Zitat von: George F Die Anerkennung des Existenzrechtes Israels hat Abbas bisher leider nur mündlich ausgesprochen, eine schriftliche Erklärung liegt leider bisher nicht vor, auch die Charta der PLO ist nicht entsprechend geändert.
Was wollen Sie denn damit suggerieren?
Das ist doch kalter Kaffee.
Arafat hat Israsels Recht auf Sicherheit bereits 1988 anerkannt,die PLO hat Israel 1993 anerkannt und die Nationalversammlung beschlossen, die entsprechenden Passagen, die Gegenteiliges aussagen,zu ändern. Diese Beschlüsse wurden gefasst und sind gültig.
Die redaktionellen Arbeiten an der Charat sind wohl momentan noch nicht ganz abgeschlossen :)), die Beschlusslage ist aber gültig.
http://de.wikipedia.org/wiki/Fatah
http://www.hagalil.com/israel/geschichte/zeittafel-1992.htm
http://www.uni-konstanz.de/FuF/Philo/Ges.../Prinzipien.htm
http://www.palaestina.org/dokumente/plo/...ionalcharta.pdf
http://www.palaestina.org/dokumente/plo/...ionalcharta.pdf
RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?
in Politik 13.09.2010 23:23von GeorgeF •
| 4.734 Beiträge
Zitat von: VK64
Was wollen Sie denn damit suggerieren?
Das ist doch kalter Kaffee.
Arafat hat Israsels Recht auf Sicherheit bereits 1988 anerkannt,die PLO hat Israel 1993 anerkannt und die Nationalversammlung beschlossen, die entsprechenden Passagen, die Gegenteiliges aussagen,zu ändern. Diese Beschlüsse wurden gefasst und sind gültig.
Die redaktionellen Arbeiten an der Charat sind wohl momentan noch nicht ganz abgeschlossen :)), die Beschlusslage ist aber gültig.
http://de.wikipedia.org/wiki/Fatah
http://www.hagalil.com/israel/geschichte/zeittafel-1992.htm
http://www.uni-konstanz.de/FuF/Philo/Ges.../Prinzipien.htm
http://www.palaestina.org/dokumente/plo/...ionalcharta.pdf
http://www.palaestina.org/dokumente/plo/...ionalcharta.pdf
Tja VK 64 - da muss ich Dir vorbehaltslos erstmal Recht geben und meinen Irrtum eingestehen.
Gewiss waren die Erklärungen von PA und PLO auch Hintergrund für das Angebot Israels im Camp David - das dann leider platzte und wie es scheint hat seinerzeit Arafat kalte Füsse bekommen. Dann kam Intifada Eins und Zwei, Arafat starb, Wahlen in den West-Banks und Gaza, Erstarkung von Hamas (als Ablehnungsfront), innerpalästinensische Machtkämpfe...
Und seit 17 Jahren liegt die Revision der Charta der PLO auf Eis, was berechtigte Zweifel an der Gültigkeit der Oslo-Erklärungen aufkommen lässt, bzw. die Frage, ob PLO und PA - die Hamas spielt da sowieso nicht mit - weiter zu ihren Erklärungen stehen.
Ich kann es nur hoffen und den Friedensverhandlungen einen guten Weg wünschen, auch wenn sie nur einen Frieden zwischen einem palästinensischen Staat in den West-Banks und Israel erreichen können - ohne Gaza.
RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?
in Politik 14.09.2010 07:16von Landegaard •
| 21.313 Beiträge
Zitat von: nahal
"Several hours earlier, the Israeli prime minister told the cabinet that Palestinian recognition of Israel as the nation-state of the Jewish people would be critical to reaching a peace agreement.
"We are saying that the solution is two states for two peoples," Netanyahu said. "To my regret, I am still not hearing the phrase 'two states for two peoples' from the Palestinians. I am hearing them say 'two states,' but I am not hearing them recognize two states for two peoples."
http://www.haaretz.com/news/diplomacy-de...freeze-1.313463
Werter Landegaard,
Wir haben über das Thema schon früher diskutiert. Ich bitte Sie, nicht zu unterschätzen, wie wichtig das Thema in Israel genommen wird.
Hallo Nahal,
ich habe eine gute Vorstellung, wie wichtig es ist. Ich halte es allerdings auch für wichtig, dass nicht der Eindruck vorkommt, solche Forderungen seien Möhren, die stets höher gehangen werden. Die Forderung Israels nach Anerkennung als Vorbedingung für Gespräche ist insofern nachvollziehbar, als dass niemand gerne mit Menschen an einem Tisch sitzt, welche die Existenz des Gegenübers nicht als solche akzeptieren.
Nun ist das allerdings geschehen und die Erweiterung darauf, die nichtjüdischen Israelis in das zu schaffende Palästina zu integrieren, notfalls gegen deren Willen, kann, da werden Sie mir doch hoffentlich zustimmen, nicht ebenfalls eine Vorbedingung sein. Wenn ja, wüsste ich von Ihnen gerne, warum?
Zitat von: Landegaard
Hallo Nahal,
....
Nun ist das allerdings geschehen und die Erweiterung darauf, die nichtjüdischen Israelis in das zu schaffende Palästina zu integrieren, notfalls gegen deren Willen, kann, da werden Sie mir doch hoffentlich zustimmen, nicht ebenfalls eine Vorbedingung sein. Wenn ja, wüsste ich von Ihnen gerne, warum?
Ich verstehe Ihren Einwand nicht ("die nichtjüdischen Israelis in das zu schaffende Palästina zu integrieren, notfalls gegen deren Willen, kann, da werden Sie mir doch hoffentlich zustimmen, nicht ebenfalls eine Vorbedingung sein")
Meinen Sie den Vorschlag, Gebiete, die an das zukünftige Palästina angrenzen und welche 100%-ige Bevölkerung haben, die identisch mit der Bevölkerung des zu gründenden Nationalstaates haben? Das ist, zwar eine nachvollziebare Forderung, meines Wissens aber keine Vorbedingung.
Ich verscuhe no0chamls aber zu erklären, warum diese Forderung nachvollziehbar sei:
Ein Volk und dessen Repräsentanten bemühen sich, seit Jahrzehnten, einen eigenen Nationalstaat zu gründen. Die Repräsentanten dieses Volkes, zu recht, sprechen im Namen und Auftrage des gesamten Volkes. Wenn Sie könnten, würden Sie, verständlicherweise, das ganze Gebiet, wo das Volk lebt, als Ihres erklären. Das ist zwar eine nicht realisierbare Vorstellung, aber jetzt gibt es Verhandlungen, die zu einem realistischen Ergebnis führen könnten. Die Gegenseite, der Feind und zukünftigen Friedenspartner bietet sogar zusätzlich ein Gebiet, wo ca 150.000 Landsleute leben.
Nennen Sie mit bitte ein Grund, warum das abgelehnt werden sollte?
Erlauben Sie mir bitte, die Gedanken der Gegenseite auch kurz darzulegen:
Richtig oder falsch, die Gegenseite hat vor der Vorstellung Angst, die palästinensische Seite spielt mit dem Gedanken, dass die demographische Entwicklung dazu führen wird, dass Israel eines tages nicht mehr eine jüdische Mehrheit sein wird.
Für diese Gedanken sind die Aussagen des verschiedenen Arafat vielleicht nicht so wichtig, aber es gibt genügend Gründe, die dafür sprechen. Eins davon ist die strikte Weigerung, Israel als den Staat der Juden, wie palästina der Staat der Palästinenser, anzuerkennen.
Erst in dieser Logik passt die sonst unverständliche Weigerung, ein zusätzliches Gebiet des "besetzten" Landes samt ca 150.000 Jahrzehnte unterjochten Landsleuten aufzunehmen.
Sollten Sie eine andere Erklärung dafür haben, wäre ich Ihnen dankbar.
RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?
in Politik 14.09.2010 09:16von guylux (gelöscht)
Zitat von: guylux
Ich versteh's immer noch nicht : wenn Palestina der Staat der Palestinenser ist , warum kann Israel nicht der Staat der Israelis sein ?
Weil es auch palästinensische Israelis gibt. Manche dieser haben eine doppelte Loyalität. Manche nur eine, die aber nicht für den eigenen Staat ist.
RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?
in Politik 14.09.2010 10:41von Hans Bergman •
| 23.327 Beiträge
Zitat von: nahal
Ich verstehe Ihren Einwand nicht ("die nichtjüdischen Israelis in das zu schaffende Palästina zu integrieren, notfalls gegen deren Willen, kann, da werden Sie mir doch hoffentlich zustimmen, nicht ebenfalls eine Vorbedingung sein")
Meinen Sie den Vorschlag, Gebiete, die an das zukünftige Palästina angrenzen und welche 100%-ige Bevölkerung haben, die identisch mit der Bevölkerung des zu gründenden Nationalstaates haben? Das ist, zwar eine nachvollziebare Forderung, meines Wissens aber keine Vorbedingung.
Ich verscuhe no0chamls aber zu erklären, warum diese Forderung nachvollziehbar sei:
Ein Volk und dessen Repräsentanten bemühen sich, seit Jahrzehnten, einen eigenen Nationalstaat zu gründen. Die Repräsentanten dieses Volkes, zu recht, sprechen im Namen und Auftrage des gesamten Volkes. Wenn Sie könnten, würden Sie, verständlicherweise, das ganze Gebiet, wo das Volk lebt, als Ihres erklären. Das ist zwar eine nicht realisierbare Vorstellung, aber jetzt gibt es Verhandlungen, die zu einem realistischen Ergebnis führen könnten. Die Gegenseite, der Feind und zukünftigen Friedenspartner bietet sogar zusätzlich ein Gebiet, wo ca 150.000 Landsleute leben.
Nennen Sie mit bitte ein Grund, warum das abgelehnt werden sollte?
Wenn die Menschen es ernst nehmen mit ihrem Palästina, fällt mir kein Grund ein. Dennoch handelt es sich dabei um israelische Staatsbürger, die man zumindest fragen sollte, ob Sie mit ihrer Ausbürgerung einverstanden sind, finden Sie nicht?
Im übrigen teile ich Ihre Auffassung, ich hätte es lediglich nicht verstanden, wenn wir von einer Vorbedingung sprechen, was wir offensichtlich nicht tun.
Zitat von: nahal
Erlauben Sie mir bitte, die Gedanken der Gegenseite auch kurz darzulegen:
Richtig oder falsch, die Gegenseite hat vor der Vorstellung Angst, die palästinensische Seite spielt mit dem Gedanken, dass die demographische Entwicklung dazu führen wird, dass Israel eines tages nicht mehr eine jüdische Mehrheit sein wird.
Für diese Gedanken sind die Aussagen des verschiedenen Arafat vielleicht nicht so wichtig, aber es gibt genügend Gründe, die dafür sprechen. Eins davon ist die strikte Weigerung, Israel als den Staat der Juden, wie palästina der Staat der Palästinenser, anzuerkennen.
Erst in dieser Logik passt die sonst unverständliche Weigerung, ein zusätzliches Gebiet des "besetzten" Landes samt ca 150.000 Jahrzehnte unterjochten Landsleuten aufzunehmen.
Sollten Sie eine andere Erklärung dafür haben, wäre ich Ihnen dankbar.
Ich habe dafür keine Erklärung ausser ggfs die, dass die Landsleute, nun Israelis halt gerne Israelis bleiben wollen, wobei mir dieses Motiv nicht einleuchtet. Wenn es die Befürchtung der domographischen Entwicklung ist, so bleibt Israel eh nichts anderes übrig, als die Leute los zu werden. Der Anlass, dies als Mitgift für das neue Palästina zu tun, ist der beste Grund, den man da haben kann. Was aber, wenn die Leute nicht wollen?
Zitat von: guylux
Ich versteh's immer noch nicht : wenn Palestina der Staat der Palestinenser ist , warum kann Israel nicht der Staat der Israelis sein ?
Was gibts denn da nicht zu verstehen? Solange die Juden Israel als ihren Staat ansehen, solange wollen sie den Staat auch als solchen erhalten. Insbesondere, wenn die Demographie droht, daran zu kratzen. Auch hierzulande keimt diese Debatte auf und wir werden uns mit den gleichen Fragen beschäftigen müssen, mit denen sich Israel beschäftigt.
Ziatat Landegaard
" Dennoch handelt es sich dabei um israelische Staatsbürger, die man zumindest fragen sollte, ob Sie mit ihrer Ausbürgerung einverstanden sind, finden Sie nicht?
....
Ich habe dafür keine Erklärung ausser ggfs die, dass die Landsleute, nun Israelis halt gerne Israelis bleiben wollen, wobei mir dieses Motiv nicht einleuchtet. .....
Was aber, wenn die Leute nicht wollen?"
Ich sehe auch dieses Problem.
Diese israelischen Bürger werden alle 4 Jahren, bei den Wahlen, gefragt. Sie antworten auch, zu 99%, eindeutig. Sie wählen rein arabische Parteien, die den Staat, so wie dieser verfasst ist, ablehnen. Sie weigern sich, was ich nachvolziehen kann, die Nationalhymne anzuerkennen. Diese Parteien sehen sich selbst als Repräsentant des palästinensichen Volkes. Der Chef einer dieser Parteien äußert sich öffentlich gegen den Staat Israel aus Damaskus, die Hauptsatdt eines Landes, dass sich im Kriegszustand mit Israel befindet.
Zitat von: nahal
Diese israelischen Bürger werden alle 4 Jahren, bei den Wahlen, gefragt. Sie antworten auch, zu 99%, eindeutig. Sie wählen rein arabische Parteien, die den Staat, so wie dieser verfasst ist, ablehnen. Sie weigern sich, was ich nachvolziehen kann, die Nationalhymne anzuerkennen. Diese Parteien sehen sich selbst als Repräsentant des palästinensichen Volkes. Der Chef einer dieser Parteien äußert sich öffentlich gegen den Staat Israel aus Damaskus, die Hauptsatdt eines Landes, dass sich im Kriegszustand mit Israel befindet.
Hier ein Besipiel:
""The Israeli public, and the Knesset Members, are tired of Arab MKs taking advantage of our democracy to harm the country," Danon explained. "Zouabi must decide if she supports Hamas and Al-Qaeda, or if she is a member of the Knesset of Israel."
Zouabi herself has stated that she wishes to be both. "I serve my own principles, and my people that is oppressed by the State [of Israel], and I have no problem doing so in the framework of the Knesset. My voters did not vote for me so that I would strengthen Zionism... There is a people that voted for Hamas, and I fight for their right to choose."
Hamas leader Ismail Haniye personally called Zouabi last week and encouraged her to "remain strong."
http://www.dannydanon.com/eng/index.php?...latest&Itemid=2
Stellen Sie sich einen Abgeordnete des Bundestages oder des US-Kongresses, der so etwas sagt.
Und was soll die Mehrheit der israelischen Bevölkerung denken, wenn solche Abgeordnete und deren Wähler sich weigern, endlich das "zionistsiche Joch", in einem eigenen Staat, loszuwerden?
Zitat von: nahalZiatat Landegaard
" Dennoch handelt es sich dabei um israelische Staatsbürger, die man zumindest fragen sollte, ob Sie mit ihrer Ausbürgerung einverstanden sind, finden Sie nicht?
....
Ich habe dafür keine Erklärung ausser ggfs die, dass die Landsleute, nun Israelis halt gerne Israelis bleiben wollen, wobei mir dieses Motiv nicht einleuchtet. .....
Was aber, wenn die Leute nicht wollen?"
Ich sehe auch dieses Problem.
Diese israelischen Bürger werden alle 4 Jahren, bei den Wahlen, gefragt. Sie antworten auch, zu 99%, eindeutig. Sie wählen rein arabische Parteien, die den Staat, so wie dieser verfasst ist, ablehnen. Sie weigern sich, was ich nachvolziehen kann, die Nationalhymne anzuerkennen. Diese Parteien sehen sich selbst als Repräsentant des palästinensichen Volkes. Der Chef einer dieser Parteien äußert sich öffentlich gegen den Staat Israel aus Damaskus, die Hauptsatdt eines Landes, dass sich im Kriegszustand mit Israel befindet.
Es gibt mehrere Probleme. Hier zwei davon:
Die arabischen Israelis sehen im Zionismus eine Ideologie, die das Eindringen von "Fremden" in ihr Heimatland zur Folge hatte; sie lehnen deshalb den zionistischen Charakter des Staates Israel ab.
Die weitere antizionistische Gruppe sind die ultraorthodoxen Juden. Sie sehen den Zionismus als Gotteslästerung an, denn die Wiedergeburt des jüdischen Staates dürfte in ihrer Vorstellung erst mit der Wiederkehr des Messias geschehen. Diese Haltung bewirkt eine tiefe ideologische Kluft zwischen den zionistischen Orthodoxen (oder Nationalreligiösen) und den antizionistischen Ultraorthodoxen. Die beiden Gruppen leben in getrennten Wohngegenden, schicken ihre Kinder auf unterschiedliche Schulen, beten in verschiedenen Synagogen und haben jeweils eigene geistliche Autoritäten. Auch die ultraorthodoxen Juden lehnen die Symbole des Staates Israel - wie die Flagge oder die Nationalhymne - ab.
Zitat von: Sa-La
Die weitere antizionistische Gruppe sind die ultraorthodoxen Juden. Sie sehen den Zionismus als Gotteslästerung an, denn die Wiedergeburt des jüdischen Staates dürfte in ihrer Vorstellung erst mit der Wiederkehr des Messias geschehen. Diese Haltung bewirkt eine tiefe ideologische Kluft zwischen den zionistischen Orthodoxen (oder Nationalreligiösen) und den antizionistischen Ultraorthodoxen. Die beiden Gruppen leben in getrennten Wohngegenden, schicken ihre Kinder auf unterschiedliche Schulen, beten in verschiedenen Synagogen und haben jeweils eigene geistliche Autoritäten. Auch die ultraorthodoxen Juden lehnen die Symbole des Staates Israel - wie die Flagge oder die Nationalhymne - ab.
Richtig, aber diese weiteren Anti-Israelis verhandeln nicht über einen anderen Staat, der neben dem zionistischen Staat existieren soll.
RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?
in Politik 14.09.2010 19:16von guylux (gelöscht)
Zitat von: Landegaard
Was gibts denn da nicht zu verstehen? Solange die Juden Israel als ihren Staat ansehen, solange wollen sie den Staat auch als solchen erhalten. Insbesondere, wenn die Demographie droht, daran zu kratzen. Auch hierzulande keimt diese Debatte auf und wir werden uns mit den gleichen Fragen beschäftigen müssen, mit denen sich Israel beschäftigt.
Beispiel :
Ich wandere nach Israel aus und nach 10 Jahren lasse Ich mich als isaelischer Staatsbürgr naturalisieren. Ich bin kein Jude , als Staat der Juden ist Israel also nicht mein Staat !
Das ist was Ich nicht verstehe .
RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?
in Politik 14.09.2010 20:00von primatologe •
| 8.476 Beiträge
Zitat von: Sa-La
... zionistischen Orthodoxen ...und antizionistischen Ultraorthodoxen...
Was für ein Glück, dass sich die UN damals nicht für Madagaskar entschieden hat.
Uns wär diese grossartige Seifenoper entgangen.
...zionistische Orthodoxe und antizionistische Ultraorthodoxe ...
das muss ich mir ausdrucken :-) einfach fantastisch
RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?
in Politik 14.09.2010 20:04von primatologe •
| 8.476 Beiträge
Zitat von: primatologe
Was für ein Glück, dass sich die UN damals nicht für Madagaskar entschieden hat.
Uns wär diese grossartige Seifenoper entgangen.
...zionistische Orthodoxe und antizionistische Ultraorthodoxe ...
das muss ich mir ausdrucken :-) einfach fantastisch
und die SupraUltraOrthodoxen? Sind die wieder zionistisch :-)
Zitat von: primatologe
Was für ein Glück, dass sich die UN damals nicht für Madagaskar entschieden hat.
Uns wär diese grossartige Seifenoper entgangen.
...zionistische Orthodoxe und antizionistische Ultraorthodoxe ...
das muss ich mir ausdrucken :-) einfach fantastisch
Der Darwinsche nackte Affe bricht allerorten durch. Doch unterscheiden uns vom Neandertaler 600.000 Jahre Entwicklung und die Fähigkeit, solche latent noch vorhandene Prozesse und Reaktionen zu reflektieren und gegebenenfalls abzustellen.
Denken Sie an Territorialverhalten.
RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?
in Politik 14.09.2010 22:50von GeorgeF •
| 4.734 Beiträge
Zitat von: guylux
Beispiel :
Ich wandere nach Israel aus und nach 10 Jahren lasse Ich mich als isaelischer Staatsbürgr naturalisieren. Ich bin kein Jude , als Staat der Juden ist Israel also nicht mein Staat !
Das ist was Ich nicht verstehe .
Entweder Du lässt Dich naturalisieren, wobei Du die Prinzipien des Dich naturalisierenden Staates (Verfassung) akzeptierst - auch als Nicht-Jude. Und es gibt eine Menge Nicht-Juden, die den Staat Israel als den ihren akzeptiert haben. Auch als Nicht-Jude geniesst Du als israelischer Staatsbürger nämlich sämtliche bürgerlichen und demokratischen Freiheiten - ohne jede religiöse oder ethnische Diskriminierung. Schon mal den Begriff Toleranz gehört?
Zitat von: Sa-La
Es gibt mehrere Probleme. Hier zwei davon:
Die arabischen Israelis sehen im Zionismus eine Ideologie, die das Eindringen von "Fremden" in ihr Heimatland zur Folge hatte; sie lehnen deshalb den zionistischen Charakter des Staates Israel ab.
Die weitere antizionistische Gruppe sind die ultraorthodoxen Juden. Sie sehen den Zionismus als Gotteslästerung an, denn die Wiedergeburt des jüdischen Staates dürfte in ihrer Vorstellung erst mit der Wiederkehr des Messias geschehen. Diese Haltung bewirkt eine tiefe ideologische Kluft zwischen den zionistischen Orthodoxen (oder Nationalreligiösen) und den antizionistischen Ultraorthodoxen. Die beiden Gruppen leben in getrennten Wohngegenden, schicken ihre Kinder auf unterschiedliche Schulen, beten in verschiedenen Synagogen und haben jeweils eigene geistliche Autoritäten. Auch die ultraorthodoxen Juden lehnen die Symbole des Staates Israel - wie die Flagge oder die Nationalhymne - ab.
Die antizionistischen Ultraorthodoxen haben auch massiv gegen das Gazamassaker der IDF demonstriert.
RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?
in Politik 14.09.2010 23:03von guylux (gelöscht)
Zitat von: GeorgeF
Entweder Du lässt Dich naturalisieren, wobei Du die Prinzipien des Dich naturalisierenden Staates (Verfassung) akzeptierst - auch als Nicht-Jude. Und es gibt eine Menge Nicht-Juden, die den Staat Israel als den ihren akzeptiert haben. Auch als Nicht-Jude geniesst Du als israelischer Staatsbürger nämlich sämtliche bürgerlichen und demokratischen Freiheiten - ohne jede religiöse oder ethnische Diskriminierung. Schon mal den Begriff Toleranz gehört?
Das verstehe Ich , nur wie kann ein Staat der Juden für mich als Nichtjude ,MEIN Staat sein?
Wenn Ich das gleiche in Frankreich tue , werde Ich durch Naturalisation Franzose . Das ist dann mein Staat , ob Ich Christ , Jude oder Muslim bin , Ich bin Franzose .
P.S.: Die von Ihnen erwähnte Toleranz ist Fakt in ALLEN demokratischen Staaten .
RE: Wie umgehen mit der Siedlungspolitik Israels?
in Politik 14.09.2010 23:11von GeorgeF •
| 4.734 Beiträge
Zitat von: guylux
Das verstehe Ich , nur wie kann ein Staat der Juden für mich als Nichtjude ,MEIN Staat sein?
Wenn Ich das gleiche in Frankreich tue , werde Ich durch Naturalisation Franzose . Das ist dann mein Staat , ob Ich Christ , Jude oder Muslim bin , Ich bin Franzose .
P.S.: Die von Ihnen erwähnte Toleranz ist Fakt in ALLEN demokratischen Staaten .
Die Antwort ist einfach: Israel IST eine Domokratie. Israeli zu sein, beinhaltet nicht, religiöser Jude sein zu müssen - wie sich der Begriff Jude ja auch nicht allein über die Religion definiert.
Nebenbei: Die Definition, wer denn Staatsbürger ist, unterscheidet sich auch in den europäischen Staaten. In D. gilt z.B. immer noch: "..wer deutschen Blutes ist."
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