#4801

RE: Eine jüdische Stimme:

in Politik 09.04.2012 23:43
von Lea S. | 14.199 Beiträge | 13418 Punkte

Schön dass Sie mir den Beitrag von Landegaard verlinken, hatte ihn glatt übersehen.

Ansonsten, heute ist ja besonders der israelische Innenminister angesagt. Der spricht aber sicherlich doch für Israel, oder?

Zitat
Jischai sieht Einwanderer pauschal als Gefahr und Quelle von Krankheiten wie Aids oder Hepatitis. Asylbewerber sollten in freiwillige Arbeitslager gebracht werden, um dort ihre Unkosten unentgeltlich abzuarbeiten.[1] Homosexuelle sind seiner Meinung nach krank, und die palästinensische Hamas möchte er „ausradieren“.[2] Nach verheerenden Waldbränden in Nordisrael Ende 2010 warfen Journalisten Jischai, der für die Feuerwehren zuständig war, Versagen vor und forderten seinen Rücktritt.[3] http://de.wikipedia.org/wiki/Eli_Jischai



Dieser Rassist, der lieber seine Landsleute verbrennen sieht als von christlichen Gruppen Hilfe anzunehmen?

Zitat
Yishai refused fire truck donations from Christian group http://www.jpost.com/NationalNews/Article.aspx?id=198183



Ansonsten können wir auch den rassistischen Aussenminister nehmen, der gerne die Ägypter ersäufen will in dem er den Staudamm sprengen lässt.


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#4802

RE: Eine jüdische Stimme:

in Politik 09.04.2012 23:48
von mbockstette | 7.881 Beiträge | 6023 Punkte


Zitat von: primatologe
09.04.2012 23:37 #113915

Ja richtig, die zeichnen nur auf, zwecks Manipulation.

In saudischen TV ausgestarhlt? Woran erkennen Sie das?
Selbst wenn ist es ja gut, haben Sie den ersten Kommentar unter dem Video gelesen?
"I am a Muslim but I really hate this video..."

Es ändert aber nichts an der Absicht von MEMRI, die NICHT-repräsentative Hetzvideos an über 500 Stationen verteilt, heisst es in Wiki.


Was ist denn "repräsentative Hetze"? Das vielleicht?

Anti-Semitic 'Elders of Zion' Gets New Life on Egypt TV

An Egyptian satellite television channel has begun teasers for its blockbuster Ramadan series that its producers acknowledge incorporates ideas from the infamous czarist forgery ''The Protocols of the Elders of Zion.'' That document, a pillar of anti-Semitic hatred for about a century, appears to be gaining a new foothold in parts of the Arab world, some scholars and observers say.

http://www.nytimes.com/2002/10/26/world/...nted=all&src=pm


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#4803

RE: Eine jüdische Stimme:

in Politik 09.04.2012 23:49
von Lea S. | 14.199 Beiträge | 13418 Punkte


Zitat von: FrieFie
09.04.2012 23:34 #113913

Stell Dir einfach vor, es würde sich herausstellen, dass Hans früher mal den Zaun Richtung Nachbargrundstück nachts versetzt hat, weil sein Vater es verlangte.



Hat er dabei auch gleich den Nachbarn und seine Familie verjagt oder sogar getötet?

Sag mir mal ehrlich, warum willst du nicht, dass dieses Siedlergesindel immer und immer wieder erwähnt wird?
Ein grosser Teil des NahOst Konfliktes wäre gelöst, gäbe es dieses Pack nicht mehr.



zuletzt bearbeitet 09.04.2012 23:51 | nach oben springen

#4804

RE: Eine jüdische Stimme:

in Politik 09.04.2012 23:57
von FrieFie | 7.321 Beiträge | 7298 Punkte


Zitat von: primatologe
09.04.2012 22:41 #113895


Dieser Jussuf von dem Sie schreiben war schwul, und hatte zu befürchten, dass ihm dafür seine Sippe die Kniescheiben bricht. Nun ja, Spinner wie bei den Juden die Orthodoxen gibt es unter Arabern natürlich auch.

Dann zählen die meisten Araber, Türken und Iraner zu den Spinnern, denn in all diesen Ländern werden Schwule von der Familie oder vom Staat drakonisch bestraft.

Zitat von: 
Toleranz wie in Tel Aviv allerdings ebenfalls. In einer Dokumentation auf Phönix sagt ein Palästinenser beim Friseur im arabischen Viertel Jerusalems, heute würden die Jungen keinen Schnurrbart mehr haben wollen, in merkwürdig tief sitzenden Hosen herumlaufen, und sich sogar Hunde* halten, unglaublich, aber so sei das nunmal.

Da haben Sie nun nicht gerade das Herz der arabischen Kultur genannt. Wie wohl ein Frisör in Mekka sich äussern würde?

Zitat von: 
*Im Islam gelten Hunde als unrein, aber von den Juden im Land können sich junge Araber das nicht abgeschaut haben, denn im Judentum sind Hunde zwar nicht verboten, aber unerwünscht.

In der islamischen Türkei werden immerhin die berühmten, riesigen Kangals gezüchtet. Leider meistens als Kampf- und Wachhunde scharfgemacht.


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#4805

RE: die zahnteuflischen Verse

in Politik 10.04.2012 00:01
von Lea S. | 14.199 Beiträge | 13418 Punkte

Zitat
Zitat von: Landegaard
09.04.2012 16:20 #113796


Das war ein völlig anderer Sachverhalt, herrje. Es macht wohl einen Unterschied, ob sich ein Mob der eigenen Grenze nähert, von dem nicht klar ist, ob er terroristische Absichten verfolgt, oder ob man Landsleuten bei der Flucht ins Ausland hinterherballert. Aber wen kümmert Differenzierung, wenn man die Chance hat, dem nahal eine reinzuwürgen. Es ist hier kaum noch zu ertragen.



Herrje ist gut. Es war ein anderer Sachverhalt, das aber berechtigt nicht die Menschen zu töten.

Wer immer wieder mit den Fingern auf eine Seite zeigt sollte bedenken, dass seine eigene Seite den gleichen Mist macht. Nichts anderes wollte ich damit sagen.

Was Ihr freundlichen "nahal eine reinwürgen" betrifft, kann man einiges bei jedem überlesen.
Manches aber eben nicht. Nicht noch einmal.
Er könnte sich ja auch entschuldigen.
Nicht nur nahal und seiner Sippe sollte niemand den Tod wünschen,hat auch keiner getan. Das gleiche gilt für mich und meine Sippe auch. Hast Nahal aber getan.



zuletzt bearbeitet 10.04.2012 00:01 | nach oben springen

#4806

RE: Chapeau!

in Politik 10.04.2012 00:04
von FrieFie | 7.321 Beiträge | 7298 Punkte


Zitat von: primatologe
09.04.2012 22:02 #113880

Ich meine A. spricht immmer vom zionistischen Gebilde, dass verschwinden muss. Dass der Iran aber tatsächlich versuchen würde Israel auszulöschen, ist völlig abwegig.

In etwa so abwegig wie umgekehrt.

Zitat von: 
Die Rhetorik zeigt aber wie verhasst Israel ist, auch dass die Hamas vor ein paar Tagen drei Kollaboteure aufgehängt hat, zeigt wie tief der Hass auf die jüdischen Eroberer sitzt.

Zwei Mörder, ein Kollaborateur. Moment mal: die Höhe der Strafe für Kollaborateure zeigt an, wie gross der Hass auf das Feindesland ist, also wie viel die feindliche Regierung falsch gemacht hat?
Könnte die Höhe der Strafe nicht auch mit der Grausamkeit der eigenen Regierung zusammenhängen?

Zitat von: 
Den Wunsch nach dem "Verschwinden des zionistischen Gebildes" würde ich so übersetzen, dass die Juden bleiben können, aber unter palästinensischer Herrschaft.
Das würde sehr gut funktionieren.

Ungefähr so gut wie Jugoslavien, würde ich tippen.


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#4807

RE: Eine jüdische Stimme:

in Politik 10.04.2012 00:05
von mbockstette | 7.881 Beiträge | 6023 Punkte


Zitat von: Lea S.
09.04.2012 23:43 #113918
Schön dass Sie mir den Beitrag von Landegaard verlinken, hatte ihn glatt übersehen.

Ansonsten, heute ist ja besonders der israelische Innenminister angesagt. Der spricht aber sicherlich doch für Israel, oder?

Zitat
Jischai sieht Einwanderer pauschal als Gefahr und Quelle von Krankheiten wie Aids oder Hepatitis. Asylbewerber sollten in freiwillige Arbeitslager gebracht werden, um dort ihre Unkosten unentgeltlich abzuarbeiten.[1] Homosexuelle sind seiner Meinung nach krank, und die palästinensische Hamas möchte er „ausradieren“.[2] Nach verheerenden Waldbränden in Nordisrael Ende 2010 warfen Journalisten Jischai, der für die Feuerwehren zuständig war, Versagen vor und forderten seinen Rücktritt.[3] http://de.wikipedia.org/wiki/Eli_Jischai



Dieser Rassist, der lieber seine Landsleute verbrennen sieht als von christlichen Gruppen Hilfe anzunehmen?

Zitat
Yishai refused fire truck donations from Christian group http://www.jpost.com/NationalNews/Article.aspx?id=198183



Ansonsten können wir auch den rassistischen Aussenminister nehmen, der gerne die Ägypter ersäufen will in dem er den Staudamm sprengen lässt.



Ich fordere auch seinen Rücktritt, inklusive der bestehenden Koalition.

Nur, sieht es in der Realität so aus, dass Muslime, ob aus der Westbank oder arabischen Staaten, zu Zehntausenden Asyl in Israel suchen, um Verfolgung und Elend in ihrer Heimat zu entgehen. Dass Israelis, seien sie jüdischer oder arabischer Herkunft, aus ähnlichen Gründen in umgekehrter Richtung flüchten ist nicht bekannt, oder? Und an dieser Tatsache kann abgelesen werden, wie es um das soziale und humane Gefälle zwischen beiden Seiten im täglichen Über_Leben wirklich steht.



zuletzt bearbeitet 10.04.2012 00:43 | nach oben springen

#4808

RE: Eine jüdische Stimme:

in Politik 10.04.2012 00:06
von primatologe | 8.476 Beiträge | 8476 Punkte


Zitat von: FreiFi Dann zählen die meisten Araber, Türken und Iraner zu den Spinnern, denn in all diesen Ländern werden Schwule von der Familie oder vom Staat drakonisch bestraft.

Raten Sie mal, wann bei uns der 175er abgeschafft wurde:
Man denkt 1894, aber es war 100 Jahre später, erst vor 16 Jahren.

http://de.wikipedia.org/wiki/%C2%A7_175



zuletzt bearbeitet 10.04.2012 00:07 | nach oben springen

#4809

RE: Eine jüdische Stimme:

in Politik 10.04.2012 00:06
von Lea S. | 14.199 Beiträge | 13418 Punkte


Zitat von: primatologe
09.04.2012 22:41 #113895


.......................

*Im Islam gelten Hunde als unrein, aber von den Juden im Land können sich junge Araber das nicht abgeschaut haben, denn im Judentum sind Hunde zwar nicht verboten, aber unerwünscht.



Hunde gelten als unrein, sind aber nicht verboten. Fromme Leute holen sich Hunde nicht in die Wohnung (denk an meine Tante mit dem Extraauswaschen der Tasse!)
Glaubst Du wirklich, dass die Schäfer in islamischen Ländern ihre Schafherden durch Katzen bewachen lassen?


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#4810

RE: Eine jüdische Stimme:

in Politik 10.04.2012 00:08
von FrieFie | 7.321 Beiträge | 7298 Punkte


Zitat von: Lea S.
09.04.2012 23:49 #113922



Hat er dabei auch gleich den Nachbarn und seine Familie verjagt oder sogar getötet?

Sag mir mal ehrlich, warum willst du nicht, dass dieses Siedlergesindel immer und immer wieder erwähnt wird?
Ein grosser Teil des NahOst Konfliktes wäre gelöst, gäbe es dieses Pack nicht mehr.


Es ging gerade um Grass, und sein Verschweigen.


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#4811

RE: Eine jüdische Stimme:

in Politik 10.04.2012 00:11
von Hans Bergman | 16.670 Beiträge | 39798 Punkte


Zitat von: FrieFie
09.04.2012 23:34 #113913

Stell Dir einfach vor, es würde sich herausstellen, dass Hans früher mal den Zaun Richtung Nachbargrundstück nachts versetzt hat, weil sein Vater es verlangte.

Ich hatte zwei Wochen lang blaue Striemen am Gesäß, weil ich drei Frühäpfel von Nachbars Baum gepflückt hatte.
Mein Vater hatte nicht nur ein konservatives, sondern ein recht striktes Verhältnis zum Eigentum anderer. Damals sagte er, nur Gesindel stiehlt. Ich habe es mir gut gemerkt. Es wurde mir quasi eingebläut.
Der Vergleich passt also ganz schlecht. :)


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#4812

RE: Eine jüdische Stimme:

in Politik 10.04.2012 00:12
von Lea S. | 14.199 Beiträge | 13418 Punkte


Zitat von: mbockstette
10.04.2012 00:05 #113929


Ich fordere auch seinen Rücktritt, inklusive der bestehenden Koalition.

Nur, sieht es in der Ralität so aus, dass Muslime, ob aus der Westbank oder arabischen Staaten, zu Zehntausenden Asyl in Israel suchen, um Verfolgung und Elend in ihrer Heimat zu entgehen. Dass Israelis, seien sie jüdischer oder arabischer Herkunft, aus ähnlichen Gründen in umgekehrter Richtung flüchten ist nicht bekannt, oder? Und an dieser Tatsache kann abgelesen werden, wie es um das soziale und humane Gefälle zwischen beiden Seiten im täglichen Über_Leben wirklich steht.


Hätte Jischai das alleinige Sagen sähe es sicherlich anders aus. Noch schlechter allerdings würde es manche Frauen treffen, nackte Beine, nackte Schultern? oi oi oi oi oi

Ansonsten besteht doch garkein Zweifel zu den Unterrschieden der fundamentalistischen islamischen Welt zur freiheitlich westlichen Welt. Darf man deshalb die Schieflage in der israelischen Politik nicht nennen? Muss man warten, bis dass diese Unterschiede sich den islamistischen Verhältnissen angepasst haben?
Erste Anzeichen gibt es ja bereits seit Längerem.



zuletzt bearbeitet 10.04.2012 00:23 | nach oben springen

#4813

RE: Eine jüdische Stimme:

in Politik 10.04.2012 00:14
von Lea S. | 14.199 Beiträge | 13418 Punkte


Zitat von: FrieFie
10.04.2012 00:08 #113932


Es ging gerade um Grass, und sein Verschweigen.



Und was hat dann der Zaun von Hansens Vater damit zu tun?



zuletzt bearbeitet 10.04.2012 00:22 | nach oben springen

#4814

RE: Eine jüdische Stimme:

in Politik 10.04.2012 00:17
von FrieFie | 7.321 Beiträge | 7298 Punkte


Zitat von: primatologe
10.04.2012 00:06 #113930

Raten Sie mal, wann bei uns der 175er abgeschafft wurde:
Man denkt 1894, aber es war 100 Jahre später, erst vor 16 Jahren.

http://de.wikipedia.org/wiki/%C2%A7_175


Genauer lesen: im Wesentlichen wurde der Paragraph 1973 geändert und Homosexualität nicht mehr unter Strafe gestellt.
Wollen Sie die Verhältnisse in der BRD mit denen in Ländern vergleichen, wo Schwule von der eigenen Familie für die Ehre umgebracht oder vom Staat in Gefängnisse gesteckt werden (wo ihnen Vergewaltigung und Folter blüht)?


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#4815

RE: Eine jüdische Stimme:

in Politik 10.04.2012 00:22
von Lea S. | 14.199 Beiträge | 13418 Punkte


Zitat von: FrieFie
10.04.2012 00:17 #113938


Genauer lesen: im Wesentlichen wurde der Paragraph 1973 geändert und Homosexualität nicht mehr unter Strafe gestellt.
Wollen Sie die Verhältnisse in der BRD mit denen in Ländern vergleichen, wo Schwule von der eigenen Familie für die Ehre umgebracht oder vom Staat in Gefängnisse gesteckt werden (wo ihnen Vergewaltigung und Folter blüht)?



Es ist gerade mal so lange her wie der immer wieder hervorgeholte Holocaust. Da wurden Schwule in den Öfen verbrannt.

Entweder ist es schon ewig her oder noch immer ganz frisch. Der Zeitpunkt ist für beide Ereignisse der gleiche.



zuletzt bearbeitet 10.04.2012 00:26 | nach oben springen

#4816

RE: Eine jüdische Stimme:

in Politik 10.04.2012 00:26
von FrieFie | 7.321 Beiträge | 7298 Punkte


Zitat von: Lea S.
10.04.2012 00:14 #113937


Und was hat dann der Zaun von Hanens Vater damit zu tun?

Nur ein Beispiel.
Andere haben von ihrer Vergangenheit erzählt und gerade dadurch an Glaubwürdigkeit gewonnen.
Immerhin wurden zuletzt alle alten Männer und Jungs, die noch ein Sturmgewehr oder eine Flak bedienen konnten, ungefragt eingezogen. Niemand hätte ihm einen Vorwurf gemacht, wäre er ehrlich gewesen. Naja, Waffen-SS hätte es vielleicht nicht gleich sein müssen ....
Grass hat seine eigene Vergangenheit verschwiegen und andere für ihr Verschweigen angeklagt. Irgendwann fiel es ihm ein, seine Vergangenheit zu erwähnen, und seitdem hat er ein Glaubwürdigkeitsproblem.



zuletzt bearbeitet 10.04.2012 00:26 | nach oben springen

#4817

RE: Eine jüdische Stimme:

in Politik 10.04.2012 00:31
von Lea S. | 14.199 Beiträge | 13418 Punkte


Zitat von: FrieFie
10.04.2012 00:26 #113941

Nur ein Beispiel.
Andere haben von ihrer Vergangenheit erzählt und gerade dadurch an Glaubwürdigkeit gewonnen.
Immerhin wurden zuletzt alle alten Männer und Jungs, die noch ein Sturmgewehr oder eine Flak bedienen konnten, ungefragt eingezogen. Niemand hätte ihm einen Vorwurf gemacht, wäre er ehrlich gewesen. Naja, Waffen-SS hätte es vielleicht nicht gleich sein müssen ....
Grass hat seine eigene Vergangenheit verschwiegen und andere für ihr Verschweigen angeklagt. Irgendwann fiel es ihm ein, seine Vergangenheit zu erwähnen, und seitdem hat er ein Glaubwürdigkeitsproblem.


Ganz so einfach war es wohl nicht. Verantwortlich gewesene Nazis zu outen ist wohl etwas anderes als zu verschweigen, als Halbwüchsiger 6 Monate vor Kriegsende noch in die SS gepresst worden zu sein. Weder hat er getötet, noch war er für den Tod anderer verantwortlich.
Da macht ihn für mich nicht Unglaubwürdig. Einen Filbinger allerdings doch.
Wichtig ist allerdings, was er nach dieser Zeit getan hat.


Unglaubwürdig finde ich eher heute diese Herrschaften, die Grass lieber seine Vergangenheit von vor 70 Jahren ankreiden, als den Israelis ihre Unrechtspolitik von Heute.



zuletzt bearbeitet 10.04.2012 00:32 | nach oben springen

#4818

RE: Eine jüdische Stimme:

in Politik 10.04.2012 00:31
von FrieFie | 7.321 Beiträge | 7298 Punkte


Zitat von: Lea S.
10.04.2012 00:22 #113940



Es ist gerade mal so lange her wie der immer wieder hervorgeholte Holocaust. Da wurden Schwule in den Öfen verbrannt.

Entweder ist es schon ewig her oder noch immer ganz frisch. Der Zeitpunkt ist für beide Ereignisse der gleiche.


Nein, Leah. Der Zeitpunkt liegt 30 Jahre auseinander.
Und immernoch kämpfen Schwule gegen Diskriminierung, zuletzt konnte man darüber auch in diesem Forum unter Sollen Homosexuelle Paare Kinder adoptieren können? nachlesen.
Nicht lange her bekamen Schwule auf den Christopher-Street-Day-Paraden auch "Ihr gehört alle vergast" zu hören. Aber es hat sich doch im vergleich zu den arabischen Ländern sehr viel verändert. Wie auch zum Glück im Verhältnis zu Juden ... auch wenn es einem manchmal hier nicht so vorkommt.


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#4819

RE: Eine jüdische Stimme:

in Politik 10.04.2012 00:33
von primatologe | 8.476 Beiträge | 8476 Punkte


Zitat von: FrieFie
10.04.2012 00:08 #113932


Es ging gerade um Grass, und sein Verschweigen.



Ihr Zusatz ".., da sein Vater das verlangte" macht das Verschweigen völlig unerheblich.
Einem 17jährigen würde ich das ohnehin nicht vorwerfen.

Als Siebzehnjährige haben die nur die Power des Zwölfzylinders unterm Hintern im Panzer gespürt, und die Blicke der Mädchen auf die blitzenden Stiefel, die Jungs in den schwarzen Uniformen wirkten auf die Mädels besonders sexy.
Selbst Französinnen schwärmten für die Männer mit dem Siegerlächeln.



zuletzt bearbeitet 10.04.2012 00:34 | nach oben springen

#4820

RE:

in Politik 10.04.2012 00:34
von mbockstette | 7.881 Beiträge | 6023 Punkte


Zitat von: Lea S.
09.04.2012 23:49 #113922

Ein grosser Teil des NahOst Konfliktes wäre gelöst, gäbe es dieses Pack nicht mehr.


Das ist wohl wahr! Wobei festzuhalten ist, dass diejenigen unter den Siedlern, die sich radikal gegen einen Rückzug, auch nach Erreichen eines vertraglichgen Abkommens, stemmen, eine Minderheit bilden.

Genau so wahr wie die Tatsache, dass über diesen Teil des Nahost Konflikts hier aproportional viel geschrieben wird. Dem Hamas-, Jihad, PFLP-, Hisbollah und sonstigem Pack auf der anderen Seite jedoch zu Unrecht vorzugsweise mildernde Umstände einegräumt werden. Denn:

Nicht zu vergessen Arafats Verhalten bei den Camp-David-II-Verhandlungen:

Viele Stimmen kritisierten den Palästinenserchef jedoch scharf für seine ablehnende Haltung in den Verhandlungen und seinen Verzicht auf ein Gegenangebot. So warf Bill Clinton Arafat vor, die Schuld am Scheitern der Gespräche zu tragen: "You have been here fourteen days and said no to everything." Prinz Bandar von Saudi-Arabien, der hinter den Kulissen eine entscheidende Rolle bei den Friedensgesprächen gespielt hatte, nannte Arafats Ablehnung "ein Verbrechen gegen die Palästinenser, ja gegen die gesamte Region"
http://de.wikipedia.org/wiki/Camp_David_II#Kritik


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#4821

RE: Eine jüdische Stimme:

in Politik 10.04.2012 00:34
von FrieFie | 7.321 Beiträge | 7298 Punkte


Zitat von: Lea S.
10.04.2012 00:31 #113944


Ganz so einfach war es wohl nicht. Verantwortlich gewesene Nazis zu outen ist wohl etwas anderes als zu verschweigen, als Halbwüchsiger 6 Monate vor Kriegsende noch in die SS gepresst worden zu sein. Weder hat er getötet, noch war er für den Tod anderer verantwortlich.
Da macht ihn für mich nicht Unglaubwürdig. Einen Filbinger allerding doch.
Wichtig ist allerdings, was er nach dieser Zeit getan hat.


Warum verschweigt einer, was ihm nicht angelastet werden kann?
Und dann verlassen wir uns auf sein Wort, dass er nicht getötet hat ... andere haben nicht inhaliert.
Über Filbinger brauchen wir nicht diskutieren, da liegt der Fall klar.


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#4822

RE: Eine jüdische Stimme:

in Politik 10.04.2012 00:36
von Lea S. | 14.199 Beiträge | 13418 Punkte


Zitat von: FrieFie
10.04.2012 00:31 #113945


Nein, Leah. Der Zeitpunkt liegt 30 Jahre auseinander.
Und immernoch kämpfen Schwule gegen Diskriminierung, zuletzt konnte man darüber auch in diesem Forum unter Sollen Homosexuelle Paare Kinder adoptieren können? nachlesen.
Nicht lange her bekamen Schwule auf den Christopher-Street-Day-Paraden auch "Ihr gehört alle vergast" zu hören. Aber es hat sich doch im vergleich zu den arabischen Ländern sehr viel verändert. Wie auch zum Glück im Verhältnis zu Juden ... auch wenn es einem manchmal hier nicht so vorkommt.



Du hast mich nicht verstanden. Macht aber nichts, stimmt trotzdem.

Ich wollte in Erinnerung bringen, dass nicht nur den Juden unheimliches Leid angetan wurde durch die Nazis. Wenn immer so getan wird, als sei die westliche Welt der Himmel auf Erden für Homosexuelle, sollte evtl. öfter mal daran gedacht werden.


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#4823

RE: Eine jüdische Stimme:

in Politik 10.04.2012 00:39
von FrieFie | 7.321 Beiträge | 7298 Punkte


Zitat von: primatologe
10.04.2012 00:33 #113946


Ihr Zusatz ".., da sein Vater das verlangte" macht das Verschweigen völlig unerheblich.
Einem 17jährigen würde ich das ohnehin nicht vorwerfen.

Als Siebzehnjährige haben die nur die Power des Zwölfzylinders unterm Hintern im Panzer gespürt, und die Blicke der Mädchen auf die blitzenden Stiefel, die Jungs in den schwarzen Uniformen wirkten auf die Mädels besonders sexy.
Selbst Französinnen schwärmten für die Männer mit dem Siegerlächeln.


Siegerlächeln? 6 Monate vor Kriegsende? Siebzehnjährige Panzerfahrer? Französinnen, die Ende 1944 Teenager in SS-Uniform bewunderten?

Sie schaffen´s immer mal, mich abgrundtief zu ekeln. Die Mischung aus Dummheit, Un- und Einbildung und sexueller Phantasie sucht seinesgleichen.


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#4824

RE: Eine jüdische Stimme:

in Politik 10.04.2012 00:40
von Lea S. | 14.199 Beiträge | 13418 Punkte


Zitat von: FrieFie
10.04.2012 00:34 #113949


Warum verschweigt einer, was ihm nicht angelastet werden kann?
Und dann verlassen wir uns auf sein Wort, dass er nicht getötet hat ... andere haben nicht inhaliert.
Über Filbinger brauchen wir nicht diskutieren, da liegt der Fall klar.


Hast Du uns schon alles erzählt, was Du so an "Sünden" als 17 jährige gemacht hast? Kurz nach dem Krieg war wahrscheinlich alles zu frisch, danach der Zeitpunkt vertan. Irgendwann war er dann richtig.

Er hat es nicht in die Welt hinausposaunt, na und? Ist es nicht wichtiger, was er in den Jahren danach, als Erwachsener getan hat?

P.S.
Ich hoffe, Deine Worte sollten nicht bedeuten, dass Du Grass einen Mörder nennst.


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#4825

RE:

in Politik 10.04.2012 00:45
von Lea S. | 14.199 Beiträge | 13418 Punkte


Zitat von: mbockstette
10.04.2012 00:34 #113948


Das ist wohl wahr! Wobei festzuhalten ist, dass diejenigen unter den Siedlern, die sich radikal gegen einen Rückzug, auch nach Erreichen eines vertraglichgen Abkommens, stemmen, eine Minderheit bilden.

Genau so wahr wie die Tatsache, dass über diesen Teil des Nahost Konflikts hier aproportional viel geschrieben wird. Dem Hamas-, Jihad, PFLP-, Hisbollah und sonstigem Pack auf der anderen Seite jedoch zu Unrecht vorzugsweise mildernde Umstände einegräumt werden. Denn:

Nicht zu vergessen Arafats Verhalten bei den Camp-David-II-Verhandlungen:

Viele Stimmen kritisierten den Palästinenserchef jedoch scharf für seine ablehnende Haltung in den Verhandlungen und seinen Verzicht auf ein Gegenangebot. So warf Bill Clinton Arafat vor, die Schuld am Scheitern der Gespräche zu tragen: "You have been here fourteen days and said no to everything." Prinz Bandar von Saudi-Arabien, der hinter den Kulissen eine entscheidende Rolle bei den Friedensgesprächen gespielt hatte, nannte Arafats Ablehnung "ein Verbrechen gegen die Palästinenser, ja gegen die gesamte Region"
http://de.wikipedia.org/wiki/Camp_David_II#Kritik



Clinton, hatte der nicht auch so besonders nette Worte für Netanyahu? Noch netter als sie letztens Obama und Sarkozy hatten?

Saudi Arabien allerdings, sollte als keinerlei Beispiel dienen.

Nur was hat Grass und seine Kritik an der instabilen Situation und am brüchigen Weltfrieden damit zu tun.

Immer nur aber die andern............



zuletzt bearbeitet 10.04.2012 00:46 | nach oben springen

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