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#13226
von semipermeabel (gelöscht)
RE: Wie umgehen mit Israels Siedlungspolitik?
in Politik 24.08.2010 22:17von semipermeabel (gelöscht)
Zitat von: GeorgeF
Das ist durchaus ein vernünftiger Gedanke, nur hatten wir ja bereits eine ausführliche Debatte darüber, dass wundersamerweise auch in Gaza nun die Märkte und Läden voll sind, gar anspruchsvolle Hotels und hübsche Freizeitparks entstehen. Paradigmenwechsel? Austrocknen der auf Armut und Elend bauenden Fanatiker durch Besitz und Wohlstand? Wie sagte doch Churchill über Deutschland? "Macht sie fett aber machtlos". Kein Profiteur des Ölgeschäftes auf der arabischen Halbinsel hat irgendwelche Neigungen zu Krieg und Gewalt. Vielleicht ist das ja der Weg, zu einer stillschweigenden Duldung zwischen Israel und den Palästinensern einschliesslich Hamas zu kommen.
Ich glaube nicht, dass radikale Islamisten mit irdischen Dingen zur Ruhe zu bringen sind.
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#13227
von Maga (gelöscht)
RE: Wie umgehen mit Israels Siedlungspolitik?
in Politik 24.08.2010 22:24von Maga (gelöscht)
Zitat von: guylux
Frieden will die Hamas nur zu ihren Bedingungen und das ist kein Frieden , das ist die Auflösung Israels !
Die einzige Chance die Ich sehe um die Hamas ihres Einflusses zu berauben ist ein Friede
der PLO mit Israel , mit anschliessendem Aufblühen der West-Bank Ökonomie .
Das könnte eventuell zu einem Putsch gegen die Hamas in Gaza führen . Irgendwann werden den Gazanern ihre jetztige Lage nicht mehr acceptieren .
Da wäre ich mir nicht so sicher. Welche Revolution hat denn in einem arabischen Staat funktioniert? Machtwechsel gab es, aber meist aufgrund von Putschen und Staatsstreichen. (Die so genannte Zedern-Revolution zählt in meinen Augen nicht, da sie eine Pseudo-Revolution war.) Man wird das Problem nicht anders als durch "Blut und Eisen" lösen können, aber in der jetzigen Situation wäre ein Krieg töricht.
zuletzt bearbeitet 24.08.2010 22:33 |
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#13228
von guylux (gelöscht)
RE: Wie umgehen mit Israels Siedlungspolitik?
in Politik 24.08.2010 22:27von guylux (gelöscht)
Zitat von: GeorgeF
Das ist durchaus ein vernünftiger Gedanke, nur hatten wir ja bereits eine ausführliche Debatte darüber, dass wundersamerweise auch in Gaza nun die Märkte und Läden voll sind, gar anspruchsvolle Hotels und hübsche Freizeitparks entstehen. Paradigmenwechsel? Austrocknen der auf Armut und Elend bauenden Fanatiker durch Besitz und Wohlstand? Wie sagte doch Churchill über Deutschland? "Macht sie fett aber machtlos". Kein Profiteur des Ölgeschäftes auf der arabischen Halbinsel hat irgendwelche Neigungen zu Krieg und Gewalt. Vielleicht ist das ja der Weg, zu einer stillschweigenden Duldung zwischen Israel und den Palästinensern einschliesslich Hamas zu kommen.
Wenn Wir einfach mal den verlinkten GDP Wert von 1100 $ pro Kopf in Gaza als korrekt annehmen ,errechnet sich daraus ein durchschnittlicher Tagesverdienst von etwa über 3 ( in Worten : drei ) Dollar . Das ist Fakt und daran ändern auch Louis Vuitton Boutiquen , Luxuhotels und 3 Sterne Restaurants nichts . 99% der Gazaner geht es schlecht bis sauschlecht und ewig werden die das nicht hinnehmen , wenn sie mal merken wie's den Kolegen in der Westbank geht .
Ein Problem ist , dass es den Fanatikern wahrscheinlich recht gut geht . Schätze dass die schönen Boutiquen entweder von Ausländern oder Hamas-Bonzen besucht werden.
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#13231
von Hans Bergman •
| 23.327 Beiträge
RE: Wie umgehen mit Israels Siedlungspolitik?
in Politik 24.08.2010 22:28von Hans Bergman •
| 23.327 Beiträge
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#13232
von guylux (gelöscht)
RE: Wie umgehen mit Israels Siedlungspolitik?
in Politik 24.08.2010 22:30von guylux (gelöscht)
Zitat von: Nante
Damit verstehe ich das Gezanke hier, von dem ich mich ferngehalten hatte, noch weniger. Diese Lösungsmöglichkeit bringt zwar nicht die absolute Gerechtigkeit, weist doch aber nach vorn.
Dazu braucht's aber einen Frieden mit der PLO !
Dass der jetzt durch "direkte Gespräche ohne Vorbedingungen" kommen soll , glauben wohl die wenigsten . Am 2. September geth's los und es gibt noch nicht einmal eine Tagesordnung !!!
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#13233
von semipermeabel (gelöscht)
RE: Wie umgehen mit Israels Siedlungspolitik?
in Politik 24.08.2010 22:33von semipermeabel (gelöscht)
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#13235
von Nante •
| 10.712 Beiträge
RE: Wie umgehen mit Israels Siedlungspolitik?
in Politik 24.08.2010 22:39von Nante •
| 10.712 Beiträge
Zitat von: Maga
Was mich an diesen Fanatikern, egal ob christlicher, jüdischer oder islamischer Couleur so ankotzt, ist, dass sie den Namen Gottes so missbrauchen, dass sie die schlimmsten Gotteslästerer sind, dass sie Gott sagen, aber die eigene Macht meinen.
Maga, ich kann da mit einstimmen. Stalin war nun in unserer Zeit sowieso nicht mehr obsolet. Aber das, was zu lesen war, war einfach unglaublich und empörend.
Einige behaupten, es lag an seiner Erziehung in einem Priesterseminar der orthodoxen Kirche Georgiens...
Und man weiß ja wie Konvertiten sind.
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#13236
von GeorgeF •
| 4.734 Beiträge
RE: Wie umgehen mit Israels Siedlungspolitik?
in Politik 24.08.2010 22:40von GeorgeF •
| 4.734 Beiträge
Zitat von: Maga
Warum legst du denn ein Archiv mit Aussagen von Wirrköpfen an? Ist doch vergebene Liebesmüh? Diese Leute verstehen nichts von der Apokalypse, nichts von der apokalyptischen Tradition im Judentum, nichts davon, dass diese Schrift von den Orthodoxen nie als voll gültige kanonische Schrift anerkannt wurde. Die Wirrköpfe wissen nichts von Hermeneutik, nichts von historisch-kritischen Methoden, nichts von Philosophie und ihren Eingang in die Theologie - und sie sind stolz darauf, nichts zu verstehen. Es ist eine Theologie aus der Hobbyküche, zusammengebraut von Leuten, die nicht kochen können. Wenn man es mit dem jahrtausende alten Fundus der wirklichen Kirchen, egal ob es sich um Katholiken, Orthodoxe, Kopten, Nestorianer oder andere handelt, oder mit der Reichhaltigkeit der lutheranischen oder reformierten Theologie vergleicht, könnten einem die Tränen kommen. Das Schlimme an den Leuten ist aber, dass sie so gefährlich sind und Einfluss ausüben, auch wenn dieser in den USA wohl etwas überschätzt wird. Es sind Leute wie John Hagee, für die der Holocaust gottgewollt ist. Zur Hölle mit diesen Häretikern und Fanatikern.
Ich kann Dir nur zustimmen, alle Deine Argumente sind auch die meinen. Der Punkt ist nur, dass die selbsternannten "Oberchristen" durchaus aggressive und politisch bedenkliche Ziele verfolgen. Bush war da eher noch harmlos, aber sein Justizminister Ashcroft gehörte da schon zu dem harten Kern dieser Leute. Und sie sind mit ihren wortgläubigen Aktionen nicht minder gefährlich als alle anderen religiösen Fundamentalisten. Sie reden von "Gottes Wille" und meinen Krieg, sie reden von Jesus und fantasieren von "Blutbottichen", in denen die Feinde Jesus' sterben werden. Für die sind das keine Metaphern, sondern Realität, abgeleitet aus der Offenbarung Johannes. Anerkennen der Vielfalt des Christentums? Ein Witz - wer nicht wortgenau der Bibel folgt, ist eben kein Christ - so einfach ist das. Von rabbinischen Diskussionen verstehen die sowieso nix.
zuletzt bearbeitet 24.08.2010 22:41 |
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#13237
von GeorgeF •
| 4.734 Beiträge
RE: Wie umgehen mit Israels Siedlungspolitik?
in Politik 24.08.2010 22:45von GeorgeF •
| 4.734 Beiträge
Zitat von: Nante
Das klingt mir nicht gut durchdacht. Die Diversifikation der Christenheit scheint andere Modelle der Schöpfung zu bevorzugen.
"Diversifikation des Christentums"? Pfui - für diese Leute gilt nur das geschriebene Wort im Alten wie Neuem Testament. Wer das hinterfragt, gar "auslegt", oder die Aussagen der Bibel als Metaphern interpretiert, ist für die schon kein Christ mehr.
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#13239
von semipermeabel (gelöscht)
RE: Wie umgehen mit Israels Siedlungspolitik?
in Politik 24.08.2010 23:17von semipermeabel (gelöscht)
Zitat von: GeorgeF
Frage: Sind Hanije und Co bis auf die Knochen radikale Islamisten oder haben sie Gefallen an der Macht? (btw.: Ich weiss es nicht)
Zunächst haben sie Macht und haben Gefallen daran.
Übrigens eine philosophische Dimension: Glaube und Macht, Religion und Macht.
Darüber hier zu diskutieren würde vielleicht Sichtweisen etwas breiter werden lassen...
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#13240
von Willie (gelöscht)
RE: Wie umgehen mit Israels Siedlungspolitik?
in Politik 25.08.2010 00:19von Willie (gelöscht)
Zitat von: semipermeabel
Zunächst haben sie Macht und haben Gefallen daran.
Übrigens eine philosophische Dimension: Glaube und Macht, Religion und Macht.
Darüber hier zu diskutieren würde vielleicht Sichtweisen etwas breiter werden lassen...
Ja, das waere mal was. Auch der Aspekt, wann und wo Macht Religion ist, lohnt die Betrachtung.
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#13242
von GeorgeF •
| 4.734 Beiträge
RE: Wie umgehen mit Israels Siedlungspolitik?
in Politik 25.08.2010 00:27von GeorgeF •
| 4.734 Beiträge
Zitat von: semipermeabel
Zunächst haben sie Macht und haben Gefallen daran.
Übrigens eine philosophische Dimension: Glaube und Macht, Religion und Macht.
Darüber hier zu diskutieren würde vielleicht Sichtweisen etwas breiter werden lassen...
Fragt sich, ob Hamas bereit ist, ihren "Islamismus" auf die ursprünglichen Werte des fundamentalistischen Koran zu fokussieren: soziale Verantwortung und Brüderlichkeit, Gerechtigkeit. Und gleichzeitig im Interesse der Machterhaltung bereit ist auf die Aggressivität gegenüber Israel zu verzichten - möglicherweise eine Art "Wettbewerb der Systeme" zu akzeptieren.
Nachdem ich länger inmitten von Hindus und Buddhisten gelebt habe´, ist mir erst richtig bewusst geworden, was die Drei Monotheistischen Religionen (und die Sikhs) verbindet: Das ist eben die Idee der diesseitigen sosialen Verantwortung, etwas, das Religionen, die an die Wiedergeburt in schicksalsbedingter Erhöhung oder Erniedrigung glauben völlig fremd ist. Soziale Verantwortung aber fordert, den Mitmenschen aus seinem disseitigen Elend zu erlösen - weshalb die kommunistische Idee unter Hindus und Buddisten auch auf völliges Unverständnis stiess. Wer in muslimischen, christlichen oder jüdischen Gesellschaften Erfolge auf dem sozialen Gebiet vorweisen kann, übt deshalb auch Macht aus, sei es als Gewerkschaften, Organisator als Almosenverteiler oder Politiker. So einer kann seine Macht auch ohne Aggressivität nach aussen - sprich Erhöhung des Lebensrisikos - sichern. Ob eine Organisation wie Hamas zu dieser Erkenntnis fähig und gewillt ist? Mit einem Yassin sicherlich nicht. Aber der weilt ja schon eine Weile bei den 72 Jungfrauen. Wir werden sehen....
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#13244
von Lea S. •
| 14.199 Beiträge
RE: Wie umgehen mit Israels Siedlungspolitik?
in Politik 25.08.2010 00:40von Lea S. •
| 14.199 Beiträge
Zitat von: semipermeabelPasst Ihnen das nicht?
Hans Bergman- entweder Sie oder ForistIn Lea- ohne Gequake geht hier nichts, stimmts?
Dann will ich doch mal gleich mitquaken. Erzählen Sie uns doch mal, was die radikalen jüdischen Siedler alles so planen, wenn es endlich zu einem Frieden gekommen ist.
Werden diese Herrschaften mit Freuden die palästinensische Staatsbürgerschaft annehmen, oder werden sie still und fröhlich singend ins Kernland Israel wandern? Oder planen die evtl. bereits eine dritte Möglichkeit
Zu allem entschlossene Radikale gibt es nicht nur auf Seiten der Palästinenser.
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#13245
von Lea S. •
| 14.199 Beiträge
RE: Wie umgehen mit Israels Siedlungspolitik?
in Politik 25.08.2010 00:44von Lea S. •
| 14.199 Beiträge
Zitat von: GeorgeF
Ich kann Dir nur zustimmen, alle Deine Argumente sind auch die meinen. Der Punkt ist nur, dass die selbsternannten "Oberchristen" durchaus aggressive und politisch bedenkliche Ziele verfolgen. Bush war da eher noch harmlos, aber sein Justizminister Ashcroft gehörte da schon zu dem harten Kern dieser Leute. Und sie sind mit ihren wortgläubigen Aktionen nicht minder gefährlich als alle anderen religiösen Fundamentalisten. Sie reden von "Gottes Wille" und meinen Krieg, sie reden von Jesus und fantasieren von "Blutbottichen", in denen die Feinde Jesus' sterben werden. Für die sind das keine Metaphern, sondern Realität, abgeleitet aus der Offenbarung Johannes. Anerkennen der Vielfalt des Christentums? Ein Witz - wer nicht wortgenau der Bibel folgt, ist eben kein Christ - so einfach ist das. Von rabbinischen Diskussionen verstehen die sowieso nix.
Christliche Taliban eben!
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#13246
von Willie (gelöscht)
RE: Wie umgehen mit Israels Siedlungspolitik?
in Politik 25.08.2010 00:48von Willie (gelöscht)
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#13247
von Lea S. •
| 14.199 Beiträge
RE: Wie umgehen mit Israels Siedlungspolitik?
in Politik 25.08.2010 01:01von Lea S. •
| 14.199 Beiträge
Zitat von: Willie
Fehlerhafte Praemissen fuehren immer auch zu fehlerhaften Schlussfolgerungen. Zwangslaeufig. Der Logik wegen.
Sie folgern genauso fehlerhaft aus George's Ausfuehrungen, wie er bereits fehlerhaft dargestellt hat.
Aus so was entstehen auch Kriege.;-)
Dann führen Sie mal fein Ihren Krieg. Ich folge derweil GeorgeF Gedankengängen.
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#13248
von Willie (gelöscht)
RE: Wie umgehen mit Israels Siedlungspolitik?
in Politik 25.08.2010 01:45von Willie (gelöscht)
zuletzt bearbeitet 25.08.2010 02:02 |
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#13249
von Maga (gelöscht)
RE: Wie umgehen mit Israels Siedlungspolitik?
in Politik 25.08.2010 05:53von Maga (gelöscht)
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#13250
von Maga (gelöscht)
RE: Wie umgehen mit Israels Siedlungspolitik?
in Politik 25.08.2010 06:15von Maga (gelöscht)
Zitat von: semipermeabel
Zunächst haben sie Macht und haben Gefallen daran.
Übrigens eine philosophische Dimension: Glaube und Macht, Religion und Macht.
Darüber hier zu diskutieren würde vielleicht Sichtweisen etwas breiter werden lassen...
Eine sehr "moderne" Fragestellung, da erst in der Moderne die Forderung erhoben wurde, Religion müsse etwas "Privates" sein, was sie eigentlich nie ist. Macht und Religion liegen immer zusammen - in Tribalreligionen ohnehin, wo der Kultus Zeichen der Stammesmitgliedschaft ist, aber auch in Universalreligionen, da Religionen immer auch Weltdeutung sind und von ihren Anhängern ein bestimmtes Verhalten verlangen, auch wenn sich dieses vielleicht nur auf die kultische Dimension bezieht. Somit üben sie auch dort, wo sie von der staatlichen Sphäre getrennt sind, Macht aus - über eben jene Anhänger. Es ist interessant zu beobachten, dass sich die zunehmende Abtrennung der Religion von der staatlichen Sphäre, der zunehmende Konkurrenzkampf der Religionen untereinander und die Übernahme des (protestantischen) Glaubens-Paradigmas anstelle des älteren Kultus-Paradigmas zu einer Stärkung eben jener Strömungen führt - hoffentlich zu einer nur temporären Stärkung -, die durch bewusste Vereinfachung, manchmal sogar Verzerrung, dabei aber immer durch Radikalisierung der Glaubenssätze gekennzeichnet sind. Damit erliegen die Religionen anscheinend der (in jeder Religion inhärenten) "fundamentalistischen" Bedrohung. Das gilt für den salafistischen Islam, aber auch für das evangelikale Christentum - wobei sicher auch die von George genannten dispensionalistischen, prämillenaristischen Gruppen mit ihren apokalyptischen Vorstellungen auch im evangelikalen Christentum bislang eher Außenseiter sind.
zuletzt bearbeitet 25.08.2010 06:21 |
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