#15401

RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?

in Politik 14.09.2010 23:13
von VK64
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Zitat von: GeorgeF 
Tja VK 64 - da muss ich Dir vorbehaltslos erstmal Recht geben und meinen Irrtum eingestehen.

Na, das ist ja mal schön zulesen. Aber, ich lieg -unter uns- auch manchmal daneben....
.
Zitat von: GeorgeF 
Und seit 17 Jahren liegt die Revision der Charta der PLO auf Eis, was berechtigte Zweifel an der Gültigkeit der Oslo-Erklärungen aufkommen lässt, bzw. die Frage, ob PLO und PA - die Hamas spielt da sowieso nicht mit - weiter zu ihren Erklärungen stehen.

Ich bin ziemlich scher,dass das so ist und auch die entsprechenden Verlautbarungen sagen ja, dass man "im geist von oslo" und weiteren nachfolgenden Abkommen verhandeln will. as schliet natürlich auch die Anerkennung Israels ein. Sonst- da können wir sicher sein- würde Nethanjahu auch nicht verhandeln.


Zitat von: GeorgeF Ich kann es nur hoffen und den Friedensverhandlungen einen guten Weg wünschen, auch wenn sie nur einen Frieden zwischen einem palästinensischen Staat in den West-Banks und Israel erreichen können - ohne Gaza.


Um das auszuschließen, wäre es sinnvoll, zu erst einmal "gute" Ergebnisse zu erzielen und überderen Annahme dann eine Referendum durchzuführen.gaza sollteda in jedem Fall einbezogen werden, inwieweit man die Exilpalästinensreinbezieht, wäre zu überlegen.

Ein Referendum könnte dem Verhandlungsergebnis weitgehende Legitimität verschaffen, das dann weniger angreifbar wäre.

Eine Lösung, die Gaza nicht miteinbezieht, würde wahrscheinlich zu einer Verschärfung des Konfliktes mit Israel auf der einen Seite führen, auf der anderen Seite aber auch die innerpalästinensischen Feindschaften neu entflammen lassen.

Auch wenn ich die Hamas nicht im geringsten als Verhandlungspartner sehe,bedeutet das nicht, dass man die menschen, die derzeit unter der Knute der Hamas in gaza leben, einfach ignorieren kann. Durch ein erfolgreiches referendum könnte auch der Einfluss der Haas zurückgedrängt werden, die dann ihrerseits ein existenzbedrohende Legitimationskrise bekäme. Womit ein weiteres Problem deutlich wird- würde die Hamas die Durchführung eines solchen Referendums überhaupt zulassen?

Ich betone aber auch-bisher war nirgends die Rede von einem solchen Referendum- aus meiner Sicht ist dies aber aus Legitimitätsgründen unverzichtbar.


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#15402

RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?

in Politik 14.09.2010 23:17
von nahal
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#15403

RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?

in Politik 14.09.2010 23:18
von Landegaard | 21.313 Beiträge


Zitat von: guylux 
Beispiel :
Ich wandere nach Israel aus und nach 10 Jahren lasse Ich mich als isaelischer Staatsbürgr naturalisieren. Ich bin kein Jude , als Staat der Juden ist Israel also nicht mein Staat !
Das ist was Ich nicht verstehe .


Auch das ist nicht schwer zu verstehen. Ja, Sie sind dann kein Israeli mehr. Israel allerdings tut das nicht, um Sie zu ärgern, sondern deswegen, um sich seine Identität zu bewahren. Und die Logik gibt hier recht. Wenn ich es ernst nehme mit dem Palästina, dann muss ich froh sein, Gebiete und Menschen darin integrieren zu können. Auch inhaltlich sollte es kein Problem sein, reden wir doch in weiten Teilen (sicherlich nicht so ausschließlich, wie man es uns hier glauben machen will) von Menschen, die zwar Israelis sind, den Staat aber ablehnen.
Man kann sagen, Israel nutzt hier die Gunst der Stunde und das mit allem Recht. Problematisch wird das erst dann, wenn die Israelis nichts anderes sein wollen als das und dann gegen ihren Willen entbürgert werden. Find ich auch Mist, allerdings geschieht das dann a) als Verhandlungsergebnis und b) finden sie sich nicht staatenlos, sondern als Bürger Palästinas wieder. Man kann, wir sagen das Richtung Israel auch oft genug, eben nicht alles haben. ;)



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#15404

RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?

in Politik 14.09.2010 23:21
von Landegaard | 21.313 Beiträge


Zitat von: GeorgeF 
Die Antwort ist einfach: Israel IST eine Domokratie. Israeli zu sein, beinhaltet nicht, religiöser Jude sein zu müssen - wie sich der Begriff Jude ja auch nicht allein über die Religion definiert.
Nebenbei: Die Definition, wer denn Staatsbürger ist, unterscheidet sich auch in den europäischen Staaten. In D. gilt z.B. immer noch: "..wer deutschen Blutes ist."


Nett gesagt, de facto gehts allerdings doch eben darum, die Identität des Israelis mit dem jüdischen Glauben zu verbinden, was eben die ausschließt, die es nicht sind. Lassen wir doch solche Verrenkungen weg. Wie bin ich denn Jude in einem nicht über die Religion definierten Sinn, beispielsweise als palästinensischer Israeli?



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#15405

RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?

in Politik 14.09.2010 23:22
von nahal
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Neues aus dem "Ghetto":

"Hamas summer camps continued to gain strength this past summer as about 100,000 children underwent radical anti-Israel indoctrination by the terror group which also attacked United Nations camps, its main competition, according to a report released on Tuesday by the Intelligence and Terrorism Information Center.

According to the report, more than 100,000 children and teenagers participated in the Hamas camps which included paramilitary training and military parades. The Islamic Jihad terrorist organization also opened 51 different summer camps for over 10,000 children."

http://www.jpost.com/MiddleEast/Article.aspx?id=188082


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#15406

RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?

in Politik 14.09.2010 23:27
von nahal
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Zitat von: Landegaard 
Nett gesagt, de facto gehts allerdings doch eben darum, die Identität des Israelis mit dem jüdischen Glauben zu verbinden, was eben die ausschließt, die es nicht sind. Lassen wir doch solche Verrenkungen weg. Wie bin ich denn Jude in einem nicht über die Religion definierten Sinn, beispielsweise als palästinensischer Israeli?


??
WEM geht es "de facto doch eben drum"?
Nach der letzten Umfrage bezeichnen sich 42% der Israelis als sekulär. 15% sehen die Religion allein als Tradition.
Ich bin Jude in einem nicht über die Religion definierten Sinn. Ich finde es recht anmassend, lieber Landegaard, dass Sie mir dieses Recht abzusprechen versuchen.


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#15407

RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?

in Politik 14.09.2010 23:30
von nahal
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#15408

RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?

in Politik 14.09.2010 23:36
von GeorgeF | 4.734 Beiträge

Die Frage des Referendums zu möglichen Verhandlungsergebnissen stellt sich allerdings auch auf israelischer Seite...
Sharon hat kein Referendum abgewartet, er hat in Sachen Rückzug aus Gza gehandelt und auf die nächsten Wahlen gesetzt. Leider war das Ergebnis des Rückzuges kein Friede mit Gaza, sondern Kassams und das wirkt in Israel immer noch nach - ebenso wie der Rückzug aus der "Sicherheitszone" im Libanon und dem folgenden Erstarken der Hezbollah dort samt Beschuss Nord-Israels. Das belastet natürlich alle Friedensverhandlungen, die ja mehr oder weniger einen totalen Rückzug der Israelis aus den West-Banks zum Ziel haben - die Frage der grossen Siedlungsblöcke (Ariel) mal aussen vor.
Und Gaza? Abbas wird - wenn er Frieden und Kompromisse für die West-Banks erreichen will, keine Rücksicht auf Gaza nehmen können. In Gaza gibt es keine israelischen Siedlungen mehr, die Grenzen sind unstrittig, Israel bietet sogar an Gaza angrenzende Gebiete zum Ausgleich für israelische Siedlungen an.
Aber ich mag keine Spekulationen und Prognosen - schon gar nicht in diesem Minenfeld und nicht aus europäischer Sicht.



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#15409

RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?

in Politik 15.09.2010 09:27
von nahal
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The Egyptian foreign minister added that the negotiations are focused on the issue of borders and any agreement will be based on determining these borders.

He said that following a deal, each side would be able to do whatever it pleases with the territory that will be under its control, possibly hinting that if the future borders of a Palestinian state are agreed on, then it would be possible to allow construction in settlement areas that will remain under Israel's control.
http://www.haaretz.com/print-edition/new...-talks-1.313856


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#15410

RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?

in Politik 15.09.2010 09:47
von Hans Bergman | 23.327 Beiträge


Zitat von: GeorgeF 
1.Die Antwort ist einfach: Israel IST eine Domokratie. Israeli zu sein, beinhaltet nicht, religiöser Jude sein zu müssen - wie sich der Begriff Jude ja auch nicht allein über die Religion definiert.

2. Nebenbei: Die Definition, wer denn Staatsbürger ist, unterscheidet sich auch in den europäischen Staaten. In D. gilt z.B. immer noch: "..wer deutschen Blutes ist."

1. Israel ist ein aggressiver Religionsstaat, der mit religiösen Thesen seinen Imperialismus rechtfertigt. Unumstößlicher Beweis: Sonst würde er die illegalen Siedlungen nicht unterstützen.

2. Es gibt natürlich verschiedene Formen, sich lächerlich zu machen. Auch bös gemeinte, wie diese hier.

http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_St...tscher.E2.80.9C



zuletzt bearbeitet 15.09.2010 09:52 | nach oben springen

#15411

RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?

in Politik 15.09.2010 10:11
von Maga
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Zitat von: Hans Bergman 
1. Israel ist ein aggressiver Religionsstaat, der mit religiösen Thesen seinen Imperialismus rechtfertigt. Unumstößlicher Beweis: Sonst würde er die illegalen Siedlungen nicht unterstützen.
2. Es gibt natürlich verschiedene Formen, sich lächerlich zu machen. Auch bös gemeinte, wie diese hier.
http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_St...tscher.E2.80.9C

1. Hans, hast du mal überlegt, dass es für die Siedlungen auch noch andere Gründe als religiöse geben kann? Stichwort: Die israelische "Wespentaille" ist 12 oder 13 Kilometer breit.
2. George hat ja durchaus recht. Erst mit der Novellierung des Staatsbürgerschaftsrechts kam eine Modifizierung des "ius sanguinis". Mein Hintergrund: Mein Vater ist Italiener, meine Mutter Deutsche, ich bin in Norditalien geboren und habe erst Ende der 70er Jahre im Alter von 12 Jahren die deutsche Staatsangehörigkeit erworben. Wäre mein Vater Deutscher gewesen, hätte ich sofort die deutsche Staatsangehörigkeit erhalten.


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#15412

RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?

in Politik 15.09.2010 10:58
von primatologe | 8.476 Beiträge


Zitat von: GeorgeF 
Selbstbefriedigung ist sicherlich erheiternd, doch nicht der eigentliche Zweck des Triebes und deshalb eine nur sehr kurzfristige Scheinlösung.

Hört sich an wie eine moderne Version der katholischen Sexuallehre, bisher haben die doch immer behauptet man wird blind davon!
Aber Sie sind auf dem Gebiet sicher bewanderter als ich, Sie kennen sich ja überall aus.

(Ausser dabei die Dinge hinter den Dingen zu sehen, das ist Ihnen fremd.)



zuletzt bearbeitet 15.09.2010 10:58 | nach oben springen

#15413

RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?

in Politik 15.09.2010 11:03
von P.Z.UE.T.EO
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Zitat von: GeorgeF 

Nebenbei: Die Definition, wer denn Staatsbürger ist, unterscheidet sich auch in den europäischen Staaten. In D. gilt z.B. immer noch: "..wer deutschen Blutes ist."

Sie sollten sich über das deutsche Staatsbürgerschaftsrecht informieren bevor Sie solche, in die irre leitenden Thesen verbreiten. Wenn ein Ausländer, der die Staatsbürgerschaft per Verwaltungsakt erhalten hat, vom Blut her ist dieser deswegen nicht deutsch, mit seiner ausländischen Partnerin, deren Blut ebenfalls nicht deutsch ist, ein Kind in Deutschland bekommt, so ist dieses Kind nicht von deutschen Blut und dennoch mit der Geburt automatisch und ohne Verwaltungsakt deutscher Staatsbürger.
Auch die Adoption eines Ausländers (nicht von deutschem Blut) führt unmittelbar und ohne weiteren Verwaltungsakt zu einer deutschen Staatsbürgerschaft des Adoptierten. Das sind nur zwei Beispiele, wie ohne einen Antrag zu stellen und ohne deutsches Blut zu besitzen, die Staatsbürgerschaft erworben wird.


Zitat von: GeorgeF 
Israeli zu sein, beinhaltet nicht, religiöser Jude sein zu müssen

Es sei denn, der Israeli hat vor, in seinem eigenen Land eine staatlich anerkannte Ehe zu schliessen.
Oder er hat wie hier schon belegt vor, Land der staatlich unterstützen Organisation Jüdischer Nationalfonds e.V erwerben. Das dürfte als Nichtjude unmöglich sein, da es in der Satzung des Vereins so geschrieben steht. Bei einer Abstimmung in der Knesset darüber, ob diese Regelung Staatsgesetz werden soll, stimmten 64 der 120 Abgeordneten dafür. Nur 16 stimmten dagegen. Ob dieses Gesetz inzwischen in Kraft getreten ist, weiß ich nicht. Das israelische oberste Gericht, ist zum Glück wesentlich weniger rassistisch eingestellt als das israelische Parlament.
http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/4208


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#15414

RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?

in Politik 15.09.2010 11:16
von primatologe | 8.476 Beiträge


Zitat von: Sa-La 
1. Der Darwinsche nackte Affe bricht allerorten durch.
2. Doch unterscheiden uns vom Neandertaler 600.000 Jahre Entwicklung und die Fähigkeit, solche latent noch vorhandene Prozesse und Reaktionen zu reflektieren und gegebenenfalls abzustellen.
Denken Sie an Territorialverhalten.

1. Ja
2. Nein

Zu 2. Menschen denen z.B. durch Missbrauch von Religion das normale Sozialverhalten abhanden gekommen ist und desorientiert sind im Umgang mit Mitmenschen, denen empfehle ich einfach in den Zoo zu gehen und die Chimpansen zu beobachten, das ist der schnellste und einfachste Weg wieder normal zu werden, weil das Sozialverhalten der Chimpansen die unverfälschte Keimzelle unseres modernen Gesellschaftsvertrages ist.
Es ist komplexer geworden, aber abstellen können wir garnichts, wenn Sie das versuchen landen Sie im Irrenhaus.


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#15415

RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?

in Politik 15.09.2010 11:47
von Hans Bergman | 23.327 Beiträge


Zitat von: Maga 
1. Hans, hast du mal überlegt, dass es für die Siedlungen auch noch andere Gründe als religiöse geben kann? Stichwort: Die israelische "Wespentaille" ist 12 oder 13 Kilometer breit.
2. George hat ja durchaus recht. Erst mit der Novellierung des Staatsbürgerschaftsrechts kam eine Modifizierung des "ius sanguinis". Mein Hintergrund: Mein Vater ist Italiener, meine Mutter Deutsche, ich bin in Norditalien geboren und habe erst Ende der 70er Jahre im Alter von 12 Jahren die deutsche Staatsangehörigkeit erworben. Wäre mein Vater Deutscher gewesen, hätte ich sofort die deutsche Staatsangehörigkeit erhalten.

1. Natürlich nicht ausschließlich religöse Gründe. Meist vielleicht sogar vorgeschoben. Das macht die Sache auch nicht besser.
Mit der Wespentaille klingt nach NI: also hat Israel das Recht, sich anzufüttern? In welcher Zeit leben wir? Hast Du gerade Arbeiten aus der Zeit der Eroberungskriege? Schreibst Du ein Buch über Alexander dem Großen (Kriegsführer)?

2. Er hat nicht recht. Weder durchaus noch sonst irgendwie. Und diese Vater/Mutter-Regelungen waren zwar Schwachsinn, aber was hatten sie mit dem Blut zu tun. Oder war Deine Mutter völlig blutleer? Nur dann würde die Einlassung einen Sinn zu Georges Verteidung machen.
Einspruch abgelehnt. Dir bleibt nur noch ein Befangenheitsantrag wegen meiner Aussage: "Ich mag grundsätzlich keine Italiener." *). :)

*) Das stimmt wirklich. Ich mag nur Italienerinnen.



zuletzt bearbeitet 15.09.2010 11:55 | nach oben springen

#15416

RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?

in Politik 15.09.2010 11:56
von Landegaard
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Zitat von: nahal 
??
WEM geht es "de facto doch eben drum"?
Nach der letzten Umfrage bezeichnen sich 42% der Israelis als sekulär. 15% sehen die Religion allein als Tradition.
Ich bin Jude in einem nicht über die Religion definierten Sinn. Ich finde es recht anmassend, lieber Landegaard, dass Sie mir dieses Recht abzusprechen versuchen.


In einer Frage, also das, was ich stellte, kann keine Anmaßung stecken, lieber Nahal. Wenn Sie sie nicht beantworten wollen, ist das ok, aber die Frage darf ich stellen und ich tue es auch. Erstens.
Und zweitens sehe ich Nebenkriegsschauplatz, soweit das Auge reicht. Sie können Ihre religiösen Rechte ausüben, wie Sie mögen und sich auch definieren, wie Sie mögen. Das stellt niemand in Frage und es ändert nichts daran, dass die Verbindung zwischen Israel und jüdischen Staat die Israelis ausschließt, die keine Juden sind. Es ist dabei völlig ohne Belang, ob Sie das religiös oder spirituell definieren. Und deswegen geht es eben de facto darum. Die Umfrageergebnisse, die Sie anführen, widersprechen dem im übrigen auch nicht.


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#15417

RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?

in Politik 15.09.2010 11:58
von GeorgeF | 4.734 Beiträge


Zitat von: Hans Bergman 
....
2. Er hat nicht recht. Weder durchaus noch sonst irgendwie. Und diese Vater/Mutter-Regelungen waren zwar Schwachsinn, aber was hatten sie mit dem Blut zu tun. Oder war Deine Mutter völlig blutleer? Nur dann würde die Einlassung einen Sinn zu Georges Verteidung machen.
Einspruch abgelehnt. Dir bleibt nur noch ein Befangenheitsantrag wegen meiner Aussage: "Ich mag keine Italiener." *). :)
*) Das stimmt wirklich. Ich mag nur Italienerinnen.

Recht hatte ich bis zur Novellierung des Staatsbürgeschaftsgesetzesn (2000), seither ist diese unsägliche Formel tatsächlich gestrichen.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,717405,00.html
Und zu Deinem letzten Satz Hans, darf ich den klugen Gregor von Rezzorri zitieren: "Warum achtlos an der Hälfte der Menschheit vorübergehen?"



zuletzt bearbeitet 15.09.2010 12:00 | nach oben springen

#15418

RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?

in Politik 15.09.2010 12:21
von nahal
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Zitat von: Landegaard 
In einer Frage, also das, was ich stellte, kann keine Anmaßung stecken, lieber Nahal. Wenn Sie sie nicht beantworten wollen, ist das ok, aber die Frage darf ich stellen und ich tue es auch.


Ich habe kein problem, das zu beantworten:
Ich bin Jude aufgrund meiner GeschichteUnd Kultur und der Geschichte und Kultur meiner Familie, unabhängig von der Religion. Meine Eltern und Großeltern waren sekulär, ich auch.
Ich esse Scweinefleisch, ich gehe einmal im Jahr (morgen - Yom Kipur) in die Synagoge (um mich sehen zu lassen und um Leute zu treffen, die ich sonst das ganze Jahr nicht sehe) und ich habe, bei meinen bisherigen 3 Ehen, zwei mit Nicht-Jüdinnen geniessen dürfen.
Meine Kinder sind sekulär, die kleine Tochter (11J) schimpft über ihren Religionsuntericht (evangelisch) genau so wie die Mehrheit ihrer Klassenkolleginnen.
Nichtdestotrotz fühllen sich alle drei als Juden.

Ich übe meine "religiösen Rechte" genau in dem Sinne, dass ich keinem erlaube, sich da einzumischen. Nicht dem Rabbi, nicht Netanjahu und Ihnen auch nicht.

Ich definiere "das" nicht "religiös oder spirituell", sondern national.
Und hier halte ich mich, was Israel anbelangt, strikt an die gültigen völkerrechtlichen Vereinbarungen:
"Israel ist die nationale Heimstatt der Juden".

Das bedeutet nicht, dass der "jüdische Staat die Israelis ausschließt, die keine Juden sind" sondern allein, dass "der jüdische Staat" der Staat der Juden ist, genau so wie Deutschalnd der Staat der Deutschen ist, wo alle, die nicht Deutsche sind aber deutsche Staatsbürger, nicht ausgeschlossen sind.


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#15419

RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?

in Politik 15.09.2010 12:22
von Maga
avatar


Zitat von: Hans Bergman 
1. Natürlich nicht ausschließlich religöse Gründe. Meist vielleicht sogar vorgeschoben. Das macht die Sache auch nicht besser.
Mit der Wespentaille klingt nach NI: also hat Israel das Recht, sich anzufüttern? In welcher Zeit leben wir? Hast Du gerade Arbeiten aus der Zeit der Eroberungskriege? Schreibst Du ein Buch über Alexander dem Großen (Kriegsführer)?
2. Er hat nicht recht. Weder durchaus noch sonst irgendwie. Und diese Vater/Mutter-Regelungen waren zwar Schwachsinn, aber was hatten sie mit dem Blut zu tun. Oder war Deine Mutter völlig blutleer? Nur dann würde die Einlassung einen Sinn zu Georges Verteidung machen.
Einspruch abgelehnt. Dir bleibt nur noch ein Befangenheitsantrag wegen meiner Aussage: "Ich mag grundsätzlich keine Italiener." *). :)
*) Das stimmt wirklich. Ich mag nur Italienerinnen.



1. Mon Dieu. Wo habe ich etwas gerechtfertigt? Wo habe ich den Standpunkt vertreten, "Israel habe das Recht, sich anzufüttern"? Es ging mir nur um die permanente Wiederholung, Israel sei ein "Religionsstaat" und das beste Beispiel seien die Siedlungen. btw, nein ich schreibe kein Buch über Alexander den Großen, obwohl er sicher eine faszinierende Persönlichkeit war.

2. Was mich nicht stört, sind deine Befangenheiten. (Übrigens: Von nahal habe ich noch nie eine pauschalierende Bemerkung gelesen, nicht über Deutsche - was in seinem Fall mehr als nachvollziehbar wäre -, nicht über Christen oder Muslime.) Was mich stört, war die Unterstellung, George habe eine böse Intention, weil er auf einen richtigen Sachverhalt hingewiesen hat. Oder zählt das jetzt auch als "antideutsche Hetze"?


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#15420

RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?

in Politik 15.09.2010 12:36
von Landegaard
avatar


Zitat von: nahal 
Und hier halte ich mich, was Israel anbelangt, strikt an die gültigen völkerrechtlichen Vereinbarungen:
"Israel ist die nationale Heimstatt der Juden".


Israel ist das, allerdings auch mehr als das und bei der Bibi'schen Forderung geht es darum, die gültige völkerrechtliche Vereinbarung, die Sie zu bemühen gedenken, zu exklusivieren und nach meinem Verständnis läuft die Forderung darauf hinaus, die Vereinbarung um einen Halbsatz: "und nur der Juden" zu ergänzen. Dass nämlich Israel die nationale Heimstatt der Juden ist, ist mit einer simplen Anerkennung Israels ohne weitere Zusätze ebenfalls akzeptiert.


Zitat von: nahal 
Das bedeutet nicht, dass der "jüdische Staat die Israelis ausschließt, die keine Juden sind" sondern allein, dass "der jüdische Staat" der Staat der Juden ist, genau so wie Deutschalnd der Staat der Deutschen ist, wo alle, die nicht Deutsche sind aber deutsche Staatsbürger, nicht ausgeschlossen sind.


Da weicht mein Verständnis von dem Ihren ab, genau das bedeutet es nämlich nach meinem Verständnis.


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#15421

RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?

in Politik 15.09.2010 12:47
von nahal
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Zitat von Landegaard
"1.Israel ist das, allerdings auch mehr als das und bei der Bibi'schen Forderung geht es darum, die gültige völkerrechtliche Vereinbarung, die Sie zu bemühen gedenken, zu exklusivieren und nach meinem Verständnis läuft die Forderung darauf hinaus, die Vereinbarung um einen Halbsatz: "und nur der Juden" zu ergänzen.
2. Dass nämlich Israel die nationale Heimstatt der Juden ist, ist mit einer simplen Anerkennung Israels ohne weitere Zusätze ebenfalls akzeptiert."

1. Erstens "bemühe ich nicht eine völkerrechtliche Vereinbarung" (eine sehr pejorative Ausdrucksweise) sonderm berufe mich einfach darauf.
Zweitens ist Ihr "Verständnis" in jeder Sicht falsch, um nicht zu sagen tendenziös.
Bibi hat das nie behauptet. Unterstellungen, die durch nichts belegbar sind, hindern einen vernünftigen Gedankenaustausch.
2. Wenn demm so wäre, ist die absolute Ablehnungshaltung Abbas schwer verständlich.


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#15422

RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?

in Politik 15.09.2010 13:31
von Hans Bergman | 23.327 Beiträge


Zitat von: GeorgeF 
Recht hatte ich bis zur Novellierung des Staatsbürgeschaftsgesetzesn (2000), seither ist diese unsägliche Formel tatsächlich gestrichen.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,717405,00.html
Und zu Deinem letzten Satz Hans, darf ich den klugen Gregor von Rezzorri zitieren: "Warum achtlos an der Hälfte der Menschheit vorübergehen?"

Haben sich alle Kakteen, die selbst oft gerne stechen, über Nacht zu Mimosen gewandelt?



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#15423

RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?

in Politik 15.09.2010 14:46
von Landegaard
avatar


Zitat von: nahal 
1. Erstens "bemühe ich nicht eine völkerrechtliche Vereinbarung" (eine sehr pejorative Ausdrucksweise) sonderm berufe mich einfach darauf.
2. Zweitens ist Ihr "Verständnis" in jeder Sicht falsch, um nicht zu sagen tendenziös.
Bibi hat das nie behauptet. Unterstellungen, die durch nichts belegbar sind, hindern einen vernünftigen Gedankenaustausch.
3. Wenn demm so wäre, ist die absolute Ablehnungshaltung Abbas schwer verständlich.


1. genau:) Ändert allerdings nichts am Gesagten
2. So ist das mit unterschiedlichen Ansichten, die jeweils andere ist falsch. Leider definieren Sie das nicht. Es tut mir leid, wie ich heute hinlange. Erst bin ich anmaßend, nun tendenziös und ich bin sicher, ich werde noch erfahren, dass ich auch mehr als das bin.
Zur Klarheit: Bibi muss nicht jede Konsequenz seiner Behauptungen ebenfalls behaupten, bevor man sich dazu äußern darf. Aber lassen wir das, wenn der tendenziöse Motor einmal läuft, ists eh vorbei mit dem Gedankenaustausch.
3. Abbas hat Israel anerkannt, was reden Sie von "absoluter Ablehnungshaltung"?
Israel reicht das nicht, also kann man das mit der Ablehnungshaltung durchaus kontrovers sehen.
Abbas Ablehnungshaltung wird zur Ursache haben, weil er denjenigen, die von einer Einstaatenlösung oder von Gebährmuttern als Waffe faseln nicht wird erklären wollen, dass diese Träume ausgeträumt sein müssen. Land UND Palästinenser vom Feind, wie Sie richtig bemerkten, zu erhalten, MUSS im Interesse aller sein, die ein Palästina wollen. Wir sprachen allerdings nicht über diese Motivation, weil wir die bereits einvernehmlich verdammt hatten.


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#15424

RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?

in Politik 15.09.2010 15:23
von Palnat
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Zitat von: nahal 
"Israel ist die nationale Heimstatt der Juden".
Das bedeutet nicht, dass der "jüdische Staat die Israelis ausschließt, die keine Juden sind" sondern allein, dass "der jüdische Staat" der Staat der Juden ist, genau so wie Deutschalnd der Staat der Deutschen ist, wo alle, die nicht Deutsche sind aber deutsche Staatsbürger, nicht ausgeschlossen sind.


http://www.haaretz.com/print-edition/opi...a-name-1.312848

Biladi, Biladi - what's in a name?
A radical Jewish leftist who supported the steps that led to the legislation turned to a head of an Arab organization and asked: "We did what you wanted, and you still aren't satisfied. What should we call the country so you'll really feel equal?" With a broad smile the head of the Arab association replied: "What's the problem? The real name was and always will be: Falastin."
By Shlomo Avineri

It won't happen. But if it does happen, it will probably happen like this.

One day, after many years of arguments and discussions, the Knesset, out of consideration for Israel's Arab citizens and a desire to promote full and equal citizenship, decided to omit any reference to Israel's Jewish identity. "We're all Israelis, equal citizens in our common homeland," declared the Knesset speaker. "Just as in France there are only Frenchmen, from now on in Israel there are only Israelis. Each community will of course be able to develop a separate identity for itself, but that will be a private matter without public standing." It was decided that the listing for "nationality" on our ID cards would be "Israeli" only.


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#15425

RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?

in Politik 15.09.2010 15:31
von Tapuzim
avatar

"The status quo is unsustainable. Now that doesn't mean that it can't be
sustained for a year or a decade or two or three."
www.youtube.com/watch?v=SQAdqwUspjs
Secretary of State Clinton speaking in Jerusalem after meeting with
President Shimon Peres
15 September 2010

It's not just that Israeli have a planning horizon that considers a decade
an eternity - so three decades is profoundly irrelevant. No one has an idea
what the region will be like in the coming decades - with the possibility
that developments will make the existence of a sovereign Palestinian state
even more of an existential threat to Israel than critics consider it today.

And of course, the other side of the coin: if the sustainability of the
status quo may be a problem in 2040, there is certainly more than enough
time available for Israel's leaders to come up with solutions that don't
involve the creation of a potentially life threatening Palestinian state in
Israel's very heart.


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