Zitat von: GeorgeF
Zu 2: Es wäre Aufgabe der arabischen Nachbarstaaten gewesen, den Flüchtlingen ein menschenwürdiges Dasein zu ermöglichen, sie nicht zu ghettoisieren, ihnen Pässe Arbeitserlaubnisse und Bürgerrechte zu gewähren. Schliesslich finden Sie in der Verfassung aller dieser Staaten den Passus: We are all part of the arab nation...
Und wieso sollte die Behandlung der Flüchtlinge als gleichberechtigte Bürger das Rückkehrrecht beeinträchtigen? Genau dieses Ihr Argument entlarvt den ganzen Schwindel:
Werter GeorgeF, ich diskutiere mit Ihnen, weil ich der Meinung bin, dass Sie über ein sehr hohes Maß an Allgemein-und historischer Bildung verfügen. Da kann ich in vielen Bereichen zugegebenermaßen nicht mit Ihnen mithalten. Der Teufel liegt hier aber im Detail. Es ist ein beliebtes Argument der israelisch-zionistischen Propaganda, auf die sog."Bruderstaaten" hinzuweisen. Mit einer Einbürgerung hätten die palästinesischen Flüchtlinge aber in der Tat ihre Flüchtlingseigenschaften -und damit letztlich auch die Unterstützung für eine Repatriierung- verloren.DIE GFK- im übrigen von vielen arabischen Staaten nicht einmal ratifiziert- ist da eindeutig.
Die Flüchtlingseigenschaft (mit all ihren Schutzrechten) ist verloren,
"wenn sie eine neue Staatsangehörigkeit erworben hat und den Schutz des Landes, dessen Staatsangehörigkeit sie erworben hat, genießt;" (C,3)
http://www.aufenthaltstitel.de/genferkonvention.html
Im Klartext heisst das : es gäbe keine Palästinaflüchtlinge mehr, das Problem wäre zugunsten Israels gelöst, die ethnischen Säuberungen verwischt und hätten sich als lohnedes Gescäft erwiese-zur Nacahmung (die gab es ja 1967 leider erneut) empfohlen.
Im übrigen sind auch die Anrainerstaaten nur bedingt belastungsfähig, haben genug eigene Probleme, da ist nur verständlich, dass sie nicht auch noch die Probleme Israels lösen können, in dem sie hundertausende Flüchtlinge mal eben so integrieren..
Zitat von: GeorgeFWieso, sie haben doch hunderttausende Flüchtlinge aufgenommen.
Behandeln wir sie so miserabel, dass sie auch ja wieder verschwinden. Und das ist die Solidarität der arabischen Nationen?
Wir können ja mal in der Bruderschweiz anfragen, ob sie nicht auch ein paar hunderttausende Deutsche aufnehmen möchte.
Zitat von: GeorgeF
Zu 4: Es geht darum, wie nach minimalen humanitären Gesichtspunkten und politischer Weitsicht mit Flüchtlingen umzugehen ist, falls Sie das immer noch nicht begriffen haben. Flüchtlinge bewusst im Elend zu halten, um sie als politische Verhandlungsmasse zu missbrauchen zeugt weder von humanitärer Gesinnung, noch von muslimischer Brüderlichkeit, noch politischer Weitsicht.
Es ist nicht nur so, wie in dem gestrigen Bericht dargestellt, dass alle palästinesischen Flüchtlinge in Lagern leben. Vor allem christliche Palästinenser konnten sich auch gut in den christlichen Gebieten Beiruts integrieren.
Die Versorgung der palästinensischen Flüchtlinge wird durch die UNWRA geleistet.Die arabischen Nachbarstaaten sind ja von der Flüchtlingswelle geradezu überrollt worden, die Gemeinwesen waren gar nicht in der Lage, diese große Anzahl an Menschen, die urplötzlich in ihre Gebiete flüchtete, adaequat sozial, medizinisch, bildungstechnisch etc. zu versorgen- Und, auch wenn Israel die UNWRA hasst, diese Organisation leistet hier Gewaltiges.
Im übrigen ging man davon aus, dass diese Menschen, die ja nicht freiwillig gekommen waren, wieder in ihre Heimat zurückkehren wollen. Leider konnten se nicht, weil die Weltgemeinschaft- mit Ausnahme des "Pflasters" Unwra- den verbrechen der Zionisten bei derSaatsgründung keinen Einhalt geboten hat und eben nicht auf Widerherstellung des Status Quo beharrte.
Sie sprechen aber einen interessanten Aspekt an. Wer ist verantwortlich für Flüchtlinge- derjenige, der sie produziert hat- also in diesem Falle Israel- oder die aufnehmenden Staaten?
Ich denke, wenn wir hier von weitsichtiger Flüchtlingspolitik sprechen, muss es dahin gehen, dass es sich für die Vertreiber nicht lohnt, Menschen aus ihren Wohnungen zu jagen und sich ihr Hab und Gut einzuverleiben.
Was Israel-und leider auch Sie fordern- ist: "Wir haben die Menschen verjagt, sie gefielen uns nicht, sie störten uns, kümmert Ihr euch um sie."
Weitsichtige Flüchtlingspolitik kann nur darauf zielen, ethnische Vertreibungen von Menschen so unattraktiv wie möglich zu machen. Sie-und Israel- aber fordern eine Belohnung. Palästinaflüchtlinge? Gibts doch gar nicht.
Nein, georgeF, Sie sollten lieber die Vertreibungen beklagen als nun auf den Aufnahmeländern herumzuhacken. Natürlich muss das kritisiert werden. aber, aus Ihrem Munde?
Sie verteidigen hierpermanent nicht nur die Vertreibungen, Sie verteidigen auch die Gazaabriegelungen? Daher sollten Sie Begrifflichkeiten wie humanitäre Gesinnung oder muslimisce Bruderliebe nicht nur von zum damaligen Zeitpunkt völlig überforderten Gemeinwesen erwarten, beginnen Sie doch bitte zunächst einmal damit, Ihre eigenen Überzeugungen und erlautbaungen auf diese Punkte hin zu überprüfen.
Zitat von: primatologe
Ich bin selbst nicht zimperlich, aber nach meinem Eindruck sind die Pro-Israel Leute hier die radikaleren und gleichzeitig die empfindlicheren und schnell eingeschnappt.
Die Pro-Pali-Seite ist deutlich zurückhaltender, wenn ich mir nur vk64 anschaue, der als Nachkomme vertriebener Palis wirklich jeden Grund hätte ausfällig zu werden, er tut es nicht, er postet hart aber sachlich wie kaum ein Zweiter.
Idiot, Kretin, Schwachkopf, ... das kommt aus der anderen Ecke, nämlich aus der Siegerecke, denn noch ist Israel ja gewaltig auf der Siegerstrasse.
Zur Sachlichkeit von VK64 habe ich ja nun ein paar Kommentare abgegeben, die Sie doch bitteschön lesen sollten. Und so ganz nebenbei: auch ich bin Vertriebener, ich habe die Bilder jener Zeit noch gut im Kopf, bin aber 60 Jahre nach der Vertreibung mit guten Gründen zu anderen Schlüssen zum Thema gekommen. Vielleicht bedenken Sie aus das einmal.
Zitat von: MagaUnd was ist mit den Beiträgen, die auf "eindeutig antiisraelische - du siehst ich vermeide das Wort - Tendenzen hinweisen"?
Hans, ich denke, als Deutscher muss man nicht schweigen, sollte aber dennoch mit bestimmten Wörtern zurückhaltend sein. Sind die Vermögenswerte der jüdischen Familien, deren Nachkommen in Deutschland, Amerika, Israel und anderswo leben, zurückgegeben worden? Wenn ja, in welchem Ausmaß? In der Geburtsstadt meiner Frau gehörte das größte Kaufhaus einer jüdischen Familie. Ein Nachbar regte sich auf, dass die Nachkommen, die in NY leben, finanzielle Forderungen erheben. Seinen Kommentar dazu schreibe ich hier nicht. Er erinnert an die Postings eines gewissen Foristen...
Zu den "religiösen Fanatikern", die ins Land geholt werden - Israel sieht sich als natürliche Heimstätte aller Juden. Sicher werden nicht gezielt religiöse Fanatiker ins Land geholt, aber das sind in der Regel diejenigen, die die Härten des Lebens im "Heiligen Land" der Sicherheit Amerikas oder Europas vorziehen, während nicht wenige Israelis den umgekehrten Weg wählen. Es ist nicht alles schwarz oder weiß...
Schwarz/ weiss noch nicht, zum Glück.
Ein mir gut bekannter Student ist gerade dabei, die Geschichte der Familie Garbaty in Berlin zu rechechieren und die vorhandenen Daten zu erschliessen.
21 Jahre alt, umfassende Allgemeinbildung- was glauben Sie, welche Fragen diesem jungen Menschen einfallen?
Als erste- wieso konnte es dazu kommen, dass jüdische Menschen ausgerottet werden sollten?
Hat jemand eine Antwort?
Zitat von: Maga
1. Und was ist mit den Beiträgen, die auf "eindeutig antiisraelische - du siehst ich vermeide das Wort - Tendenzen hinweisen"?
2. Hans, ich denke, als Deutscher muss man nicht schweigen, sollte aber dennoch mit bestimmten Wörtern zurückhaltend sein. Sind die Vermögenswerte der jüdischen Familien, deren Nachkommen in Deutschland, Amerika, Israel und anderswo leben, zurückgegeben worden? Wenn ja, in welchem Ausmaß? In der Geburtsstadt meiner Frau gehörte das größte Kaufhaus einer jüdischen Familie. Ein Nachbar regte sich auf, dass die Nachkommen, die in NY leben, finanzielle Forderungen erheben. Seinen Kommentar dazu schreibe ich hier nicht. Er erinnert an die Postings eines gewissen Foristen...
3. Zu den "religiösen Fanatikern", die ins Land geholt werden - Israel sieht sich als natürliche Heimstätte aller Juden. Sicher werden nicht gezielt religiöse Fanatiker ins Land geholt, aber das sind in der Regel diejenigen, die die Härten des Lebens im "Heiligen Land" der Sicherheit Amerikas oder Europas vorziehen, während nicht wenige Israelis den umgekehrten Weg wählen. Es ist nicht alles schwarz oder weiß...
1. Zu denen bekenne ich mich selbst. Es hat noch niemand das Existenzrecht Israels bestritten. Jeder Kritiker fordert hier nur, dass Israel sich auf die vereinbarten Grenzen zurückzieht und den Palästinensern das unzerstückelte, von der Völkergemeinschaft zugestandene Siedlungsgebiet endlich freimacht. Das ist auf eine Weise "antiisraelisch", wie es antinordkoreanisch ist, gegen Nordkorea zu sein. Niemand spricht dabei von der nordkoreanischen Bevölkerung.
2. Ich gehöre auch nicht zu den Schweigern, die dieses Gesindel, das von den Enteignungen jüdischer Vermögen profitiert hat, nicht als solches bezeichnet. Mir wäre es nur recht, wenn diese Vermögen auch heute noch zurückgegeben werden müssten.
Ich messe nicht mit zweierlei Maß (versuche jedenfalls, es nicht zu tun).
3. Es ist doch bekannt, dass Israel diese Leute angeworben hat und ihnen Unterstützung für das Siedeln auf palästinensischem Land gewährt hat. Es beschützt sie ja auch heute noch täglich mit Gewalt gegen die rechtmäßigen Eigentümer. Wir sprechen ja nicht über vergangene Jahre, sondern über heute und morgen! Über das bewusste Zementieren von Unrecht.
Zitat von: nahal
Ich verweise auf die Aussagen des damaligen rumänischen Geheimdienstchef Gen. Ion Pacepa, die er auch in seinem Buch "Red Horizon" weiter beschrieb. Wie ich glaube auch im SPON schon geschrieben zu haben, hatte ich das zweifelhafte Vergnügen einige Mitschnitte, die er mitbrachte, anzuhören.
Aha. Seine Quellen zu verraten ist das schändlichste Verbrechen eines Führungsoffiziers. Das haben bei der HVA nur die wenigsten getan.
Aber in Rumänien tickten die Uhren anders. Verehrter nahal, die Yom Kippur Geschichte...
Zitat von: Hans Bergman
1. Ich weiß, wie Du es meinst und repektiere das natürlich. Aber an einem kommst Du sicher nicht vorbei:
Was Du auf deutscher Seite ansprichst, das wird auch entsprechend verurteilt und fand ausschließlich in der Vergangenheit statt.
Was Israel dagegen treibt, findet heute statt, täglich, und ist in der Wirkung eindeutig auf die Zukunft gerichtet.
Das ist für mich ein entscheidender Unterschied.
Und die "arisierten" Vermögen? Was haben die bitte mit einem Palästineser zu tun, der von seiner Scholle vertrieben wird? Ich kann nichts dafür, dass die BRD offenbar Israel gewähren lässt, um die wahren Nutznießer dieser Enteignungen nicht belangen zu müssen.
Wie soll ich also einen Staat bezeichnen, der zum Zweck der Expansion religiöse Fanatiker ins Land lockt, sie zum Landraub anhält und die illegal errichteten Siedlungen auf anderer Leute Land mit Gewalt verteidigt?
Außerdem hat Israel jederzeit die Möglichkeit, dieses Image über Nacht loszuwerden.
2. Auf göttliche Rechte beruft sich niemand. Aber man verteidigt jene, die sich auf göttliche Rechte berufen, um anderen, ja wie sage ich jetzt nur? Soll ich jetzt sagen, die anderer Leute Land bestellen? Klingt ja so richtig nett nach Hilfsbereitschaft.
Zu 1: Irrtum, das ist immer noch Realität - bis heute. Noch immer schlagen sich seinerzeit Enteignete - selbstverständlich buchstabengetreu nach damaligem "Recht" - mit heutigen Besitzstandswahrern herum. Wenn Du also mit Deinem Besitzstandssyndrom hauseiren gehen willst, stünde es Dir gut an, erstmal vor der eigenen Haustür zu kehren. Vor diesem Hintergrund wirkt Deine moralische Entrüstung zielich schal, wenn nicht peinlich.
Und ob Israel "religiöse Fanatiker ins Land lockt, sie zum Landraub anhält...." das müsstest Du erstmal näher beweisen. So ist es eine bösartige Unterstellung. Ich darf Dich in dem Zusammenhang daran erinnern, dass Israel bereits 2 x - auf dem Sinai und in Gaza - jene "religiösen Fanatiker" mit Brachialgewalt aus ihren Siedlungen entfernt hat, zudem mehrfach auch in den West-Banks. Wie passt das zu Deinen Polemiken?
Du setzt ständig die Extremisten mit dem Staat Israel gleich, das wäre genauso unsinnig wie die fanatischen Muslimgegener, die sämtliche Palästinenser mit den Idioten gleichsetzen, die immer noch Raketen abfeuern und Selbstmordattentäter als Märtyrer bejubeln.
Dein Besitzstandssyndrom gewinnt langsam fanatische Qualitäten.
Zitat von: VK64
U.Sahm? Gnade uns Gott vor den Ergüssen dieses Autoren.
Ehrlich, GeorgeF., ich habe nicht generell etwas gegen Hagalil, auch wenn es eine Propagandaseite ist, manchmal ist es informativ- das sind von mir zitierte Seiten auch schon mal, Polarisiserung ist ja nicht verboten-, aber U.Sahm ist nun wirklich nicht Ernst zu nehmen.
Sie vergessen, dass Herr Sahm ein gern gesehener Interviewpartner selbst von Herrn Arafat war.. Insofern teilte Herr Arafat Ihre Meinung nicht. Auch schreibt Herr Sahm ja nicht für hagalil - die haben nur zitiert - sondern für ntv. Und stellen Sie sich vor, die super-pro-jüdischen Superchristen haben doch tatsächlich versucht, Herrn Sahm wegen pro-palästinensischer Beiträge bei seinem Brötchengeber zu diffamieren. Doch, doch, der Mann ist durchaus ernst zunehmen, ich berufe gerne Herrn Arafat als Zeugen. Schade, dass der nicht mehr lebt.
Zitat von: Maga
@ Nante: Die von dir genannten Beispiele - ich habe dein Posting leider übersehen - sind untauglich, da weder der Vertrag von Konstantinopel noch der Versailler Vertrag etwas über den "Charakter" der Staaten aussagten, sondern nur über die Grenzen der Staaten.
Dann hättest Du das Potsdamer Abkommen als zutreffend erwähnen können:)
Der Versailler Vertrag hatte Bevölkerungsbewegungen in Oberschlesien zur Folge. Polnische Nationalisten gegen deutsche Freikorps mit den Keim der zukünfigten Revanchegelüste.
Das Abkommen von Konstantinopel als Schlußpunkt des zweiten Balkankrieges und als Etappe zum Ersten Weltkrieg.
Irgendwo habe ich in den letzten Tagen etwas vom Bevölkerungsaustausch aufgrund dieses Vertrages gelesen. Wo war das nur? Mal nachschlagen...
Zitat von: GeorgeF
Zu 1: Irrtum, das ist immer noch Realität - bis heute. Noch immer schlagen sich seinerzeit Enteignete - selbstverständlich buchstabengetreu nach damaligem "Recht" - mit heutigen Besitzstandswahrern herum. Wenn Du also mit Deinem Besitzstandssyndrom hauseiren gehen willst, stünde es Dir gut an, erstmal vor der eigenen Haustür zu kehren. Vor diesem Hintergrund wirkt Deine moralische Entrüstung zielich schal, wenn nicht peinlich.
Und ob Israel "religiöse Fanatiker ins Land lockt, sie zum Landraub anhält...." das müsstest Du erstmal näher beweisen. So ist es eine bösartige Unterstellung. Ich darf Dich in dem Zusammenhang daran erinnern, dass Israel bereits 2 x - auf dem Sinai und in Gaza - jene "religiösen Fanatiker" mit Brachialgewalt aus ihren Siedlungen entfernt hat, zudem mehrfach auch in den West-Banks. Wie passt das zu Deinen Polemiken?
Du setzt ständig die Extremisten mit dem Staat Israel gleich, das wäre genauso unsinnig wie die fanatischen Muslimgegener, die sämtliche Palästinenser mit den Idioten gleichsetzen, die immer noch Raketen abfeuern und Selbstmordattentäter als Märtyrer bejubeln.
Dein Besitzstandssyndrom gewinnt langsam fanatische Qualitäten.
1. Noch peinlicher ist es, wenn man nicht zur Kenntnis nimmt, dass ich die Profiteure dieser Enteignungen genauso als diebisches Gesindel bezeichne und die Rückgabe auch noch zum heutigen Zeitpunkt fordere. Im Gegensatz zu Dir, der zwar Rückgabe der Vermögen fordert, aber Rückgabe der Siedlungen nicht als akzeptabel bezeichnet. Diese Doppelmoral ist nicht akzepatabel. Durch Unrecht erworbenes Gut ist zurückzugeben, gleich von wem.
2. Die meisten hier sprechen von dem, was die internationale Gemeinschaft mit ihren Resolutionen beschlossen hat, und nicht von dem, was sich Israel anmaßt.
Und die paar PR-Gags mit Räumungen wiegen die permanente gewalttätige Unterstützung der Siedler, die sich palästinensisches Land unter den Nagel gerissen haben sicher nicht auf.
Die finanzielle Unterstützung, um dort zu siedeln ist ja wohl nichts neues. Sie als Unterstellung zu bezeichnen schon.
Und immer so zu tun, als ob ich einer von wenigen sei, die dies kritisieren, ist auch nicht zielführend. Die Politiker der Welt tun dies auch. Mit diplomatischeren Worten natürlich.
Bei mir gibt es eben Klartext. Ich sage ja auch nicht, die jüdischen Vermögen wurden damals verdichtet und die Erben können doch nichts dafür.
Zitat von: Hans Bergman
1. Noch peinlicher ist es, wenn man nicht zur Kenntnis nimmt, dass ich die Profiteure dieser Enteignungen genauso als diebisches Gesindel bezeichne und die Rückgabe auch noch zum heutigen Zeitpunkt fordere. Im Gegensatz zu Dir, der zwar Rückgabe der Vermögen fordert, aber Rückgabe der Siedlungen nicht als akzeptabel bezeichnet. Diese Doppelmoral ist nicht akzepatabel. Durch Unrecht erworbenes Gut ist zurückzugeben, gleich von wem.
2. Die meisten hier sprechen von dem, was die internationale Gemeinschaft mit ihren Resolutionen beschlossen hat, und nicht von dem, was sich Israel anmaßt.
Und die paar PR-Gags mit Räumungen wiegen die permanente gewalttätige Unterstützung der Siedler, die sich palästinensisches Land unter den Nagel gerissen haben sicher nicht auf.
Die finanzielle Unterstützung, um dort zu siedeln ist ja wohl nichts neues. Sie als Unterstellung zu bezeichnen schon.
Und immer so zu tun, als ob ich einer von wenigen sei, die dies kritisieren, ist auch nicht zielführend. Die Politiker der Welt tun dies auch. Mit diplomatischeren Worten natürlich.
Bei mir gibt es eben Klartext. Ich sage ja auch nicht, die jüdischen Vermögen wurden damals verdichtet und die Erben können doch nichts dafür.
Den letzten Satz müssen Sie mir erklären.
Dass Sie Klartext reden- ist Ihre Selbstwahrnehmung.
Verdichtung, Vermögen, Erben- was meinen Sie?
VK 64:
"Werter GeorgeF, ich diskutiere mit Ihnen, weil ich der Meinung bin, dass Sie über ein sehr hohes Maß an Allgemein-und historischer Bildung verfügen. Da kann ich in vielen Bereichen zugegebenermaßen nicht mit Ihnen mithalten. Der Teufel liegt hier aber im Detail. Es ist ein beliebtes Argument der israelisch-zionistischen Propaganda, auf die sog."Bruderstaaten" hinzuweisen. Mit einer Einbürgerung hätten die palästinesischen Flüchtlinge aber in der Tat ihre Flüchtlingseigenschaften -und damit letztlich auch die Unterstützung für eine Repatriierung- verloren.DIE GFK- im übrigen von vielen arabischen Staaten nicht einmal ratifiziert- ist da eindeutig.
Die Flüchtlingseigenschaft (mit all ihren Schutzrechten) ist verloren,
"wenn sie eine neue Staatsangehörigkeit erworben hat und den Schutz des Landes, dessen Staatsangehörigkeit sie erworben hat, genießt;" (C,3)
http://www.aufenthaltstitel.de/genferkonvention.html
Im Klartext heisst das : es gäbe keine Palästinaflüchtlinge mehr, das Problem wäre zugunsten Israels gelöst, die ethnischen Säuberungen verwischt und hätten sich als lohnedes Gescäft erwiese-zur Nacahmung (die gab es ja 1967 leider erneut) empfohlen.
Im übrigen sind auch die Anrainerstaaten nur bedingt belastungsfähig, haben genug eigene Probleme, da ist nur verständlich, dass sie nicht auch noch die Probleme Israels lösen können, in dem sie hundertausende Flüchtlinge mal eben so integrieren..
Ich erlaube mir mich zu der Frage zum Umgang mit Flüchtlingen zu schreiben, weil ich (als Kind, immerhin bereit bewusst) Flucht, Vertreibung und Flüchtlingselend in einem kaputten, hungernden Land selbst erlebt habe. Ich weiss, was es bedeutet, zu hungern und keine Schuehe zu haben.
Die arabischen Bruderstaaten der Flüchtlinge haben sich von Anfang an der "ummah" verpflichtet deklariert - siehe ihre sämtlichen Vefassungen. Sie waren gegenüber den palästinensichen Flüchtlingen genause oder genausowenig nahe wie die Bewohner Nordrhein-Westfalens gegen über den Flüchtlingen aus Ostpreussen - und glauben Sie mir, es gab reichlich Ressentiments gegen über den Flüchtlingen aus den deutschen Ostgebieten im Westen. Wir sprachen zwar die gleiche Sprache, aber einen aneren Dialekt < genauso, wie es in NO ist.
Die BRD hat alle Flüchtlinge sofort mit Ausweisen des neuen Staates ausgestattet, aber auch mit "Flüchtlingsausweisen", sorgfältig abgestuft nach "A - B und C" - soll heissen aus den Gebieten jenseits von Oder-Neisse, aus dem Sudetenland oder der "SBZ". Damit waren wir freie Bürger in der neuen Heimat, konnten uns frei bewegen, die Eltern konnten frei auf dem Arbeitsmarkt konkurrieren, behielten aber unseren Flüchtlingsstatus. Genau sowas haben die arabischen Bruderstaaten verweigert. Sie haben nicht gewollt, dass die Flüchtlinge am Bruttosozialprodukt teilnehmen. Sie haben nicht verstehen wollen, dass die Flüchtlinge sehr wohl eine Bereicherung des Staates hätten sein können. Vergessen Sie nicht, die Flüchtlinge aus Ostdeutschland, die dann fast 25% der Bevölkrung des Westens ausmachten kamen, in ein total zerstörtes Land, in ein Land, dessen Städte und Wohnviertel Trümmerhaufen, dessen Industrie zerbombt war und dessen Reste demontiert wurden. War Syrien, Jordanien, Ägypten 1948 in einer ähnlich katastrophalen wirtschaftlichen Lage? Wohl kaum. Die Ausrede, die palästinensischen Flüchtlinge seien eine unerträgliche ökonomische Belastung, zieht schon insofern nicht.n Dazu kommt, dass die UNRWA ja bis heute das Überleben der Flüchtlinge garantiert - in einer materielln Höhe, wie keine andere Flüchtlingsgruppe auf dieser Welt. Wie bequem - die UNRWA sorgt, also brauche ich mich als Staat nicht zu kümmern, besser noch: die UNRWA sorgt, also kann ich als Staat die Flüchtlinge weiter als politische Verfügungsmasse missbrauchen. Nein, es bracuht keine israelische Anti-UNRWA-Propaganda, um dieses böse Spiel zu durchschauen.
Sie schreiben, die arabischen Nachbarstaaten waren nicht in der Lage "mal eben 100.000 Flüchtlinge zu integrieren". Das noch viel kleinere und damals wirtschaftlich rein landwirtschaftlich orientierte Israel hat deutlich mehr als 100.000 Flüchtlinge aus Europa und den benachbarten Staaten binnen weniger Jahre aufgenommen und integriert - so etwa 800.000. Allein die Zahlen machen deutlich, dass es um das Wollen ging, nicht um das Können. Ein weiterer Hinweis auf die Politik, die palästinensischen Flüchtlinge als Spielball politischer Ineressen zu missbrauachen. Und als sich die Flüchtlinge inden jordanischen Ghettos radikalisierten, die Restriktionen ihrer arabischen Brüder nicht mehr ertragen wollten, wurden sie im Schwarzen September niederkartätscht, flohen zu Teilen in den Libanon und blieben auch dort bis heute eine diskriminierte Minderheit. Man mag Sharon eine Menge anhängen, aber es waren eindeutig Libanesen, die das Massaker von Sabra und shatila ausführten.
Soviel zur arabischen Büderlichkeit.
Zitat von: GeorgeF
Sie vergessen, dass Herr Sahm ein gern gesehener Interviewpartner selbst von Herrn Arafat war.. Insofern teilte Herr Arafat Ihre Meinung nicht. Auch schreibt Herr Sahm ja nicht für hagalil - die haben nur zitiert - sondern für ntv. Und stellen Sie sich vor, die super-pro-jüdischen Superchristen haben doch tatsächlich versucht, Herrn Sahm wegen pro-palästinensischer Beiträge bei seinem Brötchengeber zu diffamieren. Doch, doch, der Mann ist durchaus ernst zunehmen, ich berufe gerne Herrn Arafat als Zeugen. Schade, dass der nicht mehr lebt.
Er hat sogar einen Artikel über Hans geschrieben. :-)
http://www.usahm.de/Artikel/Hans/was_haben_hans.htm
Aber ich muss um Entschuldigung bitten - ich hatte Sahm verwechselt. Die ersten Anzeichen von Demenz. Oder soll ich schreiben Senilität? Manche trifft's halt früher.
:-))
Zitat von: Nante
Dann hättest Du das Potsdamer Abkommen als zutreffend erwähnen können:)
Der Versailler Vertrag hatte Bevölkerungsbewegungen in Oberschlesien zur Folge. Polnische Nationalisten gegen deutsche Freikorps mit den Keim der zukünfigten Revanchegelüste.
Das Abkommen von Konstantinopel als Schlußpunkt des zweiten Balkankrieges und als Etappe zum Ersten Weltkrieg.
Irgendwo habe ich in den letzten Tagen etwas vom Bevölkerungsaustausch aufgrund dieses Vertrages gelesen. Wo war das nur? Mal nachschlagen...
Okay, die Bevölkerungsbewegungen waren aber die Folge der Grenzfestlegungen. (In keinem der Verträge wird der Charakter eines Staates definiert.) Das ist die Politik der Hoch-Zeit des Nationalismus: Millionen Griechen verlassen Kleinasien, während Türken dorthin aufbrechen. Ist im 21. Jahrhundert eine Politik der "ethnischen Bereinigung" noch akzeptabel?
Zitat von: GeorgeF
Sie vergessen, dass Herr Sahm ein gern gesehener Interviewpartner selbst von Herrn Arafat war.. Insofern teilte Herr Arafat Ihre Meinung nicht. Auch schreibt Herr Sahm ja nicht für hagalil - die haben nur zitiert - sondern für ntv. Und stellen Sie sich vor, die super-pro-jüdischen Superchristen haben doch tatsächlich versucht, Herrn Sahm wegen pro-palästinensischer Beiträge bei seinem Brötchengeber zu diffamieren. Doch, doch, der Mann ist durchaus ernst zunehmen, ich berufe gerne Herrn Arafat als Zeugen. Schade, dass der nicht mehr lebt.
Der Herr Sahm schreibt des öfteren in der Tageszeitung auf die Ich abonniert bin.
Pro-israelisch muss man ihn schon nennen . Was er schreibt stimmt meistens , nur schreibt er oft nur den Teil der Israel in gutem Licht erscheinen lässt , den Rest unterschlägte er gerne . So auch im verlinkten Artikel . ich fand den Leserkommentar dazu wesentlich besser als Herrn Sahm's Schreiben .
Zitat von: Maga
Okay, die Bevölkerungsbewegungen waren aber die Folge der Grenzfestlegungen. (In keinem der Verträge wird der Charakter eines Staates definiert.) Das ist die Politik der Hoch-Zeit des Nationalismus: Millionen Griechen verlassen Kleinasien, während Türken dorthin aufbrechen. Ist im 21. Jahrhundert eine Politik der "ethnischen Bereinigung" noch akzeptabel?
Wie immer die entscheidende Frage- für wen akzeptabel?
So weit ich die Akzeptanz der Griechen zur Hochrüstung kenne- wegen der Türken.
Zitat von: GeorgeFVK 64:
Man mag Sharon eine Menge anhängen, aber es waren eindeutig Libanesen, die das Massaker von Sabra und shatila ausführten.
Das ist korrekt , nur hat Sharon Schmiere gestanden und sogar mit Projektoren den Libanesen
geholfen , die Flüchtlinge besser abknallen zu können . Sharon war sicherlich nicht der Hauptverantwortliche , aber unschuldig war er auch nicht .
Zitat von: semipermeabelJetzt hätte ich fast geschrieben - für die "internationale Gemeinschaft". :-) Man hat zumindest in Bosnien-Herzegowina versucht, andere Wege zu gehen, und auch bei der Teilung der Sowjetunion verliefen die Staatsgrenzen nicht entsprechend den ethnischen Grenzen - sonst hätten Teile Kasachstans und der Ukraine an Russland fallen müssen. Warum sollen nicht die im israelischen "Kernland" Lebenden die israelische und die in Palästina Lebenden die palästinensische Staatsangehörigkeit erhalten? Einen binationalen Staat halte ich für unrealistisch, aber weder Israel noch Palästina wären bi-national, sondern hätten einfach starke Minderheiten. Das große Problem sehe ich in den militanten Siedlern, deren Gewaltbereitschaft vermutlich außerordentlich hoch ist. Aber nicht alle Siedler sind militant.
Wie immer die entscheidende Frage- für wen akzeptabel?
So weit ich die Akzeptanz der Griechen zur Hochrüstung kenne- wegen der Türken.
Ehrlich gesagt, semi: Ich glaube, der ganze nahöstliche Bereich (samt Griechenland und Balkan) ist dem "Verschwörungstrauma" und "Nationalismuswahn" erlegen, den man auch im Konflikt um das "Unheilige Land" erkennen kann. Ich erinnere mich noch an die Philippika meines besten Freundes, eines Griechen, in Richtung der "revanchistischen und imperialistischen so genannten Mazedonen". :-)
VR 64:
Es ist nicht nur so, wie in dem gestrigen Bericht dargestellt, dass alle palästinesischen Flüchtlinge in Lagern leben. Vor allem christliche Palästinenser konnten sich auch gut in den christlichen Gebieten Beiruts integrieren.
Die Versorgung der palästinensischen Flüchtlinge wird durch die UNWRA geleistet.Die arabischen Nachbarstaaten sind ja von der Flüchtlingswelle geradezu überrollt worden, die Gemeinwesen waren gar nicht in der Lage, diese große Anzahl an Menschen, die urplötzlich in ihre Gebiete flüchtete, adaequat sozial, medizinisch, bildungstechnisch etc. zu versorgen- Und, auch wenn Israel die UNWRA hasst, diese Organisation leistet hier Gewaltiges.
Im übrigen ging man davon aus, dass diese Menschen, die ja nicht freiwillig gekommen waren, wieder in ihre Heimat zurückkehren wollen. Leider konnten se nicht, weil die Weltgemeinschaft- mit Ausnahme des "Pflasters" Unwra- den verbrechen der Zionisten bei derSaatsgründung keinen Einhalt geboten hat und eben nicht auf Widerherstellung des Status Quo beharrte.
Sie sprechen aber einen interessanten Aspekt an. Wer ist verantwortlich für Flüchtlinge- derjenige, der sie produziert hat- also in diesem Falle Israel- oder die aufnehmenden Staaten?
Ich denke, wenn wir hier von weitsichtiger Flüchtlingspolitik sprechen, muss es dahin gehen, dass es sich für die Vertreiber nicht lohnt, Menschen aus ihren Wohnungen zu jagen und sich ihr Hab und Gut einzuverleiben.
Was Israel-und leider auch Sie fordern- ist: "Wir haben die Menschen verjagt, sie gefielen uns nicht, sie störten uns, kümmert Ihr euch um sie."
Weitsichtige Flüchtlingspolitik kann nur darauf zielen, ethnische Vertreibungen von Menschen so unattraktiv wie möglich zu machen. Sie-und Israel- aber fordern eine Belohnung. Palästinaflüchtlinge? Gibts doch gar nicht.
Nein, georgeF, Sie sollten lieber die Vertreibungen beklagen als nun auf den Aufnahmeländern herumzuhacken. Natürlich muss das kritisiert werden. aber, aus Ihrem Munde?
Sie verteidigen hierpermanent nicht nur die Vertreibungen, Sie verteidigen auch die Gazaabriegelungen? Daher sollten Sie Begrifflichkeiten wie humanitäre Gesinnung oder muslimisce Bruderliebe nicht nur von zum damaligen Zeitpunkt völlig überforderten Gemeinwesen erwarten, beginnen Sie doch bitte zunächst einmal damit, Ihre eigenen Überzeugungen und erlautbaungen auf diese Punkte hin zu überprüfen.
Gewiss doch, etwliche Palästinenser haben es dank der ihnen durch UNRWA ermöglichten deutlich besseren Bildung und Ausbildung gegenüber der in den arabischen Nachbarstaaten geschafft, aus den dortigen Ghettos auszubrechen. Die christlichen Palästinenser sind übrigens in Israel die Bevölkrungsgruppe mit dem höchsten Bildungsstand und Einkommen. Ein interessanter Nebenaspekt.
Selbstverständlich ist die Weltgemeinschaft gefordert, Flüchtlingen in Not zu helfen - so wie jetzt in Pakistan - aber 60 Jahre lang? Über 2 Generationen hinweg Alimentation? Die UNRWA ist zu einem von der UN alimentierten palästinensischen Beamtenapparat verkommen, der schon aus Selbsterhaltungstrieb daran interessiert ist, seine Klientel im Status der Fürsoreempfänger zu erhalten. Das hört sich schauerlich an, ist aber die Realität.
Verantwortlcih für Flüchtlinge ist zuallererst der aufnehmende Staat, die Frage, ob Andere verantwortlich zu machen seien, ist nur ein Wegschieben jeglichen humanitären Gewissens. Bei meinen Reisen durch den Orient habe ich eine überzeugende Erfahrung gemacht: Gehe gegen Abend zur nächsten Behausung, Wohnstatt, ob Zelt oder Khan, bitte um einen Becher Wasser und Du bist als Gast aufgenommen und geschützt. Ich bin sicher, die Verwandten, Bekannten, Freunde der Flüchtlinge aus Plästina sind genau diesen Erwartungen nach Libanon, Jordanien, Syrien geflohen. Es waren die dortigen Regime - alles andere als demokratisch oder sonstwie legitimiert, die die Flüchtlinge zum Werkzeug ihrer Politik machten - ohne Rücksicht auf jegliche humanitäten Gedanken, oder muslimische Traditionen.
Vertreibungen hat es auf beiden Seiten reichlich gegeben, es gibt keinen Grund, das einseitig anzuklagen. Darum - weil beide Seiten in Sachen Vertreibung reichlich Dreck am Stecken haben - geht es mir um den Umgang mit den Flüchtlingen. Ich verteidige keinesfalls Vertreibungen, ganz im Gegenteil, ich erinnere daran. Das Agument der Überforderung als Rechtfertigung für Ghettoisierung und anhaltenden Diskriminierung der palästinensischen Flüchtlinge in den arabischen Bruderstaaten kann ich nicht gelten lassen.
Zitat von: Hans Bergman
1. Zu denen bekenne ich mich selbst. Es hat noch niemand das Existenzrecht Israels bestritten. Jeder Kritiker fordert hier nur, dass Israel sich auf die vereinbarten Grenzen zurückzieht und den Palästinensern das unzerstückelte, von der Völkergemeinschaft zugestandene Siedlungsgebiet endlich freimacht. Das ist auf eine Weise "antiisraelisch", wie es antinordkoreanisch ist, gegen Nordkorea zu sein. Niemand spricht dabei von der nordkoreanischen Bevölkerung.
2. Ich gehöre auch nicht zu den Schweigern, die dieses Gesindel, das von den Enteignungen jüdischer Vermögen profitiert hat, nicht als solches bezeichnet. Mir wäre es nur recht, wenn diese Vermögen auch heute noch zurückgegeben werden müssten.
Ich messe nicht mit zweierlei Maß (versuche jedenfalls, es nicht zu tun).
3. Es ist doch bekannt, dass Israel diese Leute angeworben hat und ihnen Unterstützung für das Siedeln auf palästinensischem Land gewährt hat. Es beschützt sie ja auch heute noch täglich mit Gewalt gegen die rechtmäßigen Eigentümer. Wir sprechen ja nicht über vergangene Jahre, sondern über heute und morgen! Über das bewusste Zementieren von Unrecht.
Zu 1: Niemand hier hat das Existenzrecht Israels bestritten - richtig. Bedauerlicherweise bestreiten aber gewisse Nah-östliche Staaten und Orgamisationen ganau das oder drücken sich um diesen Punkt herum mit allen möglischen fadenscjeinigen Begründungen. Und nirgendwo ist in den palästinensischen Äusseungen zu erkennen, dass ein Rückzug Israels auf "die Grenzen von 1967" das Ende alle Beschwerden der Palästinenser sei. Erstmal ist die "Grnze" ja nicht mehr als eine Waffensrillstandslinie und zweitens hängt da ja noch foe Forderung nach dem uneingeschränkten Rückkehrrecht im Raum.
Zu 2: Es klingt bei Dir nach wie vor heuchlerisch, wenn Du zwar mit netten Worten die Enteignungen der Juden im III.Reich eingestehst, auf der anderen Seite aber nur von Dieben und Profiteuren redest.
zu 3: "Es ist doch bekannt..." Das ist so ziemlich die platteste Begründung für unhaltbare Behauptungen - unwürdig eines Diskutanten, der ansonten so moralisch abgehoben argumentiert. Und nochmal: die Räumung der Siedlungen auf dem Sinai und der in Gaza war keineswegs ein Propagandatrick - das war harte Realität.
Zitat von: MagaJetzt hätte ich fast geschrieben - für die "internationale Gemeinschaft". :-) Man hat zumindest in Bosnien-Herzegowina versucht, andere Wege zu gehen, und auch bei der Teilung der Sowjetunion verliefen die Staatsgrenzen nicht entsprechend den ethnischen Grenzen - sonst hätten Teile Kasachstans und der Ukraine an Russland fallen müssen. Warum sollen nicht die im israelischen "Kernland" Lebenden die israelische und die in Palästina Lebenden die palästinensische Staatsangehörigkeit erhalten? Einen binationalen Staat halte ich für unrealistisch, aber weder Israel noch Palästina wären bi-national, sondern hätten einfach starke Minderheiten. Das große Problem sehe ich in den militanten Siedlern, deren Gewaltbereitschaft vermutlich außerordentlich hoch ist. Aber nicht alle Siedler sind militant.
Ehrlich gesagt, semi: Ich glaube, der ganze nahöstliche Bereich (samt Griechenland und Balkan) ist dem "Verschwörungstrauma" und "Nationalismuswahn" erlegen, den man auch im Konflikt um das "Unheilige Land" erkennen kann. Ich erinnere mich noch an die Philippika meines besten Freundes, eines Griechen, in Richtung der "revanchistischen und imperialistischen so genannten Mazedonen". :-)
Ich halte das für absolut vergleichbar!
Der Namens- und Symbolstreit dauert an, auf konkrete Fragen eines Unwissenden gibt es von den Menschen dort ziemlich üble Antworten.
http://www.dw-world.de/dw/article/0,,4994884,00.html
Diese Befindlichkeiten sind in der allgemeinen Wahrnehmung kaum ersichtlich, spielen allerdings in der Gesamtheit des Konfliktpotentials eine Rolle.
Zitat von: guylux
Der Herr Sahm schreibt des öfteren in der Tageszeitung auf die Ich abonniert bin.
Pro-israelisch muss man ihn schon nennen . Was er schreibt stimmt meistens , nur schreibt er oft nur den Teil der Israel in gutem Licht erscheinen lässt , den Rest unterschlägte er gerne . So auch im verlinkten Artikel . ich fand den Leserkommentar dazu wesentlich besser als Herrn Sahm's Schreiben .
Welche Reste unterschlägt er denn? Hätten Sie da ein Beispiel an Hand eines seiner Berichte? Oder war das wieder nur gefühlt?
Der Leserkommentar interessiert mich weniger.
Zitat von: GeorgeF
Sie schreiben, die arabischen Nachbarstaaten waren nicht in der Lage "mal eben 100.000 Flüchtlinge zu integrieren".
Ich schrieb nicht 100000, sondern hunderttausende.
Zitat von: GeorgeF
Das noch viel kleinere und damals wirtschaftlich rein landwirtschaftlich orientierte Israel hat deutlich mehr als 100.000 Flüchtlinge aus Europa und den benachbarten Staaten binnen weniger Jahre aufgenommen und integriert - so etwa 800.000.
Israel wurde materiell von allen Seiten unterstützt und wollte - das ist das Mitentscheidende -eine jüdische Bevölkerungsmehrheit schaffen.
Die Integration von Menschen auf Land, dass man nicht rechtmäßig erworben , sondern durch Vertreibung einverleibt hat, ist natürlich wesentlich einfacher als die Integration riesiger Flüchtlingsgruppen in bestehende Gemeinwesen, in denen die ansässigen Menschen noch leben.
Ich sage es Ihnen mal klar und deutlich- die Zuwanderer nach Israel sind erst einmal wie z.B. in Haifa in die Wohnungen eingezogen, haben sich in die Sessel gesetzt und die Kühlschränke der vorher vertriebenen Palästinenser leer gefressen. Dann haben sie die Ernte auf den Feldern eingefahren, die die Palästinenser bestellt hatten.
Hätte der Libanon erst einmal Teile seiner Bevölkerung vertreiben sollen, damit es den palästinensischen Flüchtlingen so ginge wie den jüdischen Zuwanderern, die sich in gemachte und geraubte Nester gesetzt haben?
Die arabischen Nachbarstaaten Palästinas aber wollten natürlich- und da stimmten sie mit den palästinensischen Flüchtlingen überein !- dass die Palästinenser so bald wie möglich wieder auf ihr Hab und Gut, was ihnen durch gezielte ethnische Säuberungen geraubt wurde, zurückkehren können.
Zitat von: GeorgeF
Allein die Zahlen machen deutlich, dass es um das Wollen ging, nicht um das Können.
Entschuldigung, die Zahlen machen eigentlich nur deutlich, dass Sie Äpfel mit Kakteen vergleichen.
Erstens handelt es sich bei den jüdischen Zuwanderern nach 1948 nur in den wenigsten Fällen um Flüchtlinge, die restlichen sind allenfalls "zionistische Propagandaflüchtlinge".Das habe ich schon oft genug nachgewiesen, können Sie selber nachlesen.
Natürlich aber wollten die arabischen Nachbarländer die Flüchtlinge nichtdauerhaft aufnehmen, sondern - wie die Betroffenen selbst- die verbrecherischen ethnischen Vertreibungen rückgängig machen.
Zitat von: GeorgeFSie können sich Ihre Krokodilstränen sparen.
Ein weiterer Hinweis auf die Politik, die palästinensischen Flüchtlinge als Spielball politischer Interessen zu missbrauachen.
Die Palästinenser wurden Opfer einer rassistischen Ideologie, des Zionismus.
Es waren jüdische Zionisten, die die Palästinenser zu einem Volk machten, das auf der ganzen Welt verstreut leben muss, teilweise unter miserablen Bedingungen, dessen Familien zerrissen sind, die unter schwierigsten Verhältnissen ihres Eigentums und gesamte hab und Guts beraubt, wieder auf die Beine kommen mussten.
Die Palästinenser sind originär Opfer des rassistischen jüdischen Zionismus.
Ihre Rolle in der arabischen und sonstigen Welt ist unterschiedlich. Es ist Sache der Palästineser und der arabischen Staaten, dies zu regeln. Dazu bedarf es keiner Ratschläge von Menschen, die über Flüchtlingslager im Libanon klagen, aber über die verbrecherische Vertreibungen in 1948 und 1967 ebensowenig ein Wort verlieren wie über menschenverachtende Besatzung und beispielsweise die völkerrechts- und menschenrechtswidrige Blockade des Gaza, geschweige denn ihren Ekel über das Gazamassaker der IDF zum Ausdruck brachten.
Zitat von: GeorgeF
Man mag Sharon eine Menge anhängen, aber es waren eindeutig Libanesen, die das Massaker von Sabra und shatila ausführten.
Soviel zur arabischen Büderlichkeit.
Sie schwadronieren hierüber ein schreckliches Ereignis, das sich tief in die palästinensische Seele gebrannt hat und dass in dieser Form nur durch die aktive Unterstützung der israelischen Armee unter Leitung von Sharon hätte stattfinden können.
Vergessen Sie nicht, dass dort ca. 3000 Menschen massakriert wurden,dieses Massaker hatte, was die Todeszahlen angeht, insofern fast die Ausmaße von 9/11.
Und, dass die ausführenden Milizen quasi in de israelische Armee integriert waren, brauchen wir hier auch nicht mehr zu diskutieren.
Sie aber sollten sich schämen,ausgerechnet Sie, der Sie sich heuchlerisch darüber beklagen, dass die arabischen Völker die Palästinenser instrumentalisieren, dieses Ereignis dazu nutzen, um es für Ihren Antiarabismus zu instrumetalisieren.Die Rolle Sharons ist unzweifelhaft. Dies in dieser Weise zu bezweifeln, kann ich nur noch als erbärmlich bezeichnen.
Ich lasse mich von Ihen auch nicht in eine Debatte, die ich nur noch als "völkkisc" bezeichnen kann, hineinziehen. So ist es Sache der jüdischen Gemeinschaft selbst, die Rolle der jüdischen Kollaborateure und Profiteure des Hitlerfaschismus zu klären oder eben weiter unter den Teppich zu kehren.
Aber, ausgerechnet Sie brauchen sich keine Gedanken zur arabischen Brüderlichkeit zu machen. Wie das Wort Brüderlichkeit schon sagt-das ist eine sozusagen "innerfamiliäre" arabische Angelegenheit.
Nur, wenn Sie Sharon anführen, davon lasse ich mich nicht mehr provozieren. Natürlich, Sharon ist ein brutales Schwein, ein Mörder, ein Verbrecher, aber zu den Vorkommnissen von Sabra und Shatilla verweise ich auf Erich Fried. Er hat alles, was es dazu außerhalb eines Kriesverbrecherprozesses zu sagen gibt, gesagt.
Dennoch ein Beitrag - von vielen, die es zu der Sache gibt- :
"
Sabra und Schatila - 16. September 1982
Am 16. September, einem Donnerstag, drangen Lastwagen voller Soldaten der falangistischen und haddadistischen Truppen in die Lager ein. Sie waren hinter den israelischen Linien stationiert gewesen, fuhren dann zu einem von Israel festgelegten Bereitstellungsraum und folgten sorgfältig vorbereiteten und markierten Routen. Die Falangisten stammten offenbar größtenteils aus der Brigade Damouri, die seit Juni hinter den israelischen Linien operiert hatte. Diese Einheiten gehörten zu den »extremistischer eingestellten Teilen der christlichen Milizen« und waren »für ihre an der palästinensischen Zivilbevölkerung verübten Greueltaten bekannt«. Sie kamen aus Dörfern, die unter brutalen Vergeltungsmaßnahmen der PLO im Gefolge der falangistischen Massaker von 1976 gelitten hatten. Die Haddad-Milizen »sind praktisch Bestandteil der israelischen Armee und operieren unter ihrem Kommando«. (Thomas L. Friedman, New York Times, 20., 21., 26. und 27. September 1982)
http://www.arendt-art.de/deutsch/palesti...und_chatila.htm
Ich könnte auch noch forfahren, aber daskönnen Sie selber googlen.
Ich für meinen Teil wünsche Sharon noch ein langes Leben und dass er in seinen komatösen Träumen die hilfesuchenden Todesschreie der Kinder, Frauen und Männer von Sabra und Chatilla so lange hören mag, bis seine lebenserhalteden Schläuche vermodert und die Beatmungsgeräte verrostet sind.
http://www.google.de/imgres?imgurl=http:...ved=0CDIQ9QEwAw
Gute Nacht.
Zitat von: GeorgeF
Sie vergessen, dass Herr Sahm ein gern gesehener Interviewpartner selbst von Herrn Arafat war.. Insofern teilte Herr Arafat Ihre Meinung nicht.
Arafat ist nicht Gott, auch er hat Fehler gemacht.
Zitat von: GeorgeF
Auch schreibt Herr Sahm ja nicht für hagalil - die haben nur zitiert - sondern für ntv. Und stellen Sie sich vor, die super-pro-jüdischen Superchristen haben doch tatsächlich versucht, Herrn Sahm wegen pro-palästinensischer Beiträge bei seinem Brötchengeber zu diffamieren. Doch, doch, der Mann ist durchaus ernst zunehmen, ich berufe gerne Herrn Arafat als Zeugen. Schade, dass der nicht mehr lebt.
Wissen Sie, ich kenne die Beiträge von Herrn Sahm, dieser Kerl ist einfach nur ein widerlicher Zionist.Nicht umsonst tut er sich auch noch mit dem Broder zusammen.
Es ist mir daher völlig wurscht, wo er seinen Scheiß schreibt, ich habe etliche Texte von ihm gelsen, analysiert und zu dem Schuß gekommen, dass ich auf diese zioistische Sauce keneLust habe.
Haben Sie noch was anderes im Koffer?
http://www.usahm.de/
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