#1676

RE: Wie umgehen mit Israels Besatzungspolitik

in Politik 06.05.2010 11:25
von kein Name angegeben • ( Gast )
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Zitat von: Maga 
Nach meinem Dafürhalten war Sharon kein Religiöser, auch wenn natürlich alle Hardliner irgendwie religiös sein müssen. :-) Ich halte ihn für einen israelischen Nationalisten, der sehr pragmatisch handeln konnte, aber auch mit der Rücksichtnahme eines Bulldozers. Im Gegensatz zu dem "Mensch gewordenen Reptil" (PSL über Arafat) kämpfte Sharon aber mit offenem Visier.
Und sicher gibt es neben den von Ihnen genannten Siedlern, die es sicher auch gibt, auch solche, die sich aus ganz praktischen Gründen dort niedergelassen haben. Leute, die auch wieder wegziehen würden, wenn man ihnen entsprechende Angebote machte.


Richtig. Sharon war kein Religiöser, genauso, wie auch Arafat kein Religiöser war. Aber in dieser Weltgegend hasst man zum Ruhm seines eigenen Gottes und der Hass befällt auch die wenigen Frommen. Die Auseinandersetzungen finden in einem Bezugssystem archaischer Unversöhnlichkeit statt. Auch Al-Aksa-Intifada hatte eine ihrer Ursachen in frommem Imponiergehabe. Sharon fürchtete, ein Rivale könne ihm an Überzeugungsstärke gleichkommen und wollte den Anspruch der Juden auf den Tempelberg dokumentieren. Mit seinem demonstrativen Besuch der heiligen Stätte der Muslime provozierte er zunächst einen erneuten Krieg der Steine, der dann, nach dem ehernen Gesetz der Vergeltung, eine dramatische Eskalation des Blutvergießens bei Juden und Palästinensern auslöste.
Israelische Panzer standen später in acht einst autonomen palästinensischen Städten, darunter Ramallah und Betlehem. Am Ende gab es nur eine Bilanz der Verwüstung.

MfG
s.


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#1677

RE: Wie umgehen mit Israels Besatzungspolitik

in Politik 06.05.2010 11:26
von NAHAL (gelöscht)
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Zitat von: guylux 
Natürlich haben die Juden keine Schuld am Holocaust !!
"Endete nicht gut" war gemeint für die Herrschaften , welche so sehr an die Überlegenheit ihrer arischen Rasse geglaubt haben .
Aber mich wundert , dass gerade Sie hier eine Rasse oder ein Volk als überlegen darstellen .


Sorry, ich habe überinterpretiert.
Aber.....
Die Leistungen des jüdischen Volkes über einen Zeitraum von 2000 Jahren (so wie ich das beschrieben haben) haben mit Rasse nichts zu tun. Gerade mein Argument war, dass diese Leistungen, sozio-kulturell, gewachsen sind.
Die Frauenemanzipation(als Beispiel) in Deutschland ist mit dem Kampf der jüdischen Frauen Berlins eng verknüpft. Dieser Kampf war nicht Ausdruck der Rasse oder der religion, sondern Ausdruck einer kulturellen Entwicklung, die in den Familien ihren Ursprung hatte.
Zu Ihrer Information einen Auszug aus einer Rede Hitlers vor der NS-Frauenschaft, der Frauenorganisation der NSDAP,
" Das Wort von der Frauen-Emanzipation ist nur ein vom jüdischen Intellekt erfundenes Wort, und der Inhalt ist von demselben Geist geprägt. Die deutsche Frau braucht sich in den wirklich guten Zeiten des deutschen Lebens nie zu emanzipieren. Sie hat genau das besessen, was die Natur ihr zwangsläufig als Gut zur Verwaltung und Bewahrung gegeben hat, genau so, wie der Mann in seiner guten Zeit sich nie zu fürchten brauchte, daß er aus seiner Stellung gegenüber der Frau verdrängt werde."



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#1678

RE: Wie umgehen mit Israels Besatzungspolitik

in Politik 06.05.2010 11:27
von Maga (gelöscht)
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Zitat von: guylux 
Aber mich wundert , dass gerade Sie hier eine Rasse oder ein Volk als überlegen darstellen .
Wo hat nahal das denn getan?



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#1679

RE: Wie umgehen mit Israels Besatzungspolitik

in Politik 06.05.2010 11:30
von Maga (gelöscht)
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Zitat von:  
Richtig. Sharon war kein Religiöser, genauso, wie auch Arafat kein Religiöser war. Aber in dieser Weltgegend hasst man zum Ruhm seines eigenen Gottes und der Hass befällt auch die wenigen Frommen. Die Auseinandersetzungen finden in einem Bezugssystem archaischer Unversöhnlichkeit statt. Auch Al-Aksa-Intifada hatte eine ihrer Ursachen in frommem Imponiergehabe. Sharon fürchtete, ein Rivale könne ihm an Überzeugungsstärke gleichkommen und wollte den Anspruch der Juden auf den Tempelberg dokumentieren. Mit seinem demonstrativen Besuch der heiligen Stätte der Muslime provozierte er zunächst einen erneuten Krieg der Steine, der dann, nach dem ehernen Gesetz der Vergeltung, eine dramatische Eskalation des Blutvergießens bei Juden und Palästinensern auslöste.
Israelische Panzer standen später in acht einst autonomen palästinensischen Städten, darunter Ramallah und Betlehem. Am Ende gab es nur eine Bilanz der Verwüstung.
MfG
s.
Es war eine schlau inszenierte Aktion, und das Kalkül Sharons ist leider aufgegangen. Und nein, lieber vk64, sympathisch sind mir weder Sharon noch Arafat. Sympathisch ist irgendwie anders. Vielleicht Peter Ustinov, der sich in einem Restaurant überlegt hatte, ob er Sharon ein Beinchen stellen sollte. :-))



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#1680

RE: Wie umgehen mit Israels Besatzungspolitik

in Politik 06.05.2010 11:35
von NAHAL (gelöscht)
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Zitat von: Maga 
Es war eine schlau inszenierte Aktion, und das Kalkül Sharons ist leider aufgegangen.


Nein, lieber Maga,
Es war ein Zeichen einer Selbsverständlichkeit: Dass Juden den Tempelberg in Jerusalem besuchen dürfen.
Ich frage mich, wo Du sein würdest, Katholiken müssten, unter Waffenschutz, den Petersplatz besuchen müssen?



zuletzt bearbeitet 06.05.2010 11:59 | nach oben springen

#1681

RE: Wie umgehen mit Israels Besatzungspolitik

in Politik 06.05.2010 11:44
von Hans Bergman | 16.696 Beiträge | 40058 Punkte


Zitat von: NAHAL 
...Es war ein Zeichen einer Selbsverständlichkeit: Dass Juden den Tempelberg in Jerusalem besuchen dürfen....

Es war nur eine Selbsverständlichkeit, dass er die vorhersehbaren Auseinandersetzungen und Blutbäder bewusst billigend in Kauf nahm.



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#1682

RE: Wie umgehen mit Israels Besatzungspolitik

in Politik 06.05.2010 12:01
von Hans Bergman | 16.696 Beiträge | 40058 Punkte


Zitat von: Maga 
Es war eine schlau inszenierte Aktion, und das Kalkül Sharons ist leider aufgegangen. ...

Ich würde diese Aktion eher kaltblütig und menschenverachtend nennen.



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#1683

RE: Wie umgehen mit Israels Besatzungspolitik

in Politik 06.05.2010 12:24
von Landegaard
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Zitat von: 
Und, was hat er zum Friedensprozess geleistet? Was denn? Er hat ein paar Buden in Gaza geräumt und das Militär aus der Schusslinie geholt.?


Das ist wahrlich nicht viel, allerdings schon wieder mehr als die Folgeleistung der Palästinenser, die geräumten Gebiete als vorgelagerte Abschussbasen zu begreifen. Man sollte die Dinge immer in ihrer Relation sehen. Immer nur die Unvollständigkeit israelischer Offerten zu kritisieren, ist einfach noch weniger und kein anlass, Politiker deswegen Resekt zu zollen.


Zitat von: 
Fragen Sie mal die Witwe von Rabin, wen Sie für die Ermordung ihres Mannes verantwortlich macht. Arafat hat sie auf jeden Fall zum Kondolenzbesuch ins Haus gebeten, Sharon nicht.Warum wohl? Warum wohl nicht den Vater der Siedlerbewegung? Weil ein Sohn der Siedlerbewegung ihren Mann ermordete?

Denken Sie mal dar+über nach, bevor Sie Sharon in den Himmel loben.


Ich schätze, Sie haben mich missverstanden. Ich lobe Scharon nicht in den Himmel, sondern zolle seiner Fähigkeit respekt, über seinen Schatten zu springen. Was nun der Mord an Rabin damit zu tun hat, oder wie er diesen Respekt schmälern sollte, verstehe ich nicht.


Zitat von: 
Er hat bis zum Tode Rabins gegen ihn und seine Friedenspläne gekämpft. Sharon und in direkter Folge Nethanjahu sind die Hauptfiguren beim Scheitern des Osloer Abkommens. Ohne diese beiden wäre wahrscheinlich schon längst Frtieden eingekehrt und tausende Menschen würden noch leben..


Eine ähnlich gehaltvolle Speklulation, wie die einer NI, die zu wissen glaubt, wofür die Palästinenser ihr Geld ausgeben, sollten sie welches bekommen.


Zitat von: 
Nein, glücklicherweise nicht.


Ein Problem von vielen.



Zitat von: 
Zitat von: Landegaard
Wer könnte das bei den Hamas-Volltrotteln sein, irgendeine Idee?Es ist interessant, dass Sie eine vergleichbare Person zu Sharon bei der Hamas suchen.In jeder Beziehung interessant.


Sorry vk64, wenn Sie debattieren wollen, tun Sie es, aber verschonen mich bitte mit solch kryptischen Äußerungen. Hamas stellt die handelnden Politiker in Gaza. Nennen Sie mir doch einfach mal irgendeine Aktion der Hamas, die irgendwie als Deeskalation zu verstehen wäre und etwa einen Wert hat, wie Scharons Räumung Gazas.


Zitat von: 
Man muss auch nicht von Sabra und Shatilla reden, aber man muss schon davon reden, wie er beim ersten Überfall Israels auf den Libanon die Bewohner Beiruts ausgehungert und ohne Wasser und Strom bei sengender Hitze wochenlang bombariederen ließ. Meine Großmutter und meine Tante waren damals in Beirut eingeschlossen.


Nein, darüber muss man nicht laufend reden. Merken Sie nicht, dass Sie mit Ihrer Sicht in die Vergangenheit sich selbst jeder Friedensfähigkeit entheben? Es ist vor allem so nutzlos, weil jeder Israeli Ihnen ebenfalls solche Storys aus der Vergangenheit auftischen kann. Wozu soll das führen? Wieder sei an Scharon erinnert. Natürlich sind in einer Gesamtbetrachtung eines Politikers auch diese Dinge zu beachten. Wo allerdings nicht viel Deeskalationen zu finden sind, sollten die hoch bewertet werden, die stattfinden. Ich warte auf Ihre Beispiele.


Zitat von: 
Sein Gang zum Tempelberg löste letztlich die zweite Intifada aus, in deren Folge bis heute tausende Menschen ms Leben kamen.


Sollte er deswegen dem Tempelberg fern bleiben?


Zitat von: 
Da Sie Psychologe sind, empfehle ich Ihnen doch einmal die Selbstanalyse dieser Aussage,ansonsten, zur Information, spuckt der von Ihnen so genannte "gemeine Araber " beim Anblick eines Massenmörders wie Sharon genauso zum Zeichen tiefster Verachtung auf den Boden (oder in die Glotze) wie der mit höchsten Professorenwürden versehene Araber dies in diesem Falle auch tun würde.


Das ist schnell erledigt. Ich kann Ihre Einschätzung, dass es sich bei Scharon um einen Massenmörder handelt, nicht problemlos folgen. Bei Massenmördern oder Rassisten auszuspucken, ist mir verständlich. Ich verstehe auch, dass Isralis ausspucken, wenn sie mit Kassam-Ballerern zu tun haben. Problematisch scheint mir nur, dass in einem Meer von Spucke waatend kein geeignetes Mittel ist, ein Palästina zu gründen und egal wie sehr Sie die Israelis verachten: Ohne die wirds nichts werden.


Zitat von: 
Dass wiederum der gemeine Deutsche dies nicht ebenfalls tut und stattdessen sich in seinem Innersten nie ganz von seiner Verehrung fürs Militärische lösen kann und anscheinend eine historisch verwurzelte gewisse seltsame Affinität zum Massenmord hat


Ich habe in meinem deutschen Leben noch keine Chance gehabt, mich an einem Massenmord zu beteiligen, empfinde aber seltsamerweise auch keine genetisch bedingte Schmerzen deshalb. Vielleicht lässt sich einem Volk eine Massenmordaffinität nicht so pauschal zusprechen?


Zitat von: 
Mir scheint, dass der gemeine wie hochakademische Araber da die weit aus bessere Intuition als Sie haben.


Die Meinung können Sie gerne haben. Ich stelle fest, dass wir die Dinge offensichtlich aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten, was letztlich immer eine gute Erklärung ist, zu unterschiedlichen Ergebnissen zu kommen.


Zitat von: 
Wie kann man einen Massenmörder wie Sharon für sympathisch erklären. ? Wandlung? Vergessen Sie es. Sie sind auf einen wirtschaftlich notwendigen PR-Gag hereingefallen. Gaza wurde zwar geräumt, aber letztlich blieb Gaza unter Fremdherrschaft.
Ob ich ein Land von innen konrolliere oder dies von außen tue, ändert letztlich nichts an der Unfreiheit der Menschen, die in diesem Land leben.


Da haben Sie natürlich recht. Wollen wir darüber sprechen, worin wir die Ursachen sehen, dass die Räumung Gazas kein Beginn einer Freiheitsausweitung war, sondern sofort wieder endete? Ich glaube, dass wir auch hier eine unterschiedliche Sicht haben.


Zitat von: 
?Naja, mit diesen Äußerungen bewegen Sie sich schon fast unter dem Niveau von NI.


Das lässt sich sicher gefälliger formulieren, da haben Sie recht. Sie weichen aber der Kernaussage erneut aus: Wo ist der Beitrag zur Friedensstiftung der Hamas bswp? Die ist zwar gewählt worden, aber eben aus dem Grund die Situation der Palästinenser in Gaza zu verbessern. Ein paar Destruktionsorgien später sehe ich nicht, wie die Hamas ihren Wahlauftrag erfüllt. Sie? Wo sind die konstruktiven Vorschläge auch bei Ihnen? Ihr gesamter Beitrag ist ein einziger ausgestreckter Zeigefinger in alle Richtungen.


Zitat von: 
Aber, wie gesagt, vielleicht finden Sie bei Ihrer Selbstanalyse auch heraus, warum Sie als Person und als Deutscher einen Massenmörder und den größten Friedenszerstörer im Nahen Osten sympathisch finden.


Dazu ist keine Selbstanalyse nötig, ich nannte Ihnen den Grund bereits. Scharon hat Gaza verlassen, gegen starke Widerstände. Sie geben sich viel Mühe, das mehrmals zu diskreditieren. Nur juckt mich das nicht, denn anders als Ihnen sind mir die Motive nicht so wichtig, wichtig ist mir, dass es geschehen ist und somit eine Chance zum Frieden vorhanden war, die die Palästinenser Gazas nicht nutzten. Ende der Geschichte. Bei Ihnen fällt mir auf, dass Sie sich hartnäckig weigern, das auch nur zur Kenntnis zu nehmen und nicht die Sinnhaftigkeit Ihrer Emotionalität hinterfragen. Ich finde das schade.


Zitat von: 
Aber, wissen Sie, ich bin gar nicht so hasserfüllt gegen Sharon, wie Sie vermuten. Ich wünsche ihm sogar noch ein sehr, sehr langes Leben.


Das soll, wie ich annehme, ein Witz sein?


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#1684

RE: Wie umgehen mit Israels Besatzungspolitik

in Politik 06.05.2010 12:28
von Landegaard
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Zitat von: NAHAL 
"Scharon hat und das macht ihn für jeden Palästinenser unerreichbar, Seinen Weg vom Radikalen Hasser zum Pragmaten,..."
Das ist auch eine gern gepflegte Legende, die, wie fast alle Legenden, nicht stimmt.
Sharon war nie ein "radikaler Hasser", im Gegenteil. Seine tiefe Verbundenheit mit den Bedouinen des Negevs ist bekannt.


Ich kann nicht über Scharons Motive urteilen, insofern ist Ihr Einwand berechtigt. Viele seiner Aktionen, die er im Militär zu verantworten hatte, geben mir Anlass dazu, einen Hass als Motivator zu orten.



zuletzt bearbeitet 06.05.2010 12:53 | nach oben springen

#1685

RE: Wie umgehen mit Israels Besatzungspolitik

in Politik 06.05.2010 12:32
von NAHAL (gelöscht)
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" Nennen Sie mir doch einfach mal irgendeine Aktion der Hamas, die irgendwie als Deeskalation zu verstehen wäre und etwa einen Wert hat, wie Scharons Räumung Gazas."

Hier, von heute:

Abbas: Hamas is smuggling weapons into the West Bank

http://www.haaretz.com/news/diplomacy-de...t-bank-1.288623



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#1686

RE: Wie umgehen mit Israels Besatzungspolitik

in Politik 06.05.2010 12:34
von landegaard
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Zitat von:  
Sympathie für Rabin.
Und auch für Sharon? Wie geht das zusammen?
Kennen Sie Sharons Kompromisslosigkeit und seine biblische Vergeltungspolitik - Auge um Auge, Wahn um Wahn? Religiöser Fanatismus, rassistischer Überlegenheitswahn und der Anspruch auf gottgegebenen Lebensraum vereinigen sich bis heute zu einem Sumpf, in dem sich faschistische Elemente tummeln.


Sie müssten eine Reihe meiner Beiträge kennen, um zu verstehen, wie sehr mich dieses ewige Vorhalten von Vergangenem nervt. Ja, ich kenne das alles und hätte ich eine Liebeserklärung an Scharon verfasst, könnte ich mit Ihrem Einwand etwas anfangen.


Zitat von:  
Mosche Zimmermann, Professor für Deutsche Geschichte in Jerusalem, urteilte etwa über den radikalen Siedlernachwuchs: "Wie die Hitlerjugend".


Zu den Siedlern habe ich auch eine Meinung, wie auch zu religiösen Eiferern. Ich weiß nicht, wer Sie sind. Ließe sich das ändern?


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#1687

RE: Wie umgehen mit Israels Besatzungspolitik

in Politik 06.05.2010 12:41
von NAHAL (gelöscht)
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Goldstone, der hier erwähnt wurde, hat gestern eine Erklärung abgegeben, warum er 28 Schwarze zu Tode verurteilt hat.
Seine Aussage, die in den Medien zu lesen ist, könnte ein Plagiat einer Filbinger-Erklärung sein.



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#1688

RE: Wie umgehen mit Israels Besatzungspolitik

in Politik 06.05.2010 13:13
von Hans Bergman | 16.696 Beiträge | 40058 Punkte


Zitat von: vk64
...Dass wiederum der gemeine Deutsche dies nicht ebenfalls tut und stattdessen sich in seinem Innersten nie ganz von seiner Verehrung fürs Militärische lösen kann und anscheinend eine historisch verwurzelte gewisse seltsame Affinität zum Massenmord hat...

...dass wiederum der gemeine Araber diese Affinität des Deutschen zum Massenmord frenetisch honoriert und ihn sogar in südamerikanischen Discos freudig umarmt und mit Hitlergruß "ehrt", nur weil er erfährt, er sei ein Deutscher und damit quasi potenzieller Massenmörder, der ihm gegen seinen Dauergegner hilft?

Gehts eigentlich noch?



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#1689

RE: Wie umgehen mit Israels Besatzungspolitik

in Politik 06.05.2010 13:13
von kein Name angegeben • ( Gast )
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Landegaard: Ich weiß nicht, wer Sie sind. Ließe sich das ändern?

Ich überlege noch. Wegen des Zeitmangels. Denn es ist mühsam alle Beiträge zu lesen und nur auf die zu antworten, die mich wirklich interessieren. Außerdem ist Nahost nicht unbedingt der Schwerpunkt meines Interesses.

MfG
s.


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#1690

RE: Wie umgehen mit Israels Besatzungspolitik

in Politik 06.05.2010 13:17
von landegaard
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Zitat von:  Landegaard: Ich weiß nicht, wer Sie sind. Ließe sich das ändern?
Ich überlege noch. Wegen des Zeitmangels. Denn es ist mühsam alle Beiträge zu lesen und nur auf die zu antworten, die mich wirklich interessieren. Außerdem ist Nahost nicht unbedingt der Schwerpunkt meines Interesses.
MfG
s.


Naja, Sie müssten dann ja nicht mehr schreiben :). Ich weiß nur gerne, mit wem ich zu tun habe.


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#1691

RE: Wie umgehen mit Israels Besatzungspolitik

in Politik 06.05.2010 13:34
von Maga (gelöscht)
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Zitat von: NAHAL 
Nein, lieber Maga,
Es war ein Zeichen einer Selbsverständlichkeit: Dass Juden den Tempelberg in Jerusalem besuchen dürfen.
Ich frage mich, wo Du sein würdest, Katholiken müssten, unter Waffenschutz, den Petersplatz besuchen müssen?
Zur letzten Frage: Auf dem Petersplatz. :-) Zu meinen hervorstechendsten positiven Eigenschaften gehört freilich nicht die Friedensliebe. :-)

Menschliches Verhalten ist aber fast nie monokausal begründet. So kann es sein, dass hinter seiner Entscheidung sowohl politisches Kalkül - er wurde PM - als auch politische Grundüberzeugungen - der Tempelberg gehört "uns" - standen.



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#1692

RE: Wie umgehen mit Israels Besatzungspolitik

in Politik 06.05.2010 13:36
von Maga (gelöscht)
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Zitat von: Hans Bergman 
Ich würde diese Aktion eher kaltblütig und menschenverachtend nennen.

Hans, kaltes Blut ist ja nicht immer schlecht; für einen Politiker wie für einen General ist es manchmal vielleicht sogar notwendig. Und bevor man moralische Urteile fällt, sollte man zunächst die politischen Implikationen bestimmter Handlungen sehen. Dann kann man immer noch moralische Urteile fällen.



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#1693

RE: Wie umgehen mit Israels Besatzungspolitik

in Politik 06.05.2010 13:45
von guylux (gelöscht)
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Zitat von: Maga 
Wo hat nahal das denn getan?


Ich habe Nahal's Post Nr.7427 so ausgelegt .
Wie legen Sie den denn aus ?



zuletzt bearbeitet 06.05.2010 13:55 | nach oben springen

#1694

RE: Wie umgehen mit Israels Besatzungspolitik

in Politik 06.05.2010 13:45
von NAHAL (gelöscht)
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Zitat von: Maga 
Zur Menschliches Verhalten ist aber fast nie monokausal begründet. So kann es sein, dass hinter seiner Entscheidung sowohl politisches Kalkül - er wurde PM - als auch politische Grundüberzeugungen - der Tempelberg gehört "uns" - standen.


Der Tempelberg gehört "auch uns", nicht "nur uns". Daran haben sich ALLE israelischen Regierungen, seit 1967, gehalten. Das ist keine "politische" sondern eine Grundüberzeugung. Und wer das nicht akzeptiert, hat die Konsequenzen zu tragen.

Ich glaube nicht, Du warst an der Klagemauer und hast gesehen, wie "friedliche Muslime" Steine auf die Besucher werfen.

Solche Konsequenzen müssen immer, schnell und zeitnah, dem Gegenüber deutlich vor die Augen geführt werden. Das ist auch einer der Gründe, warum ich Olmert so kritisierte:
Die erste Kassam hätte eine massive Reaktion verdient. Und bei jeder weiteren eine Esakaltion der Antwort.



zuletzt bearbeitet 06.05.2010 13:53 | nach oben springen

#1695

RE: Wie umgehen mit Israels Besatzungspolitik

in Politik 06.05.2010 13:52
von Hans Bergman | 16.696 Beiträge | 40058 Punkte


Zitat von: Maga 
Hans, kaltes Blut ist ja nicht immer schlecht; für einen Politiker wie für einen General ist es manchmal vielleicht sogar notwendig. Und bevor man moralische Urteile fällt, sollte man zunächst die politischen Implikationen bestimmter Handlungen sehen. Dann kann man immer noch moralische Urteile fällen.

Kaltes Blut und Kaltblütigkeit haben auch nur eine Gemeinsamkeit mit den Wortstämmen. Ansonsten haben sie überhaupt nichts miteinander zu tun.

Dieser kaltblütige Macht"mensch", und nicht nur er, wusste genau, was aus dieser offensichtlichen Provokation folgen würde.
Und würde jeder Mörder so bestraft, zum Dahinsiechen verdammt, weil ihn nicht einmal der Teufel holen will, dann würde ich sogar, vielleicht, irgendwie eher an einen Gott glauben.



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#1696

RE: Wie umgehen mit Israels Besatzungspolitik

in Politik 06.05.2010 13:53
von guylux (gelöscht)
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Zitat von: NAHAL 
Goldstone, der hier erwähnt wurde, hat gestern eine Erklärung abgegeben, warum er 28 Schwarze zu Tode verurteilt hat.
Seine Aussage, die in den Medien zu lesen ist, könnte ein Plagiat einer Filbinger-Erklärung sein.


Das ist natürlich nicht schön , aber wenn man von Sharon acceptiert , dass er sich gewandelt hat , warum nicht auch von Goldstone ?
Ob deshalb sein Bericht über Gaza weniger gut sein soll , kann Ich nicht beurteilen



zuletzt bearbeitet 06.05.2010 13:54 | nach oben springen

#1697

RE: Wie umgehen mit Israels Besatzungspolitik

in Politik 06.05.2010 13:54
von Hans Bergman | 16.696 Beiträge | 40058 Punkte


Zitat von: NAHAL 
...Die erste Kassam hätte eine massive Reaktion verdient. Und bei jeder weiteren eine Esakaltion der Antwort.

Das sähe ich absolut genau so. Ja, wenn... Du weiß schon.



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#1698

RE: Wie umgehen mit Israels Besatzungspolitik

in Politik 06.05.2010 13:55
von NAHAL (gelöscht)
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Zitat von: Maga 
Zur letzten Frage: Auf dem Petersplatz. :-) Zu meinen hervorstechendsten positiven Eigenschaften gehört freilich nicht die Friedensliebe. :-)


:-)
Auch wenn es "nur" Donnerstag ist:

50 jähriges Jubiläum der Erstürmung des Winterpalastes in St.Petersburg durch die Rotgardistern. Feier in der Moskauer "Lenin"-Schule im zweiten Bezirk Moskaus.
Zu Besuch, der letzte überlebende Zeitzeuge, Ivan Kazan.
Ein Musterschüler, wird vom Parteisekräter der Schule beauftragt, dem Besucher Fragen zu stellen (die Fragen wurdem ihm schriftlich vorgelegt):
-Sehr geehrter Genosse Kazan,
Als die heldenhaften Rotgardisten des Kreuzers Aurora sich, auf die feindlichen, feigen, reaktionären bewaffneten Truppen der Obrigkeit hinbewegten, als diese bezahlten Knechte des Adles den Befehl erhielten , auf die unbewaffneten Matrosen zu schiessen, was taten Sie?
-Ja, ich schoß.

Du würdest also, auf dem Pteresplatz, schiessen. :-)



zuletzt bearbeitet 06.05.2010 14:27 | nach oben springen

#1699

RE: Wie umgehen mit Israels Besatzungspolitik

in Politik 06.05.2010 13:57
von NAHAL (gelöscht)
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Zitat von: guylux 
Das ist natürlich nicht schön , aber wenn man von Sharon acceptiert , dass er sich gewandelt hat , warum nicht auch von Goldstone ?


Ich wiederhole mich ungern:
Gehirnzellen einschalten, BEVOR Sie schreiben:
Goldstone Aussage ist von GESTERN.
Es könnte sein, dass er sich, seit gestern, gewandelt hat.



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#1700

RE: Wie umgehen mit Israels Besatzungspolitik

in Politik 06.05.2010 14:14
von guylux (gelöscht)
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Zitat von: NAHAL 
Ich wiederhole mich ungern:
Gehirnzellen einschalten, BEVOR Sie schreiben:
Goldstone Aussage ist von GESTERN.
Es könnte sein, dass er sich, seit gestern, gewandelt hat.


Entschuldigung Herr Oberlehrer , dass Sie sich wiederholen mussten .
Ich habe die Goldstone Aussage nicht gelesen ( Sie haben sie ja nicht verlinkt ), aber so verstanden , dass er gestern gesagt hat , warum er vor X Jahren 28 Schwarze zum Tode verurteilt hat . Ob er heute noch so denkt , weiss Ich nicht . Wenn ja , ist er ein Idiot , wenn nein , hat er sich gewandelt .
Ob sein Bericht jetzt weniger gut ist , kann Ich immer noch nicht beurteilen . Komisch ist nur , dass an der Person Goldstone gerüttelt wird , am Bericht entschieden weniger .


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