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Zitat von: mbockstette
01.06.2011 12:06 #72647
Das ist DIE gefährliche Geisteshaltung von der Israel unmittelbar umgeben ist:
31.05.2011 - Es zeigt den aufgeblähten Leib des 13-jährigen Jungen mit Schuss-, Stich- und Brandverletzungen. Kniescheiben und Kiefer sind zerschmettert, die Genitalien abgeschnitten.
http://www.sueddeutsche.de/politik/prote...estie-1.1103978
Israel ist nicht nur umgeben von dieser Geisteshaltung, sie ist auch Bestandteil der israelischen Politik.
http://english.aljazeera.net/news/middle...1418168902.html
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Zitat von: nahal
01.06.2011 09:32 #72606
Erstens, bin ich froh, liebe FrieFie, dass ich nicht der war, der Ihre Verwechslung angemahnt hat, auch wenn die Finger gejuckt haben. :-). Andere haben das übernommen.
Was die eigene Anschuung anbelangt:
Als junger Offizier war ich im Stab von Raful. (...)
Hätten Sie ruhig tun dürfen, immerhin hatte ich den Wikipedia-Artikel schon gelesen und den Bashir-Film schon gesehen, aber gestern war ich nur noch müde + habe mir den kleinen Zeh gebrochen ... so entstehen Missverständnisse und Fehler! :-)
Danke für Ihre ausführliche Antwort. Als herumballernden Killer hätte ich mir Sie auch nicht vorstellen können.
Der Bürgerkrieg in Libanon erinnert an den Afghanistan-Krieg, oder auch an den 30-jährigen Krieg in Deutschland: man kann mit äusserer Einmischung eigentlich nur alles falsch machen. Der Zivilbevölkerung kann man nur für einen Moment helfen, bis die Gegenseite wieder Oberhand hat und sich umso grausamer an den "Kollaborateuren" rächt. (Entsteht in Libyen eine ähnliche Situation?)(Was wird aus Jemen?)
Andererseits kann man nicht zusehen, wie in solchen Staaten Terroristen ausgebildet werden, die die gesamte Region destabilisieren.
@Ragnar Lodbrok: Sie machen es sich zu leicht ... hätte Israel abwarten und zusehen sollen? Nahal hat in seinem Beitrag zugegeben, dass Israel eine Fehleinschätzung begangen und Fehler gemacht hat, es gab Gerichtsverhandlungen und inzwischen schon mehrere Filme, die sich von israelischer Seite mit dem Thema befassen.
Niemand hier ist gleichgültig gegenüber palästinensischen Opfern, und Nahal hat nie geschrieben, die Libanesen hätten sich ein Abschlachten gewünscht.
Ich halte es für durchaus plausibel, dass die schon seit Jahren im Bürgerkrieg zermürbten Zivilisten (i)zum Teil(/i) die Israelischen Soldaten als Hoffnung auf eine "starke Hand", die die Milizen in den Griff kriegen könnte, begrüssten.
So wie ein Teil der Afghanen die Amerikaner und Deutschen dort begrüsst haben, oder auch ein Teil der Russen die deutsche Armee begrüsst haben u.s.w..
Fest steht auch, dass wohl wenige bei ihrer Begeisterung geblieben sind (was Nahal nicht abgestritten hat).
Wie wohl kommende Generationen Deutschlands Einmischung in Afghanistan sehen werden?
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#19553
von mbockstette •
| 13.719 Beiträge
RE: Ich war schon immer Outsider
in Politik 01.06.2011 12:45von mbockstette •
| 13.719 Beiträge
Zitat von: RagnarLodbrok
01.06.2011 12:28 #72648
Israel ist nicht nur umgeben von dieser Geisteshaltung, sie ist auch Bestandteil der israelischen Politik.
http://english.aljazeera.net/news/middle...1418168902.html
Die Kinder im Gazastreifen wurden zu Opfern in einem Krieg den die Hamas vom Zaun gebrochen hat.
Die in Syrien ermordeten und zu Tode gefolterten Kinder wurden zu Opfern in Friedenszeiten durch die eigene Regierung.
Seit Ausbruch des Aufstandes starben nach Angaben syrischer Menschenrechtler mehr als 1100 Menschen. Die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, Navi Pillay, verurteilte die "schockierende Brutalität" des Assad-Regimes. Bislang hatte aber nicht einmal das Rote Kreuz ungehindert Zugang zu den Stätten des Aufruhrs.
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Zitat von: RagnarLodbrok
01.06.2011 12:28 #72648
Israel ist nicht nur umgeben von dieser Geisteshaltung, sie ist auch Bestandteil der israelischen Politik.
http://english.aljazeera.net/news/middle...1418168902.html
Sie vergleichen Kriegsopfer mit den Opfern der eigenen Regierung. In Syrien und Ägypten haben die Regierungen Jugendliche (und Erwachsene) zu Tode gefoltert, was zu den derzeitigen Revolutionen geführt hat.
Die Kinder und erwachsenen Zivilisten , die im Gazastreifen starben, sind genauso unschuldige, unbeteiligte Opfer wie die Opfer der PLO oder Hamas es waren und sind.
Krieg ist niemals angemessen, eine angemessene Anzahl von Opfern gibt es nicht. Umso mehr muss man sich wünschen, dass ein Palästina nicht auf den Aufbau einer Armee setzt.
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Zitat von: mbockstette
01.06.2011 12:45 #72651
Die Kinder im Gazastreifen wurden zu Opfern in einem Krieg den die Hamas vom Zaun gebrochen hat.
Die in Syrien ermordeten und zu Tode gefolterten Kinder wurden zu Opfern in Friedenszeiten durch die eigene Regierung.
Seit Ausbruch des Aufstandes starben nach Angaben syrischer Menschenrechtler mehr als 1100 Menschen. Die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, Navi Pillay, verurteilte die "schockierende Brutalität" des Assad-Regimes. Bislang hatte aber nicht einmal das Rote Kreuz ungehindert Zugang zu den Stätten des Aufruhrs.
Da waren Sie schneller!
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#19556
von mbockstette •
| 13.719 Beiträge
RE: Ich war schon immer Outsider
in Politik 01.06.2011 12:53von mbockstette •
| 13.719 Beiträge
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Zitat von: FrieFie
01.06.2011 12:36 #72650
und Nahal hat nie geschrieben, die Libanesen hätten sich ein Abschlachten gewünscht.
Nahal hat das nie geschrieben (das sind die Träume des RL), obwohl das, in großen Teilen ALLER libanesischen Fraktionen, stimmte.
Der alte Djumblat wünschte allen Schiiten und Syrern den Tod, Beri betrachtete die Palästinenser als Dreck, allein die Hezbollah war für ihn schlimmer (dass sich die Amal und Hezbollah bis aufs Blut bekämpften ist nicht so sehr bekannt) und Pierre Gemayel wünschte allen Muslimen einen qualvollen Tod.
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#19558
von Maga-neu •
| 36.584 Beiträge
RE: Ich war schon immer Outsider
in Politik 01.06.2011 13:02von Maga-neu •
| 36.584 Beiträge
Zitat von: FrieFie
01.06.2011 12:48 #72652
Krieg ist niemals angemessen, eine angemessene Anzahl von Opfern gibt es nicht. Umso mehr muss man sich wünschen, dass ein Palästina nicht auf den Aufbau einer Armee setzt.
Der SPIEGEL, liebe FrieFie, schreibt: "In fast allen Parametern des Fortschritts liegt die arabische Welt hinter anderen Regionen zurück." Bei den relativen Militärausgaben und der Korruption hingegen liegen die arabischen Länder vorn. Vieles muss sich in der arabischen Welt ändern, und Palästina (zusammen mit dem Libanon und Tunesien) könnte ein Laboratorium einer neuen arabischen Welt sein. Vorausgesetzt seine "Eliten" verstehen die Zeichen der Zeit und verschwenden die Energien nicht in einem Kampf gegen Israel, den Palästina nicht gewinnen kann.
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Zitat von: Maga-neu
01.06.2011 13:02 #72656
Der SPIEGEL, liebe FrieFie, schreibt: "In fast allen Parametern des Fortschritts liegt die arabische Welt hinter anderen Regionen zurück." Bei den relativen Militärausgaben und der Korruption hingegen liegen die arabischen Länder vorn. Vieles muss sich in der arabischen Welt ändern, und Palästina (zusammen mit dem Libanon und Tunesien) könnte ein Laboratorium einer neuen arabischen Welt sein. Vorausgesetzt seine "Eliten" verstehen die Zeichen der Zeit und verschwenden die Energien nicht in einem Kampf gegen Israel, den Palästina nicht gewinnen kann.
Das ist Maga, der Fehler, den ich bei Fukuyama erwähnt hatte:
Er bezeichnet den "Thymos" als Faktor, er misst aber diesem nicht die ihm zustehnde herausraggende Bedeutung zu.
Alles richtig aber...................
du setzt wieder rationelle "westliche" Maßstäbe als Handlungsmaxime voraus.
Diese gelten leider nicht, sondern die Maxime ist "dignity", wie man in Ägypten jetzt beobachten kann.
zuletzt bearbeitet 01.06.2011 13:09 |
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Zitat von: FrieFie
01.06.2011 12:36 #72650
@Ragnar Lodbrok: Sie machen es sich zu leicht ... hätte Israel abwarten und zusehen sollen? Nahal hat in seinem Beitrag zugegeben, dass Israel eine Fehleinschätzung begangen und Fehler gemacht hat, es gab Gerichtsverhandlungen und inzwischen schon mehrere Filme, die sich von israelischer Seite mit dem Thema befassen.
Niemand hier ist gleichgültig gegenüber palästinensischen Opfern, und Nahal hat nie geschrieben, die Libanesen hätten sich ein Abschlachten gewünscht.
Ich halte es für durchaus plausibel, dass die schon seit Jahren im Bürgerkrieg zermürbten Zivilisten (i)zum Teil(/i) die Israelischen Soldaten als Hoffnung auf eine "starke Hand", die die Milizen in den Griff kriegen könnte, begrüssten.
So wie ein Teil der Afghanen die Amerikaner und Deutschen dort begrüsst haben, oder auch ein Teil der Russen die deutsche Armee begrüsst haben u.s.w..
Fest steht auch, dass wohl wenige bei ihrer Begeisterung geblieben sind (was Nahal nicht abgestritten hat).
Wie wohl kommende Generationen Deutschlands Einmischung in Afghanistan sehen werden?
1. Wenn Nahal schreibt es waren Fehleinschätzungen, meint er meist, dass nicht "hart" genug eingegriffen wurde.
2. Israel hat in dem Bürgerkrieg (seit 1977) eine eskalierende Rolle gespielt und keine deeskalierende. Sicher gab es Menschen, die sich dadurch eine Hilfe versprachen, (in allererste Linie aber wohl die Milizen der SLA).
Israel hat auch im Vorfeld versichert, nachdem die PLO das Land verlassen hätte, selbst abzuziehen. Das hat letzlich noch nach dem Abzug der PLO 17 Jahre gedauert.
Es geht mir auch weniger darum und das habe ich mehrmals erwähnt, die Möglichkeiten Israels zu bewerten, sondern darum, dass ich Nahals Kommentar im Bezug auf die Greultaten der SLA (die ohne die Hilfe der israelischen Armee in diesem Ausmass nicht passiert wären) für zynisch halte.
Und wenn Sie schreiben, niemand hier ist gleichgültig gegenüber palästinesischen oder libanesischen Opfern, so irren Sie sich.
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Zitat von: FrieFie
01.06.2011 12:48 #72652
Sie vergleichen Kriegsopfer mit den Opfern der eigenen Regierung. In Syrien und Ägypten haben die Regierungen Jugendliche (und Erwachsene) zu Tode gefoltert, was zu den derzeitigen Revolutionen geführt hat.
Die Kinder und erwachsenen Zivilisten , die im Gazastreifen starben, sind genauso unschuldige, unbeteiligte Opfer wie die Opfer der PLO oder Hamas es waren und sind.
Krieg ist niemals angemessen, eine angemessene Anzahl von Opfern gibt es nicht. Umso mehr muss man sich wünschen, dass ein Palästina nicht auf den Aufbau einer Armee setzt.
Wieso beklagen Sie nicht wenn im Bezug auf meine Geisteshaltung, Berichte über gefolterte Menschen in Syrien gepostet werden?
Ist so ein Vergleich angebrachter?
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Zitat von: RagnarLodbrok
01.06.2011 13:06 #72658
Es geht mir auch weniger darum und das habe ich mehrmals erwähnt, die Möglichkeiten Israels zu bewerten, sondern darum, dass ich Nahals Kommentar im Bezug auf die Greultaten der SLA (die ohne die Hilfe der israelischen Armee in diesem Ausmass nicht passiert wären) für zynisch halte.
Wieder die üblichen Fäschungen:
Ich habe nichts von der SLA geschrieben.
In Ihrer gesitigen Umnachtung verwechseln Sie wieder SLA mit Sabra und Schatilla.
Aber wenn Sie schon dabei sind:
Welcher "Ausmass der Greueltaten der SLA" meinen Sie?
Sie, als inzwischen fleischgewordener Experte des Libanon, können sich über Ausmass der Greueltaten in Libanon etwas kundiger machen, zB hier:
http://www.gotc.org/black_page/chronology.htm
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Zitat von: nahal
01.06.2011 13:24 #72660
Wieder die üblichen Fäschungen:
Ich habe nichts von der SLA geschrieben.
In Ihrer gesitigen Umnachtung verwechseln Sie wieder SLA mit Sabra und Schatilla.
Aber wenn Sie schon dabei sind:
Welcher "Ausmass der Greueltaten der SLA" meinen Sie?
Sie, als inzwischen fleischgewordener Experte des Libanon, können sich über Ausmass der Greueltaten in Libanon etwas kundiger machen, zB hier:
http://www.gotc.org/black_page/chronology.htm
Was heißt denn SLA, und von wem wurden sie ausgerüstet?
Die Südlibanesische Armee (SLA; frz. Armée du Liban Sud, arabisch جيش لبنان الجنوبي, DMG djaish lubnân al-djanûbî, hebr. צבא דרום לבנון, צד"ל) war eine libanesische Miliz während des libanesischen Bürgerkrieges. Sie kollaborierte mit Israel bei dessen Besetzung des Südlibanon....Als gemeinsamer Gegner von Amal-Miliz und PLO bildeten die SLA und Israel seit 1978 eine Allianz.....Die SLA wurde des Mordes an vielen Zivilisten zwecks Einschüchterung der Bevölkerung sowie gelegentlicher Bombenanschläge außerhalb der Sicherheitszone beschuldigt.
Und gestern schon verlinkt.
Haddads etwa 3.000 Mann starke Miliz, die als Südlibanon-Armee (SLA) bekannt wurde, errichtete in der Grenzregion zu Israel eine Schreckensherrschaft gegen die muslimische Bevölkerung.
Das die Massaker von Sabra und Schatila von der SLA begangen wurde habe ich nicht behauptet.
Israel hat in diesem Krieg offensichtlich jeden unterstützt der Palästineser schlachten wollte.
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Zitat von: nahal
01.06.2011 13:24 #72660
Wieder die üblichen Fäschungen:
Ich habe nichts von der SLA geschrieben.
Nein Sie schrieben libanesische Armee wohl wissentlich, dass es die libanesische Armee gar nicht gab sondern ...
Während der Ersten Phase des Bürgerkrieges zerfiel die Armee in christliche und muslimische Teile. Die muslimischen Teile wurden z.B. von den Offizieren Ahmed al-Khatib und Aziz al-Ahdab geführt. Im Süden, wo eine christliche Exklave entstanden war, formierte sich ein Armeeteil unter dem Kommando von General Saad Haddad
http://de.wikipedia.org/wiki/Libanesische_Armee
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Zitat von: RagnarLodbrokMan sollte schon genauer hinsehen, wenn man Texte verlinkt. Wer zB schreibt:
01.06.2011 07:55 #72602
Israel begann spätestens 1977, sich im Libanon durch Unterstützung christlicher Parteien und Milizen massiv einzumischen. Im Südlibanon rüsteten die Israelis die Truppen von Saad Haddad, eines ehemaligen Majors der libanesischen Armee, aus, die de facto unter israelischem Oberkommando standen. Haddads etwa 3.000 Mann starke Miliz, die als Südlibanon-Armee (SLA) bekannt wurde, errichtete in der Grenzregion zu Israel eine Schreckensherrschaft gegen die muslimische Bevölkerung.
Mitte März 1978 nahm Israel eine palästinensische Kommandoaktion in der Nähe Haifas zum Anlaß, mit 25.000 Soldaten in den Südlibanon einzufallen und bis an den Fluß Litani vorzurücken. Bei der sogenannten Operation Litani gab es Tausende Tote und Verletzte, überwiegend unter der Zivilbevölkerung.
Der UNO-Sicherheitsrat forderte Israel am 19. März 1978 zum Abzug aller Truppen aus dem Libanon auf. Im Juni zog die israelische Armee sich zurück, übergab das besetzte Gebiet aber der SLA, die es in enger Kooperation mit den Israelis bis zu ihrer militärischen Zerschlagung Ende der 90er Jahre besetzt hielt.
Israels Gefolgsmann Haddad war jedoch in der libanesischen Politik nur ein relativ unbedeutender Außenseiter mit einem sehr begrenzten Einflußbereich. In erster Linie setzte Israel damals auf einen der großen christlichen Clans, die Gemayels und ihre »falangistische« Miliz. Mit Unterstützung und Ermunterung Israels zerschlugen die Truppen der Gemayels in den Jahren 1978–80 die Milizen der beiden wichtigsten anderen christlichen Clans, der Schamuns und der Franjiehs. Israel schreckte durch einen Aufmarsch an der Grenze und den Einsatz seiner Luftwaffe über libanesischem Gebiet die Syrer davon ab, in die Kämpfe einzugreifen. Die Gemayels gewannen auf diese Weise eine dominierende Stellung im christlichen Teil Beiruts und des Libanon.
Im Laufe des Jahres 1981 spitzte sich die Situation im Libanon zu. Auf vereinzelte palästinensische Kommandoaktionen reagierte Israel mit Artilleriefeuer, Luftangriffen und Beschuß von der Seeseite gegen angebliche »PLO-Stützpunkte«, bei denen es sich in der Realität zumeist um Flüchtlingslager handelte. In der Regel hatten die Ziele der israelischen »Vergeltungsaktionen« mit den vorausgegangenen Anschlägen nicht das Geringste zu tun. Oft erfolgten die israelischen Flächenangriffe auch »vorbeugend«, ohne konkreten Anlaß. Tatsächlich ging es darum, die PLO ganz aus dem Südlibanon zu vertreiben.
http://www.ag-friedensforschung.de/regio...n/ursachen.html
Nach Schätzungen des Internationalen Roten Kreuzes starben aufgrund der israelischen Aggression fast 18.000 Libanesen; mehr als 30.000 erlitten Verletzungen.
"Ein wichtiger Punkt des Abkommens war die Entwaffnung und Auflösung sämtlicher Milizen. Mit einer einzigen Ausnahme: der im Süden des Landes aktiven schiitischen Hisbollah, die aber militärisch ausschließlich gegen Israel agiert und sich ansonsten zu einer normalen politischen Partei transformiert hat, die im Beiruter Parlament mit Abgeordneten vertreten ist."
wie dies in dem verlinkten Text der ag-friedensforschung zu lesen ist, geniesst bei mir insgesamt wenig Glaubwürdigkeit.
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#19566
von mbockstette •
| 13.719 Beiträge
RE: Ich war schon immer Outsider
in Politik 01.06.2011 13:43von mbockstette •
| 13.719 Beiträge
Zitat von: RagnarLodbrok
01.06.2011 13:09 #72659
Wieso beklagen Sie nicht wenn im Bezug auf meine Geisteshaltung, Berichte über gefolterte Menschen in Syrien gepostet werden?
Ist so ein Vergleich angebrachter?
Er ist unter anderem deshalb angebracht, weil er A) ganz aktuell ist und B) belegt, dass Sie sich bewusst mit libanesischen Massakern von vorvorgestern beschäftigen, anstatt mit dem Massenmord in Syrien von heute.
Ein Toter Araber ist in Ihren Augen nur dann ein erwähnenswertes Opfer wenn Sie ihn als Märtyrer im Kampf gegen Israel instrumentalisieren können aber die ungezählten Araber aller Couleur die Tag-ein-Tag-aus der immanenten Gewalt in den eigenen Reihen erliegen sind Ihnen keinen Pfifferling wert. Kommt jedoch ein Araber bzw. ein Palästinenser durch einen Israeli ums Leben, dann rufen Sie laut: "Ist ein arabisches Leben weniger wert als das eines Israeli".
In Ländern wie Syrien und dem Libanon aber auch in den besetzten Gebieten wurden und werden in den vergangenen 63 Jahren mehr Araber durch ihre Brüder als durch ihre israelischen Feinde ermordet. Und damit sind wir wieder bei der Geisteshaltung von der Israel umgeben ist angelangt.
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#19567
von mbockstette •
| 13.719 Beiträge
RE: Ich war schon immer Outsider
in Politik 01.06.2011 13:47von mbockstette •
| 13.719 Beiträge
Zitat von: RagnarLodbrok
01.06.2011 13:36 #72661
Was heißt denn SLA, und von wem wurden sie ausgerüstet?
Die Südlibanesische Armee (SLA; frz. Armée du Liban Sud, arabisch â€Ø¬ÙŠØ´ لبنان الجنوبي‎, DMG djaish lubnân al-djanûbî, hebr. â€×¦×‘× ×“×¨×•× ×œ×‘× ×•×Ÿ, צד"ל‎) war eine libanesische Miliz während des libanesischen Bürgerkrieges. Sie kollaborierte mit Israel bei dessen Besetzung des Südlibanon....Als gemeinsamer Gegner von Amal-Miliz und PLO bildeten die SLA und Israel seit 1978 eine Allianz.....Die SLA wurde des Mordes an vielen Zivilisten zwecks Einschüchterung der Bevölkerung sowie gelegentlicher Bombenanschläge außerhalb der Sicherheitszone beschuldigt.
Und gestern schon verlinkt.
Haddads etwa 3.000 Mann starke Miliz, die als Südlibanon-Armee (SLA) bekannt wurde, errichtete in der Grenzregion zu Israel eine Schreckensherrschaft gegen die muslimische Bevölkerung.
Das die Massaker von Sabra und Schatila von der SLA begangen wurde habe ich nicht behauptet.
Israel hat in diesem Krieg offensichtlich jeden unterstützt der Palästineser schlachten wollte.
Die SLA entstand, zunächst als "Free Libanon Army" (FLA), während des libanesischen Bürgerkriegs 1976 als Miliz durch Abspaltung eines von Major Saad Haddad kommandierten Teils der libanesischen Armee in den Städten Marjayoun und Qulayaa. Ihre Gründer waren, neben einzelnen Schiiten und Drusen, vorwiegend Christen. Ihr Kampf richtete sich gegen die schiitische Amal-Miliz und die (ebenfalls bewaffnete, sunnitische) PLO, die zu dieser Zeit den Südlibanon beherrschten.
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#19568
von Maga-neu •
| 36.584 Beiträge
RE: Ich war schon immer Outsider
in Politik 01.06.2011 13:48von Maga-neu •
| 36.584 Beiträge
Zitat von: nahal
01.06.2011 13:06 #72657
Alles richtig aber...................
du setzt wieder rationelle "westliche" Maßstäbe als Handlungsmaxime voraus.
Diese gelten leider nicht, sondern die Maxime ist "dignity", wie man in Ägypten jetzt beobachten kann.
Scheiß auf den "Thymos", Scheiß auf diese Art von "dignity"...
Eine solche "thymotische" Politik hat dazu geführt, dass im Libanon und in Palästina Hunderttausende nach Nord- und Südamerika emigriert sind, oft "the best and the brightest", in den meisten Fällen Christen, die den Herausforderungen der Moderne eher gewachsen waren und die nun in ihren Ländern fehlen.
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Zitat von: mbockstette
01.06.2011 13:43 #72664
Er ist unter anderem deshalb angebracht, weil er A) ganz aktuell ist und B) belegt, dass Sie sich bewusst mit libanesischen Massakern von vorvorgestern beschäftigen, anstatt mit dem Massenmord in Syrien von heute.
Ein Toter Araber ist in Ihren Augen nur dann ein erwähnenswertes Opfer wenn Sie ihn als Märtyrer im Kampf gegen Israel instrumentalisieren können aber die ungezählten Araber aller Couleur die Tag-ein-Tag-aus der immanenten Gewalt in den eigenen Reihen erliegen sind Ihnen keinen Pfifferling wert. Kommt jedoch ein Araber bzw. ein Palästinenser durch einen Israeli ums Leben, dann rufen Sie laut: "Ist ein arabisches Leben weniger wert als das eines Israeli".
In Ländern wie Syrien und dem Libanon aber auch in den besetzten Gebieten wurden und werden in den vergangenen 63 Jahren mehr Araber durch ihre Brüder als durch ihre israelischen Feinde ermordet. Und damit sind wir wieder bei der Geisteshaltung von der Israel umgeben ist angelangt.
Der Unterschied zu den Opfern israelischer Gewalttaten ist der, dass niemand hier im Forum die Opfer der syrischen Gewalttaten als hinnehmbar und akzetabel ansieht.
Niemand spricht davon, dass die syrische Schergen zivile Ziele angreifen mussten, da sich Aufständische darin versteckten.
Niemand spricht davon dass getötete Kinder in Syrien als Koleteralschaden hinnehmbar sind.
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Zitat von: RagnarLodbrok
01.06.2011 13:09 #72659
Wieso beklagen Sie nicht wenn im Bezug auf meine Geisteshaltung, Berichte über gefolterte Menschen in Syrien gepostet werden?
Ist so ein Vergleich angebrachter?
Ganz einfach, es gibt Foristen hier, die ohne wenn und aber andere Foristen beleidigenn und persönlich angehen dürfen. Da muss der Einzelne nur die"richtige" politische Sicht haben.
FrieFie, nehme ich hier allerdings aus, die wählt ihre Worte immer sehr sorgfältig.
Andere selbstverliebte Iranhasser baden sich selbstverliebt in ihren eigenen Unverschämtheiten und glauben, das wäre grosse politische Weisheit!
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#19571
von sayada.b. •
| 9.140 Beiträge
RE: Ich war schon immer Outsider
in Politik 01.06.2011 13:56von sayada.b. •
| 9.140 Beiträge
Zitat von: Lea S.
01.06.2011 13:49 #72668
Ganz einfach, es gibt Foristen hier, die ohne wenn und aber andere Foristen beleidigenn und persönlich angehen dürfen. Da muss der Einzelne nur die"richtige" politische Sicht haben.
FrieFie, nehme ich hier allerdings aus, die wählt ihre Worte immer sehr sorgfältig.
Andere selbstverliebte Iranhasser baden sich selbstverliebt in ihren eigenen Unverschämtheiten und glauben, das wäre grosse politische Weisheit!
Im Punkte "FrieFie" völlige Zustimmung! :-)
Aber Lea, ich habe hier gerade die letzten beiden Tage nachgelesen und konnte nicht feststellen, daß es persönliche Beleidigungen hagelte. Habe ich die übersehen oder bin ich schon so "abgehärtet" ???
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Zitat von: sayada.b.
01.06.2011 13:56 #72669
Im Punkte "FrieFie" völlige Zustimmung! :-)
Aber Lea, ich habe hier gerade die letzten beiden Tage nachgelesen und konnte nicht feststellen, daß es persönliche Beleidigungen hagelte. Habe ich die übersehen oder bin ich schon so "abgehärtet" ???
Das Zweite wird wohl hinkommen.
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#19574
von mbockstette •
| 13.719 Beiträge
RE: Ich war schon immer Outsider
in Politik 01.06.2011 14:04von mbockstette •
| 13.719 Beiträge
Zitat von: RagnarLodbrok
01.06.2011 13:48 #72667
Der Unterschied zu den Opfern israelischer Gewalttaten ist der, dass niemand hier im Forum die Opfer der syrischen Gewalttaten als hinnehmbar und akzetabel ansieht.
Niemand spricht davon, dass die syrische Schergen zivile Ziele angreifen mussten, da sich Aufständische darin versteckten.
Niemand spricht davon dass getötete Kinder in Syrien als Koleteralschaden hinnehmbar sind.
Der Unterschied ist, dass überhaupt so gut wie Keiner von den Opfern des Assad-Regimes spricht, weder hier noch in dem betreffenden Forum, auch Sie nicht, ganz im Gegensatz zu mir.
Sich und ihre Waffen in zivilen Zielen zu verstecken ist eine Spezialität der Hamas und der Hisbollah. Vorzugsweise in Moscheen und Krankenhäusern.
In Syrien herrscht ja auch kein Krieg, deshalb kann auch niemand von Kollateralschaden sprechen.
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zuletzt bearbeitet 01.06.2011 14:19 |
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