#16201

RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?

in Politik 28.09.2010 11:35
von nahal
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Zitat von: VK64
28.09.2010 11:21, #33403

Entschuldigung, ich habe die Zahl eingestellt (oder besser: abgeschrieben bei Viktoria Waltz)-, also werde ich wohl wissen, dass diese Zahl von 1850 stammt.
Und, 1850 gab es kein Britisches Mandatsgebiet.
Was soll das denn nun schon wieder?
i


Die Zahlen sind falsch. Richtig ist:

Olf Dapper schrieb 1677:
“There are Jews all over Syria and the Holy Land, especially in Acre, Sidon, Damascus, Jerusalem, Hebron and Gaza. No transactions take place without the knowledge of the Jews and even the smallest dealings pass through their hands.” (Bahat p.54)

Erster Census in Jerusalem, 1844 durchgeführt :
3390 Christen
5760 Muslime
7120 Juden

1874:
By 1874, the American consul in Jerusalem, de Haas, reported that the city’s population numbered 30,000 of whom, 20,000 (two thirds) were Jews. (Eliyahu Tal, Whose Jerusalem? p.274)

Der US-Konsul, de Haas, berichtet, in Jeruslaem lebten ca 30.000 menschen, davon ca 20.000 Juden. (Eliyahu Tal, Whose Jerusalem? p.274)


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#16202

RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?

in Politik 28.09.2010 12:24
von VK64
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Zitat von: nahal
28.09.2010 11:35, #33406

Die Zahlen sind falsch. Richtig ist:
Olf Dapper schrieb 1677:
“There are Jews all over Syria and the Holy Land, especially in Acre, Sidon, Damascus, Jerusalem, Hebron and Gaza. No transactions take place without the knowledge of the Jews and even the smallest dealings pass through their hands.” (Bahat p.54)
Erster Census in Jerusalem, 1844 durchgeführt :
3390 Christen
5760 Muslime
7120 Juden
1874:
By 1874, the American consul in Jerusalem, de Haas, reported that the city’s population numbered 30,000 of whom, 20,000 (two thirds) were Jews. (Eliyahu Tal, Whose Jerusalem? p.274)
Der US-Konsul, de Haas, berichtet, in Jeruslaem lebten ca 30.000 menschen, davon ca 20.000 Juden. (Eliyahu Tal, Whose Jerusalem? p.274)

Habe ich geschrieben,dass die von mir eingestellten Zahlen sich auf Jerusalem beziehen? Nein!.

Dennoch danke für die Information.


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#16203

RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?

in Politik 28.09.2010 12:50
von NI (gelöscht)
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Zitat von: VK64
28.09.2010 11:21, #33403

Entschuldigung, ich habe die Zahl eingestellt (oder besser: abgeschrieben bei Viktoria Waltz)-, also werde ich wohl wissen, dass diese Zahl von 1850 stammt.
Und, 1850 gab es kein Britisches Mandatsgebiet.
Was soll das denn nun schon wieder?
i



Denken Sie die Bevoelkerungszahlen haben im Lauf der Jahre bis 1922 abgenommen?


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#16204

RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?

in Politik 28.09.2010 12:51
von NI (gelöscht)
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Zitat von: VK64
28.09.2010 11:29, #33405
Zitat von: NI
28.09.2010 03:13, #33359

Ich erinnere Sie daran, dass die "einheimische Bevölkerung" den Konflikt vom Zaun brach und dass es die arabischen Nachbarn waren, die Israel am Tag seiner Staatsgründung den Krieg erklärten.

Zitat von: VK64

Ich werde nun sicherlich nicht mit Ihnen darüber debattieren, ob diesse Ihre Ansicht die Richtige ist.


Das ist nicht meine Ansicht, das sind historische Tatsachen.


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#16205

RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?

in Politik 28.09.2010 13:25
von VK64
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Zitat von: NI
28.09.2010 12:51, #33450

Das ist nicht meine Ansicht, das sind historische Tatsachen.

Nein, das ist Ihre Bwewertung historischer Ereignisse, mit der Sie zwar nicht alleine stehen,die aber durchaus umstritten ist.

Ich für meinen Teil finde, dass die arabischen Staaten viel zu spät eingegriffen haben. Da war die gezielte Vertreibungswelle der Palästinenser durch die zionistischen Todesschwadronen schon in vollem Gange.


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#16206

RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?

in Politik 28.09.2010 14:10
von Emil Peisker (gelöscht)
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Die Frage, ob und wieviel Land wann von Juden besiedelt wurde, ist doch heute nur für die Fundamentalisten von Belang.

Es gilt das Problem des illegal besiedelten Territoriums "Westjordanland" zu lösen.
Das Völkerrecht sieht solche Vorgehensweisen eben als illegal an, die "geschaffenen Fakten"
und die Machtfrage in der Region haben die "Siedler" und die jeweiligen israelischen Regierungen in ihrer Ansicht bestärkt, dass man um die Gesamtmasse des Landes noch pokern kann.

Ziel: Bis zu einer Einigung einen großen Teil des bisher besiedelten Gebietes und darüber hinaus noch wünschenswerte Bebauungen behalten zu können. Die Alternative für die Palästineser ist doch heute schon, "nehmt was wir euch anbieten, oder in fünf Jahren gibt noch weniger"

Abbas weiß das, die US-Administration weiß das, und knirscht mit den Zähnen, die arabischen Nachbarn wissen das, und haben wegen der machtpolitischen Lage keine alternative Lösung im Köcher. Was die jetzige israelische Regierung tatsächlich will, und wann ihr Landhunger soweit gestillt ist, dass sie den Rest für Frieden zurückgeben will, ist völlig unklar.

Die Sollbruchstellen, die Netanjahu von Zeit zu Zeit neu festlegt, sind so gestaltet, dass ein palästinensischer Präsident sie schlechterdings nicht ohne völligen Glaubwürdigkeitsverlust annehmen kann.

Netanjahu lässt Abbas nur so weit politisch leben, wie er einen radikaleren Nachfolger verhindern möchte.

Heute 2010 zeigt sich, dass die fortschreitende Siedlungspolitik mit den heutigen Ortschaften und stadtähnlichen Gebilden nur deshalb möglich war, weil palästinensischer Terror immer wieder den Vorwand lieferte die Verhandlungen abzubrechen un weiterzubauen.

Dieses bizarre Ergebnis lässt vermuten, dass die Bestrebungen der palästinensischen Radikalen, den Planern der Siedlungen bestens in die Hände spielten.

Sagte schon Avi Primor vor Jahren.

Heute sagte er, dass die Palästinenser sich von der Wiederaufnahme der Baumaßnahmen nicht beirren lassen sollen. Wenn erst einaml die Grenzen festgelegt würden, dann würden eben alle Siedlungen hinter der vereinbarten Grenze an die Palästinenser fallen.

Weitsichtig oder naiv?


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#16207

RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?

in Politik 28.09.2010 16:13
von VK64
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Flotte mit jüdischen Friedensaktivisten gestoppt.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,720035,00.html

Dem Artikel ist zu entnehmen, dass die jüdischen Friedensaktivisten, vor denen ich den Hut ziehe, zeigen wollten, dass nicht alle Juden mit der Politik Israels gegenüber den Palästinensern einverstanden sind- besser gesagt, dass sie gegen diese himmelschreiende Ungerechtigkeit protestieren und auf vielen Ebenen anderweitig aktiv sind.

Ich habe zwar nie einen Zweifel daran gehabt und wusste es auch, dass es viele Juden gibt, die gegen die israelische Poltik gegenüber den Palästinensern zu Felde ziehen. leider hört man nur sehr wenig davon.

Letztlich zeigen diese Aktivisten ihre eigenen Scham und Verzweifelung und distanzieren sich von der israelischen Mehrheitsgesellschaft.

Das Handeln Israels schadet dem Ansehen der Juden weltweit, auch wenn ich persönlich diese Analagie für unzulässig halte und für mich nicht gelten lasse.

Insofern kann Israel und die Juden auf der Welt auf diese Aktivisten stolz sein.

Leider wird diese Aktion nur dann nachhaltig etwas bewirken, wenn die vielen schweigenden Juden ebenfalls ihre Stimme deutlich erheben und das Feld nicht den Hardlinern oder Pseudofriedenswilligen überlassen, denen es doch hauptsächlich darum geht, so lange wie möglich sich möglichst vieles für sich oder den Staat Israel vom Land anderer Leute unter den Nagel zu reißen.

Denn- so viel zeigt sich jetzt immer deutlich- mit der jetzigen auf rechtsradikale Nationalisten gestützten Regierung lassen keine zwei Staaten machen.

Es bleibt zu hoffen, dass die arabische Liga Druck auf duie USA ausübt, dait Israel seine friedensverhindernden völkerrechtswidrigen bauaktivitäten wieder unverzügliuch einstellt.

Leider verfolgen die Staaten der arabischen Liga- was ja auch irgndwie verständlich ist- ihre eigenen vitalen Interessen- ansonsten könnten die Golfstaaten schon mal überlegen, ob sie die amnerikanischen Truppenverbände nicht einfach hinauswerfen und ihre Waffengeschäfte nicht besser mit China oder Russland machen sollten. Das wären wahrscheinlich die einzigen Momente, die in innenpolitischem Schlamassel ersaufende US-regierung zu mehr Akrivität und Einflussnahme auf Israel zu bewegen.


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#16208

RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?

in Politik 28.09.2010 16:31
von nahal
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Zitat von: VK64
28.09.2010 16:13, #33526
Flotte mit jüdischen Friedensaktivisten gestoppt.

Warum "Flotte"? Armada wäre treffender. Bei der Anzahl der Schiffe......


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#16209

RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?

in Politik 28.09.2010 16:58
von vk64
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Zitat von: nahal
28.09.2010 16:31, #33532

Warum "Flotte"? Armada wäre treffender. Bei der Anzahl der Schiffe......
Na, wegen "flotter Protest" eben.
"Armada" hört sich so kriegerisch an, es waren aber doch Pazifisten.


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#16210

RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?

in Politik 28.09.2010 17:00
von nahal
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"The foreign minister stressed that his proposals did not represent a scheme for "populations transfer", a phrase that evokes historical proposals by Israel's extreme right to evict Palestinians from the West Bank and Gaza altogether.

"We are not talking about population transfer but about defining borders so as best to reflect the demographic reality," said. "

http://www.haaretz.com/news/diplomacy-de...-at-un-1.316197


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#16211

RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?

in Politik 28.09.2010 17:50
von NI (gelöscht)
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Zitat von: VK64
28.09.2010 13:25, #33464

Zitat von: NI
28.09.2010 12:51, #33450

Das ist nicht meine Ansicht, das sind historische Tatsachen.


Zitat von: VK64

Nein, das ist Ihre Bwewertung historischer Ereignisse, mit der Sie zwar nicht alleine stehen,die aber durchaus umstritten ist.



Es sind historische Tatsachen und sie sind alles andere als umstritten, so sollten Sie doch zur Kenntnis nehmen, dass der Terror nicht von den jüdischen Einwanderern ausging sondern von Palästinensern, geschürt von Amin al-Husseini.

http://de.wikipedia.org/wiki/Mohammed_Amin_al-Husseini


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#16212

RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?

in Politik 28.09.2010 18:37
von Emil Peisker (gelöscht)
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Zitat von: nahal
28.09.2010 17:00, #33539
"The foreign minister stressed that his proposals did not represent a scheme for "populations transfer", a phrase that evokes historical proposals by Israel's extreme right to evict Palestinians from the West Bank and Gaza altogether.
"We are not talking about population transfer but about defining borders so as best to reflect the demographic reality," said. "
http://www.haaretz.com/news/diplomacy-de...-at-un-1.316197

Hallo nahal

Bei Lieberman sollte man zweimal nachzählen, dem vertraue ich nicht.
Ich fand die folgende Aussage Liebermans signifikant:

Under Lieberman's controversial scheme, part of Israel's Arab population would be moved to a newly created Palestinians state, in return for evacuation of Israeli settlements in the West Bank.


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#16213

RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?

in Politik 28.09.2010 21:40
von kein Name angegeben • ( Gast )
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Zitat von: Emil Peisker
28.09.2010 18:37, #33553

Hallo nahal
Bei Lieberman sollte man zweimal nachzählen, dem vertraue ich nicht.
Ich fand die folgende Aussage Liebermans signifikant:
Under Lieberman's controversial scheme, part of Israel's Arab population would be moved to a newly created Palestinians state, in return for evacuation of Israeli settlements in the West Bank.


Signifikant ist die gesamte Aussage. Gerade weil Lieberman Ihre Selektion vermutet hat, hat er das auch deutlich klargestellt.
Und da ich das auch vermutete, habe ich diesen Teil der Aussage zitiert. :-)


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#16214

RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?

in Politik 28.09.2010 21:40
von nahal
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Zitat von: 
28.09.2010 21:40, #33576

Signifikant ist die gesamte Aussage. Gerade weil Lieberman Ihre Selektion vermutet hat, hat er das auch deutlich klargestellt.
Und da ich das auch vermutete, habe ich diesen Teil der Aussage zitiert. :-)


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#16215

RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?

in Politik 28.09.2010 21:51
von Nante | 10.713 Beiträge


Zitat von: NI
28.09.2010 17:50, #33549


Es sind historische Tatsachen und sie sind alles andere als umstritten, so sollten Sie doch zur Kenntnis nehmen, dass der Terror nicht von den jüdischen Einwanderern ausging sondern von Palästinensern, geschürt von Amin al-Husseini.
http://de.wikipedia.org/wiki/Mohammed_Amin_al-Husseini

Wiki sagt leider wenig bis gar nichts über das Verhältnis der Briten zu ihm. Ich vermute, die schlechtesten Traditionen der britischen Außenpolitik manifestieren sich in diesem Fall.


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#16216

RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?

in Politik 28.09.2010 23:28
von vk64
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Zitat von: NI
28.09.2010 17:50, #33549


Es sind historische Tatsachen und sie sind alles andere als umstritten, so sollten Sie doch zur Kenntnis nehmen, dass der Terror nicht von den jüdischen Einwanderern ausging sondern von Palästinensern, geschürt von Amin al-Husseini.
http://de.wikipedia.org/wiki/Mohammed_Amin_al-Husseini


Aufgrund der beschränkten Kommunikationsmittel - und, das ist eine historische Tatsache, die Sie bei Ihren Behauptungen berücksichtigen müssen- zu dieser Zeit dürften die Ansichten Husseinis weiten Teilen der palästinensischen Zivilbevölkerung entweder nicht bekannt oder eben egal gewesen sein.

Sie vergessen bzw blenden bei den von Ihnen als unumstritten geltenden Tatsachen, dass es auch eine Tatsache ist, dass der Zionismus, eine abgrundtief rassistische Ideologie , dieoriginäre Triebfeder der Einwaderung europäischer Juden nach Palästina war.

Es war nie die Absicht der jüdischen Einwanderer, in Frieden mit den einheimischen Palästinensern zu leben. Es war immer das Ziel, dort eine "heimstätte für alle Juden" zu errichten. da Palästinenser vorwiegend jedoch Muslime oder christen waren, ist auch logisch, dass ein solcher Staat nicht an deren Bedürfnissen ausgerichtet sein würde, um es einmal freundlich zu sagen.

Insofern ist es durchaus nachvollziehbar, dass es auch palästinensischen Widerstand gegen die erklärte Übername ihres Landes und faktisch auch Eigentums gab.

Wären die Juden in friedlicher Absicht nach Palästina gekommen, hätte es damals keine Probleme dieser Art gegeben- bis heute. Die jüdische Einwanderung in Palästina folgte jedoch - letztlich selbsterklärend- kolonialistischen Mustern.
Sie kennen doch den Satz vom "Land ohne Volk für ein Volk ohne Land, oder nicht? "

Das ist in etwa so, wenn ich in Ihre Wohnung/Haus eintrete und sie sitzen im Sessel und ich sage zu meinen Mitstreitern.
"Och, gucke mol, da ist ja ne unbewohnte Wohnung. Da ziehen wir jetzt ein.
Och, da sin ja noch Möbel, nagut, die Möbel behalten wir."

Aber:was ist das da auf dem Sessel?

Insofern ist Ihre Aussage, dass der Konflikt von den Arabern ausgegangen wäre, falsch. Die jüdischen Einwanderer wollten nie mit den einheimischen Arabern zusammenleben und diese auch nicht in ihrer "jüdischenNHeimstatt", Eretz Israel haben..


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#16217

RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?

in Politik 28.09.2010 23:35
von NI (gelöscht)
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Zitat von: vk64
28.09.2010 23:28, #33600

Aufgrund der beschränkten Kommunikationsmittel - und, das ist eine historische Tatsache, die Sie bei Ihren Behauptungen berücksichtigen müssen- zu dieser Zeit dürften die Ansichten Husseinis weiten Teilen der palästinensischen Zivilbevölkerung entweder nicht bekannt oder eben egal gewesen sein.




Auch diese Debatte hatten wir schon und ich hatte Ihnen auch schon damals nachgewiesen, dass Ihre Ansicht nicht zutrifft. Der Mufti von Jerusalem war eine zentrale Figur im Mandatsgebiet. Dieses Amt hatte seine Familie schon seit hundert Jahren inne. Ab 1921 war er Präsident des obersten islamischen Rates. Sie können also davon ausgehen, dass Amin al-Husseini die wichtigste Führerfigur für die Muslime in Palästina war.


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#16218

RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?

in Politik 28.09.2010 23:45
von VK64
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Zitat von: NI
28.09.2010 23:35, #33603

Auch diese Debatte hatten wir schon und ich hatte Ihnen auch schon damals nachgewiesen, dass Ihre Ansicht nicht zutrifft. Der Mufti von Jerusalem war eine zentrale Figur im Mandatsgebiet. Dieses Amt hatte seine Familie schon seit hundert Jahren inne. Ab 1921 war er Präsident des obersten islamischen Rates. Sie können also davon ausgehen, dass Amin al-Husseini die wichtigste Führerfigur für die Muslime in Palästina war.


Wurde er von der Bevölkerung gewählt?


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#16219

RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?

in Politik 28.09.2010 23:48
von GeorgeF | 4.734 Beiträge


Zitat von: vk64
28.09.2010 23:28, #33600

Aufgrund der beschränkten Kommunikationsmittel - und, das ist eine historische Tatsache, die Sie bei Ihren Behauptungen berücksichtigen müssen- zu dieser Zeit dürften die Ansichten Husseinis weiten Teilen der palästinensischen Zivilbevölkerung entweder nicht bekannt oder eben egal gewesen sein.
Sie vergessen bzw blenden bei den von Ihnen als unumstritten geltenden Tatsachen, dass es auch eine Tatsache ist, dass der Zionismus, eine abgrundtief rassistische Ideologie , dieoriginäre Triebfeder der Einwaderung europäischer Juden nach Palästina war.
Es war nie die Absicht der jüdischen Einwanderer, in Frieden mit den einheimischen Palästinensern zu leben. Es war immer das Ziel, dort eine "heimstätte für alle Juden" zu errichten. da Palästinenser vorwiegend jedoch Muslime oder christen waren, ist auch logisch, dass ein solcher Staat nicht an deren Bedürfnissen ausgerichtet sein würde, um es einmal freundlich zu sagen.
Insofern ist es durchaus nachvollziehbar, dass es auch palästinensischen Widerstand gegen die erklärte Übername ihres Landes und faktisch auch Eigentums gab.
Wären die Juden in friedlicher Absicht nach Palästina gekommen, hätte es damals keine Probleme dieser Art gegeben- bis heute. Die jüdische Einwanderung in Palästina folgte jedoch - letztlich selbsterklärend- kolonialistischen Mustern.
Sie kennen doch den Satz vom "Land ohne Volk für ein Volk ohne Land, oder nicht? "
Das ist in etwa so, wenn ich in Ihre Wohnung/Haus eintrete und sie sitzen im Sessel und ich sage zu meinen Mitstreitern.
"Och, gucke mol, da ist ja ne unbewohnte Wohnung. Da ziehen wir jetzt ein.
Och, da sin ja noch Möbel, nagut, die Möbel behalten wir."
Aber:was ist das da auf dem Sessel?
Insofern ist Ihre Aussage, dass der Konflikt von den Arabern ausgegangen wäre, falsch. Die jüdischen Einwanderer wollten nie mit den einheimischen Arabern zusammenleben und diese auch nicht in ihrer "jüdischenNHeimstatt", Eretz Israel haben..

Sie urteilen fehl. Die jüdischen Einwanderer der ersten Alijah sahen sich (bis zu den Unruhen von 1921) durchaus als Freunde der Alteingesessenen in Palästina - es war genug ungenutztes Land vorhanden und wenn Sie sich Fotos aus jener Zeit ansehen, finden sie genügend Bilder, die Juden und palästinensische Bauern in gemeinsamer Arbeit zeigen - auch Juden, die ganz bewusst sich palästinensisch kleideten und Freundschaften mit den örtlichen Landbewohnern pflegten. Die Feindschaft ist nicht von jüdischer Seite angeheizt worden, auch nicht generell von palästinensischer Seite, sondern eben von dem religiös-nationalistschen Husseini-Clan, der als ersten Gegner die kooperationswilligen Nusseibis aussxhalteten.
Nein, der Konflikt ist nicht von "DEN Arabern" ausgegangen, sondern von einem von einer radikal-nationalistischen Clique um Husseini. Golda Meir hat noch 1947 insgeheim mit Abdullah von Jordanien verhandelt. Der wurde für von arabischen (?) Nationalisten ermordet.
Es ist unzulässig weil allzusehr vereinfacht, die Besiedlung Palästinas durch die Juden mit dem europäischen Kolonialismus in Afrika oder Asien auf eine Stufe zu stellen. Die kolonialisten hatten allein die Ausbeutung der Kolonien im Auge, die Juden in Palästina eine Heimstatt und ein blühendes Land - das bis dahin eher öde, dünn besiedelt und armselig war - ohne die bis dato Bewohner wie in Deutsch-Südwest oder Belgisch-Kongo zu versklaven. Den Unterschied müssen Sie schon machen.



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#16220

RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?

in Politik 28.09.2010 23:52
von GeorgeF | 4.734 Beiträge


Zitat von: VK64
28.09.2010 23:45, #33605

Wurde er von der Bevölkerung gewählt?

Nein, Husseine wurde nie gewählt, aber er war in der Lage, Kraft seines ererbten Amtes Gegner auszuschalten und die Bevölkerung aufzuhetzen.



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#16221

RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?

in Politik 29.09.2010 00:01
von NI (gelöscht)
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Zitat von: GeorgeF
28.09.2010 23:52, #33607

Nein, Husseine wurde nie gewählt, aber er war in der Lage, Kraft seines ererbten Amtes Gegner auszuschalten und die Bevölkerung aufzuhetzen.


Was er auch mit bis heute anhaltendem "Erfolg" getan hat.


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#16222

RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?

in Politik 29.09.2010 10:07
von VK64
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Zitat von: GeorgeF
28.09.2010 23:48, #33606

Es ist unzulässig weil allzusehr vereinfacht, die Besiedlung Palästinas durch die Juden mit dem europäischen Kolonialismus in Afrika oder Asien auf eine Stufe zu stellen. Die kolonialisten hatten allein die Ausbeutung der Kolonien im Auge, die Juden in Palästina eine Heimstatt und ein blühendes Land - das bis dahin eher öde, dünn besiedelt und armselig war - ohne die bis dato Bewohner wie in Deutsch-Südwest oder Belgisch-Kongo zu versklaven. Den Unterschied müssen Sie schon machen.

Armeselig? Welchen Maßstab legen Sie an? Das ist doch auch zionistischer Humbug.

Es gab eine mehr oder weniger feudale Stadtgesellschaft, es gab Bürgertum und es gab LÖanmdwirtschaft. Ferner gab es die beduinen, die so lebten, wie sie es wollten.

Was soll darabn bitte armselig sein?

In Europa war die Situation-mit Ausnahme der industriellen Zentren- gegen Ende des 19 Jahrhundertts auch nicht sehr viel anders.
Fehlte es an Satelitenanschlüssen und DVD-Player?

Und, Ihre Unterscheidung zwischen dem klassischen europäischen Kolonioalismus und dem zionistischen finde ich auch nicht gelungen.Im Gegenteil- genau so wie Sie es begründen -öde, armselig, dünn besiedelt-haben die Kolonialisten ihre Feldzüge auch begründet.

Und, ob sich Kolonialisten wie in Südafrika und Israel dazu entscheiden, ihren Wohnsitz in die schönen Gefilde vonb Südafrika oder Palästina zu verlegen oder ob sie es vorziehen, lediglich zu explorieren, macht für die einheimische Bevölkerung letztlich keinen Unterschied.

Armselig ist es vielmehr, Menschen unter Militärbesatzung oder in einem Freiluftgefängnis mit gelegentlichen Bombardements zu halten, wie es die Israelis tun.


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#16223

RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?

in Politik 29.09.2010 10:21
von Sa-La
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Zitat von: GeorgeF
28.09.2010 23:48, #33606

Sie urteilen fehl. Die jüdischen Einwanderer der ersten Alijah sahen sich (bis zu den Unruhen von 1921) durchaus als Freunde der Alteingesessenen in Palästina - es war genug ungenutztes Land vorhanden und wenn Sie sich Fotos aus jener Zeit ansehen, finden sie genügend Bilder, die Juden und palästinensische Bauern in gemeinsamer Arbeit zeigen - auch Juden, die ganz bewusst sich palästinensisch kleideten und Freundschaften mit den örtlichen Landbewohnern pflegten. Die Feindschaft ist nicht von jüdischer Seite angeheizt worden, auch nicht generell von palästinensischer Seite, sondern eben von dem religiös-nationalistschen Husseini-Clan, der als ersten Gegner die kooperationswilligen Nusseibis aussxhalteten.
Nein, der Konflikt ist nicht von "DEN Arabern" ausgegangen, sondern von einem von einer radikal-nationalistischen Clique um Husseini. Golda Meir hat noch 1947 insgeheim mit Abdullah von Jordanien verhandelt. Der wurde für von arabischen (?) Nationalisten ermordet.
Es ist unzulässig weil allzusehr vereinfacht, die Besiedlung Palästinas durch die Juden mit dem europäischen Kolonialismus in Afrika oder Asien auf eine Stufe zu stellen. Die kolonialisten hatten allein die Ausbeutung der Kolonien im Auge, die Juden in Palästina eine Heimstatt und ein blühendes Land - das bis dahin eher öde, dünn besiedelt und armselig war - ohne die bis dato Bewohner wie in Deutsch-Südwest oder Belgisch-Kongo zu versklaven. Den Unterschied müssen Sie schon machen.


Werter GeorgeF, die erste Einwanderungswelle, Alija (hebräisch: Aufstieg nach Zion) fand schon in den Jahren 1882 bis 1904 statt - wegen Pogromen und anwachsendem Antisemitismus in Europa. Die ersten etwa 25-30000 Pioniere waren weniger an einer Staatsgründung als an der Errichtung einer eigenständigen landwirtschaftlichen Lebensgrundlage interessiert.
Erst Theodor Herzl schrieb in seinem Buch "Der Judenstaat" von der Errichtung einer "nationalen Heimstätte" für das jüdische Volk und berief 1897 den ersten zionistischen Kongreß nach Basel ein. Dieser verstand sich als eine Art jüdische Nationalversammlung und sollte auch die jüdische Identität stärken. Zur Finanzierung des Landkaufs und des Baus von Siedlungen in Palästina wurde 1907 der Jüdische Nationalfonds gegründet.
Die zweite Alija (1904 bis 1914) mit 35-40000 Einwanderern kam vorwiegend aus Russland. Diese Männer und Frauen verließen ihre Heimat wegen der Pogrome und der gescheiterten Revolution von 1905. Sie waren vor allem Intellektuelle und Mittelständer, die sozialreformerisch und sozialrevolutionär eingestellt waren. Sie legten die Basis für die ersten Kibbutz-Gründungen und die erste Stadtgründung (Tel Aviv 1909).
Was Sie als die erste Alija bezeichnen, war schon die dritte Alija (1919 bis 1923). Sie brachte etwa 35000 Einwanderer vorwiegend aus Polen und Russland. Die vierte Alija (1924 bis 1931 umfasste etwa 80000 Menschen vorwiegend aus Polen und der Sowjetunion. Sie ließen sich in den Städten Tel Aviv, Haifa und Jerusalem nieder. Mit der fünften Einwanderungswelle (1932 bis 1938) kamen etwa 200 000 Menschen vornehmlich als Flüchtlinge aus Deutschland und Mitteleuropa. In den Jahren zwischen 1939 und 1945 gelang noch etwa 80 000 Menschen aus Europa die Flucht in das von der britischen Mandatsregierung verwaltete Palästina.


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#16224

RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?

in Politik 29.09.2010 11:02
von nahal
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Und NI, damit Sie mir nicht so böse sind, hier etwas anderes, was ihre Zustimmung finden wird. :-)

Benny Morris, der sehr oft von der "anderen Seite" in Anspruch genommen wird, schreibt:

"The bystander responds with a firm "no," and tries, again and again (1920, 1921, 1929, the Arab Revolt of 1936-39 and the 1947-48 War of Independence), to stab the falling man as he descends to the pavement. So the leaping man lands on the bystander, crushing him. Later, again and again, the leaping man, now firmly ensconced on the pavement, offers the crushed bystander a compromise ("autonomy" in 1978, a "two-state solution" in 2000 and in 2008), and again and again the bystander says "no."

Und noch mehr:

http://www.haaretz.com/print-edition/opi...estine-1.316295


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#16225

RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?

in Politik 29.09.2010 11:30
von Emil Peisker (gelöscht)
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Zitat von: 
28.09.2010 21:40, #33576

Signifikant ist die gesamte Aussage. Gerade weil Lieberman Ihre Selektion vermutet hat, hat er das auch deutlich klargestellt.
Und da ich das auch vermutete, habe ich diesen Teil der Aussage zitiert. :-)


Lieberman hat "meine" Selektion vermutet?

Sie scherzen, nahal.:-)

Einen Deal vereinbaren, die Grenzen ziehen, den Rest des Landes verlassen, Punkt.

Nein, Lieberman möchte nun auch noch für das Aufgeben jeder Siedlung einen Extra-Preis herausschlagen. Von der seltsamen Forderung der Anerkennung eines "rein Jüdischen" Israels, mal ganz abgesehen.

Klingt wie die versteckte Drohung, dass nach dem Deal die anderen arabischen Israelis auch in "Ihr" neues Heimatland auswandern müssen. Aber das würde der israelischen Verfassung widersprechen. Und kommen Sie nicht damit, dass die Eigenschaft "jüdischer Staat" schon in der Verfassung steht und das eh' die Grundlage für legale Ausbürgerungen sein könnte.


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