#1

Farewell Afghanistan

in Politik 05.07.2021 13:05
von Corto | 2.425 Beiträge | 23134 Punkte

https://www.sueddeutsche.de/politik/afgh...undus-1.5342067

Afghanischen Hilfskräften, die die internationalen Truppen vorort aktiv unterstützten, steht das gleiche Schicksal bevor wie den Pieds noirs nach dem Algerienkrieg: flüchten oder sich daheim massakrieren lassen.
DIESEN Menschen müssten wir wirklich Asyl gewähren, und zwar vorrangig. Warum nicht mit festen Eingliederungsprogrammen in unsere Polizei- oder Streitkräfte?


zuletzt bearbeitet 05.07.2021 13:11 | nach oben springen

#2

RE: Farewell Afghanistan

in Politik 05.07.2021 13:24
von Maga-neu | 29.155 Beiträge | 127256 Punkte

Zitat von Corto im Beitrag #1
https://www.sueddeutsche.de/politik/afghanistan-ortskraefte-bundeswehr-masar-i-scharif-kundus-1.5342067

Afghanischen Hilfskräften, die die internationalen Truppen vorort aktiv unterstützten, steht das gleiche Schicksal bevor wie den Pieds noirs nach dem Algerienkrieg: flüchten oder sich daheim massakrieren lassen.
DIESEN Menschen müssten wir wirklich Asyl gewähren, und zwar vorrangig. Warum nicht mit festen Eingliederungsprogrammen in unsere Polizei- oder Streitkräfte?

Eine politische Führung, die den heimkehrenden Soldaten keinerlei Respekt erweist, wird das wohl kaum tun.
Mourir pour Danzig?, fragten sich viele Franzosen 1939.
Mourir pour ces imbéciles?, können sich die heutigen Soldaten fragen.


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#3

RE: Farewell Afghanistan

in Politik 05.07.2021 13:28
von Leto_II. | 24.132 Beiträge | 65119 Punkte

Man sollte allen afghanischen Frauen unter 40 ein Asylangebot machen. Oder ist das dann wieder Völkermord?



zuletzt bearbeitet 05.07.2021 13:29 | nach oben springen

#4

RE: Farewell Afghanistan

in Politik 05.07.2021 14:19
von nahal | 20.930 Beiträge | 42059 Punkte

Zitat von Leto_II. im Beitrag #3
Man sollte allen afghanischen Frauen unter 40 ein Asylangebot machen. Oder ist das dann wieder Völkermord?


Du willst also Frauen über 40 diskriminieren?
Pfui Deibel!


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#5

RE: Farewell Afghanistan

in Politik 05.07.2021 14:36
von Corto | 2.425 Beiträge | 23134 Punkte

Für das vorherrschende Gesellschaftsbild in A. sind wir nicht verantwortlich zu machen.
Für den Schutz von Kollaborateuren bei der "Verteidigung unserer Freiheit am Hindukusch" dagegen sehr wohl.


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#6

RE: Farewell Afghanistan

in Politik 05.07.2021 20:03
von Nante | 9.213 Beiträge | 24970 Punkte

Zitat von Corto im Beitrag #1
https://www.sueddeutsche.de/politik/afghanistan-ortskraefte-bundeswehr-masar-i-scharif-kundus-1.5342067

DIESEN Menschen müssten wir wirklich Asyl gewähren, und zwar vorrangig. Warum nicht mit festen Eingliederungsprogrammen in unsere Polizei- oder Streitkräfte?


Na, so euphorisch bin ich nicht. Erstmal prinzipiell nicht. Und auch speziell nicht.


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#7

RE: Farewell Afghanistan

in Politik 05.07.2021 21:21
von Corto | 2.425 Beiträge | 23134 Punkte

Sie reden von Euphorie, ich rede von Demut gegenüber diesen Leuten.


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#8

RE: Farewell Afghanistan

in Politik 05.07.2021 21:43
von Nante | 9.213 Beiträge | 24970 Punkte

Zitat von Corto im Beitrag #7
Sie reden von Euphorie, ich rede von Demut gegenüber diesen Leuten.


Corto, eine "Eingliederung" von Putzmännern, Lagerarbeitern, Gärtnern und Übersetzern ist den aktiven bewaffneten Dienst? Das ist Euphorie über deren Fähigkeiten.


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#9

RE: Farewell Afghanistan

in Politik 06.07.2021 10:08
von Corto | 2.425 Beiträge | 23134 Punkte

Nante, eben genau darum! Es sind ja keine Kieferchirurgen und IT-Ingenieure, die wir uns da ins Land holen würden.
Grundi und Deutschkurs könnten dagegen realistisch gesehen Soldaten für den niederen Dienst aus ihnen formen.


zuletzt bearbeitet 06.07.2021 10:13 | nach oben springen

#10

RE: Farewell Afghanistan

in Politik 08.08.2021 12:59
von Corto | 2.425 Beiträge | 23134 Punkte

https://www.welt.de/politik/ausland/arti...est_autocurated

Was für ein Drama - ein Offenbarungseid der internationalen Politik der letzen 20 Jahre.
Zu ihrem Glück können Politik und Medien rund um die Uhr Impfkampagne und Olympia ventilieren, sonst müssten sie noch dieses Desaster analysieren.


zuletzt bearbeitet 08.08.2021 13:00 | nach oben springen

#11

RE: Farewell Afghanistan

in Politik 08.08.2021 17:03
von Nante | 9.213 Beiträge | 24970 Punkte

Zitat von Corto im Beitrag #9
Nante, eben genau darum! Es sind ja keine Kieferchirurgen und IT-Ingenieure, die wir uns da ins Land holen würden.
Grundi und Deutschkurs könnten dagegen realistisch gesehen Soldaten für den niederen Dienst aus ihnen formen.


Grundi? Ach so - Grundausbildung: nach sechs Wochen konnte ich im Stehen einschlafen...)) Hat selbst mir als sportlich-hagerem Jungspund schwer zugesetzt, aber es könnte ja sein, daß diese "Grund"ausbildung bei uns schon etwas härter war...

Ihre Idee einer UN-Armee hatte ich schon vor einiger Zeit entwickelt. Die Flüchtlinge werden europaweit erfaßt und gemustert. Bei Wehrtauglichkeit erfolgt die Einberufung in die nationalen Kontingente, die der UNO unterstehen. Die Ausbildung erfolgt in Nachbarländern. Z.B. in Usbekistan oder Turkmenien. Bei anderen in Kenia...

Damit dürften die einheimischen Terroristen bald in Unterzahl und der Defensive sein. Wenn dann Logistik und Unterstützung durch die Blauhelme erfolgt.


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#12

RE: Farewell Afghanistan

in Politik 08.08.2021 17:19
von Hans Bergman | 20.324 Beiträge | 77434 Punkte

Zitat von Nante im Beitrag #11
...Ihre Idee einer UN-Armee hatte ich schon vor einiger Zeit entwickelt. Die Flüchtlinge werden europaweit erfaßt und gemustert. Bei Wehrtauglichkeit erfolgt die Einberufung in die nationalen Kontingente, die der UNO unterstehen. Die Ausbildung erfolgt in Nachbarländern. Z.B. in Usbekistan oder Turkmenien. Bei anderen in Kenia...
Damit dürften die einheimischen Terroristen bald in Unterzahl und der Defensive sein. Wenn dann Logistik und Unterstützung durch die Blauhelme erfolgt.

Fände ich gut.
Ich mach's eine Nummer kleiner: Ich träume seit langem von einer internationalen Leitstelle zur Koordinierung aller vorhandenen Löschflugzeuge. Insgesamt dürfte es auf der Welt eine schlagkräftige Flotte geben, die im Krisenfall (aktuell Greichenland/Italien) wie im Kriegseinsatz zu den Brandherden dieser Welt fliegen müsste und entsprechend organisiert die Flammen bekämpfen sollte.
Wasser abwerfen, statt Napalm, Agent Orange oder Splitterbomben - das würde natürlich schwer, Leute dafür zu begeistern.
Jemand ne Idee, wie man das anpacken könnte? Ich würde die erste Nachtschicht übernehmen.



zuletzt bearbeitet 08.08.2021 17:21 | nach oben springen

#13

RE: Farewell Afghanistan

in Politik 08.08.2021 18:17
von Corto | 2.425 Beiträge | 23134 Punkte

Heute erst soll sich ein Konvoi des THW NRW nach Griechenland aufgemacht haben. Kommenden Donnerstag soll er dort eintreffen...
(Hoffentlich steht bis dahin noch was von Athen?)


zuletzt bearbeitet 08.08.2021 18:18 | nach oben springen

#14

RE: Farewell Afghanistan

in Politik 08.08.2021 18:19
von Corto | 2.425 Beiträge | 23134 Punkte

@Nante: allerdings habe ich nicht von einer UN-Armee geredet, sondern von unserer guten alten Bundeswehr.


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#15

RE: Farewell Afghanistan

in Politik 08.08.2021 18:48
von Maga-neu | 29.155 Beiträge | 127256 Punkte

Zitat von Corto im Beitrag #14
@Nante: allerdings habe ich nicht von einer UN-Armee geredet, sondern von unserer guten alten Bundeswehr.

Die ist kaputt. Zerstört von unfähigen Politikern wie unser grandiosen Kommissionspräsidentin, in sinnlose Kriege geschickt. Man musste kein politisches Genie sein, um zu wissen, was spätestens nach dem Abzug der Invasionsarmee im Land passiert. Zig Milliarden Euro und Dollar Kosten, tausende Tote - und das Land fällt wieder an die Taliban.


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#16

RE: Farewell Afghanistan

in Politik 08.08.2021 18:51
von Leto_II. | 24.132 Beiträge | 65119 Punkte

Zitat von Maga-neu im Beitrag #15
Zitat von Corto im Beitrag #14
@Nante: allerdings habe ich nicht von einer UN-Armee geredet, sondern von unserer guten alten Bundeswehr.

Die ist kaputt. Zerstört von unfähigen Politikern wie unser grandiosen Kommissionspräsidentin, in sinnlose Kriege geschickt. Man musste kein politisches Genie sein, um zu wissen, was spätestens nach dem Abzug der Invasionsarmee im Land passiert. Zig Milliarden Euro und Dollar Kosten, tausende Tote - und das Land fällt wieder an die Taliban.


Rötgen fabuliert schon über einen Folgeeinsatz.


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#17

RE: Farewell Afghanistan

in Politik 08.08.2021 19:26
von Nante | 9.213 Beiträge | 24970 Punkte

Zitat von Corto im Beitrag #14
@Nante: allerdings habe ich nicht von einer UN-Armee geredet, sondern von unserer guten alten Bundeswehr.


Die "gute alte Bundeswehr" ist in drei Teile zerfallen: die KSK-Kräfte, mit einem hohen Ausbildungsstandard und einer hohen Kampffähigkeit (allerdings auch mit einem bedenklichen Korpsgeist und rechten Attitüden), die "normalen" Truppen, die sich im Frieden eingerichtet haben, und einen rückwärtigen Bereich und einen beamtenähnlichen Wasserkopf, der nichts lieber tut als seine Dienstzeit bis zur Pension abzusitzen. Ach ja, Komponente vier fehlt noch: die ausgelagerte Wehrbeschaffung, deren Fehlleistungen schon legendär sind.


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#18

RE: Farewell Afghanistan

in Politik 08.08.2021 20:24
von Maga-neu | 29.155 Beiträge | 127256 Punkte

Zitat von Leto_II. im Beitrag #16
Zitat von Maga-neu im Beitrag #15
Zitat von Corto im Beitrag #14
@Nante: allerdings habe ich nicht von einer UN-Armee geredet, sondern von unserer guten alten Bundeswehr.

Die ist kaputt. Zerstört von unfähigen Politikern wie unser grandiosen Kommissionspräsidentin, in sinnlose Kriege geschickt. Man musste kein politisches Genie sein, um zu wissen, was spätestens nach dem Abzug der Invasionsarmee im Land passiert. Zig Milliarden Euro und Dollar Kosten, tausende Tote - und das Land fällt wieder an die Taliban.


Rötgen fabuliert schon über einen Folgeeinsatz.

Der Kerl ist wirklich ein Vollidiot.


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#19

RE: Farewell Afghanistan

in Politik 10.08.2021 11:11
von Hans Bergman | 20.324 Beiträge | 77434 Punkte

Zitat von Leto_II. im Beitrag #16
Zitat von Maga-neu im Beitrag #15
Zitat von Corto im Beitrag #14
@Nante: allerdings habe ich nicht von einer UN-Armee geredet, sondern von unserer guten alten Bundeswehr.

Die ist kaputt. Zerstört von unfähigen Politikern wie unser grandiosen Kommissionspräsidentin, in sinnlose Kriege geschickt. Man musste kein politisches Genie sein, um zu wissen, was spätestens nach dem Abzug der Invasionsarmee im Land passiert. Zig Milliarden Euro und Dollar Kosten, tausende Tote - und das Land fällt wieder an die Taliban.


Rötgen fabuliert schon über einen Folgeeinsatz.

Dabei ist die Bundeswehr nur dazu da, den Feind so lange aufzuhalten bis Militär kommt.
(Volker Pispers)



zuletzt bearbeitet 10.08.2021 11:11 | nach oben springen

#20

RE: Farewell Afghanistan

in Politik 12.08.2021 12:52
von Landegaard | 18.093 Beiträge | 42996 Punkte

Scheint ja jetzt alles viel besser zu werden in Afghanistan, wo der böse, imperialistische, neoliberale, fiese Westen endlich aus dem Land verschwunden ist.



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#21

RE: Farewell Afghanistan

in Politik 14.08.2021 20:46
von Indo_HS | 2.348 Beiträge | 5764 Punkte

Auch bezüglich Afghanistan wurden von Seiten der USA und anderer beteiligter westlicher Staaten viele planungsstrategische und z.T. auch Organisatorische Fehler begangen, die sich nun bitter rächen. Nach Bushs hinterlassenem Desaster in Irak, das den "IS" hervorbrachte, Trumps Verrat an den syrischen Kurden und seiner Verhandlungsführung mit nicht-reprentativen gemäßigten Taliban-"Diplomaten", ist der unter Trump beschlossene und unter Biden verschobene und kürzlich vollendete zu schnelle Rückzug aus Afghanistan wohl der größte Fehler der USA in diesem Jahrhundert.

Die Fehler fingen schon damit an, dass man sich nicht genügend mit den speziellen Strukturen und Eigenheiten des zerklüfteten Vielvölkerstaats Afghanistan mit noch vorherrschendem Stammesdenken beschäftigt bzw. diese geflissentlich ignoriert hat, und zudem auch keinen Plan für die Zeit nach der (nötigen) Ergreifung und Tötung von OBL und der Zerschlagung seiner terroristischen Al-Kaida hatte -- dem eigentlichen Ziel der Invasion Afghanistans nach der Auslieferungs-Verweigerung des mit ihm verschwägerten Taliban-Führers, "Mullah Omar", nach den Brutalen Ereignissen von 9/11. 

Allerdings konnte niemand ahnen, wie schlecht es um die Kampfmoral der allermeisten afghanischen Soldaten gegenüber den (immer noch vom geopolitischen Verbündeten der USA, Pakistan, de facto unterstützen) Taliban bestellt ist ...

Jetzt geht es darum, den Schaden auf unterschiedlichen Wegen so gut wie noch möglich zu begrenzen und wenigstens die vollständige Eroberung Kabuls irgendwie zu verhindern. Die nun von Biden aktuell entsendeten 2 Infantrie-Batallionen mit rund 3000 Mann sind, trotz gegenteiliger Behauptung, am Ende vermutlich nicht nur dazu da, um US-Botschaftspersonal sicher nach Hause zu bringen um anschließend wieder schnell abzuziehen -- vor allem dann nicht, wenn diese in Kämpfe verwickelt werden, wovon man wohl ausgehen kann.



zuletzt bearbeitet 14.08.2021 21:36 | nach oben springen

#22

RE: Farewell Afghanistan

in Politik 14.08.2021 21:22
von Maga-neu | 29.155 Beiträge | 127256 Punkte

Zitat von Indo_HS im Beitrag #21
Auch bezüglich Afghanistan wurden von Seiten der USA und anderer beteiligter westlicher Staaten viele planungsstrategische und z.T. auch Organisatorische Fehler begangen, die sich nun bitter rächen. Nach Bushs hinterlassenem Desaster in Irak, Trumps Verrat an den syrischen Kurden und seiner Verhandlungsführung mit nicht-reprentativen gemäßigten Taliban-"Diplomaten", ist der unter Trump beschlossene und unter Biden verschobene und kürzlich vollendete zu schnelle Rückzug aus Afghanistan wohl der größte Fehler der USA in diesem Jahrhundert.

Die Fehler fingen schon damit an, dass man sich nicht genügend mit den speziellen Strukturen und Eigenheiten des zerklüfteten Vielvölkerstaats Afghanistan mit noch vorherrschendem Stammesdenken beschäftigt bzw. diese geflissentlich ignoriert hat, und zudem auch keinen Plan für die Zeit nach der (nötigen) Ergreifung und Tötung von OBL und der Zerschlagung seiner terroristischen Al-Kaida hatte -- dem eigentlichen Ziel der Invasion Afghanistans nach der Auslieferungs-Verweigerung des mit ihm verschwägerten Taliban-Führers, "Mullah Omar", nach den Brutalen Ereignissen von 9/11. 

Allerdings konnte niemand ahnen, wie schlecht es um die Kampfmoral der allermeisten afghanischen Soldaten gegenüber den (immer noch vom geopolitischen Verbündeten der USA, Pakistan, de facto unterstützen) Taliban bestellt ist ...

Jetzt geht es darum, den Schaden auf unterschiedlichen Wegen so gut wie noch möglich zu begrenzen und wenigstens die vollständige Eroberung Kabuls irgendwie zu verhindern. Die nun von Biden aktuell entsendeten 2 Infantrie-Batallionen mit rund 3000 Mann sind, trotz gegenteiliger Behauptung, am Ende vermutlich nicht nur dazu da, um US-Botschaftspersonal sicher nach Hause zu bringen um anschließend wieder schnell abzuziehen -- vor allem dann nicht, wenn diese in Kämpfe verwickelt werden, wovon man wohl ausgehen kann.
Der Fehler war, überhaupt in Afghanistan einzumarschieren. Das nach den Erfahrungen, die Briten und Sowjets in Afghanistan gemacht haben. Doch, man konnte sich vorstellen, wie es um die Kampfmoral der afghanischen Soldaten bestellt ist; dass man anderes behauptet hat, lag nur daran, dass man rausgehen wollte. Es ist wie in Vietnam, der "honourable peace", den Nixon versprochen hatte und der auch in der totalen Niederlage des südvietnamesischen Regimes endete. Die 3.000 Mann werden tatsächlich nur auf Zeit dort sein, bis die Heimführung der Amerikaner beendet ist.

Es gibt einen Kaufmannsspruch: Man soll schlechtem Geld kein gutes hinterherwerfen. Zeit, das zu beherzigen. Eine korrupte, unfähige Regierung, die nicht auf eigenen Beinen stehen kann, ist es nicht wert, dass sie von außen aufrechterhalten wird.


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#23

RE: Farewell Afghanistan

in Politik 14.08.2021 21:44
von Nante | 9.213 Beiträge | 24970 Punkte

Indo: Indo, die USA sind seit Ende der 70-ziger Jahre intensiv mit Afghanistan/Pakistan beschäftigt. Mit Geheimdiensten, Denkfabriken, Ministerien und dem Militär. Dazu noch unzählige Exilanten aus Afghanistan. 40 Jahre (Kampf)erfahrung auf allen Gebieten.

Am mangelnden Rohwissen kann es eigentlich nicht liegen. Die USA bilden die Armee dort seit etlichen Jahren aus. Irgendwas muß denen doch aufgefallen bzw. klar gewesen sein. Die können doch jetzt nicht so aus dem Mustopf kommen. Es sei denn, es war vorher nicht opportun mit diesen Erkenntnissen an die Öffentlichkeit zu gehen und Joe hat es jetzt nun mal ausgesprochen.


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#24

RE: Farewell Afghanistan

in Politik 14.08.2021 21:48
von Corto | 2.425 Beiträge | 23134 Punkte

Es ist immer undankbar und in den wenigsten Fällen glamourös, die politischen (Fehl-) Entscheidungen der Vorgänger abwickeln zu müssen. Denken wir an DeGaulles schmerzhafte Beendigung des Algerienkrieges oder an Obamas gescheiterten Versuch der Abwicklung Guantanamos.


zuletzt bearbeitet 14.08.2021 21:48 | nach oben springen

#25

RE: Farewell Afghanistan

in Politik 14.08.2021 21:49
von Nante | 9.213 Beiträge | 24970 Punkte

Eins ist doch klar, außer Röttgen und Bärbock wird niemand dort einmarschieren.

Die nördlichen Nachbarn, ex-UdSSR, sind froh, daß sie Rußland an ihrer Seite haben, der Iran wird auch dicht machen. China - die gemeinsame Grenze ist winzig, die werden sich schon zu wehren wissen..


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