RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?
in Politik 25.03.2011 20:00von tbn •
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Zitat von: GeorgeF
25.03.2011 17:13 #64277
Auch dieser Bericht von Betselem bezieht sich auf Quellen aus den Jahren 2006 - 2008.
Das wird eben dann zu einer Propagandalüge, wenn derart unseriös mit Zahlen herumgespielt wird.
George, im Prinzip haben Sie ja Recht. Die Lage hat sich für die Palästinser im Westjordanland in den letzten Jahren verbessert.
Die Wasserverteilung ist dennoch nicht gerecht geregelt. Aber das sehen Sie ja auch.
Dennoch schrieb die Zeit am 31.03.2010 - also vor gerade einem Jahr.
In den Palästinensergebieten herrscht chronischer Wassermangel.
Jeder Palästinenser muss im Durchschnitt mit einem Viertel dessen auskommen, was der Nachbar in Israel oder in den Siedlungen konsumiert.
Das bezeugt zumindest, dass es Unstimmigkeiten zu Ihrer Darstellung gibt.
Der Begriff Propaganda, scheint mir da und erst Recht in Verbindung mit der IDF als unabhängige Quelle, übers Ziel hinausgeschossen.
Und selbst wenn sich die Zustände vehement verbessert haben ist dies auch ein Zeichen dafür wie schlecht sie waren, wenn immer noch keine Gerechtigkeit besteht.
RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?
in Politik 25.03.2011 20:14von Landegaard •
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Zitat von: GeorgeF
25.03.2011 17:48 #64292
Also gut und noch einmal (seufz). Ich habe seinerzeit laut und deutlich die ungerechte Verteilung des Wassers beklagt, kritisiert - was immer Du willst.
Dann auch nochmal: Seufz. Die Wasserverteilung ist nach wie vor ungerecht und nur weil sich die Bedienung an fremden Ressourcen mit den Jahren im Grad der Unverschämtheit abgeschwächt hat, besteht keine Veranlassung, Sektkorken knallen zu lassen. Der Duktus Deiner Aussage, die ich widerlegte war die, dass Gemeinsamkeit beiden hilft. Wir reden hier vom Staatsgebiet eines Palästinas, in der bei der Wasserversorgung mit der Maßgabe verfahren wird, wie Du es bereits mit den Siedlungen erwähnt hast. Oh sorry, können wir gerade nicht rückgängig machen und das mit dem Wasser, naja, es wird ja besser.
Es besteht keine Veranlassung, die Klagen einzuschränken, weil IST, was nicht sein darf. Kritik daran als antijüdische Propaganda zu deklarieren ist unterste Schublade und da ist mir relativ gleich, was Du mal kritisiert hast.
Zitat von: GeorgeF
25.03.2011 17:48 #64292
Seit etwas mehr als 3 Jahren haben PA und Israel begonnen, das Problem in gemeinsamer Arbeit zu lösen, mit gemeinsamen Institutionen, und es sind deutliche Erfolge im Sinne einer gerechteren Verteilung zu verzeichnen.
Den Wert dieser Aussage bezüglich Gerechtigkeit hatte ich gestern bereits behandelt.
Zitat von: GeorgeF
25.03.2011 17:48 #64292
Es kann aus technischen Gründen keine schnelle Lösung geben, auch deshalb nicht, weil bis dahin überhaupt keine palästinensische Institution gab, die die Wasserversorgung in den Westbanks auch nur angefasst hätte. Entsprechend marode ist die Infrastruktur - im Bereich der Abwässer nicht vorhanden. Erst seit wenigen Jahren wird an eben der Infrastrujtur gearbeitet....
Das ist mir bekannt und das war auch nicht Gegenstand meiner Kritik.
Zitat von: GeorgeF
25.03.2011 17:48 #64292
Weil aber immer wieder auf den alten Zahlen herumgeritten wird, Veränderungen einfach ignoriert werden, bleibt bei mir der nachhaltige Eindruck, dass solche Verweigerungshaltung.... naja, ich schrieb es bereits.
Die Verweigerungshaltung sehe ich eher bei Dir. Du kritisierst bereits Zahlen aus 2008 als alt. Heute ist ebenfalls nicht das erreicht, was Du als gerecht verstanden wissen willst, wir brauchen nicht in die Vergangenheit zu gehen. Von wessen Wasser sprechen wir denn? Warum besetzt Israel eigentlich die Westbank. Vorsicht, bitte mit nichts argumentieren, was vor 2008 liegt.
RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?
in Politik 25.03.2011 21:45von Nante •
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Zitat von: Hans Bergman
25.03.2011 16:07 #64266
"Warum verschweigt die Autorin, ...
... daß der Täter des grausamen Attentats, bei dem die Familie Fogel umgebracht wurde, mutmaßlich ein thailändischer Billiglöhner ist, der vom Familienvater um seinen Lohn geprellt worden sei? Warum legt sie den Verdacht eines palästinensischen Attentäters nahe, wenn es sich schlicht und einfach um einen Rachemord handelt?"
Ohne weitere Worte.
Das hat Tagesspiegelforist Klaus Weiss auch behauptet. Woher stammt die Information?
RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?
in Politik 25.03.2011 23:01von GeorgeF •
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Zitat von: Hans Bergman
25.03.2011 16:31 #64270
Ich bin bei meinen deutschen Soldaten, die in Jugoslawien aus dem Hinterhalt getötet wurden (wann hat man eigentlich "Den Landser" gelesen? Mit 13 bis 15?).
Mitleid? Natürlich.
Wären sie aber nicht dort gewesen, wäre keinem etwas passiert. Das habe ich mir damals überlegt.
Obwohl diese Heftchen sehr "deutschfreundlich" waren und einen nicht in diese Richtung drängten.
Bedauerlicherweise habe ich "Landser"-Hefte nie gelesen - deshalb ist mir Deine Argumentationskette völlig unverständlich. Ich hatte einen Kompaniechef - ehemals Waffen-SS, der zu seiner "Tätigkeit" in Jugoslawien nur bemerkte: "Ich werde Dir nie sagen, was wir dort gemacht haben - auch jeden Fall darf ich mich in Jugoslawien niemals sehen lassen".
Verständlich ist mir allerdings - nach ein wenig Suche im Web zum Thema - dass sich die PA und voneweg Abbas eindeutig von diesem widerwärtigen Mord distanziert haben, ohne auch nur im Entferntesten das peinliche Gerücht von dem "Thai-Täter" aufzugreifen - sie Meldung des PNN.
"Wären sie nicht dort gewesen..." gilt das auch für Kinder und Kleinkinder?
RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?
in Politik 25.03.2011 23:21von GeorgeF •
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Zitat Landegaard:
"Die Verweigerungshaltung sehe ich eher bei Dir. Du kritisierst bereits Zahlen aus 2008 als alt. Heute ist ebenfalls nicht das erreicht, was Du als gerecht verstanden wissen willst, wir brauchen nicht in die Vergangenheit zu gehen. Von wessen Wasser sprechen wir denn? Warum besetzt Israel eigentlich die Westbank. Vorsicht, bitte mit nichts argumentieren, was vor 2008 liegt."
Zunächst mal habe ich geschrieben, dass es in Sachen Wasserverteilung immer noch Ungleichheit gibt - was entscheidend mit der Infrastruktur zu tun hat. In den Palästinensergebieten gehen immer noch 36% des Wassers per Leitungsverluste verloren. Nebenbei dazu bemerkt haben die Palästinenser in den Westbanks mehr Wasser zur Verfügung als die Leute in Amman oder Damaskus, von den Verhältnissen vor '67 ganz zu schweigen.
Es geht auch nicht darum "wessen" Wasser das ist. Das Wasser des Nils gehört auch nicht den Äthiopiern oder den Sudanesen - es fliesst naturbedingt, ebenso wie der Aquifier, von dem immer wieder die Rede ist. Und was ist mit den verseuchten, ungeklärten Abwässern, die leider immer noch aus den hochgelegenen Palästinensergebieten ungefiltert in die israelische Küstenebene fliessen?
Nein, mit Besitzansprüchen ist das Problem definitiv nicht zu lösen. Auch ohne Besetzung der West-Banks nicht. Das wissen alle nicht ideologieverblendeten Experten und eben darum bemühen sie sich beidseitig um Verbesserungen - mit erkennbaren Erfolgen. Aber das anzuerkennen fällt Manchem schwer.
RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?
in Politik 26.03.2011 00:56von Landegaard •
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Zitat von: GeorgeF
25.03.2011 23:21 #64308
Zunächst mal habe ich geschrieben, dass es in Sachen Wasserverteilung immer noch Ungleichheit gibt - was entscheidend mit der Infrastruktur zu tun hat.
...was auch mit der Infrastruktur zu tun hat. Du wiederholst das wie einen tibetanischen Mönchsgesang, ich habe das gar nicht bestritten.
Zitat von: GeorgeF
25.03.2011 23:21 #64308
Nebenbei dazu bemerkt haben die Palästinenser in den Westbanks mehr Wasser zur Verfügung als die Leute in Amman oder Damaskus, von den Verhältnissen vor '67 ganz zu schweigen.
'67, und 2008 ist Dir zu lange her :). Amman und Damaskus hat nun was genau mit der Westbank zu tun?
Zitat von: GeorgeF
25.03.2011 23:21 #64308
Es geht auch nicht darum "wessen" Wasser das ist.
Darum gehts selbstverständlich.
Zitat von: GeorgeF
25.03.2011 23:21 #64308
Nein, mit Besitzansprüchen ist das Problem definitiv nicht zu lösen.
Natürlich nicht. Deswegen ist es ja so wichtig, dass Israel kapiert, dass das Wasser des Westjordanlandes nicht Eigentum Israels ist.
Zitat von: GeorgeF
25.03.2011 23:21 #64308
Auch ohne Besetzung der West-Banks nicht. Das wissen alle nicht ideologieverblendeten Experten und eben darum bemühen sie sich beidseitig um Verbesserungen - mit erkennbaren Erfolgen. Aber das anzuerkennen fällt Manchem schwer.
Wen meinst Du, beeindruckt diese Platte?
RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?
in Politik 26.03.2011 02:06von GeorgeF •
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Zitat Landegaard:
"
Wen meinst Du, beeindruckt diese Platte?"
Sicherlich nicht die, die der festen Überzeugung sind: Israelis = pöse und Scheisse, Palästinenser = gleich arm, unterdrückt und ausgebeutet.
Vielleicht aber erreichen meine Bemerkungen denn doch den Einen oder Anderen, etwas genauer hinzuschauen, nicht nur auf ach so noblen Prinzipien herumzureiten.
RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?
in Politik 26.03.2011 02:19von GeorgeF •
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Zitat Landegaard:
"...was auch mit der Infrastruktur zu tun hat. Du wiederholst das wie einen tibetanischen Mönchsgesang, ich habe das gar nicht bestritten."Offensichtlich muss man das aber wie ein tibetanischer Mönch immer wieder sagen, eben dann, wenn von der Gegenseite mit tibetanischer Beharrlichkeit behauptet wird, das ist so und es ist unveränderlich so,
RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?
in Politik 26.03.2011 02:25von GeorgeF •
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Zitat Landegaard:
"67, und 2008 ist Dir zu lange her :). Amman und Damaskus hat nun was genau mit der Westbank zu tun?"
Es hat insofern etwas mit Amman und Damaskus zu tun, als das Gegreine über die mangelhafte Wasserversorgung der Palästinenser dami in die richtige Relation gebracht wird. Denn unter der brutalen Regie der Israelis bekommen die Palästinenser in den West-Banks unzulässigerweise mehr Wasser pro Kopf als unter der gütigen Fürsorge arabischer Regierungen - was für eine himmelschreiende Ungerechtigkeit!
RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?
in Politik 26.03.2011 02:36von GeorgeF •
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Zitat Landegaard:
"Natürlich nicht. Deswegen ist es ja so wichtig, dass Israel kapiert, dass das Wasser des Westjordanlandes nicht Eigentum Israels ist."
Es gibt kein Wasser Israels oder der Palästinensergebiete - genau das hat die gemeinsame Wasserkommission ausführlich dargestellt. Es gibt eine wasserführende Schicht, in der das Regenwasser der Berge der West-Banks in die Küstenebene fliesst, so wie der Rhein aus der Schweiz kommend nach Deutschland und in die Niederlande fliesst. Deshalb ist die Sorge der gemeinsamen Wasserkommission auch nicht ein fiktives Besitzverhältnis, sondern seine gerechte Nutzung. Zur Nutzung gehört auch ganz elementar, diesen Aquifier nicht durch ungeklärte Abwässer zu verschmutzen - wie es mangels hinreihender Kläranlagen in den West-Banks immer noch geschieht. Allein an diesem Punkt sollte jedem denkenden Menschen klar werden, dass der Aquifier nicht Besitz des Einen oder Anderen ist, sondern der gemeinsamen Pflege bedarf. Genau das aber hat sich die gemeinsame Wasserkommision zum Ziel gesetzt.
RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?
in Politik 26.03.2011 10:53von Landegaard •
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Zitat von: GeorgeF
26.03.2011 02:06 #64317
Zitat Landegaard:
"
Wen meinst Du, beeindruckt diese Platte?"
Sicherlich nicht die, die der festen Überzeugung sind: Israelis = pöse und Scheisse, Palästinenser = gleich arm, unterdrückt und ausgebeutet.
Vielleicht aber erreichen meine Bemerkungen denn doch den Einen oder Anderen, etwas genauer hinzuschauen, nicht nur auf ach so noblen Prinzipien herumzureiten.
Schon wieder fällt Dir nichts weiter ein, als verstaubte Antifa-Klassiker aufzulegen. Wen immer das erreichen soll. Inhaltlich kommt nix, also lassen wir das doch einfach. Sag doch mal den Syrern, dass es egal ist, wessen Wasser verteilt wird und vielleicht sagst Du es auch IsreAl.
RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?
in Politik 26.03.2011 10:56von Landegaard •
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Zitat von: GeorgeF
26.03.2011 02:19 #64320
Zitat Landegaard:
"...was auch mit der Infrastruktur zu tun hat. Du wiederholst das wie einen tibetanischen Mönchsgesang, ich habe das gar nicht bestritten."Offensichtlich muss man das aber wie ein tibetanischer Mönch immer wieder sagen, eben dann, wenn von der Gegenseite mit tibetanischer Beharrlichkeit behauptet wird, das ist so und es ist unveränderlich so,
Überflüssig, ich habe Dir ausreichend Links eingestellt, die unverdächtig sind, zu irgendeiner ominösen Gegenseite zu gehören. Du sitzt im Schützengraben der Ideologie, auch wenn Dich noch so sehr mühst, es zu einer Frage rassistischer Befindlichkeit zu machen.
RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?
in Politik 26.03.2011 11:02von Landegaard •
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Zitat von: GeorgeF
26.03.2011 02:25 #64321
Zitat Landegaard:
"67, und 2008 ist Dir zu lange her :). Amman und Damaskus hat nun was genau mit der Westbank zu tun?"
Es hat insofern etwas mit Amman und Damaskus zu tun, als das Gegreine über die mangelhafte Wasserversorgung der Palästinenser dami in die richtige Relation gebracht wird. Denn unter der brutalen Regie der Israelis bekommen die Palästinenser in den West-Banks unzulässigerweise mehr Wasser pro Kopf als unter der gütigen Fürsorge arabischer Regierungen - was für eine himmelschreiende Ungerechtigkeit!
:). Zu den Relationen hatte ich eigentlich genug Material zur Verfügung gestellt und zwar betreffend der Westbank. Red halt über Alles andere und setz auch gerne Fliessgewässer mit Grundwasser gleich und relativier die Eigentumsfragen. Was immer Du an ideologiefreier Betrachtung beisteuerst, ich finde es amüsant zu sehen, wie Du bei der Sache bleiben kannst.
RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?
in Politik 26.03.2011 13:53von Landegaard •
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Zitat von: GeorgeF
26.03.2011 02:36 #64322
Zitat Landegaard:
"Natürlich nicht. Deswegen ist es ja so wichtig, dass Israel kapiert, dass das Wasser des Westjordanlandes nicht Eigentum Israels ist."
Es gibt kein Wasser Israels oder der Palästinensergebiete - genau das hat die gemeinsame Wasserkommission ausführlich dargestellt. Es gibt eine wasserführende Schicht, in der das Regenwasser der Berge der West-Banks in die Küstenebene fliesst, so wie der Rhein aus der Schweiz kommend nach Deutschland und in die Niederlande fliesst. Deshalb ist die Sorge der gemeinsamen Wasserkommission auch nicht ein fiktives Besitzverhältnis, sondern seine gerechte Nutzung. Zur Nutzung gehört auch ganz elementar, diesen Aquifier nicht durch ungeklärte Abwässer zu verschmutzen - wie es mangels hinreihender Kläranlagen in den West-Banks immer noch geschieht. Allein an diesem Punkt sollte jedem denkenden Menschen klar werden, dass der Aquifier nicht Besitz des Einen oder Anderen ist, sondern der gemeinsamen Pflege bedarf. Genau das aber hat sich die gemeinsame Wasserkommision zum Ziel gesetzt.
Das Thema Gerechtigkeit haben wir wohl ausreichend geklärt. Wir bewerten das offensichtlich aus unterschiedlichen Blickwinkeln und solange Du einen anderen als den Deinen nicht als etwas anderes als durch Antisemitismus erklärbar hältst, kommen wir eh nicht weiter. Was einen gewissen AnschaulichkeitscharAkter hat. Gleiches gilt fürs Denken, lieber George.
Was die Kläranlagen betrifft, so gilt das gleiche, wie für die Wasserversorgung. Von einem gemeinschaftlichen Interesse können wir auch dort ausgehen. Es mindert indes meine Kritikpunkte nicht.
RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?
in Politik 26.03.2011 21:29von Nante •
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Zitat von: Landegaard
26.03.2011 13:53 #64356
............Wir bewerten das offensichtlich aus unterschiedlichen Blickwinkeln und solange Du einen anderen als den Deinen nicht als etwas anderes als durch Antisemitismus erklärbar hältst, kommen wir eh nicht weiter. Was einen gewissen AnschaulichkeitscharAkter hat. Gleiches gilt fürs Denken, lieber George.
.....
Landegaard, Sie adaptieren freimütig marxistisches Denken.)
Manchmal zweifele ich an meiner Selbstbeschränkung zum Thema Nahost Stellung zu nehmen. Es fällt aber schwer.
RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?
in Politik 26.03.2011 22:24von GeorgeF •
| 4.734 Beiträge
Zitat von: Landegaard
26.03.2011 13:53 #64356
Das Thema Gerechtigkeit haben wir wohl ausreichend geklärt. Wir bewerten das offensichtlich aus unterschiedlichen Blickwinkeln und solange Du einen anderen als den Deinen nicht als etwas anderes als durch Antisemitismus erklärbar hältst, kommen wir eh nicht weiter. Was einen gewissen AnschaulichkeitscharAkter hat. Gleiches gilt fürs Denken, lieber George.
Was die Kläranlagen betrifft, so gilt das gleiche, wie für die Wasserversorgung. Von einem gemeinschaftlichen Interesse können wir auch dort ausgehen. Es mindert indes meine Kritikpunkte nicht.
Vielleicht ist Dir aufgefallen, dass ich im Verlauf dieser Diskussion nicht die Antisemitismuskeule rausgeholt habe, lediglich allgemein auf Propaganda verwiesen. Denn die Weigerung, reale Entwicklungen anzuerkennen, die für uns Europäer und nach dem verinnerlichten Freund-Feind-Denken des Kalten Krieges eher unverständlich sind (sorry - ist nur der Versuch einer Erklärung), hat zunächst mal nichts mit Antisemitismus zu tun. In der 68er-Generation - der anzugehören ich mich bekenne - spielte das Engagement für die Underdogs eine ebenso grosse Rolle wie die Anklage gegen die ewigen Gewinner - zB die Nazibonzen, die seinerzeit immer noch überall in der BRD in Amt und Würden sassen.
Die Israelis hatten das Pech - obwohl seinerzeit unter einer stramm linken Regierung - den 6-Tage-Krieg zu gewinnen und schwupps waren die Sympathien der Linken bei den Verlierern. Auch das hatte erstmal nichts mit Antisemitismus zu tun, sondern mit der gefühlten Solidarität mit den Unterdrückte dieser Welt und natürlich wurde das dann noch beflügelt vom Jubel des innenpolitischen Erzfeindes BILD/Springer und der gesamten Alt-faschistischen Kaste ausgerechnet für den Judenstaat Israel.
Die Gründe für die Verweigerungshaltung gegenüber den Fortschritten in den West-Banks sind also weniger im Antisemitismus zu suchen, als in der tiefsitzenden Überzeugung, dem Schwächeren auf Teufel komm raus helfen zu müssen. Schliesslich ist das ein Grundelement des Selbstvertändnisses der Linken. Dass sich das dann auch als de facto Antisemitismus dokumentiert, ist eher sekundär.
RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?
in Politik 27.03.2011 00:01von Indogermane_HS •
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Schlechte Aussichten für die rechtsgerichtete isr. Regierung:
+++ Palästinenserpräsident verhandelt mit Hamas über Wiedervereinigung +++
"Der palästinensische Präsident Mahmud Abbas ist am Samstag im Westjordanland mit Vertretern der gegnerischen Hamas zu Gesprächen zusammengetroffen. Bei dem ersten Treffen seit rund einem Jahr wurde offenbar über eine mögliche Wiedervereinigung der beiden Autonomiegebiete verhandelt."
http://www.ad-hoc-news.de/de/Drucken/22023588
RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?
in Politik 27.03.2011 00:18von Landegaard •
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Zitat von: GeorgeF
26.03.2011 22:24 #64374
Vielleicht ist Dir aufgefallen, dass ich im Verlauf dieser Diskussion nicht die Antisemitismuskeule rausgeholt habe, lediglich allgemein auf Propaganda verwiesen.
Nein, ist mir nicht aufgefallen. Mir ist abgehangene Antifa-Polemik aufgefallen, gepaart mit der frechen Frage, ob Störgefühle nicht alleine daher rühren, dass es sich um Juden handelt. Es ist die Antisemitismuskeule, nichts weiter. Ausserdem hast Du nicht allgemein auf Propaganda verwiesen, sondern redliche Quellen unredlich als solche bezeichnet. Belegführung habe ich keine gesehen. Letztlich habe ich Deine Ausführungen als ebendie Propaganda bezeichnet, als die ich sie wahrnehme.
Zitat von: GeorgeF
26.03.2011 22:24 #64374
Denn die Weigerung, reale Entwicklungen anzuerkennen, die für uns Europäer und nach dem verinnerlichten Freund-Feind-Denken des Kalten Krieges eher unverständlich sind (sorry - ist nur der Versuch einer Erklärung), hat zunächst mal nichts mit Antisemitismus zu tun.
Dann sollte es Dir möglich sein, abseits dieser Polemik zu argumentieren. Ich bin rein altersgemäß eines verinnerlichten Freund-Feind-Denkens unverdächtiger als Du. Im übrigen unterstellst Du das Schwarz-Weiß-Denken die ganze Zeit. Ich habe bei meiner Quellenauswahl durchaus berücksichtigt, dass Deine Propagandareflexe sofort anspringen werden, sollten es die falschen sein. Waren sie offenbar nicht, sonst wärst Du ja nicht so nonchalantdarüber hinweg gegangen.
Zitat von: GeorgeF
26.03.2011 22:24 #64374
In der 68er-Generation - der anzugehören ich mich bekenne - spielte das Engagement für die Underdogs eine ebenso grosse Rolle wie die Anklage gegen die ewigen Gewinner - zB die Nazibonzen, die seinerzeit immer noch überall in der BRD in Amt und Würden sassen.
Die Israelis hatten das Pech - obwohl seinerzeit unter einer stramm linken Regierung - den 6-Tage-Krieg zu gewinnen und schwupps waren die Sympathien der Linken bei den Verlierern. Auch das hatte erstmal nichts mit Antisemitismus zu tun, sondern mit der gefühlten Solidarität mit den Unterdrückte dieser Welt und natürlich wurde das dann noch beflügelt vom Jubel des innenpolitischen Erzfeindes BILD/Springer und der gesamten Alt-faschistischen Kaste ausgerechnet für den Judenstaat Israel.
Mir ist diese 68er Verkrampftheit seit Jahren ein Gräuel. Es freut mich, dass diese Generation in Ihrer Unfähigkeit der Selbstkritik sich langsam in den Ruhestand verabschiedet.
All das interessiert aber nicht. Es geht hier um die Siedlungspolitik Israels. Die ist darauf aufgebaut, und alles, was Du beiträgst, bestätigt das, den Status Quo zu zementieren. Man wird Siedlungen, wenn sie größer sind, nicht aufgeben, sowenig wie man Infrastruktur aufgeben wird. Du wirst auf die Unmöglichkeit zu gegebener Zeit ebenfalls hinweisen. Nun ist es allerdings so, dass das die Gründung eines Palästinas verunmöglichen wird. Letztlich steht Israel vor der Frage, ob es nun eine Zweistaatenlösung will oder nicht. Die Handlungen sind ambivalent, ich persönlich werte die Geschehnisse so, dass Israel das nicht will. Und nun machst Du den Fehler, von gemeinsamen Interessen zu schwadronieren, wo keine sind. Die Idee, die Palis als Menschen zweiter Klasse zu halten und ihre Ablehnung durch Schaffung eines gewissen Wohlstands ins erträgliche zu mindern, ist ziemlich durchschaubar. Funkionieren wird das sowenig, wie der Gaza-Krieg Israel sicherer machte. Es zementiert den Konflikt, mehr nicht.
Zitat von: GeorgeF
26.03.2011 22:24 #64374
Die Gründe für die Verweigerungshaltung gegenüber den Fortschritten in den West-Banks sind also weniger im Antisemitismus zu suchen, als in der tiefsitzenden Überzeugung, dem Schwächeren auf Teufel komm raus helfen zu müssen. Schliesslich ist das ein Grundelement des Selbstvertändnisses der Linken. Dass sich das dann auch als de facto Antisemitismus dokumentiert, ist eher sekundär.
Womit wir wieder bei der Antisemitismuskeule sind. Ansonsten ist Deine Analyse ebenso amateurhaft wie falsch weil von ideologischer Verblendung diktiert. Achte vielleicht mehr auf das, was Du liest, als was Dich selbst treibt.
RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?
in Politik 27.03.2011 00:59von GeorgeF •
| 4.734 Beiträge
Landegaard schrieb:
"Womit wir wieder bei der Antisemitismuskeule sind. Ansonsten ist Deine Analyse ebenso amateurhaft wie falsch weil von ideologischer Verblendung diktiert. Achte vielleicht mehr auf das, was Du liest, als was Dich selbst treibt."
Ich hätte grade von Dir eine etwas differenzierte Antwort erwartet. Ich lese ja nicht nur, sondern versuche auch mir ein Bild vor Ort zu machen und mit den Menschen dort zu sprechen. Die ideologische Verblendung ist auch nur Behauptung. Und wenn Du fragst, was mich treibt: allein die Suche nach einer Lösung der Probleme, fern aller Ideologienen und religiösen Idiotien.
RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?
in Politik 27.03.2011 10:29von guylux (gelöscht)
Zitat von: GeorgeF
27.03.2011 00:59 #64450
Und wenn Du fragst, was mich treibt: allein die Suche nach einer Lösung der Probleme, fern aller Ideologienen und religiösen Idiotien.
Wie könnte denn so eine Lösung in Ihren Augen aussehen ?
RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?
in Politik 27.03.2011 12:32von Landegaard •
| 21.313 Beiträge
Zitat von: GeorgeF
27.03.2011 00:59 #64450
Ich hätte grade von Dir eine etwas differenzierte Antwort erwartet. Ich lese ja nicht nur, sondern versuche auch mir ein Bild vor Ort zu machen und mit den Menschen dort zu sprechen. Die ideologische Verblendung ist auch nur Behauptung. Und wenn Du fragst, was mich treibt: allein die Suche nach einer Lösung der Probleme, fern aller Ideologienen und religiösen Idiotien.
George, es reicht. Kümmer Dich doch bitte um die Differenziertheit Deiner Bewertung, damit hast Du ausreichend zu tun. Du bist es, der nicht ohne laufende Unterstellungen und rumgefuchtel mit der Antisemitismuskeule auskommt. Erwarte nicht von mir, damit differenziert umzugehen. Lass es vielleicht einfach, wenn Du Dich um Problemlösungen kümmern willst.
Deine Gespräche mit Menschen vor Ort habe ich vernommen, als Du glaubtest, die als repräsentative Aussage hier einstellen zu können. Die Zerrung ist mir da bereits aufgefallen. Wenn Du mal auf Deine Antifa-Rethorik verzichten kannst, steige ich da gerne tiefer ein.
Dir geht es um Problemlösungen, fein. Ich sage Dir, dass mit dem bisherigen Umgang mit Ressourcen der Westbank keine Probleme gelöst werden. Ab hier ist Dir leider bisher keine Sachlichkeit mehr möglich.
Du sagst, wenn ich den Unterstellungsquatsch mal rausfilter, dass die Ressourcen der Westbank gerecht zwischen Israelis und Palästinensern aufgeteilt werden müssen, weil sonst kein Miteinander möglich ist. Das folgende Miteinander mündet in einem dauerhaft von Israelis besetzten Westjordanland und Deine Unterstellung ist, dass dies für niemanden mehr ein Problem darstellt, sofern durch irgendwann vielleicht mal erreichte vergleichbarem Zugang zur Ressource Wasser (ich würde hier nicht von gerecht sprechen) die Bereitschaft steigt, sich mit dem Status Quo zu arrangieren. Ich nehme an, das hast Du aus den Gesprächen mit den Menschen vor Ort, denn ich kann solch eine Bereitschaft bei den Palästinensern in der Westbank nicht sehen.
Ich kanns allerdings auch auf Seiten Israels nicht sehen. Israel ist weit höher entwickelt als seine Nachbarn und durch die weit intensivere landwirtschaftliche Nutzung, nebst höherem Lebensstandard frage ich mich, was in Deinen Augen wohl unter "gerechter" Wasseraufteilung zu verstehen wäre. Einen gleichwertigen Wasserverbrauch wird niemand den Palästinensern zugestehen, weil das die vorhandenen Ressourcen vollständig überfordern würde. Man wird also mehr Meerwasserentsalzungsanlagen benötigen.
Und selbst wenn, wird sich Israels Situation zwangsläufig noch weiter verschlechtern, weil die demographische Entwicklung in den Palänstinensergebieten eine andere ist. Mehr Volk, mehr Wasserbedarf.
Da, wie belegt wurde, eine gleichberechtigte Interessenversorgung durch das derzeitige Konstrukt der Wasserversorgung entgegen Deiner Behauptungen nicht gewährleistet ist, fragt man sich natürlich in der Westbank, welche Auswirkung die Federführung einer israelischen Wasserversorgung in der Westbank für die Zukunft eines Palästinas hat. Ich habe nicht vernommen, dass es dort eine höhere Bereitschaft gibt als es bspw. in Israel gibt, die Syrer mit einer ähnlichen Gerechtigkeitsauffassung an den Wasservorräten der Golan-Höhen zu beteiligen.
RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?
in Politik 27.03.2011 13:26von nahal •
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Auch hier, werter Landegaard, verfallen Sie in Meinungsäußerungen, die wenig Sachverstand belegen.
Der Wasserverbrauch/Kopf ist immer eine Funktion des vorhandenen Lebensstandards, nicht umgekehrt.
Nehmen sie als Beispiel zwei Zwillingsstädte, El Paso und Juarez.
er Unterschied liegt nicht in einem politisch bedingten Zugang zu den vorhandenen Wasserresourcen.
Mittel- und langfristig wird, egal wie die politische Lage sein wird, die Wasserversorgung von riesigen Investitionen in modernen neuen Methoden liegen.
RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?
in Politik 27.03.2011 22:29von GeorgeF •
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Landegaard schrieb:
"Dann auch nochmal: Seufz. Die Wasserverteilung ist nach wie vor ungerecht und nur weil sich die Bedienung an fremden Ressourcen mit den Jahren im Grad der Unverschämtheit abgeschwächt hat, besteht keine Veranlassung, Sektkorken knallen zu lassen. Der Duktus Deiner Aussage, die ich widerlegte war die, dass Gemeinsamkeit beiden hilft. Wir reden hier vom Staatsgebiet eines Palästinas, in der bei der Wasserversorgung mit der Maßgabe verfahren wird, wie Du es bereits mit den Siedlungen erwähnt hast. Oh sorry, können wir gerade nicht rückgängig machen und das mit dem Wasser, naja, es wird ja besser.
Es besteht keine Veranlassung, die Klagen einzuschränken, weil IST, was nicht sein darf. Kritik daran als antijüdische Propaganda zu deklarieren ist unterste Schublade und da ist mir relativ gleich, was Du mal kritisiert hast."
Halten wir doch mal fest: Noch immer ist die Verteilung des Wassers nicht "gerecht" - jedoch nicht allein wegen der Böswilligkeit der Israelis, sondern auch wegen der unzureichenden Infrastruktur der Palästinenser. Erst mit dem weiteren Ausbau derselben, wird sich as ändern/verbessern lassen.
"Unverschämtheit" ist wenig hilfreich als Argument, zumal dann, wenn sich die Beteiligten bereits selbst unverschämterweise um Lösungen bemühen. Selbstverständlich hilft gemeinsames Handeln, da ist nix zu widerlegen. Und selbstverständlich wird das Wasserpropblem für anti-jüdische Propaganda benutzt - dieses Forum ist voll davon.
RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?
in Politik 27.03.2011 23:07von GeorgeF •
| 4.734 Beiträge
Zitat von: Landegaard
27.03.2011 12:32 #64469
1. George, es reicht. Kümmer Dich doch bitte um die Differenziertheit Deiner Bewertung, damit hast Du ausreichend zu tun. Du bist es, der nicht ohne laufende Unterstellungen und rumgefuchtel mit der Antisemitismuskeule auskommt. Erwarte nicht von mir, damit differenziert umzugehen. Lass es vielleicht einfach, wenn Du Dich um Problemlösungen kümmern willst.
2. Deine Gespräche mit Menschen vor Ort habe ich vernommen, als Du glaubtest, die als repräsentative Aussage hier einstellen zu können. Die Zerrung ist mir da bereits aufgefallen. Wenn Du mal auf Deine Antifa-Rethorik verzichten kannst, steige ich da gerne tiefer ein.
3. Dir geht es um Problemlösungen, fein. Ich sage Dir, dass mit dem bisherigen Umgang mit Ressourcen der Westbank keine Probleme gelöst werden. Ab hier ist Dir leider bisher keine Sachlichkeit mehr möglich.
4. Du sagst, wenn ich den Unterstellungsquatsch mal rausfilter, dass die Ressourcen der Westbank gerecht zwischen Israelis und Palästinensern aufgeteilt werden müssen, weil sonst kein Miteinander möglich ist. Das folgende Miteinander mündet in einem dauerhaft von Israelis besetzten Westjordanland und Deine Unterstellung ist, dass dies für niemanden mehr ein Problem darstellt, sofern durch irgendwann vielleicht mal erreichte vergleichbarem Zugang zur Ressource Wasser (ich würde hier nicht von gerecht sprechen) die Bereitschaft steigt, sich mit dem Status Quo zu arrangieren. Ich nehme an, das hast Du aus den Gesprächen mit den Menschen vor Ort, denn ich kann solch eine Bereitschaft bei den Palästinensern in der Westbank nicht sehen.
5. Ich kanns allerdings auch auf Seiten Israels nicht sehen. Israel ist weit höher entwickelt als seine Nachbarn und durch die weit intensivere landwirtschaftliche Nutzung, nebst höherem Lebensstandard frage ich mich, was in Deinen Augen wohl unter "gerechter" Wasseraufteilung zu verstehen wäre. Einen gleichwertigen Wasserverbrauch wird niemand den Palästinensern zugestehen, weil das die vorhandenen Ressourcen vollständig überfordern würde. Man wird also mehr Meerwasserentsalzungsanlagen benötigen.
Und selbst wenn, wird sich Israels Situation zwangsläufig noch weiter verschlechtern, weil die demographische Entwicklung in den Palänstinensergebieten eine andere ist. Mehr Volk, mehr Wasserbedarf.
6. Da, wie belegt wurde, eine gleichberechtigte Interessenversorgung durch das derzeitige Konstrukt der Wasserversorgung entgegen Deiner Behauptungen nicht gewährleistet ist, fragt man sich natürlich in der Westbank, welche Auswirkung die Federführung einer israelischen Wasserversorgung in der Westbank für die Zukunft eines Palästinas hat. Ich habe nicht vernommen, dass es dort eine höhere Bereitschaft gibt als es bspw. in Israel gibt, die Syrer mit einer ähnlichen Gerechtigkeitsauffassung an den Wasservorräten der Golan-Höhen zu beteiligen.
Zu 1. Zum Vorwurf der Unterstellungen halte ich mich im Augenblick mal zurück. Ich darf nur mal daran erinnern, dass mir hier unterstellt wird, ein kritikloser Lautsprecher aller möglichen israelischen Politik/Politiker zu sein, weil ich mir hier und da auch mal erlaube, weniger romantisch verklärte Ansichten zu hinterfragen.
Zu 2. Ich weiss nicht so recht, was Du unter AntiFa-Rhetorik verstehst oder damit meinst. Aus meinen Gesprächen mit den Leuten dort habe ich sehr kurz gesagt entnommen: Es wird einen Palästinenserstaat geben (müssen). Wir (die Israelis) werden uns auf ein Zusammenleben mit dem Palästinenserstaat einstellen müssen. Ein Zusammenleben und -arbeiten ist möglich und machbar. Grösstes Hindernis für ein solches Zusammenleben sind die Radikalinskis und auf israelischer Seite die illegalen Siedler (das sind die, die nicht in den staatlich genauten Compounds wohnen, sondern die Religiösen, die auch nach israelischem Recht illegal in den West-Banks "siedeln". Für die Israelis, die ich kennenlernen konnte, ist es ein unerträglichr Zustand, dass die dann auch noch mit Waffen herumlaufen dürfen und im Zweifel von der Polizei oder IDF geschützt werden - eine Verantwortung von Bibi und Shas, zZt die parlamentarische Mehrheit in Israel.
Zu 3. Was meinst Du mit "bisherigem Umgang"? Die Tatsache, dass noch vor 5 Jahren die Wasserverteilung zwischen Israel und den West-Banks ein Skandal war? Oder meinst Du damit die seitherien beiderseitigen und erkennbar erfolgreichen Massnahmen, diesen Skandal zu beseitigen?
Zu 4. Ich weiss nicht, wie Du aus meinen Bemerkungen heruslesen kannst, ich hätte mit der Frage der Norwendigkeit, das Wasser gemeinsam nutzen und verwalten zu müssen eine dauerhafte Besetzung der West-Banks begründet. Ich habe im Gegenteil nachlesbar für einen Palästinenserstaat in den West-Banks plädiert. Dass der nicht völlig losgelöst von den geografischen, geologischen, wirtschaftlichen Gegebenheiten für sich als abgeschottete Insel existieren kann - selbst wenn sämtliche offiziellen Siedlungen geräumt wären - solle einleuchten. Ebeso, wie Israel auf die Zusammenarbeit mit einem West-Banks-Palästinenserstaat aus eben denselben Rahmenbedingungen auf Zusammenarbeit angewiesen ist.
Zu 5. Dass das Wasser des Aquifiers auf Dauer nicht für Beide reicht, geht nicht nur aus den Unterlagen der gemeinsamen Wassekommission hervor. Israel hat deshalb bereits mit dem Bau grosser Meerwasser-Aufbereitungsanlagen begonnen. Dies ist extrem teuer und meine entsprechende Frage wurde beantwortet mit: "Alles das ist billiger als ein Krieg".
Auch eine gerechte Verteilung des Wassers ist billiger als Krieg oder Terrorismus.
Zu 6. Du gehst ohne Beleg von einer dauerhaften "Federführung" der Wasserversorgung durch die Israelis aus ohne die normative Kraft des Faktischen zu berücksichtigen.
RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?
in Politik 28.03.2011 08:02von Landegaard •
| 21.313 Beiträge
Zitat von: GeorgeF
27.03.2011 22:29 #64512
Halten wir doch mal fest: Noch immer ist die Verteilung des Wassers nicht "gerecht" - jedoch nicht allein wegen der Böswilligkeit der Israelis, sondern auch wegen der unzureichenden Infrastruktur der Palästinenser.
Ich weiß nicht, inwiefern die unzureichende Infrastruktur der Palästinenser Einfluss darauf hat, dass die Wasserverteilung am Beginn bereits ungerecht ist. Sie verstärkt das Problem, es sind allerdings zwei verschiedene Ursachen dafür. Nun warst Du es allerdings, der eine der Ursachen die ganze Zeit versucht zu negieren.
Zitat von: GeorgeF
27.03.2011 22:29 #64512
Erst mit dem weiteren Ausbau derselben, wird sich as ändern/verbessern lassen.
"Unverschämtheit" ist wenig hilfreich als Argument, zumal dann, wenn sich die Beteiligten bereits selbst unverschämterweise um Lösungen bemühen.
Das ist natürlich löblich, dennoch ist die beschriebene Konsequenz daraus allzuoffensichtlich. btw: Der Propaganda-Artikel der Haaretz datiert von 11.2010. Ist das auch schon zu weit in der Vergangenheit?
Zitat von: GeorgeF
27.03.2011 22:29 #64512
Selbstverständlich hilft gemeinsames Handeln, da ist nix zu widerlegen. Und selbstverständlich wird das Wasserpropblem für anti-jüdische Propaganda benutzt - dieses Forum ist voll davon.
:) Solange Du Fakten als antijüdische Propaganda verstehst, werden wir an der Stelle nicht weiterkommen. Dein nicht enden wollendes Ausblenden derselben bewerte ich allerdings auch.
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