#10651

RE: Atomgespräche

in Politik 20.07.2015 17:50
von mbockstette | 7.895 Beiträge | 6163 Punkte

Zitat von nahal im Beitrag #10645
Zitat von Landegaard im Beitrag #10643
Zitat von nahal im Beitrag #10640
Zitat von Landegaard im Beitrag #10631

Guy hatte das bereits erwähnt. Die Sanktionen dienten diesem Zweck und wenn man sich nicht lächerlich machen will, muss man sie nun beenden..


Sie sollten nicht jedem Blödsinn aufgrund paranoischer Blindheit gegenüber Fakten von guylux nachplappern, sonder Sie sollen sich lieber informieren:

"The European Union announced that it would “swiftly [introduce] restrictive measures targeted against those responsible for grave human rights violations” in the Islamic Republic of Iran.

Following its meeting in Brussels on 21 March 2011, the Union’s Council of Ministers noted its “deep concern” about the “dramatic increase” in executions and the “systematic repression” of Iranian citizens, and condemned the continuing use of “torture and other cruel and degrading treatment.”

The EU called upon Iran to abide by its international human rights treaty obligations, and to release all political prisoners and halt executions. The EU said it stood by Iranian individuals and groups dedicated to protecting human rights.

The EU announcement did not indicate which Iranian officials would be subject to sanctions, or what form the sanctions would take.

The EU’s move follows that of the United States government, which imposed financial and travel restrictions on eight Iranian officials based on an Executive Order in September 2010, including Mohammad Ali Jafari, commander of the Islamic Revolutionary Guard Corps
, and one his top deputies, Hossein Taeb. On 24 February 2010, the US further subjected Abbas Jafari Dolatabadi, Tehran Prosecutor General, and Mohammad Reza Naqdi, Basij Commander, to sanctions."

Wenn Sie etwas mit "Atomwaffen" hier sehen, lassen Sie mich es wissen.


Unnötig, weil ich von den Sanktionen spreche, die mit dem Atomkonflikt verbunden sind. Wie ich sagte, wenn man sich denn lächerlich machen will, kann man die nun beliebig umdeuten und mit verletzten Menschenrechten kommen, um die aufrecht zu erhalten.

Dann hat man sich halt eben lächerlich gemacht, das ändern am Bezug zum Atomstreit ja nichts.


Also, lächerlich machen Sie sich:
a)
ich habe die Aufhebung der Sanktionen für Sachen aufgezeigt, die NIX mit Atomwaffen zu tun haben.
b)
die Sanktionen für diesen Jafari wurden aufgrund Menschenrechtsverletzungen erlassen, NIX mit Atom.

Sie können weiter mit dem Blödsinn hier weitermachen, aber mit den "Menschenrechten" kam die EU und die USA beim Erlaß dieser Sanktionen, nicht ich.
Und diese werden jetzt aufgehoben im Rahmen des Atomdeals.


Montag, 20. Juli 2015 - Gabriel fordert Iran zu Dialog über Existenzrecht Israels auf

Sigmar Gabriel ist der erste westliche Spitzenpolitiker, der Iran nach dem Atomabkommen besucht. Er vereinbart regelmäßige Konsultationen zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit - und fordert Gespräche über Menschenrechte und das Existenzrecht Israels.

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausla...f-13711513.html


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#10652

RE: Atomgespräche

in Politik 20.07.2015 17:54
von nahal | 19.412 Beiträge | 26765 Punkte

Zitat von Landegaard im Beitrag #10650


Ich fürchte, wir sprachen aneinander vorbei. Natürlich liegt die Folgerichtigkeit in der Aufhebung von Sanktionen darin, dass ein Zusammenhang mit dem Atomprogramm gegeben ist. Gibt es andere, haben wir einen anderen Sachverhalt. Von dem sprach ich aber gar nicht und so habe ich auch Guy und Leto nicht verstanden.

Wenn also im Zusammenhang mit dieser Folgerichtigkeit auch andere Sanktionen, die keinen Zusammenhang mit dem Atomprogramm vorweisen, beendet werden: Fein. Dann aber nicht wegen des Wegfalls des Sanktionsgrundes, sondern aus anderen Gründen. Ich kenne die nicht und ist mir auch egal.






Offensichtlich sprachen wir einanader vorbei, bin froh dass Sie das eingesehen haben.

Mein Reden war:
Der Iran hat hart und sehr gut verhandelt. Er hat es aucg geschafft, eigene Interessen durchzusetzen, die mit der eigentlichen Sache (Atomwafrfen) nichts am Hut haben.
Der Westen dagegen war nicht im Stande, gleichwertig "Sachfremde Interessen" durchzusetzen.
Ergo:
schlechte Verhandlungsführung.
Warum?
weil wenn ein Obama von Anfang an klarmacht, dass ein Deal alternativlos ist und seine Partner (Deutschland inklusive) das wirschaftliche Eigeninteresse im Hinterkopf haben, dann weiß der Vergandlungs"gegner", dass eine Deal "alternativlos" ist.

Ob Ihnen das egal ist oder nicht, tut zu Sache nichts, es ist mir auch egal, ob es Ihnen egal ist oder nicht.
Mir ist es nicht egal.


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#10653

RE: Atomgespräche

in Politik 20.07.2015 19:22
von mbockstette | 7.895 Beiträge | 6163 Punkte

Zitat von Leto_II. im Beitrag #10621


MBO hofft immer wieder auf Ägypten, die Nachrichten von dort deuten aber auch auf eine mögliche baldige "Mit-sich-selbst-Beschäftigung" hin.


Ich zähle in der Tat außenpolitisch auch auf Ägypten wohl wissend, dass das Land innenpolitisch nicht weiß wo ihm der Kopf steht.

'Iran nuclear deal opens window for Israel to join new Mideast order'

“I believe that in the present time there is a widow of opportunity for Israel in order to try and pursue a new order in the Middle East,” Shavit said.

The former spy chief said that Sunni states like Egypt, Jordan, and the Gulf sheikhdoms share Israel’s suspicions about Iran, giving the Jewish state a de facto membership in the moderate camp.

“Iran is considered to be the adversary of all those countries that you mentioned, of Saudi Arabia, Egypt, Jordan and the Emirates,” Shavit said. “In other words, the more moderate Sunni Islam. And we are a member in this same camp.”

"I believe that having the moderate Sunni countries being involved in an Israeli-Palestinian political solution - they are in a position to contribute a lot in order to achieve this objective," he said. "Bearing in mind the fact that up until now we did not succeed in (reaching) any kind of a final solution with the Palestinians in spite of the participation of all kinds of other parties like the Americans, the Europeans and others."

"I personally agree that the participation of Saudi Arabia, of Egypt and Jordan, both countries that we already have peace treaties with them, and the Emirates - their contribution to such a solution can be considerable."

http://www.jpost.com/Middle-East/Iran-nu...st-order-409462.



zuletzt bearbeitet 20.07.2015 19:34 | nach oben springen

#10654

RE: Atomgespräche

in Politik 20.07.2015 20:11
von Indo_HS | 2.188 Beiträge | 4126 Punkte

Zitat von mbockstette im Beitrag #10647
Zitat von Indo_HS im Beitrag #10635
Selbstverständlich war und ist das Atomabkommen mit dem Iran - aus rationaler Sicht - absolut alternativlos, da die einzige "Alternative" KRIEG bedeuten würde, und zwar auch über die Grenzen des Iran hinaus.


Über die Grenzen des Irans hinaus? Schau mal einer an! Als ob das nicht schon längst der Fall wäre.

Iran's increasingly active involvement in the region's proxy wars increases domestic separatist terrorism risk

http://www.janes.com/article/50835/iran-...-terrorism-risk

und es scheint nur eine Frage von Tagen, Wochen oder einigen Monaten zu sein, bis der IS-Terror auch im Iran für Furore sorgen wird. Die Vorbereitungen sind allem Anschein nach auch voll im Laufen.


:-)
Lesen Sie eigentlich auch mal nach, was Sie da verlinken? Oder lässt das Ihr Wunschdenken nicht zu?
Aus der Überschrift ihrer Quelle:
"... increases domestic separatist terrorism risk"

Und weiter heißt es darin:

..."FORECAST
Although Saudi Arabia has some incentive to provide limited support to opposition or insurgent/militant groups in Iran in the context of its regional proxy war with Iran, such support is likely to be confined to funding and non-attributable light weaponry. Even if this option were adopted, Iran's transit routes are heavily guarded by the IRGC, and arms shipments through the Iraqi border or the Gulf coast would very likely be intercepted. Transfers of weaponry would be easier across the porous Pakistan border, but even then, Jaish al-Adl has not demonstrated the capability to move beyond the border area, much less transfer weaponry to Khuzestan ..."



zuletzt bearbeitet 20.07.2015 20:31 | nach oben springen

#10655

RE: Atomgespräche

in Politik 20.07.2015 20:29
von mbockstette | 7.895 Beiträge | 6163 Punkte

Zitat von Indo_HS im Beitrag #10654
Zitat von mbockstette im Beitrag #10647
Zitat von Indo_HS im Beitrag #10635
Selbstverständlich war und ist das Atomabkommen mit dem Iran - aus rationaler Sicht - absolut alternativlos, da die einzige "Alternative" KRIEG bedeuten würde, und zwar auch über die Grenzen des Iran hinaus.


Über die Grenzen des Irans hinaus? Schau mal einer an! Als ob das nicht schon längst der Fall wäre.

Iran's increasingly active involvement in the region's proxy wars increases domestic separatist terrorism risk

http://www.janes.com/article/50835/iran-...-terrorism-risk

und es scheint nur eine Frage von Tagen, Wochen oder einigen Monaten zu sein, bis der IS-Terror auch im Iran für Furore sorgen wird. Die Vorbereitungen sind allem Anschein nach auch voll im Laufen.

:-)
Lesen Sie eigentlich auch mal nach, was Sie da verlinken? Oder lässt das Ihr Wunschdenken nicht zu?
Aus der Überschrift ihrer Quelle:
"... increases domestic separatist terrorism risk"

Und weiter heißt es darin:

..."FORECAST
Although Saudi Arabia has some incentive to provide limited support to opposition or insurgent/militant groups in Iran in the context of its regional proxy war with Iran, such support is likely to be confined to funding and non-attributable light weaponry. Even if this option were adopted, Iran's transit routes are heavily guarded by the IRGC, and arms shipments through the Iraqi border or the Gulf coast would very likely be intercepted. Transfers of weaponry would be easier across the porous Pakistan border, but even then, Jaish al-Adl has not demonstrated the capability to move beyond the border area, much less transfer weaponry to Khuzestan ..."


Es geht mir um das Prinzipielle und das zeigt sich hier:

20.07.2015 - Explosion in türkischer Stadt nahe Syrien - Tote bei mutmaßlichem IS-Anschlag in Suruc

Bei einem Attentat im türkischen Suruc an der Grenze zu Syrien sind mindestens 30 Menschen getötet worden. Ministerpräsident Davutoglu spricht von einem Selbstmordanschlag. Verantwortlich ist wohl der IS.
http://www.tagesschau.de/ausland/tuerkei-explosion-105.html

Und wie das in Teheran wahrgenommen wird, das kann hier nachgelesen werden:

Is Iran worried about IS on its border?

Brig. Gen. Ahmad Reza Pourdastan, commander of the Iranian army's ground forces, attended a closed-door session of the Iranian parliament May 24 and warned the members about the Islamic State (IS) threat.

Today, the terrorist and takfiri forces are near our borders," he said. "A year ago this time, it came down from general staff headquarters that [IS] forces are in Jalawla and Saadiya and their next step would be Khanaqin, and then Iran. The takfiri terrorists of [IS] had recruited supporters and had planned a series of explosions and terrorist activities inside Iran until [IS] forces could reach the borders. However, their plots were unfolded by the Ministry of Intelligence."

He went on to say that five brigades were sent to fight against IS and Iran's infantry and helicopters penetrated into Iraq.

This is the first time that a high-ranking military official of Iran has officially commented on the IS presence near Iranian borders, or that IS is planning to attack Iran. There are usually reports of conflict between the Islamic Revolutionary Guard Corps (IRGC) and IS forces in the media. Now, however, it has become clear that Iran’s army has been fighting IS during the last few months. It's a rare event for the military forces of the Islamic Republic to enter Iraq without informing the United Nations. By acknowledging that five brigades were sent to fight IS, Pourdastan has acknowledged that more than 30,000 military personnel of Iran have been involved.

Four days before the general’s comments, Iran's Supreme Leader Ayatollah Ali Khamenei said, “I have heard that some, not all but some, of the weak-minded officials of the Persian Gulf region are trying to bring proxy wars close to the Iranian borders. They should know that if they cause mischief, the Islamic Republic’s reaction will be very harsh.”

Intelligence Minister Seyed Mahmoud Alawi said, “Supporters of a terrorist jihadist group were trying to poison the food of a committee in Tehran and there were also two bombing plots planned for last year’s Quds Day rallies in the cities of Zahedan and Shiraz. They had also taken an international swordsman hostage in Zahedan for a while. We started an operation against a group known as Ansar Al Furqan in south east of the country during which a certain individual named Abu Hafs was arrested alongside a group of suicide attackers.”

After reviewing these statements made by the senior military and security officials in the country, it becomes clear that the possibility of IS attacking Iran has increased. Unlike last year, when the Iranian officials sounded confident, this year, Interior Minister Abdolreza Rahmani Fazli warned that if IS comes within 40 kilometer (25 miles) of Iran’s borders, Iran will officially engage them.

So why have the Iranian officials started to worry about IS entering Iran? Possible reasons include:

• IS is determined to overthrow Iran, which they refer to as the Safavid state.

• IS military victories in different provinces of Iraq in the past few months.

• The existence of high military, social and religious potentials in the border provinces of Iran such as Kurdistan, Sistan and Baluchistan, Khuzestan and Kermanshah.

• The Iranian army's ground forces’ lack of proper weaponry. (Pourdastan had asked the Iranian parliament members to allocate a budget for the army to buy new tanks and helicopters.)

The reality is that when Abu Bakr al-Baghdadi declared an Islamic Caliphate in Iraq and Syria, warning bells started ringing in Tehran.

Read more: http://www.al-monitor.com/pulse/original...l#ixzz3cfl4fCsl


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#10656

RE: Atomgespräche

in Politik 20.07.2015 20:35
von Indo_HS | 2.188 Beiträge | 4126 Punkte

Zitat von mbockstette im Beitrag #10655
Zitat von Indo_HS im Beitrag #10654
Zitat von mbockstette im Beitrag #10647
Zitat von Indo_HS im Beitrag #10635
Selbstverständlich war und ist das Atomabkommen mit dem Iran - aus rationaler Sicht - absolut alternativlos, da die einzige "Alternative" KRIEG bedeuten würde, und zwar auch über die Grenzen des Iran hinaus.


Über die Grenzen des Irans hinaus? Schau mal einer an! Als ob das nicht schon längst der Fall wäre.

Iran's increasingly active involvement in the region's proxy wars increases domestic separatist terrorism risk

http://www.janes.com/article/50835/iran-...-terrorism-risk

und es scheint nur eine Frage von Tagen, Wochen oder einigen Monaten zu sein, bis der IS-Terror auch im Iran für Furore sorgen wird. Die Vorbereitungen sind allem Anschein nach auch voll im Laufen.

:-)
Lesen Sie eigentlich auch mal nach, was Sie da verlinken? Oder lässt das Ihr Wunschdenken nicht zu?
Aus der Überschrift ihrer Quelle:
"... increases domestic separatist terrorism risk"

Und weiter heißt es darin:

..."FORECAST
Although Saudi Arabia has some incentive to provide limited support to opposition or insurgent/militant groups in Iran in the context of its regional proxy war with Iran, such support is likely to be confined to funding and non-attributable light weaponry. Even if this option were adopted, Iran's transit routes are heavily guarded by the IRGC, and arms shipments through the Iraqi border or the Gulf coast would very likely be intercepted. Transfers of weaponry would be easier across the porous Pakistan border, but even then, Jaish al-Adl has not demonstrated the capability to move beyond the border area, much less transfer weaponry to Khuzestan ..."



Is Iran worried about IS on its border?

...

Read more: http://www.al-monitor.com/pulse/original...l#ixzz3cfl4fCsl




"404 We're sorry but the URL you're trying to reach doesn't exist!"



zuletzt bearbeitet 20.07.2015 20:36 | nach oben springen

#10657

RE: Atomgespräche

in Politik 20.07.2015 21:00
von mbockstette | 7.895 Beiträge | 6163 Punkte

Zitat von Indo_HS im Beitrag #10656
Zitat von mbockstette im Beitrag #10655
Zitat von Indo_HS im Beitrag #10654
Zitat von mbockstette im Beitrag #10647
Zitat von Indo_HS im Beitrag #10635
Selbstverständlich war und ist das Atomabkommen mit dem Iran - aus rationaler Sicht - absolut alternativlos, da die einzige "Alternative" KRIEG bedeuten würde, und zwar auch über die Grenzen des Iran hinaus.


Über die Grenzen des Irans hinaus? Schau mal einer an! Als ob das nicht schon längst der Fall wäre.

Iran's increasingly active involvement in the region's proxy wars increases domestic separatist terrorism risk

http://www.janes.com/article/50835/iran-...-terrorism-risk

und es scheint nur eine Frage von Tagen, Wochen oder einigen Monaten zu sein, bis der IS-Terror auch im Iran für Furore sorgen wird. Die Vorbereitungen sind allem Anschein nach auch voll im Laufen.

:-)
Lesen Sie eigentlich auch mal nach, was Sie da verlinken? Oder lässt das Ihr Wunschdenken nicht zu?
Aus der Überschrift ihrer Quelle:
"... increases domestic separatist terrorism risk"

Und weiter heißt es darin:

..."FORECAST
Although Saudi Arabia has some incentive to provide limited support to opposition or insurgent/militant groups in Iran in the context of its regional proxy war with Iran, such support is likely to be confined to funding and non-attributable light weaponry. Even if this option were adopted, Iran's transit routes are heavily guarded by the IRGC, and arms shipments through the Iraqi border or the Gulf coast would very likely be intercepted. Transfers of weaponry would be easier across the porous Pakistan border, but even then, Jaish al-Adl has not demonstrated the capability to move beyond the border area, much less transfer weaponry to Khuzestan ..."



Is Iran worried about IS on its border?

...

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"404 We're sorry but the URL you're trying to reach doesn't exist!"


Gute Ausrede, um nicht auf den Inhalt eingehen zu müssen.

Is Iran worried about IS on its border?

Brig. Gen. Ahmad Reza Pourdastan, commander of the Iranian army's ground forces, attended a closed-door session of the Iranian parliament May 24 and warned the members about the Islamic State (IS) threat.

“Today, the terrorist and takfiri forces are near our borders," he said. "A year ago this time, it came down from general staff headquarters that [IS] forces are in Jalawla and Saadiya and their next step would be Khanaqin, and then Iran. The takfiri terrorists of [IS] had recruited supporters and had planned a series of explosions and terrorist activities inside Iran until [IS] forces could reach the borders. However, their plots were unfolded by the Ministry of Intelligence."

He went on to say that five brigades were sent to fight against IS and Iran's infantry and helicopters penetrated into Iraq.

This is the first time that a high-ranking military official of Iran has officially commented on the IS presence near Iranian borders, or that IS is planning to attack Iran. There are usually reports of conflict between the Islamic Revolutionary Guard Corps (IRGC) and IS forces in the media. Now, however, it has become clear that Iran’s army has been fighting IS during the last few months. It's a rare event for the military forces of the Islamic Republic to enter Iraq without informing the United Nations. By acknowledging that five brigades were sent to fight IS, Pourdastan has acknowledged that more than 30,000 military personnel of Iran have been involved.

Four days before the general’s comments, Iran's Supreme Leader Ayatollah Ali Khamenei said, “I have heard that some, not all but some, of the weak-minded officials of the Persian Gulf region are trying to bring proxy wars close to the Iranian borders. They should know that if they cause mischief, the Islamic Republic’s reaction will be very harsh.”

Intelligence Minister Seyed Mahmoud Alawi said, “Supporters of a terrorist jihadist group were trying to poison the food of a committee in Tehran and there were also two bombing plots planned for last year’s Quds Day rallies in the cities of Zahedan and Shiraz. They had also taken an international swordsman hostage in Zahedan for a while. We started an operation against a group known as Ansar Al Furqan in south east of the country during which a certain individual named Abu Hafs was arrested alongside a group of suicide attackers.”

After reviewing these statements made by the senior military and security officials in the country, it becomes clear that the possibility of IS attacking Iran has increased. Unlike last year, when the Iranian officials sounded confident, this year, Interior Minister Abdolreza Rahmani Fazli warned that if IS comes within 40 kilometer (25 miles) of Iran’s borders, Iran will officially engage them.

So why have the Iranian officials started to worry about IS entering Iran? Possible reasons include:

• IS is determined to overthrow Iran, which they refer to as the Safavid state.

• IS military victories in different provinces of Iraq in the past few months.

• The existence of high military, social and religious potentials in the border provinces of Iran such as Kurdistan, Sistan and Baluchistan, Khuzestan and Kermanshah.

• The Iranian army's ground forces’ lack of proper weaponry. (Pourdastan had asked the Iranian parliament members to allocate a budget for the army to buy new tanks and helicopters.)

The reality is that when Abu Bakr al-Baghdadi declared an Islamic Caliphate in Iraq and Syria, warning bells started ringing in Tehran.

http://www.al-monitor.com/pulse/original...l#ixzz3cNv4m54L

Übrigens: Abbas Qaidaari is an Iranian international security and defense policy analyst.

Zitat
In the last three decades, because of the eight years of war with Iraq as well as sanctions, the weaponry of Iran's armed forces has become outdated and obsolete. Iran’s attempts to produce modern tanks has been unsuccessful and all the helicopters in the Iranian fleet were made before the 1979 revolution. Iran’s military weakness compared to its neighbors such as Turkey or Pakistan is evident in the Military Balance Book of 2015. In case of a war, Iran is faced with certain problems including the possibility of collaboration between fundamentalist Sunni forces in the border regions with IS and al-Qaeda and the inadequacy of Iran's air fleet. All the Iranian helicopters and airplanes are a few generations older than those of neighboring countries. Right now, Iranian helicopters are similar to the models used during the Vietnam War.

The condition of Iran’s armor forces is the worst of its forces. The M-60, T-55, T-62, T-72 and Chieftain tanks are not suitable for modern-day battlefields. In many countries in the world, these type of tanks have already been overhauled. By asking for money to buy tanks, Pourdastan has clarified that Iranian tanks are not capable of resisting against modern anti-tank weaponry used by terrorists, and the Zulfiqar tank production project has been unsuccessful.

If Sunni jihadi forces attack Iran, the limited military forces of Iran have only one option. They must withdraw from Syria and Iraq to return and defend the borders of Iran. In that case, the government of Iraq and Syria are likely to face serious challenges and the government of Syria may even be toppled. All the various scenarios are a strategic threat to Iran’s national borders.



zuletzt bearbeitet 20.07.2015 21:19 | nach oben springen

#10658

RE: Atomgespräche

in Politik 20.07.2015 21:11
von Leto_II. | 21.362 Beiträge | 36753 Punkte

Zitat von mbockstette im Beitrag #10653
Zitat von Leto_II. im Beitrag #10621


MBO hofft immer wieder auf Ägypten, die Nachrichten von dort deuten aber auch auf eine mögliche baldige "Mit-sich-selbst-Beschäftigung" hin.


Ich zähle in der Tat außenpolitisch auch auf Ägypten wohl wissend, dass das Land innenpolitisch nicht weiß wo ihm der Kopf steht.

'Iran nuclear deal opens window for Israel to join new Mideast order'

“I believe that in the present time there is a widow of opportunity for Israel in order to try and pursue a new order in the Middle East,” Shavit said.

The former spy chief said that Sunni states like Egypt, Jordan, and the Gulf sheikhdoms share Israel’s suspicions about Iran, giving the Jewish state a de facto membership in the moderate camp.

“Iran is considered to be the adversary of all those countries that you mentioned, of Saudi Arabia, Egypt, Jordan and the Emirates,” Shavit said. “In other words, the more moderate Sunni Islam. And we are a member in this same camp.”

"I believe that having the moderate Sunni countries being involved in an Israeli-Palestinian political solution - they are in a position to contribute a lot in order to achieve this objective," he said. "Bearing in mind the fact that up until now we did not succeed in (reaching) any kind of a final solution with the Palestinians in spite of the participation of all kinds of other parties like the Americans, the Europeans and others."

"I personally agree that the participation of Saudi Arabia, of Egypt and Jordan, both countries that we already have peace treaties with them, and the Emirates - their contribution to such a solution can be considerable."

http://www.jpost.com/Middle-East/Iran-nu...st-order-409462.



Das ist davon abhängig, wie weit sich der IS noch entwickelt.


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#10659

RE: Atomgespräche

in Politik 20.07.2015 21:28
von mbockstette | 7.895 Beiträge | 6163 Punkte

Zitat von Leto_II. im Beitrag #10658
Zitat von mbockstette im Beitrag #10653
Zitat von Leto_II. im Beitrag #10621


MBO hofft immer wieder auf Ägypten, die Nachrichten von dort deuten aber auch auf eine mögliche baldige "Mit-sich-selbst-Beschäftigung" hin.


Ich zähle in der Tat außenpolitisch auch auf Ägypten wohl wissend, dass das Land innenpolitisch nicht weiß wo ihm der Kopf steht.

'Iran nuclear deal opens window for Israel to join new Mideast order'

“I believe that in the present time there is a widow of opportunity for Israel in order to try and pursue a new order in the Middle East,” Shavit said.

The former spy chief said that Sunni states like Egypt, Jordan, and the Gulf sheikhdoms share Israel’s suspicions about Iran, giving the Jewish state a de facto membership in the moderate camp.

“Iran is considered to be the adversary of all those countries that you mentioned, of Saudi Arabia, Egypt, Jordan and the Emirates,” Shavit said. “In other words, the more moderate Sunni Islam. And we are a member in this same camp.”

"I believe that having the moderate Sunni countries being involved in an Israeli-Palestinian political solution - they are in a position to contribute a lot in order to achieve this objective," he said. "Bearing in mind the fact that up until now we did not succeed in (reaching) any kind of a final solution with the Palestinians in spite of the participation of all kinds of other parties like the Americans, the Europeans and others."

"I personally agree that the participation of Saudi Arabia, of Egypt and Jordan, both countries that we already have peace treaties with them, and the Emirates - their contribution to such a solution can be considerable."

http://www.jpost.com/Middle-East/Iran-nu...st-order-409462.


Das ist davon abhängig, wie weit sich der IS noch entwickelt.


"Arabien" steht, mit oder ohne den IS, unter so gewaltigem iranischen Druck, der ein weiter-so nicht zulässt.



zuletzt bearbeitet 20.07.2015 21:29 | nach oben springen

#10660

RE: Atomgespräche

in Politik 20.07.2015 21:28
von Leto_II. | 21.362 Beiträge | 36753 Punkte

Zitat von mbockstette im Beitrag #10657
Zitat von Indo_HS im Beitrag #10656
Zitat von mbockstette im Beitrag #10655
Zitat von Indo_HS im Beitrag #10654
Zitat von mbockstette im Beitrag #10647
Zitat von Indo_HS im Beitrag #10635
Selbstverständlich war und ist das Atomabkommen mit dem Iran - aus rationaler Sicht - absolut alternativlos, da die einzige "Alternative" KRIEG bedeuten würde, und zwar auch über die Grenzen des Iran hinaus.


Über die Grenzen des Irans hinaus? Schau mal einer an! Als ob das nicht schon längst der Fall wäre.

Iran's increasingly active involvement in the region's proxy wars increases domestic separatist terrorism risk

http://www.janes.com/article/50835/iran-...-terrorism-risk

und es scheint nur eine Frage von Tagen, Wochen oder einigen Monaten zu sein, bis der IS-Terror auch im Iran für Furore sorgen wird. Die Vorbereitungen sind allem Anschein nach auch voll im Laufen.

:-)
Lesen Sie eigentlich auch mal nach, was Sie da verlinken? Oder lässt das Ihr Wunschdenken nicht zu?
Aus der Überschrift ihrer Quelle:
"... increases domestic separatist terrorism risk"

Und weiter heißt es darin:

..."FORECAST
Although Saudi Arabia has some incentive to provide limited support to opposition or insurgent/militant groups in Iran in the context of its regional proxy war with Iran, such support is likely to be confined to funding and non-attributable light weaponry. Even if this option were adopted, Iran's transit routes are heavily guarded by the IRGC, and arms shipments through the Iraqi border or the Gulf coast would very likely be intercepted. Transfers of weaponry would be easier across the porous Pakistan border, but even then, Jaish al-Adl has not demonstrated the capability to move beyond the border area, much less transfer weaponry to Khuzestan ..."



Is Iran worried about IS on its border?

...

Read more: http://www.al-monitor.com/pulse/original...l#ixzz3cfl4fCsl


"404 We're sorry but the URL you're trying to reach doesn't exist!"


Gute Ausrede, um nicht auf den Inhalt eingehen zu müssen.

Is Iran worried about IS on its border?

Brig. Gen. Ahmad Reza Pourdastan, commander of the Iranian army's ground forces, attended a closed-door session of the Iranian parliament May 24 and warned the members about the Islamic State (IS) threat.

“Today, the terrorist and takfiri forces are near our borders," he said. "A year ago this time, it came down from general staff headquarters that [IS] forces are in Jalawla and Saadiya and their next step would be Khanaqin, and then Iran. The takfiri terrorists of [IS] had recruited supporters and had planned a series of explosions and terrorist activities inside Iran until [IS] forces could reach the borders. However, their plots were unfolded by the Ministry of Intelligence."

He went on to say that five brigades were sent to fight against IS and Iran's infantry and helicopters penetrated into Iraq.

This is the first time that a high-ranking military official of Iran has officially commented on the IS presence near Iranian borders, or that IS is planning to attack Iran. There are usually reports of conflict between the Islamic Revolutionary Guard Corps (IRGC) and IS forces in the media. Now, however, it has become clear that Iran’s army has been fighting IS during the last few months. It's a rare event for the military forces of the Islamic Republic to enter Iraq without informing the United Nations. By acknowledging that five brigades were sent to fight IS, Pourdastan has acknowledged that more than 30,000 military personnel of Iran have been involved.

Four days before the general’s comments, Iran's Supreme Leader Ayatollah Ali Khamenei said, “I have heard that some, not all but some, of the weak-minded officials of the Persian Gulf region are trying to bring proxy wars close to the Iranian borders. They should know that if they cause mischief, the Islamic Republic’s reaction will be very harsh.”

Intelligence Minister Seyed Mahmoud Alawi said, “Supporters of a terrorist jihadist group were trying to poison the food of a committee in Tehran and there were also two bombing plots planned for last year’s Quds Day rallies in the cities of Zahedan and Shiraz. They had also taken an international swordsman hostage in Zahedan for a while. We started an operation against a group known as Ansar Al Furqan in south east of the country during which a certain individual named Abu Hafs was arrested alongside a group of suicide attackers.”

After reviewing these statements made by the senior military and security officials in the country, it becomes clear that the possibility of IS attacking Iran has increased. Unlike last year, when the Iranian officials sounded confident, this year, Interior Minister Abdolreza Rahmani Fazli warned that if IS comes within 40 kilometer (25 miles) of Iran’s borders, Iran will officially engage them.

So why have the Iranian officials started to worry about IS entering Iran? Possible reasons include:

• IS is determined to overthrow Iran, which they refer to as the Safavid state.

• IS military victories in different provinces of Iraq in the past few months.

• The existence of high military, social and religious potentials in the border provinces of Iran such as Kurdistan, Sistan and Baluchistan, Khuzestan and Kermanshah.

• The Iranian army's ground forces’ lack of proper weaponry. (Pourdastan had asked the Iranian parliament members to allocate a budget for the army to buy new tanks and helicopters.)

The reality is that when Abu Bakr al-Baghdadi declared an Islamic Caliphate in Iraq and Syria, warning bells started ringing in Tehran.

http://www.al-monitor.com/pulse/original...l#ixzz3cNv4m54L

Übrigens: Abbas Qaidaari is an Iranian international security and defense policy analyst.

Zitat
In the last three decades, because of the eight years of war with Iraq as well as sanctions, the weaponry of Iran's armed forces has become outdated and obsolete. Iran’s attempts to produce modern tanks has been unsuccessful and all the helicopters in the Iranian fleet were made before the 1979 revolution. Iran’s military weakness compared to its neighbors such as Turkey or Pakistan is evident in the Military Balance Book of 2015. In case of a war, Iran is faced with certain problems including the possibility of collaboration between fundamentalist Sunni forces in the border regions with IS and al-Qaeda and the inadequacy of Iran's air fleet. All the Iranian helicopters and airplanes are a few generations older than those of neighboring countries. Right now, Iranian helicopters are similar to the models used during the Vietnam War.

The condition of Iran’s armor forces is the worst of its forces. The M-60, T-55, T-62, T-72 and Chieftain tanks are not suitable for modern-day battlefields. In many countries in the world, these type of tanks have already been overhauled. By asking for money to buy tanks, Pourdastan has clarified that Iranian tanks are not capable of resisting against modern anti-tank weaponry used by terrorists, and the Zulfiqar tank production project has been unsuccessful.

If Sunni jihadi forces attack Iran, the limited military forces of Iran have only one option. They must withdraw from Syria and Iraq to return and defend the borders of Iran. In that case, the government of Iraq and Syria are likely to face serious challenges and the government of Syria may even be toppled. All the various scenarios are a strategic threat to Iran’s national borders.






Du setzt auf ein Erstarken des IS gegenüber dem Iran, die möglichen Rückkopplungen auf die sunnitischen Staaten blendest Du aber konsequent aus. Du wirst nicht beides kriegen, einen starken IS gegen den Iran und starke sunnitische Staaten, die gemeinsam mit Israel Front gegen den Iran machen.


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#10661

RE: Atomgespräche

in Politik 20.07.2015 21:38
von mbockstette | 7.895 Beiträge | 6163 Punkte

Zitat von Leto_II. im Beitrag #10660
Zitat von mbockstette im Beitrag #10657
Zitat von Indo_HS im Beitrag #10656
Zitat von mbockstette im Beitrag #10655
Zitat von Indo_HS im Beitrag #10654
Zitat von mbockstette im Beitrag #10647
Zitat von Indo_HS im Beitrag #10635
Selbstverständlich war und ist das Atomabkommen mit dem Iran - aus rationaler Sicht - absolut alternativlos, da die einzige "Alternative" KRIEG bedeuten würde, und zwar auch über die Grenzen des Iran hinaus.


Über die Grenzen des Irans hinaus? Schau mal einer an! Als ob das nicht schon längst der Fall wäre.

Iran's increasingly active involvement in the region's proxy wars increases domestic separatist terrorism risk

http://www.janes.com/article/50835/iran-...-terrorism-risk

und es scheint nur eine Frage von Tagen, Wochen oder einigen Monaten zu sein, bis der IS-Terror auch im Iran für Furore sorgen wird. Die Vorbereitungen sind allem Anschein nach auch voll im Laufen.

:-)
Lesen Sie eigentlich auch mal nach, was Sie da verlinken? Oder lässt das Ihr Wunschdenken nicht zu?
Aus der Überschrift ihrer Quelle:
"... increases domestic separatist terrorism risk"

Und weiter heißt es darin:

..."FORECAST
Although Saudi Arabia has some incentive to provide limited support to opposition or insurgent/militant groups in Iran in the context of its regional proxy war with Iran, such support is likely to be confined to funding and non-attributable light weaponry. Even if this option were adopted, Iran's transit routes are heavily guarded by the IRGC, and arms shipments through the Iraqi border or the Gulf coast would very likely be intercepted. Transfers of weaponry would be easier across the porous Pakistan border, but even then, Jaish al-Adl has not demonstrated the capability to move beyond the border area, much less transfer weaponry to Khuzestan ..."



Is Iran worried about IS on its border?

...

Read more: http://www.al-monitor.com/pulse/original...l#ixzz3cfl4fCsl


"404 We're sorry but the URL you're trying to reach doesn't exist!"


Gute Ausrede, um nicht auf den Inhalt eingehen zu müssen.

Is Iran worried about IS on its border?

Brig. Gen. Ahmad Reza Pourdastan, commander of the Iranian army's ground forces, attended a closed-door session of the Iranian parliament May 24 and warned the members about the Islamic State (IS) threat.

“Today, the terrorist and takfiri forces are near our borders," he said. "A year ago this time, it came down from general staff headquarters that [IS] forces are in Jalawla and Saadiya and their next step would be Khanaqin, and then Iran. The takfiri terrorists of [IS] had recruited supporters and had planned a series of explosions and terrorist activities inside Iran until [IS] forces could reach the borders. However, their plots were unfolded by the Ministry of Intelligence."

He went on to say that five brigades were sent to fight against IS and Iran's infantry and helicopters penetrated into Iraq.

This is the first time that a high-ranking military official of Iran has officially commented on the IS presence near Iranian borders, or that IS is planning to attack Iran. There are usually reports of conflict between the Islamic Revolutionary Guard Corps (IRGC) and IS forces in the media. Now, however, it has become clear that Iran’s army has been fighting IS during the last few months. It's a rare event for the military forces of the Islamic Republic to enter Iraq without informing the United Nations. By acknowledging that five brigades were sent to fight IS, Pourdastan has acknowledged that more than 30,000 military personnel of Iran have been involved.

Four days before the general’s comments, Iran's Supreme Leader Ayatollah Ali Khamenei said, “I have heard that some, not all but some, of the weak-minded officials of the Persian Gulf region are trying to bring proxy wars close to the Iranian borders. They should know that if they cause mischief, the Islamic Republic’s reaction will be very harsh.”

Intelligence Minister Seyed Mahmoud Alawi said, “Supporters of a terrorist jihadist group were trying to poison the food of a committee in Tehran and there were also two bombing plots planned for last year’s Quds Day rallies in the cities of Zahedan and Shiraz. They had also taken an international swordsman hostage in Zahedan for a while. We started an operation against a group known as Ansar Al Furqan in south east of the country during which a certain individual named Abu Hafs was arrested alongside a group of suicide attackers.”

After reviewing these statements made by the senior military and security officials in the country, it becomes clear that the possibility of IS attacking Iran has increased. Unlike last year, when the Iranian officials sounded confident, this year, Interior Minister Abdolreza Rahmani Fazli warned that if IS comes within 40 kilometer (25 miles) of Iran’s borders, Iran will officially engage them.

So why have the Iranian officials started to worry about IS entering Iran? Possible reasons include:

• IS is determined to overthrow Iran, which they refer to as the Safavid state.

• IS military victories in different provinces of Iraq in the past few months.

• The existence of high military, social and religious potentials in the border provinces of Iran such as Kurdistan, Sistan and Baluchistan, Khuzestan and Kermanshah.

• The Iranian army's ground forces’ lack of proper weaponry. (Pourdastan had asked the Iranian parliament members to allocate a budget for the army to buy new tanks and helicopters.)

The reality is that when Abu Bakr al-Baghdadi declared an Islamic Caliphate in Iraq and Syria, warning bells started ringing in Tehran.

http://www.al-monitor.com/pulse/original...l#ixzz3cNv4m54L

Übrigens: Abbas Qaidaari is an Iranian international security and defense policy analyst.

[quote]In the last three decades, because of the eight years of war with Iraq as well as sanctions, the weaponry of Iran's armed forces has become outdated and obsolete. Iran’s attempts to produce modern tanks has been unsuccessful and all the helicopters in the Iranian fleet were made before the 1979 revolution. Iran’s military weakness compared to its neighbors such as Turkey or Pakistan is evident in the Military Balance Book of 2015. In case of a war, Iran is faced with certain problems including the possibility of collaboration between fundamentalist Sunni forces in the border regions with IS and al-Qaeda and the inadequacy of Iran's air fleet. All the Iranian helicopters and airplanes are a few generations older than those of neighboring countries. Right now, Iranian helicopters are similar to the models used during the Vietnam War.

The condition of Iran’s armor forces is the worst of its forces. The M-60, T-55, T-62, T-72 and Chieftain tanks are not suitable for modern-day battlefields. In many countries in the world, these type of tanks have already been overhauled. By asking for money to buy tanks, Pourdastan has clarified that Iranian tanks are not capable of resisting against modern anti-tank weaponry used by terrorists, and the Zulfiqar tank production project has been unsuccessful.

If Sunni jihadi forces attack Iran, the limited military forces of Iran have only one option. They must withdraw from Syria and Iraq to return and defend the borders of Iran. In that case, the government of Iraq and Syria are likely to face serious challenges and the government of Syria may even be toppled. All the various scenarios are a strategic threat to Iran’s national borders.


Du setzt auf ein Erstarken des IS gegenüber dem Iran, die möglichen Rückkopplungen auf die sunnitischen Staaten blendest Du aber konsequent aus. Du wirst nicht beides kriegen, einen starken IS gegen den Iran und starke sunnitische Staaten, die gemeinsam mit Israel Front gegen den Iran machen.


Ich blende gar nichts aus und habe auf die Rückkopplungen in ungezählten Beiträgen hingewiesen.

Noch weniger setze ich auf ein Erstarken des IS, sondern ich gebe wieder, was offensichtlich ist. Heute hat die Türkei ihre erste feindliche Begegnung mit dem IS gehabt und dem Iran droht genau das Gleiche. Darauf setze ich nicht, sondern davon gehe ich aus und das aufgrund der Entwicklung "on the ground".


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#10662

RE: Atomgespräche

in Politik 20.07.2015 21:41
von Leto_II. | 21.362 Beiträge | 36753 Punkte

Zitat von mbockstette im Beitrag #10659
Zitat von Leto_II. im Beitrag #10658
Zitat von mbockstette im Beitrag #10653
Zitat von Leto_II. im Beitrag #10621


MBO hofft immer wieder auf Ägypten, die Nachrichten von dort deuten aber auch auf eine mögliche baldige "Mit-sich-selbst-Beschäftigung" hin.


Ich zähle in der Tat außenpolitisch auch auf Ägypten wohl wissend, dass das Land innenpolitisch nicht weiß wo ihm der Kopf steht.

'Iran nuclear deal opens window for Israel to join new Mideast order'

“I believe that in the present time there is a widow of opportunity for Israel in order to try and pursue a new order in the Middle East,” Shavit said.

The former spy chief said that Sunni states like Egypt, Jordan, and the Gulf sheikhdoms share Israel’s suspicions about Iran, giving the Jewish state a de facto membership in the moderate camp.

“Iran is considered to be the adversary of all those countries that you mentioned, of Saudi Arabia, Egypt, Jordan and the Emirates,” Shavit said. “In other words, the more moderate Sunni Islam. And we are a member in this same camp.”

"I believe that having the moderate Sunni countries being involved in an Israeli-Palestinian political solution - they are in a position to contribute a lot in order to achieve this objective," he said. "Bearing in mind the fact that up until now we did not succeed in (reaching) any kind of a final solution with the Palestinians in spite of the participation of all kinds of other parties like the Americans, the Europeans and others."

"I personally agree that the participation of Saudi Arabia, of Egypt and Jordan, both countries that we already have peace treaties with them, and the Emirates - their contribution to such a solution can be considerable."

http://www.jpost.com/Middle-East/Iran-nu...st-order-409462.


Das ist davon abhängig, wie weit sich der IS noch entwickelt.


"Arabien" steht, mit oder ohne den IS, unter so gewaltigem iranischen Druck, der ein weiter-so nicht zulässt.



"Arabien" im engeren Sinne ja, für "die arabischen Staaten" doch sehr verallgemeinert. Warum schliessen sich z.B. so viele Tunesier dem IS an?


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#10663

RE: Atomgespräche

in Politik 20.07.2015 21:41
von Lea S. | 14.199 Beiträge | 13418 Punkte

Zitat von Leto_II. im Beitrag #10660
[.................................................
Du setzt auf ein Erstarken des IS gegenüber dem Iran, die möglichen Rückkopplungen auf die sunnitischen Staaten blendest Du aber konsequent aus. Du wirst nicht beides kriegen, einen starken IS gegen den Iran und starke sunnitische Staaten, die gemeinsam mit Israel Front gegen den Iran machen.


Die dritte Variante scheint unbeliebt zu sein. Diplomatie !


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#10664

RE: Atomgespräche

in Politik 20.07.2015 21:44
von Leto_II. | 21.362 Beiträge | 36753 Punkte

Zitat von mbockstette im Beitrag #10661
Zitat von Leto_II. im Beitrag #10660
Zitat von mbockstette im Beitrag #10657
Zitat von Indo_HS im Beitrag #10656
Zitat von mbockstette im Beitrag #10655
Zitat von Indo_HS im Beitrag #10654
Zitat von mbockstette im Beitrag #10647
Zitat von Indo_HS im Beitrag #10635
Selbstverständlich war und ist das Atomabkommen mit dem Iran - aus rationaler Sicht - absolut alternativlos, da die einzige "Alternative" KRIEG bedeuten würde, und zwar auch über die Grenzen des Iran hinaus.


Über die Grenzen des Irans hinaus? Schau mal einer an! Als ob das nicht schon längst der Fall wäre.

Iran's increasingly active involvement in the region's proxy wars increases domestic separatist terrorism risk

http://www.janes.com/article/50835/iran-...-terrorism-risk

und es scheint nur eine Frage von Tagen, Wochen oder einigen Monaten zu sein, bis der IS-Terror auch im Iran für Furore sorgen wird. Die Vorbereitungen sind allem Anschein nach auch voll im Laufen.

:-)
Lesen Sie eigentlich auch mal nach, was Sie da verlinken? Oder lässt das Ihr Wunschdenken nicht zu?
Aus der Überschrift ihrer Quelle:
"... increases domestic separatist terrorism risk"

Und weiter heißt es darin:

..."FORECAST
Although Saudi Arabia has some incentive to provide limited support to opposition or insurgent/militant groups in Iran in the context of its regional proxy war with Iran, such support is likely to be confined to funding and non-attributable light weaponry. Even if this option were adopted, Iran's transit routes are heavily guarded by the IRGC, and arms shipments through the Iraqi border or the Gulf coast would very likely be intercepted. Transfers of weaponry would be easier across the porous Pakistan border, but even then, Jaish al-Adl has not demonstrated the capability to move beyond the border area, much less transfer weaponry to Khuzestan ..."



Is Iran worried about IS on its border?

...

Read more: http://www.al-monitor.com/pulse/original...l#ixzz3cfl4fCsl


"404 We're sorry but the URL you're trying to reach doesn't exist!"


Gute Ausrede, um nicht auf den Inhalt eingehen zu müssen.

Is Iran worried about IS on its border?

Brig. Gen. Ahmad Reza Pourdastan, commander of the Iranian army's ground forces, attended a closed-door session of the Iranian parliament May 24 and warned the members about the Islamic State (IS) threat.

“Today, the terrorist and takfiri forces are near our borders," he said. "A year ago this time, it came down from general staff headquarters that [IS] forces are in Jalawla and Saadiya and their next step would be Khanaqin, and then Iran. The takfiri terrorists of [IS] had recruited supporters and had planned a series of explosions and terrorist activities inside Iran until [IS] forces could reach the borders. However, their plots were unfolded by the Ministry of Intelligence."

He went on to say that five brigades were sent to fight against IS and Iran's infantry and helicopters penetrated into Iraq.

This is the first time that a high-ranking military official of Iran has officially commented on the IS presence near Iranian borders, or that IS is planning to attack Iran. There are usually reports of conflict between the Islamic Revolutionary Guard Corps (IRGC) and IS forces in the media. Now, however, it has become clear that Iran’s army has been fighting IS during the last few months. It's a rare event for the military forces of the Islamic Republic to enter Iraq without informing the United Nations. By acknowledging that five brigades were sent to fight IS, Pourdastan has acknowledged that more than 30,000 military personnel of Iran have been involved.

Four days before the general’s comments, Iran's Supreme Leader Ayatollah Ali Khamenei said, “I have heard that some, not all but some, of the weak-minded officials of the Persian Gulf region are trying to bring proxy wars close to the Iranian borders. They should know that if they cause mischief, the Islamic Republic’s reaction will be very harsh.”

Intelligence Minister Seyed Mahmoud Alawi said, “Supporters of a terrorist jihadist group were trying to poison the food of a committee in Tehran and there were also two bombing plots planned for last year’s Quds Day rallies in the cities of Zahedan and Shiraz. They had also taken an international swordsman hostage in Zahedan for a while. We started an operation against a group known as Ansar Al Furqan in south east of the country during which a certain individual named Abu Hafs was arrested alongside a group of suicide attackers.”

After reviewing these statements made by the senior military and security officials in the country, it becomes clear that the possibility of IS attacking Iran has increased. Unlike last year, when the Iranian officials sounded confident, this year, Interior Minister Abdolreza Rahmani Fazli warned that if IS comes within 40 kilometer (25 miles) of Iran’s borders, Iran will officially engage them.

So why have the Iranian officials started to worry about IS entering Iran? Possible reasons include:

• IS is determined to overthrow Iran, which they refer to as the Safavid state.

• IS military victories in different provinces of Iraq in the past few months.

• The existence of high military, social and religious potentials in the border provinces of Iran such as Kurdistan, Sistan and Baluchistan, Khuzestan and Kermanshah.

• The Iranian army's ground forces’ lack of proper weaponry. (Pourdastan had asked the Iranian parliament members to allocate a budget for the army to buy new tanks and helicopters.)

The reality is that when Abu Bakr al-Baghdadi declared an Islamic Caliphate in Iraq and Syria, warning bells started ringing in Tehran.

http://www.al-monitor.com/pulse/original...l#ixzz3cNv4m54L

Übrigens: Abbas Qaidaari is an Iranian international security and defense policy analyst.

[quote]In the last three decades, because of the eight years of war with Iraq as well as sanctions, the weaponry of Iran's armed forces has become outdated and obsolete. Iran’s attempts to produce modern tanks has been unsuccessful and all the helicopters in the Iranian fleet were made before the 1979 revolution. Iran’s military weakness compared to its neighbors such as Turkey or Pakistan is evident in the Military Balance Book of 2015. In case of a war, Iran is faced with certain problems including the possibility of collaboration between fundamentalist Sunni forces in the border regions with IS and al-Qaeda and the inadequacy of Iran's air fleet. All the Iranian helicopters and airplanes are a few generations older than those of neighboring countries. Right now, Iranian helicopters are similar to the models used during the Vietnam War.

The condition of Iran’s armor forces is the worst of its forces. The M-60, T-55, T-62, T-72 and Chieftain tanks are not suitable for modern-day battlefields. In many countries in the world, these type of tanks have already been overhauled. By asking for money to buy tanks, Pourdastan has clarified that Iranian tanks are not capable of resisting against modern anti-tank weaponry used by terrorists, and the Zulfiqar tank production project has been unsuccessful.

If Sunni jihadi forces attack Iran, the limited military forces of Iran have only one option. They must withdraw from Syria and Iraq to return and defend the borders of Iran. In that case, the government of Iraq and Syria are likely to face serious challenges and the government of Syria may even be toppled. All the various scenarios are a strategic threat to Iran’s national borders.


Du setzt auf ein Erstarken des IS gegenüber dem Iran, die möglichen Rückkopplungen auf die sunnitischen Staaten blendest Du aber konsequent aus. Du wirst nicht beides kriegen, einen starken IS gegen den Iran und starke sunnitische Staaten, die gemeinsam mit Israel Front gegen den Iran machen.


Ich blende gar nichts aus und habe auf die Rückkopplungen in ungezählten Beiträgen hingewiesen.

Noch weniger setze ich auf ein Erstarken des IS, sondern ich gebe wieder, was offensichtlich ist. Heute hat die Türkei ihre erste feindliche Begegnung mit dem IS gehabt und dem Iran droht genau das Gleiche. Darauf setze ich nicht, sondern davon gehe ich aus und das aufgrund der Entwicklung "on the ground".




Das ändert nichts daran, dass es nicht beides geben wird, starke sunnitischen Staaten und einen starken IS.


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#10665

RE: Atomgespräche

in Politik 20.07.2015 21:49
von Leto_II. | 21.362 Beiträge | 36753 Punkte

Zitat von Lea S. im Beitrag #10663
Zitat von Leto_II. im Beitrag #10660
[.................................................
Du setzt auf ein Erstarken des IS gegenüber dem Iran, die möglichen Rückkopplungen auf die sunnitischen Staaten blendest Du aber konsequent aus. Du wirst nicht beides kriegen, einen starken IS gegen den Iran und starke sunnitische Staaten, die gemeinsam mit Israel Front gegen den Iran machen.


Die dritte Variante scheint unbeliebt zu sein. Diplomatie !



Eine gemeinsame Front der sunnitischen Staaten und Israel wäre ein Kraftakt der Diplomatie, aber ich gebe Dir recht, die beiden stabilen Pole im NO sollten reden, nur hassen die die sich, ohne wirkliche Not, wohlgemerkt.


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#10666

RE: Atomgespräche

in Politik 20.07.2015 21:58
von mbockstette | 7.895 Beiträge | 6163 Punkte

Zitat von Leto_II. im Beitrag #10662
Zitat von mbockstette im Beitrag #10659
Zitat von Leto_II. im Beitrag #10658
Zitat von mbockstette im Beitrag #10653
Zitat von Leto_II. im Beitrag #10621


MBO hofft immer wieder auf Ägypten, die Nachrichten von dort deuten aber auch auf eine mögliche baldige "Mit-sich-selbst-Beschäftigung" hin.


Ich zähle in der Tat außenpolitisch auch auf Ägypten wohl wissend, dass das Land innenpolitisch nicht weiß wo ihm der Kopf steht.

'Iran nuclear deal opens window for Israel to join new Mideast order'

“I believe that in the present time there is a widow of opportunity for Israel in order to try and pursue a new order in the Middle East,” Shavit said.

The former spy chief said that Sunni states like Egypt, Jordan, and the Gulf sheikhdoms share Israel’s suspicions about Iran, giving the Jewish state a de facto membership in the moderate camp.

“Iran is considered to be the adversary of all those countries that you mentioned, of Saudi Arabia, Egypt, Jordan and the Emirates,” Shavit said. “In other words, the more moderate Sunni Islam. And we are a member in this same camp.”

"I believe that having the moderate Sunni countries being involved in an Israeli-Palestinian political solution - they are in a position to contribute a lot in order to achieve this objective," he said. "Bearing in mind the fact that up until now we did not succeed in (reaching) any kind of a final solution with the Palestinians in spite of the participation of all kinds of other parties like the Americans, the Europeans and others."

"I personally agree that the participation of Saudi Arabia, of Egypt and Jordan, both countries that we already have peace treaties with them, and the Emirates - their contribution to such a solution can be considerable."

http://www.jpost.com/Middle-East/Iran-nu...st-order-409462.


Das ist davon abhängig, wie weit sich der IS noch entwickelt.


"Arabien" steht, mit oder ohne den IS, unter so gewaltigem iranischen Druck, der ein weiter-so nicht zulässt.


"Arabien" im engeren Sinne ja, für "die arabischen Staaten" doch sehr verallgemeinert. Warum schliessen sich z.B. so viele Tunesier dem IS an?


Aus Verzweiflung. Die Hoffnungslosigkeit eines einzigen Tunesiers hat sogar ausgereicht den ganzen Zinnober namens "Arabischer Frühling" in Gang zu setzten. Die Interessenslagen der Regierenden und der Hoffnungslosen divergieren in Arabien, klaffen noch weiter auseinander als in allen anderen Kulturkreisen.

Was die Überflüssigen betrifft, die geboren wurden um der Perspektivlosigkeit leben einzuflößen, die ziehen aus vielen Gründen ins Kalifat. Aber ganz oben auf der Erwartungs-Liste stehen, Geld, Sex, Abenteuer und inhärente Neigung zur Militanz, um die wichtigsten Motive zu benennen.

Wie oft denn noch????? Zitat MBO:

Rückständigkeit, Überbevölkerung, Bildungsmangel und Armut, das sind die tragenden Säulen der arabisch/muslimischen Krisen, die sich in alle Himmelsrichtungen negativ auswirken.

Araber gegen Perser; Schiiten gegen Sunniten; Islamisten gegen Säkulare; alle Regierungen gegen die eigenen Minderheiten; Willkür gegen Demokratie; Aberglauben gegen Aufklärung; Chaos und Anarchie gegen Recht und Ordnung; und Arm gegen Reich, das sind die entscheidenden Frontverläufe im Nahen und Mittleren Osten.


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#10667

RE: Atomgespräche

in Politik 20.07.2015 21:58
von Lea S. | 14.199 Beiträge | 13418 Punkte

Zitat von Leto_II. im Beitrag #10665
Zitat von Lea S. im Beitrag #10663
Zitat von Leto_II. im Beitrag #10660
[.................................................
Du setzt auf ein Erstarken des IS gegenüber dem Iran, die möglichen Rückkopplungen auf die sunnitischen Staaten blendest Du aber konsequent aus. Du wirst nicht beides kriegen, einen starken IS gegen den Iran und starke sunnitische Staaten, die gemeinsam mit Israel Front gegen den Iran machen.


Die dritte Variante scheint unbeliebt zu sein. Diplomatie !



Eine gemeinsame Front der sunnitischen Staaten und Israel wäre ein Kraftakt der Diplomatie, aber ich gebe Dir recht, die beiden stabilen Pole im NO sollten reden, nur hassen die die sich, ohne wirkliche Not, wohlgemerkt.



eine breite sunnitische Front - ruhig gemeinsam mit Israel - hätte eine hervorragende Basis um mit Iran zu friedliche Geschäfte zu machen.

Mit dem Hass solltest Du nicht so ernst nehmen. Es hassen sich in all diesen Staaten nur die Hardliner. die sind es auch, die die Dummen - die ihr Leben zum Markt tragen - aufhetzen.

Israel hat sich mittlerweile überlegt, Al Nusra doch besser nicht mehr zu unterstützen. Ein paar überfallene Krankentransporte haben wohl geholfen nachzudenken.
.


nach oben springen

#10668

RE: Atomgespräche

in Politik 20.07.2015 22:26
von Leto_II. | 21.362 Beiträge | 36753 Punkte

Zitat von Lea S. im Beitrag #10667
Zitat von Leto_II. im Beitrag #10665
Zitat von Lea S. im Beitrag #10663
Zitat von Leto_II. im Beitrag #10660
[.................................................
Du setzt auf ein Erstarken des IS gegenüber dem Iran, die möglichen Rückkopplungen auf die sunnitischen Staaten blendest Du aber konsequent aus. Du wirst nicht beides kriegen, einen starken IS gegen den Iran und starke sunnitische Staaten, die gemeinsam mit Israel Front gegen den Iran machen.


Die dritte Variante scheint unbeliebt zu sein. Diplomatie !



Eine gemeinsame Front der sunnitischen Staaten und Israel wäre ein Kraftakt der Diplomatie, aber ich gebe Dir recht, die beiden stabilen Pole im NO sollten reden, nur hassen die die sich, ohne wirkliche Not, wohlgemerkt.



eine breite sunnitische Front - ruhig gemeinsam mit Israel - hätte eine hervorragende Basis um mit Iran zu friedliche Geschäfte zu machen.


Israel kann ja mal Öl bestellen.

Zitat von Lea S. im Beitrag #10667
Mit dem Hass solltest Du nicht so ernst nehmen. Es hassen sich in all diesen Staaten nur die Hardliner. die sind es auch, die die Dummen - die ihr Leben zum Markt tragen - aufhetzen.


Die Hardliner bestimmen aber gerade die Diplomatie.


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#10669

RE: Atomgespräche

in Politik 20.07.2015 22:52
von Landegaard | 16.573 Beiträge | 27586 Punkte

Zitat von mbockstette im Beitrag #10651
Zitat von nahal im Beitrag #10645
Zitat von Landegaard im Beitrag #10643
Zitat von nahal im Beitrag #10640
Zitat von Landegaard im Beitrag #10631

Guy hatte das bereits erwähnt. Die Sanktionen dienten diesem Zweck und wenn man sich nicht lächerlich machen will, muss man sie nun beenden..


Sie sollten nicht jedem Blödsinn aufgrund paranoischer Blindheit gegenüber Fakten von guylux nachplappern, sonder Sie sollen sich lieber informieren:

"The European Union announced that it would “swiftly [introduce] restrictive measures targeted against those responsible for grave human rights violations” in the Islamic Republic of Iran.

Following its meeting in Brussels on 21 March 2011, the Union’s Council of Ministers noted its “deep concern” about the “dramatic increase” in executions and the “systematic repression” of Iranian citizens, and condemned the continuing use of “torture and other cruel and degrading treatment.”

The EU called upon Iran to abide by its international human rights treaty obligations, and to release all political prisoners and halt executions. The EU said it stood by Iranian individuals and groups dedicated to protecting human rights.

The EU announcement did not indicate which Iranian officials would be subject to sanctions, or what form the sanctions would take.

The EU’s move follows that of the United States government, which imposed financial and travel restrictions on eight Iranian officials based on an Executive Order in September 2010, including Mohammad Ali Jafari, commander of the Islamic Revolutionary Guard Corps
, and one his top deputies, Hossein Taeb. On 24 February 2010, the US further subjected Abbas Jafari Dolatabadi, Tehran Prosecutor General, and Mohammad Reza Naqdi, Basij Commander, to sanctions."

Wenn Sie etwas mit "Atomwaffen" hier sehen, lassen Sie mich es wissen.


Unnötig, weil ich von den Sanktionen spreche, die mit dem Atomkonflikt verbunden sind. Wie ich sagte, wenn man sich denn lächerlich machen will, kann man die nun beliebig umdeuten und mit verletzten Menschenrechten kommen, um die aufrecht zu erhalten.

Dann hat man sich halt eben lächerlich gemacht, das ändern am Bezug zum Atomstreit ja nichts.


Also, lächerlich machen Sie sich:
a)
ich habe die Aufhebung der Sanktionen für Sachen aufgezeigt, die NIX mit Atomwaffen zu tun haben.
b)
die Sanktionen für diesen Jafari wurden aufgrund Menschenrechtsverletzungen erlassen, NIX mit Atom.

Sie können weiter mit dem Blödsinn hier weitermachen, aber mit den "Menschenrechten" kam die EU und die USA beim Erlaß dieser Sanktionen, nicht ich.
Und diese werden jetzt aufgehoben im Rahmen des Atomdeals.


Montag, 20. Juli 2015 - Gabriel fordert Iran zu Dialog über Existenzrecht Israels auf

Sigmar Gabriel ist der erste westliche Spitzenpolitiker, der Iran nach dem Atomabkommen besucht. Er vereinbart regelmäßige Konsultationen zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit - und fordert Gespräche über Menschenrechte und das Existenzrecht Israels.

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausla...f-13711513.html


Kann er ja machen, dann hält er mal für einen Moment zum Thema Griechenland seinen unqualifizierten Rand. Es spricht auch nichts dagegen, wenn der Iran Israel anerkennt, es hat nur nichts mit diesem Abkommen, über das wir reden, zu tun.



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#10670

RE: Atomgespräche

in Politik 20.07.2015 22:53
von Landegaard | 16.573 Beiträge | 27586 Punkte

Zitat von nahal im Beitrag #10652
Zitat von Landegaard im Beitrag #10650


Ich fürchte, wir sprachen aneinander vorbei. Natürlich liegt die Folgerichtigkeit in der Aufhebung von Sanktionen darin, dass ein Zusammenhang mit dem Atomprogramm gegeben ist. Gibt es andere, haben wir einen anderen Sachverhalt. Von dem sprach ich aber gar nicht und so habe ich auch Guy und Leto nicht verstanden.

Wenn also im Zusammenhang mit dieser Folgerichtigkeit auch andere Sanktionen, die keinen Zusammenhang mit dem Atomprogramm vorweisen, beendet werden: Fein. Dann aber nicht wegen des Wegfalls des Sanktionsgrundes, sondern aus anderen Gründen. Ich kenne die nicht und ist mir auch egal.






Offensichtlich sprachen wir einanader vorbei, bin froh dass Sie das eingesehen haben.

Mein Reden war:
Der Iran hat hart und sehr gut verhandelt. Er hat es aucg geschafft, eigene Interessen durchzusetzen, die mit der eigentlichen Sache (Atomwafrfen) nichts am Hut haben.
Der Westen dagegen war nicht im Stande, gleichwertig "Sachfremde Interessen" durchzusetzen.
Ergo:
schlechte Verhandlungsführung.
Warum?
weil wenn ein Obama von Anfang an klarmacht, dass ein Deal alternativlos ist und seine Partner (Deutschland inklusive) das wirschaftliche Eigeninteresse im Hinterkopf haben, dann weiß der Vergandlungs"gegner", dass eine Deal "alternativlos" ist.

Ob Ihnen das egal ist oder nicht, tut zu Sache nichts, es ist mir auch egal, ob es Ihnen egal ist oder nicht.
Mir ist es nicht egal.




Wie gesagt, es sind zwei verschiedene Themen. Und deshalb ist Ihre Alternative auch keine, weil die Unterschriften schon unter dem Abkommen stehen. Man müsste nun also das Scheitern des Abkommens betreiben, damit man ein neues angehen kann.



zuletzt bearbeitet 20.07.2015 22:54 | nach oben springen

#10671

RE: Atomgespräche

in Politik 20.07.2015 23:41
von mbockstette | 7.895 Beiträge | 6163 Punkte

Zitat von Landegaard im Beitrag #10669
Zitat von mbockstette im Beitrag #10651
Zitat von nahal im Beitrag #10645
Zitat von Landegaard im Beitrag #10643
Zitat von nahal im Beitrag #10640
Zitat von Landegaard im Beitrag #10631

Guy hatte das bereits erwähnt. Die Sanktionen dienten diesem Zweck und wenn man sich nicht lächerlich machen will, muss man sie nun beenden..


Sie sollten nicht jedem Blödsinn aufgrund paranoischer Blindheit gegenüber Fakten von guylux nachplappern, sonder Sie sollen sich lieber informieren:

"The European Union announced that it would “swiftly [introduce] restrictive measures targeted against those responsible for grave human rights violations” in the Islamic Republic of Iran.

Following its meeting in Brussels on 21 March 2011, the Union’s Council of Ministers noted its “deep concern” about the “dramatic increase” in executions and the “systematic repression” of Iranian citizens, and condemned the continuing use of “torture and other cruel and degrading treatment.”

The EU called upon Iran to abide by its international human rights treaty obligations, and to release all political prisoners and halt executions. The EU said it stood by Iranian individuals and groups dedicated to protecting human rights.

The EU announcement did not indicate which Iranian officials would be subject to sanctions, or what form the sanctions would take.

The EU’s move follows that of the United States government, which imposed financial and travel restrictions on eight Iranian officials based on an Executive Order in September 2010, including Mohammad Ali Jafari, commander of the Islamic Revolutionary Guard Corps
, and one his top deputies, Hossein Taeb. On 24 February 2010, the US further subjected Abbas Jafari Dolatabadi, Tehran Prosecutor General, and Mohammad Reza Naqdi, Basij Commander, to sanctions."

Wenn Sie etwas mit "Atomwaffen" hier sehen, lassen Sie mich es wissen.


Unnötig, weil ich von den Sanktionen spreche, die mit dem Atomkonflikt verbunden sind. Wie ich sagte, wenn man sich denn lächerlich machen will, kann man die nun beliebig umdeuten und mit verletzten Menschenrechten kommen, um die aufrecht zu erhalten.

Dann hat man sich halt eben lächerlich gemacht, das ändern am Bezug zum Atomstreit ja nichts.


Also, lächerlich machen Sie sich:
a)
ich habe die Aufhebung der Sanktionen für Sachen aufgezeigt, die NIX mit Atomwaffen zu tun haben.
b)
die Sanktionen für diesen Jafari wurden aufgrund Menschenrechtsverletzungen erlassen, NIX mit Atom.

Sie können weiter mit dem Blödsinn hier weitermachen, aber mit den "Menschenrechten" kam die EU und die USA beim Erlaß dieser Sanktionen, nicht ich.
Und diese werden jetzt aufgehoben im Rahmen des Atomdeals.


Montag, 20. Juli 2015 - Gabriel fordert Iran zu Dialog über Existenzrecht Israels auf

Sigmar Gabriel ist der erste westliche Spitzenpolitiker, der Iran nach dem Atomabkommen besucht. Er vereinbart regelmäßige Konsultationen zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit - und fordert Gespräche über Menschenrechte und das Existenzrecht Israels.

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausla...f-13711513.html


Kann er ja machen, dann hält er mal für einen Moment zum Thema Griechenland seinen unqualifizierten Rand. Es spricht auch nichts dagegen, wenn der Iran Israel anerkennt, es hat nur nichts mit diesem Abkommen, über das wir reden, zu tun.


Die Reise des deutschen Vizekanzlers, Wirtschaftsministers und SPD-Vorsitzenden in den Iran hat nichts mit dem Atomabkommen zu tun? Alles worüber Gabriel in Teheran spricht hat unmittelbar mit dem Atomabkommen zu tun.

Die angeblich nicht vorhandene Alternative zu dem Abkommen wäre die weitere Verschärfung der Sanktionen gewesen. Das wird zumindest auch den Mullahs nicht entgangen sein und dürfte deren Bereitschaft zu Kompromissen gefördert haben.


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#10672

RE: Atomgespräche

in Politik 21.07.2015 07:23
von nahal | 19.412 Beiträge | 26765 Punkte

Zitat von Landegaard im Beitrag #10670
Zitat von nahal im Beitrag #10652
Zitat von Landegaard im Beitrag #10650


Ich fürchte, wir sprachen aneinander vorbei. Natürlich liegt die Folgerichtigkeit in der Aufhebung von Sanktionen darin, dass ein Zusammenhang mit dem Atomprogramm gegeben ist. Gibt es andere, haben wir einen anderen Sachverhalt. Von dem sprach ich aber gar nicht und so habe ich auch Guy und Leto nicht verstanden.

Wenn also im Zusammenhang mit dieser Folgerichtigkeit auch andere Sanktionen, die keinen Zusammenhang mit dem Atomprogramm vorweisen, beendet werden: Fein. Dann aber nicht wegen des Wegfalls des Sanktionsgrundes, sondern aus anderen Gründen. Ich kenne die nicht und ist mir auch egal.






Offensichtlich sprachen wir einanader vorbei, bin froh dass Sie das eingesehen haben.

Mein Reden war:
Der Iran hat hart und sehr gut verhandelt. Er hat es aucg geschafft, eigene Interessen durchzusetzen, die mit der eigentlichen Sache (Atomwafrfen) nichts am Hut haben.
Der Westen dagegen war nicht im Stande, gleichwertig "Sachfremde Interessen" durchzusetzen.
Ergo:
schlechte Verhandlungsführung.
Warum?
weil wenn ein Obama von Anfang an klarmacht, dass ein Deal alternativlos ist und seine Partner (Deutschland inklusive) das wirschaftliche Eigeninteresse im Hinterkopf haben, dann weiß der Vergandlungs"gegner", dass eine Deal "alternativlos" ist.

Ob Ihnen das egal ist oder nicht, tut zu Sache nichts, es ist mir auch egal, ob es Ihnen egal ist oder nicht.
Mir ist es nicht egal.




Wie gesagt, es sind zwei verschiedene Themen. Und deshalb ist Ihre Alternative auch keine, weil die Unterschriften schon unter dem Abkommen stehen. Man müsste nun also das Scheitern des Abkommens betreiben, damit man ein neues angehen kann.


Auch wenn Sie es bis zum Erbrechen wiederholen, es wird nicht richtiger.
Es geht um ein Thema:
wie verhandelt wurde.


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#10673

RE: Atomgespräche

in Politik 21.07.2015 08:37
von Landegaard | 16.573 Beiträge | 27586 Punkte

Zitat von nahal im Beitrag #10672
Zitat von Landegaard im Beitrag #10670
Zitat von nahal im Beitrag #10652
Zitat von Landegaard im Beitrag #10650


Ich fürchte, wir sprachen aneinander vorbei. Natürlich liegt die Folgerichtigkeit in der Aufhebung von Sanktionen darin, dass ein Zusammenhang mit dem Atomprogramm gegeben ist. Gibt es andere, haben wir einen anderen Sachverhalt. Von dem sprach ich aber gar nicht und so habe ich auch Guy und Leto nicht verstanden.

Wenn also im Zusammenhang mit dieser Folgerichtigkeit auch andere Sanktionen, die keinen Zusammenhang mit dem Atomprogramm vorweisen, beendet werden: Fein. Dann aber nicht wegen des Wegfalls des Sanktionsgrundes, sondern aus anderen Gründen. Ich kenne die nicht und ist mir auch egal.






Offensichtlich sprachen wir einanader vorbei, bin froh dass Sie das eingesehen haben.

Mein Reden war:
Der Iran hat hart und sehr gut verhandelt. Er hat es aucg geschafft, eigene Interessen durchzusetzen, die mit der eigentlichen Sache (Atomwafrfen) nichts am Hut haben.
Der Westen dagegen war nicht im Stande, gleichwertig "Sachfremde Interessen" durchzusetzen.
Ergo:
schlechte Verhandlungsführung.
Warum?
weil wenn ein Obama von Anfang an klarmacht, dass ein Deal alternativlos ist und seine Partner (Deutschland inklusive) das wirschaftliche Eigeninteresse im Hinterkopf haben, dann weiß der Vergandlungs"gegner", dass eine Deal "alternativlos" ist.

Ob Ihnen das egal ist oder nicht, tut zu Sache nichts, es ist mir auch egal, ob es Ihnen egal ist oder nicht.
Mir ist es nicht egal.




Wie gesagt, es sind zwei verschiedene Themen. Und deshalb ist Ihre Alternative auch keine, weil die Unterschriften schon unter dem Abkommen stehen. Man müsste nun also das Scheitern des Abkommens betreiben, damit man ein neues angehen kann.


Auch wenn Sie es bis zum Erbrechen wiederholen, es wird nicht richtiger.
Es geht um ein Thema:
wie verhandelt wurde.




Ne, ist schon richtig. Dieses Abkommen muss schon scheitern, bevor es ein neues gibt, daher die fehlende Alternative.

Wenn man in Verhandlungen alles verbindet und multiple Abhängigkeiten schafft, dann scheitern Verhandlungen. Wir sehen das bspw. an den Friedensverhandlungen zwischen Israel und Palästina. Da habe ich den Eindruck, dass Israel auch gar keine Einigung will. Bei dem iranischen Atomprogramm unterstelle ich, dass Israel will, dass das unter Kontrolle kommt. Insofern muss das zunächst erreicht werden.

Sie unterstellen, dass Iran einlenkt, wenn der Druck nur hoch genug ist. Haben nicht die Sanktionen gezeigt, dass das nicht funktioniert?

Ich bin mir im Übrigen auch nicht so sicher, ob dieses Ergebnis die Position der Mullahs stärkt. Ansteigender Wohlstand, so er die Menschen erreicht, lässt auch den Wunsch nach freier Entfaltung wachsen. Es besteht zumindest die Chance, dass das Volk einen weiteren Versuch startet, sich mehr zu öffnen.

Wie MBO schon sagte: "Rückständigkeit, Überbevölkerung, Bildungsmangel und Armut, das sind die tragenden Säulen der arabisch/muslimischen Krisen, die sich in alle Himmelsrichtungen negativ auswirken." Mit steigendem Wohlstand reduziert sich gemeinhin auch die Populationsrate.


Dass in den Verhandlungen mehr hätte erreicht werden können, denke ich auch. Da haben wir überhaupt keinen Dissens.



zuletzt bearbeitet 21.07.2015 08:40 | nach oben springen

#10674

RE: Atomgespräche

in Politik 21.07.2015 08:55
von nahal | 19.412 Beiträge | 26765 Punkte

Zitat von Landegaard im Beitrag #10673
Zitat von nahal im Beitrag #10672
Zitat von Landegaard im Beitrag #10670
Zitat von nahal im Beitrag #10652
Zitat von Landegaard im Beitrag #10650


Ich fürchte, wir sprachen aneinander vorbei. Natürlich liegt die Folgerichtigkeit in der Aufhebung von Sanktionen darin, dass ein Zusammenhang mit dem Atomprogramm gegeben ist. Gibt es andere, haben wir einen anderen Sachverhalt. Von dem sprach ich aber gar nicht und so habe ich auch Guy und Leto nicht verstanden.

Wenn also im Zusammenhang mit dieser Folgerichtigkeit auch andere Sanktionen, die keinen Zusammenhang mit dem Atomprogramm vorweisen, beendet werden: Fein. Dann aber nicht wegen des Wegfalls des Sanktionsgrundes, sondern aus anderen Gründen. Ich kenne die nicht und ist mir auch egal.






Offensichtlich sprachen wir einanader vorbei, bin froh dass Sie das eingesehen haben.

Mein Reden war:
Der Iran hat hart und sehr gut verhandelt. Er hat es aucg geschafft, eigene Interessen durchzusetzen, die mit der eigentlichen Sache (Atomwafrfen) nichts am Hut haben.
Der Westen dagegen war nicht im Stande, gleichwertig "Sachfremde Interessen" durchzusetzen.
Ergo:
schlechte Verhandlungsführung.
Warum?
weil wenn ein Obama von Anfang an klarmacht, dass ein Deal alternativlos ist und seine Partner (Deutschland inklusive) das wirschaftliche Eigeninteresse im Hinterkopf haben, dann weiß der Vergandlungs"gegner", dass eine Deal "alternativlos" ist.

Ob Ihnen das egal ist oder nicht, tut zu Sache nichts, es ist mir auch egal, ob es Ihnen egal ist oder nicht.
Mir ist es nicht egal.




Wie gesagt, es sind zwei verschiedene Themen. Und deshalb ist Ihre Alternative auch keine, weil die Unterschriften schon unter dem Abkommen stehen. Man müsste nun also das Scheitern des Abkommens betreiben, damit man ein neues angehen kann.


Auch wenn Sie es bis zum Erbrechen wiederholen, es wird nicht richtiger.
Es geht um ein Thema:
wie verhandelt wurde.




Ne, ist schon richtig. Dieses Abkommen muss schon scheitern, bevor es ein neues gibt, daher die fehlende Alternative.

Wenn man in Verhandlungen alles verbindet und multiple Abhängigkeiten schafft, dann scheitern Verhandlungen. Wir sehen das bspw. an den Friedensverhandlungen zwischen Israel und Palästina. Da habe ich den Eindruck, dass Israel auch gar keine Einigung will. Bei dem iranischen Atomprogramm unterstelle ich, dass Israel will, dass das unter Kontrolle kommt. Insofern muss das zunächst erreicht werden.

Sie unterstellen, dass Iran einlenkt, wenn der Druck nur hoch genug ist. Haben nicht die Sanktionen gezeigt, dass das nicht funktioniert?

Ich bin mir im Übrigen auch nicht so sicher, ob dieses Ergebnis die Position der Mullahs stärkt. Ansteigender Wohlstand, so er die Menschen erreicht, lässt auch den Wunsch nach freier Entfaltung wachsen. Es besteht zumindest die Chance, dass das Volk einen weiteren Versuch startet, sich mehr zu öffnen.

Wie MBO schon sagte: "Rückständigkeit, Überbevölkerung, Bildungsmangel und Armut, das sind die tragenden Säulen der arabisch/muslimischen Krisen, die sich in alle Himmelsrichtungen negativ auswirken." Mit steigendem Wohlstand reduziert sich gemeinhin auch die Populationsrate.


Dass in den Verhandlungen mehr hätte erreicht werden können, denke ich auch. Da haben wir überhaupt keinen Dissens.


Ja, wir streiten oft, obwohl, in der Substanz, fast einig sind.
Wir beide suchen offensichtlich den Konflikt.....weil es vielleicht Spaß macht. :-)

Meine Punkte waren:
1)
Das Verhandlungsergebnis, wenn eingehalten, könnte positiv sein
2)
Der Westen, sprich Obama, hat miserabel verhandelt, man hätte mehr heraushandeln können.

Was mich stört ist Ihre...sagen wir, Inkonsistenz:
Sie glauben wohl nicht, dass den Mullahs zu trauen ist. Es ist nicht anders als bei den Verhandlungen mit Griechenland.
Alle Vereinbarungen, egal wie gut die Ergebnisse sein mögen, hängen zu 100% davon ab, ob die von der Gegenseite eingehalten werden.
Bei Griechenland WISSEN wir, die werden nicht eingehalten.
Bei Iran genau so wenig, genao so wenig wie auch bei Nord Korea.



zuletzt bearbeitet 21.07.2015 08:56 | nach oben springen

#10675

RE: Atomgespräche

in Politik 21.07.2015 09:32
von Landegaard | 16.573 Beiträge | 27586 Punkte

Zitat von nahal im Beitrag #10674
Zitat von Landegaard im Beitrag #10673
Zitat von nahal im Beitrag #10672
Zitat von Landegaard im Beitrag #10670
Zitat von nahal im Beitrag #10652
Zitat von Landegaard im Beitrag #10650


Ich fürchte, wir sprachen aneinander vorbei. Natürlich liegt die Folgerichtigkeit in der Aufhebung von Sanktionen darin, dass ein Zusammenhang mit dem Atomprogramm gegeben ist. Gibt es andere, haben wir einen anderen Sachverhalt. Von dem sprach ich aber gar nicht und so habe ich auch Guy und Leto nicht verstanden.

Wenn also im Zusammenhang mit dieser Folgerichtigkeit auch andere Sanktionen, die keinen Zusammenhang mit dem Atomprogramm vorweisen, beendet werden: Fein. Dann aber nicht wegen des Wegfalls des Sanktionsgrundes, sondern aus anderen Gründen. Ich kenne die nicht und ist mir auch egal.






Offensichtlich sprachen wir einanader vorbei, bin froh dass Sie das eingesehen haben.

Mein Reden war:
Der Iran hat hart und sehr gut verhandelt. Er hat es aucg geschafft, eigene Interessen durchzusetzen, die mit der eigentlichen Sache (Atomwafrfen) nichts am Hut haben.
Der Westen dagegen war nicht im Stande, gleichwertig "Sachfremde Interessen" durchzusetzen.
Ergo:
schlechte Verhandlungsführung.
Warum?
weil wenn ein Obama von Anfang an klarmacht, dass ein Deal alternativlos ist und seine Partner (Deutschland inklusive) das wirschaftliche Eigeninteresse im Hinterkopf haben, dann weiß der Vergandlungs"gegner", dass eine Deal "alternativlos" ist.

Ob Ihnen das egal ist oder nicht, tut zu Sache nichts, es ist mir auch egal, ob es Ihnen egal ist oder nicht.
Mir ist es nicht egal.




Wie gesagt, es sind zwei verschiedene Themen. Und deshalb ist Ihre Alternative auch keine, weil die Unterschriften schon unter dem Abkommen stehen. Man müsste nun also das Scheitern des Abkommens betreiben, damit man ein neues angehen kann.


Auch wenn Sie es bis zum Erbrechen wiederholen, es wird nicht richtiger.
Es geht um ein Thema:
wie verhandelt wurde.




Ne, ist schon richtig. Dieses Abkommen muss schon scheitern, bevor es ein neues gibt, daher die fehlende Alternative.

Wenn man in Verhandlungen alles verbindet und multiple Abhängigkeiten schafft, dann scheitern Verhandlungen. Wir sehen das bspw. an den Friedensverhandlungen zwischen Israel und Palästina. Da habe ich den Eindruck, dass Israel auch gar keine Einigung will. Bei dem iranischen Atomprogramm unterstelle ich, dass Israel will, dass das unter Kontrolle kommt. Insofern muss das zunächst erreicht werden.

Sie unterstellen, dass Iran einlenkt, wenn der Druck nur hoch genug ist. Haben nicht die Sanktionen gezeigt, dass das nicht funktioniert?

Ich bin mir im Übrigen auch nicht so sicher, ob dieses Ergebnis die Position der Mullahs stärkt. Ansteigender Wohlstand, so er die Menschen erreicht, lässt auch den Wunsch nach freier Entfaltung wachsen. Es besteht zumindest die Chance, dass das Volk einen weiteren Versuch startet, sich mehr zu öffnen.

Wie MBO schon sagte: "Rückständigkeit, Überbevölkerung, Bildungsmangel und Armut, das sind die tragenden Säulen der arabisch/muslimischen Krisen, die sich in alle Himmelsrichtungen negativ auswirken." Mit steigendem Wohlstand reduziert sich gemeinhin auch die Populationsrate.


Dass in den Verhandlungen mehr hätte erreicht werden können, denke ich auch. Da haben wir überhaupt keinen Dissens.


Ja, wir streiten oft, obwohl, in der Substanz, fast einig sind.
Wir beide suchen offensichtlich den Konflikt.....weil es vielleicht Spaß macht. :-)

Meine Punkte waren:
1)
Das Verhandlungsergebnis, wenn eingehalten, könnte positiv sein
2)
Der Westen, sprich Obama, hat miserabel verhandelt, man hätte mehr heraushandeln können.

Was mich stört ist Ihre...sagen wir, Inkonsistenz:
Sie glauben wohl nicht, dass den Mullahs zu trauen ist. Es ist nicht anders als bei den Verhandlungen mit Griechenland.
Alle Vereinbarungen, egal wie gut die Ergebnisse sein mögen, hängen zu 100% davon ab, ob die von der Gegenseite eingehalten werden.
Bei Griechenland WISSEN wir, die werden nicht eingehalten.
Bei Iran genau so wenig, genao so wenig wie auch bei Nord Korea.



Naja, dann stellt sich doch aber gerade erst recht die Frage, wie kann man bei der gegebenen Faktenlage zu einer stabilen Einschätzung kommen, ob die Iraner den Varoufakis machen? Auch hier sind wir einig, dazu wäre der Vertragsbestandteil unangemeldeter und uneingeschränkter Kontrollen der beste Weg gewesen. Und ja, unterstelle ich, dass der Iran tatsächlich lediglich die Atomkraft zivil nutzen will, müsste es ihm keine Probleme bereiten, das zuzulassen. Wenn der Iran aber nur halb so stur ist, wie einige Foristen hier, dann sagt er schon deshalb dazu nein, weil es gefordert wird.

Andererseits ist nun auch nicht unbekannt, dass Verarsche der Ungläubigen immer erlaubt ist, um irgendwelche heiligen Ziele zu erreichen.

Ich habe keine Idee, die über geheimdienstliche Überprüfung hinausgehen. Oder aber, Israel hofft auf den nächsten US-Präsidenten, um den Deal doch noch zu kippen.

Da ist übrigends keine Inkonsistenz. Ich bin lediglich der Ansicht, dass dieser Deal besser ist als keiner und dass er eine Chance verdient. Und das bedeutet, mal die ganzen seit Ewigkeiten vorgehaltenen Entgleisungen mal stecken zu lassen. Vom "von der Landkarte wischen" eines Ahmedinejads bis zum "Bomb bomb Iran" eines McCains. Alles Sprüche von Leuten, die nichts mehr zu melden haben. Ich habe nicht gesagt, dass die Welt jetzt mit einem lieben Iran zu tun hat. Vorsicht und Misstrauen ist völlig natürlich nach der bisherigen Historie und ist auch beidseitig ernst zu nehmen. Nun muss sich zeigen, ob es sich hier um einen Beginn einer neuen Zeitrechnung handelt, oder um einen weiteren Versuch Irans, sich Zeit zur Entwicklung der Atomwaffe zu verschaffen.

Ich finde das hier nicht so klar, wie im Falle Griechenlands.



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