#4851

RE: Eine jüdische Stimme:

in Politik 10.04.2012 14:10
von Lea S. | 14.199 Beiträge | 13418 Punkte


Zitat von: FrieFie
10.04.2012 12:24 #114017


Nicht ich schor über einen Kamm, sondern der Primatologe.
All die Siebzehnjährigen, die mit Hurra zur Waffen-SS gegangen sind ... bloss dass Grass das ganz anders dargestellt hat, unter anderem um sich für sein Schweigen zu rechtfertigen.



Warum sollte irgendjemand sich für sein Schweigen rechtfertigen müssen?
Die Bücher und Werke, die Grass nach dieser Zeit geschrieben hat, sein Eintreten für Frieden und Aussöhnung sind Aussage genug.



zuletzt bearbeitet 10.04.2012 14:11 | nach oben springen

#4852

RE: Eine jüdische Stimme:

in Politik 10.04.2012 14:16
von Lea S. | 14.199 Beiträge | 13418 Punkte


Zitat von: nahal
10.04.2012 12:41 #114022
Debka:
"American and Arab Gulf fighter-bombers thundered overhead Sunday, April 8 at the outset of the biggest air force exercise ever conducted in the Gulf region. They are simulating war with Iran and an operation for reopening the strategic Straits of Hormuz if it is closed by Tehran. debkafile’s military sources report that 100 of the warplanes took off from the USS Enterprise and USS Abraham Lincoln which are cruising with their strike groups opposite Iranian shores. The Saudi, UAE, Kuwaiti and Bahraini air forces contributed the other 100."

Da ist die Rede von der USA, Saudi-Arabien, UAE, Kuweit und Bahrain.
Ob dem Schreiberling auffält, dass sein Adressat nicht dabei ist?

Wie haben die "Maulhelden" darauf reagiert?

"However, shortly after the exercise began, Iranian ambassador to Kuwait Rouhullah Qahremani called urgently on Kuwait Chief of Staff Lt.-Gen Khalid Al-Sabah with a warning that the Iranian air and navy would attack the Gulf nations taking part in the exercise unless they withdrew at once."



Was sollen die Iraner anderes darauf sagen?
"Kommt schön her und greift uns an? Wir wehren uns auch gaaaanz sicher nicht."
Selbstverständlich werden sie - wennein Krieg ausbricht - die Golfstaten angreifen. USA ist ja zu weit.

Der andere Adressat muss sich dann entscheiden ob er mitspielen will oder nicht.



zuletzt bearbeitet 10.04.2012 14:17 | nach oben springen

#4853

RE: Eine jüdische Stimme:

in Politik 10.04.2012 14:28
von nahal | 19.385 Beiträge | 26495 Punkte


Zitat von: Lea S.
10.04.2012 14:16 #114051




Selbstverständlich werden sie - wenn ein Krieg ausbricht - die Golfstaten angreifen.



"Iranian ambassador to Kuwait Rouhullah Qahremani called urgently on Kuwait Chief of Staff Lt.-Gen Khalid Al-Sabah with a warning that the Iranian air and navy would attack the Gulf nations taking part in the exercise unless they withdrew at once."

Es gehört schon eine sehr flexible Leseinterpretation um das darauf zu antworten.


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#4854

RE: Grass's eigene Bombe:

in Politik 10.04.2012 15:21
von Nante | 8.024 Beiträge | 13034 Punkte


Zitat von: Nante
04.04.2012 15:55 #112551
---
zündet nur in der politischen Mitte. ..............
Inhaltlich hängt es nun mal wieder an der in meinen Augen nicht zufriedenstellen könnenden Antisemitismusdefinition und den antagonistischen Standpunkten. Also geht die Debatte in die nächste Runde.


Zitat von: Swann 04.04.2012 16:08 #112556
Bombe? Nun ja, das scheint mir etwas hoch gegriffen. .


Na, Swann, immer noch dieser Meinung?


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#4855

RE: Eine jüdische Stimme:

in Politik 10.04.2012 15:55
von Lea S. | 14.199 Beiträge | 13418 Punkte


Zitat von: nahal
10.04.2012 14:28 #114056


"Iranian ambassador to Kuwait Rouhullah Qahremani called urgently on Kuwait Chief of Staff Lt.-Gen Khalid Al-Sabah with a warning that the Iranian air and navy would attack the Gulf nations taking part in the exercise unless they withdrew at once."

Es gehört schon eine sehr flexible Leseinterpretation um das darauf zu antworten.

Es ist anzunehmen, dass DEBKA das wichtigste an der Aussage "vergessen" hat.

Nahal, wo ist Deine Entschuldigung?

P.s.
Hab nur versehentlich auf Deinen Beitrag geantwortet. DEBKA ist normalerweise nicht Deine Quelle.


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#4856

RE: Grass's eigene Bombe:

in Politik 10.04.2012 16:00
von Gelöschtes Mitglied
avatar

@ Nante:

:-)
Dem Sturm im Wasserglas geht noch lange nicht die Puste aus...
In diesem Fall schliesse ich mich mal dem SPON-Kolumnisten Georg Diez an:

Zitat:
"Bitte nicht schon wieder eine Debatte, die keine ist.
[...]
Was ist passiert? Günter Grass hat ein Gedicht geschrieben, in dem er die Welt retten will und vor allem sich selbst, mit dem ganzen klapperigen Pathos, das ihm zur Verfügung steht: Es geht um Israel, Iran, die Atombombe, ein deutsches U-Boot - und Henryk M. Broder schrieb in der "Welt" sofort, dass hier der "Prototyp des gebildeten Antisemiten" spricht.

Schon sind wir mittendrin in einer Diskussion, die einem wenig sagt über das, was im Nahen Osten passiert, und viel darüber, wie sehr die Deutschen immer noch mit ihren Gespenstern ringen."

http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,825949,00.html


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#4857

RE: Grass's eigene Bombe:

in Politik 10.04.2012 16:06
von Hans Bergman | 16.681 Beiträge | 39908 Punkte


Zitat von: Swann
10.04.2012 16:00 #114086
@ Nante:

:-)
Dem Sturm im Wasserglas geht noch lange nicht die Puste aus...
In diesem Fall schliesse ich mich mal dem SPON-Kolumnisten Georg Diez an:

Zitat:
"Bitte nicht schon wieder eine Debatte, die keine ist.
[...]
...

Das Interessanteste am Ganzen ist die Reaktion der israelischen und jüdischen Gesellschaft. Wie auf den Marktplatz sofort der Antisemitismus, SS-Mitgliedschaften etc. gehandelt werden.

Ein Grund allererster Güte für ein Ablenkungsmanöver zu den Planungen für den weiteren Siedlungsausbau. Das macht mir die Leute so unheimlich sympathisch.



zuletzt bearbeitet 10.04.2012 16:07 | nach oben springen

#4858

RE: Homelands and Security

in Politik 10.04.2012 18:52
von mbockstette | 7.883 Beiträge | 6043 Punkte


Zitat von: Lea S.
10.04.2012 14:04 #114048
@Bockstette

Zuerst einmal zu Ihren Nickelvorwurf des Banalen.
Aus Ihrem Wikipedia-Artikel, da steht die Antwort besser.

Zitat
Die Palästinenser erklärten, dass die Annahme dieses Vorschlags die Reduzierung des zukünftigen Staates Palästina auf ein „Homeland“ bedeutet hätte: Zerstreute Gebiete, die durch israelische Schnellstraßen, Sicherheits-Checkpoints und israelische Siedlungen getrennt würden. Zusätzlich wären, nach dem Vorschlag Israels, die Wasserressourcen und die Sicherung der Außengrenzen (vor allem an der Jordangrenze) sowie Zoll des palästinensischen Staates für 20 Jahre unter israelischer Kontrolle geblieben. Dies hätte nach Ansicht der Palästinenser jedoch weitere 10% der strittigen Gebiete bedeutet. Die Israelis erachteten dies jedoch für die Sicherheit Israels als notwendig.

Die Palästinenser argumentierten, durch die Siedlungen würden die Entfernungen zwischen palästinensischen Ortschaften teilweise auf das Zehnfache wachsen. Exterritoriale Straßen, die von den Palästinensern nicht benutzt werden dürften, würden das Gebiet zusätzlich zerschneiden. Da das Gebiet auf allen Seiten von Israel beziehungsweise unter israelischer Kontrolle stehenden Gebieten eingeschlossen bliebe, wäre es nicht einmal möglich, das Gebiet zu Land zu verlassen, ohne dass Israel Grenzübertritte kontrollieren könnte. Außerdem nehme der Vorschlag den Palästinensern jegliche Landreserven, die möglicherweise für rückkehrwillige Flüchtlinge genutzt werden könnten.



Dieses als den guten Vorschlag und die Ablehnung dieses guten Vorschlags als falsch zu betrachten, dafür braucht es wahrscheinlich eine besiondere Begabung.
Was auch immer Clinton gesagt haben mag, er hat sicherich auch ganz vieles anderes gesagt. Darum mein Einwurf über seine Anmerkungen zu Nwetanyahu.
Über die Demokratie und Gerechtigkeitsbeurteilung saudischer Prinzen, sorry, darüber diskutiere ich nicht.
Diese sind aufgrund ihrer eigenen Despotenfamilie ausserhalb der Glaubwürdigkeit.



"Die Palästinenser haben"? Wer konkret? Nein, tatsächlich ließ Arafat die Gespräche an diesem Streitpunkt scheitern:

Zitat
Eine sehr kontroverse Diskussion entstand um den endgültigen Status von Jerusalem. Obwohl ihnen ein Großteil Ost-Jerusalems angeboten wurde, wiesen die Palästinenser die Verwaltung über den Tempelberg zurück, weil sie nicht die volle Souveränität in Ost-Jerusalem bedeutet hätte. Dies hätte für Israel jedoch nicht nur einen Verlust der prestigeträchtigen Ost-Stadt, sondern auch der Klagemauer bedeutet, dem bedeutendsten Heiligtum der Juden.

"Laut den Memoiren von Sari Nusseibeh* war die Tempelbergfrage der entscheidende Punkt. Clinton soll schließlich vorgeschlagen haben, die Hoheit über den Tempelberg horizontal zu teilen: Oben die Palästinenser und unten (Klagemauer und diverse Höhlen) Israel. Mosche Amiraw vom Likud berichtet, dass das Arafat mit der Frage an Clinton, ob er den Bereich unter den Straßen Washingtons einem andern Staat überlassen würde, entrüstet abgelehnt habe".



Laut Sari Nusseibeh scheiterten die Verhandlungen daran, dass Israel nicht nur auf den Großteil Ost-Jerusalems verzichten sollte, wozu es bereit war, sondern daran, dass ihm noch nicht einmal eine Stückchen Mauer gegönnt wurde.

*Sari Nusseibeh ist ein palästinensischer Philosoph und Politiker. Seit 1995 ist er Präsident der Al-Quds-Universität in Jerusalem.


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#4859

RE: Grass's eigene Bombe:

in Politik 10.04.2012 19:04
von Helmut Pirkl | 1.975 Beiträge | 1975 Punkte


Zitat von: Hans Bergman
10.04.2012 16:06 #114088

Das Interessanteste am Ganzen ist die Reaktion der israelischen und jüdischen Gesellschaft. Wie auf den Marktplatz sofort der Antisemitismus, SS-Mitgliedschaften etc. gehandelt werden.

Ein Grund allererster Güte für ein Ablenkungsmanöver zu den Planungen für den weiteren Siedlungsausbau. Das macht mir die Leute so unheimlich sympathisch.

Das ist im Großen genauso wie hier im Kleinen. Wenn in der Sache die Argumente ausgehen, wird die Politik persönlich.



zuletzt bearbeitet 10.04.2012 19:04 | nach oben springen

#4860

RE: Eine jüdische Stimme:

in Politik 10.04.2012 21:08
von FrieFie | 7.321 Beiträge | 7298 Punkte


Zitat von: Lea S.
10.04.2012 14:10 #114049



Warum sollte irgendjemand sich für sein Schweigen rechtfertigen müssen?
Die Bücher und Werke, die Grass nach dieser Zeit geschrieben hat, sein Eintreten für Frieden und Aussöhnung sind Aussage genug.



Je nun, hier muss man sich ja auch für sein Schweigen rechtfertigen, selbst wenn man gar nicht geschwiegen hat....

Es war nicht mein Argument, da müsstest Du diejenigen fragen, die es sich zu eigen gemacht haben.
Nur soviel: Glaubwürdigkeit ist eine zerbrechliche Sache, wenn man sich zur öffentlichen moralischen Instanz erklärt. Da sind auch andere für weniger schon vom Podest geschubst worden.


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#4861

RE: Grass's eigene Bombe:

in Politik 10.04.2012 21:10
von FrieFie | 7.321 Beiträge | 7298 Punkte


Zitat von: Hans Bergman
10.04.2012 16:06 #114088

Das Interessanteste am Ganzen ist die Reaktion der israelischen und jüdischen Gesellschaft. Wie auf den Marktplatz sofort der Antisemitismus, SS-Mitgliedschaften etc. gehandelt werden.

Ein Grund allererster Güte für ein Ablenkungsmanöver zu den Planungen für den weiteren Siedlungsausbau. Das macht mir die Leute so unheimlich sympathisch.


In den Presseschauen konnte man genauso auch aus Israel sehr differenzierte Kritik lesen, und was die Gesellschaft dort denkt, das wissen wir nicht. Oder gibt´s dazu eine Umfrage?


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#4862

RE: Grass's eigene Bombe:

in Politik 10.04.2012 21:29
von Hans Bergman | 16.681 Beiträge | 39908 Punkte


Zitat von: FrieFie
10.04.2012 21:10 #114127


In den Presseschauen konnte man genauso auch aus Israel sehr differenzierte Kritik lesen, ...

Das ist eine schon sehr seltsame Wahrnehmung, klingt so nach ausgewogen.
Die israelischen Reaktionen waren durchwegs hysterisch und überzogen.
Verleumdungen, Einreiseverbot und Ruf nach Aberkennung des Nobelpreises sind an Billigkeit auch schwer zu übertreffen.


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#4863

RE: Grass's eigene Bombe:

in Politik 10.04.2012 22:08
von FrieFie | 7.321 Beiträge | 7298 Punkte


Zitat von: Hans Bergman
10.04.2012 21:29 #114128

Das ist eine schon sehr seltsame Wahrnehmung, klingt so nach ausgewogen.
Die israelischen Reaktionen waren durchwegs hysterisch und überzogen.
Verleumdungen, Einreiseverbot und Ruf nach Aberkennung des Nobelpreises sind an Billigkeit auch schwer zu übertreffen.


http://www.haaretz.com/opinion/israel-ha...-grass-1.423312
http://www.haaretz.com/opinion/israelis-...to-him-1.423194
http://www.tagesschau.de/ausland/grass128.html
http://www.fr-online.de/israel-iran-konf...4,14701268.html

Ob ausgewogen, das bezweifle ich auch. Aber wir wissen nicht, wie die Presse reagiert hat, ausser der Haaretz, und ein paar einzelnen Personen. Wir wissen auch nicht, wie die Bevölkerung denkt.
Oder haben wir dazu Umfragen?


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#4864

RE: Homelands and Security

in Politik 10.04.2012 22:32
von kein Name angegeben • ( Gast )
avatar

[Eingabe Username]mbockstette[zusatz]
10.04.2012 18:52 #114115
[/zusatz][Username Eingabe][Eingabe Text]

"Die Palästinenser haben"? Wer konkret? Nein, tatsächlich ließ Arafat die Gespräche an diesem Streitpunkt scheitern:

[quote]Eine sehr kontroverse Diskussion entstand um den endgültigen Status von Jerusalem. Obwohl ihnen ein Großteil Ost-Jerusalems angeboten wurde, wiesen die Palästinenser die Verwaltung über den Tempelberg zurück, weil sie nicht die volle Souveränität in Ost-Jerusalem bedeutet hätte. [i][b]Dies hätte für Israel jedoch nicht nur einen Verlust der prestigeträchtigen Ost-Stadt[/b], sondern auch der [u]Klagemauer bedeutet, dem bedeutendsten Heiligtum der Juden.[/u][/i]

"[u]Laut den Memoiren von Sari Nusseibeh* war die Tempelbergfrage der entscheidende Punkt[/u]. Clinton soll schließlich vorgeschlagen haben, die Hoheit über den Tempelberg horizontal zu teilen: Oben die Palästinenser und unten (Klagemauer und diverse Höhlen) Israel. Mosche Amiraw vom Likud berichtet, dass das Arafat mit der Frage an Clinton, ob er den Bereich unter den Straßen Washingtons einem andern Staat überlassen würde, entrüstet abgelehnt habe".[/quote]

Laut Sari Nusseibeh scheiterten die Verhandlungen daran, dass Israel nicht nur auf den Großteil Ost-Jerusalems verzichten sollte, wozu es bereit war, sondern daran, dass ihm noch nicht einmal eine Stückchen Mauer gegönnt wurde.

[i]*Sari Nusseibeh ist ein palästinensischer Philosoph und Politiker. Seit 1995 ist er Präsident der Al-Quds-Universität in Jerusalem.[/i]


[Text Eingabe][Ende Zitat]

*
Im Sommer 2008 rief er die Autonomiebehörde zur Selbstauflösung und die EU zur Einstellung der Unterstützungszahlungen auf, da dies alles nur ein Feigenblatt für die israelische Besatzung sei. Damit solle Israel vor die Wahl gestellt werden: Übernahme der vollen Verantwortung und Besatzungskosten oder Entlassung in die Unabhängigkeit.[3]
*


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#4865

RE: Atommacht versus konventionelle Macht

in Politik 10.04.2012 22:35
von old-chatterhand
avatar

[Eingabe Username]Landegaard[zusatz]
09.04.2012 10:15 #113724
[/zusatz][Username Eingabe][Eingabe Text]

Genau darüber muss eben keine Debatte geführt werden. Aber seien Sie beruhigt (ich nehme an, Du bist es, Michael?), Deutschland führt nun diese Debatte. [Text Eingabe][Ende Zitat]Nein, ich bin nicht Michael. Und Deutschland führt diese Debatte auch nicht. Das "Gedicht" wurde von allen Fachleuten des Genres, Dichtern und Kritikern, länderübergreifend als Nicht-Gedicht erkannt und seine politischen Aussagen als wirr und wahrheitswidrig. Mag sein, dass die Masse im Internet dies gerne anders sehen möchte. Der Stammtisch hat sich aber noch nie mit Weisheit hervorgetan. Angesichts der Tatsache, dass Politik und Intellektuelle Grass' Argumentation nicht nur als Provokation eines eitlen Pfaus geoutet haben, sondern seine steilen Thesen als irrelevant abtun, sind seine demagogischen Forderungen realpolitisch im Nichts verpufft. Und das ist gut so.


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#4866

RE: Eine jüdische Stimme:

in Politik 10.04.2012 22:38
von Lea S. | 14.199 Beiträge | 13418 Punkte


Zitat von: FrieFie
10.04.2012 21:08 #114126


Je nun, hier muss man sich ja auch für sein Schweigen rechtfertigen, selbst wenn man gar nicht geschwiegen hat....

Es war nicht mein Argument, da müsstest Du diejenigen fragen, die es sich zu eigen gemacht haben.
Nur soviel: Glaubwürdigkeit ist eine zerbrechliche Sache, wenn man sich zur öffentlichen moralischen Instanz erklärt. Da sind auch andere für weniger schon vom Podest geschubst worden.



In einem Diskussionsforum im Strang "rund um das Thema Israel" oder "Israelische Siedlungspolitik" zu gerade diesem Thema dann zu schweigen ist - so glaube ich - etwas ganz anderes als in der Öffentlichkeit zu seinen ureigensten Angelegenheiten.
Davon abgesehen, dass es blöd ist, in einer freiwillig beigetretenen Diskussion zu schweigen.

Wer es nötig hat, andere von irgendwelchen künstlich aufgebauten Podesten zu schubsen, ist in meinen Augen einfach nur ein Neidhammel.
Günter Grass hat sich nicht selbst auf irgendein moralisches Podest gestellt, sondern wurde aufgrund seiner Werke zu einem solchen hingeführt.



zuletzt bearbeitet 10.04.2012 22:40 | nach oben springen

#4867

RE: Atommacht versus konventionelle Macht

in Politik 10.04.2012 22:42
von old-chatterhand | 3.820 Beiträge | 3820 Punkte


Zitat von: Landegaard
09.04.2012 12:11 #113736



Zitat von: Landegaard
09.04.2012 12:11 #113736
Nein, ich bin es nicht! Ich agiere nur mit offenem Visier und niemals anonym. Meine besten Jugendfreunde nannten mich allerdings "Winnetou" und der war ja bekanntlich der Blutsbruder von Old Shatterhand.

:)
Hallo Blutsbruder ;-).

Ich wusste gar nicht, dass unsere Beiträge sich so sehr ähneln. Dann hätte ich hier ja gar nicht einzusteigen brauchen?

Grüße


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#4868

RE: Atommacht versus konventionelle Macht

in Politik 10.04.2012 22:45
von old-chatterhand | 3.820 Beiträge | 3820 Punkte


Zitat von: RagnarLodbrok Herr Old Bockstette, Sie hätten sich vorletzte Nacht nicht sofort einloggen sollen, um den Verdacht zu entkräften.
Manchmal erreicht man genau das Gegenteil von dem was man meint erreichen zu wollen.



Komisch, seit ich hier dabei bin, greifen sie permanent in die Sanitärkeramik. Verunsichere ich sie irgendwie?


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#4869

RE: Atommacht versus konventionelle Macht

in Politik 10.04.2012 22:46
von Lea S. | 14.199 Beiträge | 13418 Punkte


Zitat von: old-chatterhand
10.04.2012 22:35 #114135
Nein, ich bin nicht Michael. Und Deutschland führt diese Debatte auch nicht. Das "Gedicht" wurde von allen Fachleuten des Genres, Dichtern und Kritikern, länderübergreifend als Nicht-Gedicht erkannt und seine politischen Aussagen als wirr und wahrheitswidrig. Mag sein, dass die Masse im Internet dies gerne anders sehen möchte. Der Stammtisch hat sich aber noch nie mit Weisheit hervorgetan. Angesichts der Tatsache, dass Politik und Intellektuelle Grass' Argumentation nicht nur als Provokation eines eitlen Pfaus geoutet haben, sondern seine steilen Thesen als irrelevant abtun, sind seine demagogischen Forderungen realpolitisch im Nichts verpufft. Und das ist gut so.



Dass "Deutschland" diese Debatte führt zeigt sich ganz klar an den vielen Artikeln in den Medien, landauf landab.
Wenn feige Neidhammel es als irrelevant abtun - es sind übrigens nicht die Mehrheit der Intellektuellen - so mögen diese Herrschaften sich an ihre eigenen Nasen fassen.
Die grosse Mehrheit der Menschen in den Internetforen allerdings als Stammtisch abzutun, nur weil man die verortnete Meinung nicht mehr bereit ist zu schlucken, ist arrogant.
Irrelevant machen diejenigen sich, die immer noch glauben Menschen könnten nicht selbstständig denken.


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#4870

RE: Atommacht versus konventionelle Macht

in Politik 10.04.2012 22:47
von Lea S. | 14.199 Beiträge | 13418 Punkte


Zitat von: old-chatterhand
10.04.2012 22:45 #114138



Komisch, seit ich hier dabei bin, greifen sie permanent in die Sanitärkeramik. Verunsichere ich sie irgendwie?

Steigen Sie doch raus, aus der Sanitärkeramik.


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#4871

RE: Atommacht versus konventionelle Macht

in Politik 10.04.2012 22:49
von old-chatterhand | 3.820 Beiträge | 3820 Punkte


Zitat von: mbockstette
09.04.2012 12:42 #113743


Du wirst lachen, aber auch ich habe mich gefragt, wer sich hier wohl Old Schatterhand nennt und mir kam der Gedanke, es könnte mein Sohn (Kanake) sein, aber wie gesagt, ich weiß es wirklich nicht. Dass man seine Argumentation für die Meinige halten kann, ist auch mir aufgefallen. Das ist auch ein Grund dafür, warum ich mich in Sachen Grass-Gericht zurückgehalten habe.
Wie gut, dass niemand weiß, dass ich **** heiss...

Zitat von: mbockstette
09.04.2012 12:42 #113743

Grass meinte, er müsse sich unbedingt über Israel/Iran mahnend äußern und spricht dem Grunde nach doch nur über sich und von Deutschland. Das Gedicht für den Welt-Frieden ist ihm vollendet misslungen. Ich unterstelle ihm keine üblen Absichten aber attestiere ihm sowohl eine künstlerische als auch eine politische Fehlleistung von Rang.
Nicht zu vergessen die charakterliche Fehlleistung. Vielleicht eine Art infantile Regression? Opa GraSS fällt zurück in seine jugendlichen Irrtümer.


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#4872

RE: Eine jüdische Stimme:

in Politik 10.04.2012 23:14
von FrieFie | 7.321 Beiträge | 7298 Punkte


Zitat von: Lea S.
10.04.2012 22:38 #114136



In einem Diskussionsforum im Strang "rund um das Thema Israel" oder "Israelische Siedlungspolitik" zu gerade diesem Thema dann zu schweigen ist - so glaube ich - etwas ganz anderes als in der Öffentlichkeit zu seinen ureigensten Angelegenheiten.
Davon abgesehen, dass es blöd ist, in einer freiwillig beigetretenen Diskussion zu schweigen.

Wer es nötig hat, andere von irgendwelchen künstlich aufgebauten Podesten zu schubsen, ist in meinen Augen einfach nur ein Neidhammel.
Günter Grass hat sich nicht selbst auf irgendein moralisches Podest gestellt, sondern wurde aufgrund seiner Werke zu einem solchen hingeführt.


Im Zusammenhang mit dem Forum meinte ich "Schweigen" auch eher als nicht-tägliche-Äusserung-der-Grundpositionen.


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#4873

RE: Eine jüdische Stimme:

in Politik 10.04.2012 23:17
von Lea S. | 14.199 Beiträge | 13418 Punkte


Zitat von: FrieFie
10.04.2012 23:14 #114148

Im Zusammenhang mit dem Forum meinte ich "Schweigen" auch eher als nicht-tägliche-Äusserung-der-Grundpositionen.




Es wird hier - zumindest in den von mir genannten Strängen - ja gerade diese nicht wirklich benannte Grundposition gefragt.
Die Antwort ist sehr oft Schweigen und Herumeiern um kleine Fetzen einer Nebenposition.


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#4874

RE: Eine jüdische Stimme:

in Politik 10.04.2012 23:31
von FrieFie | 7.321 Beiträge | 7298 Punkte


Zitat von: Lea S.
10.04.2012 23:17 #114150


Es wird hier - zumindest in den von mir genannten Strängen - ja gerade diese nicht wirklich benannte Grundposition gefragt.
Die Antwort ist sehr oft Schweigen und Herumeiern um kleine Fetzen einer Nebenposition.


Nun hatte sich gerade Bockstette, der vom Primatologen befragt werden sollte, gerade gestern sehr deutlich geäussert. Und Nahal hat es erst kürzlich.


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#4875

RE: Eine jüdische Stimme:

in Politik 10.04.2012 23:34
von Lea S. | 14.199 Beiträge | 13418 Punkte


Zitat von: FrieFie
10.04.2012 23:31 #114152


Nun hatte sich gerade Bockstette, der vom Primatologen befragt werden sollte, gerade gestern sehr deutlich geäussert. Und Nahal hat es erst kürzlich.


Die Äusserung Bockstettes habe ich auch entsprechend gelobt. Es war nach wie langer Zeit auch einmal nötig.

Nahal äussert sich nicht wirklich. Er schwimmt hin und her und streut Sand in die Augen.
Wieviele Menschen leben wohl mittlerweile - seit dem die Verhandlungen mal wieder stocken - in den illegalen Siedlungen zusätzlich?


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