#19526

RE: Ich war schon immer Outsider

in Politik 01.06.2011 00:31
von mbockstette | 13.719 Beiträge

RagnarLodbrok: Bockstette, ich habe mich in der Jahreszahl des Beginns des Bürgerkrieges geirrt, nicht in der welche Rolle Israel gespielt hat ......

MBO: Sie haben sich nicht in der Jahreszahl geirrt, sondern Israel die Schuld am libanesischen Bürgerkrieg in die Schuhe geschoben:

RagnarLodbrok: Dann hat Israel christliche Milizen geschützt und ausgerüstet, die Massaker an Zivilisten verübten, was zu einem Bürgerkrieg führte.

MBO: Das ist eine Tatsachenbehauptung und keine falsche Jahreszahl.

Was Sie zum Ausdruck bringen wollten ist, dass die christlichen Milizen ohne den Schutz und die Ausrüstung durch Israel keine Massaker an Zivilisten hätten verüben können und somit auch der libanesische Bürgerkrieg vermeidbar gewesen wäre.



zuletzt bearbeitet 01.06.2011 00:39 | nach oben springen

#19527

RE: Ich war schon immer Outsider

in Politik 01.06.2011 07:53
von nahal | 25.249 Beiträge


Zitat von: GeorgeF
31.05.2011 23:46 #72588

Nee Ragnar, das kann mich nicht erschüttern, denn es ist ein gewaltiger Unterschied, sich in einer Jahreszahl zu irren, oder Ursachen und Verantwortlichkeiten falsch zu interpretieren.


"Falsch zu interpretieren" ?

Du bist ein Beschöniger.


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#19528

RE: Ich war schon immer Outsider

in Politik 01.06.2011 07:55
von tbn | 4.131 Beiträge


Zitat von: mbockstette
01.06.2011 00:31 #72600


Was Sie zum Ausdruck bringen wollten ist, dass die christlichen Milizen ohne den Schutz und die Ausrüstung durch Israel keine Massaker an Zivilisten hätten verüben können und somit auch der libanesische Bürgerkrieg vermeidbar gewesen wäre.






Israel begann spätestens 1977, sich im Libanon durch Unterstützung christlicher Parteien und Milizen massiv einzumischen. Im Südlibanon rüsteten die Israelis die Truppen von Saad Haddad, eines ehemaligen Majors der libanesischen Armee, aus, die de facto unter israelischem Oberkommando standen. Haddads etwa 3.000 Mann starke Miliz, die als Südlibanon-Armee (SLA) bekannt wurde, errichtete in der Grenzregion zu Israel eine Schreckensherrschaft gegen die muslimische Bevölkerung.

Mitte März 1978 nahm Israel eine palästinensische Kommandoaktion in der Nähe Haifas zum Anlaß, mit 25.000 Soldaten in den Südlibanon einzufallen und bis an den Fluß Litani vorzurücken. Bei der sogenannten Operation Litani gab es Tausende Tote und Verletzte, überwiegend unter der Zivilbevölkerung.

Der UNO-Sicherheitsrat forderte Israel am 19. März 1978 zum Abzug aller Truppen aus dem Libanon auf. Im Juni zog die israelische Armee sich zurück, übergab das besetzte Gebiet aber der SLA, die es in enger Kooperation mit den Israelis bis zu ihrer militärischen Zerschlagung Ende der 90er Jahre besetzt hielt.

Israels Gefolgsmann Haddad war jedoch in der libanesischen Politik nur ein relativ unbedeutender Außenseiter mit einem sehr begrenzten Einflußbereich. In erster Linie setzte Israel damals auf einen der großen christlichen Clans, die Gemayels und ihre »falangistische« Miliz. Mit Unterstützung und Ermunterung Israels zerschlugen die Truppen der Gemayels in den Jahren 1978–80 die Milizen der beiden wichtigsten anderen christlichen Clans, der Schamuns und der Franjiehs. Israel schreckte durch einen Aufmarsch an der Grenze und den Einsatz seiner Luftwaffe über libanesischem Gebiet die Syrer davon ab, in die Kämpfe einzugreifen. Die Gemayels gewannen auf diese Weise eine dominierende Stellung im christlichen Teil Beiruts und des Libanon.

Im Laufe des Jahres 1981 spitzte sich die Situation im Libanon zu. Auf vereinzelte palästinensische Kommandoaktionen reagierte Israel mit Artilleriefeuer, Luftangriffen und Beschuß von der Seeseite gegen angebliche »PLO-Stützpunkte«, bei denen es sich in der Realität zumeist um Flüchtlingslager handelte. In der Regel hatten die Ziele der israelischen »Vergeltungsaktionen« mit den vorausgegangenen Anschlägen nicht das Geringste zu tun. Oft erfolgten die israelischen Flächenangriffe auch »vorbeugend«, ohne konkreten Anlaß. Tatsächlich ging es darum, die PLO ganz aus dem Südlibanon zu vertreiben.

http://www.ag-friedensforschung.de/regio...n/ursachen.html


Nach Schätzungen des Internationalen Roten Kreuzes starben aufgrund der israelischen Aggression fast 18.000 Libanesen; mehr als 30.000 erlitten Verletzungen.



zuletzt bearbeitet 01.06.2011 07:58 | nach oben springen

#19529

RE: Ich war schon immer Outsider

in Politik 01.06.2011 07:59
von Landegaard | 21.313 Beiträge


Zitat von: RagnarLodbrok
31.05.2011 13:27 #72514

Zwischen dem was ich als Ideallösung ansehe (Zweistaatenlösung)
und dem was seit 60 Jahren Realität ist (wachsende Landnahme)
liegen nach meiner Auffassung unüberwindbare Hindernisse.
Selbst wenn es zu einer zweistaatenlösung kommen würde, wäre der Staat der Palästinenser chancenlos gegen Israels politische, wirtschaftlich und militärische Ambitionen.


Ich denke, Deine Argumentation hat den Fehler, dass bei einer implementierten Zweistaatenlösung (wie auch bei einer Einstaatenlösung) ein Friedensschluss zwischen Palästinensern vorausgehen muss. Vor diesem Hintergrund verlieren m.E. auch Deine Einwände an Gewicht. Natürlich wird ein Palästina wirtschaftlich und politisch mit Israel nicht vergleichbar sein. Dafür ist Israel zu mächtig und wirtschaftlich auch zu stark. Doch wo liegt darin das Problem?
Überall gibt es Länder, die wirtschaftlich ihre Nachbarn deutlich überflügeln. Das sind schlicht Umstände, mit denen diese Länder umzugehen haben. Woher soll eine pälestinensische Wirtschaftsleistung vom Start her auch kommen? Die Staatsgründung schafft ja erst die Chancen, langsam zu wachsen, sich eine Infrastruktur zu schaffen und auch, insbesondere im Handel mit Israel zu wachsen. Das wird ein langer Weg werden, zu dem es keine Abkürzung gibt.
Und was das Militär betrifft, so weiß ich nicht, wo dabei das Problem ist. Palästina kann sich Militär anschaffen, wie es will. Unterlegen gegenüber Israel wird es immer sein, da bräuchte es schon Atomwaffen. Aber warum? Man wird Israel schon zugestehen müssen, nicht das Risiko eingehen zu müssen, bei einer schmerzhaften Landrückgabe nicht gleich auch noch jemanden damit ein Aufmarschgebiet zur Verfügung gestellt zu haben.
Israel hat noch nie Anlass zur Sorge gegeben, geschlossene Friedensverträge nicht zu achten. So wie die Israelis den Palästinensern werden ein Stück weit vertrauen müssen, so müssen das auch die Palästinenser. Wenn die mal ein paar Jahre bewiesen haben, ihre Fanatiker im Griff zu haben und Israel gezeigt haben, dass sie tatsächlich friedenstauglich sind, lässt sich der Aufbau eines Militärs sicherlich neu bewerten, aber zu Beginn? Warum?



Zitat von: RagnarLodbrok
31.05.2011 13:27 #72514

Israel kennt die Positionen der Palästinser und ist gut darauf vorbereitet.
Zweistaatenlösung ja aber dann folgt, eine Fülle von unerfüllbaren Bedingungen und selbst wenn die letzlich im Idealfall einen eigenen Staat zur Folge hätte, dann wäre es ein von Israels goodwill abhängiger, der weder militärisch noch wirtschaftlich je auf eigenen Beinen stehen könnte.
Wie einem Esel dem die unerreichbare Karotte vor die Nase gehalten wird, wird den Palästinser die Zweistaatenlösung vor die Nase gehalten.


Das Grundproblem, das Du ansprichst ist, dass Israel sicherlich weniger zu gewinnen hat, als Palästina und es nicht wenige in Israel gibt, die gerne die Westbank israelisch machen würden und die Palästinenser nach Jordanien vertreiben möchten. Das ist aber eigentlich unerheblich, weil diejenigen weder eine Einstaaten, noch eine Zweistaatenlösung befürworten werden. Ob diese sich jedoch letztlich durchsetzen, ist für die Frage einer Ein- oder Zweistaatenlösung letztlich unerheblich

Jeder Israeli allerdings hat, wie die Palästinenser auch, das Recht in einem eigenen Staat mit eigener Identität zu leben. Und gerade die israelische Identität sehe ich bei einer Einstaatenlösung gefährdet, rein aus demographischen Gesichtspunkten. Insofern kann ich mir eine Einstaatenlösung nicht vorstellen.



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#19530

RE: Ich war schon immer Outsider

in Politik 01.06.2011 08:00
von Landegaard | 21.313 Beiträge


Zitat von: Maga-neu
31.05.2011 13:54 #72518
Vielleicht habe ich mich missverständlich ausgedrückt. Es besteht aus meiner Sicht kein Zusammenhang zwischen den Siedlungen und der Existenzverteidigung Israels. (Auch nicht im Hinblick auf "Wehrdörfer".)

Ich wäre für Verhandlungen zwischen Israel und der Fatah/Hamas-Regierung ohne Vorbedingungen: Das bedeutet weder vorheriges Akzeptieren der Existenz bestimmter Staaten noch des Rückkehrrechts von Flüchtlingen und deren Nachkommen in bestimmte Staaten. Alles muss auf's Verhandlungstableau.

Zur Einstaatenlösung: Ich bin skeptisch, und als jüdischer Israeli würde ich dem niemals zustimmen und niemals mit vier oder fünf Millionen Palästinensern in einem gemeinsamen Staat zusammenleben wollen. Ich denke, die jüdische Seite würde dabei nur verlieren. Ein palästinensischer Staat wäre alle Beteiligten die bessere Lösung. Nur in welchen Grenzen? Eigentlich in den Grenzen von 1967.


Sorry, dann hab ich Dich tatsächlich missverstanden. Ansonsten sind wir hier einer Meinung.



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#19531

RE: Ich war schon immer Outsider

in Politik 01.06.2011 09:22
von Maga-neu | 36.584 Beiträge


Zitat von: RagnarLodbrok
01.06.2011 00:17 #72597

Sollten die Palästinser selbst keine Armee wollen, wäre das erwünschenswert aber es wird nicht passieren.


Dann lass es mich deutlich aussprechen: Sollte ein Staat Palästina es für nötig halten, seine Ressourcen in die Rüstung zu stecken, hoffe ich, dass Amerikaner und Europäer diesen Staat finanziell nicht unterstützen. Wir haben genug failed states, die falsche Prioritäten gesetzt haben.

Und sollte Gaza noch einmal in Schutt und Asche versinken, hoffe ich ebenfalls, dass kein Dollar oder Euro nach Gaza in den Wiederaufbau fließt. Erstens haben auch Amerikaner und Europäer keine Goldesel, zweitens könnte man es als erzieherische Maßnahme zur Selbstverantwortlichkeit ansehen...



zuletzt bearbeitet 01.06.2011 09:24 | nach oben springen

#19532

RE: Ich war schon immer Outsider

in Politik 01.06.2011 09:32
von nahal | 25.249 Beiträge


Zitat von: FrieFie
31.05.2011 23:27 #72584


"Was 1982 anbelangt, war die libanesische Armee kein Gegner, mehr ein stiller Verbündeter.
Das kann ich sogar aus eigener Anschauung sagen."
Das ist nun durch mehrere Quellen bestätigt worden.
.....

Nahal ist ein Kaliber für sich. Ich würde einem Menschen, der so unmittelbat beteiligt ist aber immer seine Sicht der Dinge belassen, ob ich sie teile oder nicht.





Erstens, bin ich froh, liebe FrieFie, dass ich nicht der war, der Ihre Verwechslung angemahnt hat, auch wenn die Finger gejuckt haben. :-). Andere haben das übernommen.

Was die eigene Anschuung anbelangt:
Als junger Offizier war ich im Stab von Raful. Ich hatte mit den Kämpfen nichts zu tun, sondern war mit den Kontakten zu den versicheidenen Millizen im Süden beschäftigt.
Was heute nicht bekannt ist, war die Schiitische Amal-Miliz ein Verbündeter.
Der Gründer der Amal, Musa As-Sadr, wurde 1978 im Auftrag von..........Gaddafi ermordert worden.
Die PLO war für ALLE libanesischen Fraktionen der Gegner.
Der Fehler Israels war, nicht zu kappieren, dass, wenn die PLO aus dem Libanon vertrieben würde, die libanesischen Fraktionen sich an die Gurgel gehen würden.
Jumblat (Druzen) hasste den Berri (Amal), beide hassten Gemayel (die Christen).

1982 sind die isrelischen Truppen mit Blumen empfangen worden, egal was einer wie RL hier verzapft. Die libanesische Armee hat keinen einzigen Schuß abgefeuert, im Gegenteil.
Die Bevölkerung, vor allem im Süden (Sidon, Tyros, Marjayoun) hat die Israelis mit Blumen empfangen. In Beirut wurden auch die einfachen Soldaten in Restaurants eingeladen.
Abends auf der Corniche flanierten die Menschen stolz Arm in Arm mit IDF-Soldaten.

Fehler?
Riesige Fehleinschätzung:
Man hat nicht begriffen, weil man sich das auch nicht vortsellen konnte, wie groß der Hass jeder ethnischen und religiösen Fraktion gegen alle anderen war.
Ein Fehler, aus dem man nichts gelernt hat (siehe Bush 2003 in Irak).
Das sind Kräfte, die keiner "westlichen" Rationalität zugänglich sind.
Im Gegensatz zu "uns", war diese Mentalität dem alten Assad bekannt. Durch die Ermordung von Bashir Gemayel hat er diesen Hass zum Ausbruch gebracht.


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#19533

RE: Ich war schon immer Outsider

in Politik 01.06.2011 09:41
von nahal | 25.249 Beiträge


Zitat von: Maga-neu
01.06.2011 09:22 #72605


Dann lass es mich deutlich aussprechen: Sollte ein Staat Palästina es für nötig halten, seine Ressourcen in die Rüstung zu stecken, hoffe ich, dass Amerikaner und Europäer diesen Staat finanziell nicht unterstützen. Wir haben genug failed states, die falsche Prioritäten gesetzt haben.




Neben der "Moral" gibt es handfeste Überlegungen. Landegaard hat das anschaulich dargelegt:
Egal was der neue Staat Palästina möchte, es kann keine Armee aufbauen, die einen ernsten militärischen gegener Israels sein kann.
Es bleibt dann die einfache Frage:
Warum denn?

Es kann nur so verstanden werden, dass weiter die Taktik des "asymetrischen Krieges" verfolgt werden soll.


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#19534

RE: Ich war schon immer Outsider

in Politik 01.06.2011 09:43
von mbockstette | 13.719 Beiträge

Zitat von: mbockstette
01.06.2011 00:31 #72600

Was Sie zum Ausdruck bringen wollten ist, dass die christlichen Milizen ohne den Schutz und die Ausrüstung durch Israel keine Massaker an Zivilisten hätten verüben können und somit auch der libanesische Bürgerkrieg vermeidbar gewesen wäre.


Zitat von: RagnarLodbrok
01.06.2011 07:55 #72602


Israel begann spätestens 1977, sich im Libanon durch Unterstützung christlicher Parteien und Milizen massiv einzumischen. Im Südlibanon rüsteten die Israelis die Truppen von Saad Haddad, eines ehemaligen Majors der libanesischen Armee, aus, die de facto unter israelischem Oberkommando standen. Haddads etwa 3.000 Mann starke Miliz, die als Südlibanon-Armee (SLA) bekannt wurde, errichtete in der Grenzregion zu Israel eine Schreckensherrschaft gegen die muslimische Bevölkerung.

Mitte März 1978 nahm Israel eine palästinensische Kommandoaktion in der Nähe Haifas zum Anlaß, mit 25.000 Soldaten in den Südlibanon einzufallen und bis an den Fluß Litani vorzurücken. Bei der sogenannten Operation Litani gab es Tausende Tote und Verletzte, überwiegend unter der Zivilbevölkerung.

Der UNO-Sicherheitsrat forderte Israel am 19. März 1978 zum Abzug aller Truppen aus dem Libanon auf. Im Juni zog die israelische Armee sich zurück, übergab das besetzte Gebiet aber der SLA, die es in enger Kooperation mit den Israelis bis zu ihrer militärischen Zerschlagung Ende der 90er Jahre besetzt hielt.

Israels Gefolgsmann Haddad war jedoch in der libanesischen Politik nur ein relativ unbedeutender Außenseiter mit einem sehr begrenzten Einflußbereich. In erster Linie setzte Israel damals auf einen der großen christlichen Clans, die Gemayels und ihre »falangistische« Miliz. Mit Unterstützung und Ermunterung Israels zerschlugen die Truppen der Gemayels in den Jahren 1978–80 die Milizen der beiden wichtigsten anderen christlichen Clans, der Schamuns und der Franjiehs. Israel schreckte durch einen Aufmarsch an der Grenze und den Einsatz seiner Luftwaffe über libanesischem Gebiet die Syrer davon ab, in die Kämpfe einzugreifen. Die Gemayels gewannen auf diese Weise eine dominierende Stellung im christlichen Teil Beiruts und des Libanon.

Im Laufe des Jahres 1981 spitzte sich die Situation im Libanon zu. Auf vereinzelte palästinensische Kommandoaktionen reagierte Israel mit Artilleriefeuer, Luftangriffen und Beschuß von der Seeseite gegen angebliche »PLO-Stützpunkte«, bei denen es sich in der Realität zumeist um Flüchtlingslager handelte. In der Regel hatten die Ziele der israelischen »Vergeltungsaktionen« mit den vorausgegangenen Anschlägen nicht das Geringste zu tun. Oft erfolgten die israelischen Flächenangriffe auch »vorbeugend«, ohne konkreten Anlaß. Tatsächlich ging es darum, die PLO ganz aus dem Südlibanon zu vertreiben.

http://www.ag-friedensforschung.de/regio...n/ursachen.html

Nach Schätzungen des Internationalen Roten Kreuzes starben aufgrund der israelischen Aggression fast 18.000 Libanesen; mehr als 30.000 erlitten Verletzungen.


Das sind viele Worte aber kein einziger Satz oder Argument, das meinen Vorwurf an Sie auch nur ansatzweise entkräftet.


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#19535

RE: Ich war schon immer Outsider

in Politik 01.06.2011 09:48
von Maga-neu | 36.584 Beiträge


Zitat von: nahal
01.06.2011 09:41 #72607


Neben der "Moral" gibt es handfeste Überlegungen. Landegaard hat das anschaulich dargelegt:
Egal was der neue Staat Palästina möchte, es kann keine Armee aufbauen, die einen ernsten militärischen gegener Israels sein kann.
Das hatte ich ja auch schon geschrieben. Ich sehe es aber nicht als moralische, sondern als ganz pragmatische Frage. Man kann das Geld nur einmal ausgeben: Entweder für Panzer und Flugzeuge oder für bessere Schulen, Krankenhäuser und eine bessere Verwaltung.



zuletzt bearbeitet 01.06.2011 09:49 | nach oben springen

#19536

RE: Ich war schon immer Outsider

in Politik 01.06.2011 09:50
von tbn | 4.131 Beiträge


Zitat von: nahal
01.06.2011 09:32 #72606

1982 sind die isrelischen Truppen mit Blumen empfangen worden, egal was einer wie RL hier verzapft. Die libanesische Armee hat keinen einzigen Schuß abgefeuert, im Gegenteil.
Die Bevölkerung, vor allem im Süden (Sidon, Tyros, Marjayoun) hat die Israelis mit Blumen empfangen. In Beirut wurden auch die einfachen Soldaten in Restaurants eingeladen.
Abends auf der Corniche flanierten die Menschen stolz Arm in Arm mit IDF-Soldaten.


:)

Sie sind wirklich ein Idiot.

http://www.bundesarchiv.de/oeffentlichke...ndex-18.html.de


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#19537

RE: Ich war schon immer Outsider

in Politik 01.06.2011 09:51
von nahal | 25.249 Beiträge


Zitat von: RagnarLodbrok
01.06.2011 09:50 #72610


:)

Sie sind wirklich ein Idiot.

http://www.bundesarchiv.de/oeffentlichke...ndex-18.html.de






Aus Ihrem Munde...eine Auszeichnung.



zuletzt bearbeitet 01.06.2011 09:52 | nach oben springen

#19538

RE: Ich war schon immer Outsider

in Politik 01.06.2011 09:53
von nahal | 25.249 Beiträge


Zitat von: Maga-neu
01.06.2011 09:48 #72609
Das hatte ich ja auch schon geschrieben. Ich sehe es aber nicht als moralische, sondern als ganz pragmatische Frage. Man kann das Geld nur einmal ausgeben: Entweder für Panzer und Flugzeuge oder für bessere Schulen, Krankenhäuser und eine bessere Verwaltung.


Gestehe mir, bitte, das wenigstens als Moral mit Anführungszeichen zu bezeicnnen. :-)


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#19539

RE: Ich war schon immer Outsider

in Politik 01.06.2011 09:56
von Leto_II. | 28.478 Beiträge


Zitat von: RagnarLodbrok
31.05.2011 20:09 #72544


Sie meinen die durch Sharon abgesicherten

http://de.wikipedia.org/wiki/Massaker_von_Sabra_und_Schatila

Ich sehe darin kein Grund für den Libanon dankbar zu sein.




Bürgerkriege sind kompliziert, gell? Die "Südlibanesische Armee" war nicht die "libanesische" Armee".


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#19540

RE: Ich war schon immer Outsider

in Politik 01.06.2011 09:57
von tbn | 4.131 Beiträge


Zitat von: nahal
01.06.2011 09:51 #72611

Aus Ihrem Munde...eine Auszeichnung.

Mitte März 1978 nahm Israel eine palästinensische Kommandoaktion in der Nähe Haifas zum Anlaß, mit 25.000 Soldaten in den Südlibanon einzufallen und bis an den Fluß Litani vorzurücken. Bei der sogenannten Operation Litani gab es Tausende Tote und Verletzte, überwiegend unter der Zivilbevölkerung.

Wieso haben Ihre Kollegen die "angeblich Blumen bestückte" Zivilbevölkerung niedergeschossen?


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#19541

RE: Ich war schon immer Outsider

in Politik 01.06.2011 09:58
von tbn | 4.131 Beiträge


Zitat von: Leto_II.
01.06.2011 09:56 #72613


Bürgerkriege sind kompliziert, gell? Die "Südlibanesische Armee" war nicht die "libanesische" Armee".


Aber die, die der stille Verbündete war. Und die, die als Handlanger Israels fungierte


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#19542

RE: Ich war schon immer Outsider

in Politik 01.06.2011 10:00
von Leto_II. | 28.478 Beiträge


Zitat von: RagnarLodbrok
31.05.2011 20:16 #72546


Ich kenne Nahals Beiträge nicht erst seit gestern.
Mitgefühl für Libanesen war bisher nie zu erkennen.
War es Herrengetue, wie die Wehrmacht mit Hilfe vieler Franzosen in Frankreich spalier standen als Franzosen andere Franzosen deportierten und erschossen?
Und ist es Herrengetue wenn ein Beteiligter es heute so darzustellen versucht, als wären die Deutschen die stillen Verbündeten gewesen?


Hatte Frankreich das 3. Reich angegriffen?


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#19543

RE: Ich war schon immer Outsider

in Politik 01.06.2011 10:04
von tbn | 4.131 Beiträge


Zitat von: Leto_II.
01.06.2011 10:00 #72616


Hatte Frankreich das 3. Reich angegriffen?


Hat der Libanon Israel angegriffen?


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#19544

RE: Ich war schon immer Outsider

in Politik 01.06.2011 10:13
von nahal | 25.249 Beiträge


Zitat von: Leto_II.
01.06.2011 10:00 #72616


Hatte Frankreich das 3. Reich angegriffen?



Leto_II,

Man sollte die Ausführungen dieses Kretins nich auf die leichte Schulter nehmen. Er zeigt, exemplarisch, eine sehr gefährliche allgemeine Geisteshaltung:

man versucht, stettig, das Recht Israels auf Selbstverteidigung die Legitimation zu entziehen.
Das gilt immer, man mutet Israel zu, 8000 Kassams zu erdulden, man muttet Israel zu, nicht zu reagieren, wenn 8 israelische Soldaten an der Libanon-Grenze ermordert werden und zwei entführt werden.
Hier, 1978, nennt der Kretin das als "Aktion":

"Am 11. März 1978 drangen elf Fatah-Mitglieder vom Libanon in Israel ein und töteten einen US-amerikanischen Touristen am Strand. Sie überfielen dann einen Bus auf der Küstenstraße nahe Haifa und auf dem Weg nach Tel Aviv enterten sie noch einen zweiten. Nach einer langen Verfolgung und einem Schusswechsel wurden 37 Israelis getötet und 76 verwundet. Dieses war der Casus belli für die israelische Invasion drei Tage später.(Küstenstraßen-Anschlag)"


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#19545

RE: Ich war schon immer Outsider

in Politik 01.06.2011 10:15
von mbockstette | 13.719 Beiträge


Zitat von: RagnarLodbrok
01.06.2011 09:50 #72610


:)

Sie sind wirklich ein Idiot.

http://www.bundesarchiv.de/oeffentlichke...ndex-18.html.de


Wieder mal so ein Griff ins Klo von Ihnen. Der Film zeigt Volksdeutsche in Polen, welche den Einmarsch der deutsche Wehrmacht begrüßten.

Im Libanon waren es aber keine jüdischen Israelis sondern arabische Libanesen welche israelische Truppen willkommen hießen. Ein Unterschied wie Tag und Nacht. Wie kann man nur so bekloppt sein, das Eine mit dem Anderen gleich stellen zu wollen?


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#19546

RE: Ich war schon immer Outsider

in Politik 01.06.2011 10:35
von Leto_II. | 28.478 Beiträge


Zitat von: RagnarLodbrok
01.06.2011 10:04 #72617


Hat der Libanon Israel angegriffen?






Seit dem Unabhängigkeitskrieg sind beide Länder im Kriegszustand, also ja.


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#19547

RE: Ich war schon immer Outsider

in Politik 01.06.2011 10:41
von Leto_II. | 28.478 Beiträge


Zitat von: nahal
01.06.2011 10:13 #72619



Leto_II,

Man sollte die Ausführungen dieses Kretins nich auf die leichte Schulter nehmen. Er zeigt, exemplarisch, eine sehr gefährliche allgemeine Geisteshaltung:

man versucht, stettig, das Recht Israels auf Selbstverteidigung die Legitimation zu entziehen.
Das gilt immer, man mutet Israel zu, 8000 Kassams zu erdulden, man muttet Israel zu, nicht zu reagieren, wenn 8 israelische Soldaten an der Libanon-Grenze ermordert werden und zwei entführt werden.
Hier, 1978, nennt der Kretin das als "Aktion":

"Am 11. März 1978 drangen elf Fatah-Mitglieder vom Libanon in Israel ein und töteten einen US-amerikanischen Touristen am Strand. Sie überfielen dann einen Bus auf der Küstenstraße nahe Haifa und auf dem Weg nach Tel Aviv enterten sie noch einen zweiten. Nach einer langen Verfolgung und einem Schusswechsel wurden 37 Israelis getötet und 76 verwundet. Dieses war der Casus belli für die israelische Invasion drei Tage später.(Küstenstraßen-Anschlag)"



Die Leute haben ein kurzes Gedächtnis, deshalb heisst das Dosenpfand ja auch Trittin-Steuer. Den Töpfer hat man glatt vergessen und lernt ihn gerade erst kennen. :)


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#19548

RE: Ich war schon immer Outsider

in Politik 01.06.2011 10:43
von Leto_II. | 28.478 Beiträge


Zitat von: mbockstette
01.06.2011 10:15 #72620


Wieder mal so ein Griff ins Klo von Ihnen. Der Film zeigt Volksdeutsche in Polen, welche den Einmarsch der deutsche Wehrmacht begrüßten.

Im Libanon waren es aber keine jüdischen Israelis sondern arabische Libanesen welche israelische Truppen willkommen hießen. Ein Unterschied wie Tag und Nacht. Wie kann man nur so bekloppt sein, das Eine mit dem Anderen gleich stellen zu wollen?










Das ist halt noch länger her.


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#19549

RE: Ich war schon immer Outsider

in Politik 01.06.2011 10:54
von tbn | 4.131 Beiträge


Zitat von: nahal
01.06.2011 10:13 #72619



Leto_II,

Man sollte die Ausführungen dieses Kretins nich auf die leichte Schulter nehmen. Er zeigt, exemplarisch, eine sehr gefährliche allgemeine Geisteshaltung:

man versucht, stettig, das Recht Israels auf Selbstverteidigung die Legitimation zu entziehen.
Das gilt immer, man mutet Israel zu, 8000 Kassams zu erdulden, man muttet Israel zu, nicht zu reagieren, wenn 8 israelische Soldaten an der Libanon-Grenze ermordert werden und zwei entführt werden.
Hier, 1978, nennt der Kretin das als "Aktion":





1. Spreche ich Israel nicht das Recht ab sich zu verteidigen. ich kritisiere Ihre Darstellung die suggeerieren soll, dass die Libanesen sich wünschten von Israel und den von Israel unterstützten Mörderbanden abgeschlachtet zu werden.
Krieg beinhaltet immer Verbrechen auch wenn er manchmal unausweichlich scheint. Dies aber im Nachhinein zynisch als gewollt zu präsentieren, ist eine Geisteshaltung die sehr gefährlich ist.
Sie sind ein gutes Beispiel dafür, ich darf Sie an Ihre zynische Beiträge zum Tod an den Zivilisten im Gaza und Libanon 2006 erinnern. Sie sind es der Terroranschläge befürwortet und Sie sind es weiterhin der gezielte Morde als legitim ansieht.
Erklären Sie mir nicht welche Geisteshaltung gefährlicher ist.


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#19550

RE: Ich war schon immer Outsider

in Politik 01.06.2011 12:06
von mbockstette | 13.719 Beiträge


Zitat von: RagnarLodbrok
01.06.2011 10:54 #72629


Erklären Sie mir nicht welche Geisteshaltung gefährlicher ist.


Das ist DIE gefährliche Geisteshaltung von der Israel unmittelbar umgeben ist:

31.05.2011 - Es zeigt den aufgeblähten Leib des 13-jährigen Jungen mit Schuss-, Stich- und Brandverletzungen. Kniescheiben und Kiefer sind zerschmettert, die Genitalien abgeschnitten.

http://www.sueddeutsche.de/politik/prote...estie-1.1103978


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