#10576

RE: Nationendefinition

in Politik 05.08.2010 20:48
von GeorgeF (gelöscht)
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Zitat von: Maga 
Nun ja, die syrische Armee wurde seinerzeit ja von den Libanesen, und zwar von der Regierung und den christlichen Milizen, gerufen. Die Abtretung des Iskenderun-Streifens erfolgte einseitig durch die damalige Mandatsvertreterin Frankreich, deren Recht, Gebiete abzutreten eher fraglich ist. Faktisch wird Syrien nicht die Kontrolle über Iskenderun erlangen und das an Kontrolle, was im Libanon besteht, sukzessive verlieren. Die Frage ist, ob Israel mit seinen Aktionen den Syrern nicht eher in die Hände spielt?

Hm ja, zT hast Du ja Recht, damit, dass die syrische Armee dem Bürgerkrieg im Libanon ein Ende setzte - jedoch und gewiss nicht aus reiner Menschenliebe, sondern als wohlfeile Gelegenheit, den expansionistischen Zielen näher zu kommen.
Das ZUsammenleben mit der Türkei war und ist ja auch nicht gänzlich friedlich. Während des Kalten Krieges wenigstens übte die NATO jährlich in Anatolien mit einem multinationalen Brigade - unter Anderem die Abwehr eines syrischen Angriffes auf Iskenderun. Auch in Syrien leben Kurden... Und seitdem die Türkei das Wasser des Euphrat in seinem Sinne nutzen will, gibt es um diesen Punkt erhebliche Probleme mit Syrien.
Ein hübsches Interessengemenge.


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#10577

RE: Nationendefinition

in Politik 05.08.2010 21:23
von kein Name angegeben • ( Gast )
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Zitat von: GeorgeF 
Und nur noch einmal hierzu: Im Osten des Libanon steht die syrische Armee, die nicht nur viele Jahre lang den Libanon widerrechlich besetzt hielt,

Machen Sie solche Aussagen wider besseren Wissens absichtlich oder haben Sie wirklich so wenig Ahnung über das was Sie schreiben?
Unwissenheit ist ansich nicht schlimmes, aber wenn man sich als NO-Experte gibt, sollte man doch wissen weshalb die Syrische Armee in den Libanon kam.
Wie kommen Sie auf rechtswidrig?


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#10578

RE: Nationendefinition

in Politik 05.08.2010 21:30
von GeorgeF (gelöscht)
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Zitat von:  
Machen Sie solche Aussagen wider besseren Wissens absichtlich oder haben Sie wirklich so wenig Ahnung über das was Sie schreiben?
Unwissenheit ist ansich nicht schlimmes, aber wenn man sich als NO-Experte gibt, sollte man doch wissen weshalb die Syrische Armee in den Libanon kam.
Wie kommen Sie auf rechtswidrig?

Was meinen Sie denn, warum es eines Aufstandes im Libanon bedurfte - Zedernrevolution - die syrische Armee "hinauszukomplimentieren"?
Syrien betrachtet den Libanon weiterhin als syrische Provinz.


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#10579

RE: Nationendefinition

in Politik 05.08.2010 23:18
von Maga (gelöscht)
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Zitat von: nahal 
Sehr interessante Zusammenwürfelung, Maga.
Warum fargst Du nicht, ob die Weigerung der Türkei, Iskenderun nicht den Syrern in die Hände spielt?
Oder wie so kann Syrien mit der Türkey, trotz Iskenderun, friedlich zusammenleben, mit israel nicht?

Die syrische Regierung dürfte so realistisch sein, zu wissen, dass sie in einer Auseinandersetzung mit der Türkei den Kürzeren ziehen würde. Mit dem Libanon, einem zutiefst gespaltenen Land, sieht es anders aus. Hier kann Syrien die Rolle der Schutzmacht spielen - gerade gegen den "Schurkenstaat" Israel. Jede israelische Aggression, egal ob provoziert oder nicht, wäre eine Bestätigung dieser Schutzmachtfunktion und damit der Einflussnahme.



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#10580

RE: Nationendefinition

in Politik 05.08.2010 23:21
von guylux (gelöscht)
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Zitat von: sayada.b. 
Ach Guy, dies muß aber doch jetzt echt nicht sein! Stay cool... Oder so... ;)
Beleidigungen bringen keinen weiter. Nebenbei bemerkt - es soll sich doch bei den israelischen "Überflügen" um Aufklärung gehandelt haben, nix Bomben... Irgendwie zeigt hier jede Franktion (wie in real life) nur immer auf die Gegenseite, das bringt aber keinen weiter. Was auch immer die bösen Israelis mal wem angetan haben - muß dies nun auch ihnen angetan werden??? Schafft man (wer auch immer "man" sein mag - den würde ich echt gern mal kennenlernen...) etwa so Frieden??? :((

Ich bin cool wie ein Eiszapfen !
Aber Polemik im Forum ist doch lustig . Es gibt genügend Leute die hier todernst über den NO diskutieren , Ich probiere mit ein wenig Provokation ein Gegengewicht zu den , in der Anzahl weit überwiegenden Pro-Israel Fraktion , zu bringen .
Dabei stelle Ich immer wieder fest wie humorlos einige reagieren , andere sind wie ein Uhrwerkmotor , einmal aufgedreht laufen sie von selbst .
Meine Meinung zu dem Konflikt im Resume :
Es gibt weder Gute noch Böse , Die Israelis sind nicht besser als die Palestinenser oder umgedreht . Aber meine Vorliebe galt schon immer den Underdogs , deshalb bin Ich eher für den FC Freiburg als für Bayern München und eher für die Palestinenser als für die Israelis .
Was mich in diesem Forum stört , ist dass dauernd Nebelkerzen gezündet werden und dass das Problem welches im Titel steht , nämlich die Siedlungspolitik , viel zu kurz kommt .
Dass diese eine gravierende Verletzung des Völkerrechts ist wird zwar eher beiläufig von Pro-Israel Foristen acceptiert , dass es ohne Siedlungsstopp nie Frieden geben kann , scheinen aber die Wenigsten zu begreifen . Ich kann nun mal nicht von meinem Nachbarn dauernd Land stehlen und gleichzeitig mit ihm in Frieden leben wollen .
Das 2. Problem ist die völkerrechtswidrige Annektion von Jerusalem-Ost und die unaufhörliche Siedlungstätigkeit dort .
Durch diese beiden Vorgänge kann man Israel allerdings mit etwas schlechtem Willen als Schurkenstaat bezeichnen .
Auf Seiten der Palestinenser ist natürlich die Hamas komplett daneben und wird auch , meiner Ansicht nach irgenwann an politischem Einfluss verlieren .
Problem ist nur , dass man den Gemässigten in der West-Bank permanent Land klaut , dass sie von Siedlern schikaniert werden wenn die IDF mal wieder einen von 100 illegalen Outposts geräumt hat und dergleichen mehr . Mit diesen Aktionen , und Ich glaube sie sind leider gewollt , schwächt Israel die Moderaten , mit den Radikalen will es nicht verhandeln und setzt langsam aber sicher die Entstehung eines Gross-Israel in die Tat um .
Ich glaube das will Bibi und viele andere , steht übrigens in der Likud-Charta , und dagegen schreibe Ich . Eigentlich ganz einfach , oder ?


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#10581

RE: Nationendefinition

in Politik 05.08.2010 23:27
von Maga (gelöscht)
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Zitat von: GeorgeF 
Hm ja, zT hast Du ja Recht, damit, dass die syrische Armee dem Bürgerkrieg im Libanon ein Ende setzte - jedoch und gewiss nicht aus reiner Menschenliebe, sondern als wohlfeile Gelegenheit, den expansionistischen Zielen näher zu kommen.
Das ZUsammenleben mit der Türkei war und ist ja auch nicht gänzlich friedlich. Während des Kalten Krieges wenigstens übte die NATO jährlich in Anatolien mit einem multinationalen Brigade - unter Anderem die Abwehr eines syrischen Angriffes auf Iskenderun. Auch in Syrien leben Kurden... Und seitdem die Türkei das Wasser des Euphrat in seinem Sinne nutzen will, gibt es um diesen Punkt erhebliche Probleme mit Syrien.
Ein hübsches Interessengemenge.

Ja, aus wohlfeiler Menschenliebe handeln die wenigsten Regierungen, übrigens auch die israelische die türkische nicht. Papa Assad war zwar nicht gerade ein Philanthrop, dafür aber ein berechenbarer Machtpolitiker - und auch für Israel das geringere Übel. Ich denke, die Manöver dienten der Einschüchterung eines Verbündeten Moskaus und waren weniger durch ernsthafte Befürchtungen veranlasst, die syrische Armee könne die Gebiete zurückerobern. Obwohl - bei der herrschenden Paranoia in Ankara würde ich auch das nicht völlig ausschließen wollen. Natürlich gibt es Konflikte, um Wasser, um Territorialansprüche, um Nationalitäten, aber die bestehen anderswo auch. Ich denke übrigens, dass die Kurdenfrage ein syrisches Atout gegen die Türkei ist, so wie die Unterstützung der Hizbollah und Amal gegen Teile der libanesischen Führung und gegen Israel.



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#10582

RE: Nationendefinition

in Politik 06.08.2010 00:07
von Maga (gelöscht)
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Zitat von: guylux 
Ich bin cool wie ein Eiszapfen !
Aber Polemik im Forum ist doch lustig . Es gibt genügend Leute die hier todernst über den NO diskutieren , Ich probiere mit ein wenig Provokation ein Gegengewicht zu den , in der Anzahl weit überwiegenden Pro-Israel Fraktion , zu bringen .
Dabei stelle Ich immer wieder fest wie humorlos einige reagieren , andere sind wie ein Uhrwerkmotor , einmal aufgedreht laufen sie von selbst .
Meine Meinung zu dem Konflikt im Resume :
Es gibt weder Gute noch Böse , Die Israelis sind nicht besser als die Palestinenser oder umgedreht . Aber meine Vorliebe galt schon immer den Underdogs , deshalb bin Ich eher für den FC Freiburg als für Bayern München und eher für die Palestinenser als für die Israelis .
Was mich in diesem Forum stört , ist dass dauernd Nebelkerzen gezündet werden und dass das Problem welches im Titel steht , nämlich die Siedlungspolitik , viel zu kurz kommt .
Dass diese eine gravierende Verletzung des Völkerrechts ist wird zwar eher beiläufig von Pro-Israel Foristen acceptiert , dass es ohne Siedlungsstopp nie Frieden geben kann , scheinen aber die Wenigsten zu begreifen . Ich kann nun mal nicht von meinem Nachbarn dauernd Land stehlen und gleichzeitig mit ihm in Frieden leben wollen .
Das 2. Problem ist die völkerrechtswidrige Annektion von Jerusalem-Ost und die unaufhörliche Siedlungstätigkeit dort .
Durch diese beiden Vorgänge kann man Israel allerdings mit etwas schlechtem Willen als Schurkenstaat bezeichnen .
Auf Seiten der Palestinenser ist natürlich die Hamas komplett daneben und wird auch , meiner Ansicht nach irgenwann an politischem Einfluss verlieren .
Problem ist nur , dass man den Gemässigten in der West-Bank permanent Land klaut , dass sie von Siedlern schikaniert werden wenn die IDF mal wieder einen von 100 illegalen Outposts geräumt hat und dergleichen mehr . Mit diesen Aktionen , und Ich glaube sie sind leider gewollt , schwächt Israel die Moderaten , mit den Radikalen will es nicht verhandeln und setzt langsam aber sicher die Entstehung eines Gross-Israel in die Tat um .
Ich glaube das will Bibi und viele andere , steht übrigens in der Likud-Charta , und dagegen schreibe Ich . Eigentlich ganz einfach , oder ?

Verschiedene Punkte: 1. Ich kann keine eindeutig (zahlenmäßig) überlegene Israelfraktion feststellen. 2. Der Vorwurf der Humorlosigkeit ist gravierend und trifft wen genau? 3. Die Siedlungspolitik mag zu kurz kommen, nur sollten Schwenker erlaubt sein, auch um die Diskussion etwas aufzulockern. (Hat nichts mit Nebelkerzen zu tun - jedenfalls meistens nicht.) 4. Ich halte den Begriff des Schurkenstaates (rogue state, stato canaglia etc.) für ziemlich doof - auch für den Staat Israel. 5. Ob die Hamas an Einfluss verlieren wird, ist Spekulation. Nicht Spekulation hingegen ist die Korruption der Fatah-Kader und eine Radikalisierung von Teilen der Fatah (Al-Quds-Brigaden), die derjenigen der Hamas nicht nachsteht. 6. Ein Großisrael gibt es nicht und wird es nicht geben. Großisrael ist ein polemischer Begriff, ein Kampfbegriff, der vielleicht an das "Großdeutsche Reich" erinnern soll, für einen Zwergstaat von der Größe Hessens aber unangemessen ist. 7. Was Bibi will, weiß ich nicht. Ich glaube aber nicht, dass eine Charta für einen Machtpolitiker wie ihn eine besondere Bedeutung hat.



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#10583

RE: Nationendefinition

in Politik 06.08.2010 02:30
von GeorgeF (gelöscht)
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Zitat von: guylux 
Ich bin cool wie ein Eiszapfen !
Aber Polemik im Forum ist doch lustig . Es gibt genügend Leute die hier todernst über den NO diskutieren , Ich probiere mit ein wenig Provokation ein Gegengewicht zu den , in der Anzahl weit überwiegenden Pro-Israel Fraktion , zu bringen .
Dabei stelle Ich immer wieder fest wie humorlos einige reagieren , andere sind wie ein Uhrwerkmotor , einmal aufgedreht laufen sie von selbst .
Meine Meinung zu dem Konflikt im Resume :
Es gibt weder Gute noch Böse , Die Israelis sind nicht besser als die Palestinenser oder umgedreht . Aber meine Vorliebe galt schon immer den Underdogs , deshalb bin Ich eher für den FC Freiburg als für Bayern München und eher für die Palestinenser als für die Israelis .
Was mich in diesem Forum stört , ist dass dauernd Nebelkerzen gezündet werden und dass das Problem welches im Titel steht , nämlich die Siedlungspolitik , viel zu kurz kommt .
Dass diese eine gravierende Verletzung des Völkerrechts ist wird zwar eher beiläufig von Pro-Israel Foristen acceptiert , dass es ohne Siedlungsstopp nie Frieden geben kann , scheinen aber die Wenigsten zu begreifen . Ich kann nun mal nicht von meinem Nachbarn dauernd Land stehlen und gleichzeitig mit ihm in Frieden leben wollen .
Das 2. Problem ist die völkerrechtswidrige Annektion von Jerusalem-Ost und die unaufhörliche Siedlungstätigkeit dort .
Durch diese beiden Vorgänge kann man Israel allerdings mit etwas schlechtem Willen als Schurkenstaat bezeichnen .
Auf Seiten der Palestinenser ist natürlich die Hamas komplett daneben und wird auch , meiner Ansicht nach irgenwann an politischem Einfluss verlieren .
Problem ist nur , dass man den Gemässigten in der West-Bank permanent Land klaut , dass sie von Siedlern schikaniert werden wenn die IDF mal wieder einen von 100 illegalen Outposts geräumt hat und dergleichen mehr . Mit diesen Aktionen , und Ich glaube sie sind leider gewollt , schwächt Israel die Moderaten , mit den Radikalen will es nicht verhandeln und setzt langsam aber sicher die Entstehung eines Gross-Israel in die Tat um .
Ich glaube das will Bibi und viele andere , steht übrigens in der Likud-Charta , und dagegen schreibe Ich . Eigentlich ganz einfach , oder ?

Bedankt für den ehrlichen Beitrag. Und dass ein Teil Deiner Beiträge eher Provokation als wirkliche Überzeugung sind, habe ich durchaus so verstanden. Das Problem der "pro-Israel-Fraktion" bei solchen Provokationen ist, dass die Pro-Israel-Fraktion ja keineswegs Alles gutheisst, was da seitens Israel geschieht, Provokationen - offensichtlich emotionale Argumente - erstmal versuchen muss, zurechtzurücken. Humor kommt dabei zwangsläufig zu kurz. Zumal dann, wenn sowas wie "Verschlagenheit" als Stereotype eingebracht wird.
Underdogs: Ich habe diese Denkweise ziemlich bewusst miterlebt - beginnend 1967. Damals waren hier die Regierenden, die Staatstragenden, die ja allesamt noch ihre Wurzeln im III. Reich hatten, auf Seiten Israels - von der BILD bis zu dem satten Bürger. Gegen genau dieselben, die gegen die Kontinuität in der BRD der alten Eliten aufbegehrten, richtete sich die Sympathie für die Underdogs von 1967 und gegen die Sieger des 6-Tage-Krieges, weil ausgerechnet die mit Israel jubelten, die keine 25 Jahre vorher Juden gänzlich anders gesehen hatten. Da war es dann egal, ob nun sozialistische Ideale eher in der damaligen israelischen Gesellschaft lebendig waren als in der patriarchalisch-feudalistischen Gesellschaft der arabischen Staaten. Die Wurzeln der PLO und des Israelhasses eng mit dem Faschismus und Nazitum verbunden waren - die Palästinenser waren die Verlierer eines Krieges und Krieg ist unfair, Krieg ist Politik der nackten Gewalt, also sind die Verlierer die Opfer und verdienen Sympathie und Mitleid. So lief das. Und als die damaligen Verlierer sich dann noch mit Titeln wie "Volksfront", "Befreiungsfront" etc. titulierten hatten sie die richtigen Vokabeln gefunden, um in der damaligen gesellschaftlichen Opposition - der Linken - Verbündete zu finden.Und nicht zu unterschätzen die Begeisterung für erfolgreiche Guerillaaktionen - die Sprengung der Flugzeuge auf dem Wüstenflugplatz - verstanden als Demonstration gegen die westliche Arroganz. David gegen Goliath, so schien es und so entstand die Sympathie für die vermeintlichen Underdogs. Über die romantisierten Ursachen muss man sich klar sein.
Keiner aus der "Pro-Israel-Fraktion" hier verteidigt uneingeschränkt die Siedlungen in den West-Banks. Ich denke, das ist ziemlich klar geworden. Klar sollte auch sein, dass es Siedlungen gibt, die eindeutig illegal - nicht einmal vom Staat Israel sanktioniert sind und besser heute als morgen aufzulösen sind. Israel hat in der Vergangenheit mehrfach auch mit Gewalt gegenüber jüdischen Extremisten solche Siedlungen aufgelöst: auf dem Sinai, in Gaza, auch in den West-Banks. Anderswo - Hebron - werden die Siedler geschützt.
Und die großen staatlich sanktionierten israelischen Wohnblocks in den West-Banks sind nun da - es ist nicht möglich, sie so wie in Gaza einfach aufzulösen. Israel hat Ost-Jerusalem annektiert, orthodoxe Siedler nutzen das kaltherzig aus. Auf der anderen Seite erleben auch dank israelischer Hilfe die West-Banks einen wirtschaftlichen Aufschwung und nicht zu vergessen: die heilige Stätten auf dem Morijah - Al Quds - steht unter alleiniger muslimischer Verwaltung, keinMuslim wird daran gehindert, diese den muslimischen Gläubigen heiligen Stätten zu besuchen. Letzteres geht in der palästinensischen Propaganda manchmal unter.
"Gross-Israel" - einschliesslich der West-Banks ist Traum der Extremisten, nicht zuletzt der christlichen Fundamentalisten. Ob Bibi davon träumt, vermag ich nicht zu sagen, aber Traum und Realität sind Zweierlei. Realität sind die mehrheitlcih palästinensischen West-Banks, denen weltweit und wohl auch überwiegend in Israel eine Eigenstaatlichkeit zuerkannt wird. Vertreibung der Palästinenser dort bleibt ausgeschlosssen, Annektion schon deshalb, weil es das Gewicht zwischen jüdischen und muslimischen Bürgern eines "Groß-Israel" dramatisch verschieben würde.
Dies alles wahrgenommen könnte man über ein mögliches und unvermeidliches Zusammenleben von Israelis und Palästinensern beginnen nachzudenken.


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#10584

RE: Nationendefinition

in Politik 06.08.2010 08:49
von Hans Bergman | 23.327 Beiträge


Zitat von: guylux 
Ich bin cool wie ein Eiszapfen !
Aber Polemik im Forum ist doch lustig . Es gibt genügend Leute die hier todernst über den NO diskutieren , Ich probiere mit ein wenig Provokation ein Gegengewicht zu den , in der Anzahl weit überwiegenden Pro-Israel Fraktion , zu bringen .
Dabei stelle Ich immer wieder fest wie humorlos einige reagieren , andere sind wie ein Uhrwerkmotor , einmal aufgedreht laufen sie von selbst .
Meine Meinung zu dem Konflikt im Resume :
Es gibt weder Gute noch Böse , Die Israelis sind nicht besser als die Palestinenser oder umgedreht . Aber meine Vorliebe galt schon immer den Underdogs , deshalb bin Ich eher für den FC Freiburg als für Bayern München und eher für die Palestinenser als für die Israelis .
Was mich in diesem Forum stört , ist dass dauernd Nebelkerzen gezündet werden und dass das Problem welches im Titel steht , nämlich die Siedlungspolitik , viel zu kurz kommt .
Dass diese eine gravierende Verletzung des Völkerrechts ist wird zwar eher beiläufig von Pro-Israel Foristen acceptiert , dass es ohne Siedlungsstopp nie Frieden geben kann , scheinen aber die Wenigsten zu begreifen . Ich kann nun mal nicht von meinem Nachbarn dauernd Land stehlen und gleichzeitig mit ihm in Frieden leben wollen .
Das 2. Problem ist die völkerrechtswidrige Annektion von Jerusalem-Ost und die unaufhörliche Siedlungstätigkeit dort .
Durch diese beiden Vorgänge kann man Israel allerdings mit etwas schlechtem Willen als Schurkenstaat bezeichnen .
Auf Seiten der Palestinenser ist natürlich die Hamas komplett daneben und wird auch , meiner Ansicht nach irgenwann an politischem Einfluss verlieren .
Problem ist nur , dass man den Gemässigten in der West-Bank permanent Land klaut , dass sie von Siedlern schikaniert werden wenn die IDF mal wieder einen von 100 illegalen Outposts geräumt hat und dergleichen mehr . Mit diesen Aktionen , und Ich glaube sie sind leider gewollt , schwächt Israel die Moderaten , mit den Radikalen will es nicht verhandeln und setzt langsam aber sicher die Entstehung eines Gross-Israel in die Tat um .
Ich glaube das will Bibi und viele andere , steht übrigens in der Likud-Charta , und dagegen schreibe Ich . Eigentlich ganz einfach , oder ?

Das unterschreibe ich gerne.

Was mich immer an den Israelbefürwortern fasziniert:
Immer sind alle gegen die illegalen Siedlungen. Immer rechtfertigen sie die Siedlungen aber dann aus irgendeinem Grund (Sicherheit, Stopp würde Schwäche signalisieren, Gott hat Israel das Land geschenkt, es gehört seit 3000 Jahren Israel (ist aber eher Michael Schnarch), Israel hat das Land rechtmäßig "erobert" (NI).
Über den STÄNDIGEN WEIERBAU (AUCH HEUTE, 6.8.2010!) wird kaum einmal ein Wort verloren.

Es wundern sich aber auch alle über den Zorn auf Israel, der dadurch provoziert wird; und wittern dann sofort Antisemitismus darin.
Ein Staat unterstützt politisch und militärisch religiöse Fanatiker bei ihrem Treiben, statt sie zu bekämpfen.
Und niemand hat den Mut zu sagen, dass diese Vorgehensweise Israels Wasser auf die Mühlen antisemitischer Propaganda ist.



zuletzt bearbeitet 06.08.2010 08:53 | nach oben springen

#10585

RE: Nationendefinition

in Politik 06.08.2010 08:59
von sayada.b. | 9.140 Beiträge


Zitat von: GeorgeF 
Bedankt für den ehrlichen Beitrag. Und dass ein Teil Deiner Beiträge eher Provokation als wirkliche Überzeugung sind, habe ich durchaus so verstanden. Das Problem der "pro-Israel-Fraktion" bei solchen Provokationen ist, dass die Pro-Israel-Fraktion ja keineswegs Alles gutheisst, was da seitens Israel geschieht, Provokationen - offensichtlich emotionale Argumente - erstmal versuchen muss, zurechtzurücken. Humor kommt dabei zwangsläufig zu kurz. ...


So, frei nach Hans unterschreibe ich jetzt mal Deinen Beitrag, welchen ich sehr gut finde! ;)

Interessieren würde mich allerdings echt mal, wer von der "Israel-Fraktion" humorlos sein soll... ;(


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#10586

RE: Nationendefinition

in Politik 06.08.2010 09:11
von nahal
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Gestern fand im Hauptquartier der UNIFIL in Naqura (Libanon) eine gemeinsame Sitzung der
UNIFIL, IDF und der libanesischen Armee statt. Anwesend waren Repräsentanten der USA, Frankreich und Deutschland.
Israel hat ultimativ die Entlassung des verantwortlichen libanesischen Offiziers verlangt. Dieser wurde als einen Schiiten mit engen Verbindungen zu Hezbollah identifiziert.
Israel hat dabei deutlich gemacht, im Falle der Weigerung wird die libanesische Armee als Feind betrachtet und Israel wird sich berechtigt fühlen, die libanesischen Militäranlagen entlang der grenze zu zerstören.


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#10587

RE: Nationendefinition

in Politik 06.08.2010 09:18
von sayada.b. | 9.140 Beiträge


Zitat von: Hans Bergman 
... Es wundern sich aber auch alle über den Zorn auf Israel, der dadurch provoziert wird; und wittern dann sofort Antisemitismus darin.
Ein Staat unterstützt politisch und militärisch religiöse Fanatiker bei ihrem Treiben, statt sie zu bekämpfen.
Und niemand hat den Mut zu sagen, dass diese Vorgehensweise Israels Wasser auf die Mühlen antisemitischer Propaganda ist.


Ach so, Antisemiten sind nur gegen israelische Juden? Das wußte ich nicht...
Nur bitte, gegen wen oder was war der Antisemitismus früherer Jhd. gerichtet? Ich glaube, antisemititsche Propaganda ist nicht auf dieses "Wasser" angewiesen... Leider!



zuletzt bearbeitet 06.08.2010 09:32 | nach oben springen

#10588

RE: Nationendefinition

in Politik 06.08.2010 09:28
von semipermeabel (gelöscht)
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Zitat von: sayada.b. 
Ach so, Antisemiten sind nur gegen israelische Juden? Das wußte ich nicht...
Nur bitte, gegen wen oder was war der Antisemitismus früherer Jhd. gerichtet? Ich glaube, antisemititsch Propaganda ist nicht auf dieses "Wasser" angewiesen... Leider!

Genau dort liegt das Problem aller Betrachtungen, die über Israel, NO und die ständigen Konflikte angestellt werden.
Ich schrieb es vor Wochen schon: die Siedlungspolik Israels und der Umgang damit kann nicht aus dem geschichtlichen Kontext gerissen werden.


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#10589

RE: Nationendefinition

in Politik 06.08.2010 09:33
von nahal
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Zitat von: Hans Bergman 
Immer sind alle gegen die illegalen Siedlungen. Immer rechtfertigen sie die Siedlungen aber dann aus irgendeinem Grund


Herr Forumsbetrieber,

Bevor Sie weiter langweilen, nennen Sie ein einziges Beispiel der Geschichte, wo ein Staat eine eigene Stad von 50.000 Einwohnern geräumt hat (nicht als Folge einer verlorenen kriegerischen Auseinandersetzung).

Wenn Sie ein solches Beispiel nicht bringen können, schweigen Sie endlich.
(Vielleicht haben Sie vergessen, dass Sie der einzige waren, der meine Wette als verloren bezeichnet haben).


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#10590

RE: Nationendefinition

in Politik 06.08.2010 09:35
von sayada.b. | 9.140 Beiträge


Zitat von: semipermeabel 
Genau dort liegt das Problem aller Betrachtungen, die über Israel, NO und die ständigen Konflikte angestellt werden.
Ich schrieb es vor Wochen schon: die Siedlungspolik Israels und der Umgang damit kann nicht aus dem geschichtlichen Kontext gerissen werden.


Macht sich aber besser... "Die Palestinenser leben schon ewig dort..." Da beruft man sich auf die Vorgeschichte... Wenn es um Israel geht, dann heißt es, die alten Geschichten interessieren nicht mehr.


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#10591

RE: Nationendefinition

in Politik 06.08.2010 09:40
von Hans Bergman | 23.327 Beiträge


Zitat von: sayada.b. 
Ach so, Antisemiten sind nur gegen israelische Juden? Das wußte ich nicht...
Nur bitte, gegen wen oder was war der Antisemitismus früherer Jhd. gerichtet? Ich glaube, antisemititsch Propaganda ist nicht auf dieses "Wasser" angewiesen... Leider!

Wir wissen doch, weil wir keine kleinen Kinder sind, dass Anschläge von Islamisten generell und unbewusst auch auf alle Muslime projiziert werden. Das liegt in der Natur der Menschen. Da wird dann auch immer ein "Aufschrei" der Gemäßigten gefordert.

Wo bleibt denn der Aufschrei der gemäßigten Juden weltweit gegen die illegale Besiedelung? Nur Beschwichtigungsversuche allenthalben. Unterstützung ist aber eher die Regel.
Für mich auch verständlich. Haben doch so viele bereits Freunde und Verwandte, die von diesem Unrecht profitieren, weil sie dort leben, sich auf palästinensischem Boden eingerichtet haben. Da hält man sich mit Kritik natürlich eher zurück.

Morgen klaue ich einer alten Dame die Handtasche und verwende dann die hier gebräuchlichste Ausrede für die illegalen Siedlungen: "Was ist schlimmer, einen Rentner zu erschlagen oder eine Handtasche zu klauen?".
Bin schon richhtig eugierig darauf, was es mir vor Gericht bringt.



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#10592

RE: Nationendefinition

in Politik 06.08.2010 09:41
von Maga (gelöscht)
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Zitat von: nahal Gestern fand im Hauptquartier der UNIFIL in Naqura (Libanon) eine gemeinsame Sitzung der
UNIFIL, IDF und der libanesischen Armee statt. Anwesend waren Repräsentanten der USA, Frankreich und Deutschland.
Israel hat ultimativ die Entlassung des verantwortlichen libanesischen Offiziers verlangt. Dieser wurde als einen Schiiten mit engen Verbindungen zu Hezbollah identifiziert.
Israel hat dabei deutlich gemacht, im Falle der Weigerung wird die libanesische Armee als Feind betrachtet und Israel wird sich berechtigt fühlen, die libanesischen Militäranlagen entlang der grenze zu zerstören.

Nahal, würde die IDF der vom Libanon oder Syrien ultimativ verlangten Entlassung von Offizieren zustimmen, die ein eventuelles Fehlverhalten gezeigt haben? Das ist jetzt gerade das Verhalten, das zu einer weiteren Eskalation führen wird und vor dem Amerikaner und Europäer warnen. Es ist die "unflexible" Sicherheits"doktrin", die mehr Probleme schafft als löst. IMHO.



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#10593

RE: Nationendefinition

in Politik 06.08.2010 09:42
von Hans Bergman | 23.327 Beiträge


Zitat von: nahal 
...Bevor Sie weiter langweilen, nennen Sie ein einziges Beispiel der Geschichte, wo ein Staat eine eigene Stad von 50.000 Einwohnern geräumt hat (nicht als Folge einer verlorenen kriegerischen Auseinandersetzung)....

Was hat das mit dem Landraub zu tun, der heute, zu dieser Stunde, stattfindet?



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#10594

RE: Nationendefinition

in Politik 06.08.2010 09:45
von Maga (gelöscht)
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Zitat von: Hans Bergman 
Wir wissen doch, weil wir keine kleinen Kinder sind, dass Anschläge von Islamisten generell und unbewusst auch auf alle Muslime projiziert werden. Das liegt in der Natur der Menschen. Da wird dann auch immer ein "Aufschrei" der Gemäßigten gefordert.
Wo bleibt denn der Aufschrei der gemäßigten Juden weltweit gegen die illegale Besiedelung? Nur Beschwichtigungsversuche allenthalben. Unterstützung ist aber eher die Regel.
Für mich auch verständlich. Haben doch so viele bereits Freunde und Verwandte, die von diesem Unrecht profitieren, weil sie dort leben, sich auf palästinensischem Boden eingerichtet haben. Da hält man sich mit Kritik natürlich eher zurück.
Morgen klaue ich einer alten Dame die Handtasche und verwende dann die hier gebräuchlichste Ausrede für die illegalen Siedlungen: "Was ist schlimmer, einen Rentner zu erschlagen oder eine Handtasche zu klauen?".
Bin schon richhtig eugierig darauf, was es mir vor Gericht bringt.

Natürlich, Hans, wäre eine solche Argumentation dämlich. Es gibt auch keine Rechtfertigung für die weitere Besiedlung. Allerdings protestieren nicht wenige Juden gegen die Siedlungspolitik, und auch in den USA gibt es nicht nur die AIPAC. Und: Dem Antisemiten ist die Siedlungsfrage ziemlich wurscht. Wenn es nicht die Siedlungen sind, ist es eben das bekannte Schmarotzertum, der Unwille, körperlich hart zu arbeiten etc.



zuletzt bearbeitet 06.08.2010 09:47 | nach oben springen

#10595

RE: Nationendefinition

in Politik 06.08.2010 09:46
von primatologe | 8.476 Beiträge


Zitat von: nahal 
(...)
Israel hat ultimativ ...
(...)
Israel hat dabei deutlich gemacht, ...
(...)
Israel wird sich berechtigt fühlen, ...

Als Junge hat mir Israel imponiert, wegen der forschen Art, sich zu verteidigen.
Als Erwachsener würde ich Israel empfehlen den Einfluss in den USA zu überprüfen, da dieser künstlich überhöht ist und unvermutet kippen kann.

Das kann schneller gehen als man denkt, der Einfluss der Mafia war auch künstlich überhöht und reichte auch bis ins Präsidentenamt und war nicht wegzudenken, aber dann haben sie den Bogen überspannt und wurden übernacht hinweggefegt.
Der Teufel in mir sagt: Schnappt euch das restliche Paliland, bevor es zu spät ist!


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#10596

RE: Nationendefinition

in Politik 06.08.2010 09:50
von nahal
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Zitat von: Maga 
Nahal, würde die IDF der vom Libanon oder Syrien ultimativ verlangten Entlassung von Offizieren zustimmen, die ein eventuelles Fehlverhalten gezeigt haben? Das ist jetzt gerade das Verhalten, das zu einer weiteren Eskalation führen wird und vor dem Amerikaner und Europäer warnen. Es ist die "unflexible" Sicherheits"doktrin", die mehr Probleme schafft als löst. IMHO.


Da bin ich, ausnahmsweise, nicht deiner Meinung. .-)

Hier ist ein Tabubruch begangen, der nicht ohne Konsequenzen bleiben darf. Israel hat sich, seit 1948, gegenüber der libanesischen Armee sehr zurückgehalten. Das war auch gegenseitig so ( Denke an die Bilder 2006, als die IDF-Truppen mit Tee von der Libanesischen Armee empfangen wurde).
Dieses kooperative Verhalten darf nicht einseitig bleiben. Die Libanesische Armee und die libanesische regierung muss hier Frabe bekennen.

Was ich hier gepostet habe findet sich nicht in den Massenmedien. Dh, die Angelegenheit muss nicht unbedingt an die große Glocke gehängt werden, auch eine "interne" Entlassung des Offiziers.

Sorry Maga, aber diese Haltung, dass allein Israel für "Deeskalation" zu sorgen hat, dass Israel allein "flexibel", "verständnisvoll" usw sein muss, ist nicht zielführend.


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#10597

RE: Nationendefinition

in Politik 06.08.2010 09:52
von sayada.b. | 9.140 Beiträge


Zitat von: Hans Bergman 
Wir wissen doch, weil wir keine kleinen Kinder sind, dass Anschläge von Islamisten generell und unbewusst auch auf alle Muslime projiziert werden. Das liegt in der Natur der Menschen. Da wird dann auch immer ein "Aufschrei" der Gemäßigten gefordert.
Wo bleibt denn der Aufschrei der gemäßigten Juden weltweit gegen die illegale Besiedelung? Nur Beschwichtigungsversuche allenthalben. Unterstützung ist aber eher die Regel.
Für mich auch verständlich. Haben doch so viele bereits Freunde und Verwandte, die von diesem Unrecht profitieren, weil sie dort leben, sich auf palästinensischem Boden eingerichtet haben. Da hält man sich mit Kritik natürlich eher zurück.
Morgen klaue ich einer alten Dame die Handtasche und verwende dann die hier gebräuchlichste Ausrede für die illegalen Siedlungen: "Was ist schlimmer, einen Rentner zu erschlagen oder eine Handtasche zu klauen?".
Bin schon richhtig eugierig darauf, was es mir vor Gericht bringt.



Hm, nenn mich halt "kleines Kind" - ich schreie nicht auf und spucke alle Muslime an, wenn einzelne Idioten mit Sprengstoff agieren... Und auch keiner meiner Bekannten reagiert so... Ich habe die illegalen Siedlungen nicht verteidigt und den Ausbau (die flächenmäßige Ausweitung) der bestehenden großen "Siedlungen" ebenfalls nicht! Du mußt mir auch nicht erklären, wie die antisemitische Propaganda funktioniert. Nur ist die auf Wasser aus Israel halt nicht angewiesen, die findet immer einen "Aufhänger". Bestes Beispiel unlängst hier im Forum...


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#10598

RE: Nationendefinition

in Politik 06.08.2010 09:52
von nahal
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Zitat von: Hans Bergman 
Was hat das mit dem Landraub zu tun, der heute, zu dieser Stunde, stattfindet?


Sie lenken von der Beantwortung meiner einfachen Frage ab.


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#10599

RE: Nationendefinition

in Politik 06.08.2010 09:56
von Maga (gelöscht)
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Zitat von: sayada.b. 
Macht sich aber besser... "Die Palestinenser leben schon ewig dort..." Da beruft man sich auf die Vorgeschichte... Wenn es um Israel geht, dann heißt es, die alten Geschichten interessieren nicht mehr.

Liebe sayada, wenn man sich die von Hans eingestellte Karte ansieht, auf der eingezeichnet ist, wie das Land der Palästinenser geschrumpft und geschrumpft ist und immer weiter schrumpft, dann interessieren diese alten Geschichten doch. Auch sind einige vorgebrachte (nicht von dir, sondern von NI vorgebrachte) "Begründungen", Jordanien habe das Land annektiert, es sei also rechtmäßig erobert worden, äußerst schwach. Wenn BYF hier mitschriebe, bekämen wir wahrscheinlich zu lesen, dass die Palästinenser ja schon einen Staat hätten, nämlich Jordanien. Und dann diejenigen, die nicht hier schreiben, aber wissen, dass Gott (pardon G'tt) das Land auf ewig den Juden geschenkt hat... Wenn du meine ehrliche Meinung wissen willst - Schwachsinn hoch drei.



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#10600

RE: Nationendefinition

in Politik 06.08.2010 09:59
von Leto_II. | 28.478 Beiträge


Zitat von: sayada.b. 
Interessieren würde mich allerdings echt mal, wer von der "Israel-Fraktion" humorlos sein soll... ;(


Ich!


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