#12476

RE: ....

in Politik 19.08.2010 01:24
von GeorgeF | 4.734 Beiträge

Schade, dass Sie auf meine Antwort hin verbal derart ausrasten. Sie heben auf die internationale Unterstützung ab. Natürlich kenne ich die Rolle der jüdischen Nationalfonds, gefördert -privat - von Juden aus aller Welt - ein schönes Beispiel von Solidarität angesichts der Lage von mehreren Hunderttausend Flüchtlingen in Israel. Wo war die entsprechende Solidarität der seinerzeit durchaus prosperierenden arabischen Staaten für die palästinensischen Flüchtlinge? Man überliess das der (damals von Christen dominierten) UN und der UNRWA. Wo ist heute die solidarische Leistung der arabischen Brüder für Gaza? Die Hilfe kommt von UNRWA, von USAIDS und der EU. Nur Saddam hat seinerzeit jeder Famnilie eines Selbstmordattentäters 25.000 US$ zugesagt. Welche Hilfe haben die wahrlich leistungsfähigen arabischen Öl-Staaten geleistet?
In Haifa sind übrigens zahlreiche Araber verblieben - bis heute. Ihr Bild von den Einwanderrn, die angeblich sich in das von Arabern gemachte Nest gesetzt hätten ist schon ein wenig propagandistisch übehöht.
Und Sie vergessen, dass das heutige Israel auch 1947 ja keineswegs ein blühendes Land reicher Obstgärten war, als die jüdischen Siedler kamen - es war reichlich unterentwickelt und dünn besiedelt, ein vergessener Hinterhof osmanischer Schlamperei.
Und was hat denn realiter die arabischen Nachbarn daran gehingert, den palästinensischen Flüchtlingen auch nur minimale Bügerrechte zuzugestehen? Haben Sie da eine überzeugende Antwort?



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#12477

RE: ....

in Politik 19.08.2010 01:32
von GeorgeF | 4.734 Beiträge

Hätten Sie ein paar Zitate bereit, die Herrn Sahm als "widerlichen Zionist" oder seine Artikel als "zionistische Sauce" entlarven oder in denen er sich mit einem "Broder zusammentut"?
Wenn Sie solche Behauptungen aufstellen, müssen Sie schon ein paar Belege beibringen. Solange Sie das nicht tun, kann ich Sie nich ernst nehmen.



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#12478

RE: ....

in Politik 19.08.2010 01:48
von GeorgeF | 4.734 Beiträge

VK 64:
Ich lasse mich von Ihen auch nicht in eine Debatte, die ich nur noch als "völkkisc" bezeichnen kann, hineinziehen. So ist es Sache der jüdischen Gemeinschaft selbst, die Rolle der jüdischen Kollaborateure und Profiteure des Hitlerfaschismus zu klären oder eben weiter unter den Teppich zu kehren.
Darf ich Sie fragen, was Sie mit diesen düsteren Andeutungen sagen wollen? "Jüdische Kollaborateure und Profiteuere des Hitlerfaschismus"? Mir ist leider nur bekannt, dass ein gewisser Husseini sich von Hitler aushalten und finanzieren liess.



zuletzt bearbeitet 19.08.2010 01:48 | nach oben springen

#12479

RE: ....

in Politik 19.08.2010 02:01
von GeorgeF | 4.734 Beiträge

VK 64:
[i)ch für meinen Teil wünsche Sharon noch ein langes Leben und dass er in seinen komatösen Träumen die hilfesuchenden Todesschreie der Kinder, Frauen und Männer von Sabra und Chatilla so lange hören mag, bis seine lebenserhalteden Schläuche vermodert und die Beatmungsgeräte verrostet sind.[/i]
Sie mögen auf Sharon herumtrampeln soviel Sie wollen, es waren Libanesen, die die Massaker in Sabra und Shatila ausgeführt haben. Sie kommen mir da genauso vor, wie heute jene Litauer, die nichts davon wissen wollen, dass es litauische Milizen und Polizisten waren, die freiwillig ihre jüdischen Mitbürger massakriert haben - natürlich unter der Oberhoheit der deutschen SS. Aber befreit das die litauischen, lettischen, ukrainischen Killer von jeglicher Schuld? Alles nur Opfer eines unvermeidlichen Befehls? Wie schäbig!



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#12480

RE: ....

in Politik 19.08.2010 02:19
von semipermeabel (gelöscht)
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Zitat von: GeorgeF VK 64:
[i)ch für meinen Teil wünsche Sharon noch ein langes Leben und dass er in seinen komatösen Träumen die hilfesuchenden Todesschreie der Kinder, Frauen und Männer von Sabra und Chatilla so lange hören mag, bis seine lebenserhalteden Schläuche vermodert und die Beatmungsgeräte verrostet sind.[/i]
Sie mögen auf Sharon herumtrampeln soviel Sie wollen, es waren Libanesen, die die Massaker in Sabra und Shatila ausgeführt haben. Sie kommen mir da genauso vor, wie heute jene Litauer, die nichts davon wissen wollen, dass es litauische Milizen und Polizisten waren, die freiwillig ihre jüdischen Mitbürger massakriert haben - natürlich unter der Oberhoheit der deutschen SS. Aber befreit das die litauischen, lettischen, ukrainischen Killer von jeglicher Schuld? Alles nur Opfer eines unvermeidlichen Befehls? Wie schäbig!

Womit wieder der entscheidende Punkt angespochen wird: warum?


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#12481

RE: ....

in Politik 19.08.2010 07:39
von nahal
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Zitat von: GeorgeF VK 64:
[i)ch für meinen Teil wünsche Sharon noch ein langes Leben und dass er in seinen komatösen Träumen die hilfesuchenden Todesschreie der Kinder, Frauen und Männer von Sabra und Chatilla so lange hören mag, bis seine lebenserhalteden Schläuche vermodert und die Beatmungsgeräte verrostet sind.[/i]



http://www.spiegel.de/international/0,1518,364902,00.html

Wurde der niederländische Verteidigungsminister zur Verantwortung gezogen?

"Zur Taktik der Haager Politiker gehörte es, urteilt Boogaard, die Selektionen, die Erschießungen und den Massenmord nach der Räumung des Lagers an 8.000 bosnischen Männern strikt von den Aktivitäten ihrer Blauhelmtruppe zu trennen. Das eigene Prestige, die Sicherheit der eigenen Truppe sei den Niederländern wichtiger gewesen als ihr humanitärer Auftrag. »Für Muslime sterben«, so der oft kolportierte Soldatenspruch, »wo kämen wir da hin?"

http://www.zeit.de/2005/28/Holland


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#12482

RE: ....

in Politik 19.08.2010 09:28
von kein Name angegeben • ( Gast )
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Zitat von: nahal 
http://www.spiegel.de/international/0,1518,364902,00.html
Wurde der niederländische Verteidigungsminister zur Verantwortung gezogen?
"Zur Taktik der Haager Politiker gehörte es, urteilt Boogaard, die Selektionen, die Erschießungen und den Massenmord nach der Räumung des Lagers an 8.000 bosnischen Männern strikt von den Aktivitäten ihrer Blauhelmtruppe zu trennen. Das eigene Prestige, die Sicherheit der eigenen Truppe sei den Niederländern wichtiger gewesen als ihr humanitärer Auftrag. »Für Muslime sterben«, so der oft kolportierte Soldatenspruch, »wo kämen wir da hin?"
http://www.zeit.de/2005/28/Holland

Wie immer. Ablenkung durch Verweise auf andere Verbrechen.
Aber Ihr Vorschlag, israelische Verantwortliche in Den Haag vor Gericht zu stellen, finde ich gut.


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#12483

RE: ....

in Politik 19.08.2010 10:04
von Maga (gelöscht)
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Zitat von: semipermeabel 
Ich halte das für absolut vergleichbar!
Der Namens- und Symbolstreit dauert an, auf konkrete Fragen eines Unwissenden gibt es von den Menschen dort ziemlich üble Antworten.
http://www.dw-world.de/dw/article/0,,4994884,00.html
Diese Befindlichkeiten sind in der allgemeinen Wahrnehmung kaum ersichtlich, spielen allerdings in der Gesamtheit des Konfliktpotentials eine Rolle.

Gut, man sollte nicht vergessen, dass der Appetit der Jugoslawen unter Tito groß war, und gestärkt wurde durch die Tatsache, dass es den jugoslawischen Partisanen gelungen war, die deutschen Truppen zu verjagen und das Land nicht von der roten Armee oder den Westalliierten "befreit" worden war. Tito hatte nicht nur Ansprüche auf Triest erhoben, sondern eben auch auf Thessaloniki. (Außerdem sollte die EU ein Moratorium für weitere Beitrittsgespräche verhängen - sagen wir mal auf 50 Jahre. Das letzte, was sie braucht, sind kleine, mafiose, instabile Armenhäuser. So macht man die EU kaputt, wenn sie nicht längst dabei ist, an die Wand zu fahren.)



zuletzt bearbeitet 19.08.2010 10:07 | nach oben springen

#12484

RE: ....

in Politik 19.08.2010 10:09
von nahal
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Zitat von: Maga Ehrlich gesagt, semi: Ich glaube, der ganze nahöstliche Bereich (samt Griechenland und Balkan) ist dem "Verschwörungstrauma" und "Nationalismuswahn" erlegen, den man auch im Konflikt um das "Unheilige Land" erkennen kann.


Gehört auch Belgien zum nahöstlichen "Nationalismuswahn"?


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#12485

RE: ....

in Politik 19.08.2010 10:13
von Maga (gelöscht)
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Zitat von: GeorgeF VK 64:
Ich lasse mich von Ihen auch nicht in eine Debatte, die ich nur noch als "völkkisc" bezeichnen kann, hineinziehen. So ist es Sache der jüdischen Gemeinschaft selbst, die Rolle der jüdischen Kollaborateure und Profiteure des Hitlerfaschismus zu klären oder eben weiter unter den Teppich zu kehren.
Darf ich Sie fragen, was Sie mit diesen düsteren Andeutungen sagen wollen? "Jüdische Kollaborateure und Profiteuere des Hitlerfaschismus"? Mir ist leider nur bekannt, dass ein gewisser Husseini sich von Hitler aushalten und finanzieren liess.

Wahrscheinlich meint er das hier?

http://lebeninjerusalem.blogspot.com/201...raelischen.html

Sicher ein schwieriges Thema, aber eines zu dem vergleichsweise wenig historische Arbeiten vorliegen. So etwas kann natürlich nur von jüdischen Historikern aufgearbeitet werden. Von "Profiteuren" zu reden, ist unsinnig, die diese Leute selbst um ihr Überleben kämpften, von "Kollaborateuren" hingegen kann man schon reden...



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#12486

RE: ....

in Politik 19.08.2010 10:15
von semipermeabel (gelöscht)
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Zitat von: Maga 
Gut, man sollte nicht vergessen, dass der Appetit der Jugoslawen unter Tito groß war, und gestärkt wurde durch die Tatsache, dass es den jugoslawischen Partisanen gelungen war, die deutschen Truppen zu verjagen und das Land nicht von der roten Armee oder den Westalliierten "befreit" worden war. Tito hatte nicht nur Ansprüche auf Triest erhoben, sondern eben auch auf Thessaloniki. (Außerdem sollte die EU ein Moratorium für weitere Beitrittsgespräche verhängen - sagen wir mal auf 50 Jahre. Das letzte, was sie braucht, sind kleine, mafiose, instabile Armenhäuser. So macht man die EU kaputt, wenn sie nicht längst dabei ist, an die Wand zu fahren.)

So sieht das aus!Ich hoffe, dass die Eurokraten das auch so sehen.


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#12487

RE: ....

in Politik 19.08.2010 10:18
von Maga (gelöscht)
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Zitat von: nahal 
Gehört auch Belgien zum nahöstlichen "Nationalismuswahn"?

Nee, mit den Niederlanden und Belgien kenne ich mich besser aus als mit dem Balkan, der Türkei und dem Orient, da meine Frau und ich mehrere Jahre in Maastricht gelebt haben. Es geht in Flandern (wie auch in "Padanien") um die Unlust eines wirtschaftlich dynamischen Teils des Landes, den maroden und unterentwickelten Teil auf Dauer mitzufinanzieren. Nicht umsonst bestehen organisatorische Verbindungen zwischen Vlaams Belang und der Lega Nord. Mit Nationalismus hat das sehr wenig zu tun.



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#12488

RE: ....

in Politik 19.08.2010 10:20
von guylux (gelöscht)
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Zitat von: GeorgeF 
Welche Reste unterschlägt er denn? Hätten Sie da ein Beispiel an Hand eines seiner Berichte? Oder war das wieder nur gefühlt?
Der Leserkommentar interessiert mich weniger.

Der Leserkommentar zu diesem Bericht zeigt auf , wovon der Herr nicht geschrieben hat , also was er unterschlagen hat .
Wer den Kommentar nicht interessiert , der kann das natürlich nicht wissen .


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#12489

RE: ....

in Politik 19.08.2010 10:25
von nahal
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Zitat von: Maga 
Mit Nationalismus hat das sehr wenig zu tun.


Nein?
Sprachenstreit? Selbstdefinition über Nationalität?

Die ethnische Gruppenangst ist ein nicht zu unterschätzender Aspekt jeder Politik, unabhängig davon, ob es im Nahen-Osten, Afrike, Kanada oder Europa stattfindet.
Kritik ist angebracht, aber überall und nicht selektiv.


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#12490

RE: ....

in Politik 19.08.2010 10:32
von primatologe | 8.476 Beiträge


Zitat von: vk64 Vergessen Sie nicht, dass dort ca. 3000 Menschen massakriert wurden,dieses Massaker hatte, was die Todeszahlen angeht, insofern fast die Ausmaße von 9/11.

Mich würde mal interessieren ob Sie einen Zusammenhang zwischen 9/11 und dem Israelengagement der USA sehen, oder ob 9/11 Ihrer geschätzten Meinung nach ausschließlich etwas mit dem Wirtschaftsgebaren der USA zu tun hatte.


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#12491

RE: ....

in Politik 19.08.2010 10:52
von primatologe | 8.476 Beiträge


Zitat von: Maga 
Wahrscheinlich meint er das hier?
http://lebeninjerusalem.blogspot.com/201...raelischen.html
Sicher ein schwieriges Thema, aber eines zu dem vergleichsweise wenig historische Arbeiten vorliegen. So etwas kann natürlich nur von jüdischen Historikern aufgearbeitet werden. Von "Profiteuren" zu reden, ist unsinnig, die diese Leute selbst um ihr Überleben kämpften, von "Kollaborateuren" hingegen kann man schon reden...

Es gibt einen Kinofilm über die jüdischen Kapos. Ich hab ihn gesehen. Grauenhaft.
Es gab zwar den genannten Aufstand, aber die meisten Kommandos haben ihren Job für ein paar Wochen länger leben und bessere Essensrationen gemacht.

http://www.kino.de/kinofilm/die-grauzone/64101.html

http://www.critic.de/film/die-grauzone-121/


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#12492

RE: ....

in Politik 19.08.2010 10:58
von primatologe | 8.476 Beiträge


Zitat von: Maga 
..da meine Frau und ich mehrere Jahre in Maastricht gelebt haben.

aha, ich tippe Sie waren ziviler SHAPE Mitarbeiter


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#12493

RE: ....

in Politik 19.08.2010 10:59
von VK64
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Zitat von: GeorgeF Hätten Sie ein paar Zitate bereit, die Herrn Sahm als "widerlichen Zionist" oder seine Artikel als "zionistische Sauce" entlarven oder in denen er sich mit einem "Broder zusammentut"?
Wenn Sie solche Behauptungen aufstellen, müssen Sie schon ein paar Belege beibringen. Solange Sie das nicht tun, kann ich Sie nich ernst nehmen.

Sie haben bisher docjh eindrucksvoll bewiesen, dass Sie des Lesens mächtig sind. was also lesen Sie auf dem von mir eingestellten Link zur Seite von Sahm?


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#12494

RE: ....

in Politik 19.08.2010 11:13
von Leto_II. | 28.478 Beiträge


Zitat von: Willie 
Was waere an dem Begriff sprachlich "Kollateralschaden" schlecht, wie er von den Experten verwendet wird?


"Tote Zivilisten, Frauen und Kinder" klingt für mich ehrlicher, wirklicher, nahbarer.

Der Experte zieht sich immer auf ein abstrakte Ebene zurück, die ist aber unwirklich.

(Wirklichkeit hier im Sinne Heideggers)


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#12495

RE: ....

in Politik 19.08.2010 11:15
von Maga (gelöscht)
avatar


Zitat von: nahal 
Nein?
Sprachenstreit? Selbstdefinition über Nationalität?
Die ethnische Gruppenangst ist ein nicht zu unterschätzender Aspekt jeder Politik, unabhängig davon, ob es im Nahen-Osten, Afrike, Kanada oder Europa stattfindet.
Kritik ist angebracht, aber überall und nicht selektiv.

Ja, nur ist sie in einigen Gegenden virulenter als in anderen. Natürlich kann man Quebec anführen, aber die Todeszahl in diesem Konflikt hält sich doch ziemlich in Grenzen. Übrigens auch in Flandern und der Wallonie.

Interessanter wäre in diesem Zusammenhang die Frage, wer eigentlich Türke, Russe, Israeli, Brite oder Amerikaner ist. Brite und Amerikaner sind die im Land Geborenen - ganz unabhängig von der Religion, der sie angehören; Türke, Russe oder Israeli sind Menschen mit türkischen russischen oder jüdischen Wurzeln, die einer bestimmten Religion angehören - also sunnitischem Islam, orthodoxem Christentum oder Judentum. (Die anderen sind im Land Geduldete). Israel, das sich sonst als Teil des "Westens" fühlt, hat hier auf die "ältere" Definition der Nationalität zurückgegriffen, was auch die Leichtigkeit erklärt, mit der 150.000 Israelis bei einer Grenzverschiebung expatriiert werden sollen. Ich klage nicht an, sondern stelle einfach fest.



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#12496

RE: ....

in Politik 19.08.2010 11:32
von nahal
avatar


Zitat von: Maga 
... also sunnitischem Islam, orthodoxem Christentum oder Judentum. (Die anderen sind im Land Geduldete). Israel, das sich sonst als Teil des "Westens" fühlt, hat hier auf die "ältere" Definition der Nationalität zurückgegriffen, was auch die Leichtigkeit erklärt, mit der 150.000 Israelis bei einer Grenzverschiebung expatriiert werden sollen. Ich klage nicht an, sondern stelle einfach fest.


Ich habe mir vorgenommen, auf .... nicht mehr zu antworten.


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#12497

RE: ....

in Politik 19.08.2010 11:39
von VK64
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Zitat von: GeorgeF Sie mögen auf Sharon herumtrampeln soviel Sie wollen, es waren Libanesen, die die Massaker in Sabra und Shatila ausgeführt haben. Sie kommen mir da genauso vor, wie heute jene Litauer, die nichts davon wissen wollen, dass es litauische Milizen und Polizisten waren, die freiwillig ihre jüdischen Mitbürger massakriert haben - natürlich unter der Oberhoheit der deutschen SS. Aber befreit das die litauischen, lettischen, ukrainischen Killer von jeglicher Schuld? Alles nur Opfer eines unvermeidlichen Befehls? Wie schäbig!

Natürlich sind die libanesischen Milizen die Ausführer dieser grauenhaften und unvorstellbaren Massaker und als solche für ihre Taten verantwortlich.
Aber, wollen Sie die deutschen Nazis von Ihrer Verantwortung an den Taten der litauischen Milizen freisprechen.? Das würde ja die gesamte Geschichtsschreibung auf den Kopf stellen.

@ nahal: bzgl. des von Ihnen anageführten Beispiels zur Rolle der niederländischen Truppen in Bosnien: haben die niederländischen Soldaten so wie die israelischen Soldaten der IDF auch den Schauplatz des Grauens in der Nacht ausgeleuchtet, damit die Mörder ihr Werk gründlich beenden können und ihnen auch ja keiner durch die Lappen gehen kann?


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#12498

RE: ....

in Politik 19.08.2010 11:47
von nahal
avatar


Zitat von: VK64 
@ nahal: bzgl. des von Ihnen anageführten Beispiels zur Rolle der niederländischen Truppen in Bosnien: haben die niederländischen Soldaten so wie die israelischen Soldaten der IDF auch den Schauplatz des Grauens in der Nacht ausgeleuchtet, damit die Mörder ihr Werk gründlich beenden können und ihnen auch ja keiner durch die Lappen gehen kann?


" Das eigene Prestige, die Sicherheit der eigenen Truppe sei den Niederländern wichtiger gewesen als ihr humanitärer Auftrag. »Für Muslime sterben«, so der oft kolportierte Soldatenspruch, »wo kämen wir da hin?"

Der Kahane-Bericht hat die Verantwortlichkeiten klar beschrieben.
Ihre "humanistischen" Ergüsse diesbezüglich entlarven Sie.


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#12499

RE: ....

in Politik 19.08.2010 11:51
von Maga (gelöscht)
avatar


Zitat von: nahal 
Ich habe mir vorgenommen, auf .... nicht mehr zu antworten.

Mon dieu. Es gibt zwei Sichtweisen - die propagandistische und die reale. Die propagandistische: Israel ist ein Stück Europa, ein Stück Westen in einer feindseligen, von religiösen Fanatikern geprägten Umgebung, die das Ziel hat, Israel zu vernichten. Und zwar deswegen, weil die Fanatiker die Freiheit hassen. Die reale: Israel ist ein Stückchen Naher Osten mit allen Schwierigkeiten und Problemen, die für den Nahen Osten typisch sind. Dabei ist es auf vielen Gebieten seinen Nachbarn voraus, was seine wirtschaftliche, teils auch was seine demokratische und rechtsstaatliche Entwicklung angeht.

So, und jetzt muss ich arbeiten.



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#12500

RE: ....

in Politik 19.08.2010 11:53
von guylux (gelöscht)
avatar


Zitat von: GeorgeF VK
Sie mögen auf Sharon herumtrampeln soviel Sie wollen, es waren Libanesen, die die Massaker in Sabra und Shatila ausgeführt haben. Sie kommen mir da genauso vor, wie heute jene Litauer, die nichts davon wissen wollen, dass es litauische Milizen und Polizisten waren, die freiwillig ihre jüdischen Mitbürger massakriert haben - natürlich unter der Oberhoheit der deutschen SS. Aber befreit das die litauischen, lettischen, ukrainischen Killer von jeglicher Schuld? Alles nur Opfer eines unvermeidlichen Befehls? Wie schäbig!

Sie diskutieren am Thema vorbei . Natürlich sind die Milizen , in Litauen , Ukraine und im Falle Sabra und Shatilla Schuld . Aber die die sie gedeckt , unterstützt oder wie sie das auch nennen wollen , haben , sind auch Schuld . Und das sind nun mal die SS im ersten und die IDF im 2. Fall .
Niemand behauptet dass Sharon ALLEIN schuldig war , aber schuldig ist und bleibt er .
Sie negieren hier das Offensichtliche !


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