RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?
in Politik 22.10.2010 17:52von BerSie (gelöscht)
Zitat von: NetterMensch
22.10.2010 17:44 #37648
Hat Nord-Korea nicht Tests gemacht?
http://www.nzz.ch/nachrichten/internatio..._1.2624986.html
Dass NK Atomwaffen besitzt, kann man wohl als sicher annehmen!
RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?
in Politik 22.10.2010 19:44von Lea S. •
| 14.199 Beiträge
Zitat von: NetterMensch
22.10.2010 17:23 #37639
Es ist gut so das Israel noch in der Lage ist sich zu verteidigen.
Klar, gegen Barfüssler mit Uraltwaffen.
Gebt den Palästinensern und den Libanesen gleichwertiges Kriegsgerät und schlagartig werden extrem ernsthafte Friedenswünsche in der Region aufflammen.
Wer mit Panzern und Jagdbombern auf Spatzen schiessen kann, ist sich wohl selbst das grösste Risiko. Irgendwann holen die Spatzen die Geier und Drachen.
Nethanjahus Forderung nach Anerkennung Israels als jüdischer Staat -ein billiger und auch noch schlechter Taschenspielertrick
in Politik 23.10.2010 00:10von vk64 (gelöscht)
[QUOTE=sysop;6478187]Unbeeindruckt von internationaler Kritik treibt Israel den Bau neuer Wohnungen im Westjordanland voran [/QUOTE]
Nethanjahu stellt die Forderung, dass Israel als jüdischer Staat anerkannt wird. Nur dann werde er einen weiteren Siedlungsstopp verhängen.
Zum einen ist die Besiedelung besetzten Landes völkerrechtlich verboten, da nur so auf internationaler Begehrlichkeiten auf kriegerischen Landgewinn Einhalt geboten und auch eine Vertreibung der einheimischen Bevölkerung (also letztlich die Grundlage für rechtswidrigenethnischen “Bevölkerungsaustausch“ oder besser: „ethnische Säuberungen“) rechtlich sanktioniert werden kann.
Wenn Nethanjahu nun- ohne eine wirkliche Gegenleistung anzubieten, denn der als Gegenleistung angebotene Verzicht auf Siedlungsbau ist nichts anderes als die Einstellung einer völkerrechtswidrigen Maßnahme- die Anerkennung Israels als jüdischen Saat fordert, muss man sich schon die Frage stellen, welche Rechtsstellung dann die doch zahlenmäßig beachtliche palästinensische Minderheit(ca. 25 %)denn genießen soll.
Man muss aber den Versuch, nun bereits eine derartige Forderung zu formulieren, genauer betrachten. Dabei geht es in Wirklichkeit zwar schon um die Frage der zukünftigen Rechtstellung bereits in Israel lebender Palästinenser, dies ist aber nur vordergründig.
Vielmehr steht das Rückkehrrecht der Palästinenser ins israelische Kernland und damit einen der wichtigsten Verhandlungspositionen zur Vorab-Disposition..
Nethanjahu fordert nichts anderes, als das Rückkehrrecht von Palästinensern vollständig zu unterbinden zu können und bestenfalls durch individuelle Ausnahmen, über die dann ausschließlich israelische Behörden im -mit Sicherheit restriktiven- Rahmen von "Goodwill-Beliebigkeitsaktionen“ zu befinden haben.
Nun- die PLO hat das Existenzrecht Israels längst anerkannt. Nun versucht Nethanjahu durch die Hintertür über die Forderung nach Anerkennung Israels als jüdischen Staat einen der zentralen palästinensischen Anliegen auszuhebeln.
Und- was bietet er dafür? Die (nur befristete)Beendigung eines seit sechs Jahrzehnten andauernden völkerrechtswidrigen Siedlungsbaus, der von Beginn an bis heute durch Schaffung von Tatsachen durch Inkaufnahme eines fortgesetzten Völkerrechtsbruches lediglich dem Zweck dient, so viel besetztes Land wie möglich an sich zu reißen und die einheimische palästinesische Bevölkerung systematisch und sukzessive zu verdrängen.
Der Vor-"Schlag" Nethanjahus ist ein "Schlag" tief in die Magengrube und eine grandiose Unverschämtheit ersten Ranges.
Abbas kann unter diesen Umständen nicht mehr weiter verhandeln.
Nethanjahu fordert denn nun schon vor Beginn der eigentlichen Verhandlungen, dass die Palästinenser doch bitte schön entschädigungsfrei und auch ohne jede weitere Aussicht auf Ernst zu nehmendes Entgegenkommen in der Hauptsache auf das Rückkehrrecht verzichten sollen.
Wer das fordert kann kein Verhandlungspartner sein und will auch nicht verhandeln.
Genauso könnten die Palästinenser vor Beginn von Verhandlungen fordern, dass alle 1948 und 1967 aus Palästina Vertriebenen und deren Abkömmlinge dorthin -nebenbei: in ihre Heimat !- zurückkehren können
Denn völlig im Gegensatz zu Millionen aus demografischen Gründen und zum Zwecke der illegalen Besiedelung aus Osteuropa angelockter jüdischer Immigranten, können die Palästinenser durchaus behaupten, dass Palästina- also auch das Gebiet, was man heute "Israel" nennt- ihre Heimat ist.
Natürlich muss es Vereinbarungen zum Rückkehrrecht geben, natürlichkönnen nicht alle Vertrieben und ihre Abkömmlinge zurückkehren, aber, genauso natürlich ist, dass viele das gar nicht mehr wollen, weil sie mit ihren Familien andernorts ihren Lebensmittelpunkt gefunden haben.
Israel muss Kompensationszahlungen für Vertreibung und Landraub an die Palästinenser leisten -entweder individuell oder eben an einen zukünftigen palästinensischen Staat.
Die Art und Weise und die Höhe wird Teil der Verhandlungen sein, ein Ergebnis wird - da dies einer der schwierigsten und langwierigsten Punkte sein wird- erst am Ende zu erzielen sein.
Netanjahu fordert also nichts anderes, dass die Palästinenser auf diesen zentralen Verhandlungspunkt komplett verzichten sollen. Sonst würde er erst gar nicht verhandeln, was er dadurch dokumentiert, dass er auf die Verhängung eines vollständigen Baustopps in besetztem Gebiet bis zum Ende der Verhandlungen verzichtet und es den Palästinesern dadurch unmöglich macht, zu verhandeln.
Ehrlich gesagt, von Nethanjahu, dessen Regierungsmacht ohne die Unterstützung rechtsradikaler militanter Siedlerkreise (welche Schande!)längst beendet wäre, war auch nichts anderes zu erwarten.
Zu befürchten steht aber, dass bei einem erneuten Scheitern der Verhandlungen schon vor deren Beginn aufgrund der Fortsetzung völkerrechtswidriger Besatzungspolitik -geduldet von den USA- wieder militärische Gewalt und Blut den Alltag im Nahen Osten bestimmen werden.
Die PLO hat auf den legitimen bewaffneten Befreiungskampf verzichtet -und steht nun wieder mit nichts da, im Gegenteil, die Situation in Ostjerusalem wird für die Palästinenser immer unerträglicher, auch in der Westbank gibt es politisch kaum Fortschritte. Die wirtschaftlichen Fortschritte sind ohnehin das Ergebnis von europäischen und US-Finanzhilfen, Israel trägt dazu nichts bei.
Israel kann die Hände nicht in Unschuld waschen, wenn die PLO auch nach Jahren des Stillhaltens und der Kooperationsbereitschaft wieder zum bewaffneten Kampf zurückkehrt.
RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?
in Politik 23.10.2010 01:15von Indogermane_HS •
| 5.260 Beiträge
Zitat von: BerSie
22.10.2010 17:27 #37642
Auch da kann man es mit Nord-Korea vergleichen! Beide haben Atomwaffen... und vermutlich existieren beide nur noch, weil das so ist!
Es wäre demnach also nicht weiter verwunderlich, wenn andere bedroht fühlende Staaten dies genauso sehen würden und sich deshalb nun ebenfalls eine angemessene Abschreckungswaffe beschaffen würden wollen.
RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?
in Politik 23.10.2010 01:31von Indogermane_HS •
| 5.260 Beiträge
Noch während der Amtszeit von Ex-US-Präsident Clinton soll dieser nach einem Treffen mit Netanjahu wütend und resignierend zugleich geflucht haben:
"Dieser Hurensohn will gar kein Frieden!"
(Quelle: DER SPIEGEL, Nr. 26, 2009, nach den Memoiren des Clinton-Beraters Dennis Ross)
Er behält damit noch immer recht.
RE: Nethanjahus Forderung nach Anerkennung Israels als jüdischer Staat -ein billiger und auch noch schlechter Taschenspielertrick
in Politik 23.10.2010 02:51von primatologe •
| 8.476 Beiträge
Zitat von: vk64
23.10.2010 00:10 #37753
(...)
Israel muss Kompensationszahlungen für Vertreibung und Landraub an die Palästinenser leisten -entweder individuell oder eben an einen zukünftigen palästinensischen Staat.
(...)
Wollen Sie den Besatzern Ihres Landes eine goldene Brücke bauen?
Mit der Annahme des Geldes wär die ganze illegale Siedelei nachträglich legalisiert!
Abgesehen davon würde ich als Deutscher dafür angezapft, und das möchte ich auf keinen Fall. Unsere Politiker wären so blöd und würden sofort meine Steuergelder dafür überweisen, wenn die Israelis nur mit den Fingern schnippen würden.
Die Amis würden zwar auch zahlen, weil die Juden die USA (noch) im Griff haben, aber das ist deren Sache wenn die so blöd sind.
RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?
in Politik 23.10.2010 02:53von primatologe •
| 8.476 Beiträge
Zitat von: Indogermane_HS
23.10.2010 01:31 #37758
Noch während der Amtszeit von Ex-US-Präsident Clinton soll dieser nach einem Treffen mit Netanjahu wütend und resignierend zugleich geflucht haben:
"Dieser Hurensohn will gar kein Frieden!"
(Quelle: DER SPIEGEL, Nr. 26, 2009, nach den Memoiren des Clinton-Beraters Dennis Ross)
Er behält damit noch immer recht.
Hätte ich auch ohne Beleg geglaubt!
RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?
in Politik 23.10.2010 03:10von NetterMensch (gelöscht)
Zitat von: Indogermane_HS
23.10.2010 01:15 #37757
Es wäre demnach also nicht weiter verwunderlich, wenn andere bedroht fühlende Staaten dies genauso sehen würden und sich deshalb nun ebenfalls eine angemessene Abschreckungswaffe beschaffen würden wollen.
Macht der Iran unter diesem Vorwand schon länger.
RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?
in Politik 23.10.2010 09:53von guylux (gelöscht)
Zitat von: NetterMensch
23.10.2010 03:13 #37764
PLO und Taliban und Hisbollah und Hamas machen sich ihr eigenes Recht.
Aus reinem Geiz und Missgunst da mitzumachen ist unterste Schublade.
Welches eigene Recht macht sich die PLO denn ?
RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?
in Politik 23.10.2010 10:09von NetterMensch (gelöscht)
Verstehst du sowieso nicht guylux.Du hast dich bereits entschieden auf welcher Seite du stehst.Für mich unbegründet, aber du musst es ja nicht genauso sehen wie ich.
RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?
in Politik 23.10.2010 11:36von guylux (gelöscht)
Zitat von: NetterMensch
23.10.2010 10:09 #37788
Verstehst du sowieso nicht guylux.Du hast dich bereits entschieden auf welcher Seite du stehst.Für mich unbegründet, aber du musst es ja nicht genauso sehen wie ich.
Wenn man keinen Antwort weiss , sagt man eben einfach der andere würde es sowieso nicht verstehen !
RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?
in Politik 23.10.2010 11:50von Leto_II. •
| 28.478 Beiträge
Zitat von: Lea S.
22.10.2010 19:44 #37684
Klar, gegen Barfüssler mit Uraltwaffen.
Gebt den Palästinensern und den Libanesen gleichwertiges Kriegsgerät und schlagartig werden extrem ernsthafte Friedenswünsche in der Region aufflammen.
Wer mit Panzern und Jagdbombern auf Spatzen schiessen kann, ist sich wohl selbst das grösste Risiko. Irgendwann holen die Spatzen die Geier und Drachen.
Hätten Sie auch ´48 dafür gestimmt? Hat aber trotzdem nicht geklappt.
RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?
in Politik 23.10.2010 14:15von BerSie (gelöscht)
Zitat von: Indogermane_HS
23.10.2010 01:15 #37757
Es wäre demnach also nicht weiter verwunderlich, wenn andere bedroht fühlende Staaten dies genauso sehen würden und sich deshalb nun ebenfalls eine angemessene Abschreckungswaffe beschaffen würden wollen.
Sicher! Schließlich machen solche Dinger unangreifbar!
Das Wort Nanotechnologie gibt es erst seit 1986. Was uns diese Technologie in der Zukunft noch für Innovationen bescheren wird, kann noch niemand abschätzen! Technisch möglich sind wohl schon Antimateriefallen, in denen man in wenigen Mikrogramm Antimaterie nach Einsteins berühmter Formel die Sprengkraft von zig kg TNT "verstecken" kann!
RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?
in Politik 23.10.2010 14:20von Indogermane_HS •
| 5.260 Beiträge
RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?
in Politik 23.10.2010 14:22von Indogermane_HS •
| 5.260 Beiträge
Zitat von: NetterMensch
23.10.2010 03:13 #37764
PLO und Taliban und Hisbollah und Hamas machen sich ihr eigenes Recht.
Aus reinem Geiz und Missgunst da mitzumachen ist unterste Schublade.
Schon interessant, wen Sie so alles in einen Topf schmeissen und welche gemeinsamen Motive Sie diesen andichten...
Zeugt nicht nur von eklatanter Unkenntnis, sondern läßt überdies auch noch sehr tief blicken.
RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?
in Politik 23.10.2010 14:29von Indogermane_HS •
| 5.260 Beiträge
Zitat von: NetterMensch
23.10.2010 03:10 #37763
Macht der Iran unter diesem Vorwand schon länger.
Wieso "Vorwand"?
Was wäre denn deiner Meinung nach der tatsächliche Grund?
Palästina samt Palästinenserinklusive der auch für Muslime heilige Stadt Jerusalem in die Luft jagen und für Jahrzehnte zu verseuchen?
RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?
in Politik 23.10.2010 14:31von Indogermane_HS •
| 5.260 Beiträge
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