zitat von: old-chatterhand
14.04.2012 15:21 #114718

Zitat
Nazischwein

Das Dümmste Nahostregime ist USrael. Und nun kriechen Sie wieder unter den Stein des Salomon und fressen gegossen Blei und Palestinenserkinder an lodernd Phosphor gebraten, ganz frisch und knusprig.

Hallo Nazischwein, haben sie dich in Nürnberg übersehen?



Woraufhin sie - in tapferer Verteidigung für die Freiheit des Wortes - sich nicht entblödeten, meine Sperrung zu verlangen. Schönes Eigentor.



zuletzt bearbeitet 14.04.2012 17:32 | nach oben springen

#5020

RE: Eine jüdische Stimme:

in Politik 14.04.2012 17:32
von guylux (gelöscht)
avatar


Zitat von: old-chatterhand
14.04.2012 17:22 #114774
Ich wäre lieber israelischer Palästinenser, als in der Westbank oder im Gazastreifen zu leben. Ich würde aber lieber in der Westbank leben, als in den Lagern im Libanon, Syrien oder sonst wo bei den arabischen Brüdern. Nebenbei zählt Ostjerusalem nicht zu Israel. Sicherlich ist die Lage in den besetzten Gebieten für die Palästinenser bedrückend. Aber niemand sollte die Rolle außer acht lassen, die sie selbst in diesem Konflikt spielen. Die Eigenverantwortung der Palästinenser für ihre Situation wird gerne unterschlagen. Wenn die deutschen Vertriebenen sich so verhalten würden, wie die Palästinenser, wäre Frieden auch in Europa undenkbar.

Sie haben auf meine Frage nicht geatwortet . Ein "Ja" oder "Nein" statt 8 Zeilen.
P.S.: Ich wäre auch lieber israelischer Palestineser als Hungernder in Somalia , also , was soll das Herum-geeiere .
P.P.S.: dachte Jerusalem wäre die auf ewig unteilbare Hauptstadt Israels , Originalzitat aller israelische Regierungen ? Wenn man denen schon nicht mehr glauben kann ?


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#5021

RE: Eine jüdische Stimme:

in Politik 14.04.2012 17:38
von Landegaard | 17.403 Beiträge | 35886 Punkte


Zitat von: nahal
14.04.2012 10:26 #114682


Ja, deswegen meine Verwunderung?


Ich hatte nicht gesagt, dass ich Ihre Ansicht teile.



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#5022

RE: Eine jüdische Stimme:

in Politik 14.04.2012 17:42
von old-chatterhand | 3.820 Beiträge | 3820 Punkte


Zitat von: guylux
14.04.2012 17:32 #114778

Sie haben auf meine Frage nicht geatwortet . Ein "Ja" oder "Nein" statt 8 Zeilen.
Warum sollte ich über ihr Stöckchen springen? Ich habe den Kontext dargestellt, aus dem ihr Bildausschnitt eine Antwort herausgeschnitten hat.

Zitat von: guylux
14.04.2012 17:32 #114778

P.S.: Ich wäre auch lieber israelischer Palestineser als Hungernder in Somalia , also , was soll das Herum-geeiere .

Das ist kein Herumgeeiere, sondern eine Betrachtung der Verhältnisse der Palästinenser in den unterschiedlichen Wohnbedingungen. Verträgt sich diese Erweiterung nicht mit der Antwort, die sie gerne gehört hätten? Nun, dann müssen sie ihre Fragen nicht so suggestiv stellen.

Zitat von: guylux
14.04.2012 17:32 #114778
P.P.S.: dachte Jerusalem wäre die auf ewig unteilbare Hauptstadt Israels , Originalzitat aller israelische Regierungen ? Wenn man denen schon nicht mehr glauben kann ?
Völkerrechtlich gehört Ost-Jerusalen nicht zu Israel. Schon klar, dass sie für ihre Anklage die Zustände dort benötigen. Aber wie oben schon erwähnt, sagt diese ihre Schlüssellochperspektive zu wenig über die Lage der palästinensichen Israelis in Israel aus, als dass sie die Wahrnehmung signifikanter Chancenungleichheit generell begründen würde.


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#5023

RE: Eine jüdische Stimme:

in Politik 14.04.2012 17:59
von nahal | 20.149 Beiträge | 34135 Punkte


Zitat von: Landegaard
14.04.2012 17:38 #114781


Ich hatte nicht gesagt, dass ich Ihre Ansicht teile.



""Ok und diese Stereotypen bedient Grass wie? Bisher haben Sie lediglich Unterstellungen seiner Absichten angeboten, aus die sich diese Stereotypen ableiten lassen."

Sie müssen nicht die Ansicht teilen, die erneute Frage des gleichen Sachverhaltes bringt keinen weiter.


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#5024

RE: Eine jüdische Stimme:

in Politik 14.04.2012 18:25
von Landegaard | 17.403 Beiträge | 35886 Punkte


Zitat von: old-chatterhand
14.04.2012 17:11 #114767
Sehr janusköpfig, Herr Landegaard. Ich brauche auf ihren Artikel dann wohl nicht mehr einzugehen? Ansonsten nehmen sie bitte noch mal Frank Schirrmachers Analyse in der FAZ zur Hand. Ich sehe keinen Grund, das noch einmal für sie zu wiederholen.


Ich sehe auch keinen Grund, dass Sie das nochmal wiederholen.



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#5025

RE: Eine jüdische Stimme:

in Politik 14.04.2012 18:26
von Landegaard | 17.403 Beiträge | 35886 Punkte


Zitat von: nahal
14.04.2012 17:59 #114789



""Ok und diese Stereotypen bedient Grass wie? Bisher haben Sie lediglich Unterstellungen seiner Absichten angeboten, aus die sich diese Stereotypen ableiten lassen."

Sie müssen nicht die Ansicht teilen, die erneute Frage des gleichen Sachverhaltes bringt keinen weiter.



Oh, ich wusste nicht, dass es sich bei nahal und oc um synonyme handelt. Wenn nichts spannenderes kommt, bringt es tatsächlich nichts.



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