#7026

RE: Neuer Kurs innerhalb gewisser Grenzen ...

in Politik 18.06.2013 17:47
von Indogermane_HS | 5.260 Beiträge | 5223 Punkte

Zitat von Landegaard im Beitrag #7022
Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7021
Zitat von mbockstette im Beitrag #7017
Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7016
"[...]"Es gibt eine neue Chance für Austausch auf der internationalen Ebene", begann er. "Ich hoffe, dass auch andere Länder diese Chance ergreifen." Doch als es konkreter wurde, machte Hassan Rohani schnell klar, dass der Neuanfang innerhalb enger Grenzen stattfinden würde.

Der zukünftige Präsident versprach "mehr Transparenz" im Atomstreit, fügte allerdings hinzu, dass Teheran schon sehr transparent sei. Dabei beschweren sich die internationalen Beobachter nach ihren Besuchen regelmäßig über Irans mangelhafte Kooperation.

Rohani macht auch klar: "Das Zeitalter, in dem ein Stopp der Urananreicherung in Frage käme, ist vorbei." Es gäbe andere Wege, gegenseitiges internationales Vertrauen aufzubauen. Wie, sagte Rohani jedoch nicht. Eine zentrale Forderung der internationalen Gemeinschaft aber ist es, dass Teheran darauf verzichtet, selbst hochangereichertes Uran zu produzieren.

Klar ist: Als Präsident hat Hassan Rohani nur begrenzte Möglichkeiten in der Islamischen Republik. Die großen Linien der Politik bestimmt Revolutionsführer Ajatollah Ali Chamenei, vor allem in Bereichen, die die nationale Sicherheit betreffen wie das Atom-Programm oder die iranische Intervention in Syrien.[/u]

Seine allerhöchste Priorität sei es nun, sich um die desaströse Wirtschaftslage zu kümmern, sagte Rohani. Auch bei diesem Thema sparte er jedoch an Details. Er sei dafür, die Löhne zu erhöhen, sagte er unter dem Jubel der iranischen Journalisten. Wie er das finanzieren wolle, verriet er nicht."

http://www.spiegel.de/politik/ausland/ir...n-a-906177.html


Klingt wie: Alter Wein in neuen Schläuchen.


Ich hab es schon immer gesagt, dass das iranische Atomenergieprogramm ein nationales Objekt, und daher überparteilich ist.

Selbstverständlich haben die meisten Iraner heute andere Sorgen. Aber sie verlangen eben auch, dass im Atomstreit die von der fordende Seite bisher gezeigte Ungerechtigkeit, Doppelmoral und das Messen mit zweierlei Maß endlich bei Seite gelegt werden.



Ich denke nicht, dass es für solch eine Einschätzung eine Grundlage gibt.

Ich denke doch. Fragen Sie einfach einen Iraner auf einer x-beliebigen Straße in Iran. :)
Und ich sagte ja bereits: "Selbstverständlich haben die meisten Iraner heute andere Sorgen. Aber sie verlangen eben auch, dass die im Atomstreit von der fordenden Seite bisher gezeigte Ungerechtigkeit, die Doppelmoral und das Messen mit zweierlei Maß endlich bei Seite gelegt werden. ...
Sicherlich hat das Regieme zusätzlich einiges dazu beigetragen, dass die meisten Iran verstärkt so empfinden, keine Frage. Aber es ist nun einmal so und hängt natürlich auch mit dem Nationalstolz zusammen, der selbstverständlich überparteilich ist, auch wenn Sie das offenbar anders sehen.
Außerdem hatte sogar Ober-Reformer Mussawi schon in 2009 gesagt, dass Atomprogramm samt nukleare Anreicherung das unveräußerliche Recht der iranischen Nation sind.

Zitat von Landegaard im Beitrag #7022

Ein Protest der Bürger des Irans wurde niedergeschlagen, über die Motive kann beliebig spekuliert werden, eine relativ valide Annahme ist, dass die Repressalien, die Folge des Atomprogramms sind, keine Toleranz in der Bevölkerung haben.

Die Proteste unmitelbar nach dem Wahlausgang in 2009 haben nichts mit dem Atomprogramm zu tun gehabt, sondern waren eine logische Konsequenz des massiven Wahlbetrugs. Daher skandierten die Protestler seinerzeit auch (zurecht) "Where is my vote?" und nicht "Stopp the nuclear program"...
"Keine Toleranz" in der Bevölkerung hatten und haben aber nicht nur die Folgen der abermals verschärften Sanktionen, sondern - oder gerade deswegen - eben auch die zu harte, als ungerecht empfundene Behandlung des Iran, die ein Novum in der Gechichte der IAEO und der UNO darstellen, was auch die iranische Bevölkerung weiss.

Zitat von Landegaard im Beitrag #7022

Da diese keine Willkür darstellen, sondern Folge des iranischen Agierens sind, wäre eine Debatte nötig, ob Iran dieses "nationale" Projekt auch im Bewusstsein des zu entrichtenden Preises weiter verfolgen will. Die sich auch durch die Wahl nicht wirklich veränderte Führungsstruktur will es und das Volk wird hierzu nicht befragt. Aus gutem Grund nicht. Und da ohne Befragung des Volkes derlei schwer behauptet werden kann, bewegen Sie sich mit einer solchen Aussage im spekulativem Bereich.

Durchaus. Ein Volksentscheid wofür auch ich plädiere, würde Aufklärung daüber bringen, was nicht nur die Politiker aller Pareien hinsichtlich Atomprogramm denken und wollen, sondern was die Masse der Bevölkerung denkt und will, was natürlich viel wichtiger ist. Der Beschluss zur Durchführung eines Volksentscheid wäre für das Regime seither jedoch vielleicht nicht besonders vorteilhaft, da spätestens seit 2009 viele allein schon aus der Ablehnungshaltung gegen vor allem Ahmadinedschad und wegen der starken Unzufriedenheit über die wirtschaftliche Lage, die diverse Ursachen hat, sicherlich mit "Nein" abstimmen würden, was das tatsächliche Bild "verzerren" würde. Aber eine zukünftige Option, gerade in der Amtszeit von Rohani, wäre ein Volksentscheid in der Atom-Frage allemal und würde als vorletzes legales Mittel noltfalls sicherlich auch erfolgen (das letzte legale Mittel wäre dann ein Austritt aus dem Atomwaffensperrvetrag).

Zitat von Landegaard im Beitrag #7022

Das "Verlangen nach einer Beiseitelegung von Doppelmoral" entspringt eher Ahmadinejads Rethorik. Zumindest war das eines seiner Kernargumente.

Nicht nur Ahmadinedschad fühlt sich von der IAEA und dem UN-SR ungerecht behandelt. Auch war nicht grundsätzlich alles übel, was Ahmadinedschad gesagt, getan oder versprochen hat. Er wäre sonst nicht als iranischer "Robin Hood" bekannt gewesen / wäre nicht als der Hoffnungsträger v.a. der sozial benachteiligten Bevölkerungsschicht in 2005 zum Präsidenten gewählt worden.

Zitat von Landegaard im Beitrag #7022

Ich erwarte von Rohani keine andere Politik in Sachen Atom, weil keine Richtungsänderung zur Wahl stand und diese auch nicht stattfand, nicht stattfinden konnte.
Es steht - zumindest derzeit - keine Richtungsänderung in der Atompolitik zur Wahl, richtig. Aber das liegt natürlich auch an den Staaten, die nicht nur ein Atomprogramm betreiben, sondern auch Atomwaffen besitzen und mit diesen Sciherheitspolitik betreiben, stets über andere Staaten dominieren, und notfalls ihre Forderungen damit durchsetzen wollen.
Iran hat zusammen mit anderen Staaten bereits vor Jahren eine weltweite nukleare Abrüstung sowie eine massenvernichtungswaffenfreie Region NO/MO vorgeschlagen, was dummerweise leider auf taube Ohren stieß ...! Bleibt da also (sicherheitstechnisch) großartig eine ander Wahl, als möglicherweise zumindest die Option zum kurzfristigen Bau einer dem entsprechenden Abschreckungswaffe anzustreben?
Ein Volksentscheid in dieser Frage würde, wie gesagt, Klarheit darüber bringen, ob eine andere Richtung aus iranischer Sicht überhaupt notwendig ist, oder nicht. Und ich hoffe und erwarte, dass es dazu kommt - auch damit nicht immer wieder über das Gleiche diskutiert werden muß.



zuletzt bearbeitet 18.06.2013 18:18 | nach oben springen

#7027

RE: Neuer Kurs innerhalb gewisser Grenzen ...

in Politik 18.06.2013 17:56
von Indogermane_HS | 5.260 Beiträge | 5223 Punkte

Zitat von sayada.b. im Beitrag #7023
Zitat von Landegaard im Beitrag #7022
Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7021
Zitat von mbockstette im Beitrag #7017
[quote=Indogermane_HS|p164438]"[...]"Es gibt eine neue Chance für Austausch auf der internationalen Ebene", begann er. "Ich hoffe, dass auch andere Länder diese Chance ergreifen." Doch als es konkreter wurde, machte Hassan Rohani schnell klar, dass der Neuanfang innerhalb enger Grenzen stattfinden würde.

...

Klingt wie: Alter Wein in neuen Schläuchen.


Ich hab es schon immer gesagt, dass das iranische Atomenergieprogramm ein nationales Objekt, und daher überparteilich ist.

Selbstverständlich haben die meisten Iraner heute andere Sorgen. Aber sie verlangen eben auch, dass im Atomstreit die von der fordende Seite bisher gezeigte Ungerechtigkeit, Doppelmoral und das Messen mit zweierlei Maß endlich bei Seite gelegt werden.



Ich denke nicht, dass es für solch eine Einschätzung eine Grundlage gibt. Ein Protest der Bürger des Irans wurde niedergeschlagen, über die Motive kann beliebig spekuliert werden, eine relativ valide Annahme ist, dass die Repressalien, die Folge des Atomprogramms sind, keine Toleranz in der Bevölkerung haben.

Da diese keine Willkür darstellen, sondern Folge des iranischen Agierens sind, wäre eine Debatte nötig, ob Iran dieses "nationale" Projekt auch im Bewusstsein des zu entrichtenden Preises weiter verfolgen will.

Die sich auch durch die Wahl nicht wirklich veränderte Führungsstruktur will es und das Volk wird hierzu nicht befragt. Aus gutem Grund nicht. Und da ohne Befragung des Volkes derlei schwer behauptet werden kann, bewegen Sie sich mit einer solchen Aussage im spekulativem Bereich.

Das "Verlangen nach einer Beiseitelegung von Doppelmoral" entspringt eher Ahmadinejads Rethorik. Zumindest war das eines seiner Kernargumente.

Ich erwarte von Rohani keine andere Politik in Sachen Atom, weil keine Richtungsänderung zur Wahl stand und diese auch nicht stattfand, nicht stattfinden konnte.


Leider kann ich dir nur zustimmen!
Leider - nicht,weil ich Dir gern widersprechen würde, sondern weil ich mir für das iranische Volk wünsche, es wäre anders.

All diese Reformer sind doch in Wahrheit nur Möchtegern-Reformer, allzu lange hielten sie dem Regime die Treue. Gut - Menschen können ihre Meinung ändern. Aber dann würde ich doch eher einem Mussawi folgen, als einem Rohani, der erst in buchstäblich letzter Sekunde aus der Versenkung geholt wurde. Quasi Khameneis Geschenk an das allzu unwillige Volk...

Wir wollen hoffen, das wenigstens einige seiner Wahversprechen eingehalten werden in Zukunft!
Meinungsfreiheit - wenn auch in engeren Grenzen, als hierzulande - würde sicher letzten Endes dazu beitragen, daß sich oppositionelle Gruppen wieder verstärkt betätigen können. Sollte sich an Atompolitik und damit an verhängten Sanktionen nichts ändern, wird die Zukunft zeigen, wie lange der Krug noch zum Brunnen gehen kann, bevor er bricht...



Oh je,... ich glaube wir müssen miteinander verstärkt über Iran, die Reformbewgung und Rohani uns seine Vergangenheit reden ... :-)
Nur weil Du ihn nicht kennst und die iranische Innenpolitik seit 2009 nicht weitr verfolgt hast, heißt das doch noch lange nicht, dass er "in letzter Minute aus der Versenkung geholt" wurde, und ein willkommenes "Geschenk" Khameneis ist.


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#7028

RE: Neuer Kurs innerhalb gewisser Grenzen ...

in Politik 19.06.2013 07:19
von sayada.b. | 8.572 Beiträge | 13360 Punkte

Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7027
Zitat von sayada.b. im Beitrag #7023
Zitat von Landegaard im Beitrag #7022
Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7021
Zitat von mbockstette im Beitrag #7017
[quote=Indogermane_HS|p164438]"[...]"Es gibt eine neue Chance für Austausch auf der internationalen Ebene", begann er. "Ich hoffe, dass auch andere Länder diese Chance ergreifen." Doch als es konkreter wurde, machte Hassan Rohani schnell klar, dass der Neuanfang innerhalb enger Grenzen stattfinden würde.

...

Klingt wie: Alter Wein in neuen Schläuchen.


Ich hab es schon immer gesagt, dass das iranische Atomenergieprogramm ein nationales Objekt, und daher überparteilich ist.

Selbstverständlich haben die meisten Iraner heute andere Sorgen. Aber sie verlangen eben auch, dass im Atomstreit die von der fordende Seite bisher gezeigte Ungerechtigkeit, Doppelmoral und das Messen mit zweierlei Maß endlich bei Seite gelegt werden.



Ich denke nicht, dass es für solch eine Einschätzung eine Grundlage gibt. Ein Protest der Bürger des Irans wurde niedergeschlagen, über die Motive kann beliebig spekuliert werden, eine relativ valide Annahme ist, dass die Repressalien, die Folge des Atomprogramms sind, keine Toleranz in der Bevölkerung haben.

Da diese keine Willkür darstellen, sondern Folge des iranischen Agierens sind, wäre eine Debatte nötig, ob Iran dieses "nationale" Projekt auch im Bewusstsein des zu entrichtenden Preises weiter verfolgen will.

Die sich auch durch die Wahl nicht wirklich veränderte Führungsstruktur will es und das Volk wird hierzu nicht befragt. Aus gutem Grund nicht. Und da ohne Befragung des Volkes derlei schwer behauptet werden kann, bewegen Sie sich mit einer solchen Aussage im spekulativem Bereich.

Das "Verlangen nach einer Beiseitelegung von Doppelmoral" entspringt eher Ahmadinejads Rethorik. Zumindest war das eines seiner Kernargumente.

Ich erwarte von Rohani keine andere Politik in Sachen Atom, weil keine Richtungsänderung zur Wahl stand und diese auch nicht stattfand, nicht stattfinden konnte.


Leider kann ich dir nur zustimmen!
Leider - nicht,weil ich Dir gern widersprechen würde, sondern weil ich mir für das iranische Volk wünsche, es wäre anders.

All diese Reformer sind doch in Wahrheit nur Möchtegern-Reformer, allzu lange hielten sie dem Regime die Treue. Gut - Menschen können ihre Meinung ändern. Aber dann würde ich doch eher einem Mussawi folgen, als einem Rohani, der erst in buchstäblich letzter Sekunde aus der Versenkung geholt wurde. Quasi Khameneis Geschenk an das allzu unwillige Volk...

Wir wollen hoffen, das wenigstens einige seiner Wahversprechen eingehalten werden in Zukunft!
Meinungsfreiheit - wenn auch in engeren Grenzen, als hierzulande - würde sicher letzten Endes dazu beitragen, daß sich oppositionelle Gruppen wieder verstärkt betätigen können. Sollte sich an Atompolitik und damit an verhängten Sanktionen nichts ändern, wird die Zukunft zeigen, wie lange der Krug noch zum Brunnen gehen kann, bevor er bricht...



Oh je,... ich glaube wir müssen miteinander verstärkt über Iran, die Reformbewgung und Rohani uns seine Vergangenheit reden ... :-)
Nur weil Du ihn nicht kennst und die iranische Innenpolitik seit 2009 nicht weitr verfolgt hast, heißt das doch noch lange nicht, dass er "in letzter Minute aus der Versenkung geholt" wurde, und ein willkommenes "Geschenk" Khameneis ist.




Wer hat denn gesagt, ich würde Rohani nicht kennen? Und das mit "aus der Versenkung geholt" bezog sich nicht auf sein Wirken etc., sondern auf sein Erwachen als Reformer.
Und auf meine Zweifel daran, daß ein getreuer Anhänger der IRI und von Khamenei ein echter Reformer ist, es überhaupt sein kann.

Wir wissen es nicht - die Zeit wird es zeigen, hoffentlich ohne böses Erwachen für die Wählerschaft.


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#7029

RE: ?????????????????????????

in Politik 19.06.2013 08:38
von mbockstette | 7.881 Beiträge | 6023 Punkte

Zitat
19.06.2013 - Lavrov: Iran ready to stop 20-percent enrichment

MOSCOW (AP) — Russia's foreign minister says Iran is willing to halt its 20-percent enrichment of uranium, which has been a key concession sought in international negotiations over Iran's nuclear program.

That is the highest level of enrichment acknowledged by Iran and one that experts say could be turned into warhead grade in a matter of months.

In an interview with the Kuwaiti news agency KUNA that was released by the Foreign Ministry on Tuesday, Sergey Lavrov said that "for the first time in many years" there are encouraging signs in international efforts to resolve the Iranian nuclear dispute.

He said Iran has confirmed that it is ready to halt production of uranium enriched to 20 percent. He did not give details, but said the sextet of international negotiators should make "substantial reciprocal steps."

In the interview, Lavrov did not say which Iranian officials had expressed the willingness to pull back on enrichment and when the position was made known. The interview was released a day after Iran's president-elect Hasan Rowhani promised a "path of moderation" that includes greater openness on Tehran's nuclear program and overtures to Washington.

But Rowhani also said Iran would not halt uranium enrichment. That could indicate Iran would be satisfied to continue the relatively low-level enrichment needed for fuel rods in the reactor at its atomic energy plant in Bushehr.

Over the past year, the international community has imposed heavy economic sanctions on Iran, hoping they would be so painful that the Islamic republic's clerical regime would slow its nuclear program.

"The international community should respond appropriately to the constructive moves by the Iranian side, including step-by-step halting and cancellation of sanctions -- unilateral ones and those enacted by the UN Security Council," Lavrov said.

Any halt in 20-percent enrichment would be a significant concession by Iran, but it would not necessarily mean any drawdown in enrichment capabilities; the labs could concentrate on lower-grade fuel. The 20-percent enriched material is used in Iran's research reactor and is many steps closer to warhead-grade uranium than the type used in energy reactors.


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#7030

RE: Neuer Kurs innerhalb gewisser Grenzen ...

in Politik 19.06.2013 10:38
von Landegaard | 16.568 Beiträge | 27536 Punkte

Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7026
Zitat von Landegaard im Beitrag #7022
Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7021
Zitat von mbockstette im Beitrag #7017
[quote=Indogermane_HS|p164438]"[...]"Es gibt eine neue Chance für Austausch auf der internationalen Ebene", begann er. "Ich hoffe, dass auch andere Länder diese Chance ergreifen." Doch als es konkreter wurde, machte Hassan Rohani schnell klar, dass der Neuanfang innerhalb enger Grenzen stattfinden würde.

Der zukünftige Präsident versprach "mehr Transparenz" im Atomstreit, fügte allerdings hinzu, dass Teheran schon sehr transparent sei. Dabei beschweren sich die internationalen Beobachter nach ihren Besuchen regelmäßig über Irans mangelhafte Kooperation.

Rohani macht auch klar: "Das Zeitalter, in dem ein Stopp der Urananreicherung in Frage käme, ist vorbei." Es gäbe andere Wege, gegenseitiges internationales Vertrauen aufzubauen. Wie, sagte Rohani jedoch nicht. Eine zentrale Forderung der internationalen Gemeinschaft aber ist es, dass Teheran darauf verzichtet, selbst hochangereichertes Uran zu produzieren.

Klar ist: Als Präsident hat Hassan Rohani nur begrenzte Möglichkeiten in der Islamischen Republik. Die großen Linien der Politik bestimmt Revolutionsführer Ajatollah Ali Chamenei, vor allem in Bereichen, die die nationale Sicherheit betreffen wie das Atom-Programm oder die iranische Intervention in Syrien.[/u]

Seine allerhöchste Priorität sei es nun, sich um die desaströse Wirtschaftslage zu kümmern, sagte Rohani. Auch bei diesem Thema sparte er jedoch an Details. Er sei dafür, die Löhne zu erhöhen, sagte er unter dem Jubel der iranischen Journalisten. Wie er das finanzieren wolle, verriet er nicht."

http://www.spiegel.de/politik/ausland/ir...n-a-906177.html


Klingt wie: Alter Wein in neuen Schläuchen.


Ich hab es schon immer gesagt, dass das iranische Atomenergieprogramm ein nationales Objekt, und daher überparteilich ist.

Selbstverständlich haben die meisten Iraner heute andere Sorgen. Aber sie verlangen eben auch, dass im Atomstreit die von der fordende Seite bisher gezeigte Ungerechtigkeit, Doppelmoral und das Messen mit zweierlei Maß endlich bei Seite gelegt werden.



Ich denke nicht, dass es für solch eine Einschätzung eine Grundlage gibt.


Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7026

Ich denke doch. Fragen Sie einfach einen Iraner auf einer x-beliebigen Straße in Iran. :)
Und ich sagte ja bereits: "Selbstverständlich haben die meisten Iraner heute andere Sorgen. Aber sie verlangen eben auch, dass die im Atomstreit von der fordenden Seite bisher gezeigte Ungerechtigkeit, die Doppelmoral und das Messen mit zweierlei Maß endlich bei Seite gelegt werden. ...
Sicherlich hat das Regieme zusätzlich einiges dazu beigetragen, dass die meisten Iran verstärkt so empfinden, keine Frage. Aber es ist nun einmal so und hängt natürlich auch mit dem Nationalstolz zusammen, der selbstverständlich überparteilich ist, auch wenn Sie das offenbar anders sehen.


Na gut, wenn Sie die Meinung eines x-beliebigen Iraners für geeignet halten, um auf das zu schließen, was das iranische Volk will, solls mir recht sein. Ich erlaube mir, auch im Falle des Irans anzunehmen, das zur Ermittlung einer solchen Aussage schon etwas mehr gehört.

Was Sie nun tun, ist vom Nationalstolz der Iraner auf den kollektiven Wunsch nach durchstehen des Atomstreits zu schließen. Das macht es auch nicht besser, weil Sie damit nun definieren, wie sich iranischer Nationalstolz zu zeigen hat.
Ich sehe da auch nichts anders, ich erinnere Sie nur daran, dass Sie aussagen für die Iraner treffen, für die Sie keine Grundlage haben, weil die Iraner zu solchen Themen nicht befragt werden.

Und nocheinmal: Wenn denn die Iraner so sehr mit dem, was Ahmedinejad sagt übereinstimmen, sollte sich dort niemand vor freien Wahlen fürchten, noch wäre es nötig, eine Wahl zu manipulieren, um an das zu kommen, was "die Iraner" ohnehin wollen.

Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7026

Außerdem hatte sogar Ober-Reformer Mussawi schon in 2009 gesagt, dass Atomprogramm samt nukleare Anreicherung das unveräußerliche Recht der iranischen Nation sind.


Womit er auch Recht hat und womit auch niemand ein Problem hat und was auch nicht der Grund für die Spannungen mit dem Iran sind.

Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7026

Zitat von Landegaard im Beitrag #7022

Da diese keine Willkür darstellen, sondern Folge des iranischen Agierens sind, wäre eine Debatte nötig, ob Iran dieses "nationale" Projekt auch im Bewusstsein des zu entrichtenden Preises weiter verfolgen will. Die sich auch durch die Wahl nicht wirklich veränderte Führungsstruktur will es und das Volk wird hierzu nicht befragt. Aus gutem Grund nicht. Und da ohne Befragung des Volkes derlei schwer behauptet werden kann, bewegen Sie sich mit einer solchen Aussage im spekulativem Bereich.

Durchaus. Ein Volksentscheid wofür auch ich plädiere, würde Aufklärung daüber bringen, was nicht nur die Politiker aller Pareien hinsichtlich Atomprogramm denken und wollen, sondern was die Masse der Bevölkerung denkt und will, was natürlich viel wichtiger ist. Der Beschluss zur Durchführung eines Volksentscheid wäre für das Regime seither jedoch vielleicht nicht besonders vorteilhaft, da spätestens seit 2009 viele allein schon aus der Ablehnungshaltung gegen vor allem Ahmadinedschad und wegen der starken Unzufriedenheit über die wirtschaftliche Lage, die diverse Ursachen hat, sicherlich mit "Nein" abstimmen würden, was das tatsächliche Bild "verzerren" würde. Aber eine zukünftige Option, gerade in der Amtszeit von Rohani, wäre ein Volksentscheid in der Atom-Frage allemal und würde als vorletzes legales Mittel noltfalls sicherlich auch erfolgen (das letzte legale Mittel wäre dann ein Austritt aus dem Atomwaffensperrvetrag).


Sehe ich auch so. Wobei ich nicht annehme, dass es die Wahloption zwischen dem Atomprogramm, wie es dem Iran vertraglich gestattet ist und dem nebst Bombe sein wird. Letztlich verkauft der Iran den Iranern sich selbst ja gerne als das verfolgte Opfer und propagiert da die angewandte Ungerechtigkeit unter Auslassung einer Detailinformation, sich selbst nicht an die Regeln des Vertrages zu halten. Aber das nur am Rande. Sollte denn auch nach der Atombombe gefragt werden und sich der Nationalstolz völlig ohne hinderlichen Verzerrungen dem gefühlten tatsächlichen Volkswillen nähern, dann könnte man wenigstens davon sprechen, dass die Iraner das wollen, was die Führung so von sich gibt. Würde nicht allzuviel politisch ändern, aber zumindest müsste niemand mehr mit Volkswillen argumentieren, ohne ihn zu kennen.

Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7026

Zitat von Landegaard im Beitrag #7022

Das "Verlangen nach einer Beiseitelegung von Doppelmoral" entspringt eher Ahmadinejads Rethorik. Zumindest war das eines seiner Kernargumente.

Nicht nur Ahmadinedschad fühlt sich von der IAEA und dem UN-SR ungerecht behandelt. Auch war nicht grundsätzlich alles übel, was Ahmadinedschad gesagt, getan oder versprochen hat. Er wäre sonst nicht als iranischer "Robin Hood" bekannt gewesen / wäre nicht als der Hoffnungsträger v.a. der sozial benachteiligten Bevölkerungsschicht in 2005 zum Präsidenten gewählt worden.


Wie Ahmedinejad sich fühlt, ist nun wirklich nicht relevant. Es scheint mir indes häufig vorzukommen, dass sich der Iran so fühlt, ohne viel dafür zu tun, dass sich daran was ändert, an diesem Gefühl.
Dass Ahmedinejad auch gutes versprochen, gesagt oder getan hat mag ich gar nicht bewerten. Ich bewerte im Wesentlichen seine Aussenpolitik und da hat er nicht viel WErbung für den Iran gemacht.

Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7026

Zitat von Landegaard im Beitrag #7022

Ich erwarte von Rohani keine andere Politik in Sachen Atom, weil keine Richtungsänderung zur Wahl stand und diese auch nicht stattfand, nicht stattfinden konnte.
Es steht - zumindest derzeit - keine Richtungsänderung in der Atompolitik zur Wahl, richtig. Aber das liegt natürlich auch an den Staaten, die nicht nur ein Atomprogramm betreiben, sondern auch Atomwaffen besitzen und mit diesen Sciherheitspolitik betreiben, stets über andere Staaten dominieren, und notfalls ihre Forderungen damit durchsetzen wollen.


Nein, das liegt einzig am Iran. Er hat sich vertraglich zu Dingen verpflichtet um etwas "genehmigungspflichtiges" nutzen zu können. Das kann er tun oder lassen, wenn er es aber tut, hat er sich an die Regeln zu halten. An die, die er einzuhalten hat. Da hilft es nicht, auf Schwächen des Konstrukts zu verweisen, dann soll er halt austreten.
Sie müssen doch nicht jede Propagandagurke einlegen...

Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7026

Iran hat zusammen mit anderen Staaten bereits vor Jahren eine weltweite nukleare Abrüstung sowie eine massenvernichtungswaffenfreie Region NO/MO vorgeschlagen, was dummerweise leider auf taube Ohren stieß ...! Bleibt da also (sicherheitstechnisch) großartig eine ander Wahl, als möglicherweise zumindest die Option zum kurzfristigen Bau einer dem entsprechenden Abschreckungswaffe anzustreben?


Das mag der Iran bewerten wie er will, innerhalb seiner aktuellen vertraglichen Verpflichtung ist ihm das untersagt. Und wenn er da anders agiert, ist doch ziemlich klar, wer für die Sanktionen, unter denen die Iraner leiden, verantwortlich ist.



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#7031

RE: Neuer Kurs innerhalb gewisser Grenzen ...

in Politik 19.06.2013 11:16
von Leto_II. | 21.333 Beiträge | 36463 Punkte

Zitat von Landegaard im Beitrag #7030
Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7026

Außerdem hatte sogar Ober-Reformer Mussawi schon in 2009 gesagt, dass Atomprogramm samt nukleare Anreicherung das unveräußerliche Recht der iranischen Nation sind.


Womit er auch Recht hat und womit auch niemand ein Problem hat und was auch nicht der Grund für die Spannungen mit dem Iran sind.



Womit er natürlich nicht Recht hat, seit der SR eine Gefährung für den Weltfrieden festgestellt und die Anreicherung untersagt hat, bis alle Fragen dazu geklärt sind. Daran würde auch ein Austritt aus dem NPT nicht ändern und auch nicht ein Austritt des Iran aus der UNO.


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#7032

RE: Neuer Kurs innerhalb gewisser Grenzen ...

in Politik 19.06.2013 11:38
von Landegaard | 16.568 Beiträge | 27536 Punkte

Zitat von Leto_II. im Beitrag #7031
Zitat von Landegaard im Beitrag #7030
Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7026

Außerdem hatte sogar Ober-Reformer Mussawi schon in 2009 gesagt, dass Atomprogramm samt nukleare Anreicherung das unveräußerliche Recht der iranischen Nation sind.


Womit er auch Recht hat und womit auch niemand ein Problem hat und was auch nicht der Grund für die Spannungen mit dem Iran sind.



Womit er natürlich nicht Recht hat, seit der SR eine Gefährung für den Weltfrieden festgestellt und die Anreicherung untersagt hat, bis alle Fragen dazu geklärt sind. Daran würde auch ein Austritt aus dem NPT nicht ändern und auch nicht ein Austritt des Iran aus der UNO.


Womit er natürlich Recht hat, mit diesen Einschränkungen :). Aber zunächst mal ist es genau dieses Recht, was sich der Iran durch den Beitritt zum Vertrag gesichert hat. Natürlich sind damit auch Pflichten verbunden.



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#7033

RE: Neuer Kurs innerhalb gewisser Grenzen ...

in Politik 19.06.2013 12:20
von Leto_II. | 21.333 Beiträge | 36463 Punkte

Zitat von Landegaard im Beitrag #7032
Zitat von Leto_II. im Beitrag #7031
Zitat von Landegaard im Beitrag #7030
Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7026

Außerdem hatte sogar Ober-Reformer Mussawi schon in 2009 gesagt, dass Atomprogramm samt nukleare Anreicherung das unveräußerliche Recht der iranischen Nation sind.


Womit er auch Recht hat und womit auch niemand ein Problem hat und was auch nicht der Grund für die Spannungen mit dem Iran sind.



Womit er natürlich nicht Recht hat, seit der SR eine Gefährung für den Weltfrieden festgestellt und die Anreicherung untersagt hat, bis alle Fragen dazu geklärt sind. Daran würde auch ein Austritt aus dem NPT nicht ändern und auch nicht ein Austritt des Iran aus der UNO.


Womit er natürlich Recht hat, mit diesen Einschränkungen :). Aber zunächst mal ist es genau dieses Recht, was sich der Iran durch den Beitritt zum Vertrag gesichert hat. Natürlich sind damit auch Pflichten verbunden.


Grundsätzlich hat jeder Staat das Recht auf Atomprogramm und Anreicherung, der NPT gibt den Mitgliedstaaten Anrecht auf Zusammenarbeit mit NPT-Staaten und IAEO.


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#7034

RE: Neuer Kurs innerhalb gewisser Grenzen ...

in Politik 19.06.2013 14:04
von Landegaard | 16.568 Beiträge | 27536 Punkte

Zitat von Leto_II. im Beitrag #7033
Zitat von Landegaard im Beitrag #7032
Zitat von Leto_II. im Beitrag #7031
Zitat von Landegaard im Beitrag #7030
Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7026

Außerdem hatte sogar Ober-Reformer Mussawi schon in 2009 gesagt, dass Atomprogramm samt nukleare Anreicherung das unveräußerliche Recht der iranischen Nation sind.


Womit er auch Recht hat und womit auch niemand ein Problem hat und was auch nicht der Grund für die Spannungen mit dem Iran sind.



Womit er natürlich nicht Recht hat, seit der SR eine Gefährung für den Weltfrieden festgestellt und die Anreicherung untersagt hat, bis alle Fragen dazu geklärt sind. Daran würde auch ein Austritt aus dem NPT nicht ändern und auch nicht ein Austritt des Iran aus der UNO.


Womit er natürlich Recht hat, mit diesen Einschränkungen :). Aber zunächst mal ist es genau dieses Recht, was sich der Iran durch den Beitritt zum Vertrag gesichert hat. Natürlich sind damit auch Pflichten verbunden.


Grundsätzlich hat jeder Staat das Recht auf Atomprogramm und Anreicherung, der NPT gibt den Mitgliedstaaten Anrecht auf Zusammenarbeit mit NPT-Staaten und IAEO.


Genau. Die Frage nach den Rechten aus dem Vertrag sind aber wohl nicht das Problem im Iran :)



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#7035

RE: Neuer Kurs innerhalb gewisser Grenzen ...

in Politik 19.06.2013 14:37
von Leto_II. | 21.333 Beiträge | 36463 Punkte

Zitat von Landegaard im Beitrag #7034
Zitat von Leto_II. im Beitrag #7033
Zitat von Landegaard im Beitrag #7032
Zitat von Leto_II. im Beitrag #7031
Zitat von Landegaard im Beitrag #7030
Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7026

Außerdem hatte sogar Ober-Reformer Mussawi schon in 2009 gesagt, dass Atomprogramm samt nukleare Anreicherung das unveräußerliche Recht der iranischen Nation sind.


Womit er auch Recht hat und womit auch niemand ein Problem hat und was auch nicht der Grund für die Spannungen mit dem Iran sind.



Womit er natürlich nicht Recht hat, seit der SR eine Gefährung für den Weltfrieden festgestellt und die Anreicherung untersagt hat, bis alle Fragen dazu geklärt sind. Daran würde auch ein Austritt aus dem NPT nicht ändern und auch nicht ein Austritt des Iran aus der UNO.


Womit er natürlich Recht hat, mit diesen Einschränkungen :). Aber zunächst mal ist es genau dieses Recht, was sich der Iran durch den Beitritt zum Vertrag gesichert hat. Natürlich sind damit auch Pflichten verbunden.


Grundsätzlich hat jeder Staat das Recht auf Atomprogramm und Anreicherung, der NPT gibt den Mitgliedstaaten Anrecht auf Zusammenarbeit mit NPT-Staaten und IAEO.


Genau. Die Frage nach den Rechten aus dem Vertrag sind aber wohl nicht das Problem im Iran :)


Das hat überhaupt nichts mehr mit dem NPT zu tun, der Indogermane hätte das nur gern. Ein Recht auf Anreicherung hat der Iran bis auf weiteres nicht.


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#7036

RE: Neuer Kurs innerhalb gewisser Grenzen ...

in Politik 19.06.2013 17:47
von Indogermane_HS | 5.260 Beiträge | 5223 Punkte

Zitat von Leto_II. im Beitrag #7031
Zitat von Landegaard im Beitrag #7030
Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7026

Außerdem hatte sogar Ober-Reformer Mussawi schon in 2009 gesagt, dass Atomprogramm samt nukleare Anreicherung das unveräußerliche Recht der iranischen Nation sind.


Womit er auch Recht hat und womit auch niemand ein Problem hat und was auch nicht der Grund für die Spannungen mit dem Iran sind.



Womit er natürlich nicht Recht hat, seit der SR eine Gefährung für den Weltfrieden festgestellt und die Anreicherung untersagt hat, bis alle Fragen dazu geklärt sind. Daran würde auch ein Austritt aus dem NPT nicht ändern und auch nicht ein Austritt des Iran aus der UNO.


Ein Unding sondergleichens.

Wenn der Iran aus dem NPT austritt, dann wären sogar Atomwaffen-Bau und -Besitz legitim (siehe "Club" der Atommächte).
Die Grundlage der Kontrollen seitens der IAEA, der Pflicht des Iran diese zu zu lassen und über das Atomprogramm Bericht zu Erstatten, sowie die wegen Untransparrenz erfolgten Sanktionen des SR, ist ja gerade der NPT.



zuletzt bearbeitet 19.06.2013 17:51 | nach oben springen

#7037

RE: Neuer Kurs innerhalb gewisser Grenzen ...

in Politik 19.06.2013 18:10
von Leto_II. | 21.333 Beiträge | 36463 Punkte

Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7036
Zitat von Leto_II. im Beitrag #7031
Zitat von Landegaard im Beitrag #7030
Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7026

Außerdem hatte sogar Ober-Reformer Mussawi schon in 2009 gesagt, dass Atomprogramm samt nukleare Anreicherung das unveräußerliche Recht der iranischen Nation sind.


Womit er auch Recht hat und womit auch niemand ein Problem hat und was auch nicht der Grund für die Spannungen mit dem Iran sind.



Womit er natürlich nicht Recht hat, seit der SR eine Gefährung für den Weltfrieden festgestellt und die Anreicherung untersagt hat, bis alle Fragen dazu geklärt sind. Daran würde auch ein Austritt aus dem NPT nicht ändern und auch nicht ein Austritt des Iran aus der UNO.


Ein Unding sondergleichens.

Wenn der Iran aus dem NPT austritt, dann wären sogar Atomwaffen-Bau und -Besitz legitim (siehe "Club" der Atommächte).
Die Grundlage der IAEA-Inspektionen ist ja gerade der NPT.



Sicher, er darf dafür nur nicht selbst anreichern... Die Inspektionen sind doch eher Gutachterarbeit für den SR, mit dem NPT hat das dann eher wenig zu tun, da unterliegst Du einem Denkfehler.

NK ist ausgetreten und darf lt. SR trotzdem nicht, der Iran ist dann in bester Gesellschaft.


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#7038

RE: Neuer Kurs innerhalb gewisser Grenzen ...

in Politik 20.06.2013 13:53
von Indogermane_HS | 5.260 Beiträge | 5223 Punkte

Zitat von Leto_II. im Beitrag #7037
Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7036
Zitat von Leto_II. im Beitrag #7031
Zitat von Landegaard im Beitrag #7030
Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7026

Außerdem hatte sogar Ober-Reformer Mussawi schon in 2009 gesagt, dass Atomprogramm samt nukleare Anreicherung das unveräußerliche Recht der iranischen Nation sind.


Womit er auch Recht hat und womit auch niemand ein Problem hat und was auch nicht der Grund für die Spannungen mit dem Iran sind.



Womit er natürlich nicht Recht hat, seit der SR eine Gefährung für den Weltfrieden festgestellt und die Anreicherung untersagt hat, bis alle Fragen dazu geklärt sind. Daran würde auch ein Austritt aus dem NPT nicht ändern und auch nicht ein Austritt des Iran aus der UNO.


Ein Unding sondergleichens.

Wenn der Iran aus dem NPT austritt, dann wären sogar Atomwaffen-Bau und -Besitz legitim (siehe "Club" der Atommächte).
Die Grundlage der IAEA-Inspektionen ist ja gerade der NPT.



Sicher, er darf dafür nur nicht selbst anreichern...
[...]
NK ist ausgetreten und darf lt. SR trotzdem nicht, der Iran ist dann in bester Gesellschaft.


Das ist es ja gerade: Doppelmoral und Messen mit zweierlei Maß, was die Iraner, und zwar nicht nur die Regierung, so aufregt bzw. was sie zumindest als ungerecht empfinden - und zwar zurecht!

Zitat von Leto_II. im Beitrag #7037

Die Inspektionen sind doch eher Gutachterarbeit für den SR, mit dem NPT hat das dann eher wenig zu tun, da unterliegst Du einem Denkfehler.

Nein, denn der SR war anfangs doch gar nicht im Spiel, sondern erst viel später!

Hätte der Iran den NPT gar nicht erst unterzeichnet, oder wäre er rechtzeitig ausgetreten, hätte die IAEA und später somit dann der SR, gar keine Grundlage für Sanktionen (siehe auch Entwicklungsgeschichte der Atomprogramme diverser Staaten des exklusiven Nuklear-"Clubs" und die diesbezügliche Relevanz, oder besser gesagt Irrelevanz/Machtlosigkeit der IAEA). Darum geht es mir.

Fakt ist, Iran könnte immernoch jederzeit aus dem NPT ohne wenn und aber immer noch austreten, und dann ganz legal an der Atombombe basteln, so er dies möchte.
Alles andere wäre nur eine Fortsetzung der besagten Doppelmoral / Messen mit zweielei Maß, die es schon bezüglich der Anreicherung gibt, und wofür das Verständnis der Iraner nachvollziehbarerweise fehlt.



zuletzt bearbeitet 20.06.2013 13:59 | nach oben springen

#7039

RE: Neuer Kurs innerhalb gewisser Grenzen ...

in Politik 20.06.2013 14:03
von Leto_II. | 21.333 Beiträge | 36463 Punkte

Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7038
Zitat von Leto_II. im Beitrag #7037
Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7036
Zitat von Leto_II. im Beitrag #7031
Zitat von Landegaard im Beitrag #7030
Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7026

Außerdem hatte sogar Ober-Reformer Mussawi schon in 2009 gesagt, dass Atomprogramm samt nukleare Anreicherung das unveräußerliche Recht der iranischen Nation sind.


Womit er auch Recht hat und womit auch niemand ein Problem hat und was auch nicht der Grund für die Spannungen mit dem Iran sind.



Womit er natürlich nicht Recht hat, seit der SR eine Gefährung für den Weltfrieden festgestellt und die Anreicherung untersagt hat, bis alle Fragen dazu geklärt sind. Daran würde auch ein Austritt aus dem NPT nicht ändern und auch nicht ein Austritt des Iran aus der UNO.


Ein Unding sondergleichens.

Wenn der Iran aus dem NPT austritt, dann wären sogar Atomwaffen-Bau und -Besitz legitim (siehe "Club" der Atommächte).
Die Grundlage der IAEA-Inspektionen ist ja gerade der NPT.



Sicher, er darf dafür nur nicht selbst anreichern...
[...]
NK ist ausgetreten und darf lt. SR trotzdem nicht, der Iran ist dann in bester Gesellschaft.


Das ist es ja gerade: Doppelmoral und Messen mit zweierlei Maß, was die Iraner, und zwar nicht nur die Regierung, so aufregt bzw. was sie zumindest als ungerecht empfinden - und zwar zurecht!

Zitat von Leto_II. im Beitrag #7037

Die Inspektionen sind doch eher Gutachterarbeit für den SR, mit dem NPT hat das dann eher wenig zu tun, da unterliegst Du einem Denkfehler.

Nein, denn der SR war anfangs doch gar nicht im Spiel, sondern erst viel später! Hätte der Iran den NPT gar nicht erst unterzeichnet, oder wäre er rechtzeitig ausgetreten, hätte die IAEA und später somit dann der SR, gar keine Grundlage für Sanktionen (siehe Entwicklungsgeschichte der Atomprogramme des exklusiven Nuklear-"Clubs" und die diesbezügliche Relevanz, oder besser gesagt Irrelevanz/Machtlosigkeit der IAEA). Darum geht es mir.



Wieder ein Denkfehler, das Atomprogramm kann man völlig unabhängig vom NPT als Gefahr für den Weltfrieden ansehen. Das hätte man vielleicht bei Pakistan und Indien auch so machen sollen. Das israelische Programm wird offensichtlich anders eingeschätzt, auch wenn Dir das nicht passen mag. Dem Irak wurde sein Raketenprogramm wg. C-Waffen eingeschränkt, auch nicht wg. des NPT.



zuletzt bearbeitet 20.06.2013 14:03 | nach oben springen

#7040

RE: Neuer Kurs innerhalb gewisser Grenzen ...

in Politik 20.06.2013 14:18
von Indogermane_HS | 5.260 Beiträge | 5223 Punkte

Zitat von Leto_II. im Beitrag #7039
Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7038
Zitat von Leto_II. im Beitrag #7037
Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7036
Zitat von Leto_II. im Beitrag #7031
Zitat von Landegaard im Beitrag #7030
Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7026

Außerdem hatte sogar Ober-Reformer Mussawi schon in 2009 gesagt, dass Atomprogramm samt nukleare Anreicherung das unveräußerliche Recht der iranischen Nation sind.


Womit er auch Recht hat und womit auch niemand ein Problem hat und was auch nicht der Grund für die Spannungen mit dem Iran sind.



Womit er natürlich nicht Recht hat, seit der SR eine Gefährung für den Weltfrieden festgestellt und die Anreicherung untersagt hat, bis alle Fragen dazu geklärt sind. Daran würde auch ein Austritt aus dem NPT nicht ändern und auch nicht ein Austritt des Iran aus der UNO.


Ein Unding sondergleichens.

Wenn der Iran aus dem NPT austritt, dann wären sogar Atomwaffen-Bau und -Besitz legitim (siehe "Club" der Atommächte).
Die Grundlage der IAEA-Inspektionen ist ja gerade der NPT.



Sicher, er darf dafür nur nicht selbst anreichern...
[...]
NK ist ausgetreten und darf lt. SR trotzdem nicht, der Iran ist dann in bester Gesellschaft.


Das ist es ja gerade: Doppelmoral und Messen mit zweierlei Maß, was die Iraner, und zwar nicht nur die Regierung, so aufregt bzw. was sie zumindest als ungerecht empfinden - und zwar zurecht!

Zitat von Leto_II. im Beitrag #7037

Die Inspektionen sind doch eher Gutachterarbeit für den SR, mit dem NPT hat das dann eher wenig zu tun, da unterliegst Du einem Denkfehler.

Nein, denn der SR war anfangs doch gar nicht im Spiel, sondern erst viel später! Hätte der Iran den NPT gar nicht erst unterzeichnet, oder wäre er rechtzeitig ausgetreten, hätte die IAEA und später somit dann der SR, gar keine Grundlage für Sanktionen (siehe Entwicklungsgeschichte der Atomprogramme des exklusiven Nuklear-"Clubs" und die diesbezügliche Relevanz, oder besser gesagt Irrelevanz/Machtlosigkeit der IAEA). Darum geht es mir.



Wieder ein Denkfehler, das Atomprogramm kann man völlig unabhängig vom NPT als Gefahr für den Weltfrieden ansehen. Das hätte man vielleicht bei Pakistan und Indien auch so machen sollen. Das israelische Programm wird offensichtlich anders eingeschätzt, auch wenn Dir das nicht passen mag. Dem Irak wurde sein Raketenprogramm wg. C-Waffen eingeschränkt, auch nicht wg. des NPT.


Kein Denkfehler. Das Problem ist, dass du dich weigerst Relationen herzustellen, Vorurteile hast, und in Schubladen denkst.
Wer bestimmt denn bzw. wer hat denn zu entscheiden, ob ein Atomprogramm gefährlich ist, oder nicht, und auf welcher Grundlage?

Merkst Du was? Doppelmoral eben. Die Clubmitgleider, die den Atomwaffensperrvertrag gar nicht erst unterzeichnet und Inspektionen nicht zugelassen haben, sind nun fein raus, während der Iran trotz Atomwaffensperrvertrag und Inspektionen selbst beweisen muß, dass der nicht an einer Nuklearwaffe arbeitet!


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#7041

RE: Neuer Kurs innerhalb gewisser Grenzen ...

in Politik 20.06.2013 14:52
von Leto_II. | 21.333 Beiträge | 36463 Punkte

Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7040
Zitat von Leto_II. im Beitrag #7039
Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7038
Zitat von Leto_II. im Beitrag #7037
Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7036
Zitat von Leto_II. im Beitrag #7031
Zitat von Landegaard im Beitrag #7030
Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7026

Außerdem hatte sogar Ober-Reformer Mussawi schon in 2009 gesagt, dass Atomprogramm samt nukleare Anreicherung das unveräußerliche Recht der iranischen Nation sind.


Womit er auch Recht hat und womit auch niemand ein Problem hat und was auch nicht der Grund für die Spannungen mit dem Iran sind.



Womit er natürlich nicht Recht hat, seit der SR eine Gefährung für den Weltfrieden festgestellt und die Anreicherung untersagt hat, bis alle Fragen dazu geklärt sind. Daran würde auch ein Austritt aus dem NPT nicht ändern und auch nicht ein Austritt des Iran aus der UNO.


Ein Unding sondergleichens.

Wenn der Iran aus dem NPT austritt, dann wären sogar Atomwaffen-Bau und -Besitz legitim (siehe "Club" der Atommächte).
Die Grundlage der IAEA-Inspektionen ist ja gerade der NPT.



Sicher, er darf dafür nur nicht selbst anreichern...
[...]
NK ist ausgetreten und darf lt. SR trotzdem nicht, der Iran ist dann in bester Gesellschaft.


Das ist es ja gerade: Doppelmoral und Messen mit zweierlei Maß, was die Iraner, und zwar nicht nur die Regierung, so aufregt bzw. was sie zumindest als ungerecht empfinden - und zwar zurecht!

Zitat von Leto_II. im Beitrag #7037

Die Inspektionen sind doch eher Gutachterarbeit für den SR, mit dem NPT hat das dann eher wenig zu tun, da unterliegst Du einem Denkfehler.

Nein, denn der SR war anfangs doch gar nicht im Spiel, sondern erst viel später! Hätte der Iran den NPT gar nicht erst unterzeichnet, oder wäre er rechtzeitig ausgetreten, hätte die IAEA und später somit dann der SR, gar keine Grundlage für Sanktionen (siehe Entwicklungsgeschichte der Atomprogramme des exklusiven Nuklear-"Clubs" und die diesbezügliche Relevanz, oder besser gesagt Irrelevanz/Machtlosigkeit der IAEA). Darum geht es mir.



Wieder ein Denkfehler, das Atomprogramm kann man völlig unabhängig vom NPT als Gefahr für den Weltfrieden ansehen. Das hätte man vielleicht bei Pakistan und Indien auch so machen sollen. Das israelische Programm wird offensichtlich anders eingeschätzt, auch wenn Dir das nicht passen mag. Dem Irak wurde sein Raketenprogramm wg. C-Waffen eingeschränkt, auch nicht wg. des NPT.


Kein Denkfehler. Das Problem ist, dass du dich weigerst Relationen herzustellen, Vorurteile hast, und in Schubladen denkst.
Wer bestimmt denn bzw. wer hat denn zu entscheiden, ob ein Atomprogramm gefährlich ist, oder nicht, und auf welcher Grundlage?

Merkst Du was? Doppelmoral eben. Die Clubmitgleider, die den Atomwaffensperrvertrag gar nicht erst unterzeichnet und Inspektionen nicht zugelassen haben, sind nun fein raus, während der Iran trotz Atomwaffensperrvertrag und Inspektionen selbst beweisen muß, dass der nicht an einer Nuklearwaffe arbeitet!


Bestimmen tut das der SR, nicht der Westen allein, nicht Du, nicht ich. Der SR hat in der Vergangenheit nichts getan, er tut es aber jetzt. Da liegen aber auch Jahrzehnte Rechtsgeschichte und Erfahrung dazwischen, weshalb ich das Gejammer wg. Doppelmoral eher kindisch finde. Die Gefahr eine iranischen Bombe liegt ja auch nicht nur in dieser Bombe an sich, sondern auch in einem möglichen Wettrüsten um den Golf und in der Welt.


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#7042

RE: Neuer Kurs innerhalb gewisser Grenzen ...

in Politik 20.06.2013 16:55
von Landegaard | 16.568 Beiträge | 27536 Punkte

Zitat von Leto_II. im Beitrag #7041
Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7040
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Zitat von Leto_II. im Beitrag #7031
Zitat von Landegaard im Beitrag #7030
Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7026

Außerdem hatte sogar Ober-Reformer Mussawi schon in 2009 gesagt, dass Atomprogramm samt nukleare Anreicherung das unveräußerliche Recht der iranischen Nation sind.


Womit er auch Recht hat und womit auch niemand ein Problem hat und was auch nicht der Grund für die Spannungen mit dem Iran sind.



Womit er natürlich nicht Recht hat, seit der SR eine Gefährung für den Weltfrieden festgestellt und die Anreicherung untersagt hat, bis alle Fragen dazu geklärt sind. Daran würde auch ein Austritt aus dem NPT nicht ändern und auch nicht ein Austritt des Iran aus der UNO.


Ein Unding sondergleichens.

Wenn der Iran aus dem NPT austritt, dann wären sogar Atomwaffen-Bau und -Besitz legitim (siehe "Club" der Atommächte).
Die Grundlage der IAEA-Inspektionen ist ja gerade der NPT.



Sicher, er darf dafür nur nicht selbst anreichern...
[...]
NK ist ausgetreten und darf lt. SR trotzdem nicht, der Iran ist dann in bester Gesellschaft.


Das ist es ja gerade: Doppelmoral und Messen mit zweierlei Maß, was die Iraner, und zwar nicht nur die Regierung, so aufregt bzw. was sie zumindest als ungerecht empfinden - und zwar zurecht!

Zitat von Leto_II. im Beitrag #7037

Die Inspektionen sind doch eher Gutachterarbeit für den SR, mit dem NPT hat das dann eher wenig zu tun, da unterliegst Du einem Denkfehler.

Nein, denn der SR war anfangs doch gar nicht im Spiel, sondern erst viel später! Hätte der Iran den NPT gar nicht erst unterzeichnet, oder wäre er rechtzeitig ausgetreten, hätte die IAEA und später somit dann der SR, gar keine Grundlage für Sanktionen (siehe Entwicklungsgeschichte der Atomprogramme des exklusiven Nuklear-"Clubs" und die diesbezügliche Relevanz, oder besser gesagt Irrelevanz/Machtlosigkeit der IAEA). Darum geht es mir.



Wieder ein Denkfehler, das Atomprogramm kann man völlig unabhängig vom NPT als Gefahr für den Weltfrieden ansehen. Das hätte man vielleicht bei Pakistan und Indien auch so machen sollen. Das israelische Programm wird offensichtlich anders eingeschätzt, auch wenn Dir das nicht passen mag. Dem Irak wurde sein Raketenprogramm wg. C-Waffen eingeschränkt, auch nicht wg. des NPT.


Kein Denkfehler. Das Problem ist, dass du dich weigerst Relationen herzustellen, Vorurteile hast, und in Schubladen denkst.
Wer bestimmt denn bzw. wer hat denn zu entscheiden, ob ein Atomprogramm gefährlich ist, oder nicht, und auf welcher Grundlage?

Merkst Du was? Doppelmoral eben. Die Clubmitgleider, die den Atomwaffensperrvertrag gar nicht erst unterzeichnet und Inspektionen nicht zugelassen haben, sind nun fein raus, während der Iran trotz Atomwaffensperrvertrag und Inspektionen selbst beweisen muß, dass der nicht an einer Nuklearwaffe arbeitet!


Bestimmen tut das der SR, nicht der Westen allein, nicht Du, nicht ich. Der SR hat in der Vergangenheit nichts getan, er tut es aber jetzt. Da liegen aber auch Jahrzehnte Rechtsgeschichte und Erfahrung dazwischen, weshalb ich das Gejammer wg. Doppelmoral eher kindisch finde. Die Gefahr eine iranischen Bombe liegt ja auch nicht nur in dieser Bombe an sich, sondern auch in einem möglichen Wettrüsten um den Golf und in der Welt.


Ich pflichte Indo hier durchaus bei, diese doppelten Standards, die sich m.E. auch nicht mit einer Entwicklung des Rechtempfindes erklären lassen, sind deutlich sichtbar. Müßig zu erwähnen, dass der SR genau jene repräsentiert, die sich im Atomzeiteldorado mit diesen Waffen eingedeckt haben und ebenfalls darauf pfeiffen, was im NPT so steht.

Ich sehe es dennoch als das Beste vorgehen an, denn sollte sich der SR dazu entschließen, allen die Freiheit zu lassen, die man sich selbst im letzten Jahrhundert gab, wird dieser Planet vor Atomwaffen nur so wimmeln und da brauchen wir nicht mehr von Risiken zu sprechen, dass die in falsche Hände kommen, dann wäre das eine Gewissheit. Da ist mir das Gerechtigkeitsargument ein zu schwaches.

Abgesehen davon befremdet mich die Kritik seitens Iran schon deshalb, weil man den Vertrag unterschrieben hat. Doppelmoral sehe ich auch da, wo man ihn für blöd hält, wenn es Verpflichtungen zu erfüllen gibt und ganz toll, wenn ein Recht daraus folgt



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#7043

RE: Neuer Kurs innerhalb gewisser Grenzen ...

in Politik 20.06.2013 18:39
von Leto_II. | 21.333 Beiträge | 36463 Punkte

Zitat von Landegaard im Beitrag #7042
Zitat von Leto_II. im Beitrag #7041
Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7040
Zitat von Leto_II. im Beitrag #7039
Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7038
Zitat von Leto_II. im Beitrag #7037
Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7036
Zitat von Leto_II. im Beitrag #7031
Zitat von Landegaard im Beitrag #7030
Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7026

Außerdem hatte sogar Ober-Reformer Mussawi schon in 2009 gesagt, dass Atomprogramm samt nukleare Anreicherung das unveräußerliche Recht der iranischen Nation sind.


Womit er auch Recht hat und womit auch niemand ein Problem hat und was auch nicht der Grund für die Spannungen mit dem Iran sind.



Womit er natürlich nicht Recht hat, seit der SR eine Gefährung für den Weltfrieden festgestellt und die Anreicherung untersagt hat, bis alle Fragen dazu geklärt sind. Daran würde auch ein Austritt aus dem NPT nicht ändern und auch nicht ein Austritt des Iran aus der UNO.


Ein Unding sondergleichens.

Wenn der Iran aus dem NPT austritt, dann wären sogar Atomwaffen-Bau und -Besitz legitim (siehe "Club" der Atommächte).
Die Grundlage der IAEA-Inspektionen ist ja gerade der NPT.



Sicher, er darf dafür nur nicht selbst anreichern...
[...]
NK ist ausgetreten und darf lt. SR trotzdem nicht, der Iran ist dann in bester Gesellschaft.


Das ist es ja gerade: Doppelmoral und Messen mit zweierlei Maß, was die Iraner, und zwar nicht nur die Regierung, so aufregt bzw. was sie zumindest als ungerecht empfinden - und zwar zurecht!

Zitat von Leto_II. im Beitrag #7037

Die Inspektionen sind doch eher Gutachterarbeit für den SR, mit dem NPT hat das dann eher wenig zu tun, da unterliegst Du einem Denkfehler.

Nein, denn der SR war anfangs doch gar nicht im Spiel, sondern erst viel später! Hätte der Iran den NPT gar nicht erst unterzeichnet, oder wäre er rechtzeitig ausgetreten, hätte die IAEA und später somit dann der SR, gar keine Grundlage für Sanktionen (siehe Entwicklungsgeschichte der Atomprogramme des exklusiven Nuklear-"Clubs" und die diesbezügliche Relevanz, oder besser gesagt Irrelevanz/Machtlosigkeit der IAEA). Darum geht es mir.



Wieder ein Denkfehler, das Atomprogramm kann man völlig unabhängig vom NPT als Gefahr für den Weltfrieden ansehen. Das hätte man vielleicht bei Pakistan und Indien auch so machen sollen. Das israelische Programm wird offensichtlich anders eingeschätzt, auch wenn Dir das nicht passen mag. Dem Irak wurde sein Raketenprogramm wg. C-Waffen eingeschränkt, auch nicht wg. des NPT.


Kein Denkfehler. Das Problem ist, dass du dich weigerst Relationen herzustellen, Vorurteile hast, und in Schubladen denkst.
Wer bestimmt denn bzw. wer hat denn zu entscheiden, ob ein Atomprogramm gefährlich ist, oder nicht, und auf welcher Grundlage?

Merkst Du was? Doppelmoral eben. Die Clubmitgleider, die den Atomwaffensperrvertrag gar nicht erst unterzeichnet und Inspektionen nicht zugelassen haben, sind nun fein raus, während der Iran trotz Atomwaffensperrvertrag und Inspektionen selbst beweisen muß, dass der nicht an einer Nuklearwaffe arbeitet!


Bestimmen tut das der SR, nicht der Westen allein, nicht Du, nicht ich. Der SR hat in der Vergangenheit nichts getan, er tut es aber jetzt. Da liegen aber auch Jahrzehnte Rechtsgeschichte und Erfahrung dazwischen, weshalb ich das Gejammer wg. Doppelmoral eher kindisch finde. Die Gefahr eine iranischen Bombe liegt ja auch nicht nur in dieser Bombe an sich, sondern auch in einem möglichen Wettrüsten um den Golf und in der Welt.


Ich pflichte Indo hier durchaus bei, diese doppelten Standards, die sich m.E. auch nicht mit einer Entwicklung des Rechtempfindes erklären lassen, sind deutlich sichtbar. Müßig zu erwähnen, dass der SR genau jene repräsentiert, die sich im Atomzeiteldorado mit diesen Waffen eingedeckt haben und ebenfalls darauf pfeiffen, was im NPT so steht.


Gerne.

ca. 1967 Israel
ca. 1974 Indien
ca. 1980 Pakistan

Danach sind viele wieder abgesprungen und die Welt hat sich tüchtig verändert.

Zitat von Landegaard im Beitrag #7042
Ich sehe es dennoch als das Beste vorgehen an, denn sollte sich der SR dazu entschließen, allen die Freiheit zu lassen, die man sich selbst im letzten Jahrhundert gab, wird dieser Planet vor Atomwaffen nur so wimmeln und da brauchen wir nicht mehr von Risiken zu sprechen, dass die in falsche Hände kommen, dann wäre das eine Gewissheit. Da ist mir das Gerechtigkeitsargument ein zu schwaches.

Abgesehen davon befremdet mich die Kritik seitens Iran schon deshalb, weil man den Vertrag unterschrieben hat. Doppelmoral sehe ich auch da, wo man ihn für blöd hält, wenn es Verpflichtungen zu erfüllen gibt und ganz toll, wenn ein Recht daraus folgt


Da sind wir uns dann ja auch einig.


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#7044

RE: Neuer Kurs innerhalb gewisser Grenzen ...

in Politik 21.06.2013 07:43
von Landegaard | 16.568 Beiträge | 27536 Punkte

Zitat von Leto_II. im Beitrag #7043
Zitat von Landegaard im Beitrag #7042
Zitat von Leto_II. im Beitrag #7041
Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7040
Zitat von Leto_II. im Beitrag #7039
Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7038
Zitat von Leto_II. im Beitrag #7037
Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7036
Zitat von Leto_II. im Beitrag #7031
Zitat von Landegaard im Beitrag #7030
Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7026

Außerdem hatte sogar Ober-Reformer Mussawi schon in 2009 gesagt, dass Atomprogramm samt nukleare Anreicherung das unveräußerliche Recht der iranischen Nation sind.


Womit er auch Recht hat und womit auch niemand ein Problem hat und was auch nicht der Grund für die Spannungen mit dem Iran sind.



Womit er natürlich nicht Recht hat, seit der SR eine Gefährung für den Weltfrieden festgestellt und die Anreicherung untersagt hat, bis alle Fragen dazu geklärt sind. Daran würde auch ein Austritt aus dem NPT nicht ändern und auch nicht ein Austritt des Iran aus der UNO.


Ein Unding sondergleichens.

Wenn der Iran aus dem NPT austritt, dann wären sogar Atomwaffen-Bau und -Besitz legitim (siehe "Club" der Atommächte).
Die Grundlage der IAEA-Inspektionen ist ja gerade der NPT.



Sicher, er darf dafür nur nicht selbst anreichern...
[...]
NK ist ausgetreten und darf lt. SR trotzdem nicht, der Iran ist dann in bester Gesellschaft.


Das ist es ja gerade: Doppelmoral und Messen mit zweierlei Maß, was die Iraner, und zwar nicht nur die Regierung, so aufregt bzw. was sie zumindest als ungerecht empfinden - und zwar zurecht!

Zitat von Leto_II. im Beitrag #7037

Die Inspektionen sind doch eher Gutachterarbeit für den SR, mit dem NPT hat das dann eher wenig zu tun, da unterliegst Du einem Denkfehler.

Nein, denn der SR war anfangs doch gar nicht im Spiel, sondern erst viel später! Hätte der Iran den NPT gar nicht erst unterzeichnet, oder wäre er rechtzeitig ausgetreten, hätte die IAEA und später somit dann der SR, gar keine Grundlage für Sanktionen (siehe Entwicklungsgeschichte der Atomprogramme des exklusiven Nuklear-"Clubs" und die diesbezügliche Relevanz, oder besser gesagt Irrelevanz/Machtlosigkeit der IAEA). Darum geht es mir.



Wieder ein Denkfehler, das Atomprogramm kann man völlig unabhängig vom NPT als Gefahr für den Weltfrieden ansehen. Das hätte man vielleicht bei Pakistan und Indien auch so machen sollen. Das israelische Programm wird offensichtlich anders eingeschätzt, auch wenn Dir das nicht passen mag. Dem Irak wurde sein Raketenprogramm wg. C-Waffen eingeschränkt, auch nicht wg. des NPT.


Kein Denkfehler. Das Problem ist, dass du dich weigerst Relationen herzustellen, Vorurteile hast, und in Schubladen denkst.
Wer bestimmt denn bzw. wer hat denn zu entscheiden, ob ein Atomprogramm gefährlich ist, oder nicht, und auf welcher Grundlage?

Merkst Du was? Doppelmoral eben. Die Clubmitgleider, die den Atomwaffensperrvertrag gar nicht erst unterzeichnet und Inspektionen nicht zugelassen haben, sind nun fein raus, während der Iran trotz Atomwaffensperrvertrag und Inspektionen selbst beweisen muß, dass der nicht an einer Nuklearwaffe arbeitet!


Bestimmen tut das der SR, nicht der Westen allein, nicht Du, nicht ich. Der SR hat in der Vergangenheit nichts getan, er tut es aber jetzt. Da liegen aber auch Jahrzehnte Rechtsgeschichte und Erfahrung dazwischen, weshalb ich das Gejammer wg. Doppelmoral eher kindisch finde. Die Gefahr eine iranischen Bombe liegt ja auch nicht nur in dieser Bombe an sich, sondern auch in einem möglichen Wettrüsten um den Golf und in der Welt.


Ich pflichte Indo hier durchaus bei, diese doppelten Standards, die sich m.E. auch nicht mit einer Entwicklung des Rechtempfindes erklären lassen, sind deutlich sichtbar. Müßig zu erwähnen, dass der SR genau jene repräsentiert, die sich im Atomzeiteldorado mit diesen Waffen eingedeckt haben und ebenfalls darauf pfeiffen, was im NPT so steht.


Gerne.

ca. 1967 Israel
ca. 1974 Indien
ca. 1980 Pakistan

Danach sind viele wieder abgesprungen und die Welt hat sich tüchtig verändert.



Nord Korea nicht vergessen. Die Welt hat sich auch nicht verändert, nur Teile davon. Und wenn ich mir Syrien so anschaue, kommt es mir so vor, als sehe ich eine altbekannte Welt...



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#7045

RE: Neuer Kurs innerhalb gewisser Grenzen ...

in Politik 21.06.2013 09:59
von Leto_II. | 21.333 Beiträge | 36463 Punkte

Zitat von Landegaard im Beitrag #7044
Nord Korea nicht vergessen. Die Welt hat sich auch nicht verändert, nur Teile davon. Und wenn ich mir Syrien so anschaue, kommt es mir so vor, als sehe ich eine altbekannte Welt...


Ich habe Korea nicht vergessen, es steht ja unter massiven Druck von aussen, genau wie der Iran. In dieser Form gab es den Druck vor drei oder vier Jahrzehnten eben nicht. Naturlich gehört "Entwicklung des Rechtempfindes" in Anführungsstriche, ein guter Teil ist natürlich Strategiewechsel der Ständigen Mitglieder im SR.

Der Fakt bleibt: Das "unveräusserliche Recht" zur Anreicherung wurde dem Iran bis auf weiteres ganz legal entzogen.


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#7046

RE: Neuer Kurs innerhalb gewisser Grenzen ...

in Politik 21.06.2013 14:12
von Landegaard | 16.568 Beiträge | 27536 Punkte

Zitat von Leto_II. im Beitrag #7045
Zitat von Landegaard im Beitrag #7044
Nord Korea nicht vergessen. Die Welt hat sich auch nicht verändert, nur Teile davon. Und wenn ich mir Syrien so anschaue, kommt es mir so vor, als sehe ich eine altbekannte Welt...


Ich habe Korea nicht vergessen, es steht ja unter massiven Druck von aussen, genau wie der Iran. In dieser Form gab es den Druck vor drei oder vier Jahrzehnten eben nicht. Naturlich gehört "Entwicklung des Rechtempfindes" in Anführungsstriche, ein guter Teil ist natürlich Strategiewechsel der Ständigen Mitglieder im SR.

Der Fakt bleibt: Das "unveräusserliche Recht" zur Anreicherung wurde dem Iran bis auf weiteres ganz legal entzogen.


Also lernen wir, dass unveräußerliches Recht nicht immer gleich unentziebares Recht ist :)



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#7047

RE: Neuer Kurs innerhalb gewisser Grenzen ...

in Politik 21.06.2013 14:44
von Leto_II. | 21.333 Beiträge | 36463 Punkte

Zitat von Landegaard im Beitrag #7046
Zitat von Leto_II. im Beitrag #7045
Zitat von Landegaard im Beitrag #7044
Nord Korea nicht vergessen. Die Welt hat sich auch nicht verändert, nur Teile davon. Und wenn ich mir Syrien so anschaue, kommt es mir so vor, als sehe ich eine altbekannte Welt...


Ich habe Korea nicht vergessen, es steht ja unter massiven Druck von aussen, genau wie der Iran. In dieser Form gab es den Druck vor drei oder vier Jahrzehnten eben nicht. Naturlich gehört "Entwicklung des Rechtempfindes" in Anführungsstriche, ein guter Teil ist natürlich Strategiewechsel der Ständigen Mitglieder im SR.

Der Fakt bleibt: Das "unveräusserliche Recht" zur Anreicherung wurde dem Iran bis auf weiteres ganz legal entzogen.


Also lernen wir, dass unveräußerliches Recht nicht immer gleich unentziebares Recht ist :)


Man kann es nicht verschenken oder verkaufen, wohl aber verlieren.:)


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#7048

Doppelmoral at its best .. !

in Politik 24.06.2013 16:49
von Indogermane_HS | 5.260 Beiträge | 5223 Punkte

Zitat von Leto_II. im Beitrag #7045
Zitat von Landegaard im Beitrag #7044
Nord Korea nicht vergessen. Die Welt hat sich auch nicht verändert, nur Teile davon. Und wenn ich mir Syrien so anschaue, kommt es mir so vor, als sehe ich eine altbekannte Welt...


Ich habe Korea nicht vergessen, es steht ja unter massiven Druck von aussen, genau wie der Iran. In dieser Form gab es den Druck vor drei oder vier Jahrzehnten eben nicht. Naturlich gehört "Entwicklung des Rechtempfindes" in Anführungsstriche, ein guter Teil ist natürlich Strategiewechsel der Ständigen Mitglieder im SR.

Der Fakt bleibt: Das "unveräusserliche Recht" zur Anreicherung wurde dem Iran bis auf weiteres ganz legal entzogen.


Und genau das ist ungerechtes Messen mit zweierlei Maß, was natürlich auch eine Art Doppelmoral ist. Der Iran hat daher ganz recht, die Entscheidung des SR anzuprangern. Nur weil der SR das weltpolitische Sagen hat, kann man doch nicht einfach die Tatsache ignorieren, dass die ständigen Mitglieder des SR sich bekanntlich aus den 5 Atommächten zusammensetzen, die - im Gegensatz zu Staaten wie der Iran - den NPT nicht unterzeichnet und Inspektionen nicht zugelassen haben! Wenn schon, dann müssten -- korrekte moralische Empfinung und korrektes Rechtsempfinden vorausgesetzt -- andere Staaten/Institutionen über Recht und Unrecht im Bezug auf Atomprogramme anderer Staaten entscheiden. Erst wenn die ständigen Mitglieder des SR, die neben Israel und Nord-Korea die einzigen Betrüger-Staaten mit Nuklearwaffen sind, nachweislich ihr Atomwaffenarsenal vollständig abgebaut und selbst den NPT unterzeichnet haben, hätten sie moralisch einwandfrei das Recht, auf Basis der IAEA-Berichterstattung über Atomprogramme anderer Staaten inklusive Anreciherung und Nichtanreicherung zu entscheiden. Vorher aber nicht.

Auch bedeutet der Atomwaffensperrvertrag (NPT), dass jeder Staat, der diesen Vertrag unterzeichnet hat, sehr wohl das (unveräusserliche) Recht besitzt, spaltbares Material anzureichern solange der Grad der Anreicherung eben unter der Waffentauglichkeit liegt, was bei Uran 85% beträgt (denn erst ab diesem Anreicherungsgrad spricht man von "weapon-grade"). Bis zu diesem Anreicherungsgrad haben die NPT-Staaten, zum Beispiel der Iran, moralich gesehen sehr wohl das recht, antzureichern. Die (politische) Entscheidung des UN-SR spielt - moralisch gesehen - keine Rolle, solange sie sich nicht selbst daran hält.



zuletzt bearbeitet 24.06.2013 16:54 | nach oben springen

#7049

RE: Doppelmoral at its best .. !

in Politik 24.06.2013 17:42
von Leto_II. | 21.333 Beiträge | 36463 Punkte

Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7048
Zitat von Leto_II. im Beitrag #7045
Zitat von Landegaard im Beitrag #7044
Nord Korea nicht vergessen. Die Welt hat sich auch nicht verändert, nur Teile davon. Und wenn ich mir Syrien so anschaue, kommt es mir so vor, als sehe ich eine altbekannte Welt...


Ich habe Korea nicht vergessen, es steht ja unter massiven Druck von aussen, genau wie der Iran. In dieser Form gab es den Druck vor drei oder vier Jahrzehnten eben nicht. Naturlich gehört "Entwicklung des Rechtempfindes" in Anführungsstriche, ein guter Teil ist natürlich Strategiewechsel der Ständigen Mitglieder im SR.

Der Fakt bleibt: Das "unveräusserliche Recht" zur Anreicherung wurde dem Iran bis auf weiteres ganz legal entzogen.


Und genau das ist ungerechtes Messen mit zweierlei Maß, was natürlich auch eine Art Doppelmoral ist. Der Iran hat daher ganz recht, die Entscheidung des SR anzuprangern. Nur weil der SR das weltpolitische Sagen hat, kann man doch nicht einfach die Tatsache ignorieren, dass die ständigen Mitglieder des SR sich bekanntlich aus den 5 Atommächten zusammensetzen, die - im Gegensatz zu Staaten wie der Iran - den NPT nicht unterzeichnet und Inspektionen nicht zugelassen haben! Wenn schon, dann müssten -- korrekte moralische Empfinung und korrektes Rechtsempfinden vorausgesetzt -- andere Staaten/Institutionen über Recht und Unrecht im Bezug auf Atomprogramme anderer Staaten entscheiden. Erst wenn die ständigen Mitglieder des SR, die neben Israel und Nord-Korea die einzigen Betrüger-Staaten mit Nuklearwaffen sind, nachweislich ihr Atomwaffenarsenal vollständig abgebaut und selbst den NPT unterzeichnet haben, hätten sie moralisch einwandfrei das Recht, auf Basis der IAEA-Berichterstattung über Atomprogramme anderer Staaten inklusive Anreciherung und Nichtanreicherung zu entscheiden. Vorher aber nicht.

Auch bedeutet der Atomwaffensperrvertrag (NPT), dass jeder Staat, der diesen Vertrag unterzeichnet hat, sehr wohl das (unveräusserliche) Recht besitzt, spaltbares Material anzureichern solange der Grad der Anreicherung eben unter der Waffentauglichkeit liegt, was bei Uran 85% beträgt (denn erst ab diesem Anreicherungsgrad spricht man von "weapon-grade"). Bis zu diesem Anreicherungsgrad haben die NPT-Staaten, zum Beispiel der Iran, moralich gesehen sehr wohl das recht, antzureichern. Die (politische) Entscheidung des UN-SR spielt - moralisch gesehen - keine Rolle, solange sie sich nicht selbst daran hält.





Die Ständigen Mitglieder der SR allein kriegen keine Mehrheit zustande, sie können verhindern, nicht erzwingen. Die nächsthöhere Instanz wäre Allah, und auch der soll der Bombe ja nichts abgewinnen können. Nebenbei steht es dem Iran ja frei, aus dieser UNO auszutreten, um seinen Protest deutlich zu machen. Ändern täte das allerdings nichts.

Wenn der Iran die Bombe haben wollen sollte, wäre es moralisch gewesen, zu Beginn des Programms aus dem NPT auszutreten und sein Programm ohne Hilfe der NPT-Staaten aufzubauen.


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#7050

RE: Doppelmoral at its best .. !

in Politik 25.06.2013 14:00
von Indogermane_HS | 5.260 Beiträge | 5223 Punkte

Zitat von Leto_II. im Beitrag #7049
Zitat von Indogermane_HS im Beitrag #7048
Zitat von Leto_II. im Beitrag #7045
Zitat von Landegaard im Beitrag #7044
Nord Korea nicht vergessen. Die Welt hat sich auch nicht verändert, nur Teile davon. Und wenn ich mir Syrien so anschaue, kommt es mir so vor, als sehe ich eine altbekannte Welt...


Ich habe Korea nicht vergessen, es steht ja unter massiven Druck von aussen, genau wie der Iran. In dieser Form gab es den Druck vor drei oder vier Jahrzehnten eben nicht. Naturlich gehört "Entwicklung des Rechtempfindes" in Anführungsstriche, ein guter Teil ist natürlich Strategiewechsel der Ständigen Mitglieder im SR.

Der Fakt bleibt: Das "unveräusserliche Recht" zur Anreicherung wurde dem Iran bis auf weiteres ganz legal entzogen.


Und genau das ist ungerechtes Messen mit zweierlei Maß, was natürlich auch eine Art Doppelmoral ist. Der Iran hat daher ganz recht, die Entscheidung des SR anzuprangern. Nur weil der SR das weltpolitische Sagen hat, kann man doch nicht einfach die Tatsache ignorieren, dass die ständigen Mitglieder des SR sich bekanntlich aus den 5 Atommächten zusammensetzen, die - im Gegensatz zu Staaten wie der Iran - den NPT nicht unterzeichnet und Inspektionen nicht zugelassen haben! Wenn schon, dann müssten -- korrekte moralische Empfinung und korrektes Rechtsempfinden vorausgesetzt -- andere Staaten/Institutionen über Recht und Unrecht im Bezug auf Atomprogramme anderer Staaten entscheiden. Erst wenn die ständigen Mitglieder des SR, die neben Israel und Nord-Korea die einzigen Betrüger-Staaten mit Nuklearwaffen sind, nachweislich ihr Atomwaffenarsenal vollständig abgebaut und selbst den NPT unterzeichnet haben, hätten sie moralisch einwandfrei das Recht, auf Basis der IAEA-Berichterstattung über Atomprogramme anderer Staaten inklusive Anreciherung und Nichtanreicherung zu entscheiden. Vorher aber nicht.

Auch bedeutet der Atomwaffensperrvertrag (NPT), dass jeder Staat, der diesen Vertrag unterzeichnet hat, sehr wohl das (unveräusserliche) Recht besitzt, spaltbares Material anzureichern solange der Grad der Anreicherung eben unter der Waffentauglichkeit liegt, was bei Uran 85% beträgt (denn erst ab diesem Anreicherungsgrad spricht man von "weapon-grade"). Bis zu diesem Anreicherungsgrad haben die NPT-Staaten, zum Beispiel der Iran, moralich gesehen sehr wohl das recht, antzureichern. Die (politische) Entscheidung des UN-SR spielt - moralisch gesehen - keine Rolle, solange sie sich nicht selbst daran hält.





(1) Die Ständigen Mitglieder der SR allein kriegen keine Mehrheit zustande, sie können verhindern, nicht erzwingen.
(2) Die nächsthöhere Instanz wäre Allah, und auch der soll der Bombe ja nichts abgewinnen können.
(3) Nebenbei steht es dem Iran ja frei, aus dieser UNO auszutreten, um seinen Protest deutlich zu machen. Ändern täte das allerdings nichts.

(4) Wenn der Iran die Bombe haben wollen sollte, wäre es moralisch gewesen, zu Beginn des Programms aus dem NPT auszutreten und sein Programm ohne Hilfe der NPT-Staaten aufzubauen.



1.) Aber sie sind durch ihre Permanenz (die anderen SR-Mitglieder wechseln ja ständig) die nachhaltig bedeutendsten und durch ihren globalen politischen, wirtschaftlichen und finanziellen Einfluß und nicht zuletzt durch ihre Einzel-Veto-Macht auch die mächtigsten, und daher defacto die entscheidenden Mitglieder des SR. Außerdem sind sie, wie gesagt, rein "zufällig" allesamt Nicht-Unterzeichner des Atomwaffensperrvertrags bzw. gleichzeitig Mitglied im auserlesenen "Nuklear-Club" mit (urplötzlich) geschlossener Gesellschaft! Nicht umsonst wird innerhalb der UNO die unverhältnismäßig starke Stellung der ständigen SR-Mitglieder immer mehr angefochten und immer mehr für Reformen im Sinne von mehr Neutralität und Ausgewogenheit plädiert, die auch dringend notwendig sind.

2.) Nicht nur Allah, sondern jeder vernünftige Mensch ist gegen eine nuklear hochgerüstete Welt, die sich innerhalb von wenigen Stunden selbst mehr als hundertfach zerstören kann ... Daher zählt auch der Iran zu jenen Staaten bzw. die Iraner zu jenen Völkern, die für eine weltweite nukleare Abrüstung plädieren. Würde gleiches Recht für alle gelten und würde sich eine weltweite nukleare Abrüstung durchsetzen und nachweislich einstellen, dann würde man den entsprechend ambitionierten "Nuklearen Schwellenländern" ihre Argumentationsbasis "gleiches Recht für alle" und "Abschreckung mit gleichen Waffen" nehmen.
Das Grundproblem ist aber, dass der auserlesene Nuklear-Club mit SR-Veto-Macht nicht mitmachen will - ganz zu schweigen von Israel, Pakistan, Indien und Nord-Korea.

3.) Auch deshalb wird der Iran nicht aus der UN austreten. Er hatte und hat aber noch immer die Option, den freiwillig unterzeichneten Atomwaffensperrvertrag für Null und nichtig zu erklären, was ihm zumindest einen Vorteil einbringen würde, da dann der IAEA jegliche Grundlage für Inspektionen entzogen werden würde und alle Inspektoren dauerhaft nach Hause reisen müssten.

4.)
a) Das ist nicht ganz logisch, denn die Unterzeichnung des NPT liegt in der Zeit vor der jetzigen Regierung bzw. des jetzigen Systems. Es könnte daher durchaus sein, dass die Ziele von damals und jetzt nicht übereinstimmen. Und wenn überhaupt, dann strebt der Iran aktuell höchstens die reine Option zum Bau einer, wie ich immer gerne betone, >>angepassten Abschreckungswaffe<< an, nicht jedoch deren Besitz. Der ist aktuell nämlich nicht notwendig und wäre darüber hinaus aus "unislamisch", wie schon Khamenei persönlich mehrfach betont hat (wobei es zugegeben evtl. unklar ist, ob innerhalb des Machtapparats einige hohe Köpfe samt Teile der Revolutionsgarden nicht ihr eigenes Spielchen treiben, aber politisch relevant ist das nicht).

b) Iran hat, außgenommen in den 70ern von Deutschland bzw. von SIEMENS, für sein Atomprogramm keinerlei Unterstützung eines NPT-Satates beansprucht.



zuletzt bearbeitet 25.06.2013 14:12 | nach oben springen

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