Zitat von: GeorgeF 
Ich fühle mich da ein wenig auf den Arm genommen. Erst Rundumschlag-Kritik und dann "nur ein wenig abrocken"? Passt nicht - genausowenig wie "Marx und Murks" eine Antwort ist auf alle Bemühungen, Bildung und Ausbildung den Erfordernissen der Gesellschaft (und Wirtschaft) angemessen zu strukturieren.
Lieber Herr F, sollten Sie es für sich ausschließlich als "Abrocken" interpretieren, was ich hier eingestellt habe, dann tut mir das aufrichtig leid! Eine anregende Diskussion hier mit Ihnen, aus meiner Sicht.
Meine Zwischenbilanz: Sie kritisieren Unvollkommenheiten wie z.B. geringere Chancen von Schülern bestimmter Milieus auf einen höheren Bildungsabschluß (und natürlich sehr vieles mehr).
Ich - als ehemaliger Systementwickler/Analytiker - interessiere mich außerordentlich für die Prämissen des gesellschaftlich-ökonomischen Systems:
Was ist "Gerechtigkeit"? Ist "Gerechtigkeit" machbar? Wer besitzt die Hoheit, Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit zu bewerten?
Und dann das Problem, daß ich ein Reaktionär bin. Meine Werte sind solche, die ökonomistischen Kategorien - ob sozialistisch oder "neoliberal" - nicht unterliegen.
Also die Menschlichkeit, die sich in keinem Arbeitszeugnis abbilden läßt, Sinnliches (Hören, Sehen, Tasten, Schmecken) und Elitäres: Bildung im engeren Sinne BEGINNT m.E. dort, wo sie wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Kategorien gerade NICHT genügt: Die Lektüre des Reaktionärs Goethe ist überflüssig, das gemeinsame Singen deutschen Liedgutes ("Das Wandern ist des Müllers Lust") ist reine Zeitverschwendung unter den steigenden "Anforderungen einer zunehmenden Globalisierung".
Nochmals: Bereitet mir viel Freude mit Ihnen und alle anderen im Forum, in nächster Zeit aus verschiedenen - auch und besonders familiären - Gründen nur sehr wenig, vielleicht sogar überhaupt keine Zeit zur Fortsetzung der Diskussion, was ich außerordentlich bedaure.
Also: Macht's guat mittenand, bis denni!