#8726

RE: Irans Atomprogramm - wie gefährlich ist es?

in Politik 25.11.2013 18:14
von Landegaard | 16.569 Beiträge | 27546 Punkte

Zitat von old-chatterhand im Beitrag #8660
Zitat von Landegaard im Beitrag #8650
Zunächst einmal irritiert, dass Grigat offenbar ziemlich genau weiß, zu welchem Zeitpunkt das iranische Atomwaffenprogramm welchen Stand hatte, was ihm geholfen hat und was nicht. Woher weiß er das? Alles, was zum Atomwaffenprogramm des Irans bekannt ist, ist dass über seine Existenz weitgehend nur Spekulationen zu haben sind.


Nein, es gibt eine überwältigende Fülle an Indizien für ein ir. A-Waffenprogramm, die die IAEO in jahrelanger Arbeit zu Tage gefördert haben. Diese waren so schwerwiegend, dass sich sowohl die IAEO als auch der UN SR den Bedenken angeschlossen haben. Nicht nur die USA oder der Westen. Ferner hat es ir. Überläufer gegeben, die en Detail darüber berichtet haben und es gibt die geheimdienstliche Aufklärung. Wie gut die im Bilde sind und welchen Zugriff sie haben, zeigt die Einschleusung des Stuxnetvirus. Es gibt eigentlich keinerlei begründeten Zweifel an einem ir. A-Waffenprogramm.


So überwältigend ist die Fülle nun auch wieder nicht. Der Zweifel begründet sich alleine dadurch, dass es trotz diverser anderslautender Aussagen und Erkenntnisse keine iranische Bombe gibt. Was allerdings längst der Fall sein sollte.

Zitat von old-chatterhand im Beitrag #8660

Zitat von Landegaard im Beitrag #8650
Ansonsten finde ich die Punkte nicht sonderlich spektakulär. Man solle nicht mit dem Regime verhandeln, weil man ihm sonst eine Legitimität verleiht. Klingt gut, aber was ist die Alternative zu Rohanis Initiative? Schweigen?


Die Punkte sind nicht spektakulär, den Anspruch haben sie auch nicht erhoben, sondern schwerwiegend. Die Alternative sind Sanktionen bis zu einem substanziellen Abkommen.


Obiger Punkt ist jedenfalls Unsinn. Rohani spricht für den Iran, es spielt dabei keine Rolle, ob er die demokratische Legitimation dazu hat.

Zitat von old-chatterhand im Beitrag #8660

Zitat von Landegaard im Beitrag #8650
Israel wird durch keine Politik "des Westens" zu irgendwas genötigt. Israel macht sich unabhängig von irgendeiner westlichen Politik Gedanken zu seiner Sicherheit. Insofern spielt die "völlig verfehlte Iranpolitik" keine Rolle.


Was natürlich Unfug ist, da diese Politik gerade das Machtverhältnis im Nahen Osten zu Ungunsten Israels verschiebt.


Das ist lediglich Deine Spekulation. Ob sie das tut, ist nicht ausgemacht und frühestens in einem halben Jahr zu beurteilen.

Zitat von old-chatterhand im Beitrag #8660

Zitat von Landegaard im Beitrag #8650
Zur Bewertung dieser braucht es keine Zeugen wie Saudi Arabien, die hier wohl mit "wichtigen" arabischen Ländern gemeint sind.


Den größten Erdölproduzenten der Welt als wichtiges Land zu bezeichnen ist wohl kaum übertrieben. Außerdem ist er ein natürliches Gegengewicht zum Iran und dessen regionaler Hegemonialpolitik. Man kann wohl kaum die Zerschlagung von Saddams Irak beklagen und dass die USA das strategische Gleichgewicht am Golf damit zerstört haben, ohne auf das wichtige Balancepotential Saudi Arabiens hinzuweisen.


Richtig. SA folgt eigenen Interessen. Damit ist deren Ansicht so relevant wie die des Iran.

Zitat von old-chatterhand im Beitrag #8660

Zitat von Landegaard im Beitrag #8650
Dass Israel warnt, ist das eine, wozu Israel sich gedrängt fühlt, das andere. Es ist nicht Aufgabe der "westlichen Welt" Israels Sicherheitspolitik zu betreiben.


Sicherlich kann dem Westen die Sicherheit seines wichtigsten Verbündeter in der weltgrößten Erdöl Region egal sein, alles klar. Dass der Iran berechtigte Sicherheitsinteressen hat, soll er hingegen vertraglich absegnen. Wirklich überzeugend.


[/quote]

Was denn, hängt jetzt schon die Erdölversorgung der Welt davon ab, ob man der aktuellen israelischen Politik folgt?



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#8727

RE: Irans Atomprogramm - wie gefährlich ist es?

in Politik 25.11.2013 18:15
von Lea S. | 14.199 Beiträge | 13418 Punkte

Zitat von old-chatterhand im Beitrag #8724
Zitat von Lea S. im Beitrag #8719
Zitat von old-chatterhand im Beitrag #8707


Israel wird sein Atomwaffenmonopol verlieren und kann sein Nuklearpotential nicht mehr als glaubwürdige Abschreckung im Falle eines konventionellen Angriffes betrachten. Daraus wird sich ein konventioneller Rüstungswettlauf ergeben.



Ein erneuter Rüstungswettlauf besteht doch bereits seit langem. Sind doch Rüstungsgüter im Nahen osten immer gerne willkommen. Sei es Israel oder die arabischen Staaten. Alle werden doch bestens versorgt seit langem.

Ansonsten ist es zu begrüssen, wenn Israel sein Erpressungpotential verliert. Evtl. kann auf diesem Weg endlich einmal ein Weg gefunden werden, im Nahen Osten alle seine Staaten gleichberechtigt zu stellen.



Mir ist völlig klar, dass dir alles recht ist, was sich gegen Israel richtet, selbst eine iranische Atombombe.


Stimmt nicht! Ich will überhaupt keine iranische Atombombe. Spar Dir solche Mistbehauptungen, die Unflätigkeiten von nahal reichen.
Israel ist nicht Mitglied im Club der NPT-Unterzeichner und sollte sich besser heraushalten.

Meine Meinung dazu lass ich mir ebenso wenig verbieten, wie Du Dir Deine!
Dass der Iran sich im Fokus der israelischen Atombomben befindet, scheint Dir recht zu sein.
Vielleicht forderst Du endlich auch eine Atomwaffen freie Zone in NahOst, wie ich das wiederholt getan habe?



zuletzt bearbeitet 25.11.2013 18:22 | nach oben springen

#8728

RE: Irans Atomprogramm - wie gefährlich ist es?

in Politik 25.11.2013 18:21
von Willie | 23.621 Beiträge | 89748 Punkte

Zitat von old-chatterhand im Beitrag #8712
Zitat von Willie im Beitrag #8698
Zitat von old-chatterhand im Beitrag #8695
Zitat von Maga-neu im Beitrag #8685
Zitat von nahal im Beitrag #8679
Zitat von guylux im Beitrag #8678

4. Und wie z.B. sähe ein so verhandeltes Abkommen aus ? Netanyah's Null-Lösung etwa ?



Genau, Null-Lösung.
Und hören Sie auch, es als "Netanjahu-Lösung" zu bezeichnen, es ist die UN-Lösung.

Wenn die Mullahs keine A-Bombe wollen, wäre es keine Problem.
Die Mächte des Sicherheitsrates plus Deutschland haben dieses Abkommen ausgehandelt; also kann man nicht sagen, dass die Null-Lösung die UN-Lösung sei. Und wie heißt es so schön: Der Spatz auf der Hand ist besser als die Taube auf dem Dach.



Die Resolutionen der UN verlangen einen Anreicherungsstop. Das hat dieses "Abkommen" ausgehebelt. Mit Sprichwörtern sollte man die komplexe Materie besser nicht behandeln.

....
Iran has committed to halt enrichment above 5%:
Halt all enrichment above 5% and dismantle the technical connections required to enrich above 5%.
...

http://www.scribd.com/doc/186639570/P5-1-Fact-Sheet


Also darf Iran weiter anreichern, nicht wahr? Was von den UN Resolutionen aber eindeutig und völkerrechtlich verbindlich untersagt wurde.

Zitat
Die IAEO Resolution vom 4. Februar 2006 schreibt vor, dass Iran u. a.:

- die „vollständige und anhaltende Aussetzung aller Aktivitäten auf dem Gebiet der Anreicherung und der Wiederaufarbeitung inklusive der Forschung und Entwicklung hierzu“ zusichert und dies von der IAEO kontrollieren lässt,
- „den Bau eines mittels Schweren Wassers moderierten Reaktors überdenkt“,
- „das Zusatzprotokoll [zum Atomwaffensperrvertrag] unverzüglich ratifiziert und voll umsetzt“ und
- „bis zur Ratifikation fortfährt, in Übereinstimmung mit den Vorgaben des vom Iran am 18. Dezember 2003 unterzeichneten Zusatzprotokolls zu handeln“.

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hatte am 29. März 2006 durch seinen Präsidenten den Iran aufgefordert, das Land müsse die Resolution der IAEO erfüllen.

- Mit der Resolution 1696 (2006)[207] wurden dem Iran völkerrechtlich bindende Anweisungen diesbezüglich gemacht. Nachdem der Iran dieser Resolution nicht nachkam, verhängte das Gremium am 23. Dezember 2006 durch seine

- Resolution 1737 (2006) ein Embargo auf bestimmte Güter. Dabei handelte es sich um Material, Ausrüstungen, Dienstleistungen und sonstige Unterstützungen, die dem iranischen Atomprogramm dienen können. Aus dem Bericht des Generaldirektors der IAEO vom 22. Februar 2007 ging hervor, dass Iran auch weiterhin die Anordnungen der IAEO und der Resolutionen 1696 und 1737 nicht umgesetzt hat. Deswegen erweiterte der Sicherheitsrat diese Sanktionen um eine Reihe von Institutionen und Privatpersonen und gab Iran sechzig Tage Zeit,

- die Resolution 1747 (2007) zu erfüllen. Alle diese Resolutionen wurden nach Kapitel VII der Charta der Vereinten Nationen verabschiedet und sind damit völkerrechtlich bindende und durchsetzbare Entscheidungen; die Verabschiedung erfolgte aber jeweils unter den Beschränkungen des Artikels 41 der UN-Charta, womit eine militärische Lösung zur Erfüllung der Resolutionen ausgeschlossen ist.[208]

- die Resolution 1803 (2008)[209] vom 3. März 2008 bekräftigt die vorangegangenen Resolutionen und erweiterte die Sanktionen auf den Handel mit Gütern, die sowohl für den zivilen als auch militärischen Bereich Anwendung finden können.[210] Nach Angaben des amerikanischen UN-Botschafters Zalmay Khalilzad sei der Iran auf der Suche nach Plänen für einen nuklearen Sprengkopf und nach Wegen zu dessen Miniaturisierung zum Einbau auf einer Atomrakete.[211]

- die Resolution 1929 (2010)[212] vom 9. Juni 2010 verschärft die Sanktionen gegen den Iran. Mit 12 Stimmen – die Türkei und Brasilien stimmten dagegen, der Libanon enthielt sich – werden in drei Anhängen die Namen und Adressen von 40 Unternehmen und Forschungseinrichtungen genannt, deren Auslandskonten eingefroren und deren Investitionstätigkeiten im Ausland unterbunden werden sollen.[213] Künftig dürfen Panzer, Kampfhubschrauber, Kriegsschiffe und Raketensysteme nicht mehr an den Iran verkauft werden. Schiffe mit Frachtgut für den Iran können gestoppt und auf geschmuggelte Waffen und Waffentechnologien durchsucht werden.[214]



Wir haben also eine IAEO und fünf UN SR Resolutionen gegen die das vorläufige Abkommen verstösst.



1. Mit 5% laesst sich keine A- Bombe bauen.

2. Sanktionen existieren nur da, wo sie auch eingehalten werden.

3. Die UN hat nur soviel Kraft, wieviel Mitglieder in ihrem Dienste gewillt sind ihre eigene Kraft dafuer einzusetzen.



zuletzt bearbeitet 25.11.2013 18:22 | nach oben springen

#8729

RE: Irans Atomprogramm - wie gefährlich ist es?

in Politik 25.11.2013 18:23
von old-chatterhand | 3.820 Beiträge | 3820 Punkte

Zitat von Lea S. im Beitrag #8725
Zitat von old-chatterhand im Beitrag #8717
..............


Wenn das Wörtchen wenn nicht wär...


Wenn der Iran nicht mal im einer Übergangslösung zeitweise auf die Anreicherung verzichtet, wird er es auch in einem endgültigen Abkommen nicht tun. Irans Führung ist nicht glaub-, und nicht vertrauenswürdig was sein Atomprogramm und was seine Atomverhandlungen angeht. Es täuscht, lügt und trickst seit über 10 Jahren. Aber seine Taktik ist überaus erfolgreich. Hier diskutieren Leute, die vor etlichen Jahren noch strikt gegen jedes Atomprogramm des Iran waren und heute nehmen sie mehr oder weniger verklausuliert Stellung für eine Vereinbarung mit einem Diktator der permanent die UN, die IAEO und die internationalen Verhandlungsführer betrogen und hintergangen hat. Auf der anderen Seite steht ein Präsident der das größte Geheimdienstprogramm aller Zeiten installiert hat, uns alle permanent beschnüffelt und sämtliche Partner und Verbündeten belogen hat. Ihr könnt euch gerne einwickeln lassen, ich tue es nicht.



In den letzten 10 Jahren hatte nicht nur der Iran Zeit, sich anzusehen was in Afghanistan, Irak, Libyen, Ägypten und jetzt in Syrien passiert.

Nein Danke, kein Bedarf an Israelisch-Saudischer Freundschaftsbeweise.


Wie man sehen kann, wurde der Iran fein säuberlich ausgespart, selbst unter den Bush Kriegern.

Und wenn man sich anschaut, was im Libanon, Syrien, Irak, Bahrein, Tadschikistan, Saudi Arabien und anderen durch den Iran mittels Waffengewalt, Terrorismus und Umsturzversuchen veranstaltet wurde und wird, ist das eben genau keine Defensivpolitik, sondern ein regionaler Vormachtsanspruch.


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#8730

RE: Irans Atomprogramm - wie gefährlich ist es?

in Politik 25.11.2013 18:29
von Landegaard | 16.569 Beiträge | 27546 Punkte

Zitat von guylux im Beitrag #8711
Zitat von old-chatterhand im Beitrag #8710
[quote=Maga-neu|p179183][quote=old-chatterhand|p179182][quote=Maga-neu|p179171][quote=nahal|p179165][quote=guylux|p179164]
.

In einem Verhandlungsprozess, in dem es darum geht, den Iran vom Bau einer Atombombe abzuhalten kann man auf ein Verhandlungsergebnis verzichten, das dies nicht erreicht. Dann lässt man den Dissens und die Sanktionen eben stehen. Wo ist das Problem?

Das Ziel ist klar , der Weg dahin ist es weniger . Das Abkommen ist der 1. Schritt auf dem Weg .


Richtig ist, man ist dem Iran entgegengekommen, ohne tatsächlich einen Anlass dazu zu haben. Es gibt keine neue Situation. Der Iran darf keine Atombombe bauen, er weigert sich, entsprechende Untersuchungen zuzulassen. Weil er so agiert, leidet er unter den Resolutionen.

Als Obama Präsident wurde und seine Kairoer Rede gehalten hat, hieß es aus Teheran, nett geredet, bevor man keine Taten sieht, braucht man das Gerede nicht ernst nehmen. Im Grunde eine Haltung, die es wert wäre, auch den Herren selbst gegenüber zu vertreten.

Nett geredet hat Rohani auch, getan hat er ebenfalls nichts. Man hat Rohani nun demonstriert, dass man seinen Kurs dem eines Ahmedinejads deutlich vorzieht und dafür etwas geleistet, ohne wirklich eine Gegenleistung zu erhalten.

Ich halte das für ein Risiko und mir ist nicht klar, für welchen möglichen Vorteil man es eingeht.



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#8731

RE: Irans Atomprogramm - wie gefährlich ist es?

in Politik 25.11.2013 18:29
von old-chatterhand | 3.820 Beiträge | 3820 Punkte

Zitat von Lea S. im Beitrag #8727
Dass der Iran sich im Fokus der israelischen Atombomben befindet, scheint Dir recht zu sein.


Es ist seine eigene Politik, die ihn dahin befördert hat. Die Feindschaft zu Israel ist vom Iran frei gewählt worden, trotz der massiven isr. Militärhilfe gegen Saddam Husseins Irak.



Zitat von Lea S. im Beitrag #8727
Vielleicht forderst Du endlich auch eine Atomwaffen freie Zone in NahOst, wie ich das wiederholt getan habe?





Im Leben nicht.


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#8732

RE: Irans Atomprogramm - wie gefährlich ist es?

in Politik 25.11.2013 18:32
von old-chatterhand | 3.820 Beiträge | 3820 Punkte

Zitat von Willie im Beitrag #8728
Zitat von old-chatterhand im Beitrag #8712
Zitat von Willie im Beitrag #8698
Zitat von old-chatterhand im Beitrag #8695
Zitat von Maga-neu im Beitrag #8685
Zitat von nahal im Beitrag #8679
Zitat von guylux im Beitrag #8678

4. Und wie z.B. sähe ein so verhandeltes Abkommen aus ? Netanyah's Null-Lösung etwa ?



Genau, Null-Lösung.
Und hören Sie auch, es als "Netanjahu-Lösung" zu bezeichnen, es ist die UN-Lösung.

Wenn die Mullahs keine A-Bombe wollen, wäre es keine Problem.
Die Mächte des Sicherheitsrates plus Deutschland haben dieses Abkommen ausgehandelt; also kann man nicht sagen, dass die Null-Lösung die UN-Lösung sei. Und wie heißt es so schön: Der Spatz auf der Hand ist besser als die Taube auf dem Dach.



Die Resolutionen der UN verlangen einen Anreicherungsstop. Das hat dieses "Abkommen" ausgehebelt. Mit Sprichwörtern sollte man die komplexe Materie besser nicht behandeln.

....
Iran has committed to halt enrichment above 5%:
Halt all enrichment above 5% and dismantle the technical connections required to enrich above 5%.
...

http://www.scribd.com/doc/186639570/P5-1-Fact-Sheet


Also darf Iran weiter anreichern, nicht wahr? Was von den UN Resolutionen aber eindeutig und völkerrechtlich verbindlich untersagt wurde.

Zitat
Die IAEO Resolution vom 4. Februar 2006 schreibt vor, dass Iran u. a.:

- die „vollständige und anhaltende Aussetzung aller Aktivitäten auf dem Gebiet der Anreicherung und der Wiederaufarbeitung inklusive der Forschung und Entwicklung hierzu“ zusichert und dies von der IAEO kontrollieren lässt,
- „den Bau eines mittels Schweren Wassers moderierten Reaktors überdenkt“,
- „das Zusatzprotokoll [zum Atomwaffensperrvertrag] unverzüglich ratifiziert und voll umsetzt“ und
- „bis zur Ratifikation fortfährt, in Übereinstimmung mit den Vorgaben des vom Iran am 18. Dezember 2003 unterzeichneten Zusatzprotokolls zu handeln“.

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hatte am 29. März 2006 durch seinen Präsidenten den Iran aufgefordert, das Land müsse die Resolution der IAEO erfüllen.

- Mit der Resolution 1696 (2006)[207] wurden dem Iran völkerrechtlich bindende Anweisungen diesbezüglich gemacht. Nachdem der Iran dieser Resolution nicht nachkam, verhängte das Gremium am 23. Dezember 2006 durch seine

- Resolution 1737 (2006) ein Embargo auf bestimmte Güter. Dabei handelte es sich um Material, Ausrüstungen, Dienstleistungen und sonstige Unterstützungen, die dem iranischen Atomprogramm dienen können. Aus dem Bericht des Generaldirektors der IAEO vom 22. Februar 2007 ging hervor, dass Iran auch weiterhin die Anordnungen der IAEO und der Resolutionen 1696 und 1737 nicht umgesetzt hat. Deswegen erweiterte der Sicherheitsrat diese Sanktionen um eine Reihe von Institutionen und Privatpersonen und gab Iran sechzig Tage Zeit,

- die Resolution 1747 (2007) zu erfüllen. Alle diese Resolutionen wurden nach Kapitel VII der Charta der Vereinten Nationen verabschiedet und sind damit völkerrechtlich bindende und durchsetzbare Entscheidungen; die Verabschiedung erfolgte aber jeweils unter den Beschränkungen des Artikels 41 der UN-Charta, womit eine militärische Lösung zur Erfüllung der Resolutionen ausgeschlossen ist.[208]

- die Resolution 1803 (2008)[209] vom 3. März 2008 bekräftigt die vorangegangenen Resolutionen und erweiterte die Sanktionen auf den Handel mit Gütern, die sowohl für den zivilen als auch militärischen Bereich Anwendung finden können.[210] Nach Angaben des amerikanischen UN-Botschafters Zalmay Khalilzad sei der Iran auf der Suche nach Plänen für einen nuklearen Sprengkopf und nach Wegen zu dessen Miniaturisierung zum Einbau auf einer Atomrakete.[211]

- die Resolution 1929 (2010)[212] vom 9. Juni 2010 verschärft die Sanktionen gegen den Iran. Mit 12 Stimmen – die Türkei und Brasilien stimmten dagegen, der Libanon enthielt sich – werden in drei Anhängen die Namen und Adressen von 40 Unternehmen und Forschungseinrichtungen genannt, deren Auslandskonten eingefroren und deren Investitionstätigkeiten im Ausland unterbunden werden sollen.[213] Künftig dürfen Panzer, Kampfhubschrauber, Kriegsschiffe und Raketensysteme nicht mehr an den Iran verkauft werden. Schiffe mit Frachtgut für den Iran können gestoppt und auf geschmuggelte Waffen und Waffentechnologien durchsucht werden.[214]



Wir haben also eine IAEO und fünf UN SR Resolutionen gegen die das vorläufige Abkommen verstösst.


1. Mit 5% laesst sich keine A- Bombe bauen.

2. Sanktionen existieren nur da, wo sie auch eingehalten werden.

3. Die UN hat nur soviel Kraft, wieviel Mitglieder in ihrem Dienste gewillt sind ihre eigene Kraft dafuer einzusetzen.



1. Aber mit den selben Anlagen. Und es wiederspricht dem Wortlaut der UNO Resolutionen. Ein einfaches ja hätte genügt.

2. Die Sanktionen wurden eingehalten und sie haben sehr effektiv gewirkt.

3. Siehe 2.


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#8733

RE: Irans Atomprogramm - wie gefährlich ist es?

in Politik 25.11.2013 18:32
von Lea S. | 14.199 Beiträge | 13418 Punkte

Zitat von old-chatterhand im Beitrag #8729
Zitat von Lea S. im Beitrag #8725
Zitat von old-chatterhand im Beitrag #8717
..............


Wenn das Wörtchen wenn nicht wär...


Wenn der Iran nicht mal im einer Übergangslösung zeitweise auf die Anreicherung verzichtet, wird er es auch in einem endgültigen Abkommen nicht tun. Irans Führung ist nicht glaub-, und nicht vertrauenswürdig was sein Atomprogramm und was seine Atomverhandlungen angeht. Es täuscht, lügt und trickst seit über 10 Jahren. Aber seine Taktik ist überaus erfolgreich. Hier diskutieren Leute, die vor etlichen Jahren noch strikt gegen jedes Atomprogramm des Iran waren und heute nehmen sie mehr oder weniger verklausuliert Stellung für eine Vereinbarung mit einem Diktator der permanent die UN, die IAEO und die internationalen Verhandlungsführer betrogen und hintergangen hat. Auf der anderen Seite steht ein Präsident der das größte Geheimdienstprogramm aller Zeiten installiert hat, uns alle permanent beschnüffelt und sämtliche Partner und Verbündeten belogen hat. Ihr könnt euch gerne einwickeln lassen, ich tue es nicht.



In den letzten 10 Jahren hatte nicht nur der Iran Zeit, sich anzusehen was in Afghanistan, Irak, Libyen, Ägypten und jetzt in Syrien passiert.

Nein Danke, kein Bedarf an Israelisch-Saudischer Freundschaftsbeweise.


Wie man sehen kann, wurde der Iran fein säuberlich ausgespart, selbst unter den Bush Kriegern.

Und wenn man sich anschaut, was im Libanon, Syrien, Irak, Bahrein, Tadschikistan, Saudi Arabien und anderen durch den Iran mittels Waffengewalt, Terrorismus und Umsturzversuchen veranstaltet wurde und wird, ist das eben genau keine Defensivpolitik, sondern ein regionaler Vormachtsanspruch.




Jau! Hast Du's nicht etwas besser mit dem Vormachtanspruch?

Für Israel hoffe ich, dass die iranischen Hilfskräfte die Halsabschneider der Al Kaida und Al Nusrah zurückdrängen können. Falls Dir Al Kaida an Israels Hintertür lieber ist.......Libanon hatten wir zur genüge, keine 22 jährige israelische Besatzung, keine schiitische Hisbollah, kein erneuter israelischer Einmarsch - keine Hisbollah! . Sehr einfach!
Bahrein ist auch solch ein Glanzpunkt der Demokratie wie ebenso Saudi Arabien. Toll wen Du so alles unterstützt.......


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#8734

RE: Irans Atomprogramm - wie gefährlich ist es?

in Politik 25.11.2013 18:48
von Lea S. | 14.199 Beiträge | 13418 Punkte

Zitat von old-chatterhand im Beitrag #8731
Zitat von Lea S. im Beitrag #8727
Dass der Iran sich im Fokus der israelischen Atombomben befindet, scheint Dir recht zu sein.


Es ist seine eigene Politik, die ihn dahin befördert hat. Die Feindschaft zu Israel ist vom Iran frei gewählt worden, trotz der massiven isr. Militärhilfe gegen Saddam Husseins Irak.



Zitat von Lea S. im Beitrag #8727
Vielleicht forderst Du endlich auch eine Atomwaffen freie Zone in NahOst, wie ich das wiederholt getan habe?





Im Leben nicht.


Dann wundere Dich nicht, dass einige das auch so sehen.
Ich allerdings nicht!


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#8735

RE: Irans Atomprogramm - wie gefährlich ist es?

in Politik 25.11.2013 18:57
von Willie | 23.621 Beiträge | 89748 Punkte

Zitat von old-chatterhand im Beitrag #8732
Zitat von Willie im Beitrag #8728
Zitat von old-chatterhand im Beitrag #8712
Zitat von Willie im Beitrag #8698
Zitat von old-chatterhand im Beitrag #8695
Zitat von Maga-neu im Beitrag #8685
Zitat von nahal im Beitrag #8679
Zitat von guylux im Beitrag #8678

4. Und wie z.B. sähe ein so verhandeltes Abkommen aus ? Netanyah's Null-Lösung etwa ?



Genau, Null-Lösung.
Und hören Sie auch, es als "Netanjahu-Lösung" zu bezeichnen, es ist die UN-Lösung.

Wenn die Mullahs keine A-Bombe wollen, wäre es keine Problem.
Die Mächte des Sicherheitsrates plus Deutschland haben dieses Abkommen ausgehandelt; also kann man nicht sagen, dass die Null-Lösung die UN-Lösung sei. Und wie heißt es so schön: Der Spatz auf der Hand ist besser als die Taube auf dem Dach.



Die Resolutionen der UN verlangen einen Anreicherungsstop. Das hat dieses "Abkommen" ausgehebelt. Mit Sprichwörtern sollte man die komplexe Materie besser nicht behandeln.

....
Iran has committed to halt enrichment above 5%:
Halt all enrichment above 5% and dismantle the technical connections required to enrich above 5%.
...

http://www.scribd.com/doc/186639570/P5-1-Fact-Sheet


Also darf Iran weiter anreichern, nicht wahr? Was von den UN Resolutionen aber eindeutig und völkerrechtlich verbindlich untersagt wurde.

Zitat
Die IAEO Resolution vom 4. Februar 2006 schreibt vor, dass Iran u. a.:

- die „vollständige und anhaltende Aussetzung aller Aktivitäten auf dem Gebiet der Anreicherung und der Wiederaufarbeitung inklusive der Forschung und Entwicklung hierzu“ zusichert und dies von der IAEO kontrollieren lässt,
- „den Bau eines mittels Schweren Wassers moderierten Reaktors überdenkt“,
- „das Zusatzprotokoll [zum Atomwaffensperrvertrag] unverzüglich ratifiziert und voll umsetzt“ und
- „bis zur Ratifikation fortfährt, in Übereinstimmung mit den Vorgaben des vom Iran am 18. Dezember 2003 unterzeichneten Zusatzprotokolls zu handeln“.

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hatte am 29. März 2006 durch seinen Präsidenten den Iran aufgefordert, das Land müsse die Resolution der IAEO erfüllen.

- Mit der Resolution 1696 (2006)[207] wurden dem Iran völkerrechtlich bindende Anweisungen diesbezüglich gemacht. Nachdem der Iran dieser Resolution nicht nachkam, verhängte das Gremium am 23. Dezember 2006 durch seine

- Resolution 1737 (2006) ein Embargo auf bestimmte Güter. Dabei handelte es sich um Material, Ausrüstungen, Dienstleistungen und sonstige Unterstützungen, die dem iranischen Atomprogramm dienen können. Aus dem Bericht des Generaldirektors der IAEO vom 22. Februar 2007 ging hervor, dass Iran auch weiterhin die Anordnungen der IAEO und der Resolutionen 1696 und 1737 nicht umgesetzt hat. Deswegen erweiterte der Sicherheitsrat diese Sanktionen um eine Reihe von Institutionen und Privatpersonen und gab Iran sechzig Tage Zeit,

- die Resolution 1747 (2007) zu erfüllen. Alle diese Resolutionen wurden nach Kapitel VII der Charta der Vereinten Nationen verabschiedet und sind damit völkerrechtlich bindende und durchsetzbare Entscheidungen; die Verabschiedung erfolgte aber jeweils unter den Beschränkungen des Artikels 41 der UN-Charta, womit eine militärische Lösung zur Erfüllung der Resolutionen ausgeschlossen ist.[208]

- die Resolution 1803 (2008)[209] vom 3. März 2008 bekräftigt die vorangegangenen Resolutionen und erweiterte die Sanktionen auf den Handel mit Gütern, die sowohl für den zivilen als auch militärischen Bereich Anwendung finden können.[210] Nach Angaben des amerikanischen UN-Botschafters Zalmay Khalilzad sei der Iran auf der Suche nach Plänen für einen nuklearen Sprengkopf und nach Wegen zu dessen Miniaturisierung zum Einbau auf einer Atomrakete.[211]

- die Resolution 1929 (2010)[212] vom 9. Juni 2010 verschärft die Sanktionen gegen den Iran. Mit 12 Stimmen – die Türkei und Brasilien stimmten dagegen, der Libanon enthielt sich – werden in drei Anhängen die Namen und Adressen von 40 Unternehmen und Forschungseinrichtungen genannt, deren Auslandskonten eingefroren und deren Investitionstätigkeiten im Ausland unterbunden werden sollen.[213] Künftig dürfen Panzer, Kampfhubschrauber, Kriegsschiffe und Raketensysteme nicht mehr an den Iran verkauft werden. Schiffe mit Frachtgut für den Iran können gestoppt und auf geschmuggelte Waffen und Waffentechnologien durchsucht werden.[214]



Wir haben also eine IAEO und fünf UN SR Resolutionen gegen die das vorläufige Abkommen verstösst.


1. Mit 5% laesst sich keine A- Bombe bauen.

2. Sanktionen existieren nur da, wo sie auch eingehalten werden.

3. Die UN hat nur soviel Kraft, wieviel Mitglieder in ihrem Dienste gewillt sind ihre eigene Kraft dafuer einzusetzen.



1. Aber mit den selben Anlagen. Und es wiederspricht dem Wortlaut der UNO Resolutionen. Ein einfaches ja hätte genügt.

2. Die Sanktionen wurden eingehalten und sie haben sehr effektiv gewirkt.

3. Siehe 2.


Haben sie nicht. Bislang hat der Iran an seiner Anreicherung ungeruehrt weitergemacht -und zwar ohne dass der Rest der Welt sie daran physisch gehindert haette. Die Sanktionen haben ueberall gegriffen -aber nicht bei der Anreicherung.

Wenn die Verhandlungen ueber die naechsten 6 Monate eine Umkehr, eine Entspannung und eine fuer alle friedliche Loesung ermoeglichen -und damit vielleicht in ferne Zukunft sogar eine friedlicher Koexistenz -Israel einbeziehend- im Mittleren Osten, dann ist dieser Weg jeglicher Starrkoepfligkeit und jeglicher Vorbedingsillusionen einer quasi "bedingungslosen Kapitulation", die letztlich doch nur in einem weiteren Krieg muenden wuerde -und zwar einem von einer Groessenordnung, an dem ausser Fanatiker, Machtgierige, Denkfreie und Traeumer niemand Interesse hat, vorzuziehen.
Der bewaffnete Konflikt sollte stets die letzte Option sein. Auf einen Verhandlungsversuch von sechs Monaten kommt es da nicht mehr an.

Genausowenig wie damals vor dem Irak Krieg drei mehr Monate nichts am Hussein'schen nichtvorhandenen Atomwaffenprogramm ausgemacht haetten. Nichts, Null.
Dabei haette aber genau dies den Irakkrieg doch politisch nicht mehr vermittelbar gemacht. Und uns so erspart.

Genau deswegen auch das Gelabere von Condaleeza Rice und President Bush von "...in Form of a mushroom cloud".
Nur nicht noch etwas mehr an Untersuchungen..... es koennte ja ein Krieg dadurch unmoeglich werden.

Genauso jetzt: Nur nicht sechs Monate verhandeln und erst einmal sehen was dabei herauskommt ... -es koennte ja ein Krieg dadurch unmoeglich werden.

Winston Churchill said it best, “The statesman who yields to war fever must realize that once the signal is given, he is no longer the master of policy but the slave of unforeseeable and uncontrollable events…incompetent or arrogant commanders, untrustworthy allies, hostile neutrals, malignant fortune, ugly surprise, awful miscalculations.”



zuletzt bearbeitet 25.11.2013 19:23 | nach oben springen

#8736

RE: Irans Atomprogramm - wie gefährlich ist es?

in Politik 25.11.2013 19:00
von old-chatterhand | 3.820 Beiträge | 3820 Punkte

Zitat von Landegaard im Beitrag #8726
So überwältigend ist die Fülle nun auch wieder nicht. Der Zweifel begründet sich alleine dadurch, dass es trotz diverser anderslautender Aussagen und Erkenntnisse keine iranische Bombe gibt. Was allerdings längst der Fall sein sollte.


Das lässt sich sehr gut damit erklären, dass die Entscheidung zum Bau der Bombe noch nicht gefallen ist. Die Fähigkeiten dazu können auch ohne die bestehen. Das ir. Atomwaffenprogramm ist existent. Es hätte sonst kein Stuxnet gegeben und el Baradei hätte damals nicht zugegeben, dass der Bau einer IRI Bombe nur von einer ausreichenden Menge hochangereicherten Urans abhängt.

Zitat von Landegaard im Beitrag #8650
Obiger Punkt ist jedenfalls Unsinn. Rohani spricht für den Iran, es spielt dabei keine Rolle, ob er die demokratische Legitimation dazu hat.


Das hat der Österreicher ja auch nicht gesagt. Das die Verhandlungen die Legitimät der Diktatur steigern schon.


Zitat von Landegaard im Beitrag #8650
Israel wird durch keine Politik "des Westens" zu irgendwas genötigt. Israel macht sich unabhängig von irgendeiner westlichen Politik Gedanken zu seiner Sicherheit. Insofern spielt die "völlig verfehlte Iranpolitik" keine Rolle.

Zitat von old-chatterhand im Beitrag #8660
Was natürlich Unfug ist, da diese Politik gerade das Machtverhältnis im Nahen Osten zu Ungunsten Israels verschiebt.

Zitat von Landegaard im Beitrag #8650
Das ist lediglich Deine Spekulation. Ob sie das tut, ist nicht ausgemacht und frühestens in einem halben Jahr zu beurteilen.




Die Missachtung des isr. Standpunktes lässt die angebliche "Spekulation" bereits jetzt als berechtigte Skepsis erscheinen.

Zitat von Landegaard im Beitrag #8650
Richtig. SA folgt eigenen Interessen. Damit ist deren Ansicht so relevant wie die des Iran.


Mir ist die Ansicht von Verbündeten immer noch schwerwiegender als die von selbst erklärten Feinden.

Zitat von Landegaard im Beitrag #8650
Dass Israel warnt, ist das eine, wozu Israel sich gedrängt fühlt, das andere. Es ist nicht Aufgabe der "westlichen Welt" Israels Sicherheitspolitik zu betreiben.

Zitat von old-chatterhand im Beitrag #8660
Sicherlich kann dem Westen die Sicherheit seines wichtigsten Verbündeter in der weltgrößten Erdöl Region egal sein, alles klar. Dass der Iran berechtigte Sicherheitsinteressen hat, soll er hingegen vertraglich absegnen. Wirklich überzeugend.

Zitat von Landegaard im Beitrag #8650
Was denn, hängt jetzt schon die Erdölversorgung der Welt davon ab, ob man der aktuellen israelischen Politik folgt?




Nein, aber sie ist davon nicht unabhängig. Die Region ist viel sensibler als du es darzustellen versuchst. Zweitens: wir reden über eine Abmachung mit einer Führung, die die Sperrung der Strasse von Hormuz als Mittel ihrer Politik verkündet. Und drittens ist dieser Staat zufällig derjenige, der dem selbst erklärten Todfeind Israel die Existenzberechtigung abspricht. Und viertens befindet sich der schiitische Führungsmacht mit seinem sunnitischen Gegenpart bereits in Stellvertreterkriegen. Die Erdölversorgung hängt von einer Balance der Kräfte ab und Israel spielt eine wichtige Rolle hierbei. Dieses an sich vielleicht gut gemeinte Abkommen kann voll in die andere Richtung losgehen.


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#8737

RE: Irans Atomprogramm - wie gefährlich ist es?

in Politik 25.11.2013 19:18
von nahal | 19.382 Beiträge | 26465 Punkte

Zitat von Landegaard im Beitrag #8730


Ich halte das für ein Risiko und mir ist nicht klar, für welchen möglichen Vorteil man es eingeht.


Es gibt viele Gründe die dafür sprechen, manche berechtigt, manche nicht.

Es ist eine Selbstverständlichkeit, vor militärischen ultima Ratio Möglichkeit, alles zu versuchen.
Auch dem neuen Präsidenten die Gelegenheit zu geben, seine Vertrauenswürdigkeit auf den Prüfstein zu Stellen.

Die Problem sehe ich in dem Vertrauensverlust der Großmacht und vor allem seines Präsidenten.
Nach dem Fiasko Syrien ist das Misstrauen groß, er stehe nicht zu seinem Wort.
Man kann viel tun, aber so darf man mit seinen engsten Verbündeten nicht umgehen.
Erst jetzt ist es herausgekommen, Obamas Geheimemissäre haben, schon vor der Wahl Rouhanis, noch in der Zeit des Ahmadi, mit diesen Verbrechern verhandelt.


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#8738

RE: Irans Atomprogramm - wie gefährlich ist es?

in Politik 25.11.2013 19:34
von old-chatterhand | 3.820 Beiträge | 3820 Punkte

Zitat von old-chatterhand im Beitrag #8729
Wie man sehen kann, wurde der Iran fein säuberlich ausgespart, selbst unter den Bush Kriegern.

Und wenn man sich anschaut, was im Libanon, Syrien, Irak, Bahrein, Tadschikistan, Saudi Arabien und anderen durch den Iran mittels Waffengewalt, Terrorismus und Umsturzversuchen veranstaltet wurde und wird, ist das eben genau keine Defensivpolitik, sondern ein regionaler Vormachtsanspruch.



Zitat von Lea S. im Beitrag #8733
Jau! Hast Du's nicht etwas besser mit dem Vormachtanspruch?



Mehr Belege braucht es nicht. Jeder politische Kommentator attestiert längst einen Kampf um die Vormacht in der Region unter den Islamisten. Nur du nicht.

Zitat von Lea S. im Beitrag #8733
Für Israel hoffe ich, dass die iranischen Hilfskräfte die Halsabschneider der Al Kaida und Al Nusrah zurückdrängen können. Falls Dir Al Kaida an Israels Hintertür lieber ist.......Libanon hatten wir zur genüge, keine 22 jährige israelische Besatzung, keine schiitische Hisbollah, kein erneuter israelischer Einmarsch - keine Hisbollah! . Sehr einfach!
Bahrein ist auch solch ein Glanzpunkt der Demokratie wie ebenso Saudi Arabien. Toll wen Du so alles unterstützt.......



Mit einer Position, die die Hezballah als Hoffung Israels tituliert, welche zur Zerstörung Israels aufruft, ihre Truppen mit dem Hitlergruß paradieren lässt und auf ihrem Fernsehsender üble antisemitische Propaganda senden lässt gibt es keine Kompromisse. Und wenn die sich Hezballah und al Quaida gegenseitig massakrieren, besorgen sie sich gegenseitig das, was sie verdient haben.

Ich habe weder Bahrein noch Saudi Arabien als Demokratie noch als Glanzpunkte bezeichnet. Von jemandem, der die antisemitische Hezballah verteidigt, brauche ich keine Belehrung in puncto Moral.

Hier ist noch so ein toller Verbündeter:

Zitat
Ehebrechern droht in Afghanistan wieder die Steinigung

Zwölf Jahre nach dem Sturz der Taliban will die afghanische Regierung zum Strafrecht der Extremisten zurückkehren: Ehebrecher sollen wieder gesteinigt werden. Das Justizministerium in Kabul hat einen entsprechenden Gesetzentwurf ausgearbeitet. Menschenrechtler sind entsetzt.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/af...h-a-935578.html



zuletzt bearbeitet 25.11.2013 20:25 | nach oben springen

#8739

RE: Irans Atomprogramm - wie gefährlich ist es?

in Politik 25.11.2013 19:57
von old-chatterhand | 3.820 Beiträge | 3820 Punkte

Zitat von old-chatterhand im Beitrag #8732


- Wir haben also eine IAEO und fünf UN SR Resolutionen gegen die das vorläufige Abkommen verstösst.

- Die Sanktionen wurden eingehalten und sie haben sehr effektiv gewirkt.


Zitat von Willie im Beitrag #8735
Haben sie nicht. Bislang hat der Iran an seiner Anreicherung ungeruehrt weitergemacht -und zwar ohne dass der Rest der Welt sie daran physisch gehindert haette. Die Sanktionen haben ueberall gegriffen -aber nicht bei der Anreicherung.



Die Verhandlungen aber auch nicht.

Zitat von Willie im Beitrag #8735
Wenn die Verhandlungen ueber die naechsten 6 Monate eine Umkehr, eine Entspannung und eine fuer alle friedliche Loesung ermoeglichen -und damit vielleicht in ferne Zukunft sogar eine friedlicher Koexistenz -Israel einbeziehend- im Mittleren Osten, dann ist dieser Weg jeglicher Starrkoepfligkeit und jeglicher Vorbedingsillusionen einer quasi "bedingungslosen Kapitulation", die letztlich doch nur in einem weiteren Krieg muenden wuerde -und zwar einem von einer Groessenordnung, an dem ausser Fanatiker, Machtgierige, Denkfreie und Traeumer niemand Interesse hat, vorzuziehen.
Der bewaffnete Konflikt sollte stets die letzte Option sein. Auf einen Verhandlungsversuch von sechs Monaten kommt es da nicht mehr an.




Wenn Verhandlungen Erfolg haben ist gut. Auf 6 Monate kommt es wirklich nicht an. Mich stört aber das illusionistische Hochspielen vom einseitigen Nachgeben als Verhandlungserfolg. Wer soll an den Verhandlungserfolg noch glauben? Es wurde bereits ZEHN JAHRE verhandelt - erfolglos.

Und wer redet von einem bewaffneten Konflikt? Niemand will den, er wird aber seit Jahren als Drohkulisse aufgepumpt. Es reicht die Sanktionen aufrecht zu erhalten oder noch zu verschärfen. Der Iran wird die Bombe sowieso bauen. Er würde aber den entsprechenden Preis dafür zahlen. Das versucht er jetzt zu verhindern.

Zitat von Willie im Beitrag #8735
Genauso jetzt: Nur nicht sechs Monate verhandeln und erst einmal sehen was dabei herauskommt ... -es koennte ja ein Krieg dadurch unmoeglich werden.



Verhandelt bis zum Vollrausch und gebt euch euren Träumereien hin. Aber gebt nicht alle Trümpfe aus der Hand.

Wo soll der Krieg herkommen? Obama will nicht. Der Iran muss erst noch seine Bombe fertigstellen und Israel alleine wird das IRI Atomwaffen-Programm nicht militärisch stoppen können. Es gibt keinen Krieg, es sei denn der Iran greift an.


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#8740

RE: Irans Atomprogramm - wie gefährlich ist es?

in Politik 25.11.2013 20:28
von old-chatterhand | 3.820 Beiträge | 3820 Punkte

Es geht bereits los, Saudi Arabien fordert:

Zitat
Nun müssten weitere Schritte folgen, die allen Staaten in der Region das Recht auf die friedliche Nutzung der Atomkraft garantieren.

SPON


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#8741

RE: Irans Atomprogramm - wie gefährlich ist es?

in Politik 25.11.2013 20:37
von Hans Bergman | 16.666 Beiträge | 39758 Punkte

Zitat von old-chatterhand im Beitrag #8740
Es geht bereits los, Saudi Arabien fordert:

Zitat
Nun müssten weitere Schritte folgen, die allen Staaten in der Region das Recht auf die friedliche Nutzung der Atomkraft garantieren.

SPON

Was spricht dagegen? Es ist eine Selbstverständlichkeit.



zuletzt bearbeitet 25.11.2013 20:38 | nach oben springen

#8742

RE: Irans Atomprogramm - wie gefährlich ist es?

in Politik 25.11.2013 20:38
von old-chatterhand | 3.820 Beiträge | 3820 Punkte

Zitat von nahal im Beitrag #8737
Zitat von Landegaard im Beitrag #8730


Ich halte das für ein Risiko und mir ist nicht klar, für welchen möglichen Vorteil man es eingeht.


Es gibt viele Gründe die dafür sprechen, manche berechtigt, manche nicht.

Es ist eine Selbstverständlichkeit, vor militärischen ultima Ratio Möglichkeit, alles zu versuchen.
Auch dem neuen Präsidenten die Gelegenheit zu geben, seine Vertrauenswürdigkeit auf den Prüfstein zu Stellen.

Die Problem sehe ich in dem Vertrauensverlust der Großmacht und vor allem seines Präsidenten.
Nach dem Fiasko Syrien ist das Misstrauen groß, er stehe nicht zu seinem Wort.
Man kann viel tun, aber so darf man mit seinen engsten Verbündeten nicht umgehen.
Erst jetzt ist es herausgekommen, Obamas Geheimemissäre haben, schon vor der Wahl Rouhanis, noch in der Zeit des Ahmadi, mit diesen Verbrechern verhandelt.


Obama will die Abhängigkeit Israels von Washington erhöhen. Ist Israels Atompotential egalisiert, wird es zu einem konventionellen Wettrüsten kommen. Gegen die großen, bevölkerungsreichen Staaten braucht Israel die Unterstützung der USA viel mehr, weil der Wettlauf sonst ruinös werden wird. Es geht um knallharte Machtpolitik gegen die eigenen Verbündeten, genau wie in der NSA Geschichte. Bedauerlich, dass diese sich immer so kurzsichtig gegeneinander ausspielen lassen. Die "Märkte" in Deutschland und Frankreich jubilieren ob der anheischigen Geschäfte mit dem Regime in Teheran. Frankreich und Deutschland hätten das Abkommen blockieren müssen.


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#8743

RE: Irans Atomprogramm - wie gefährlich ist es?

in Politik 25.11.2013 20:40
von old-chatterhand | 3.820 Beiträge | 3820 Punkte

Zitat von Hans Bergman im Beitrag #8741
Zitat von old-chatterhand im Beitrag #8740
Es geht bereits los, Saudi Arabien fordert:

Zitat
Nun müssten weitere Schritte folgen, die allen Staaten in der Region das Recht auf die friedliche Nutzung der Atomkraft garantieren.

SPON

Was spricht dagegen? Es ist eine Selbstverständlichkeit.



Jeder Scheiss Diktator soll also seine Bombe bekommen mit Berufung auf die Causa Iran?


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#8744

RE: Irans Atomprogramm - wie gefährlich ist es?

in Politik 25.11.2013 20:42
von Hans Bergman | 16.666 Beiträge | 39758 Punkte

Zitat von old-chatterhand im Beitrag #8743
Zitat von Hans Bergman im Beitrag #8741
Zitat von old-chatterhand im Beitrag #8740
Es geht bereits los, Saudi Arabien fordert:

Zitat
Nun müssten weitere Schritte folgen, die allen Staaten in der Region das Recht auf die friedliche Nutzung der Atomkraft garantieren.

SPON

Was spricht dagegen? Es ist eine Selbstverständlichkeit.


Jeder Scheiss Diktator soll also seine Bombe bekommen mit Berufung auf die Causa Iran?

Kannst du lesen? "Friedliche Nutzung der Kernkraft..." Und der einzige Staat, der sich dort gewalttätig und gegen Völkerrechtsnormen ausbreitet, der hat die Bombe schon. Die anderen brauchen sie, um sich vor diesem Staat zu schützen.



zuletzt bearbeitet 25.11.2013 20:43 | nach oben springen

#8745

RE: Irans Atomprogramm - wie gefährlich ist es?

in Politik 25.11.2013 20:58
von old-chatterhand | 3.820 Beiträge | 3820 Punkte

Zitat von Hans Bergman im Beitrag #8744
Zitat von old-chatterhand im Beitrag #8743
Zitat von Hans Bergman im Beitrag #8741
Zitat von old-chatterhand im Beitrag #8740
Es geht bereits los, Saudi Arabien fordert:

Zitat
Nun müssten weitere Schritte folgen, die allen Staaten in der Region das Recht auf die friedliche Nutzung der Atomkraft garantieren.

SPON

Was spricht dagegen? Es ist eine Selbstverständlichkeit.


Jeder Scheiss Diktator soll also seine Bombe bekommen mit Berufung auf die Causa Iran?
Kannst du lesen? "Friedliche Nutzung der Kernkraft..."



Wer soll das denn glauben? Dort steht vor allen Dingen, dass Saudi Arabien die gleichen Rechte wie Iran haben möchte. Da jeder in der Region an ein geheimes Nuklearwaffenprogramm des Iran glaubt, weiss jeder denkende Mensch, was wirklich gemeint ist.


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#8746

RE: Irans Atomprogramm - wie gefährlich ist es?

in Politik 25.11.2013 20:59
von Lea S. | 14.199 Beiträge | 13418 Punkte

Zitat von old-chatterhand im Beitrag #8738
Zitat von old-chatterhand im Beitrag #8729
Wie man sehen kann, wurde der Iran fein säuberlich ausgespart, selbst unter den Bush Kriegern.

Und wenn man sich anschaut, was im Libanon, Syrien, Irak, Bahrein, Tadschikistan, Saudi Arabien und anderen durch den Iran mittels Waffengewalt, Terrorismus und Umsturzversuchen veranstaltet wurde und wird, ist das eben genau keine Defensivpolitik, sondern ein regionaler Vormachtsanspruch.



Zitat von Lea S. im Beitrag #8733
Jau! Hast Du's nicht etwas besser mit dem Vormachtanspruch?



Mehr Belege braucht es nicht. Jeder politische Kommentator attestiert längst einen Kampf um die Vormacht in der Region unter den Islamisten. Nur du nicht.

Zitat von Lea S. im Beitrag #8733
Für Israel hoffe ich, dass die iranischen Hilfskräfte die Halsabschneider der Al Kaida und Al Nusrah zurückdrängen können. Falls Dir Al Kaida an Israels Hintertür lieber ist.......Libanon hatten wir zur genüge, keine 22 jährige israelische Besatzung, keine schiitische Hisbollah, kein erneuter israelischer Einmarsch - keine Hisbollah! . Sehr einfach!
Bahrein ist auch solch ein Glanzpunkt der Demokratie wie ebenso Saudi Arabien. Toll wen Du so alles unterstützt.......



Mit einer Position, die die Hezballah als Hoffung Israels tituliert, welche zur Zerstörung Israels aufruft, ihre Truppen mit dem Hitlergruß paradieren lässt und auf ihrem Fernsehsender üble antisemitische Propaganda senden lässt gibt es keine Kompromisse. Und wenn die sich Hezballah und al Quaida gegenseitig massakrieren, besorgen sie sich gegenseitig das, was sie verdient haben.

Ich habe weder Bahrein noch Saudi Arabien als Demokratie noch als Glanzpunkte bezeichnet. Von jemandem, der die antisemitische Hezballah verteidigt, brauche ich keine Belehrung in puncto Moral.

Hier ist noch so ein toller Verbündeter:

Zitat
Ehebrechern droht in Afghanistan wieder die Steinigung

Zwölf Jahre nach dem Sturz der Taliban will die afghanische Regierung zum Strafrecht der Extremisten zurückkehren: Ehebrecher sollen wieder gesteinigt werden. Das Justizministerium in Kabul hat einen entsprechenden Gesetzentwurf ausgearbeitet. Menschenrechtler sind entsetzt.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/af...h-a-935578.html




Du machst dich lächerlich. Weder verteidige ich die Hesbollah noch irgendwelche afghanischen Steinzeitislamisten.
Beides sind die Früchte falscher Politik.

So zu tun, als hätte es diese falsche Politik sowohl in Nah Ost (22 jährige Besatzung Südlibanons) als auch in Afghanistan (Mit-Erschaffung von Al Kaida um die Sowjets rauszudrängen) nicht gegeben, sorry das ist mir irgendwie zu dumm.


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#8747

RE: Irans Atomprogramm - wie gefährlich ist es?

in Politik 25.11.2013 21:01
von nahal | 19.382 Beiträge | 26465 Punkte

Zitat von Hans Bergman im Beitrag #8744
Und der einzige Staat, der sich dort gewalttätig und gegen Völkerrechtsnormen ausbreitet, der hat die Bombe schon. Die anderen brauchen sie, um sich vor diesem Staat zu schützen.


Dieser Kretin hat wieder übersehen, dass Syrien 115.000 ermordert hat, Iran 500 allein dieses Jahr hingerichtet hat, usw.
Für diesen bescheuerten Antisemiten gibt Nichts anderes als seinen stinkenden Kopf.



zuletzt bearbeitet 25.11.2013 21:03 | nach oben springen

#8748

RE: Irans Atomprogramm - wie gefährlich ist es?

in Politik 25.11.2013 21:03
von Lea S. | 14.199 Beiträge | 13418 Punkte

Also

Zitat von old-chatterhand im Beitrag #8745
Zitat von Hans Bergman im Beitrag #8744
Zitat von old-chatterhand im Beitrag #8743
Zitat von Hans Bergman im Beitrag #8741
Zitat von old-chatterhand im Beitrag #8740
Es geht bereits los, Saudi Arabien fordert:

Zitat
Nun müssten weitere Schritte folgen, die allen Staaten in der Region das Recht auf die friedliche Nutzung der Atomkraft garantieren.

SPON

Was spricht dagegen? Es ist eine Selbstverständlichkeit.


Jeder Scheiss Diktator soll also seine Bombe bekommen mit Berufung auf die Causa Iran?
Kannst du lesen? "Friedliche Nutzung der Kernkraft..."


Wer soll das denn glauben? Dort steht vor allen Dingen, dass Saudi Arabien die gleichen Rechte wie Iran haben möchte. Da jeder in der Region an ein geheimes Nuklearwaffenprogramm des Iran glaubt, weiss jeder denkende Mensch, was wirklich gemeint ist.



Also los mit dem Atomwaffen freien Nahen/Mittleren Osten und drastischen Kontrollen, die dieses auch sicherstellen können.
Kontrollen allerdings überall.


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#8749

RE: Irans Atomprogramm - wie gefährlich ist es?

in Politik 25.11.2013 21:14
von Hans Bergman | 16.666 Beiträge | 39758 Punkte

Zitat von nahal im Beitrag #8747
Zitat von Hans Bergman im Beitrag #8744
Und der einzige Staat, der sich dort gewalttätig und gegen Völkerrechtsnormen ausbreitet, der hat die Bombe schon. Die anderen brauchen sie, um sich vor diesem Staat zu schützen.


Dieser Kretin hat wieder übersehen, dass Syrien 115.000 ermordert hat, Iran 500 allein dieses Jahr hingerichtet hat, usw.
Für diesen bescheuerten Antisemiten gibt Nichts anderes als seinen stinkenden Kopf.

Das haben die alle in ihrem eigenen Staat gemacht. Nur Israel mordet ständig auch außerhalb seiner Grenzen. Außer in Palästina auch noch in allen Teilen dieser Welt.



zuletzt bearbeitet 25.11.2013 21:15 | nach oben springen

#8750

RE: Irans Atomprogramm - wie gefährlich ist es?

in Politik 25.11.2013 21:16
von old-chatterhand | 3.820 Beiträge | 3820 Punkte

Zitat von Lea S. im Beitrag #8746
Zitat von old-chatterhand im Beitrag #8738
Zitat von old-chatterhand im Beitrag #8729
Wie man sehen kann, wurde der Iran fein säuberlich ausgespart, selbst unter den Bush Kriegern.

Und wenn man sich anschaut, was im Libanon, Syrien, Irak, Bahrein, Tadschikistan, Saudi Arabien und anderen durch den Iran mittels Waffengewalt, Terrorismus und Umsturzversuchen veranstaltet wurde und wird, ist das eben genau keine Defensivpolitik, sondern ein regionaler Vormachtsanspruch.



Zitat von Lea S. im Beitrag #8733
Jau! Hast Du's nicht etwas besser mit dem Vormachtanspruch?



Mehr Belege braucht es nicht. Jeder politische Kommentator attestiert längst einen Kampf um die Vormacht in der Region unter den Islamisten. Nur du nicht.

Zitat von Lea S. im Beitrag #8733
Für Israel hoffe ich, dass die iranischen Hilfskräfte die Halsabschneider der Al Kaida und Al Nusrah zurückdrängen können. Falls Dir Al Kaida an Israels Hintertür lieber ist.......Libanon hatten wir zur genüge, keine 22 jährige israelische Besatzung, keine schiitische Hisbollah, kein erneuter israelischer Einmarsch - keine Hisbollah! . Sehr einfach!
Bahrein ist auch solch ein Glanzpunkt der Demokratie wie ebenso Saudi Arabien. Toll wen Du so alles unterstützt.......



Mit einer Position, die die Hezballah als Hoffung Israels tituliert, welche zur Zerstörung Israels aufruft, ihre Truppen mit dem Hitlergruß paradieren lässt und auf ihrem Fernsehsender üble antisemitische Propaganda senden lässt gibt es keine Kompromisse. Und wenn die sich Hezballah und al Quaida gegenseitig massakrieren, besorgen sie sich gegenseitig das, was sie verdient haben.

Ich habe weder Bahrein noch Saudi Arabien als Demokratie noch als Glanzpunkte bezeichnet. Von jemandem, der die antisemitische Hezballah verteidigt, brauche ich keine Belehrung in puncto Moral.

Hier ist noch so ein toller Verbündeter:

Zitat
Ehebrechern droht in Afghanistan wieder die Steinigung

Zwölf Jahre nach dem Sturz der Taliban will die afghanische Regierung zum Strafrecht der Extremisten zurückkehren: Ehebrecher sollen wieder gesteinigt werden. Das Justizministerium in Kabul hat einen entsprechenden Gesetzentwurf ausgearbeitet. Menschenrechtler sind entsetzt.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/af...h-a-935578.html




Du machst dich lächerlich. Weder verteidige ich die Hesbollah noch irgendwelche afghanischen Steinzeitislamisten.
Beides sind die Früchte falscher Politik.

So zu tun, als hätte es diese falsche Politik sowohl in Nah Ost (22 jährige Besatzung Südlibanons) als auch in Afghanistan (Mit-Erschaffung von Al Kaida um die Sowjets rauszudrängen) nicht gegeben, sorry das ist mir irgendwie zu dumm.



Sorry, das ist mir auch zu dumm. Die al Quaida entstand erst nach dem Abzug der Sowjets und wurde nicht mal "Mit-Erschaffen". Und Libanon war länger syrisch besetzt als israelisch. Komischerweise hat die antisemitische Hezballah nie Krieg gegen das Assad Regime geführt. Und drittens war Libanon nicht 22 Jahre israelisch besetzt, 1978 hat man sich bereits wieder zurückgezogen (auch der Einmarsch südl. des Litanei hatte Gründe u.a. in gezielten palästinensischen Terroranschlägen auf Kinder) und ist erst 1982 wieder zurückgekehrt nach diversen neuen Terroranschlägen.



zuletzt bearbeitet 25.11.2013 21:21 | nach oben springen

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