#1

Waren die Privatisierungen sinnvoll?

in Wirtschaft 18.08.2013 15:29
von Finderlohn | 42 Beiträge | 42 Punkte

Ich eröffne ein eigenes Thema.

Die jüngsten Vorgänge am Mainzer Hauptbahnhof könnten eine solche Frage nahe legen.

Bei den Diskussionen um Privatisierung ehemals staatlicher Bereiche fällt mir etwas auf, was ich vorhin im Thread zum Thema Fernsehen bereits andeutete.

Die Haltung des einzelnen Bürgers zum Thema Privatisierungen ist überwiegend durch seine ideologische Grundhaltung geprägt und nicht Folge einer sachlichen, inhaltlichen und vor allem keiner wirklich objektiv tiefergehenden Auseinandersetzung.

Der eine ist halt eher ein wenig links und steht Privatisierungen deshalb grundsätzlich mit mehr Skepsis gegenüber, während der andere eine eher liberale oder konservative Grundhaltung hat und dadurch auch eine gegenläufige Haltung zum Thema hat.

Was denkt Ihr zum Thema Privatisierungen der ehemals staatlichen Unternehmen? Was sind Eure Erkenntnisse?


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#2

RE: Waren die Privatisierungen sinnvoll?

in Wirtschaft 21.08.2013 11:53
von Landegaard | 17.380 Beiträge | 35656 Punkte

Zitat von Finderlohn im Beitrag #1
Ich eröffne ein eigenes Thema.

Die jüngsten Vorgänge am Mainzer Hauptbahnhof könnten eine solche Frage nahe legen.

Bei den Diskussionen um Privatisierung ehemals staatlicher Bereiche fällt mir etwas auf, was ich vorhin im Thread zum Thema Fernsehen bereits andeutete.

Die Haltung des einzelnen Bürgers zum Thema Privatisierungen ist überwiegend durch seine ideologische Grundhaltung geprägt und nicht Folge einer sachlichen, inhaltlichen und vor allem keiner wirklich objektiv tiefergehenden Auseinandersetzung.

Der eine ist halt eher ein wenig links und steht Privatisierungen deshalb grundsätzlich mit mehr Skepsis gegenüber, während der andere eine eher liberale oder konservative Grundhaltung hat und dadurch auch eine gegenläufige Haltung zum Thema hat.

Was denkt Ihr zum Thema Privatisierungen der ehemals staatlichen Unternehmen? Was sind Eure Erkenntnisse?


Ich nähere mich dem mal so: Der Staat ist kein guter Unternehmer, weswegen er aus Kostengründen auch nicht versuchen sollte, einer zu sein.

Es gibt allerdings Bereiche, die zu wichtig für das Gemeinwohl sind, um sie gewinnorientiert agierenden Privatunternehmen zu überlassen. Wasserversorgung ist ein solcher Bereich, Strom wäre auch einer. So und hier fangen die Probleme an. Man kann natürlich die Meinung vertreten, die Bereitstellung von Mobilität ist relevant, um Sie staatsseitig sicherzustellen. Telekommunikation auch, Post usw usf.

Die staatliche Organisation ist aber eben auch mit Problemen verbunden, gemeinhin wenig Leistung für viel Geld. Das möchte ich mir auch nicht unbegrenzt gönnen.



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#3

RE: Waren die Privatisierungen sinnvoll?

in Wirtschaft 21.08.2013 22:48
von Finderlohn | 42 Beiträge | 42 Punkte

Zitat von Landegaard im Beitrag #2

Ich nähere mich dem mal so: Der Staat ist kein guter Unternehmer, weswegen er aus Kostengründen auch nicht versuchen sollte, einer zu sein.


Dass der Staat kein guter Unternehmer ist, kann ich grundsätzlich genauso sehen.
Trotzdem Frage an Sie: Denken Sie, dass der Staat sich heute weniger oder mehr
aus diesen Bereichen heraushält?
Glauben Sie, dass die staatlichen Kosten in diesen Bereichen nach der Privatisierung
geringer geworden sind oder mehr?
Glauben Sie, dass diese Bereiche heute durch Privatisierungen produktiver sind oder weniger?


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#4

RE: Waren die Privatisierungen sinnvoll?

in Wirtschaft 21.08.2013 23:20
von Landegaard | 17.380 Beiträge | 35656 Punkte

Zitat von Finderlohn im Beitrag #3
Zitat von Landegaard im Beitrag #2

Ich nähere mich dem mal so: Der Staat ist kein guter Unternehmer, weswegen er aus Kostengründen auch nicht versuchen sollte, einer zu sein.


Dass der Staat kein guter Unternehmer ist, kann ich grundsätzlich genauso sehen.
Trotzdem Frage an Sie: Denken Sie, dass der Staat sich heute weniger oder mehr
aus diesen Bereichen heraushält?
Glauben Sie, dass die staatlichen Kosten in diesen Bereichen nach der Privatisierung
geringer geworden sind oder mehr?
Glauben Sie, dass diese Bereiche heute durch Privatisierungen produktiver sind oder weniger?


Ja, er hält sich mehr raus, die Konsequenz der Privatisierung.
Ja, die Kosten sind nun geringer.
Ja, sie sind produktiver.



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#5

RE: Waren die Privatisierungen sinnvoll?

in Wirtschaft 21.08.2013 23:32
von Hans Bergman | 18.501 Beiträge | 58108 Punkte

Zitat von Landegaard im Beitrag #4
...Ja, er hält sich mehr raus, die Konsequenz der Privatisierung.
Ja, die Kosten sind nun geringer.
Ja, sie sind produktiver.



1. Ja.
2. Nein. Zu den Kosten kommen jetzt noch zusätzlich die Dividenden, für die der Steuerzahler auch zusätzlich zahlen muss.
3. Ja. Auf Kosten der Gesellschaft, der Gesundheit und der Lebensqualität der Menschen.


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#6

RE: Waren die Privatisierungen sinnvoll?

in Wirtschaft 22.08.2013 00:04
von Finderlohn | 42 Beiträge | 42 Punkte

Zitat von Landegaard im Beitrag #4
Zitat von Finderlohn im Beitrag #3
Zitat von Landegaard im Beitrag #2

Ich nähere mich dem mal so: Der Staat ist kein guter Unternehmer, weswegen er aus Kostengründen auch nicht versuchen sollte, einer zu sein.


Dass der Staat kein guter Unternehmer ist, kann ich grundsätzlich genauso sehen.
Trotzdem Frage an Sie: Denken Sie, dass der Staat sich heute weniger oder mehr
aus diesen Bereichen heraushält?
Glauben Sie, dass die staatlichen Kosten in diesen Bereichen nach der Privatisierung
geringer geworden sind oder mehr?
Glauben Sie, dass diese Bereiche heute durch Privatisierungen produktiver sind oder weniger?


Ja, er hält sich mehr raus, die Konsequenz der Privatisierung.
Ja, die Kosten sind nun geringer.
Ja, sie sind produktiver.



1. Nein.
2. Nein.
3. Nein.


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#7

RE: Waren die Privatisierungen sinnvoll?

in Wirtschaft 22.08.2013 00:25
von Landegaard | 17.380 Beiträge | 35656 Punkte

Zitat von Hans Bergman im Beitrag #5
Zitat von Landegaard im Beitrag #4
...Ja, er hält sich mehr raus, die Konsequenz der Privatisierung.
Ja, die Kosten sind nun geringer.
Ja, sie sind produktiver.



1. Ja.
2. Nein. Zu den Kosten kommen jetzt noch zusätzlich die Dividenden, für die der Steuerzahler auch zusätzlich zahlen muss.
3. Ja. Auf Kosten der Gesellschaft, der Gesundheit und der Lebensqualität der Menschen.


2. der Steuerzahler zahlt Dividenden? Aha.
3. nein, auf Kosten der monopolistischen Unternehmen im unkündbaren Beamtenverhältnis ohne Bedarf, effiziente Leistungen zu bieten. Auf Kosten der Gesellschaft, der Gesundheit? Reden Sie von dem Deutschen Gesundheitssystems, welches unstrittig eines der besten der Welt ist?



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#8

RE: Waren die Privatisierungen sinnvoll?

in Wirtschaft 22.08.2013 00:32
von Finderlohn | 42 Beiträge | 42 Punkte

Zitat von Landegaard im Beitrag #7
Zitat von Hans Bergman im Beitrag #5
Zitat von Landegaard im Beitrag #4
...Ja, er hält sich mehr raus, die Konsequenz der Privatisierung.
Ja, die Kosten sind nun geringer.
Ja, sie sind produktiver.



1. Ja.
2. Nein. Zu den Kosten kommen jetzt noch zusätzlich die Dividenden, für die der Steuerzahler auch zusätzlich zahlen muss.
3. Ja. Auf Kosten der Gesellschaft, der Gesundheit und der Lebensqualität der Menschen.


2. der Steuerzahler zahlt Dividenden? Aha.

Da hat der Herr Bergmann nicht unrecht.


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#9

RE: Waren die Privatisierungen sinnvoll?

in Wirtschaft 22.08.2013 00:46
von Landegaard | 17.380 Beiträge | 35656 Punkte

Zitat von Finderlohn im Beitrag #8
Zitat von Landegaard im Beitrag #7
Zitat von Hans Bergman im Beitrag #5
Zitat von Landegaard im Beitrag #4
...Ja, er hält sich mehr raus, die Konsequenz der Privatisierung.
Ja, die Kosten sind nun geringer.
Ja, sie sind produktiver.



1. Ja.
2. Nein. Zu den Kosten kommen jetzt noch zusätzlich die Dividenden, für die der Steuerzahler auch zusätzlich zahlen muss.
3. Ja. Auf Kosten der Gesellschaft, der Gesundheit und der Lebensqualität der Menschen.


2. der Steuerzahler zahlt Dividenden? Aha.

Da hat der Herr Bergmann nicht unrecht.



Im Bezug Gesundheit kann man schwer falscher liegen. Bei welcher privatisierten, vormals öffentlichen Unternehmung soll das denn so sein?



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#10

RE: Waren die Privatisierungen sinnvoll?

in Wirtschaft 22.08.2013 00:55
von Finderlohn | 42 Beiträge | 42 Punkte

Zitat von Landegaard im Beitrag #9
Zitat von Finderlohn im Beitrag #8
Zitat von Landegaard im Beitrag #7
Zitat von Hans Bergman im Beitrag #5
Zitat von Landegaard im Beitrag #4
...Ja, er hält sich mehr raus, die Konsequenz der Privatisierung.
Ja, die Kosten sind nun geringer.
Ja, sie sind produktiver.



1. Ja.
2. Nein. Zu den Kosten kommen jetzt noch zusätzlich die Dividenden, für die der Steuerzahler auch zusätzlich zahlen muss.
3. Ja. Auf Kosten der Gesellschaft, der Gesundheit und der Lebensqualität der Menschen.


2. der Steuerzahler zahlt Dividenden? Aha.

Da hat der Herr Bergmann nicht unrecht.



Im Bezug Gesundheit kann man schwer falscher liegen. Bei welcher privatisierten, vormals öffentlichen Unternehmung soll das denn so sein?

Bei welcher nicht?


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#11

RE: Waren die Privatisierungen sinnvoll?

in Wirtschaft 22.08.2013 01:12
von Finderlohn | 42 Beiträge | 42 Punkte

Beispiel Post.
Der privatisierte Konzern hatte jahrelang Gewinne von 3-4 Mrd Euro veröffentlicht.
Schließlich musste man das korrigieren, unter anderem deshalb,
weil diese Gewinne zu einem erheblichen Teil durch Verkäufe ehemals
staatlicher Immobilien entstanden sind und nicht aufgrund eines operativ
positiven Ergebnisses. Wem gehört denn dieses Tafelsilber,
aufgrund dessen Verkäufen man Gewinne machte und Dividenden auszahlte?
Plötzlich hatte man ein negatives Ergebnis.
Die derzeitigen 1 Mrd Euro Gewinn sind auch kein operativer Gewinn.
Auch die dahinter liegende Mauschelei wird auffliegen.
Der Konzern hat in privater Hand noch keinen einzigen Cent operativen Gewinn gemacht.
demgegenüber stehen allerdings vom Steuerzahler finanzierte Kosten für Frühpensionierungen
im noch erwerbsfähigen Zustand.
Eine Frage, die sich daraus ergibt, ist folgende:
Wer besticht die Buchprüfer der Aktiengesellschaft,
die solche Ergebnisse durchgehen lassen?
In welcher Höhe?
;)


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#12

RE: Waren die Privatisierungen sinnvoll?

in Wirtschaft 22.08.2013 01:19
von Landegaard | 17.380 Beiträge | 35656 Punkte

Zitat von Finderlohn im Beitrag #10
Zitat von Landegaard im Beitrag #9
Zitat von Finderlohn im Beitrag #8
Zitat von Landegaard im Beitrag #7
Zitat von Hans Bergman im Beitrag #5
Zitat von Landegaard im Beitrag #4
...Ja, er hält sich mehr raus, die Konsequenz der Privatisierung.
Ja, die Kosten sind nun geringer.
Ja, sie sind produktiver.



1. Ja.
2. Nein. Zu den Kosten kommen jetzt noch zusätzlich die Dividenden, für die der Steuerzahler auch zusätzlich zahlen muss.
3. Ja. Auf Kosten der Gesellschaft, der Gesundheit und der Lebensqualität der Menschen.


2. der Steuerzahler zahlt Dividenden? Aha.

Da hat der Herr Bergmann nicht unrecht.



Im Bezug Gesundheit kann man schwer falscher liegen. Bei welcher privatisierten, vormals öffentlichen Unternehmung soll das denn so sein?

Bei welcher nicht?


Bei welcher?



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#13

RE: Waren die Privatisierungen sinnvoll?

in Wirtschaft 22.08.2013 01:28
von Finderlohn | 42 Beiträge | 42 Punkte

Zitat von Landegaard im Beitrag #12
Zitat von Finderlohn im Beitrag #10
Zitat von Landegaard im Beitrag #9
Zitat von Finderlohn im Beitrag #8
Zitat von Landegaard im Beitrag #7
Zitat von Hans Bergman im Beitrag #5
Zitat von Landegaard im Beitrag #4
...Ja, er hält sich mehr raus, die Konsequenz der Privatisierung.
Ja, die Kosten sind nun geringer.
Ja, sie sind produktiver.



1. Ja.
2. Nein. Zu den Kosten kommen jetzt noch zusätzlich die Dividenden, für die der Steuerzahler auch zusätzlich zahlen muss.
3. Ja. Auf Kosten der Gesellschaft, der Gesundheit und der Lebensqualität der Menschen.


2. der Steuerzahler zahlt Dividenden? Aha.

Da hat der Herr Bergmann nicht unrecht.



Im Bezug Gesundheit kann man schwer falscher liegen. Bei welcher privatisierten, vormals öffentlichen Unternehmung soll das denn so sein?

Bei welcher nicht?


Bei welcher?

Ich wüsste ad hoc keine, wo das nicht so wäre.


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#14

RE: Waren die Privatisierungen sinnvoll?

in Wirtschaft 22.08.2013 01:32
von Landegaard | 17.380 Beiträge | 35656 Punkte

Zitat von Finderlohn im Beitrag #11
Beispiel Post.
Der privatisierte Konzern hatte jahrelang Gewinne von 3-4 Mrd Euro veröffentlicht.
Schließlich musste man das korrigieren, unter anderem deshalb,
weil diese Gewinne zu einem erheblichen Teil durch Verkäufe ehemals
staatlicher Immobilien entstanden sind und nicht aufgrund eines operativ
positiven Ergebnisses. Wem gehört denn dieses Tafelsilber,
aufgrund dessen Verkäufen man Gewinne machte und Dividenden auszahlte?
Plötzlich hatte man ein negatives Ergebnis.
Die derzeitigen 1 Mrd Euro Gewinn sind auch kein operativer Gewinn.
Auch die dahinter liegende Mauschelei wird auffliegen.
Der Konzern hat in privater Hand noch keinen einzigen Cent operativen Gewinn gemacht.
demgegenüber stehen allerdings vom Steuerzahler finanzierte Kosten für Frühpensionierungen
im noch erwerbsfähigen Zustand.
Eine Frage, die sich daraus ergibt, ist folgende:
Wer besticht die Buchprüfer der Aktiengesellschaft,
die solche Ergebnisse durchgehen lassen?
In welcher Höhe?
;)


Ehemals staatlicher Immobilien heisst nichts weiter, als dass sie es seit dem Verkauf nicht mehr waren. Dafür hat der Staat Geld erhalten. Ihre These wäre nur dann stimmig, wenn das nicht der Fall gewesen wäre. Oder denken Sie, ein Verkauf der Postanteile dürfte dem Staat zwar Geld bringen, aber an den Eigentumsverhältnissen nichts ändern?

Konkret heisst das, dass dieses Tafelsilber dem Käufer der Postanteile gehört. Postaktien wurden erstmals am 20. November 2000 auf dem organisierten Kapitalmarkt gehandelt. Dabei konnte ein Emissionserlös von 6,6 Milliarden Euro erzielt werden.
Und wenn diese dann Tafelsilber verkauft (was im übrigen offensichtlich zum Betrieb einer Post nicht nötig ist) dann ist das legitim und mir stellt sich die Frage, wo da Ihre Kritik ansetzen soll.

Zu den 0 Cent Gewinn seit befindlich in privater Hand:

Im Jahr 2011 (2010) erzielte der Konzern bei Umsätzen von 52,83 (51,5) Milliarden Euro (+2,8 % Vorjahr) einen Gewinn (EBIT) von 2,44 (1,8) Milliarden Euro (gegenüber 231 Millionen Euro im 2009).[3][8]

Im Jahr 2007 erzielte der Konzern bei Umsätzen von 63,5 Milliarden Euro (+4,9 % gegenüber 60,5 Milliarden Euro im Vorjahr) einen Gewinn (EBIT) von 3,20 Milliarden Euro (−17,3 % gegenüber 3,87 Milliarden Euro im Vorjahr). Für den Rückgang des EBIT macht die Deutsche Post Einmaleffekte wie eine Wertberichtigung des Anlagevermögens im Geschäftsbereich „EXPRESS Americas“ verantwortlich. Gegenläufig zum gesunkenen EBIT wurde die Dividende je Aktie gegenüber 2006 von 0,75 auf 0,90 Euro erhöht.[9]

Der Konzern erzielte im Jahr 2006 einen Umsatz von 60,5 Milliarden Euro und einen Gewinn (EBIT) von 3,87 Milliarden Euro. Verglichen mit 2005 wurden damit der Umsatz um 35,8 % und der Gewinn um 2,9 % gesteigert. Die starke Erhöhung des Umsatzes ist vor allem auf den Erwerb des Logistikkonzerns Exel zurückzuführen. Das Jahr 2006 zeigte aber auch einen Rückgang des Netto-Konzerngewinns um 14,3 % auf 1,92 Milliarden Euro. Dies ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass der Konzern im abgelaufenen Geschäftsjahr seinen Anteil an der Postbank auf 50 % plus eine Aktie verringert hat. Daher entfällt eine anteilig geringere Summe des Jahresergebnisses auf die Aktionäre der Deutschen Post. Die Dividende wurde von 0,70 auf 0,75 Euro angehoben, was einer Ausschüttungssumme von etwa 903 Millionen Euro entspricht



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#15

RE: Waren die Privatisierungen sinnvoll?

in Wirtschaft 22.08.2013 01:35
von Landegaard | 17.380 Beiträge | 35656 Punkte

Zitat von Finderlohn im Beitrag #13
Zitat von Landegaard im Beitrag #12
Zitat von Finderlohn im Beitrag #10
Zitat von Landegaard im Beitrag #9
Zitat von Finderlohn im Beitrag #8
Zitat von Landegaard im Beitrag #7
Zitat von Hans Bergman im Beitrag #5
Zitat von Landegaard im Beitrag #4
...Ja, er hält sich mehr raus, die Konsequenz der Privatisierung.
Ja, die Kosten sind nun geringer.
Ja, sie sind produktiver.



1. Ja.
2. Nein. Zu den Kosten kommen jetzt noch zusätzlich die Dividenden, für die der Steuerzahler auch zusätzlich zahlen muss.
3. Ja. Auf Kosten der Gesellschaft, der Gesundheit und der Lebensqualität der Menschen.


2. der Steuerzahler zahlt Dividenden? Aha.

Da hat der Herr Bergmann nicht unrecht.



Im Bezug Gesundheit kann man schwer falscher liegen. Bei welcher privatisierten, vormals öffentlichen Unternehmung soll das denn so sein?

Bei welcher nicht?


Bei welcher?

Ich wüsste ad hoc keine, wo das nicht so wäre.


Der Steuerzahler zahlt die Dividende heisst, dass diese nicht aus Gewinnen erwirtschaftet wird. Also reden wir von privatisierten Staatsunternehmen, die keinen Geschäftsgewinn erzielen, dennoch Dividenden ausschütten, die aus mir noch unklaren Bezugswegen vom Steuerzahler überwiesen werden. Meine Frage also nochmal: bei welchem Unternehmen soll das so sein?

Die Post können wir schonmal abhaken, da ist dem nicht so.



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#16

RE: Waren die Privatisierungen sinnvoll?

in Wirtschaft 24.08.2013 00:57
von Hans Bergman | 18.501 Beiträge | 58108 Punkte

Zitat von Landegaard im Beitrag #7
Zitat von Hans Bergman im Beitrag #5
Zitat von Landegaard im Beitrag #4
...Ja, er hält sich mehr raus, die Konsequenz der Privatisierung.
Ja, die Kosten sind nun geringer.
Ja, sie sind produktiver.



1. Ja.
2. Nein. Zu den Kosten kommen jetzt noch zusätzlich die Dividenden, für die der Steuerzahler auch zusätzlich zahlen muss.
3. Ja. Auf Kosten der Gesellschaft, der Gesundheit und der Lebensqualität der Menschen.


2. der Steuerzahler zahlt Dividenden? Aha.
3. nein, auf Kosten der monopolistischen Unternehmen im unkündbaren Beamtenverhältnis ohne Bedarf, effiziente Leistungen zu bieten. Auf Kosten der Gesellschaft, der Gesundheit? Reden Sie von dem Deutschen Gesundheitssystems, welches unstrittig eines der besten der Welt ist?

Die Müllabfuhr in der Hand der Kommunen kostete etwa 40 Euro. Die arbeitete unwirtschaftlich und der Steuerzahler musste indirekt noch zusätzlich etwa 20 Euro draufzahlen.
Privatisiert kostet der Spaß jetzt 90 Euro. Weil die GmbHs ja Gewinne ausschütten müssen. Das sind eben nochmal 30 Euro drauf.
So schwer, das nachzurechnen?

Und die Gesundheit? In den Postverteilstellen (von da weiß ich es durch eineSchichtleiter) schuften die Leute, dass sie nach ein paar Jahren gesundheitlich (körperlich) einfach fertig sind. Er sagte mir wörtlich: "Du würdest das keine zwei Wochen durchhalten!"
Die Leute von Hermes stehen unter einem Stress, den man ihnen auch ansieht. Ich hab mich mal mit einem während einer Zigarettenpause unterhalten (er sagte, ich rauch jetzt einfach auch eine mit, obwohl es ihn ganz nervös machte wegen des Zeitdrucks).
Und auch da bezahlen wir mit, weil der natürlich auch Aufstocker war und die Aufhebung des staatlichen Beförderungsmonopols diese Billigstvarianten erst möglich machte.

Von der immensen Zunahme psychischer Krankheiten hast du wohl noch nie was gehört? Es ist das System, das die Leute krank macht.



zuletzt bearbeitet 24.08.2013 00:59 | nach oben springen

#17

RE: Waren die Privatisierungen sinnvoll?

in Wirtschaft 24.08.2013 01:40
von Landegaard | 17.380 Beiträge | 35656 Punkte

Zitat von Hans Bergman im Beitrag #16
Zitat von Landegaard im Beitrag #7
Zitat von Hans Bergman im Beitrag #5
Zitat von Landegaard im Beitrag #4
...Ja, er hält sich mehr raus, die Konsequenz der Privatisierung.
Ja, die Kosten sind nun geringer.
Ja, sie sind produktiver.



1. Ja.
2. Nein. Zu den Kosten kommen jetzt noch zusätzlich die Dividenden, für die der Steuerzahler auch zusätzlich zahlen muss.
3. Ja. Auf Kosten der Gesellschaft, der Gesundheit und der Lebensqualität der Menschen.


2. der Steuerzahler zahlt Dividenden? Aha.
3. nein, auf Kosten der monopolistischen Unternehmen im unkündbaren Beamtenverhältnis ohne Bedarf, effiziente Leistungen zu bieten. Auf Kosten der Gesellschaft, der Gesundheit? Reden Sie von dem Deutschen Gesundheitssystems, welches unstrittig eines der besten der Welt ist?

Die Müllabfuhr in der Hand der Kommunen kostete etwa 40 Euro. Die arbeitete unwirtschaftlich und der Steuerzahler musste indirekt noch zusätzlich etwa 20 Euro draufzahlen.
Privatisiert kostet der Spaß jetzt 90 Euro. Weil die GmbHs ja Gewinne ausschütten müssen. Das sind eben nochmal 30 Euro drauf.
So schwer, das nachzurechnen?

Und die Gesundheit? In den Postverteilstellen (von da weiß ich es durch eineSchichtleiter) schuften die Leute, dass sie nach ein paar Jahren gesundheitlich (körperlich) einfach fertig sind. Er sagte mir wörtlich: "Du würdest das keine zwei Wochen durchhalten!"
Die Leute von Hermes stehen unter einem Stress, den man ihnen auch ansieht. Ich hab mich mal mit einem während einer Zigarettenpause unterhalten (er sagte, ich rauch jetzt einfach auch eine mit, obwohl es ihn ganz nervös machte wegen des Zeitdrucks).
Und auch da bezahlen wir mit, weil der natürlich auch Aufstocker war und die Aufhebung des staatlichen Beförderungsmonopols diese Billigstvarianten erst möglich machte.

Von der immensen Zunahme psychischer Krankheiten hast du wohl noch nie was gehört? Es ist das System, das die Leute krank macht.


Nein, das ist kein bisschen schwer nachzurechnen. Deine Annahmen sind nur quatsch.



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#18

RE: Waren die Privatisierungen sinnvoll?

in Wirtschaft 24.08.2013 10:54
von Hans Bergman | 18.501 Beiträge | 58108 Punkte

Zitat von Landegaard im Beitrag #17
...Nein, das ist kein bisschen schwer nachzurechnen. Deine Annahmen sind nur quatsch.

Es ist nicht Quatsch, sondern BWL 1. Semester.

Eine Kommune mit 2000 Einwohnern beschäftigt 5 Arbeiter zur Müllabfuhr zu je 1000/Monat.
Das sind 12 x 5000 = 60.000/Jahr. Und die Leute machen einen gemütlichen Job.

Jetzt wird es privatisiert. Die Leute müssen mehr arbeiten und 2 werden ausgestellt, weil die verbleibenden 3 die Arbeit unter großer Belastung machen. Sie verdienen auch nur noch 600/Monat.
Das sind 12 x 1.800 = 21.600/Jahr.
Einer von den beiden hat keine Arbeit gefunden, also zahlt die Kommune Hartz4.
12 x 380 = 4.560.
Von den 3en bekommt jeder 400 Austockhilfe.
12 x 1.200 = 14.400
Eine kleine Gruppe der GmbH-Eigner (8 Leute) bekommt im Monat einen Gewinnanteil von 500.
12 x 4.000 = 48.000
Das sind zusammen 88.560/Jahr. Die Gebühren werden entsprechend angepasst.

Noch nicht berücksichtigt sind die höheren Kosten für das Gesundheitswesen, weil die 3 nach Jahren nicht mehr können und in Frührente gehen müssen und der eine arbeitslos bleibt und psychisch krank wird (natürlich leiden auch deren alle Familienangehörigen unter der Situation, die Kinder können nicht studieren, weil das Geld fehlt.)
(Später wird noch einer eingestellt, um zu Dumpingpreisen die Müllabfuhr der Nachbarkommune übernehmen zu können. Die Arbeitsbelastung steigt weiter, es gibt weitere 5 Entlassungen zu Lasten der Sozialsysteme).

Dem steht positiv gegenüber, dass sich 8 Leute neue SUVs beim örtlichen Händler kaufen können und damit vielleicht der Lehrling in der Werkstatt übernommen werden kann.

Holger, du denkst einfach nicht weit genug.
In welcher Traumwelt lebst du eigentlich?



zuletzt bearbeitet 24.08.2013 10:55 | nach oben springen

#19

RE: Waren die Privatisierungen sinnvoll?

in Wirtschaft 24.08.2013 13:53
von guylux (gelöscht)
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Zitat von Hans Bergman im Beitrag #18
Zitat von Landegaard im Beitrag #17
...Nein, das ist kein bisschen schwer nachzurechnen. Deine Annahmen sind nur quatsch.

Es ist nicht Quatsch, sondern BWL 1. Semester.

Eine Kommune mit 2000 Einwohnern beschäftigt 5 Arbeiter zur Müllabfuhr zu je 1000/Monat.
Das sind 12 x 5000 = 60.000/Jahr. Und die Leute machen einen gemütlichen Job.

Jetzt wird es privatisiert. Die Leute müssen mehr arbeiten und 2 werden ausgestellt, weil die verbleibenden 3 die Arbeit unter großer Belastung machen. Sie verdienen auch nur noch 600/Monat.
Das sind 12 x 1.800 = 21.600/Jahr.
Einer von den beiden hat keine Arbeit gefunden, also zahlt die Kommune Hartz4.
12 x 380 = 4.560.
Von den 3en bekommt jeder 400 Austockhilfe.
12 x 1.200 = 14.400
Eine kleine Gruppe der GmbH-Eigner (8 Leute) bekommt im Monat einen Gewinnanteil von 500.
12 x 4.000 = 48.000
Das sind zusammen 88.560/Jahr. Die Gebühren werden entsprechend angepasst.

Noch nicht berücksichtigt sind die höheren Kosten für das Gesundheitswesen, weil die 3 nach Jahren nicht mehr können und in Frührente gehen müssen und der eine arbeitslos bleibt und psychisch krank wird (natürlich leiden auch deren alle Familienangehörigen unter der Situation, die Kinder können nicht studieren, weil das Geld fehlt.)
(Später wird noch einer eingestellt, um zu Dumpingpreisen die Müllabfuhr der Nachbarkommune übernehmen zu können. Die Arbeitsbelastung steigt weiter, es gibt weitere 5 Entlassungen zu Lasten der Sozialsysteme).

Dem steht positiv gegenüber, dass sich 8 Leute neue SUVs beim örtlichen Händler kaufen können und damit vielleicht der Lehrling in der Werkstatt übernommen werden kann.

Holger, du denkst einfach nicht weit genug.
In welcher Traumwelt lebst du eigentlich?


Hans : Ich behaupte mal , Du hast in der BWL geschlafen .
Eine 8-Mann Gmbh mit 3 Angestellten ist schon etwas realitätsfremd .
Solch eine Gmbh macht die Müllabfuhr für 20 Dörfer und dann sieht die Sache ganz anders aus , mit z.B. optimiertem Einsatz der Müllfahrzeuge ( 10 für 20 Dörfer anstatt jedem Dorf das seine usw .)
Fakt ist dass der Staat ein recht miserabler Unternehmer ist , odere hälst Du etwa den Trabbi für eine gelungene Produktentwicklung ?


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#20

RE: Waren die Privatisierungen sinnvoll?

in Wirtschaft 24.08.2013 17:04
von Hans Bergman | 18.501 Beiträge | 58108 Punkte

Zitat von guylux im Beitrag #19
...1.Hans : Ich behaupte mal , Du hast in der BWL geschlafen .

2. Eine 8-Mann Gmbh mit 3 Angestellten ist schon etwas realitätsfremd .
Solch eine Gmbh macht die Müllabfuhr für 20 Dörfer und dann sieht die Sache ganz anders aus , mit z.B. optimiertem Einsatz der Müllfahrzeuge ( 10 für 20 Dörfer anstatt jedem Dorf das seine usw .)

3. Fakt ist dass der Staat ein recht miserabler Unternehmer ist , oder hälst Du etwa den Trabbi für eine gelungene Produktentwicklung ?

1. Das ist mindestens teilweise falsch. Ich war gar nicht erst in der Vorlesung. Ob ich in der Zeit gechlafen oder etwas anderes gemach habet, weiß ich nicht mehr.

2. Im Prinzip aber ist meine Rechnung völlig richtig. Sonst wären die Gebühren ja niedriger geworden. Sie sind aber durch die Bank gestiegen.
Ein schlagenderes Argument für meine These gibt es gar nicht.
Und auch dein "optimierter Einsatz der Müllfahrzeuge" ist so dramatisch neu nicht: so etwas gab es schon immer bei den Bauern und bei den Kommunen (optimierter Einsatz eines Mähdreschers, und, und, und...). Jedenfalls lange bevor private Unternehmen die Kommunen und die Gesellschaft ausgebeutet haben.

3. Der Staat muss kein guter Unternehmer sein, er ist gemeinnützig tätig. Er muss/soll ja auch nicht im Fahrzeugbau tätig werden, sondern sich um hoheitliche Aufgaben kümmern, die für die Gesellschaft nützlich bzw. unentbehrlich sind.



zuletzt bearbeitet 24.08.2013 17:08 | nach oben springen

#21

RE: Waren die Privatisierungen sinnvoll?

in Wirtschaft 24.08.2013 17:18
von guylux (gelöscht)
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Zitat von Hans Bergman im Beitrag #20
Zitat von guylux im Beitrag #19
...1.Hans : Ich behaupte mal , Du hast in der BWL geschlafen .

2. Eine 8-Mann Gmbh mit 3 Angestellten ist schon etwas realitätsfremd .
Solch eine Gmbh macht die Müllabfuhr für 20 Dörfer und dann sieht die Sache ganz anders aus , mit z.B. optimiertem Einsatz der Müllfahrzeuge ( 10 für 20 Dörfer anstatt jedem Dorf das seine usw .)

3. Fakt ist dass der Staat ein recht miserabler Unternehmer ist , oder hälst Du etwa den Trabbi für eine gelungene Produktentwicklung ?

1. Das ist mindestens teilweise falsch. Ich war gar nicht erst in der Vorlesung. Ob ich in der Zeit gechlafen oder etwas anderes gemach habet, weiß ich nicht mehr.

2. Im Prinzip aber ist meine Rechnung völlig richtig. Sonst wären die Gebühren ja niedriger geworden. Sie sind aber durch die Bank gestiegen. Ein schlagenderes Argument für meine These gibt es gar nicht.

3. Der Staat muss kein guter Unternehmer sein, er ist gemeinnützig tätig. Er muss/soll ja auch nicht im Fahrzeugbau tätig werden, sondern sich um hoheitliche Aufgaben kümmern, die für die Gesellschaft nützlich bzw. unentbehrlich sind.


1. Das erklärt einiges :-))
2. Bei Privatisierungen werden die tatsächlich anfallenden Kosten berechnet .
Stell Dir mal eine Kommune vor , welche für die Müllabfuhr gar nichts berechnet . Das bedeutet aber nicht , dass die Müllabfuhr keine Kosten verursacht , die werden dann einfach nur von der Allgemeinheit getragen . Soviel zum schlagenden Argument der Gebühren .
3. Eine Kommune , welche die Müllabfuhr selbst in die Hand nimmt , ist nun mal unternehmerisch tätig . Ob sie das soll oder billiger macht als ein Privatier sei dahingestellt .
Ich bin aber mit Dir einverstanden , dass nicht alle Privatisierungen gut sind , glaube aber auch , dass viele Sinn machen


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#22

RE: Waren die Privatisierungen sinnvoll?

in Wirtschaft 24.08.2013 17:36
von Hans Bergman | 18.501 Beiträge | 58108 Punkte

Zitat von guylux im Beitrag #21
...
... Ob sie das soll oder billiger macht als ein Privatier sei dahingestellt . ...

Dass Unternehmensgewinne ein zusätzlicher Kostenfaktor bei gleichweder Betätigung sind, da braucht man auch keine BWL dazu.
Mit einer der vier Grundrechenarten kommt man da schon zurecht.

Die Gesamtkosten der Müllbeseitigung steigen exakt um den Betrag, den sich ein paar Leute ausrechnen, auf Kosten der Gemeinschaft verdienen zu können.
Und wie Unternehmen heute geführt werden bedeutet, dass es zu Lasten der Lebensqualität der Gesellschaft geht.


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#23

RE: Waren die Privatisierungen sinnvoll?

in Wirtschaft 24.08.2013 21:47
von guylux (gelöscht)
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Zitat von Hans Bergman im Beitrag #22
Zitat von guylux im Beitrag #21
...
... Ob sie das soll oder billiger macht als ein Privatier sei dahingestellt . ...

Dass Unternehmensgewinne ein zusätzlicher Kostenfaktor bei gleichweder Betätigung sind, da braucht man auch keine BWL dazu.
Mit einer der vier Grundrechenarten kommt man da schon zurecht.

Die Gesamtkosten der Müllbeseitigung steigen exakt um den Betrag, den sich ein paar Leute ausrechnen, auf Kosten der Gemeinschaft verdienen zu können.
Und wie Unternehmen heute geführt werden bedeutet, dass es zu Lasten der Lebensqualität der Gesellschaft geht.


Das ist leider falsch : ein Betrieb der effizient arbeitet , kann bei gleicher Qualität , billiger arbeiten , inklusive Profit .
Profit ist nur ein Teil der Kosten und jemand seine 36 Stunden pro Woche ordentlich arbeiten zu lassen , geht nicht zur Lasten der Lebensqualität .
Ich selbst habe 37 Jahre in der Privatindustrie gearbeite , generell 9 Stunden pro Tag und erfreue mich trotzdem bester Gesundheit .


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#24

RE: Waren die Privatisierungen sinnvoll?

in Wirtschaft 24.08.2013 23:31
von Hans Bergman | 18.501 Beiträge | 58108 Punkte

Zitat von guylux im Beitrag #23
...1. Das ist leider falsch : ein Betrieb der effizient arbeitet , kann bei gleicher Qualität , billiger arbeiten , inklusive Profit .
2. Profit ist nur ein Teil der Kosten und jemand seine 36 Stunden pro Woche ordentlich arbeiten zu lassen , geht nicht zur Lasten der Lebensqualität .
3. Ich selbst habe 37 Jahre in der Privatindustrie gearbeite , generell 9 Stunden pro Tag und erfreue mich trotzdem bester Gesundheit .

1. Betriebe arbeiten in der Regel nicht mehr effizient. Sie arbeiten ausbeuterisch, was die Gesundheit, sowohl physische als auch psychische, betrifft. Wenn du das nicht erkannt hast, dann bist du zu weit weg von der Realität, oder in Luxemburg ist das noch anders (du weißt, dass hier mit die niedrigsten Löhne gezahlt werden?)
2. Du bist schon raus? Gut für dich. Für mich auch. Denn heute arbeitet jemand im Schnitt zu seinen 40 Stunden noch etliche Überstunden (meist umsonst), und er arbeitet auch fast doppelt so viel, wie das früher üblich war. Und das geht deutlich zu Lasten der Lebensqualität.
3. Du hast meiner Meinung nach nicht gearbeitet. Du hattest vielleicht, womöglich auch noch mit Spaß, deinen Beruf ausgeführt. Da lässt es sich leicht gesund sein.
Ich rede von Leuten, die hart arbeiten. Und das für kärglichen Lohn.



zuletzt bearbeitet 24.08.2013 23:32 | nach oben springen

#25

RE: Waren die Privatisierungen sinnvoll?

in Wirtschaft 25.08.2013 11:38
von guylux (gelöscht)
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Zitat von Hans Bergman im Beitrag #24
Zitat von guylux im Beitrag #23
...1. Das ist leider falsch : ein Betrieb der effizient arbeitet , kann bei gleicher Qualität , billiger arbeiten , inklusive Profit .
2. Profit ist nur ein Teil der Kosten und jemand seine 36 Stunden pro Woche ordentlich arbeiten zu lassen , geht nicht zur Lasten der Lebensqualität .
3. Ich selbst habe 37 Jahre in der Privatindustrie gearbeite , generell 9 Stunden pro Tag und erfreue mich trotzdem bester Gesundheit .

1. Betriebe arbeiten in der Regel nicht mehr effizient. Sie arbeiten ausbeuterisch, was die Gesundheit, sowohl physische als auch psychische, betrifft. Wenn du das nicht erkannt hast, dann bist du zu weit weg von der Realität, oder in Luxemburg ist das noch anders (du weißt, dass hier mit die niedrigsten Löhne gezahlt werden?)
2. Du bist schon raus? Gut für dich. Für mich auch. Denn heute arbeitet jemand im Schnitt zu seinen 40 Stunden noch etliche Überstunden (meist umsonst), und er arbeitet auch fast doppelt so viel, wie das früher üblich war. Und das geht deutlich zu Lasten der Lebensqualität.
3. Du hast meiner Meinung nach nicht gearbeitet. Du hattest vielleicht, womöglich auch noch mit Spaß, deinen Beruf ausgeführt. Da lässt es sich leicht gesund sein.
Ich rede von Leuten, die hart arbeiten. Und das für kärglichen Lohn.


1. Das stimmt in einigen Fallen , in vielen nicht . Konkurrenzbedingt muss ein Betrieb effizient arbeiten , sonst geht er pleite .
In Punkto Löhne gibt es in D auch sehr hohe , bei Audi , BMW z.B verdient ein Facharbeiter schönes Geld .
Richtig ist , dass Amazon , Aldi und etliche andere eine zum Teil menschenunwürdige Betriebsphilosophie haben .
2. Ich bin schon seit 7 Jahren raus und kann nicht feststellen , dass sich über meine 35 jährige Berufstätigkeit , die Arbeitszeit verlängert hätte . Richtig ist , dass der Druck auf die Mitarbeiter über die Jahre etwas zugenommen hat , aber immer noch im grünen Bereich .
Mit der grassierenden Arbeitslosigkeit , ist natürlich der Arbeitsmarkt fast eine reine Angebotssache .
3. Stimmt , Ich habe meinen Beruf immer gerne ausgeübt und trotztdem nenne ich das arbeiten :-)) Der Lohn was allerdings nicht kärglich , die Arbeit körperlich auch nicht anstrengend , aber der Erfolgsdruck war schon recht gross .
Ich bin auch prinzipiell immer an Wochenenden nach Übersee gereist , trotzdem hätte Ich das um die Welt fliegen nicht missen wollen


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