#4826

RE: Eine jüdische Stimme:

in Politik 10.04.2012 00:46
von FrieFie | 7.321 Beiträge | 7298 Punkte


Zitat von: Lea S.
10.04.2012 00:36 #113950



Du hast mich nicht verstanden. Macht aber nichts, stimmt trotzdem.

Ich wollte in Erinnerung bringen, dass nicht nur den Juden unheimliches Leid angetan wurde durch die Nazis. Wenn immer so getan wird, als sei die westliche Welt der Himmel auf Erden für Homosexuelle, sollte evtl. öfter mal daran gedacht werden.


(Wir sollten an dieser Stelle noch der Christen, Zeugen Jehovas, Zigeuner, Sozialisten und Kommunisten gedenken, denen auch Leid angetan wurde. Ferner der Zwangsarbeiter aus Frankreich, Polen, Russland und der Ukraine, der Waisenkinder und Opfer in Libyen.)

Ja, Leah, ist mir durchaus bewusst. Vielleicht macht es aber einen klitzekleinen Unterschied, ob irgendwo heute, morgen und garantiert auch in den nächsten Jahren Schwule ernmordet, gefoltert und eingesperrt werden, oder ob das vor fast Siebzig Jahren passiert ist, danach mit abnehmender Tendenz bis zur Straffreiheit 1973. Ich würde als Schwuler lieber hier leben.


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#4827

RE: Eine jüdische Stimme:

in Politik 10.04.2012 00:48
von Lea S. | 14.199 Beiträge | 13418 Punkte


Zitat von: FrieFie
10.04.2012 00:46 #113955


(Wir sollten an dieser Stelle noch der Christen, Zeugen Jehovas, Zigeuner, Sozialisten und Kommunisten gedenken, denen auch Leid angetan wurde. Ferner der Zwangsarbeiter aus Frankreich, Polen, Russland und der Ukraine, der Waisenkinder und Opfer in Libyen.)

Ja, Leah, ist mir durchaus bewusst. Vielleicht macht es aber einen klitzekleinen Unterschied, ob irgendwo heute, morgen und garantiert auch in den nächsten Jahren Schwule ernmordet, gefoltert und eingesperrt werden, oder ob das vor fast Siebzig Jahren passiert ist, danach mit abnehmender Tendenz bis zur Straffreiheit 1973. Ich würde als Schwuler lieber hier leben.



Wer nicht!


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#4828

RE: Eine jüdische Stimme:

in Politik 10.04.2012 00:54
von primatologe | 8.476 Beiträge | 8476 Punkte


Zitat von: FrieFie
10.04.2012 00:39 #113951


Siegerlächeln? 6 Monate vor Kriegsende? Siebzehnjährige Panzerfahrer? Französinnen, die Ende 1944 Teenager in SS-Uniform bewunderten?

Sie schaffen´s immer mal, mich abgrundtief zu ekeln. Die Mischung aus Dummheit, Un- und Einbildung und sexueller Phantasie sucht seinesgleichen.


Wenn Sie etwas nicht wissen, dann erklären Sie ihr Umfeld sofort für blöde, das ist eben Ihr Niveau.


Zitat:
"Ein Dreivierteljahr vorher waren in Frankreich Tausende von Frauen auf ähnliche Weise an den Pranger gestellt worden. In der Erinnerung vieler Franzosen ist die "libération" im heißen August 1944 untrennbar mit den kahlgeschorenen Köpfen jener Frauen verbunden, die sich mit einem "boche" eingelassen hatten"

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-7482555.html



zuletzt bearbeitet 10.04.2012 00:56 | nach oben springen

#4829

RE: Eine jüdische Stimme:

in Politik 10.04.2012 01:00
von primatologe | 8.476 Beiträge | 8476 Punkte


Zitat von: FrieFie
10.04.2012 00:46 #113955


(Wir sollten an dieser Stelle noch der Christen, Zeugen Jehovas, Zigeuner, Sozialisten und Kommunisten gedenken, denen auch Leid angetan wurde. Ferner der Zwangsarbeiter aus Frankreich, Polen, Russland und der Ukraine, der Waisenkinder und Opfer in Libyen.)
...

Viele meiner Freunde aus der SPD waren auch Opfer der Nazis.


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#4830

RE: Eine jüdische Stimme:

in Politik 10.04.2012 01:04
von FrieFie | 7.321 Beiträge | 7298 Punkte


Zitat von: Lea S.
10.04.2012 00:40 #113952


Hast Du uns schon alles erzählt, was Du so an "Sünden" als 17 jährige gemacht hast? Kurz nach dem Krieg war wahrscheinlich alles zu frisch, danach der Zeitpunkt vertan. Irgendwann war er dann richtig.

Er hat es nicht in die Welt hinausposaunt, na und? Ist es nicht wichtiger, was er in den Jahren danach, als Erwachsener getan hat?

P.S.
Ich hoffe, Deine Worte sollten nicht bedeuten, dass Du Grass einen Mörder nennst.



Nein, ich nenne niemanden einen Mörder, bis es nicht bewiesen ist. Im Gegensatz zu manchen anderen.
Im Übrigen unterscheide ich zwischen Soldaten in Befehlsstrukturen, dabei zwischen Soldaten mit Verweigerungsrecht und ohne, und freischaffenden Mördern.

Mit Siebzehn ...... habe ich mal Aquarellfarben geklaut. Einzelne, keinen ganzen Kasten.
Keine Drogen, sehr wenig Alkohol zu mir genommen. .........

Nein, ich habe da nichts zu verbergen, es war aber auch nicht die Zeit für Lücken in der Biografie. Jeder ging auf Demonstrationen und zur Friedenswoche.

Ich habe einige Menschen getroffen, die nicht erzählen wollten, und ein paar wenige, die erzählt haben von der Kriegszeit. Die letzteren waren glaubwürdiger, auch wenn es einem nicht gefallen hat, was sie erzählten.



zuletzt bearbeitet 10.04.2012 01:11 | nach oben springen

#4831

RE: Eine jüdische Stimme:

in Politik 10.04.2012 01:05
von mbockstette | 8.822 Beiträge | 15433 Punkte


Zitat von: Lea S.
10.04.2012 00:40 #113952


Hast Du uns schon alles erzählt, was Du so an "Sünden" als 17 jährige gemacht hast? Kurz nach dem Krieg war wahrscheinlich alles zu frisch, danach der Zeitpunkt vertan. Irgendwann war er dann richtig.

Er hat es nicht in die Welt hinausposaunt, na und? Ist es nicht wichtiger, was er in den Jahren danach, als Erwachsener getan hat?

P.S.
Ich hoffe, Deine Worte sollten nicht bedeuten, dass Du Grass einen Mörder nennst.


Hat FrieFie Bundeskanzler Kohl dafür angepöpelt, weil er mit Bush sen. einen Friedhof besucht hat auf dem auch 40 Waffen-SS Soldaten begraben sind oder war das Herr Grass, lange vor seinem Outing? Er hätte dort selbst als Waffen-SS-Soldat seine letzte Ruhestätte finden können, wenn ihm das Schicksal nicht gnädig gesinnt gewesen wäre.


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#4832

RE: Eine jüdische Stimme:

in Politik 10.04.2012 01:08
von FrieFie | 7.321 Beiträge | 7298 Punkte


Zitat von: primatologe
10.04.2012 00:54 #113958


Wenn Sie etwas nicht wissen, dann erklären Sie ihr Umfeld sofort für blöde, das ist eben Ihr Niveau.


Zitat:
"Ein Dreivierteljahr vorher waren in Frankreich Tausende von Frauen auf ähnliche Weise an den Pranger gestellt worden. In der Erinnerung vieler Franzosen ist die "libération" im heißen August 1944 untrennbar mit den kahlgeschorenen Köpfen jener Frauen verbunden, die sich mit einem "boche" eingelassen hatten"

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-7482555.html


Die haben also garantiert keine Teenager in SS-Uniformen mehr angehimmelt. Nichts anderes habe ich geschrieben.
Und ein 17-Jähriger wird 6 Monate vor Kriegsende gewusst haben, dass der Krieg fast schon verloren ist. Der hat sich nicht aus Faszination für das Panzerfahren zur Waffen-SS gemeldet, und auch nicht, weil die Mädchen das so sexy finden, ob Französinnen oder nicht.



zuletzt bearbeitet 10.04.2012 01:12 | nach oben springen

#4833

RE: Eine jüdische Stimme:

in Politik 10.04.2012 01:22
von primatologe | 8.476 Beiträge | 8476 Punkte


Zitat von: FrieFie
10.04.2012 01:08 #113963


Die haben also garantiert keine Teenager in SS-Uniformen mehr angehimmelt. Nichts anderes habe ich geschrieben.
Und ein 17-Jähriger wird 6 Monate vor Kriegsende gewusst haben, dass der Krieg fast schon verloren ist. Der hat sich nicht aus Faszination für das Panzerfahren zur Waffen-SS gemeldet, und auch nicht, weil die Mädchen das so sexy finden, ob Französinnen oder nicht.


Dummkopf!
Gerade bei pubertärenden Siebzehnjährigen kann ich mir noch Tage vor Kriegsende eine Kurzschlussreaktion vorstellen, um "ihre" Welt zu retten.

Da war bis zum Schluss eine unheimliche Begeisterung, ganz bestimmt bei denen ohne Fronterfahrung, Sie begreifen nicht, dass die ungeheure Machtentfaltung Deutschlands, speziell die militärische Machtentfaltung damals die Jungs fasziniert hat, und nicht nur die.



zuletzt bearbeitet 10.04.2012 01:23 | nach oben springen

#4834

RE:

in Politik 10.04.2012 01:44
von mbockstette | 8.822 Beiträge | 15433 Punkte

Zitat von: mbockstette
10.04.2012 00:34 #113948
Das ist wohl wahr! Wobei festzuhalten ist, dass diejenigen unter den Siedlern, die sich radikal gegen einen Rückzug, auch nach Erreichen eines vertraglichgen Abkommens, stemmen, eine Minderheit bilden.

Genau so wahr wie die Tatsache, dass über diesen Teil des Nahost Konflikts hier aproportional viel geschrieben wird. Dem Hamas-, Jihad, PFLP-, Hisbollah und sonstigem Pack auf der anderen Seite jedoch zu Unrecht vorzugsweise mildernde Umstände einegräumt werden. Denn:

Nicht zu vergessen Arafats Verhalten bei den Camp-David-II-Verhandlungen:

Viele Stimmen kritisierten den Palästinenserchef jedoch scharf für seine ablehnende Haltung in den Verhandlungen und seinen Verzicht auf ein Gegenangebot. So warf Bill Clinton Arafat vor, die Schuld am Scheitern der Gespräche zu tragen: "You have been here fourteen days and said no to everything." Prinz Bandar von Saudi-Arabien, der hinter den Kulissen eine entscheidende Rolle bei den Friedensgesprächen gespielt hatte, nannte Arafats Ablehnung "ein Verbrechen gegen die Palästinenser, ja gegen die gesamte Region"
http://de.wikipedia.org/wiki/Camp_David_II#Kritik

Ihre banal ausweichende Antwort darauf lautet:


Zitat von: Lea S.
10.04.2012 00:45 #113954


Clinton, hatte der nicht auch so besonders nette Worte für Netanyahu? Noch netter als sie letztens Obama und Sarkozy hatten?

Saudi Arabien allerdings, sollte als keinerlei Beispiel dienen.

Nur was hat Grass und seine Kritik an der instabilen Situation und am brüchigen Weltfrieden damit zu tun.

Immer nur aber die andern............


Netanjahu war nicht an den Verhandlungen beteiligt. Auch wurde Saudi Arabíen nicht als Beispiel herangezogen, sondern die Kritik eines saudischen Politikers mit gutem Leumund.

Was Sie nicht wahrhaben wollen ist, dass die Siedlungsproblematik, die Sie stets und immer anführen, längst vom Tisch wäre, hätte Arafat den Mut zum Friedenschluss an den Tag gelegt, hat er aber nicht. Mit Grass hat das nichts zu tun, der war nicht Thema in diesem Strang. Nein, Frau LeaS. die palästinensische Seite hat es 1948 verschiessen, in den 19 Jahren der Nicht-Besetzung durch Israel keinen eigenen Staat zustande bekommen und auch die Chance von Camp-David-II grob fahrlässig, wenn nicht gar sträflich vorsätzlich, verstreichen lassen. Das ist auch der ausschlaggebende Grund dafür, dass auf arabischer Seite der Palästinakonflikt nur noch unter ferner Liefen rangiert und Herr Abbas noch nicht einmal beim vergangenen Treffen der Liga der Arabischen Staaten in Bagdad eingeladen wurde, diese besondere Ehre wurde neben Abbas nur noch dem syrischen Massenmörder Assad eingeräumt.

Trotzdem oder gerade deshalb bin ich persönlich jedoch davon überzeugt, dass es ein gravierender Fehler, nein, ein eklatantes Versagen der jetzigen israelischen Regierung ist, nicht konziliant und demonstrativ den Palästinensern entgegen zu kommen, in dem der Siedlungsbau eingestellt, die Behinderungen und Schikanen beseitigt und die Gelegenheit zum Kompromiss für ein Übereinkommen genutzt werden, denn ich bin der Meinung, dass Abbas zum Frieden bereit ist, was ich von der Regierung Netanjahu/Lieberman nicht behaupten kann, noch behaupten will.


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#4835

RE: Eine jüdische Stimme:

in Politik 10.04.2012 01:49
von mbockstette | 8.822 Beiträge | 15433 Punkte


Zitat von: primatologe
10.04.2012 01:22 #113966


Dummkopf!
Gerade bei pubertärenden Siebzehnjährigen kann ich mir noch Tage vor Kriegsende eine Kurzschlussreaktion vorstellen, um "ihre" Welt zu retten.

Da war bis zum Schluss eine unheimliche Begeisterung, ganz bestimmt bei denen ohne Fronterfahrung, Sie begreifen nicht, dass die ungeheure Machtentfaltung Deutschlands, speziell die militärische Machtentfaltung damals die Jungs fasziniert hat, und nicht nur die.


Sechs Monate vor Kriegsende waren die Blitzzsiege längst verblasst, lag das Reich schon in weiten Teilen in Schutt und Asche, hatten die Mensachen nichts mehr zu futtern und ängstigten sich in Bunkern, Sie Phantast mit dem Horizont eines Landser-Lesers.


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#4836

RE: Eine jüdische Stimme:

in Politik 10.04.2012 01:56
von primatologe | 8.476 Beiträge | 8476 Punkte


Zitat von: mbockstette
10.04.2012 01:49 #113970


Sechs Monate vor Kriegsende waren die Blitzzsiege längst verblasst, lag das Reich schon in weiten Teilen in Schutt und Asche, hatten die Mensachen nichts mehr zu futtern und ängstigten sich in Bunkern, Sie Phantast mit dem Horizont eines Landser-Lesers.


Sie schwätzen genauso dumm daher wie FrieFi.

Kennen Sie den Film "Die Brücke"?
Da werden Tage vor Kriegsende 16jährige eingezogen.
Die Erwachsenen sind darüber entsetzt, aber die Jungs sind begeistert und wollen ihr Vaterland retten.

http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Br%C3%BCcke_%281959%29


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#4837

RE: Eine jüdische Stimme:

in Politik 10.04.2012 02:31
von FrieFie | 7.321 Beiträge | 7298 Punkte


Zitat von: primatologe
10.04.2012 01:56 #113972

Sie schwätzen genauso dumm daher wie FrieFi.

Kennen Sie den Film "Die Brücke"?
Da werden Tage vor Kriegsende 16jährige eingezogen.
Die Erwachsenen sind darüber entsetzt, aber die Jungs sind begeistert und wollen ihr Vaterland retten.

http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Br%C3%BCcke_%281959%29


Ach, das wirft dann ja auf Grass ein ganz neues Licht. Bisher hatte er nicht von sexy Französinnen geschrieben, die ihn in seiner sexy Uniform angehimmelt haben, in der er mit blankgewienerten Stiefeln den rattenscharfen Panzer fuhr. Irgendwie kam das nicht bei Grass vor.
Aber sicher ist der Film viel realistischer als die Realität.


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#4838

RE: Eine jüdische Stimme:

in Politik 10.04.2012 02:38
von FrieFie | 7.321 Beiträge | 7298 Punkte


Zitat von: primatologe
10.04.2012 01:22 #113966


Dummkopf!
Gerade bei pubertärenden Siebzehnjährigen kann ich mir noch Tage vor Kriegsende eine Kurzschlussreaktion vorstellen, um "ihre" Welt zu retten.

Da war bis zum Schluss eine unheimliche Begeisterung, ganz bestimmt bei denen ohne Fronterfahrung, Sie begreifen nicht, dass die ungeheure Machtentfaltung Deutschlands, speziell die militärische Machtentfaltung damals die Jungs fasziniert hat, und nicht nur die.

Schliessen Sie von sich auf andere?
Haben Sie mal mit Teenagern oder Kindern aus der Zeit gesprochen?
Den Mädchen, die sich mit ihren Müttern vor den Russen versteckten, den Jungs, die die Invaliden zurückkehren sahen und deren Väter noch in Russland vermisst waren, den Leuten, die keine Scheuklappen aufhatten und die Gefangenen- und KZ-Transporte, die Kolonnen von Strafarbeitern sahen? Da himmelten längst keine Französinnen mehr Deutsche an, da wurden die Französinnen schon dafür grausam bestraft, wenn sie sich mit Deutschen eingelassen hatten. Wie sie selbst verlinkt haben.
Ob Grass wohl zu den unverbesserlich Begeisterten gehört hat?



zuletzt bearbeitet 10.04.2012 02:39 | nach oben springen

#4839

RE: Eine jüdische Stimme:

in Politik 10.04.2012 10:34
von Hans Bergman | 18.506 Beiträge | 58158 Punkte


Zitat von: FrieFie
10.04.2012 02:31 #113978
...Aber sicher ist der Film viel realistischer als die Realität.

Vor allem wird sie bei Dir immer einseitiger, die Sichtweise auf die Realität. Dass jeder Mensch anders ist, ist ja wohl klar. Auch mit 17 ist jeder anders.
Vom aggressiven, rücksichtslosen jugendlichen Raufbold, der sich später der IDF verschreibt zum sensiblen Romantiker, der später mal mit der Feder kämpft (nur als Beispiele). Da gibt es himmelweite Unterschiede. Da kann man nichts über einen Kamm scheren.

Man kann nur bei einer Sache einseitig sein: nämlich beim Eigentum von anderen. Das gehört anderen, basta.



zuletzt bearbeitet 10.04.2012 10:35 | nach oben springen

#4840

RE: Eine jüdische Stimme:

in Politik 10.04.2012 11:20
von guylux (gelöscht)
avatar


Zitat von: FrieFie
10.04.2012 00:26 #113941

Nur ein Beispiel.
Andere haben von ihrer Vergangenheit erzählt und gerade dadurch an Glaubwürdigkeit gewonnen.
Immerhin wurden zuletzt alle alten Männer und Jungs, die noch ein Sturmgewehr oder eine Flak bedienen konnten, ungefragt eingezogen. Niemand hätte ihm einen Vorwurf gemacht, wäre er ehrlich gewesen. Naja, Waffen-SS hätte es vielleicht nicht gleich sein müssen ....
Grass hat seine eigene Vergangenheit verschwiegen und andere für ihr Verschweigen angeklagt. Irgendwann fiel es ihm ein, seine Vergangenheit zu erwähnen, und seitdem hat er ein Glaubwürdigkeitsproblem.

Dass Grass seine SS-Vergangenheit nicht öffentlich zugegeben hat , war ein schwerer Fehler .
Dass seine Aussage von jetzt , als fast 70 Jahre danach zum Iran/ Israel Problem , ihn unglaubwürdigt macht ist , schlicht gesagt , Mumpitz .
Worüber kaum noch jemand diskutiert ist , ob Grass mit seinem Gedicht zumindest zum Teil Recht hat oder nicht. Und da spielt seine Vergangenheit keine Rolle .
Sein Vergleich Israel = Iran ist falsch , in vielen anderen Punkten hat er Recht .


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#4841

RE: Eine jüdische Stimme:

in Politik 10.04.2012 11:32
von primatologe | 8.476 Beiträge | 8476 Punkte


Zitat von: FrieFie
10.04.2012 02:31 #113978


Ach, das wirft dann ja auf Grass ein ganz neues Licht. Bisher hatte er nicht von sexy Französinnen geschrieben, die ihn in seiner sexy Uniform angehimmelt haben, in der er mit blankgewienerten Stiefeln den rattenscharfen Panzer fuhr. Irgendwie kam das nicht bei Grass vor.
Aber sicher ist der Film viel realistischer als die Realität.


Sie labern einfach nur unreflektiert und unkontrolliert dran lang.


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#4842

RE: Eine jüdische Stimme:

in Politik 10.04.2012 11:36
von guylux (gelöscht)
avatar


Zitat von: FrieFie
10.04.2012 02:31 #113978


Ach, das wirft dann ja auf Grass ein ganz neues Licht. Bisher hatte er nicht von sexy Französinnen geschrieben, die ihn in seiner sexy Uniform angehimmelt haben, in der er mit blankgewienerten Stiefeln den rattenscharfen Panzer fuhr. Irgendwie kam das nicht bei Grass vor.
Aber sicher ist der Film viel realistischer als die Realität.

Wenn einem die Nachricht nicht gefällt , erschiesst man den Boten .
Die Engländer warnen da : don't shoot the messenger !


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#4843

RE: Eine jüdische Stimme:

in Politik 10.04.2012 11:44
von primatologe | 8.476 Beiträge | 8476 Punkte


Zitat von: FrieFie
10.04.2012 02:38 #113979

Schliessen Sie von sich auf andere?
Haben Sie mal mit Teenagern oder Kindern aus der Zeit gesprochen?
Den Mädchen, die sich mit ihren Müttern vor den Russen versteckten, den Jungs, die die Invaliden zurückkehren sahen und deren Väter noch in Russland vermisst waren, den Leuten, die keine Scheuklappen aufhatten und die Gefangenen- und KZ-Transporte, die Kolonnen von Strafarbeitern sahen? Da himmelten längst keine Französinnen mehr Deutsche an, da wurden die Französinnen schon dafür grausam bestraft, wenn sie sich mit Deutschen eingelassen hatten. Wie sie selbst verlinkt haben.
Ob Grass wohl zu den unverbesserlich Begeisterten gehört hat?


Das gabs alles, aber das andere gabs auch, Ihre schwafelhaft aufgeblasene gefühlte Wahrnehmung ändert daran nix.

Selbst wenn das verbreitete Verhalten vieler Jugendlicher zu einem Film, "Die Brücke", verarbeitet wurde, sind Sie nicht bereit ihre gefühlte Wahrnehmeing zu korrigieren oder zu erweitern.

Sie sind eine armselige und selbstgerechte Diskussionspartnerin.
Schreiben Sie doch Romane!



zuletzt bearbeitet 10.04.2012 11:51 | nach oben springen

#4844

RE: Eine jüdische Stimme:

in Politik 10.04.2012 12:24
von FrieFie | 7.321 Beiträge | 7298 Punkte


Zitat von: Hans Bergman
10.04.2012 10:34 #113993

Vor allem wird sie bei Dir immer einseitiger, die Sichtweise auf die Realität. Dass jeder Mensch anders ist, ist ja wohl klar. Auch mit 17 ist jeder anders.
Vom aggressiven, rücksichtslosen jugendlichen Raufbold, der sich später der IDF verschreibt zum sensiblen Romantiker, der später mal mit der Feder kämpft (nur als Beispiele). Da gibt es himmelweite Unterschiede. Da kann man nichts über einen Kamm scheren.

Man kann nur bei einer Sache einseitig sein: nämlich beim Eigentum von anderen. Das gehört anderen, basta.


Nicht ich schor über einen Kamm, sondern der Primatologe.
All die Siebzehnjährigen, die mit Hurra zur Waffen-SS gegangen sind ... bloss dass Grass das ganz anders dargestellt hat, unter anderem um sich für sein Schweigen zu rechtfertigen.


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#4845

RE: Eine jüdische Stimme:

in Politik 10.04.2012 12:34
von FrieFie | 7.321 Beiträge | 7298 Punkte


Zitat von: primatologe
10.04.2012 11:32 #114003


Sie labern einfach nur unreflektiert und unkontrolliert dran lang.


Und was wollten Sie uns mitteilen? Dass Grass seine Mitgliedschaft bei der Waffen-SS falsch dargestellt hat? Das wäre immerhin ein plausibler Grund gewesen, so lange dazu zu schweigen.

Ich wollte ursprünglich nur Leah etwas dazu sagen, wieso Grass´ Vergangenheit jetzt für manche Leute bei der Beurteilung des Gedichtes relevant ist.
Übringends habe ich nicht gesagt, dass sie das für mich auch ist, sondern nur die öffentliche Wahnehmung versucht zu erklären, anhand des Beispieles mit Hans und dem Gartenzaun.

Wenn Grass glaubwürdig für einen ist, dann solte man allerdings die andere Version seiner Jugend glauben, die er selbst erzählt hat, und tunlichst nicht die Ihre.


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#4846

RE: Eine jüdische Stimme:

in Politik 10.04.2012 12:36
von FrieFie | 7.321 Beiträge | 7298 Punkte


Zitat von: primatologe
10.04.2012 11:44 #114009


Das gabs alles, aber das andere gabs auch, Ihre schwafelhaft aufgeblasene gefühlte Wahrnehmung ändert daran nix.

Selbst wenn das verbreitete Verhalten vieler Jugendlicher zu einem Film, "Die Brücke", verarbeitet wurde, sind Sie nicht bereit ihre gefühlte Wahrnehmeing zu korrigieren oder zu erweitern.

Sie sind eine armselige und selbstgerechte Diskussionspartnerin.
Schreiben Sie doch Romane!


Der Film hat recht, aber die Menschen, die ich kenne, die in dem Alter zu der Zeit gelebt haben, die haben sicherlich auch recht mit ihren Erinnerungen.


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#4847

RE: Eine jüdische Stimme:

in Politik 10.04.2012 12:41
von nahal | 20.135 Beiträge | 33995 Punkte

Debka:
"American and Arab Gulf fighter-bombers thundered overhead Sunday, April 8 at the outset of the biggest air force exercise ever conducted in the Gulf region. They are simulating war with Iran and an operation for reopening the strategic Straits of Hormuz if it is closed by Tehran. debkafile’s military sources report that 100 of the warplanes took off from the USS Enterprise and USS Abraham Lincoln which are cruising with their strike groups opposite Iranian shores. The Saudi, UAE, Kuwaiti and Bahraini air forces contributed the other 100."

Da ist die Rede von der USA, Saudi-Arabien, UAE, Kuweit und Bahrain.
Ob dem Schreiberling auffält, dass sein Adressat nicht dabei ist?

Wie haben die "Maulhelden" darauf reagiert?

"However, shortly after the exercise began, Iranian ambassador to Kuwait Rouhullah Qahremani called urgently on Kuwait Chief of Staff Lt.-Gen Khalid Al-Sabah with a warning that the Iranian air and navy would attack the Gulf nations taking part in the exercise unless they withdrew at once."


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#4848

RE: Eine jüdische Stimme:

in Politik 10.04.2012 13:04
von Helmut Pirkl | 1.975 Beiträge | 1975 Punkte


Zitat von: Lea S.
09.04.2012 17:39 #113830

Seltsam, dass diese unfreiwillige Einziehung in den letzten Kriegsmonaten schwerer wiegt, als all das Bestreben um Moral in den darauf folgenden 70 Jahren.
Noch seltsamer allerdings, dass dass Recht "Feind zu sein" in Israel als ein natürlicher Vorgang angesehen wird.

Ganz abgesehen davon sind die Palästinenser in Israel die eigentlichen Staatsbürger, während die Juden in ihrer Mehrheit erst später nachgerückt sind und bis heute zu das ganze Territorium für sich allein beanspruchen. Wer es dann auch noch wagt, die Rechte der Ureinwohner zu erstreiten, der wird von den Besatzern diffamiert. Was vor diesem Hintergrund sogar noch verständlich ist. Nicht zu verstehen ist allerdings die Kritik an einem Außenstehenden, der nur die Wahrheit sagt. Beides miteinander zu vergleichen ist absurd.

Was Grass anlangt, so hat er es sich sehr schwer getan. Er hat weder jemanden verteidigt noch direkt angegriffen. Er hat es lediglich gewagt, ob seiner dichterischen und künstlerischen Freiheit auf einen Zustand aufmerksam zu machen, der für den Weltfrieden nicht nur unerträglich sondern eher noch äußerst gefährlich ist.


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#4849

RE: die zahnteuflischen Verse

in Politik 10.04.2012 14:04
von Landegaard | 17.380 Beiträge | 35656 Punkte


Zitat von: Lea S.
10.04.2012 00:01 #113925


1.Herrje ist gut. Es war ein anderer Sachverhalt, das aber berechtigt nicht die Menschen zu töten.

2. Wer immer wieder mit den Fingern auf eine Seite zeigt sollte bedenken, dass seine eigene Seite den gleichen Mist macht. Nichts anderes wollte ich damit sagen.

3. Was Ihr freundlichen "nahal eine reinwürgen" betrifft, kann man einiges bei jedem überlesen.
Manches aber eben nicht. Nicht noch einmal.
Er könnte sich ja auch entschuldigen.
Nicht nur nahal und seiner Sippe sollte niemand den Tod wünschen,hat auch keiner getan. Das gleiche gilt für mich und meine Sippe auch. Hast Nahal aber getan.


1. Deswegen doch die Unterscheidung des Sachverhalts, weil darin auch die Unterscheidung steckt, ob das Töten von Menschen gerechtfertigt ist. Damit machen Sie aber wieder ein neues Thema auf, mir wäre lieb, das eine erstmal zu beenden, nämlich dass es Quatsch ist, nahal einen völlig anderen unter die Nase zu reiben.

2. Richtig Lea und diese Aussage unterstreiche ich gerne, schreibe sie Ihnen jedoch ebenso ins Stammbuch.

3. Auch hier wäre mir lieb, wenn jeder für sich lieber überlegt, wofür er sich entschuldigen sollte und weniger darüber, wofür andere sich entschuldigen müssten. Bei letzterem sind alle einhellig immer äußerst präzise, was mir zumindest zeigt, dass das Denken in Anstand doch weitgehend beherrscht wird. :) Für die Tansferleistung, aus diesem Anspruch auch die Pflicht für sich abzuleiten, ist schon jeder selbst verantwortlich, weswegen es wenig bringt, das seinem Gegenüber abzufordern.



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#4850

RE: Homelands and Security

in Politik 10.04.2012 14:04
von Lea S. | 14.199 Beiträge | 13418 Punkte

@Bockstette

Zuerst einmal zu Ihren Nickelvorwurf des Banalen.
Aus Ihrem Wikipedia-Artikel, da steht die Antwort besser.

Zitat
Die Palästinenser erklärten, dass die Annahme dieses Vorschlags die Reduzierung des zukünftigen Staates Palästina auf ein „Homeland“ bedeutet hätte: Zerstreute Gebiete, die durch israelische Schnellstraßen, Sicherheits-Checkpoints und israelische Siedlungen getrennt würden. Zusätzlich wären, nach dem Vorschlag Israels, die Wasserressourcen und die Sicherung der Außengrenzen (vor allem an der Jordangrenze) sowie Zoll des palästinensischen Staates für 20 Jahre unter israelischer Kontrolle geblieben. Dies hätte nach Ansicht der Palästinenser jedoch weitere 10% der strittigen Gebiete bedeutet. Die Israelis erachteten dies jedoch für die Sicherheit Israels als notwendig.

Die Palästinenser argumentierten, durch die Siedlungen würden die Entfernungen zwischen palästinensischen Ortschaften teilweise auf das Zehnfache wachsen. Exterritoriale Straßen, die von den Palästinensern nicht benutzt werden dürften, würden das Gebiet zusätzlich zerschneiden. Da das Gebiet auf allen Seiten von Israel beziehungsweise unter israelischer Kontrolle stehenden Gebieten eingeschlossen bliebe, wäre es nicht einmal möglich, das Gebiet zu Land zu verlassen, ohne dass Israel Grenzübertritte kontrollieren könnte. Außerdem nehme der Vorschlag den Palästinensern jegliche Landreserven, die möglicherweise für rückkehrwillige Flüchtlinge genutzt werden könnten.



Dieses als den guten Vorschlag und die Ablehnung dieses guten Vorschlags als falsch zu betrachten, dafür braucht es wahrscheinlich eine besiondere Begabung.
Was auch immer Clinton gesagt haben mag, er hat sicherich auch ganz vieles anderes gesagt. Darum mein Einwurf über seine Anmerkungen zu Nwetanyahu.
Über die Demokratie und Gerechtigkeitsbeurteilung saudischer Prinzen, sorry, darüber diskutiere ich nicht.
Diese sind aufgrund ihrer eigenen Despotenfamilie ausserhalb der Glaubwürdigkeit.

Der Rest Ihres Beotrages,

Zitat
Trotzdem oder gerade deshalb bin ich persönlich jedoch davon überzeugt, dass es ein gravierender Fehler, nein, ein eklatantes Versagen der jetzigen israelischen Regierung ist, nicht konziliant und demonstrativ den Palästinensern entgegen zu kommen, in dem der Siedlungsbau eingestellt, die Behinderungen und Schikanen beseitigt und die Gelegenheit zum Kompromiss für ein Übereinkommen genutzt werden, denn ich bin der Meinung, dass Abbas zum Frieden bereit ist, was ich von der Regierung Netanjahu/Lieberman nicht behaupten kann, noch behaupten will.



Danke, endlich einmal eine klare Aussage.
Hochachtung!


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