#1

Mein Haus, mein Auto, mein Bauch

in Politik 01.04.2019 07:47
von Corto | 1.190 Beiträge | 10730 Punkte

Mal was anderes:
Unser sympathischer Gesundheitsminister plant eine Widerspruchslösung bei Organentnahmen post mortem (das Wort Spende scheint mir hier unangebracht), was für mich etwas nach Zwangsenteignung riecht...
Gleichzeitig soll der Gen-Check für Embryonen im Mutterleib zur Grundleistung werden.
a) wie passt das zusammen?
b) welches Menschenbild steckt eigentlich dahinter?


zuletzt bearbeitet 01.04.2019 07:47 | nach oben springen

#2

RE: Mein Haus, mein Auto, mein Bauch

in Politik 01.04.2019 09:41
von Maga-neu | 23.226 Beiträge | 66765 Punkte

Zitat von Corto im Beitrag #1
Mal was anderes:
Unser sympathischer Gesundheitsminister plant eine Widerspruchslösung bei Organentnahmen post mortem (das Wort Spende scheint mir hier unangebracht), was für mich etwas nach Zwangsenteignung riecht...
Gleichzeitig soll der Gen-Check für Embryonen im Mutterleib zur Grundleistung werden.
a) wie passt das zusammen?
b) welches Menschenbild steckt eigentlich dahinter?

Kurze Antworten auf komplexe Fragen:
a) da passt nichts zusammen
b) das "ominöse" christliche, auf das sich Unionspolitiker berufen. Wenn man sie danach fragen würde, würden sie mit dem Artikel eins GG kommen. Dass dies etwas mit dem Gen-Check für Embryonen zu tun haben könnte, auf diese Idee werden diese intellektuellen Großleuchten nicht kommen.


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#3

RE: Mein Haus, mein Auto, mein Bauch

in Politik 01.04.2019 11:36
von Corto | 1.190 Beiträge | 10730 Punkte

Ich selbst habe einen Organspenderausweis. Kann mir aber sehr gut vorstellen, dass viele Menschen ihren Körper aus religiösen oder ethischen Gründen nicht als potenzielles Ersatzteillager missbraucht sehen möchten.


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#4

RE: Mein Haus, mein Auto, mein Bauch

in Politik 01.04.2019 13:22
von Corto | 1.190 Beiträge | 10730 Punkte
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#5

RE: Mein Haus, mein Auto, mein Bauch

in Politik 01.04.2019 14:04
von Hans Bergman | 16.688 Beiträge | 39978 Punkte

Zitat von Corto im Beitrag #1
Mal was anderes:
Unser sympathischer Gesundheitsminister plant eine Widerspruchslösung bei Organentnahmen post mortem (das Wort Spende scheint mir hier unangebracht), was für mich etwas nach Zwangsenteignung riecht...
Gleichzeitig soll der Gen-Check für Embryonen im Mutterleib zur Grundleistung werden.
a) wie passt das zusammen?
b) welches Menschenbild steckt eigentlich dahinter?

b) Es steckt das Menschenbild von Schrotthändlern dahinter: ein Auto mit Totalschaden wird ja auch ausgeschlachtet und die noch brauchbaren Teile wiederverwendet.
Mich hat schon immer der Handel mit Blutkonserven fasziniert: das ist ein Riesengeschäft - der Spender bekommt eine Brotzeit.



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#6

RE: Mein Haus, mein Auto, mein Bauch

in Politik 01.04.2019 14:05
von nahal | 19.391 Beiträge | 26555 Punkte

Ich finde die Regelung richtig und notwendig.


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#7

RE: Mein Haus, mein Auto, mein Bauch

in Politik 01.04.2019 19:31
von Corto | 1.190 Beiträge | 10730 Punkte

Man könnte ganz dialektisch sagen: das progressive Gesundheitswesen kennt Rechte und Pflichten: das Recht auf pränatale Selektion und die Pflicht zur postmortalen Verwertbarmachung.


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#8

RE: Mein Haus, mein Auto, mein Bauch

in Politik 01.04.2019 20:12
von nahal | 19.391 Beiträge | 26555 Punkte

Zitat von Corto im Beitrag #7
Man könnte ganz dialektisch sagen: das progressive Gesundheitswesen kennt Rechte und Pflichten: das Recht auf pränatale Selektion und die Pflicht zur postmortalen Verwertbarmachung.



Verwertbarmachung = Leben retten


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#9

RE: Mein Haus, mein Auto, mein Bauch

in Politik 01.04.2019 20:56
von Nadine | 3.633 Beiträge | 23854 Punkte

Da man in deutschen Kliniken ab 65 eh nur Versuchskaninchen ist, wäre eher eine gesetzliche Regelung gegen Mengelesyndrom notwendig.


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#10

RE: Mein Haus, mein Auto, mein Bauch

in Politik 01.04.2019 23:20
von Leto_II. | 21.350 Beiträge | 36633 Punkte

Zitat von nahal im Beitrag #8
Zitat von Corto im Beitrag #7
Man könnte ganz dialektisch sagen: das progressive Gesundheitswesen kennt Rechte und Pflichten: das Recht auf pränatale Selektion und die Pflicht zur postmortalen Verwertbarmachung.



Verwertbarmachung = Leben retten

Ein Bisschen Schrottplatz ist das schon und ein gutes Geschäft vielleicht auch. Es gibt tatsächlich noch Ärzte mit Ethos, es gibt aber auch "Medizinkaufleute". Welcher von beiden stellt den Hirntod gerade fest? Ich habe mich mit einem Schulkameraden, mein lieber persischer Zahnarzt, auf einem Abitreffen über Kieferorthopädie unterhalten, das war abweichend von der Profession, deutlich.


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#11

RE: Mein Haus, mein Auto, mein Bauch

in Politik 01.04.2019 23:56
von Hans Bergman | 16.688 Beiträge | 39978 Punkte

Zitat von nahal im Beitrag #8
Zitat von Corto im Beitrag #7
Man könnte ganz dialektisch sagen: das progressive Gesundheitswesen kennt Rechte und Pflichten: das Recht auf pränatale Selektion und die Pflicht zur postmortalen Verwertbarmachung.


Verwertbarmachung = Leben retten

Das ist der vorgeschobene Grund. Der wahre Grund = Geld verdienen.
Daher sollte man den Spender bzw. seine Erben am Geschäft beteiligen (Testament: "Den Erlös für mein Herz bekommt mein Neffe Hilbert, den Wert für eine Niere meine Schwester Hildegard und eine Niere in Naturalien mein nierenkranker Schwager Franz...")
Das wäre dann offen unethisch, aber wenigstens entfiele die Heuchelei.



zuletzt bearbeitet 01.04.2019 23:57 | nach oben springen

#12

RE: Mein Haus, mein Auto, mein Bauch

in Politik 02.04.2019 00:51
von Landegaard | 16.571 Beiträge | 27566 Punkte

Zitat von Leto_II. im Beitrag #10
Zitat von nahal im Beitrag #8
[quote=Corto|p255867]Man könnte ganz dialektisch sagen: das progressive Gesundheitswesen kennt Rechte und Pflichten: das Recht auf pränatale Selektion und die Pflicht zur postmortalen Verwertbarmachung.


Verwertbarmachung = Leben retten

Ein Bisschen Schrottplatz ist das schon und ein gutes Geschäft vielleicht auch. Es gibt tatsächlich noch Ärzte mit Ethos, es gibt aber auch "Medizinkaufleute". Welcher von beiden stellt den Hirntod gerade fest? [quote]

Offensichtlich ist es hier, wie überall sonst auch, irgendwie nötig, Missbrauchsmöglichkeiten auszuschließen. Hätten wir doch nur bereits irgendwelche Verfahren zu diesem Zweck zur Verfügung...



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#13

RE: Mein Haus, mein Auto, mein Bauch

in Politik 02.04.2019 00:52
von Landegaard | 16.571 Beiträge | 27566 Punkte

Zitat von Hans Bergman im Beitrag #11
Zitat von nahal im Beitrag #8
Zitat von Corto im Beitrag #7
Man könnte ganz dialektisch sagen: das progressive Gesundheitswesen kennt Rechte und Pflichten: das Recht auf pränatale Selektion und die Pflicht zur postmortalen Verwertbarmachung.


Verwertbarmachung = Leben retten

Das ist der vorgeschobene Grund. Der wahre Grund = Geld verdienen.
Daher sollte man den Spender bzw. seine Erben am Geschäft beteiligen (Testament: "Den Erlös für mein Herz bekommt mein Neffe Hilbert, den Wert für eine Niere meine Schwester Hildegard und eine Niere in Naturalien mein nierenkranker Schwager Franz...")
Das wäre dann offen unethisch, aber wenigstens entfiele die Heuchelei.




Erklärt hier "Mafia" nicht auch alles ausreichend vollständig?



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#14

RE: Mein Haus, mein Auto, mein Bauch

in Politik 02.04.2019 04:03
von Willie | 23.744 Beiträge | 90978 Punkte

Mein Juengster, Toby, seines Zeichens promovierter Biophysiker, ist ueberzeugter Organspender. Denn er moechte, wie er sagt, auch sicher gehen, dass er tot ist, wenn sie ihn in die Erde legen. Das hat was fuer sich.
Aber er ist ja auch schliesslich nicht ohne Grund der grosse Logiker in der Familie -und unsere lebende Enzyklopaedie.
Toby der gute, weiss (fast) alles.



zuletzt bearbeitet 02.04.2019 04:04 | nach oben springen

#15

RE: Mein Haus, mein Auto, mein Bauch

in Politik 02.04.2019 07:02
von Hans Bergman | 16.688 Beiträge | 39978 Punkte

Zitat von Willie im Beitrag #14
Mein Juengster, Toby, seines Zeichens promovierter Biophysiker, ist ueberzeugter Organspender. Denn er moechte, wie er sagt, auch sicher gehen, dass er tot ist, wenn sie ihn in die Erde legen. Das hat was fuer sich.
Aber er ist ja auch schliesslich nicht ohne Grund der grosse Logiker in der Familie -und unsere lebende Enzyklopaedie.
Toby der gute, weiss (fast) alles.


Ich persönlich bin auch für die Organspende. Auch wenn ich die wahren Gründe dafür sehe und auch die Risiken.



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#16

RE: Mein Haus, mein Auto, mein Bauch

in Politik 02.04.2019 07:10
von Hans Bergman | 16.688 Beiträge | 39978 Punkte

Zitat von Landegaard im Beitrag #13
Zitat von Hans Bergman im Beitrag #11
Zitat von nahal im Beitrag #8
Zitat von Corto im Beitrag #7
Man könnte ganz dialektisch sagen: das progressive Gesundheitswesen kennt Rechte und Pflichten: das Recht auf pränatale Selektion und die Pflicht zur postmortalen Verwertbarmachung.


Verwertbarmachung = Leben retten

Das ist der vorgeschobene Grund. Der wahre Grund = Geld verdienen.
Daher sollte man den Spender bzw. seine Erben am Geschäft beteiligen (Testament: "Den Erlös für mein Herz bekommt mein Neffe Hilbert, den Wert für eine Niere meine Schwester Hildegard und eine Niere in Naturalien mein nierenkranker Schwager Franz...")
Das wäre dann offen unethisch, aber wenigstens entfiele die Heuchelei.




Erklärt hier "Mafia" nicht auch alles ausreichend vollständig?

Für schlichtere Gemüter vielleicht. Für andere reicht Lobbyismus.
Die WHO hat Blutdruckwerte vorgegeben aufgrund der Vorgaben der Pharmaindustrie. Dadurch litten ab sofort statt 20% über 60% der Menschen unter zu hohem Blutdruck, der mit verschreibungspflichtigen Medikamenten behandelt werden muss. Später konnte ich das auch nachlesen, zuerst hat es mir mein Arzt gesagt.



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#17

RE: Mein Haus, mein Auto, mein Bauch

in Politik 02.04.2019 08:22
von ghassan | 1.770 Beiträge | 11979 Punkte

Zitat von Willie im Beitrag #14
Mein Juengster, Toby, seines Zeichens promovierter Biophysiker, ist ueberzeugter Organspender. Denn er moechte, wie er sagt, auch sicher gehen, dass er tot ist, wenn sie ihn in die Erde legen. Das hat was fuer sich.
Aber er ist ja auch schliesslich nicht ohne Grund der grosse Logiker in der Familie -und unsere lebende Enzyklopaedie.
Toby der gute, weiss (fast) alles.


Mit der gleichen Argumentation war meine Mutter, Ihres Zeichens eine Prostituierte, überzeugte Organspenderin. Wieso ich ihren Beruf erwähne, keine Ahnung, wollte nur wohl nur ein bisschen posen. Meine Haus, mein Boot, die Ausbildung meiner Angehörigen.

Was die Logik betrifft, so ging meine Mutter auf Nummer sicher und veranlasste zusätzlich eine Einäscherung. Da sie an Pankrias Krebs starb, wurden ihr keine Organe entnommen.Nur wer sich gar nicht in die Erde legen läßt, kann sich wirklich sicher sein, dass er nicht lebend in die Erde gelegt wird.

Vielleicht hilft diese Erkenntnis einer Hure ihrem (fast) alles wissenden Sohn.



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zuletzt bearbeitet 02.04.2019 08:23 | nach oben springen

#18

RE: Mein Haus, mein Auto, mein Bauch

in Politik 02.04.2019 08:37
von ghassan | 1.770 Beiträge | 11979 Punkte

Zitat von nahal im Beitrag #6
Ich finde die Regelung richtig und notwendig.

Zitat von nahal im Beitrag #8
Verwertbarmachung = Leben retten


Im Prinzip ja, wenn die Erde ein Hort von Gerechtigkeit wäre,. Die Realität wird zeigen, dass diese Regelung dazu führen wird, dass unnützes Leben (Mittelloser ohne Angehörige) zu Gunsten nützlichem Leben vorzeitig beendet wird.



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zuletzt bearbeitet 02.04.2019 08:37 | nach oben springen

#19

RE: Mein Haus, mein Auto, mein Bauch

in Politik 02.04.2019 08:46
von Corto | 1.190 Beiträge | 10730 Punkte

Ich bin da auch pessimistisch und denke, die Fahrt geht in Richtung Menschenzucht (pränatale Selektion allemal!). Offiziell läuft das unter Glücks-, de facto aber unter Rentabilitätserwägung.


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zuletzt bearbeitet 02.04.2019 08:53 | nach oben springen

#20

RE: Mein Haus, mein Auto, mein Bauch

in Politik 02.04.2019 09:02
von Nadine | 3.633 Beiträge | 23854 Punkte

Ich würde auch spenden. Allein, es fehlt aus Erfahrung das Vertrauen ins deutsche Kliniksystem. Außerdem gehört ein möglicher Benefit aus meinem verkifften Körper meinen Erben. Der Chirurg macht das ja auch nicht umsonst. Die Entscheidung, wer konkret meine Organe bekäme, haben auch meine Erben zu treffen, wenn sie diese nicht abtreten wollen. Ich bin mir sicher, dass 80% der Deutschen spenden würden, wenn sie den Klinikärzten vertrauen würden. Spahns Vorschlag führt zu einer negativen Stigmatisierung derer durch die Klinikmafia, die einen Widerspruch dokumentieren. Da bekommt dann der eine oder andere Quertreiber in der Klinik eine "Sonderbehandlung".


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zuletzt bearbeitet 02.04.2019 09:03 | nach oben springen

#21

RE: Mein Haus, mein Auto, mein Bauch

in Politik 02.04.2019 09:06
von ghassan | 1.770 Beiträge | 11979 Punkte

Zitat von ghassan im Beitrag #18
(Mittelloser ohne Angehörige)

Hmm,
und plötzlich macht Schulz's Aussage irgendwie Sinn.

"Was die Flüchtlinge mit zu uns bringen, ist wertvoller als Gold."


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#22

RE: Mein Haus, mein Auto, mein Bauch

in Politik 02.04.2019 09:11
von Landegaard | 16.571 Beiträge | 27566 Punkte

Zitat von ghassan im Beitrag #18
Zitat von nahal im Beitrag #6
Ich finde die Regelung richtig und notwendig.

Zitat von nahal im Beitrag #8
Verwertbarmachung = Leben retten


Im Prinzip ja, wenn die Erde ein Hort von Gerechtigkeit wäre,. Die Realität wird zeigen, dass diese Regelung dazu führen wird, dass unnützes Leben (Mittelloser ohne Angehörige) zu Gunsten nützlichem Leben vorzeitig beendet wird.




Eher zeigt die Erfahrung, dass es ein Mangel an Spenderorganen gibt, weswegen Leute ganz profan verrecken. Und die Realität zeigt, dass Kriminalität eben in dieser Mangelsituation existieren kann, denn die sorgt für die Gewinnspannen, die es ohne den Mangel gar nicht gäbe.

Ich habe auch nicht mitbekommen, dass Spahn vorschlug, Leute zu töten, um an deren Organe zu kommen. Erstaunlicherweise ist die Debatte hier die, als wäre genau das sein Vorschlag gewesen.



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#23

RE: Mein Haus, mein Auto, mein Bauch

in Politik 02.04.2019 09:30
von Nadine | 3.633 Beiträge | 23854 Punkte

@Landegaard
Würde Spahn dazu aufrufen, käme er in den Knast. Ihm solche Absichten zu unterstellen, ist absurd. Er erhöht gleichzeitig die Zuwendungen für die Kliniken und hat auch schnell im Amt begriffen, dass die Ärztelobby die mächtigste im Land ist, der er zu dienen hat.


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#24

RE: Mein Haus, mein Auto, mein Bauch

in Politik 02.04.2019 10:26
von Maga-neu | 23.226 Beiträge | 66765 Punkte

Zwei Aspekte:

1. Der Gen-Check für Embryonen im Mutterleib. Ist ganz klar ethisch verwerflich, wenn man weiß, wie viele Kinder mit Trisomie 21 danach abgetrieben werden.

2. Die Widerspruchslösung: Ist nicht so eindeutig. Dem Wunsch, Menschenleben zu retten, steht hier ein Menschenbild gegenüber, das den Menschen eventuell als "Ersatzteillager" ansieht. Insofern kann ich den Einwand von Corto nachvollziehen. Ich halte die Widerspruchslösung für falsch, wäre aber dafür, wie Annalena Baerbock vorschlug - ich lehne nicht alles ab, was von Grünen kommt -, die Bürger bei der Personalausweisverlängerung zu fragen, wie sie es mit der Organspende halten, ob sie Spender sein möchten oder nicht.


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#25

RE: Mein Haus, mein Auto, mein Bauch

in Politik 02.04.2019 10:49
von nahal | 19.391 Beiträge | 26555 Punkte

Zitat von Maga-neu im Beitrag #24
Zwei Aspekte:

1. Der Gen-Check für Embryonen im Mutterleib. Ist ganz klar ethisch verwerflich, wenn man weiß, wie viele Kinder mit Trisomie 21 danach abgetrieben werden.

2. Die Widerspruchslösung: Ist nicht so eindeutig. Dem Wunsch, Menschenleben zu retten, steht hier ein Menschenbild gegenüber, das den Menschen eventuell als "Ersatzteillager" ansieht. Insofern kann ich den Einwand von Corto nachvollziehen. Ich halte die Widerspruchslösung für falsch, wäre aber dafür, wie Annalena Baerbock vorschlug - ich lehne nicht alles ab, was von Grünen kommt -, die Bürger bei der Personalausweisverlängerung zu fragen, wie sie es mit der Organspende halten, ob sie Spender sein möchten oder nicht.


Es ist eine Abwägung, man kann das kaum als "falsch" oder "richtig" betrachten.
Jeder hat das Recht auf eine eigene Einschätzung.
Ich sehe das so:
Es ist eine Abwägung zwischen zwei moralischen Imperativen:
- Das Recht, alles was möglich ist zu tun, um Leben zu retten
- Das Recht auf körperliche Unversehrtheit über den Tod hinaus

ICH sehe das Recht Leben zu retten als wichtiger, fast als eine Pflicht.


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